
@xclamp:
Ne, natürlich war das noch nicht alles, noch lange nicht *lol*
Sorry für den Cliffhanger aber ich will doch meine Leser bei Stange halten ;-)
Das ich sadistisch bin hat man mir auch schon öfters gesagt und die gerechte Strafe für Bellatrix habe ich mir auch schon ausgedacht *avilgrins*, du darfst gespannt sein ;-).
Und nun viel Spas
mit dem neuen Kap
LG
Einsamer Kämpfer
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Unsichtbare Bande
Severus Snape stand vor dem Schreibtisch seines Lords und lief ungeduldig auf und ab. Am Anfang versuchte der Lord dieses Verhalten zu ignorieren doch er konnte die Schrittes seines Freundes nur zu deutlich hören und verhinderte das er sich auch nur im Geringsten auf seine Arbeit konzentrieren konnte. Irgendwann hielt er es nicht mehr aus und blaffte den schwarzhaarigen Todesser an. „Bei Salazar, Severus. Hör endlich mit der Rumrennerei auf. Das macht mich noch wahnsinnig.“
Severus hielt abrupt inne. „Tut mir leid Tom, aber ich mache mir Sorgen um Joseline. Sie weigert sich immer noch etwas zu sich zu nehmen. Ich war vorhin in der Küche und konnte sehen wie Twinky wieder mit einem unberührten Tablett zurück kam. Wenn sie so weiter macht werden wir sie noch verlieren.“
„Ich weiß Severus“, entgegnete der Lord, alias Tom Riddle, frustriert. „Aber ich weiß nicht wie wir das ändern können. Wenn wir ihr einen Fluch aufhalsen und sie dazu zwingen wir sie nie Vertrauen zu uns aufbauen. Aber du hast recht wir müssen sie irgendwie dazu bringen zu . . .“ Der Lord verstummte. 'Ihm war grad gewesen als hätte jemand um Hilfe geschrieen. Ganz leise, aber doch klar vernehmbar.' „Vater bitte hilf mir.“ 'Ja er konnte es ganz deutlich hören.' Mit einem Schlag wurde er aschfahl, denn er wusste wer dieser jemand war. „Sie ist in Gefahr!“ „Wer?“, fragte der Tränkemeister verdutzt über den plötzlichen Themenwechsel. „Joseline", flüsterte der Lord heiser. „Sie hat mich um Hilfe gerufen.“ Nun war Severus vollkommen verwirrt. „Wie kannst du dass hören?“ „Ich weiß es nicht, aber sie schwebt in ernster Gefahr. Ich weiß es einfach Severus, komm mit.“
Der Lord sprang auf, packte den völlig verwirrten Severus und stürzte mit ihm aus dem Arbeitszimmer. Er wusste wohin er musste, es war als würde ihn eine unsichtbare Stimme leiten. Doch als er am Ort des Geschehens eintraf prallte er zurück.
Er sah Bellatrix und wie sie sich über einen regelosen Körper beugte. Und überall Blut, soviel Blut und da setzte sein Gehirn aus. Rasend vor Zorn schleuderte er einen Fluch auf seine Untergebene ab der sie an die nächste Wand schmetterte wo sie besinnungslos zusammen sackte. Doch das interessierte ihn nicht mehr, er hatte nur noch Augen für seine Tochter. „Oh mein Gott Joseline“, der Lord sackte fassungslos neben ihr auf die Knie. Vorsichtig bettete er ihren reglosen Kopf in seinen Schoss und strich seiner Tochter sanft über das eiskalte, mit blutbefleckte Gesicht. Tränen liefen über seine bleichen Wangen. „Oh mein Gott Severus, sie ist so kalt.“ Seine Stimme bebte und war tränenerstickt. „Bitte hilf mir, ich hab sie erst gefunden und darf sie nicht wieder verlieren.“ Flehentlich warf der Lord einen Blick zu Severus. Dieser wurde auch kalkweiß als er Joseline erblickte.
Tom hatte inzwischen seine Tochter vollends an sich gezogen und wiegte ihren Körper wie ein kleines Kind auf seinem Arm. „Bitte, du darfst nicht sterben. Hörst du?“ Er strich ihr immer wieder das schwarze Haar aus dem Gesicht um ihr über die Wangen zu streichen. Das rabenschwarze Haar das sie von ihm geerbt hatte. „Bitte, bleib bei mir. Merlin, warum habe ich dich nicht früher gefunden?“ Seine Tränen rannten ihm weiter über das Gesicht und tropften mit einem leisen Klatschen auf ihre kalten Wangen. „Ich habe schon deine Mutter verloren, bitte geh' nicht du auch noch von mir.“
Noch nie hatte Severus so etwas Grausames gesehen wie das hier und bei wahr er hat schon vieles gesehen. Langsam ließ er sich neben Tom auf den nassen Boden sinken, sah in das verzweifelte Gesicht seines bestens Freundes. Noch nie hatte er ihn so hilflos und verzweifelt gesehen wie in diesem Augenblick. Fahrig griff er nach dem schlaffen Arm des Mädchens und erschrak wie kalt sie war. Erleichtert atmete er jedoch auf als er nach einigen suchen ihren Puls fand. Er war schwach, aber er war noch da.
„Tom, sie lebt noch. Aber ich weiß nicht mehr wie lange, sie ist schon sehr geschwächt und wenn wir sie nicht augenblicklich behandeln wird sie sterben.“ Er packte den Lord fest an der Schulter. „Hörst du mich? Wir müssen sofort handeln.“
Tom schreckte hoch, erst jetzt drang die Stimme seines Dieners zu ihm durch. 'Sie lebte, bei Merlin, sie lebte noch.' Schwankend kam er wieder auf die Beine, seine Tochter fest an sich gepresst. Seine Kleidung war nun voll von ihrem Blut das immer noch unaufhörlich aus den Wunden sickerte. Doch das war ihm egal, sein einziger Gedanke galt seiner Tochter und ihr das Leben zu retten.
Severus wollte seinem Freund beim tragen helfen doch er stieß seine Hand grob beiseite. Tom lief mit ihr so schnell den Gang entlang das Severus laufen musste um mit ihm Schritt zu halten. Mit einem Fuß stieß er die Türe zu Joselines Zimmer auf und legte seine Tochter vorsichtig auf das Bett. Strich ihr immer wieder liebevoll übers Gesicht.
„Tom geh' bitte zur Seite sonst kann ich ihr nicht helfen.“ Nur widerwillig machte der Lord Platz, hielt aber immer noch die Hand seiner Tochter fest. Severus beugte sich über Joseline, hob seinen Zauberstab und flüsterte leise drei Zaubersprüche vor sich hin das sich fern an einen lieblichen Gesang erinnerte. Die restlichen Wunden schlossen sich um die Blutung stoppte. Mit einem weiteren Schlenker hatte er seine Vorräte von Zaubertränke und Salben zu sich gerufen die er immer als Reserve im Schloss seines Freundes aufbewahrte.
Schnell zog er einen Tiegel mit einer stark riechenden Salbe hervor. Er tippte vorsichtig auf die Brust der Bewusstlosen und mit dem nächsten Augenblick lag Joseline nackt vor ihnen. Severus prallte zurück und auch dem Lord entwich ein wütendes Aufstöhnen. Der ganze Körper war übersät mit tief klaffenden Schnittwunden. Es gab kein Zentimeter Haut der nicht davon betroffen war „Ich werde sie umbringen“, flüsterte er leise vor sich. „Wenn ich mit ihr fertig bin wird sie denn Tag verfluchen an dem sie geboren ist.“
Severus wusste auch ohne nachfragen wen sein Freund meinte. Doch um das Problem würden sie sich später kümmern. Er nahm eine große Portion der grünlich wirkenden Salbe und begann vorsichtig die Schnittwunden damit einzureiben dich sich nun langsam zu schließen begonnen hatten.
Nach einer gut einer halben Stunde war der Tränkemeister fertig und die Haut von Voldemorts Tochter war wieder so unversehrt als wäre sie nie verletzt gewesen. Nur das Blut das langsam trocknete wies darauf hin das sie verletzt gewesen war. Vorsichtig zog er eine Decke über den noch immer regelosen Körper. Nicht eine winzige Reaktion ist von ihr gekommen, obwohl Severus wusste das die Behandlung mit der Salbe nicht gerade schmerzfrei war. Besorgt runzelte er die Stirn.
„Wird sie es schaffen?“, flüsterte Tom stockend. „Sie hat sehr viel Blut verloren und braucht unbedingt neues sonst wird sie nicht überleben Tom.“ Erwiderte Severus mit erstem Gesicht. Der Lord wurde bleicher als er ohnehin schon war. „Ich werde ihr von meinem Blut geben.“ Erwiderter er ohne Umschweife. „Wir haben die gleiche Blutgruppe.“ „Das wird nicht reichen Tom“, flüsterte der Tränkemeister leise. „Sie braucht mehr, mindestens eineinhalb bis zwei Liter, das kannst du nicht alles selber geben.“ „Doch das kann ich.“ Begehrte der Lord auf. Doch Severus schüttelte den Kopf. „Nein das kannst du nicht, du würdest ins Koma fallen und könntest notfalls daran sterben.“ „Ich tu' alles um sie zu retten Severus.“ Hauchte der Lord mit fast tonloser Stimme und streichelte dabei zärtlich das Gesicht seiner Tochter die aussah als würde sie schlafen. „Das glaub ich dir, aber es bringt nichts wenn du dich damit selber umbringst. Willst du ihr etwa damit den einzigen Menschen nehmen der ihr noch nahe steht?“
Stumm schüttelte der Lord den Kopf. 'Severus hatte recht, es wäre dumm sich jetzt Hals über Kopf in diese Sache zu stürzen.' „Aber du kannst ihr etwas geben. Es wird zwar nicht ganz reichen aber es wird sie wenigstens einigermaßen stabilisieren sodass sie nicht mehr in Lebensgefahr schweben wird.“
Wie in Trance nickte Tom. Der Tränkemeister holte aus seiner Tasche einen Beutel heraus, von dem ein langer Schlauch wegführte der in einer spitzen Nadel endete. Die Nadel selber steckte in einem Glasröhrchen. Der Lord schob sich den rechten Ärmel hoch und streckte seinem Freund dem nackten Oberarm hin. Dieser holte eine gummischlauchähnliche Schnur aus der Tasche und band damit Tom den Oberarm ab. Sofort waren die blauen Äderchen zu sehen die dank der Abschnürung nun deutlich von der blassen Haut abhoben.
Severus zog die Nadel aus der sterilen Verpackung, nickte noch einmal seinem Freund kurz zu bevor er die Kanüle in den Oberarm von Tom schob. Dieser gab nicht die geringste Reaktion von sich als seine Vene von der Nadel durchbohrt wurde. Schnell floss das Blut aus seinem Oberarm und der Beutel begann sich langsam zu füllen. Der Tränkemeister lockerte ein wenig das Gummiband.
„Ich gehe jetzt und hole aus der Küche was zu trinken. Sie wird reichlich Flüssigkeit brauchen um wieder zu Kräften zu kommen. So wie du.“ Tom hatte sich gegen das Bett gelehnt, die Augen geschlossen. Erst dachte Severus dass sein Freund ihn nicht gehört hatte, aber dann nickte der Lord kaum merklich und der Tränkemeister apparierte sich in die Küche. Schon nach wenigen Minuten war er mit ein paar Flaschen in den Händen wieder zurück. Eine davon drückte er Tom in die Hand. Er nahm einen Schluck aus der entkorkten Flasche und verzog angewidert das Gesicht. „Bei Salazar, das ist ja Kürbissaft.“
Trotz der ernsten Situation konnte sich Severus ein Grinsen nicht verkneifen. „Natürlich ist das Kürbissaft. Was hast du gedacht. Feuerwhisky?“ „Natürlich Mann, das ist dass was ich jetzt brauche", erwiderte Tom leicht gereizt, die Schwäche in seiner Stimme wegen dem Blutverlust unüberhörbar. „Von wegen, Alkohohl in deiner Situation ist nicht gerade die beste Lösung. Also trink endlich die Flasche aus.“ „Du bist ein Sadist Severus.“ Der Lord grummelte als er die Flasche erneut ansetzte, einen weiteren Schluck aus ihr nahm und versuchte das Schaudern zu unter Unterdrücken das ihn überkam als er den Saft weiter trank.
„Das musst du gerade sagen Tom", erwiderte Severus lächelnd. Manchmal konnte er über die Sturheit seines Lords nur lachen. „Ich glaube es ist jetzt genug.“ Er beugte sich zu seinem Freund hinunter, entfernte das Gummiband, zog die Nadel aus seinem Oberarm und verschloss die Wunde zum Schluss mit dem Zauberstab. Er wechselte die Nadel vorne am Schlauch gegen eine neue aus und hängte den nun prall gefüllten Beutel mit dem Blut des Lords oben am Bettpfosten auf.
Tom richtete sich leicht wankend auf, der Blutverlust sah man ihn deutlich an. Severus blickte seinen Freund besorgt an. „Leg dich am besten zu ihr, wärm sie mit deinen Körper. Gib ihr das Gefühl sie sei nicht alleine.“ Der Lord stimmte seinem Freund zu. Vorsichtig begab er sich zum Bett, legte sich zu seiner Tochter und zog sie zärtlich in seine Arme.
Severus indessen band den Gummischlauch um die schlaffen Arm und zurrte ihn zu. Er hatte Mühe überhaupt eine Ader in ihrem Oberarm zu finden. Kein Wunder nach ihrem Blutverlust. Nach einigem Suchen jedoch fand er ein dünnes Äderchen das leicht bläulich durch die Haut schimmerte. Sanft, er wollte auf keinem Fall Joseline weh tun, schob er die spitze Nadel in ihren Oberarm. Doch er hatte sich unnötig Sorgen gemacht. Wie schon beim Lord zuvor zeigte nun auch seine Tochter nicht die geringste Reaktion auf den Schmerz in ihrem Oberarm.
Tom zog seine Tochter noch näher zu sich und streichelte ihr unentwegt über ihr Gesicht. Das abgeben seines Blutes hatte ihm mehr Kraft gekostet als er sich selber eingestehen wollte. Müdigkeit überkam ihn als er beobachtete wie sein Blut lautlos in den Körper seiner Tochter floss. „Bitte komm wieder zu mir zurück, hörst du Joseline? Lasst mich nicht alleine.“
Severus beobachtete eine Weile das friedvolle Bild vor sich. Er hätte nie gedacht dass der Lord zu solchen Gefühlen imstande gewesen war. Auch nicht das er, einer der mächtigsten Zauberer den es je auf dieser Welt gegeben hatte, jemals vor ihm, Severus, flehentlich auf die Knie fallen ließe. Verzweifelt, hilflos, um Hilfe flehend. 'Wie sehr er sich doch verändert hatte als er herausfand dass er eine Tochter hatte', dachte er. 'Klar er hatte sich seinen Gefolgsleuten gegenüber immer noch barsch und kalt gezeigt. Doch kaum dass sie alleine waren war er wie verwandelt.' Doch er wollte nicht länger darüber nachdenken, es gab wichtigeres zu tun.
„Ich werde jetzt nach Hogwarts zurück kehren Tom.“ Von ihm kam nur ein unwilliges Grummeln „Ich werde jemand von dort holen der auch die gleiche Blutgruppe wie Joseline und du hat um ihr das restliche Blut zu überreichen dass sie noch braucht.“ Wieder kam ein unartikulierter Laut von ihm der sie wie ein schlecht genuscheltes „Wer“ klang. „Meinen Neffen Tom.“ Erwiderte Severus. „Draco Malfoy“ und disapparierte.
Bevor jedoch der Lord endgültig einschlief ließ er noch eine Decke zusätzlich erscheinen und breitete sie über sich und seiner Tochter aus. Er gab ihr sacht einen leichten Kuss auf ihre Stirn. „Bitte komm zu mir zurück.“ Legte noch seinen Arm schützend um sie bevor er mit seiner Tochter im Arm einschlief.
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Ich weiß, ich weiß. Ich hätte auch einfach einen blutbildenden Trank Joseline geben können aber ich fand diese altmodische einfach besser. Bringt es doch die beiden besser zusammen ;-), ich hoffe ihr verzeiht mir :-).
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