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Fanfiction

Tochter der Unschuld - Ankunft

von Einsamer Kämpfer

@Jane-Do: Danke für deine Kritik, bis jetzt habe ich halt noch keinen Betaleser gefunden, ich hatte mal jemanden doch dieser hatte mir die korrigierten Kapitel nie zurück geschickt. Bin jetzt dazu über gegangen, jede Geshcichte vorher 3 Mal durch zulesen bevor ich sie online setze.

Ich wollte mal die Todesser von einer anderen Seite zeigen da sie ja angesichts ohne ihren Zauberstab nicht viel ausrichten konnten und wie sie dann darauf reagieren würden ;-)


@Dardevil: Danke das dir die Geshcicke gefällt *freu*, und du wirst noch so manche Seite an unserem Lord erkennen die dich verblüffen wird ;-)


@Ima23:
Karnevalsverein, echt klasse Bezeichnung und sowas von passend *lol*. Wird lustig wenn der Lord dahinter kommt was da wirklich passiert ist und unsere Amazone nimmt nicht mal vor dem dunklen Lord ein Blatt vor den Mund *lol*.
_______________________________________________





Ankunft



Als ich wieder zu mir kam lag ich auf hartem Boden. Mein Magen schlug Purzelbäume und wollte sich einfach nicht mehr beruhigen. Ich würgte, versuchte unter allen Umständen zu verhindern noch mal in den Genuss meines Mittagsessens zu kommen.

„Tut ihr den Knebel raus, sonst erstickt sie uns noch.“ Brüsk wurde ich in eine aufrecht sitzende Position gebracht um mir den Knebel zu entfernen. Als er endlich draußen war, holte ich ein paar Mal tief Luft um meinen rebellierenden Magen wieder zu beruhigen. Erst nach einiger Zeit beschloss er nun doch seine Essen drin zu behalten worüber ich sehr dankbar war.

Erst jetzt kam ich dazu meine Umgebung zu erkunden, herausfinden wo ich gelandet war. Ich lag, nun mehr saß ich, auf schwarzem Marmorboden einer riesigen Eingangshalle. Alles wirkte irgendwie düster und bedrohlich sodass es mich unwillkürlich schauderte.

Anscheinend sind wir erst vor kurzem hier angekommen, denn die anderen Todesser waren noch alle in der Nähe. Sie schauten sich sichtbar nervös um, als ob sie nach jemanden Ausschau hielten. Ich bemerkte dass sie ihre silbernen Masken abgenommen und die Kapuzen von ihren Köpfen zurück geschoben hatten. So konnte man nun ihre Gesichter sehen. Doch ich kam nicht mehr dazu sie genauer zu betrachten.

„Warum ist sie gefesselt? Hab ich nicht gesagt ihr sollt sie nicht anfassen?“ Eine eiskalte Stimme, bei der selbst die Hölle zufrieren würde, schallte durch die Halle. Snape der mich bis jetzt fest gehalten hatte, damit ich nicht umkippte, hatte mich vor Schreck losgelassen als er die Stimme hörte sodass mein Kopf nun eine unliebsame Begegnung mit dem harten Gestein machte. Auch die anderen Todesser sind auf die Knie gefallen und blickten erschrocken zu Boden.

„Aua, du Trottel, kannst du nicht aufpassen?“ Hätte ich meine Hände frei gehabt, hätte ich mir mein schmerzenden Hinterkopf zu halten. 'Das wird bestimmt eine Beule geben.' Außerdem war es nicht gerade hilfreich rücklings auf dem Boden zu liegen, wenn man wissen wollte was um einen herum so alles passierte. Das einzige was ich nun sah war die Decke der Eingangshalle, sie war schon so hoch das man schon fast von einer Kathedrale sprechen konnte, und eine Menge schwarzer Stoff die mir den größten Teil meiner Sicht einschränkte und langsam aber sicher unangenehm in der Nase zu kitzeln begann.

Der Stoff gehörte zu der Robe von Snape, der gleich neben mir demütig auf dem Boden kniete. Anscheinend musste er ziemlichen Respekt vor dem Sprecher der Stimme haben. Mir schwante langsam übles wer dies wohl sein könnte.

Snape war auch der erste der es wagte zu sprechen. „Herr, verzeiht mir, aber nur so war es möglich sie hier her zubekommen. Freiwillig wäre sie niemals mit uns mitgegangen.“ Ich schnaubte verächtlich. 'Wenn er jetzt fragt warum, bekommt er von mir eine gescheuert. Egal wie ich das nun anstellen würde.' Ein Mann betrat nun mein Gesichtfeld und stellte sich drohend vor Snape hin. Doch das was ich sah war alles andere als bedrohlich. Wenn das wirklich Lord Voldemort - Snape hatte ihn Herr genannt, also dachte ich mal so das er es wohl sein musste - sollte, ist er ganz anders als in den Büchern beschrieben. Vor mir stand ein Mann der nicht älter als dreißig sein konnte. Er hatte kurze schwarze Haare, braun/grüne Augen und bestimmt sehr feine Gesichtszüge, die jetzt leider nicht zu erkennen waren da sie sich massiv verhärtet hatten und grimmig seinen Diener anblickte.

„Was ist passiert?“ Die kalte Stimme passte überhaupt nicht zu dem Mann der sie ausgestoßen hatte. Die Frage war wieder an Snape gerichtete, der immer noch nicht wagte seinem Herrn ins Gesicht zu blicken.

„Sie wollte fliehen und dass mussten wir natürlich verhindern, Herr.“ „Habt ihr erklärt warum sie mitkommen soll?“ „Nein Herr!“ Voldemort kniete sich vor seinem Diener nieder, sodass sie nun auf gleicher Höhe waren, doch Snape wagte es immer noch nicht seinem Kopf zu heben. „Und dann fragst du noch warum sie nicht freiwillig mitkam?!“ 'Oh, die Stimme hat nichts Gutes zu bedeuten. Sie klang wie das Zischeln einer Schlange kurz bevor sie zuschnappte. Hei, ein treffenderen Vergleich hätte ich nicht machen können.' Ich musste mich zusammenreißen um nicht dümmlich vor mich hin zu grinsen.

„Könnt ihr eure Konversation vielleicht ein anderes Mal beenden? Es ist nicht gerade angenehm gefesselt auf dem kalten Boden zu liegen.“ Voldemort und Snape unterbrachen ihr Gespräch und blickten mich mit einer Mischung aus Staunen und Ungläubigkeit an. Voldemort war derjenige der erstaunt war, Snape eher entsetzt. Anscheinend war es nicht üblich den Lord zu unterbrechen und ich wunderte mich selbst über meinen Mut, aber wenn der Lord sich angeblich soviel Mühe damit machte mich hier her zu bringen würde er mich dann wohl jetzt nicht umbringen, das hätte seine Gefolgsleute (Ha, das ich nicht lache) auch gleich an Ort und Stelle erledigen können. Aber es gab ja auch andere Methoden jemanden zu bestrafen ohne dabei sichtbare Spuren zu hinterlassen. 'Mist darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht.'

Ich schloss die Augen, in Erwartung des Schlimmsten, als ich auf einmal fühlte wie die Fesseln von mir abfielen. Es prickelte schon fast unangenehm als das Blut wieder ungehindert durch meine Adern fließen konnte. Mühsam richtete ich mich auf, doch anscheinend hatte ich diese Bewegung zu schnell ausgeführt den es begann sich wieder alles zu drehen und mein Magen hatte anscheinend seine Meinung geändert und kam nun langsam wieder meine Speiseröhre hoch. Ich presste meine Hand vor den Mund und kämpfte mühsam damit das Essen drinnen zu behalten.

„Dir hat anscheinend das apparieren nicht ganz so gut getan, was?!“ Die Stimme von Voldemort war wie verwandelt als er sich mir zuwandte und mir hilfsbereit seine Hand reifte um mir hoch zu helfen. Da er meine Respektlosigkeit sich gegenüber gelassen hin nahm, hielt ich mich natürlich kein Blatt vor den Mund (Ha, als ob ich das jemals getan hätte). „Ach was sie nicht sagen", erwiderte ich gereizt. Mein Magen hatte sich wieder beruhigt, doch ein beißender Geschmack blieb mir auf der Zunge zurück.

Ich ignorierte die Hand und stand auf. Alles ja langsam, damit ich nicht ein 4. Mal in den Genuss meines Mittagsessens kam. „Und hören sie auf mich zu duzen, soweit ich weiß kennen wir uns nicht und erlaubt habe ich es ihnen gewiss auch nicht.“

Neben mir zog Snape scharf die Luft ein, es wagte anscheinend keiner so mit dem Lord zu reden wenn ihm sein Leben lieb ist, oder keine große Lust auf Schmerzen hatte. Doch der Lord lachte nur amüsiert auf. „Ich kenne dich besser als du denkst Joseline.“ Ich ärgerte mich immer mehr über ihn. Wieder hatte er es beflissentlich übergangen mich mit Respekt an zusprechen, nun dann tat ich es eben auch nicht.

„Ach ja und woher? Bis vor 15 Minuten wusste ich nicht einmal dass es dich gibt und von einem Moment auf den anderen stehen auf einmal acht Witzfiguren vor mir die mich entführen wollten und es nicht geschafft hätten wenn nicht vier von ihnen gleichzeitig auf mir drauf gelegen sind und ein fünfter mit seinem dämlichen Zauberstab mich verhext hätte. Selbst dann mussten sie mir zu zweit einen Knebel anlegen weil es einer allein von denen nicht geschafft hat.“

Ein erschrockenes Aufkeuchen durchzog die Reihen der knienden Todesser. Ich hielt verdutzt inne. 'Was ist? Habe ich was Falsches gesagt?' Doch als ich in das Gesicht von Voldemort sah kannte ich den Grund. Das Gesicht des Lord hatte sich so enorm verfinstert das ich unwillkürlich ein paar Schritte von ihm zurück wich. 'Anscheinend hatte das Gesagte von mir ihn gerade sehr, sehr wütend gemacht.'

„Was. Habt. Ihr. Getan?“ Die Stimme war jetzt wieder genau so eisig wie sie es bei ihrer Ankunft gewesen war. Voldemort trat an Lucius heran dessen blondes Haar den Blick auf sein Gesicht verbarg. „Du hattest die Aufgabe sie unverletzt hier her zu bringen. Was ist passiert?“ Lucius wandte sich sichtlich unter dem Blick des Lords. „Sie hat mich überwältigt Herr.“ Diese Antwort überraschte anscheinend den Lord. Ich hatte mich indessen langsam aber stetig immer weiter Richtung des großen Portals genähert, da das Interesse des Lords noch immer seinen Todessern galt. „Wie hat sie das geschafft?“ Lucius wandte sich immer mehr, unfähig was zu sagen. „Na dann eben anders.“ Der Blick des Lord wurde starr und Lucius keuchte erschrocken auf. Einige Sekunden verstrichen in denen nichts geschah, außer das sich auf Lucius Stirn langsam Schweiß ansammelte. Er musste anscheinend gegen etwas wahnsinnig ankämpfen, doch ich konnte nicht erkennen was es war.

Ich verstand nicht was sich dort zwischen den beiden abspielte, auch nicht als sich auf einmal ein amüsierter Ausdruck auf dem Gesicht des Lords erschien. „Seit wann lässt du dich so leicht überlisten Lucius?“ In seiner Stimme schwang wahre Belustigung mit. Ich fragte mich immer noch was gerade eben passiert sein soll, als es mir schlagartig einfiel. "Legilimentik!" Der Lord musste in die Gedanken von Malfoy eingedrungen sein und hatte dort die Geschehnisse gesehen die in meiner Wohnung passiert waren. Trotz der Haare konnte man sehen dass sich das Gesicht von Lucius nun langsam purpurn verfärbte hatte und nun Konkurrenz mit ner Tomate machte. Ich schielte zur Türe die immer näher rückte. 'Nur noch 2 Meter. Bald würde ich hier weg sein.'

Voldemort ließ inzwischen von Lucuis ab und trat auf Nott zu. „Sie mich an.“ Befahl der Lord barsch. Widerwillig hob Nott seinen Kopf. Sein rechtes Auge war schon merklich zu geschwollen und schillerte bereits in den verschiedensten Farben. „Lass mich raten, sie hat dich KO schlagen!“ Es war eine Feststellung und keine Frage des Lords an seinen Untergebenen. Nott nickte unmerklich und senkte wieder beschämt seinen Kopf, dessen Farbe nun sehr der von Lucius ähnelte. 'Nur noch ein Meter, ein Meter noch und ich bin draußen.'

Der Lord ließ Nott stehen und ging weiter zu zwei weiteren Todessern die nah bei einander knieten. „Crabbe. Goyle. Euch beide zu überlisten ist ja nicht weiter schwierig", stieß der Lord verächtlich aus. „Aber mich würde es trotzdem interessieren was sie bei euch angestellt hatte.“ Synchron hoben beide die Köpfe. Als ich ihre Gesichter sah, dabei immer die Tür im Visier, wurde mir klar dass sie nicht sagen brauchten was passiert war. Man sah es ihnen an.

Die gebrochene Nase von Grabbe hatte nun aufgehört zu bluten und er sah einfach fürchterlich aus. Das Blut war fast im seinem gesamten Gesicht verteilt, er sah aus wie ein Vampir nach einem sehr üppigen Mahlzeit, und seine Nase stand unnatürlich weit nach links. Goyles Stirn hingegen zierte eine riesige Beule sodass er nun frappierend einem Einhorn ähnelte.

„Colloportus.“ Ich war gerade an der Tür angekommen und wollte sie öffnen als der Fluch dagegen traf und verhinderte dass ich sie öffnete. Wütend trat ich gegen sie aber die Tür zeigte sich davon natürlich wenig beeindruckt und blieb verschlossen. Schnaubend drehte ich mich um. Ich konnte es nicht verhindern dass sich nun langsam Unruhe bei mir einschlich. Die ganze Umgebung beunruhigte mich immer mehr und der Lord mit seinen Todessern trug nicht gerade dazu bei dass sie weniger wurde. Voldemort hielt seinen Zauberstab noch erhoben als ich ihn anblickte. „Wir wollen doch nicht dass du unsre elustre Gruppe frühzeitig verlässt.“

Ich rüttelte noch einmal an der Tür, doch es rührte sich nichts. Die Unruhe nahm weiter zu. „Warum?“ Trotzig reckte ich das Kinn vor, dabei immer suchend nach einem neuen Ausweg. „Weil ich deine Gesellschaft sehr genieße", entgegnete der Lord beiläufig, doch seine Stimme verriet dass dies nicht die Wahrheit war. „Später", fügte er hinzu. Ich wollte ihn anfahren, er solle mir endlich sagen warum er mich hier her bringen ließ, als er sich wieder zu mir umdrehte und mir eisig über den Mund fuhr. „Ich sagte. SPÄTER.“ Ich hielt erschrocken inne. Die Stimme war so voller Kälte das ich mich ernsthaft darüber wunderte dass die Gegend um mich herum nicht einfror und sich Eiszapfen bildeten.

Nun wurde ich mir langsam der Gefahr bewusst in der ich mich befand. Ich stand hier in einer Halle, voll mit Todessern und Voldemort höchstpersönlich, dem dunkelsten und gefährlichsten Magier der die Welt je gesehen hatte und er war überhaupt nicht gut gelaunt, um es Milde aus zudrücken, aber das einzig Gute (falls man dieser Situation was Gutes abgewinnen konnte) daran war, das sich die Wut wenigstens nicht gegen mich richtete. Noch nicht!

„Und nun zu euch, ihr unfähigen Trottel die sich Todesser schimpfen.“ Erneut zuckten seine Gefolgsleute unter der harschen Stimmte des Lord zusammen. „Ihr schafft es nicht einmal einen simplen Auftrag richtig aus zuführen? Eine Frau schafft es fast ALLEINE acht von meinen Dienern aus zuschalten! Ohne Zauberstab.“ Er schritt zwischen ihnen hindurch. Maß sie mit abschätzenden Blicken. „Ich kann so ein Verhalten nicht unter meinen Reihen dulden.“ Er hob wieder seinen Zauberstab. Cru . . .“

„Neeeeein.“ Ich hatte alles mit angehört, war sicher was sie nun erwarten würden und konnte es einfach nicht zulassen. Der Lord wollte sie mit dem Folterfluch bestrafen. Zweifellos hatten sie es verdient, vor allem Snape diese Flasche, aber ich wollte nicht dass sie eine derart harte Strafe bekommen. Nicht wegen mir.

Der Lord drehte sich zu mir um. Nach seinem Gesicht zu urteilen war er über alle Maßen verärgert über die Unterbrechung. „Was fällt dir ein?“ Seine Stimme war leise. Gefährlich leise. 'Oho, ich war nun doch endlich das Ziel seines Zorns.' „Wie kannst du es wagen mich zu unterbrechen?“

Mutig schritt ich auf den Lord zu. „Ich kann nicht zulassen dass du sie quälst.“ Voldemort verengte seinen Augen. „Ich habe dich nicht um Erlaubnis gefragt. Sie haben ihre Aufgabe nicht erfüllt. Dafür müssen sie jetzt bezahlen.“

„Aber nicht so, es ist erbärmlich jemanden zu quälen nur um damit seine Überlegenheit zu demonstrieren. Wenn du so erpicht darauf gewesen bist, dass ich heil hier ankomme, hättest du mich ja selber holen können du Feigling.“

In der Halle wurde es mit einem Male totenstill, man konnte jetzt nur noch den Wind hören der wütend um das Gemäuer pfiff. Mein eigener Atem kam mir in dieser Stille unnatürlich laut vor. Die Augen des Lords leuchteten rot auf. Ich biss mir auf die Lippe. 'Ich glaub dieses Mal bin ich echt zu weit gegangen bin.' Langsam schritt näher auf mich zu, er war nur noch knapp einen Meter von mir entfernt. Ich unterdrückte den Drang vor ihm zurück zu weichen, wollte zeigen dass ich keine Angst vor ihm habe. Noch gelang es mir, doch ich wusste nicht wie lange ich diese Fassade aufrecht erhalten konnte.

„Keiner. Keiner wagt es so mit mir zu reden und mich zu beleidigen, ohne dafür die Konsequenzen zu ziehen. Nicht mal du.“

Langsam hob er seinen Zauberstab und deutete damit auf mich. Nun bekam ich es doch langsam mit der Angst zu tun.

„Wieso willst du mir jetzt was antun, wo du dir doch solche Mühe gegeben hast mich hierher zu bringen, mehr oder weniger. Ich bin doch so wichtig für dich.“ Erwiderte ich halbherzig um mir selber Mut zu machen.

„Wer sagt dass ich nicht meine Meinung inzwischen nicht geändert habe. Warum solltest du so unendlich wichtig für mich sein?“ Sein Zauberstab war nun direkt vor meinem Gesicht gerichtet.

Ich kam nicht mehr dazu darauf was zu erwidern. Etwas regte sich tief in meiner Brust, wurde größer und erfüllte mich langsam mit einer nie geahnten Kraft, Euphorie und Glückseeligkeit. Immer weiter schwoll diese Kraft in mich an, wirbelten durcheinander, vereinigten sich zu einem einzigen Strahl geballter Magie und drängte daran aus mir hervor zu brechen. Ich hatte das Gefühl bald platzen zu müssen, würde es noch weiter in mir anschwellen.

Ich beobachtete mit einem Blick aus Staunen und Ungläubigkeit wie mein Körper hell zu schimmern anfing, spürte wie sich das große geballte Etwas in mich hoch strömte, zu meinen Schultern dann meine Arme erfüllte, in meine Hände hinab strömte, um schlussendlich als helles Licht meine Fingerspitzen verließ und sich dort zu einem großem hellen Ball materialisierte. Er war strahlend hell, wie die Sonne aber blendete nicht wie sie. Es wurde immer größer und strahlender. Als es ungefähr die Größe eines Fußballs hatte explodierte es in einem gleißenden Blitzstrahl.

Trotz der Helligkeit konnte ich sehen wie es sich wie eine Flutwelle in der Empfangshalle ausbreitete und einfach alles und jeden von den Füßen riss. Die Helligkeit verblasste so schnell wie sie gekommen ist und hinterließ eine unwirkliche Stille.

Geschockt blickte ich mich um - es war so als erwachte ich aus einem tiefen Trancezustand -, alle Todesser inklusive der Lord lagen am Boden und rührten sich nicht mehr. Entsetzt blickte ich auf meine Hände. Ich hatte keine Ahnung was gerade eben passiert war und dass ich dafür verantwortlich gewesen sein sollte. Starr blickte ich auf die regenlosen Körper. Man hätte meinen können sie wären Tod. Ich rannte panisch auf den nächstliegenden zu, es musste sich dabei um Rookwood handeln, um zu schauen ob er irgendwelche Lebenszeichen von sich gab. Und wirklich, ganz sacht hob und senkte sich sein Brustkorb mit beruhigender Regelmäßigkeit. Ich atmete erleichtert aus. Auch die anderen schienen nur bewusstlos zu sein.

Doch was war hier passiert? Minutenlang stand ich, überlegte hin und her bis mich ein Stöhnen aus den Gedanken riss. Erschrocken blickte ich mich um. Der Lord regte sich leicht, war kurz davor auf zuwachen.

'Ich musste hier weg, bevor sie wieder zu Bewusstsein kamen, danach kann ich immer noch überlegen was hier passiert war.' Hastig drehte ich mich um, spurtete zu dem monströsen Portal und betete dass der Fluch nicht mehr wirkte. Ich drückte die schwere Klinke hinunter und war erleichtert dass sie sich öffnen ließ.

Doch kaum hatte ich sie geöffnet wurde sie mir fast wieder aus der Hand gerissen. Ein eisiger Wind strömte in die Halle und ließ mich erschaudern. Draußen tobte ein heftiger Schneesturm.

Ich konnte nicht mit meiner Kleidung in diese Kälte, ich würde damit nicht lange durchkommen. Gehetzt blickte ich mich um, irgendetwas was ich mir drüber ziehen konnte und mein Blick fiel auf eine reich verzierte Gardarobe gleich zwei Meter von der Tür entfernt wo einige schwarze Umhänge dran hingen. Schnell packte ich mir den erstbesten und zog ihn mir über.

„Bei Salazar, haltet sich auf. Sie darf nicht entkommen.“ Erschrocken blickte ich mich um. Der Lord war wieder zu sich gekommen, er hatte sich aufgerichtet, wirkte jedoch noch leicht benommen. Die anderen Todesser fingen sich erst an zu regen.

Mit fahrigen Händen schloss ich den Umhang über meiner Brust, zog mir die Kapuze über den Kopf und rannte wie von Sinnen wieder zu der offenen Türe. „Stupor.”

Ich duckte mich, schlitterte dabei aber weiter auf die Türe zu, der Fluch prallte an die Mauer und hinterließ dort einen dunklen Fleck. Noch einmal zurrte ich mir den Umhang fest um mich und stürzte mich hinaus in die Dunkelheit.

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„Beim Salazar, was war dass denn gewesen?” Lucius richtete sich stöhnend auf und blickte sich um. Auch seine anderen Kumpane lagen am Boden und kamen nur langsam zu sich. Snape, der in seiner Nähe lag, standen die Haare wirr ins Gesicht. Mit fahrigen Händen strich er sich zur Seite. „Keine Ahnung was dass gewesen ist.“ Lucius zog die Stirn kraus. „Wahnsinn. Es gibt etwas was du nicht weißt. Wie kann dass denn passieren?“ Da Snape seinen Zauberstab noch nicht zurück bekommen hatte, konnte er Lucius nur einen bösen Blick zuwerfen bevor er sich erhob. „Halt einfach den Mund Luci.“ Auch die anderen kamen langsam auf die Beine. „Nenn mich nicht Luci du Fledermaus.“ Snape war drauf und dran ihm an die Kehle zu springen doch da hatte Lucius schon seinen Zauberstab drohend gegen ihn erhoben. „Denke nicht mal im Traum daran und ohne Zauberstab erst recht nicht.“ Snape war inzwischen weiß vor Zorn da er angesichts ohne Zauberstab nichts gegen Lucius ausrichten konnte und wandte sich nur langsam beruhigend dem Lord zu.

Dieser hatte seinen Zauberstab immer noch der Hand, tigerte in der Eingangshalle - in der es nun eisigkalt war, da das Portal immer noch offen war - hin und her und fluchte dabei haltlos vor sich hin. „Verdammt, warum musste ich sie auch bedrohen? Ich Trottel hätte wissen müssen dass so was passiert. Ihre Verwandlung steht kurz bevor und die Macht in ihr schon erschreckend groß und wird sie umbringen wenn man nicht das Ritual durchführt.“ Mit einem Ruck blieb er stehen und blickte zu seinen Untergebenen.

„Steht endlich auf ihr Waschlappen. Ihr müsst ihr nach uns sie zurück holen bevor sie uns entkommt. Na los, wird's bald?“ Seine Augen funkelten wieder rot auf und trieb seine Todesser schneller dazu seiner Aufforderung nach zukommen. „Ich werde bestimmt nicht vergessen was ihr getan habt, aber jetzt ist wichtiger das ihr sie zurück holt.“ Er machte mit seinem Zauberstab einen kleinen Schlenker. Feiner Staub rieselte daraus hervor und ließ sich lautlos auf seine Anhänger nieder der, der sich auflöste kaum das er sie berührt hatte.

Sie blickten ihren Meister unbehaglich an auf dessen Lippen sich nun ein leichtes, diabolisches Grinsen gebildet hatte. „Für den Anfang müsst ihr damit klar kommen, eure Wunden nicht magisch versorgen zu können.“ Er nahm erschrockene Blicke war. „Sie werden ganz normal heilen, wie bei MUGGEL und es gibt kein Zauber, Trank (sein Blick fiel auf Snape) oder Salbe der diesen Vorgang beschleunigt und nun VERSCHWINDET.“

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