
Ein mieser Tag
Wütend pfefferte ich meine Tasche auf die Eckbank in der Küche. Ich war so was von geladen. Erst machte mich eine Kunde blöd an und dann bekomme ich auch noch die Kündigung, einfach so, aus heiterem Himmel. ‚Warum musste es immer nur mich treffen?’ Frustriert zog ich mir die Klamotten aus und stellte mich unter die Dusche. Warm prasselte das Wasser auf mich nieder und wusch, jedenfalls für den Moment, alle Sorgen und Gedanken des Tages ab und verschwanden gluckernd im Abfluss. Als ich fertig war trocknete ich mich ab und schlüpfte in bequeme Kleidung in Form einer schwarzen Stoffhose und einem schwarzen Kapuzenpulli. Meine kinnlangen schwarzen Haare ließ ich so trocknen da ich heute ewieso nichts mehr vorhabe, 'und für die nächsten Tage auch nicht', dachte ich gehässig.
Ich ging wieder zurĂĽck in meine KĂĽche, wollte mir was zum trinken holen um mich dann vor den Fernseher zu setzen, als ich feststellte das gar nichts mehr zu trinken im Haus hatte. Auch sonst war so gut wie nichts mehr da. Genervt verdrehte ich die Augen, war ja klar. Hektisch blickte ich auf die Uhr, es war 5 Minuten vor Sechs. Gut also hat der Laden nebenan noch offen. Ich packte schnell meinen Geldbeutel, schnappte mir den Korb der dafĂĽr extra an meiner BalkontĂĽre stand und rannte ĂĽber meine Terrasse schnell in den Laden.
'Puh, geschafft.' Mühsam schleppte ich den schweren Korb über die Terrasse in meine Küche und verstaute dort meine Einkäufe auf dem Fenstersims und im Kühlschrank. Ich richtete mich auf, wollte den leeren Korb wieder verräumen als plötzlich hinter mir ein Mann im schwarzen Umhang und silberner Gesichtsmaske stand. Vor Schreck ließ ich meinen Korb fallen und blickte mein Gegenüber starr an. ‚Verdammt, wo kam der auf einmal her? Ich habe ihn nicht mal kommen gehört. Und was soll diese lächerliche Verkleidung? Halloween war schließlich vor 3 Tagen' und da fiel mir die offene Terrassentüre ein. ‚Verfluchter Mist, das hatte man jetzt von seiner Vergesslichkeit.’
„Was wollen sie von mir?“ Ich blickte mein Gegenüber starr an und versuchte meine Angst zu verbergen die sie langsam in mir hoch kroch. Egal was es war, er wollte bestimmt nicht ein gemütliches Kaffeekränzchen mit mir abhalten. „Sie sind Joseline Gerdis?“ Die Stimme meines Gegenübers zeigte nicht die geringste Gefühlsregung, klang tief und kalt wie die Gletscher eines Berges und hinterließ bei mir eine Gänsehaut „Wer will das wissen?“
So langsam aber sicher machte sich die Panik in mir breit. Ich musste hier raus, doch der einzige Weg führte an dem Maskierten vorbei. Dieser schritt auf mich zu und packte mich fest am Arm sodass es weh. „Sie werden jetzt mit mir mitkommen.“ „Den Teufel werd' ich tun.“ Ich holte mit meinem linken Fuß aus und platzierte mein Knie zwischen den Beinen des Maskierten. ‚Ha, Volltreffer.’ Der Mann keuchte von meiner Attacke vollkommen überrascht auf und sackte in die Knie. Der Griff der sich bis jetzt so eisern in meine Schulter gekrallt war, war verschwunden und hielt sich nun mit beiden Händen seine verletzten Kronjuwelen. Die Gelegenheit ausnutzend drückte ich mich an dem Knienden vorbei, raus auf den Flur, doch da erwartete mich eine weitere böse Überraschung.
Hier erwarteten mich nicht weniger als 6 weitere unheimlich maskierte Gestalten. Panisch rannte ich in mein Schlafzimmer und drückte keuchend die Tür hinter mir und prallte erneut zurück. Hier war noch einer der Maskierten und versperrte mir den Weg in den Garten. Doch bevor er überhaupt die Gelegenheit dazu hatte, mich anzugreifen holte ich mit meiner linken Faust aus und platzierte sie direkt auf dieser silbernen Totenmaske. Irgendetwas knackte und ich hoffte dass es sein Nasenbein war und nicht meine Hand die nun durch die Attacke ziemlich schmerzte. Der Getroffene jaulte auf, riss sich die Maske vom Gesicht und hielt sich die lädierte Nase aus der sofort das Blut schoss und zwischen seinen Fingern hindurch rann. Doch bevor ich überhaupt in die Nähe der Türe kam krachte es hinter mit einem ohrenbetäubenden Knall und irgendetwas raste an mir vorbei und traf die verglaste Terrassentüre. Reflexartig schmiss ich mich hinter mein Bett in Sicherheit. „Hör sofort auf, auf sie zu zielen, der Lord wäre nicht erfreut wenn sie verletzt bei ihm ankäme.“
‚Lord, welcher Lord? Von was reden die denn?’ Ich blinzelte hinter meinem Versteck hervor und mein Blick fiel dabei auf die Scherben meiner ehemaligen Terrassentüre. „Verdammt, die werdet ihr mir aber zahlen ihr verfluchten Idioten.“ Die Maskierten, von meinen Worten natürlich wenig beeindruckt, kamen nun einer nach dem anderen in das Schlafzimmer und kreisten mich bedrohlich ein. Hektisch blickte ich mich um, suchte nach einer Waffe, doch das einzige was ich in meiner Reichweite finden konnte waren die Bücher auf meinem Nachtisch. Ich nahm das oberste Band, es war Harry Potter, Band 5. Also ein richtiger schwerer Wälzer. Ich holte mit meiner linken Hand aus und warf es dem nächststehenden das Buch an den Kopf, der stöhnend zusammensank. Das Buch hat ihn sprichwörtlich umgehauen.
Ich schnappte mir das nächste Buch und es gleich den nächsten an den Kopf werfen. Kurz fiel mein Blick auf den Titel des Buches. „Harry Potter und der Halbblutprinz.“ Mist, das habe ich noch gar nicht gelesen', jedenfalls nicht auf Deutsch. Trotzdem erhob ich es, bereit es dem Nächsten an den Kopf zu werfen. Die Maskierten blieben stehen. Anscheinend überlegen sie eine andere Taktik – oder wollten nicht vom Buch getroffen werden.
Auf einmal zog einer von ihnen einen Stock aus den Falten seines Gewandes und zeigte damit auf mich. Ich krauste meine Stirn. „Wen willst du damit einschüchtern Jungchen? Mich bestimmt nicht.“
„Stupor.“ Ehe ich reagieren konnte schoss ein roter Lichtstrahl auf mich zu und ließ mich rücklings überkippen sodass ich nun starr auf dem Rücken lag, das Buch fiel haltlos aus meiner offenen Hand. Ich konnte keinen Muskel mehr bewegen. ‚Scheiße, was hier nur los? Was hat der Kerl noch mal gerufen bevor ich umkippte? Stip . . Stap . . .nein es war mit u . . . Stu . . Stup . . .Stupor. Ja genau, das was es gewesen. Aber warum? Nein, das konnte unmöglich sein. Das gibt es doch alles gar nicht, und schon gar nicht hier auf der normalen Welt.’ Ich wurde wieder aus meinen Gedanken gerissen als sich jemand über meinen Körper beugte und mich betrachtete. „Endlich ist sie still, man das ist ja noch schlimmer als gegen Potter zu kämpfen.“ Auch die anderen Maskierten traten nun an mich heran. „Kommt halt ganz nach dem Vater.“ Fügte einer grinsend hinzu. „Ich glaube wir sollten hier verschwinden, bevor noch ein Muggel hier auftaucht.“ „Ja genau, holt die anderen und lasst uns so schnell wie möglich nach Riddle Manor apparieren.“
So jetzt war alles klar. Auch wenn ich es nicht begreifen kann. Anscheinend war die Welt von Harry Potter genauso real wie ich jetzt am Boden liege und sollte nun von einer Horde von Todessern entführt werden. Der Himmel weiß warum. Doch das würde ich nicht zulassen, jedenfalls nicht kampflos. Ich musste was gegen die Lähmung tun die mein Körper immer noch zu Unfähigkeit verdammte. Ich konzentrierte meine ganze Kraft darauf die Umklammerung zu durchbrechen. In den ersten Sekunden geschah nicht, und dann . . . gerade als ich daran war es aufzugeben, spürte ich wie irgendetwas von mir abfiel. Ich konnte mich wieder bewegen und bevor mich auch nur einer dieser vermaledeinten Todesser mich erneut anfassen konnte, rammte ich den nächststehenden meine Füße in den Magen. Dieser klappte wie ein Taschenmesser zusammen und rang keuchend nach Luft. Ich schnappte mir das herunter gefallene Buch und knallte es demjenigen über den Schädel der mir gleich am nächsten stand. Irgendwie waren alle viel zu perplex um mich anzugreifen. Immer wieder hörte ich Sätze wie „Das kann doch nicht wahr sein . . . . „ . . .wie konnte sie sich von dem Fluch befreien . . .“ oder „ . . . dass ist unmöglich, keiner kann einen Fluch auflösen . . .“ .Aber das war mir egal, nur endlich weg von hier.
Ich hatte es endlich wieder geschafft mich wieder aufzurichten als ich von jemandem angesprungen wurde und wieder zu Boden gerissen wurde. „Beim Barte von Merlin, bleibst du endlich hier?“ Ich war schon fast an der kaputten Terrassentüre angekommen als ich wieder unbarmherzig zurück ins Zimmer geschleift wurde. „Den Teufel wird ich tun.“ Ich schlug und trat wie wild um mich, um endlich den Typ von mir runter zukriegen der immer noch auf mich lag und versuchte mich irgendwie ruhig unter Kontrolle zu bekommen. „Geh endlich runter von mir du Scheißkerl.“ Immer wieder drehten wir uns um die eigene Achse und eine ziemlich wilde Keilerei entstand. Einer von den umher stehenden Todessern wollte demjenigen der zwischendurch immer wieder auf mir lag zur Hilfe eilen doch er lief voll in meine linke Faust hinein die ich eigentlich meiner unahngenehmen Last ins Gesicht rammen wollte. Jaulend fiel dieser zurück und hielt sich das rechte Auge, ich dachte jedenfalls dass es das war, durch die verdammten Masken konnte man ja nicht erkennen.
Durch unsere wilde Rangelei war meinem Kontrahent die Maske vom Gesicht gerutscht und ich konnte am Anfang nur pechschwarze Haare sehen. Doch als ich das Gesicht erblickte hielt ich geschockt inne. Es war von Anstrengung verzerrt und doch erkannte ich die Gesichtzüge des Mannes, so als würden wir uns schon ewig kennen. „Sn . .Snape?“
Den Moment meines Schockes ausnutzend zog dieser wieder seinen Zauberstab, richtete ihn auf mich „Incarcerus“ und ehe ich noch ein weiteres Wort hervorbrachte war ich schon von unzähligen Schnüren zu einem handlichen Paket verschnürt worden.
Keuchend richtete sich Snape auf. Der Kampf mit mir hat ihm anscheinend sehr viel Kraft gekostet. „Hei was soll das alles, lasst mich endlich in Ruhe ihr elendigen Hurensöhne.“ Snape drehte sich, scheinbar sichtlich genervt zu mir um. „Silencio.“
Erschrocken sog ich die Luft ein, ich versuchte zu sprechen doch kein einziger Ton verließ meine Lippen. Erleichtert seufzte Snape auf. „Man, die Frau hat ein Organ das einem ganz schwindlig wird.“ Gestresst massiert er sich die Schläfen, so als hätte er Kopfweh. „Dabei war doch meine Migräne doch so gut wie weg.“ Er zog eine kleine Dose aus seinem Umhang und warf sich schnell etwas ein was verdächtig nach Kopfschmerztabletten aussah. Erleichtert seufzte er auf. Ich versuchte indessen wieder was zu sagen doch meine Stimme war weg, so als wäre sie nie da gewesen.
Stöhnend kam ein weiterer Todesser ins Zimmer gewankt. Mit der einen Wand stützte er sich an der Wand ab während er die andere zwischen seine Beine presste. Es musste anscheinend derjenige gewesen sein der mich in der Küche zu überwältigen versucht hatte. „Wenn ich nicht genau wüsste dass der Lord sie unbedingt braucht, würde ich sie jetzt am liebsten aus dem Fenster werfen.“ Snape warf seinem Kumpane einen amüsierten Blick zu. „Seit wann bist denn du so zimperlich Lucius und lässt dich von einer Frau überwältigen?“ Dieser warf Snape nur einen mörderischen Blick zu, verbiss sich aber jedes Wort.
„Crabbe, Goyle. Steht endlich auf ihr Waschlappen.“ Schnarrte Snape wütend zu den beiden die immer noch am Boden lagen. Der eine – Crabbe – hielt sich immer noch die gebrochene Nase während der andere – Goyle – anscheinend nach seinem Zusammenstoß mit HP 5 immer noch ziemlich neben sich war. Schwankend, sich gegenseitig stützend, kamen sich auf die Beine.
Mein Blick fiel auf die anderen dich noch abwechselnd am Boden lagen. Einer nach dem anderen kam mehr oder weniger wieder auf die Beine. „Merlin, hatte die einen Schlag drauf. Das ist ja so als würde man gegen eine Wand laufen.“ „Bist auch selber Schuld wenn du mitten in ihre Faust rein läufst Nott. Bin auch ohne dich herrlich zurecht gekommen.“ Nott, der seine Maske abgenommen hatte um vorsichtig sein rechtes Auge zu betasteen das schon merklich zum zuschwellen begann, blickte Snape aus blitzenden Augen an. „Das hat aber bis vor kurzem nicht danach ausgesehen. Du bist anscheinend doch sehr ins Schwitzen gekommen. Du hast sie nur still gekriegt weil sie sich von deiner hässlichen Visage erschreckt hatte.“ Snape schnaubte verächtlich. „Wenigstens habe ich jetzt kein blaues Feilchen das ich vor dem Lord rechtfertigen muss.“ Nott holte einmal tief Luft, bereit Snape einen Fluch an den Kopf zu werfen, doch da fiel ihm ein weiterer Todesser ins Wort.
„Ich haue dir auch gleich das Buch über den Schädel, mal sehen ob du dann immer noch so Sprüche reißen kannst Snape.“ „Das will ich doch erstmal sehen Dolohow.“ Dolohow – er war derjenige der HP 6 an den Kopf bekam - war inzwischen wieder auf die Beine gekommen und blickte Snape aus gefährlich blitzenden Augen an. „Ach ja, willst es drauf ankommen lassen du Dumpfbacke?“ „Wen nennst du hier Dumpfpacke du Spatzenhirn?“ „Dich du Dumpfbacke!“ Dolowhow und Snape hatten ihre Zauberstäbe gezogen, bereit dem anderen einen Fluch auf den Hals zu hetzen.
„Hört endlich auf euch zu streiten, ihr benehmt euch wie Kleinkinder.“ Ein weiterer Todesser fuhr zwischen die beiden Streithähne. „Aus dem Weg Rookwood, ich will dem Idioten nur kurz zeigen wie es sich anfühlt wenn einem der Schädel platzt.“ „Das traust du dir ewieso nicht Dolomausi.“ „Das hast du nicht umsonst gesagt Fledermaus . . . Sectum . . .“
„Accio Zauberstab.“ Verdutzt blickten Snape und Dolohow auf ihre Hände wo sich bis vor wenigen Sekunden ihre Zauberstäbe befunden haben. „Und wenn ihr brav seid, bekommt ihr sie auch wieder zurück. Aber erst wenn wir wieder daheim sind.“ Rookwood verstaute die Zauberstäbe der beiden Streithähne in seinem Mantel die sich nun gegenseitig mit Blicken zu erdolchen versuchten.
Während sich die Horde Todesser sich gegenseitig an die Kehle gingen versuchte ich inzwischen mich von meinen Fesseln zu befreien. Unauffällig robbte ich zu meinem linken Nachttischkästchen wo ich wusste dass in der unteren Schublade sich ein Messer befand. Mit Mühe richtete ich mich an der Wand auf und tastete mich langsam zu der unteren Schublade vor. Zaghaft zog ich diese auf, griff hinein und jubelte innerlich auf als ich den Griff des Messers zwischen meinen Fingern spürte. Ich zog es heraus und begann fieberhaft meine Fesseln durchzusäbeln. Immer weiter, bis auch die letzte Fessel von mir abgefallen war. Unauffällig robbte ich nun zu der offenen Türe. ‚Sollen die sich hier doch weiter beschimpfen, ich mache mich jetzt aus dem Staub, nur weg von diesen Irren.’
„Wo ist überhaupt Wurmschwanz abgeblieben?“ Fragte Rookwood in die Runde. „Der Angsthase hat sich bestimmt wieder verkrümelt und kommt erst wieder wenn wir alles erledigt haben.“ Schnaubte Snape verächtlich. Er hasste diesen Feigling der sich ein Todesser schimpfte. „Mir egal wo er ist, lasst uns endlich von hier verschwinden, soll er doch selbst sehen wie er zurück kommt.“
„KLIRR.“
Ich fluchte lauthals als unter meinen Füßen verräterisch eine Glasscherbe knarzte und sämtliche Todesser im Zimmer herumfuhren ließ. Snape war der Erste der aus seiner Erstarrung erwachte und mir nachhechtete. Ich schaffte es dieses Mal sogar bis nach draußen bevor er mich wieder an der Kapuze gepackt und wieder ins Zimmer zurück geschleift hatte. Rookwood und Nott waren Snape zu Hilfe geeilt um mich auf das Bett zu bugsieren. Ich kratzte, gebärdete mich wie toll und biss jeden der so blöd war sie in meine Nähe zu begeben. „Lasst mich endlich in Ruhe, was wollt ihr eigentlich von mir?“ Doch ich bekam wie schon vorhin keine Antwort. Dolohow setzte sich auf meine Füße, wollte anscheinend verhindern das ich sie jemand wieder in seine edelsten Teile rammte. Lucius beobachtete das alles aus respektvollem Abstand, dachte nicht im Geringsten daran seinen Freunden zu helfen. „Ich hab gedacht du hättest sie endlich dingfest gemacht Snape? Snape, derjenige der anscheinend immer alles unter Kontrolle hat?“ Lucius blickte gespielt gelangweilt auf seine Finger um zu schauen ob auch nicht seine Maniküre unter dem Angriff gelitten hatte. Snape verbiss sich einen Kommentar auf die Stichelei von Lucius aber nur weil er gerade von mir drei tiefe Kratzer auf dem Gesicht verpasst bekommen hatte und nur mit Mühe ein Schmerzenschrei unterdrücken konnte.
„Kannst du nicht endlich dein Machogehabe ablegen und uns helfen Malfoy?“ Keuchte Nott. Lucius seufzte auf und ließ seine Hände sinken. „Aber nur damit wir endlich von hier weg kommen, ich hasse Muggel.“ Er zog seinen Zauberstab und richtete ihn wieder auf mich. „Incarcerus.“ Sichtlich erschöpft ließen die vier nun von mir ab als ich anscheinend endlich wieder wie ein Paket verschnürt auf dem Bett lag. Lucius betrachtete weiter seine Hände, nachdem er seinen Zauberstab wieder verstaut hatte so als wäre nichts gewesen.
„Vielen Danke auch", keuchte Snape und betastete vorsichtig die Kratzer auf seiner Wange. „Bitte, bitte, gern geschehen“ erwiderte Lucius. „Immer wieder gern zu deinen Diensten.“
„Was wollen wir wetten das ihr nicht halb so gut wärt wenn ihr nicht eure vermaledeinten Zauberstäbe hättet", erwiderte ich böse. „Ihr schafft es ja nicht mal eine Frau unter eure Kontrolle zu bringen ohne sie und so was wollen die gefürchteten Anhänger Voldemorts sein? Das ich nicht lache.“ „Kannst sie nicht einmal ihren Mund halten? Das Gerede hält man ja im Kopf nicht aus.“ Snape fasste sich wieder stöhnend an die Schläfe. „Verpass ihr doch einen Knebel wenn es dich stört", erwiderte Dolohow grinsend. „Ich werde sie ganz gewiss nicht mehr anfassen.“ Schnappte Snape. „Wieso hast du etwa Angst vor einer Frau?“ „Dann mach es doch selber du Klugscheißer.“
„Wenn ihr nicht sofort mit der Streiterei aufhört werde ich euch beim Lord anschwärzen und dann ist der Cruciatus Fluch das wenigste vor dem ihr Angst haben müsst.“ Rookwood wandte sich von den beiden ab und versuchte mir einen Knebel anzulegen, doch mein Kopf entglitt immer wieder seinen Händen. Böse blickte mich Rookwood an. „Wenn sie nicht sofort still sind, verpass ich ihnen etwas damit ihnen Hören und Sehen vergeht.“ Ich blickte genüsslich in die Augen des Todessers. „Ach ja? Ich habe gedacht sie müssen mich unverletzt beim Lord abliefern? Was wir er wohl machen wenn er sehe ihr hättet mich nicht gut behandelt?“ Er zuckte ertappt zusammen, doch dann besann er sich wieder und winkte seinem Kumpanen Nott zu. „Halte ihren Kopf fest, sonst kommen wir hier nicht weiter.“ Man sah Nott im Gesicht an das er sich lieber mit Nagini angelegt hätte als noch einmal in meine Nähe zu kommen. Doch ein weiterer Blick Rookwoods ließ alle seine Widersprüche im Keim ersticken. Geschlagen begab er sich zum Bett, zögerte noch einmal kurz bevor er mich resolut am Kopf packte und Rookwood nun ungehindert den Knebel anbringen konnte. Doch kaum das die Aufgabe erledigt war, brachte er mindestens 2 Meter Abstand zwischen sich und dem Bett.
Erleichtert seufzte Rockwood auf. „So und nun lasst uns endlich verschwinden, der Lord wird bestimmt nicht erfreut sein wenn wir so spät zurückkommen.“ Ein Todesser nach dem anderen verschwand mit einem mehr oder weniger lautem Plopp bis nur noch Snape und Rookwood übrig waren. Je einer stellte sich rechts und links vor mir auf, packten mich fest an der Schulter und mit einem weiteren Plopp verschwand die Welt um mich herum in einem tiefschwarzen Strudel und ich hatte nicht die geringste Ahnung was mich nun auf der anderen Seite erwartete.
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Nun? wie findet ihr sie? Gut, schlecht oder soll ich sie gleich in die Tonne kloppen? Freue mich auf eure Rieviews :-)
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