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Fanfiction

Tochter der Unschuld - Erwachen

von Einsamer Kämpfer

________________________________________________

Erwachen




Als ich wieder zu mir kam war das erste was ich spürte die wohlige Wärme die mich umfing. Vorsichtig tastete ich um mich und stellte fest dass ich in einem Bett lag. Meine Kleidung hatte ich noch an, aber sie war jetzt wieder vollkommen trocken.

Ich hörte Stimmengewirr neben mir. Anscheinend dachten sie dass ich noch schlief denn sie achteten nicht darauf leise zu sein.

„Man, sie hat eine frappierende Ähnlichkeit mit Snape. Nur das sie eindeutig besser aussieht als er.“

„Stimmt. Schwarze Haare, blass und komplett in Schwarz gekleidet. Ob sie wohl seine Tochter ist?'

„Dann hat sie mein herzliches Beileid. Noch mehr tut mir die Mutter leid, denn ich kann mir nicht vorstellen wie eine Frau es in seiner Nähe länger als 5 Minuten aushält.“

„Bestimmt hat die Fledermaus einen Zauber über sie gelegt.“

'Halt, was reden die da für einen Blödsinn? Ich soll Snapes Tochter sein. So ein Blödsinn. Die Ähnlichkeit ist zwar da aber das heißt noch lange nicht das er mein Vater sein soll.' Allein der Gedanke daran ließ mir einen eisigen Schauer über den Rücken jagen. Unwillkürlich schüttelte ich mich und machte somit auf mich aufmerksam.

Ich öffnete die Augen um zu sehen und zu sehen wo ich bin und wünschte mir im nächsten Augenblick ich hätte es nicht getan. Denn was ich erblickte war nichts anderes als die Krankenstation aus Harry Potter. Sie sah genauso aus wie in den Filmen. 'Du heilige Fresse, wie kam ich bloß ich hier her?'

Links uns rechts neben meinem Bett standen eine Menge Leute herum und blickten mich abwechselnd, faszinierend, neugierig und misstrauisch an. Ich erkannte neben Harry, Hermine, Ron und Ginny auch noch 3 andere Gestalten. Die ich erschreckender Weise als Dumbledore, Lupin und Alastor Moody erkannte der mich mit seinem künstlichen Augen misstrauisch musterte.

Ich fühlte mich von den Blicken regelrecht aufgespießt und hätte mir am liebsten die Decke über den Kopf gezogen. „Wie heißen sie und wo kommen sie her?“ Es war Moody der mir die Frage gestellt hatte und er klang ganz und gar nicht freundlich. Ich kam nicht dazu ihm zu antworten den Lupin fiel mir ins Wort. „Alastor, kann das nicht ein bisschen freundlicher klingen? Du machst ihr Angst.“ „Wir wissen nicht wer sie ist und deswegen habe ich keinen Grund freundlich zu klingen.“ Er drehte sich wieder zu mir. „Na, wird's bald?“ Lupin seufzte auf, verkniff sich aber jeglichen Kommentar.

Ich holte noch einmal tief Luft, bevor ich antwortete. „Ich heiße Joseline Gerdis und ich komme aus Muggel London, oder wie ihr das immer auch nennt und wurde vor kurzem von einer Horde Todesser entführt.“

„Was will Voldemort von einem Muggel? Mal abgesehen davon das er sie gerne umbringt!“ Schnappte Moody. „Alastor!“ Lupin blickte ihn strafend an. Dieser zuckte nur mit den Schultern. „Ist doch wahr.“

„Sie ist kein Muggel. Muggel können keine Flüche abschütteln.“ Warf Hermine ein. „Ich hab noch nie davon gelesen das dass jemand überhaupt kann.“ „In der Tat ist das ein wenig merkwürdig.“ Dumbledore legte sich überlegend den Finger an die Lippen

„Also bitte, ein wenig merkwürdig ist ziemlich untertrieben Albus.“ Meldete sich nun auch Lupin wieder zu Wort. „Hermine hat recht. So was ist ohne Zauberstab unmöglich. So lange wir nicht wissen wer oder was sie ist und Voldemort hier ihr her ist sollten wir sie hier behalten und unter Beobachtung stellen.“

„Was? Ich habe keine Lust weiter hier zu bleiben. Ich will wieder zurück in meine Wohnung. In meine Welt.“ Entgegnete ich entrüstet und richtete mich auf. 'Das ist ja die Höhe. Wie können die einfach so über meinen Kopf hinweg über mich entscheiden ohne dabei mich gefragt zu haben? So lass ich nicht mit mir umspringen.'

„So lange Voldemort hinter ihnen her ist es nicht vernünftig sie wieder zurück zu schicken, er wird wieder versuchen sie zu holen.“ Erwiderte Dumbledore im ruhigen Ton. „Das ist mir egal, ich habe schon einmal geschafft zu fliehen dann wird es mir auch ein weiteres Mal gelingen.“

„Und damit kommen wir zum nächsten Punkt. Wie haben sie es geschafft von Voldemort zu fliehen. Das schafft auch nicht jeder. Jedenfalls nicht lebendig und in einem Stück.“ Wieder war es Alastor der mich immer noch misstrauisch anblickte. Ich zögerte. 'Sollte ich ihnen die Wahrheit sagen? Würden sie mich dann für verrückt halten? Außerdem weiß ich selber noch nicht genau was passiert ist. Aber was sollte mir denn jetzt schon noch schlimmeres passieren?'

„Ähm, also als ich wieder erwacht bin lag in einer riesigen Eingangshalle. Kurz darauf erschien der Lord und er war mächtig sauer darüber dass sie mich gefesselt hatten. Er wollte seine Anhänger dafür bestrafen als ich dazwischen fuhr. Danach kann ich mich nur noch daran erinnern dass alle am Boden lagen. Diese Gelegenheit habe ich genützt und bin abgehauen.“

„Sie sind dazwischen gefahren und sind immer noch am Leben?“ Alastor wurde misstrauischer. Ich verkroch mich wieder halb unter die Decke. „Naja“, meinte ich zögerlich. „Ich habe ihn eigentlich ziemlich angefahren und ihn als Feigling beschimpft.“ Es wurde still um mich. Als ich mich umsah blickte ich ausnahmslos in verblüffte Gesichter.

„Herzlichen Glückwunsch. Das hat bis jetzt keiner geschafft. Jedenfalls keiner der davon berichten konnte.“ Harry grinsend.

„Harry, das ist nicht witzig.“ Ermahnte ihn Hermine, doch Harry grinste weiter. „Finde ich klasse das jemand mal den Mumm gefunden hatte ihm die Meinung zu sagen und dann noch fliehen konnte.“ „Da ist was dran.“ Meinte Ron nun auch leicht grinsend. „Ihr beide sind unmöglich.“ Entgegnete Hermine resignierend.

„Also.“ Nahm Dumbledore wieder das Wort auf. „Sie wird hier bleiben. Wenn jemand fragt wer sie ist sagen wir sie ist eine Austauschschülerin aus Durmstrang und wird für einige Wochen die Schule hier besuchen. Wir müssen ihr nur einen anderen Namen geben.“ „Was gibt es an meinem Namen aus zusetzen?“ Fiel ich Dumbledore ist Wort. 'Außerdem hatte ich nicht vor hier meine nächsten Wochen zu verbringen. Eigentlich hatte ich überhaupt nicht vor hier zu bleiben. Keine einzige Minute mehr.'

„Außerdem kann ich nicht zaubern, was soll es also bringen das ich hier auf die Schule gehen soll. Das ist nicht nur unlogisch sondern total bescheuert.“

„Zum ersten: Damit der Lord nicht erfährt das sie hier sind.“ Erwiderte der Schulleiter, unbeeindruckt von meiner rüden Unterbrechung. „Ich finde Jessy Parker passt hervorragend.“ Ich verdrehte nur genervt die Augen. Der Professor hingegen war hellauf begeistert von dem Namen. „Zu zweitens wird uns schon noch eine passende Lösung einfallen. Und damit ihnen auch nichts passiert werden Remus und Alastor abwechselnd auf dich aufpassen.“ Ich wollte schon protestieren als ich merkte dass es ewieso nicht geholfen hätte. So gab ich mich geschlagen. Aber nur fürs erste.

„Hier ist der Stärkungstrank denn sie. . " "Peng.“ Ich und der Rest der Anwesenden drehten sich in die Richtung aus der das Geräusch kam und ich hätte mich am liebsten wieder unter der Bettdecke versteckt. In der Türe steht niemand anderes als Snape mit einigen Phiolen in der Hand. Als er mich erblickte hatte er vor Schreck eine von ihnen fallen lassen deren leicht grünlicher Inhalt sich nun langsam über den Boden ausbreitete und in den Steinfußboden sickerte.

„Kennen sie sie Severus?“ Lupin blickte Snape erstaunt an. Er und die anderen hatten sehr wohl das kurze Entgleisen seiner Gesichtszüge bemerkt. Doch er hatte sich schnell wieder im Griff gehabt, im Gegensatz zu mir. Ich brauchte eine Weile um dem Schreck zu verdauen Snape hier und so schnell wieder zu sehen „Ähm, nein, woher sollte ich sie kennen? Wir begegnen uns zum ersten Mal.“ Erwiderte er nun wieder mit gewohnt bissiger Mine. Mit einem Schlenker seines Zauberstabes hatte er im Nu die Scherben und den Rest des Trankes beseitigt. „Ich wollte nur den Trank bringen nachdem sie verlangt hatten.“ Er legte die restlichen Phiolen auf einen kleinen Schrank und bevor noch jemand etwas was erwidern konnte war er mit rauschender Robe wieder aus der Krankenstation verschwunden.

'Bestimmt läuft er jetzt zum Lord um ihn zu sagen dass er mich gefunden hatte.' Bemerkte ich grimmig sein rasches Verschwinden. 'Aber hier in Hogwarts wird es für sie schwierig sein mich zu kriegen. Es würde auffallen wenn auf einmal acht Todesser in Hogwarts herum marschieren würden. Vom Lord ganz zu schweigen. Außerdem werde ich mich denen nicht kampflos ergeben. Eher zieht Snape einen gelben Umhang an und tanzt Lambada.'

„Was war denn das eben gewesen?“ Es war Harry der die Frage ausstieß die allen ins Gesicht geschrieben stand. „Keine Ahnung, er schien es auf einmal sehr eilig zu haben.“ Meinte Alastor Stirn runzelnd. „So als würde er sie kennen.“ Die Blicke fielen wieder auf mich. „Sie sie sich zufällig schon mal über den Weg gelaufen?“ Prüfend glitt der Blick von Remus über mich.

„Nein“, log ich und versuchte dabei nicht rot zu werden. „Wir sind uns noch nie vorher begegnet. Wahrscheinlich hat er nicht damit gerechnet dass jemand hier wäre. Zudem zeigen . . . ähm . . . wir . . . . gewisse . . . Ähnlichkeiten.“ Versuchte ich mich aus dieser Misere heraus zu winden um wieder auf das Gerede zu weisen das er am Anfang belauscht zu haben.

„Das ist nicht abzustreiten. Aber das ist bestimmt nur Zufall“, meinte Lupin beiläufig. „Hoffe ich.“ „Du hast mein herzliches Beileid.“ Harry grinste breit. „Danke“, erwiderte ich grummelnd. Ich fand bis dahin mein Aussehen eigentlich immer ziemlich gut.

Innerlich atmete ich aber auf das ich dieses Mal noch davon gekommen bin. „Wie kam ich überhaupt hier her?“ Diese Frage brannte seit dem Augenblick auf meiner Zunge seit dem ich hier im Krankensaal aufgewacht bin. „Öhm“, meinte Hermine mit leicht geröteten Wangen. „Nachdem du dich nicht mehr gerührt hast haben wir dich per Schwebezauber hier her gebracht.“ Doch sie schien mir etwas zu verschweigen. „War da sonst noch etwas?“ Hermine wurde noch röter. „Also . . . ähm . . .“, druckste sie herum, „wir waren nicht sofort dafür dich hier her zu bringen. Harry wollte zuerst ein paar Auroren rufen um dich unverzüglich nach Askaban bringen zu lassen.“ Mein Blick fiel auf Harry der nun ebenso rot wurde wie Hermine und blickte beschämt zu Boden. „Doch ich hatte ihn davon überzeugt dich hier her zu bringen da du eiskalt warst und schon fast nicht mehr geatmet hast. Außerdem habe ich noch hinzugefügt dass wir Dumbledore über dich informieren werden und er würde schon aufpassen dass du nichts anstellen wirst so lange er da ist. Er hatte dann noch Lupin und Moody informiert, zur Unterstützung.“

Ich starrte die vier finster an. „Glaubt ihr etwa dass ich immer noch ein Todesser bin und dem Lord diene? Verdammt noch mal, bis heute Abend wusste ich nicht einmal dass er überhaupt existiert und nur weil ich gerne schwarze Klamotten trage, heißt das noch lange nicht das ich einer von Ihnen bin. Das wäre ja genauso als würde ich behaupten ihr seit böse Zauberer nur weil ihr hexen könnt.“ Bedrückt sahen alle zu Boden, keiner sagte ein Wort. Sie machten sich daran die Krankenstation verlassen, ich hielt sie nicht auf, ich war einfach noch zu sauer um ihnen zu vergeben. 'Ich wäre beinahe umgekommen nur weil sie dachten das ich jemand bin der ich nicht war.'

Die anderen hatten interessiert das Gespräch beobachtet. „Natürlich glauben wir nicht das du ein Todesser bist Jos. . . ich meine Jessy.“ Sagte Dumbledore in seinem gütigen Tonfall. „Doch erst müssen wir herausfinden warum sie hinter dir her waren und bis da hin bist du in Hogwarts in Sicherheit.“

Ich wollte ihn fragen warum er sich so sicher ist das ich kein Anhänger von Voldemort sei doch dieser hatte sich schon umgedreht und machte sich daran mit Lupin die Krankenstation zu verlassen. Nur Alastor blieb neben meinem Bett stehen. 'Na den werde ich ganz bestimmt nicht fragen, er sieht so aus als würde er mich am liebsten gleich wie Harry nach Askaban verfrachten' und schielte ihn von unten her an. Alastor blickte grimmer drein als eh und je. Ich zog mir stöhnend die Decke über den Kopf. 'Na dass kann ja noch heiter werden.'

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