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Fanfiction

Tochter der Unschuld - Kleine Hürden

von Einsamer Kämpfer

So, da bin ich wieder ;-) und wieder habe ich ein neues Kapitel in petto.

@xclamp: Das mit Bellatrix dauert noch ein Weilchen, aber keine Angst, sie bekommt schon noch ihre gerechte Strafe ;-).
Schön das dir die "altmodische Art gefällt, ist hal mal was anderes in ne HP FF und JAAAA, es musste Draco sein *lol*. Denn ab jetzt lernen wir ganz andere Seiten an dem blonden Slytherin kennen, du darfst gespannt sein ;-).

Und nu viel Spass mit dem neuen Kap.
LG
Einsamer Kämpfer


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Kleine Hürden und andere Überraschungen



Snape war inzwischen wieder in seinem Büro aufgetaucht, natürlich hatte er sich davor erst überzeugt ob jemand anderes, zum Beispiel ein Auror, in seinem Räumen anwesend wäre, doch stellte er erleichternd fest das dies nicht der Fall ist. Es war bereits nach vier Uhr nachmittags, das hieß das die Schüler zur Zeit alle draußen waren und nicht mehr in der Schule. Sie genossen bestimmt die restlichen Strahlen der Sonne und vertrieben ihre Zeit mit Schneeballschlachten und Schlittschuh fahren auf dem großen See.

Dies half Severus merklich bei seinem Plan. Er öffnete vorsichtig die Türe zum Kerkerflur und spähte zu erst nach links und rechts bevor er ihn betrat. Niemand war zu sehen. Er rannte so schnell den Flur entlang dass er nur noch als schwarzer verschwommener Schatten für andere wahrnehmbar war.

Noch während er rannte rief er das Passwort für den Zugang zum Gemeinschaftsraum der Slytherins, die Mauer öffnete sich und gab den Weg frei. Schwer atmend lehnte er sich gegen die Wand des Gemeinschaftsraumes und atmete ein paar Mal tief durch. Erst danach öffnete er die Augen und inspizierte den Raum. Wie zu Erwarten war er leer. Bis auf eine einzige Person die in einem Sessel am Feuer saß, die Knie angezogen und dessen Gesicht in einem dicken Buch vergraben war. Nun aber verwundert aufblickte auf als Snape in den Raum gestürmt kam.

„Onkel Sev, was machst du hier?“ In seiner Stimme schwang leichte Panik mit, das Buch warf er indessen zu Boden ohne nicht davor markiert zu haben wo er aufgehört hatte. „Was machst du hier? Weißt du was du angerichtet hast? Das Ganze Schloss ist in heller Aufregung und alle suchen nach dir, es wimmelt hier nur so von Auroren die darauf warten dich in ihre Finger zu . . . . “ Severus schnitt wütend seinem Neffen das Wort ab. „Dafür ist jetzt keine Zeit Draco, du musst mir bei einher Sache helfen und sie duldet keinen Aufschub.“ Und ohne weitere Worte zu verlieren packte Severus seinen Neffen und zerrte ihn aus dem Slytherin Gemeinschaftsraum, vergewisserte sich aber davor das sich keiner auf den Fluren aufhielt und verschwand wieder in sein Büro.

Kaum waren sie dort riss sich Draco aus der festen Umklammerung Severus' und funkelte ihn wütend an. „Kannst du mir bei Salazar endlich sagen was hier los ist?“ Dieser suchte zurzeit einige Tränke zusammen die er in eine Tasche schob und seinem Neffen nicht weiter beachtete. „Onkel Sev“, fauchte Draco nun langsam sichtlich gereizt. „Das geht dich nichts an“, Fuhr Snape seinen Neffen harsch an. „Du wirst es erfahren wenn wir dort sind.“ Draco, über die Anfuhr seines Onkels so baff das er erschrocken inne hielt, beobachtete stumm wie er noch weitere Tränke und Salben in seiner Tasche verstaute und sie dann wieder seinem Neffen zuwandte.

Endlich hatte Draco geschafft wieder seine Stimme zu finden. „Wo gehen wir hin?“ Snape öffnete erst das Tor zu dem geheimen Tunnel bevor er die Frage Dracos beantwortete. „Wir gehen zu Tom“, erwiderte Severus knapp. Sein Neffe blickte ihn erstaunt an. „Auf Riddle Manor?“ „Genau dort hin.“ Gemeinsam liefen sie in den Tunnel, dessen Türe sich wieder auf magische Weiße hinter ihnen verschloss, hinaus zur Appariergrenze und waren einige Sekunden später zurück auf Riddle Manor.


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Gemeinsam bahnten sie sich einen Weg durch die Korridore des Anwesens des Lords bis sie vor einer Tür ankamen. „Bevor du da hinein gehst werde ich dir was anvertrauen das nur wenige Eingeweihte wissen. Aber du musst mir versprechen das du niemanden und ich sagen NIEMANDEN etwas davon erzählen. Hast du mich verstanden?“ Selten hatte Draco seinen Onkel sonst ernst sprechen hören und nickte nur stumm. „Gut, du hast vielleicht nicht mit gekriegt aber der Lord hat reges Interesse an der neuen Schülerin gezeigt.“ Schlagartig verdüsterte sich das Gesicht Dracos. „Du meinst dieses Miststück von Parker.“ „Nenn sie nicht so.“ Fuhr Severus seinen Neffen scharf an. „Warum nicht?“ Fragte Draco verdutzt. „Sie hat mich beleidigt obwohl sie genau eine Slytherin ist wie ich und hat sich mit Potter angefreundet.“ Snape lachte auf. „Das sieht ihr ähnlich, sie nahm sie bisher noch nie ein Blatt vor den Mund. Du hättest mal sehen müssen wie sie Tom beim ersten Mal angefahren hat. Aber wir schweifen vom Thema ab. Also ihr wahrer Name ist Joseline Gerdis und sie ist keine Austauschschülerin aus Durmstrang. Sie ist etwas ganz anderes. Sie ist die Tochter des Lords.“

Draco starrte seinen Onkel eine Weile sprachlos an so als warte er darauf dass er sagte dass das alles ein Witz war doch nichts dergleichen geschah. „Das ist wohl ein Scherz?“ „Nein ganz und gar nicht. Du kannst dir nicht mein Erstaunen feststellen als Tom es mir vor einiger Zeit anvertraut hatte.“ „ Du meinst das wirklich ernst Onkel Sev.“ Flüsterte Draco entgeistert. „Natürlich ist dass mein Ernst. Über so was mach ich keine Scherze. Aber nun weiter. Jedenfalls ließ der Lord sie herbringen um sie davon zu überzeugen. Leider ohne großen Erfolg jedenfalls versuchte sie zum wiederholten Male von hier zu fliehen und beim letzten Mal ist sie Tante Bella in die Arme gefallen die von der ganzen Geschichte nichts wusste.“ Scharf sog Draco die Luft ein, er wusste dass bei seiner Tante einiges ziemlich locker im Oberstübchen war seit sie aus Askaban zurück gekommen war. 'Naja, sie war davor schon ziemlich wahnsinnig gewesen, aber jetzt war sie regelrecht durchgeknallt.'

„Jedenfalls hatte sie sie ziemlich schwer verletzt, du konntest dir nicht vorstellen wie außer sich vor Zorn war als Tom dahinter kam.“ Draco nickte. Er konnte sich das nur zu lebhaft vorstellen wenn der Lord ausrastete. „Jedenfalls sind wir gerade noch in letzter Minute dazu gestoßen bevor sie starb, leider hat sie sehr viel Blut verloren und nun kommen wir zu deinem Part in dieser Geschichte.“ „Nein“ erwiderte Draco, noch blasser als sonst. „Oh doch, du hast die gleiche Blutgruppe wie sie und der Lord. Ich musste Tom fast mit Gewalt davon abhalten sein sämtliches Blut herzugeben.“

Aber . . .“ stotterte Draco. „Ich habe doch solche Angst vor Spritzen und Nadeln und mir wird es regelmäßig schlecht wenn ich Blut sehe. Deswegen habe ich keine Lust vor dem Lord in Ohnmacht zu fallen. Wie stehe ich dann da? Außerdem wird er nicht gerade erfreut darüber sein das ich seine Tochter angegriffen hatte.“ Rang Draco verzweifelt. „Du würdest damit für sehr lange in großer Schuld bei ihm stehen Draco. Das wird er dir nie vergessen. Außerdem brauchst du keine Angst zu haben das er es sehen wird. Diese Geschehnisse hatten ihn so fertig gemacht dass er bestimmt noch eine Weile schlafen wird. Also komm jetzt. Und über den Angriff reden wir später noch.“

Severus packte resolut den Arm von dem immer noch sträubenden Draco, öffnete die Türe und zog ihn in den Raum hinein, vergaß aber dabei nicht wieder die Türe hinter sich mit einem Zauber zu verschließen. Draco starrte auf das seltsame Bild das sich ihm bot. In einem Bett vor ihm lag friedlich schlafend der Lord in dessen Arm sich die Gestalt eines leichenblassen Mädchens, das er als das neue Mädchen aus der Schule identifizierte, befand. In ihrem Oberarm steckte eine Nadel wo langsam Blut hineinträufelte das an einem Beutel oben am Bettpfosten befand der sich nun sichtlich geleert hatte. Aber nicht nur dass, das ganze Bett war mit Blut befleckt. Würgend drehte er sich um und hielt sich am Umhang seines Onkels fest.

Die Übelkeit von seinem Neffen ausnutzend zog Severus ihn zu einem Sessel und machte sich daran ihm dass Blut abzunehmen und kam erst wieder zu sich als Snape davor war die Nadel in seinen Oberarm zu stechen. Man sah deutlich dass er immer noch mit der Übelkeit kämpfte und war erfreut darüber in einem Sessel zu sitzen. „Kannst du mir etwas geben damit es nicht so weh tut und es mir nicht mehr so übel geht“, seine Unterlippe bebte so als wäre er kurz davor los zuheulen. Die Lippen von Severus kräuselten sich. „Draco du bist ein Weichei.“ „Ja ja“, erwiderte Draco sichtlich gereizt. „Kannst du mir endlich was geben?“, und mied jeden Blick auf die blitzende Nadel in der Hand seines Onkels.

Ein leichtes Lachen war von Severus zu hören. Er stöberte in seinem Beutel nach dem Trank und zog ein kleines Fläschchen heraus mit lilaner Flüssigkeit. „Hier, trink dass.“ Er reichte Draco das Fläschchen das er dankbar annahm, es entkorkte und auf einem Zug leer trank. Er schüttelte sich. „Igitt, das schmeckt ja gräulich.“ Severus grinste immer noch. „Tut mir außerordentlich leid, aber ich konnte bis jetzt den Trank nicht in verschiedenen Geschmacksrichtungen herstellen damit es dem werten Herrn Neffen schmeckt.“ Draco blickte ihn bissig an, verkniff sich aber einen Kommentar.

Severus setzte erneut wieder die Nadel an der Vene seines Neffen an und stach hinein, mit der anderen Hand lockerte er leicht das Gummiband. Draco wurde noch blasser im Gesicht als er ohnehin schon war obwohl er den Stich nicht mal gespürt hatte. Kraftlos sackte er im Sessel mit geschlossenen Augen zusammen. „Du bist ein Sadist Onkel Sev.“ „Ja ist schon klar“, erwiderte dieser beiläufig. „Dass habe ich heute schon öfters gehört.“ Ein leichtes Glucksen kam von Draco. „Von wem?“ „Von Tom.“ Ein erneutes Glucksen kam von Draco. „Dass muss er gerade sagen.“ „Habe ich ihm auch gesagt. Hier trink das.“ Draco öffnete seine Augen wieder und blickte seinen Onkel an, der ihm eine geöffnet Flasche hin hielt. „Und bevor du fragst, es ist Kürbissaft, es wird helfen den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen.“

Wortlos nahm Draco die Flasche entgegen und nahm aus ihr einen tiefen Schluck. Dabei viel sein Blick auf die Nadel in seinem Arm und sah das Blut das in den Beutel lief. Das war zuviel für ihn. Schlagartig verdrehte er die Augen und sackte im Sessel zusammen. Severus konnte gerade noch die Flasche auffangen die seinen schlaffen Finger entglitt. Seufzend stellte er sie auf ein kleines Tischchen das neben den Sessel stand. „Und so was will ein Todesser sein.“

Nach nur knapp 15 Minuten war der Beutel voll und Severus schloss die Wunde am Arm seines Neffen. Dieser hatte immer noch seine Augen geschlossen und schlief, den Kopf auf die Lehne gelehnt. Severus zauberte schnell eine Decke herbei und breite sie über Draco aus. Dieser seufzte kurz auf, drehte sich auf die andere Seite des Sessels und schlief seelenruhig weiter.

Severus nahm das Blut und tauschte ihn gegen den nun leeren Beutel aus. Er beugte sich nun zu Joseline runter. Ihre Hautfarbe hatte nun einiges wieder an Farbe bekommen war aber immer noch unnatürlich blass Aber ihr Puls war inzwischen kräftiger und regelmäßiger. Seufzend lehnte sich Severus gegen das Bett. Auch ihn hatten die letzten Ereignisse sehr geschafft, aber noch war ihm keine Ruhe gegönnt. Erst musste er dafür sorgen das Bellatrix gefangen genommen wird.

Er raffte sich auf, warf noch einen letzten Blick auf das friedliche Bild und verließ das Zimmer. Eilends lief er die dunklen Gänge entlang auf der Suche nach Rookwood, Dolohow und Nott. Im Keller des Manors wurde er auch fündig. Alle drei waren über einen Kessel gebeugt aus dem grünliche Rauchschwaden aufstiegen. Als sie das Scharren der Türe vernahmen blickten sie auf.

„Oh Snape, wusste gar nicht dass du hier bist.“ Dolohow winkte Snape zu sich heran. „Sie Mal was wir gebraut haben, es verhindert dass sie Wunden schließen. Nur ein Tropfen davon reicht aus eine Wunde, mag sie noch so klein sein, so lange bluten zu lassen bis ihr Besitzer tot ist.“ Severus trat vorsichtig näher an den Kessel ran und sah misstrauisch auf die dunkelblaue Flüssigkeit die harmlos vor sich hin blubberte und blickte danach alle drei an und blieb dabei an Nott hängen. Die Schwellung an seinem Auge hatte ein wenig abgenommen und inzwischen eine grünliche Färbung angenommen

„Vielleicht bekommt ihr gleich ne Möglichkeit ihn aus zuprobieren. Ihr müsst mit mir Bellatrix einfangen. Sie hat versucht Joseline umzubringen.“ Rookwood sah ihn einen Moment fragend an doch dann huschte die Erkenntnis über sein Gesicht und er wurde weiß vor Zorn. „Dieses blöde Weibstück. Was hat sie überhaupt hier verloren?“

„Genau sollte sie nicht das Ministerium ausspionieren“, knurrte Nott. „Ich habe keine Ahnung warum sie jetzt hier ist“, entgegnete Snape ungehalten. „Und um dass geht es jetzt auch nicht. Wir müssen sie suchen und finden bevor sie noch irgendeine Dummheit anstellt Nott, du suchst mit mir oben. Und ihr beide“ er nickte Dolohow und Rookwood zu „werdet hier unten die Kerker absuchen. Also los.“

Zusammen mit Nott eilte Snape links aus dem Kerker hinaus um wieder in das Obergeschoss zu kommen. Ein gellender Schrei und ein dumpfes Poltern ließ sie inne halten. „Bei Salazar, wir müssen zurück", keuchte Nott auf. Sie rannten wieder zurück und zogen dabei ihre Zauberstäbe, vorbei an dem Verließ wo der Trank stand und wären dabei fast über einen reglosen Körper gestolpert. Geschockt blickten sie hin und stellten fest dass es Dolohow war. Aber er schien Gott sei Dank nur bewusstlos zu sein. Sie blickten auf und sahen im dämmrigen Zwielicht eine Person die sich über jemanden beugte der am Boden kauerte. Nach den Haaren zu urteilen musste die am Boden liegende Person Bellatrix sein. Sie lachte schrill auf als sie erkannte wer da auf sie zukam.

„Hei Severus, kannst du dem Trottel vielleicht sagen das er nicht mit dem Zauberstab auf mich zielen soll?“ Severus funkelte Bellatrix verächtlich an. „Nein das werde ich nicht, er handelt im Auftrag im Lord, genau wie ich. Und nun gib mir deinen Zauberstab wenn du dir Schmerzen ersparen willst.“ Die Todesserin sah ihn wie vom Donner gerührt an. Sie konnte nicht glauben dass sich der Lord gegen sie gewandt hatte. Sie war doch bis jetzt immer seine treueste Anhängerin gewesen. „Ich glaub dir nicht Snape“, schrie sie. „Wieso sollte er so etwas befehligen? Ich bin ihm immer treu gewesen.“

Snape trat näher an sie ran, den Zauberstab drohend gegen sie erhoben. „Erstens hast du seinen Befehl missachtet weiter im Ministerium zu bleiben. Dann besitzt du noch die Unverschämtheit hier auf zutauchen. Und als wäre dass ist nicht genug, bringst du auch noch fast die To.. das Mädchen um das der Lord herschaffen ließ.“ Severus konnte gerade noch verhindern das er „die Tochter des Lords“ sagte. Den bis jetzt wusste mal abgesehen vom Lord nur er und Lucius wer das Mädchen wirklich war und der Lord wäre bestimmt sehr ungehalten darüber wenn er davon erführe dass er es ausgeplappert hatte. „Was ist dem an dem Mädchen so wichtig das man sie nicht töten darf? Außerdem hatte ich einen triftigen Grund dafür dass ich hier her gekommen bin.“ „Ach ja und welchen? Du hattest den Befehl dich bei Gefahr zurück zu ziehen und weitere Befehle zu warten. Bei wichtigen Informationen hättest du Bescheid geben müssen damit der Lord über die weitere Vorgehensweiße entscheiden konnte. Keinesfalls solltest du zurückkommen. Hast du gehört? Keinesfalls!“ Selbst Bellatrix schien es für einen Moment die Sprache verschlagen zu haben. Diesen Moment ausnutzend entwaffnete er sich sprach den Fesslungs- und den Schweigezauber über sie und verfrachtete sie in die nächste Gefängniszelle die es hier unten zu Genüge gab. Erst dann nahm er die Flüche wieder von ihr ab.

„Bei allen verrückt gewordenen Hippogreifen. Snape, kannst du mir endlich sagen was hier los ist?“ Keifte Bellatrix, die Angst in ihrer Stimme wahr unüberhörbar. „Das“, erwiderte der Tränkemeister ungerührt. „Wird dir der Lord selber sagen und komm ja nicht auf die Idee in der Zelle Magie anzuwenden. Du weißt was dass für Folgen hat.“

Er wandte sich zu den anderen drei Todessern um die ihn fragend anblickten. „Was passiert jetzt mit ihr?“ Wollte Dolohow wissen. Er ist anscheinend wieder bei Bewusstsein doch er hatte sichtlich Mühe auf den Beinen zu bleiben. „Ich werde dem Lord die Arbeit abnehmen und sie höchstpersönlich umbringen.“ Sein Hass auf die besagte Person war deutlich zu hören. „Dieses Miststück hatte mich hinterrücks mit einem Schockzauber angegriffen.“

„Was mit ihr passiert entscheidet ganz allein der Lord“, sagte Severus bestimmt. „Und ihr drei könnt mir später vielleicht mal eine Probe von dem Trank geben. Ich möchte wissen wie er funktioniert.“ Die drei nickten ihm zu und verschwanden wieder in dem Labor. Severus wusste dass sie es mit seinen eigenen Zaubertrankkünsten nicht aufnehmen konnte und war deswegen neugierig ob der Trank auch so wirkte wie sie es gesagt hatten oder einfach nur unansehnliche Pusteln hinterließ.

Der Tränkemeister drehte sich um und machte sich daran denn Kerker zu verlassen und stieß oben fast mit einem weiteren Todesser zusammen. „Severus, da bist du ja endlich. Ich suche dich schon ewig.“ Lucius klang vorwurfsvoll. „Wo warst denn du die ganze Zeit?“

„Bellatrix ist unerlaubt hier aufgetaucht und da ist ihr auch leider Joseline über den Weg gelaufen. Den Rest kannst du dir ja denken.“ Das Gesicht von Lucius wurde aschfahl. „Was macht sie überhaupt hier? Sie sollte doch im Ministerium bleiben?“ „Ich weiß es nicht“, erwiderte nun Severus sichtlich genervt. Er war es leid hundertmal die gleiche Frage beantworten zu müssen. „Wir haben sie eben in einer Zelle eingesperrt. Der Lord soll später über ihr Schicksal entscheiden.“

„Was ist mit der Tochter vom Lord?“ Fragte Malfoy vorsichtig. „Lebt sie noch?“ „Ja sie lebt noch“ und Lucius stieß erleichtert einen Seufzer aus. „Aber es hätte nicht mehr lange gedauert und sie wäre tot gewesen.“ Man sah dem Tränkmeister an wie sehr die letzten Geschehnisse ihn geschafft haben.

„Könntest du vielleicht vor der Tür des Mädchens Wache halten? Damit so etwas nicht noch einmal passiert. Ich glaube dass ich auch im Sinne des Lords.“ Lucius nickte. „Natürlich Severus.“ „Du kannst dich ja mit Rookwood abwechseln. Er ist unten und panscht mal wieder zusammen mit Nott und Dolohow an einem Trank herum.“ Lucius verdrehte die Augen. „Oh man, wenn der Lord davon erfährt wird er nicht begeistert sein. Beim letzten Male habe ich gedacht die sprengen gleich das ganze Haus weg, der Kerker lag regelrecht in Trümmern. Mich wundert es immer noch dass Tom sie nicht mit bloßen Händen umgebracht hatte.“ „Vielleicht denkt er dass sie es irgendwann selber mal tun werden", erwiderte Severus resigniert.

Lucius folgte Severus stillschweigend bis zu der besagten Türe. Dort verabschiedete sich Severus von seinem Kumpane und dieser nahm seine Wachposition vor der Türe ein.

Der Tränkemeister ging besorgt an das Bett der beiden friedlich Schlafenden. Er stellte erfreut fest dass sich der Puls von Joseline fast wieder normalisiert hatte und ihre Bewusstlosigkeit in einen erholsamen Schlaf übergegangen war. Er entfernte noch schnell die Nadel aus ihrem Oberarm, der Beutel war inzwischen auch leer, und verschloss den kleinen Stich mit einem Zauber. Seufzend sank er auf den Boden und lehnte sich gegen das Bett. Die Müdigkeit übermannte ihn und so dauerte es nicht lange bis er gegen das Bett gelehnt einschlief.

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