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Fanfiction

Tochter der Unschuld - "Guten Morgen Hogwarts"

von Einsamer Kämpfer

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„Guten Morgen Hogwarts”




Genüsslich streckte ich mich in meinem Bett. 'Hach, so gut habe ich schon lange nicht mehr geschlafen.' Ich blieb noch eine Weile mit geschlossenen Augen liegen und genoss den Augenblick vollkommener Ruhe. 'Ich hatte wirklich einen eigenartigen Traum. Ich hatte geträumt dass mich Todesser aus meiner Wohnung entführten und mich zu Voldemort brachten. Doch ich konnte entfliehen und bin dann an Hermine, Harry, Ron und Ginny geraten die mich mit einem Fluch belegt hatten. Kurz darauf bin ich in der Krankenstation von Hogwarts aufgewacht und habe da noch die Bekanntschaft mit Dumbledore, Lupin und Moody gemacht.' Ich grinste. 'Anscheinend habe ich eindeutig in letzter Zeit zuviel Harry Potter gelesen. Vielleicht sollte ich zur Abwechslung was anderes lesen wenn solche Träume das Resultat davon sind.'

Ich schlug die Augen auf und blickte in das grimmige und nicht gerade von Schönheit gezeichnete Gesicht von Alastor Moody. Verschreckt zog ich mir die Decke bis unter das Kinn. 'Verdammt, das war ja doch kein Traum.'

„Was fällt ihnen ein mich so zu erschrecken?“ Fauchte ich ihn an, doch er zeigte sich davon wenig beeindruckt. „Los aufstehen, sonst verpasst du noch das Frühstück.“ Knurrte er mich an. „Du kannst das hier anziehen.“ Er schmiss mir einen Stapel Kleidung auf das Bett. Ich erkannte unter anderem einen schwarzen Umhang mit dem gold bestickten Logo der Schule, einen schwarzen Pullunder, eine schwarze Jacke, ein weißes Hemd und eine Krawatte. Zudem noch ein paar Strümpfe, schwarze Schuhe und einen schwarzen Rock.

„Den wird ich auf keinen Fall anziehen.“ Fauchte ich Alastor an. Ihm schien das herzlich wenig zu interessieren. „Und ob du dass anziehen wirst. Das ist ab jetzt deine Schuluniform.“ „Keine 10 Pferde bekommen mich in diesen bescheuerten Rock rein.“ Entgegnete ich ihm barsch und warm ihm wütend den Rock vor die Füße. „Doch das wirst du.“ Entgegnete Moody nun leicht ungehalten. „Ich trage schon seit Jahren keinen Rock mehr und werde damit bestimmt jetzt nicht anfangen und wenn du nicht willst dass ich nackt in die Halle gehe änderst du das jetzt aber flux in ne Hose um.“ Antwortete ich resolut und verschränkte die Arme vor der Brust. Ärgerlich zog Moody seinen Zauberstab und richtete ihn auf den Rock der sich nach einem kleinen Plopp in eine schwarze Hose verwandelte. „Ist es der Dame jetzt so genehm?“ Knurrte er gereizt und warf sie mir wieder zu. Ich grinste zufrieden vor mich hin. 'Wieso nicht gleich, hehe.'

„Kann man sich hier auch irgendwo duschen? Ich möchte mich gerne herrichten.“ Fragte ich Alastor mit einem Unschuldslächeln. Dieser knurrte vor sich hin und bedeutete mir ihm zu folgen. Ich packte meine Klamotten und folgte Moody aus der Krankenstation. Neugierig sah ich mich um. Alles war so wie im Film. Die hohen Gänge des Schlosse mit ihren magischen Treppen wie die sich bewegenden Bilder. Uns kamen nur wenige Leute entgegen und diejenigen die mich neugierig musterten blickte Alastor finster an sodass sie hastig woanders hinblickten.

Irgendwann stieß Moody zu meiner rechten eine Tür auf. „Hier rein.“ Knurrte er und kaum war ich drinnen war er dran mir zu folgen. „Sie werden ganz gewiss nicht mit hinein kommen. Ich kann das nämlich wunderbar alleine. Schließlich sind das hier die Mädchenduschen. Und wehe sie kucken mit ihrem Auge durch die Wände dann setzt was“ und schlug ihm die Türe vor der Nase zu. 'Man das hält man ja im Kopf nicht aus, für was hält der sich eigentlich?'

Ich legte meine Sachen in ein dafür bereites Fach und entledigte mich schnell von meiner Kleidung und stellte mich in eine der Kabinen, ein Handtuch hatte ich gleich daneben auf einem Haken aufgehängt. Das warme Wasser rauschte angenehm über meinen Körper und spülte auch den letzten Rest von Müdigkeit weg.

Als ich fertig war trocknete ich mich schnell ab und schlüpfte in die bereitgelegten Sachen unter dem sich auch eine Garnitur frischer Unterwäsche befand. Als ich fertig war betrachtete ich mich in dem mannshohen Spiegel. Die Uniform passte wie angegossen, so als wäre sie extra für mich angefertigt worden. Jemand klopfte ungeduldig an die Tür. „Bist du nun endlich fertig? Sonst kommen wir noch zu spät.“ Moody klang ziemlich ungeduldig. Ich warf noch einen letzen Blick in den Spiegel bevor ich mir meine schmutzige Wäsche in den dafür bereit gestellten Korb warf und nach draußen trat. Moody musterte mich mit seinem künstlichen Auge. Er hob seinen Zauberstab und tippte meine Haare an die in der nächsten Sekunde wieder trocken waren und geschmeidig um mein Gesicht fielen.

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren wandte sich Moody um und ging den Gang entlang und führte mich über diverse Treppen in das Erdgeschoss hinunter, wo mich eine streng dreinblickende Frau mit schwarzem Umhang vor einer großen Portal erwartete, dass so groß war das bestimmt ein Lastwagen ohne Mühe durchfahren konnte. Um die Frau musste es sich zweifellos um McGonagall halten. „Das ist also unsere Austauschschülerin.“ Sie musterte mich scharf. „Genau, sie heißt Jessy Parker, kommt aus Durmstrang und wird für ein paar Wochen hier zur Schule gehen.“ Antwortete ihr Moody. Anscheinend war sie nicht in die Geschehnisse eingeweiht, sonst hätte er gesagt wer ich wirklich war. 'Mir auch recht, muss ja nicht jeder wieder wer ich wirklich war.' Wieder glitt ein prüfender Blick über mich. „Okay, das Frühstück hat schon begonnen. Wir machen dann auch gleich die Hauseinteilung. Bitte folgen sie mir.“ Sie drehte sich um, das Portal öffnete sich wie von Zauberhand und gab den Weg in die große Halle frei. Moody stellte sich am Rand auf und beobachtete mich mit Argusaugen. Ich betrat zögernd die große Halle. Alle vier Haustische waren voll besetzt und drehten sich abrupt und um als sie das Scharren der großen Türe gehört hatten. Knapp 400 Augenpaare starrten mich an als ich den Mittelgang entlang schritt, auf den Stuhl zu, wo auch schon der sprechende Hut lag. Reges Stimmengewirr war nun an den Tischen ausgebrochen.

Ich fühlte mich unter diesen Blicken mehr als unwohl, mied sie und blickte stattdessen Lehrertisch hoch. Ich zuckte kurz zusammen als ich Snape dort oben erblickte. Ich blieb abrupt stehen und wäre am liebsten wieder rückwärts aus dem Saal gelaufen. Seine Mine war undurchdringlich, man konnte nicht erkennen was er dachte obwohl ich in seinen schwarzen Augen kurz einen Anflug von Sorge aufflattern zu sehen. Doch dieser Moment war so kurz dass ich mir dachte das ich mir dass bestimmt nur eingebildet hatte. 'Bestimmt überlegte er gerade wie er es am geschicktestens anstellen konnte, mich unauffällig aus dem Schloss zu entführen um mich seinen Lord aus zuliefern. Aber so leicht werde ich ihm die Sache nicht machen.' Mit Genugtuung konnte ich auch die 3 Kratzer sehen, die ich ihm gestern zugefügt hatte. Anscheinend konnte er sie nicht mit Magie heilen. 'Ha, selber Schuld', dachte ich gehässig und warf ihm einen kühlen Blick zu.

Dumbledore winkte indes mir fröhlich zu und bedeutete mir näher zu kommen. Ich schritt die letzten Meter auf den Stuhl, währenddessen stand er auf. Dumbledore erhob sich und es wurde augenblicklich still in dem Saal. „Darf ich euch Jessy Parker vorstellen? Sie ist eine Austauschschülerin aus Durmstrang und wird für die nächsten Wochen unsere Schule besuchen. Ich hoffe ihr nehmt sie freundlich in euren Kreis auf.“ Zögerliches Klatschen kam vereinzelt von den Tischen. Mit flauem Gefühl im Magen setzte mich auf den Stuhl und zögerte kurz den verschlissenen Hut auf zusetzen. 'In was für ein Haus würde ich wohl gesteckt werden? Mir ist es eigentlich egal wohin ich komm, ich geh überall hin so lange ich nicht nach Slytherin musste' und mit einem weiteren Atemzug setzte ich mir den Hut auf.

Sofort erwachte der Hut zum Leben. „Hmm, schwierige Frage. Ich sehe sehr viel Mut und Tapferkeit in dir, passend für Gryffindor. Aber ich sehe auch dein Wille viel Neues zu lernen wie ein Ravenclaw, Zudem aber auch List und Tücke mit dem du in Slytherin gut aufgehoben wärst.“ Mir blieb kurz das Herz stehen. 'Alles bloß das nicht.' „Aber Moment, ich sehe da noch etwas in dir . . .“ der Hut machte ein Pause „Das gibst doch nicht . . . sie sind ein . . . ich bitte tausend Mal um Entschuldigung . . . . ich habe sie nicht sofort erkannt . . .“ kam es stotternd vom Hut. Ich hatte keine Ahnung was er damit meinte und wollte ihn schon fragen als er wieder zum reden anfing. „Es ist eindeutig, du gehörst nach SLYTHERIN.“ Das letzte Wort rief er laut aus und mir stockte der Atem. 'Da durfte nicht wahr sein, nein das konnte nicht wahr sein. Hier würde es Snape leichter haben an mich ran zukommen als anderswo, mit ihm als Hauslehrer.'

„Es ist mir eine Ehre sie hier begrüßen zu dürfen.“ Bemerkte der Hut ehrfürchtig und riss mich damit wieder aus meinen Gedanken. „Verdammt, was meinst du damit? Wer soll ich sein?“ Doch ich bekam keine Antwort. Ich nahm den Hut ab von dem ich so wieso keine Antwort mehr erhalten würde, schmiss ihn auf den Stuhl und begab mich zögernd zu meinem Haustisch, von denen ich nun unverhohlen neugierig gemustert wurde. 'Na dann auf in die Höhle des Löwen . . . Moment . . . Schlangengrube wäre glaub da die passendere Bezeichnung.'

Ich straffte mich noch einmal auf und setzte mich zu meiner neuen Familie auf Zeit. Die meisten der Gesichter waren mir wohlbekannt aber das durfte ich mir nicht anmerken lassen. Draco Malfoy saß mir direkt gegenüber. Er sah wirklich wie eine jüngere Version seines Vaters aus. Er streckte mir seine Hand entgegen die ich nach einigem Zögern ergriff. „Ich heiße dich im Namen unseres Hauses herzlich willkommen. Ich heiße Draco Malfoy und bin einer der Vertrauensschüler des Hauses. Also wenn du irgendeine Frage hast, einfach an mich wenden.“ Er lächelte mich an doch seine Augen blieben kalt.

Ich versuchte sein Lächeln zu erwidern doch es gelang mir nur halbherzig. Innerlich machte ich mir ne Memo.

'Memo eins an mich. Draco auf keinem Fall über den Weg trauen.
Memo zwei an mich. So schnell wie möglich von hier verschwinden.'


Ich blickte unauffällig zum Lehrertisch hoch. Während Dumbledore mich jetzt ein wenig besorgt musterte war auf dem Gesicht von Snape ein gewisser Ausdruck von Zufriedenheit zu sehen, wie bei einer Katze die gerade eine Maus gefressen hatte. Ich warf ihm einen bösen Blick zu, denn er gekonnt ignorierte.

Irgendjemand drückte mir von hinten einen Stundenplan in die Hand. Als mein Blick drauf fiel stockte mir der Atem. Gleich nach dem Frühstück hatte ich eine Doppelstunde Zaubertränke. Bei Snape. Ich blickte wieder hoch zu ihm wo er mich mit einem wissenden Lächeln zurück grüßte. Unwillkürlich ballten sie meine Hände zu Fäuste und war kurz davor auf zuspringen ihm die Augen aus zukratzen. 'Ich wusste es, er hat dafür gesorgt das ich bei ihm jetzt Unterricht haben werde. Bestimmt hatte er auch dem Hut befohlen mich in sein Haus ein zuteilen. Jede Wette. Doch ich werde auf der Hut sein.'

Inzwischen ist mir auch der Appetit vergangen, schob meinen Teller auf die Seite, stand auf und verließ schon fast fluchtartig die Halle. Draußen stieß ich wieder auf die Truppe aus Gryffindor. Ich blieb stehen als sie auf mich zukamen. Ginny gab Harry einen Stoß in den Rücken. „Na mach schon.“ Ich blickte die Gruppe halb erstaunt halb ärgerlich an. Ich habe immer noch nicht vergessen was sie gestern getan hatten. Harry schien das alles sehr unangenehm zu sein. „Ich wollte mich noch für das Verhalten von gestern Abend entschuldigen“, nuschelte er in seinen nicht vorhandenen Bart hinein sodass ich ihn kaum verstand. „War keine Absicht dich mit einem Fluch zu belegen und dich als Todesser zu bezeichnen.“ Harry wurde ganz rot um die Nasenspitze. Hermine gab Ron neben sich einen kleinen Stoß. „Nun auch du“, zischte sie. Rons Ohren wurden feuerrot als er versuchte mir in die Augen zu schauen. „Hmm . . . ähm ich wollte . . . . ähm. . mich entschuldigen. . . . naja . . . . dafür das ich . . . . hmm . . . dich getreten hatte.“ „Natürlich ist uns auch bewusst geworden das du kein Todesserin bist.“ Fügte nun auch Hermine dazu. Alle vier nickten eifrig.

Augenblicklich war sämtliche Wut verraucht die ich gegen die Gruppe. Man sah ihnen an das sie es ernst mit ihren Worten meinten. Ich wusste nicht ob ich nicht genauso reagiert hätte wie sie in dieser Situation. Sie hatten bestimmt schon sehr vieles erlebt um jeder Person die sie nicht kannten mit Misstrauen zu begegnen.

Ich grinste die Gruppe leicht an. „Keine Sorge, ich nehme es euch nicht weiter übel. Bestimmt hätte ich nicht anders reagiert wenn ich in eurer Situation gewesen wäre.“

Harry und die anderen atmeten erleichtert aus. Anscheinend hatten sie nicht damit gerechnet dass ich ihnen vergab. „Ich dachte nur du würdest es mir übel nehmen. Da du jetzt ein Slytherin bist“ und verzog dabei das Gesicht als hätte er in eine Zitrone gebissen. Meine komplette Kleidung hatte sich übrigens in die Farben von Slytherin verändert, wann das passiert war wusste ich selber nicht. „Sorry, konnte ich mir nicht aussuchen, wäre auch lieber woanders als da. Das könnt ihr mir glauben. Die meisten haben mich gerade dort angeschaut wie ein Rudel hungriger Wölfe.“ Ich schüttelte mich. „Und was habt ihr jetzt für ein Unterricht?“

„Zaubertränke bei Snape.“ Das Trio verzogen ihre Gesichter als hätten sie Zahnschmerzen. „Ich auch.“ Fügte ich schief grinsend hinzu. „Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ Kumpelhaft schlug mir Harry seine Hand auf die Schulter. „Ihr müsst mir nur noch den Weg dorthin zeigen, ich verlaufe mich hier sonst noch.“

„Machs gut Schatz“, Ginny gab Harry einen kleinen Kuss auf die Wange bevor sie mit wehendem Umhang verschwand. Harry lief leicht rosa an und kratzte sich verlegen am Ohr. Hermine kicherte leise.

Dann machten wir uns auf den Weg in die Kerker. Wir waren eine der ersten die dort ankamen. Ich unterhielt mich gerade mit Hermine die unbedingt heraus bekommen wollte wie ich es geschafft habe den Fluch ab zuschütteln als hinter mir eine schnarrende Stimme erklang.

„Parker. Was gibst du dich mit diesem Abschaum ab? Du bist ein Slytherin und es nicht würdig sich mit der Bande von Blutsverrätern abzugeben. Vor allem nicht mit denen da.“ Ich wusste auch ohne mich um zudrehen wer es war.

„Ich bin alt genug um zu entscheiden mit wem ich mich abgebe und mit wem nicht und daran wirst auch du nichts ändern.“ Ich habe mich bei den Worten langsam herum gedreht und blickte nun direkt in Malfoys spitzes Gesicht. Er wurde flankiert von zwei bullige Jungen die nicht besonders helle aussahen. Mussten anscheinend Crabbe und Goyle Junior sein. Sahen ihren Vätern zum verwechseln ähnlich. Kuckten nämlich genauso blöd drein.

Malfoy schnaubte verächtlich. „Ich warne dich Parker, du vergisst das ich Vertrauensschüler bin und du in meinem Haus bist. Also lass mich nicht zu deinem Feind werden.“

„Mir schlottern schon die Knie Malfoy.“ Gab ich großschnäuzig zurück. „Was willst du machen? Mir im Schlaf einen Fluch auf den Hals hetzen?“ Die kalte Maske der Überheblichkeit fiel nun von Malfoys Gesicht und er blitzte mich nun aus seinen grauen Augen drohend an. Den Zauberstab zum Angriff erhoben. Auch die anderen haben ihre Zauberstäbe gezogen. „Da musst du mir schon mit mehr kommen als mit deinem Stöckchen um mich zu beeindrucken Dracilein. Dein Vater war in dieser Beziehung um eines beeindruckender wenn aber auch genauso wenig erfolgreich wie du. Er dürfte in nächster Zeit übrigens einige Probleme haben seine zwischenmenschlichen Beziehungen nach zukommen. Also lass es sein bevor du dich auch blamierst.“

„Stupor.“ Ich hätte nicht gedacht dass er es wirklich wagen würde und deswegen traf mich der Fluch völlig unvorbereitet. Ich flog gegen die Mauer und stieß mir dabei schmerzhaft den Kopf an sodass alles um mich herum leicht verschwamm. 'Mist, langsam muss ich mich doch daran gewöhnen von Flüchen getroffen und davon durch die Luft zu fliegen.' Fast gleichzeitig kam Alastor um die Ecke und entwaffnete Draco mit dem Expelliarmus 'Verdammt, wo war der Kerl als ich ihn brauchte? Also unter Schutz stelle ich mir was anderes vor.' Ich richtete mich stöhnend auf.

Alastor ist inzwischen bei Draco angekommen und bedrohte ihn mit seinem Zauberstab. „Ja, das nenn ich mutig, auf Unbewaffnete losgehen. Genauso feige wie der Vater.“

Snape kam genau in dem Augenblick um die Ecke als Draco den Fluch auf mich abfeuerte und Alastor ihn fast zeitgleich entwaffnete. Snape starrte erst mich erschrocken an, bis sein Blick auf Malfoy fiel und sein Blickt wechselte sofort in Zorn.

„Malfoy. Warum greifen sie Schüler aus dem eigenen Hause an? Sind sie jetzt total bescheuert?“ Schrie er ihn an. „10 Punkte Abzug für Verletzung eines Mitschülers.“ Malfoy starrte seinen Hauslehrer sprachlos an so als hätte dieser gerade gesagt er würde ab jetzt freundlich zu Potter sein. Noch nie hatte ihn Snape so angefahren und schon gar nicht hatte er seinem eigenen Haus Punkte abgezogen.

In der Zwischenzeit halfen mir Harry und Ron auf die Beine. „Alles in Ordnung Jessy?“ Harry legte seinen Arm um meine Schulter und half mir hoch. „Geht schon.“ Erwiderte ich zähneknirschend. „Habe einen harten Schädel.“ Hast du mitgekriegt wie die Fledermaus Malfoy fertig gemacht hatte? Er hatte ihm sogar dafür Punkte abgezogen. Es geschehen also immer noch Zeichen und Wunder.“ „Mit Wunder hat das wenig zu tun, eher mit dem eigenen Selbsterhaltungstrieb.“ Sie blickten mich verwirrt an. 'Mist, habe ich das jetzt laut gedacht? Oh man, jetzt muss mir aber eine passende Ausrede einfallen doch mein Kopf war in diesem Moment wie leer gefegt.'

Snape rettete unabsichtlich diese Situation als er sie auf mich stürzte. „Ist ihnen etwas passiert Miss Parker?“ Er versuchte seine Stimme so kalt klingen lassen wie immer doch man merkte das er immer noch ziemlich erschrocken war. „Nein“ erwiderte ich zögernd. 'Ein um mich kümmernder Snape war mir fast ein wenig unheimlich. Da war mir ein Wütender fast noch lieber.' „Es wird nur eine Beule geben.“ Ich griff mir an den Hinterkopf, doch als ich die Hand zurück zog war sie voller Blut. „Schei….“ 'Anscheinend war es doch nicht so glimpflich abgelaufen.'

Snape wurde aschfahl als er das Blut erblickte. „Aus dem Weg Potter.“ Er stieß Harry unsanft zur Seite um sich meinen Kopf besser ansehen zu können. Er murmelte einen Zauberspruch und stoppte damit erstmal die Blutung das schon bereits mein Hemd am Nacken rot eingefärbt hatte. Mit einem weiteren Zauber ließ er die Platzwunde und das ganze Blut aus den Haaren verschwinden. Erleichtert seufzte er auf. Ich machte unbemerkt ein paar Schritte zurück. Snapes Gegenwart bereitete mir immer noch ziemliches Unbehagen.

Das goldene Trio beobachtete sprachlos das merkwürdige Verhalten von Snape. Sie wussten bis zu diesem Augenblick gar nicht dass ihr Lehrer so was wie Sorge überhaupt kannte. „Hast du die Kratzer auf seiner Wange gesehen“, flüsterte Hermine leise zu Ron gewandt. „Wer ihm die wohl verpasst hatte?“ Raunte Ron. „Keine Ahnung“, bemerkte Harry. „Nochmehr wunderte ich mich warum er sie noch nicht geheilt hatte.“

Der Tränkemeister warf indes einen vernichtenden Blick auf Draco. „Wir sprechen uns noch Mister Malfoy.“ Und rauschte mit wehenden Roben ins Klassenzimmer. Draco, der indessen die Welt nicht mehr verstand, betrat den Kerker und um nicht noch weitere unangenehme Fragen zu beantworten denen die dreien ins Gesicht geschrieben waren, folgte ich ihm. Ich wollte mich gerade in der letzten Reihe niederlassen als sich wieder Snape an mich wandte. „Bitte Miss Parker. Können sie sich vielleicht vorne zu mir sitzen damit ich ihnen bei etwaigen Problemen behilflich sein kann da es ja bekanntlich ihr erster Tag ist.“

Der Rest der Klasse war gerade dabei das Klassenzimmer zu betreten als sie mit offenen Mündern Snape anstarrten. Es ist noch nie vorgekommen dass er jemand bittet und schon gar nicht bot der Tränkemeister irgendjemand seine Hilfe an. Anscheinend musste ihr Lehrer irgendwas eingenommen haben sonst würde er sich nicht so sonderbar verhalten.

Widerwillig setzte ich mich ganz vorne hin, direkt hinter das Pult. Der Rest der Klasse stand immer noch sprachlos in der Türe. „Und wenn sie sich nicht sofort hinsetzen bekommt Gryffindor 20 Punkte Abzug für Störung des Unterrichts.“ Schnarrte er wieder im gewohnten Tonfall die Schüler an, die sich nun eiligst dran machten ihre Plätze ein zunehmen, man hörte aber auch ein gelegentliches erleichtertes Aufseufzen.

Alastor bezog schweigend seinen Posten als Beobachter an der Türe. Ganz zur Missbilligung von Snape, doch dieser traute sich nicht gegen den Auroren aufzubegehren und maß ihn nur mit einem Stirnrunzeln.

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