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Fanfiction

Tochter der Unschuld - Gefangen und verloren?

von Einsamer Kämpfer

@Lissa Snape:
Danke für deine Review *freu*. Schön das dir meine Geschichte so gut gefällt und mit den Fehlern versuche ich mich zu bessern ;-)

@Qubilay:
*lol*, diese Szene ist mir ständig im Kopf herum gespukt als ich dieses Kap geschrieben hatte.
Das mit der Mutter wird erst in ein paar Kapitel geklärt, also nur Geduld, kommt alles noch ;-)

@xclamp:
Schön das dir meine Geschichte so gut gefällt *rotwerd*.
Der Gedanke ist mir noch gar nicht gekommen *grübel*, vielleicht war sie einfach in diesem Moment nur zu geschockt ihn so schnell wieder zu sehen und ob ihm Dumbi so leicht geglaubt hätte, steht auch auf einem anderen Blatt.

Und nun viel Spass
mit dem neuen Kap
LG
Einsamer Kämpfer


PS: Suche immer noch einen Beta, also wer Lust hat kann sich gern (per Eulenpost) melden :-).


___________________________________________________


Gefangen und verloren?



Ich war nur schon seit 3 Tagen im Schloss gefangen, nach weiteren drei erfolglosen Fluchtversuchen hatte ich es aufgeben von hier zu fliehen, jeden Fall fürs Erste. Jedoch verweigerte ich mich irgendetwas Essbares zu mir zu nehmen. Das hatte zur Folge das ich mich nicht lange auf den Beinen halten konnte und dass mir schnell mal schwindlig wurde und ich mich setzten musste. 'Wenn sie nicht wollten das ich verhungere, müssten sie mich freilassen, oder was anderes tun was ich sagte, obwohl schon Severus mir angedroht hatte mich unter dem Imperius Fluch zu setzen wenn ich nicht endlich was zu mir nehmen würde. Doch ich habe ihn nur weiter trotzig angeblickt und gesagt er solle es doch ausprobieren, da hatte er resigniert aufgegeben.' Ich wusste das dieser Gedanke nicht besonders schlau war, aber was besseres fiel mir in diesem Moment nicht ein.

Es widerstrebte mir Severus als guten Freund an zusehen der sich um mein Wohlergehen sorgte, dazu hatte er eindeutig zu oft bewiesen auf welcher Seite er wirklich stand.

Genauso habe ich mich geweigert mich weiter mit dem Gedanken anzufreunden ich sei' Voldemorts Tochter, trotz seine immer wieder kehrenden Besuche und dessen fast glaubhaften Beteuerungen. Er hatte mir bei seinem ersten Versuch unwiderruflich gezeigt wozu er fähig war. So was tat ein Vater niemals seiner Tochter an. Zudem war die ganze Sache so irrsinnig und abstrus das es für mich auch nicht den geringsten Zweifel geben konnte es könnte vielleicht doch Fünkchen Wahrheit an seiner Geschichte dran sein.

Twinky tat mir schon fast ein wenig leid, wenn sie jedes Mal das unangerührte Tablett wieder wegräumen musste. „Hat es Meisterin nicht geschmeckt, hat Twinky nicht gut gekocht?“ Ich versicherte ihr jedes Mal dass es nicht an ihr lag und sie endlich damit aufhören mich Meisterin zu nennen, doch Twinky weigerte sich hartnäckig mich beim Namen zu nennen. „Twinky darf nicht die Meisterin mit Namen anreden, das gehört sich für Hauselfen nicht.“

Resigniert forderte ich sie auf das sie gehen konnte und sie verschwand mit einem leisen Plopp. Ich ließ mein Blick durch das Zimmer streifen. Die Terrassentüre wurde nach meinem ersten Fluchtversuch mit Gittern verstärkt sodass an eine Flucht dadurch nicht mal zu denken war. Dann glitt mein Blick zur Türe, 'vielleicht hatte es Severus endlich aufgegeben mich zu bewachen angesichts meines Zustands?!' Ich richtete mich langsam auf, vermied jegliche schnelle Bewegung. Schritt für Schritt näherte ich mich der Türe. Vorsichtig drückte ich die Klinke hinunter und spähte nach draußen. Es war in der Tat niemand zu sehen. Ich konnte mein Glück kaum fassen, vielleicht gab es doch noch eine Chance endlich von hier zu verschwinden.

Vorsichtig schob ich mich nach draußen und zog leise die Tür hinter mir ins Schloss. Ich blickte mich um. Ich stand in einem langen, dunklen Flur der nur durch vereinzelte Fackeln erhellt wurde die in Halterungen an der Wand hingen und flackernde Schatten an sie warfen.

Geduckt schlich ich mich durch den Flur immer darauf bedacht niemanden über den Weg zu laufen. Ich musste öfters Mal eine kleine Pause machen, da mir mehrmals die Mauern um mich zu drehen begannen. Vor mir gabelte sich der Gang erneut und ich überlegte einen Moment bevor ich mich nach links wandte, hoffend darauf das dieser zu der monströsen Eingangshalle führte in dem ich bei meinem ersten Besuch unfreiwillig gelandet bin. Der Gedanke daran hier endlich raus zu kommen beflügelte mich und ich machte mich daran schneller zu laufen. Leider achtete ich dabei auch nicht mehr so sehr auf meine Umgebung was sich auch schon nach wenigen Momenten böse rächte.

Ich bemerkte die Gestalt erst, als der Fluch mich traf und er mich an das kalte Gemäuer genagelt hatte. Ich röchelte, irgendetwas hatte sich um meinen Hals gelegt und drückte unbarmherzig zu. Ich tastete meine Kehle ab konnte aber nichts entdecken was diesen Druck verursachen könnte.

Ein irres Lachen erklang. Ich blickte auf, sah in das Gesicht einer Frau mit wirren schwarzen Locken, die aussahen als hätte sie ein Stromkabel berührt, die in der Kluft eines Todessers steckte und mit ihrem Zauberstab drohend auf mich richtete.

Ihr Gesicht war zu einer Grimasse verzerrt und sie stieß immer wieder ein schrilles Lachen aus das wie Fingernägel auf der Schiefertafel klang. Mir stellte es dabei sämtlich Haare auf.

'Na toll, jetzt bin ich auch noch an eine Irre geraten. Hier in diesem Haus scheint es ja von solchen Typen nur so zu wimmeln. Aber irgendwo her kenne ich diese Wahnsinnsfratze.' Ich brauchte nur einen Augenblick bis es mir wie Schuppen von den Augen fiel. 'Bellatrix Lestrange. Diese Irre die ihren eigenen Cousin Sirius Black umgebracht hatte. Die Frau hatte wirklich nicht mehr alle Steine auf der Schleuder.'

Sie ließ ihren Blick über die Reste meiner Kleidung streiften die einmal die Uniform von Hogwarts war. „Och wie süß, eine kleine Hogwarts Schülern.“ Ihre Stimme war genauso schrill wie ihr Lachen und ich verzog schmerzhaft das Gesicht. Sie trat näher an mich heran und ließ abermals ihren Blick über mich gleiten. „Ich frage mich wie du hier her gekommen bist.“ „Das geht . . . dich . . . . einen feuchten . . . . Kehricht an.“ Ich keuchte. Der Luftmangel ließ schon vereinzelt Sterne vor meinen Augen explodieren.

Auf das Gesicht von Bellatrix schlich sich eine diebische Freude. „Oh, da hat wohl jemand keine Achtung vor der Obrigkeit. Vielleicht sollte ich dir erst ein bisschen Respekt beibringen?“

Wieder erklang dieses irre Lachen von ihr. Sie schwenkte kurz den Zauberstab und ich fiel hart auf den Boden zurück. Ich hustete, war froh darüber endlich meine Lungen wieder ungehindert mit Sauerstoff füllen zu können. „Ich hatte schon lange nicht mehr jemanden zu spielen.“ Erklang wieder die Stimme von Bellatrix über mir. „Hast du Lust mit mir zu spielen?“

Ich wollte mich gerade aufrichten, als die Todesserin wieder mit ihrem Zauberstab auf mich zeigte. „Crucio.“

Ein nie gekannter Schmerz fraß sich augenblicklich in meine Eigenweide und schien mich von innen heraus zu zerreißen. Ich stöhnte, wimmerte, unterdrückte mit aller Kraft einen Aufschrei. Der Schmerz fraß sich immer weiter in mir bis er auf einmal abrupt aufhörte.

„Och so ein tapferes Mädchen.“ Bellatrix klang nun, als würde sie zu einem kleinen Kind sprechen. Ich mied sie dabei an zusehen. Mein Körper hatte immer noch mit den Nachwirkungen des Fluches zu kämpfen.

„Aber ich glaube schon dass ich dich noch zum Reden bringe. Crucio.“ Wieder flammte der Schmerz in meinem Körper auf so als hätte man eine Fackel angezündet. Er schien noch schlimmer zu sein als vorhin. Wie tausend Messer die sich glühend heiß durch meinen Körper bohrten. Ich biss mir dabei so heftig auf die Lippen um nicht gequält auf zu schreien dass diese aufplatzte und ich mein eigenes Blut auf der Zunge schmeckte. Wieder nahm Bellatrix den Fluch von mir, doch dieses Mal dauerte es länger bis der Schmerz nachließ der immer noch meine Glieder durchzuckte.

Die Stimme von der Todesserin erklang nun ganz dicht neben meinem Ohr. „Na, immer noch nicht genug?“, säuselte sich unschuldig. Zitternd blickte ich zu ihr hoch. Meine Muskeln litten immer noch unter den Nachwirkungen des Fluchs und ließen sich noch nicht kontrollieren. „Du kannst mich mal.“ Flüsterte ich heiser.

„Anscheinend hatte hier jemand immer noch nicht gelernt wie man Leute respektvoll anspricht.“ Wieder richtete sie ihren Zauberstab auf mich. „Crucio.“

Erneut durchzuckte mich ein gleißender Schmerz und ließ alles vor meinem Auge verschwimmen. Dieses Mal konnte ich nicht verhindert das ich gequält aufschrie. Der Schmerz übertönte einfach alles und trieb mich in die tiefe Schwärze einer Bewusstlosigkeit. Ich hieß herzlich willkommen, hieß es doch dass endlich dieser irre Schmerz aufhörte, doch sie wurde mir nicht gegönnt.

„Aguamenti.“ Ein Strahl kaltes Wasser erfasste mich, ließ mich schlagartig wach werden und trieb die Bewusstlosigkeit damit in weite Ferne. Prustend kam ich wieder zur Besinnung, da auch Wasser in meine Lungen gekommen war und rang keuchend nach Atem. Meine Glieder zitterten immer noch unkontrolliert unter den Nachwirkungen des Cruciatus und ließen ein vernünftiges Handeln nicht mal im Ansatz zu. Zudem war dass Wasser eisigkalt gewesen, sodass ich am ganzen Körper zitterte.

„Wir wollen doch nicht dass du einschläfst und all das Schöne verpasst?“ Bellatrix sprach wieder mit ihrer ekelhaften verstellten Kindsstimme die sich in meinen Ohren wie ein schrilles Kreischen anhörte. „Nein das wollen wir doch nicht, schließlich fängt es jetzt erst an lustig zu werden.“ Sie strich mir die nassen Haare aus dem Gesicht und blickte mich dabei fast liebevoll an, doch ich wusste das dies alles nur gespielt war. „Wie jung du doch bist, so schön, so . . . . . . unschuldig.“

Ich zitterte, unfähig auch nur ein Wort hervor zu bringen. Sie küsste mich fast zärtlich auf die Lippen und ich wusste in dem Augenblick dass sie damit soeben das Todesurteil über mich erhängt hatte. Ich schloss die Augen, in der Erwartung des nächsten, bestimmt tödlichen Fluches. Dieser ließ auch nicht lange auf sich warten, doch es war nicht der erhoffte Todesfluch.

„Sectumsempra.“ Der darauf kommende Schmerz trieb mich fast in den Wahnsinn. Ich konnte spüren wie dutzende, unsichtbare, messerscharfe Schwerter tief in mein Fleisch schnitten und das Blut regelrecht hervorsprudeln ließ. Ich spürte wie die Wunden sich wieder versuchten zu schließen doch dafür waren es eindeutig zu viele. Wenn sich eine geschlossen hatte fuhr wieder Bellatrix mit dem Fluch über mich und ließ wieder neue, klaffende Löcher entstehen. Mein Schreien erstarb in leises Wimmern. Auf einmal konnte ich keinen Schmerz mehr spüren. Es war so als hätte ich eine unsichtbare Grenze überschritten wo man keinen Schmerz mehr verspürte. Wie bei einer Sicherung die bei Überspannung einfach raus sprang. Ich wollte um Hilfe schreien doch aus meiner Kehle kam nur noch ein nasses Gurgeln als sich meine Luftröhre mit Blut füllte. Das letzte was ich dachte bevor ich im blutroten Strudel versank. 'Vater, . . . . . . hilf mir.'

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