
sxlamp:
Mir macht es einfach Spass die Geschichte zu schreiben und so schnell ist auch kein Ende in Sicht ;-). Also keine Bange das ich irgendwo dazwischen aufhöre und Bella wird auch noch ihre gerechte Strafe bekommen, keine Sorge.
Jep, ich glaube jeder würde bei solchen Nachrichten aus den Latschen kippen und sorry das ich erst jetzt wieder zum posten komme aber mein Computer musste für einige Zeit in Reperatur, scheiss trojanisches Pferd *grmpf*. Das nächste Kapitel kommt früher, versprochen ;-)
______________________________________________________
Bittere Erkenntnisse
Ein Schatten fiel über mich und zwang mich dazu wieder meine Augen zu öffnen. Tom hatte sich über mich gebeugt und blickte mich besorgt an. „Ist mit dir alles in Ordnung?“ Ich stieß ein wütendes Schnauben aus. „Ob es mir gut geht? Moment Mal. Ich bin die Tochter des schrecklichsten Zauberers aller Zeiten, meine Mutter ist im wahrsten Sinne des Wortes vom Himmel gestiegen. Ich trage dich mächtigste Macht in der Welt in mir. Ach ja und falls ich bis morgen Abend punkt 11 Uhr nicht einbestimmtes Ritual durchführe von dem kein Schwein weiß wie es funktioniert werde ich quasi von mir selbst zerquetscht. Und du fragst ob alles in Ordnung ist?“ Ich wurde bei jedem Wort lauter. Den letzten Satz hatte ich nur noch geschrieen.
„Ich wusste doch dass sie ein Ausraster bekommt wenn sie es erfährt.“ Bemerkte Severus leise zu Lucius. „So was steckt keiner leicht weg. Hoffe nur dass sie dabei unseren Lord heil lässt.“
„Ich kann kein Engel sein, Ich sehe überhaupt nicht aus wie ein Engel.“ Ich war aufgesprungen – die Begebenheit das ich völlig nackt war, vergaß ich in diesem Moment vollkommen – und lief auf einen mannshohen Spiegel zu der gleich neben dem großen Kleiderschrank link von meinem Bett stand. „Engel haben keine schwarzen Haare und sehen eindeutig besser aus. Ich kann mich nicht daran erinnern das mir jemand mal gesagt hat, das ich aussehe wie ein Engel.“ Ich faste an meinen Kopf. „Sie haben blonde wallende Locken, eine bessere Figur, und tragen weiße Gewänder, nicht schwarz so wie ich.“
„Naja, zurzeit trägst du eher gar nichts“, bemerkte Lucius grinsend. Sein Blick klebte wieder förmlich an mir. Wütend fuhr ich ihn an. „Dann gibt mir endlich deinen Umhang damit ich hier nicht nackt rumlaufen muss.“ Doch bevor Lucius dieser Bitte nachkam – ob er es jemals getan hätte werde ich wohl niemals erfahren – umschmiegte mich im nächsten Moment die schwarze Todesserrobe meine Gestalt. Erschreckt blickte ich in die Runde. „Wer war dass, wer hat dies getan?“ Doch mein Blick streifte nur ungläubige Gesichter, der von Lucius war eher unangenehm als er merkte dass sein Umhang plötzlich nicht mehr da war. Tom, der immer noch auf dem Bett kniete, sprach als erster. „Joseline, dass war keiner von uns. Keiner von uns hatte seinen Zauberstab in der Hand. Das warst du ganz alleine.“
Ich starrte wieder dass Gewand an. ‚Ich sollte dass alleine gewesen sein? Doch wie? Ich habe nur gesagt das ich was zum anziehen brauche und schon im nächsten Moment hatte ich es an. Moment, genau dass ist es, ich kann Sachen nur allein auf meinen Befehl hin bewegen. Das war sowas von abgedroschen das es schon fast als wahr durchgehen konnte. Doch bevor ich das Glauben soll testen wir es einfach noch einmal.’ Dieses Mal war mein Blick auf Draco gerichtet. „Gib mir deinen Zauberstab Draco.“ „Hast du sie noch…..“ Doch bevor Draco zu Ende sprechen konnte, hielt ich seinen Zauberstab in den Händen.
Draco sah nun ungläubig auf seinen Zauberstab den er bis vor kurzem noch in der Hand hielt. Stumm betrachtete ich ihn wieder seinem Besitzer zurück gab. „Hier, kannste ihn wiederhaben.“ Und wieder erschien der Zauberstab im nächsten Moment in Dracos Hand. Der war von dieser Aktion so geschockt das er seinen Zauberstab fallen ließ als hätte er sich daran verbrannt.
„Ich kann kein Engel sein“, flüsterte ich leise vor mich hin. Selbst in meinen Ohren klang diese Aussage ziemlich kläglich. Jemand legte mir die Hände auf die Schulter. Erschreckt blickte ich in das besorgte Gesicht des Lords dieser zog seine Hand sofort wieder zurück. „Doch du bist einer. Jedenfalls ein Halber, das Aussehen war das einzige was du von mir geerbt hast, der Rest kam von deiner Mutter.“ Ich schlug mir die Hände aufs Gesicht. ‚Das alles konnte nicht wahr sein. Das muss ein Alptraum sein. Himmel, lass mich doch endlich aufwachen.’
Ich sank vor dem Spiegel zusammen, der Lord stand immer noch hinter mir, unschlüssig was er jetzt tun sollte. Solche Situationen überforderten ihn anscheinend hoffnungslos. ‚Aber was soll ich dazu sagen? In meinem Geist herrschte ein heilloses Durcheinander. So viele Neuigkeiten sind in den letzten Momenten auf mich eingeprasselt. Eine unglaubwürdigere als die andere. Ich blickte wieder stumm auf meine Hände, bemerkte wieder dort die Blutflecken die darauf verteilt waren.’ „Was ist passiert? Woher kommt das ganze Blut?“ Meinen Blick starr auf den Boden gerichtet. Unangenehme Stille breitete sich in dem Raum aus.
„Wir haben dich blutüberströmt in einem Flur im Schloss gefunden. Ich habe gedacht du wärst tot.“ Die Stimme des Lord war kaum zu vernehmen. „Ich dachte ich hätte dich schon wieder verloren.“ Ich hob meinen Blick und sah mich Hilfe suchend im Zimmer um, so als warte ich darauf dass jemand sagen würde dies alles wäre nur ein schlechter Scherz. Doch weder Draco noch sein Vater sagten ein Wort, waren viel zu schockiert über das was gerade eben passiert war. Nur Severus kam langsam auf mich zu. „Darf ich mich neben dich setzen?“ Ich blickte ihn überrascht an. ‚Warum ist er nur auf einmal so ekelhaft höflich zu mir? Soll er sich doch hinsetzen wo er will und seit wann braucht er dafür von mir mein Einverständnis? Himmel heute lief alles verquer!’
Doch ich sagte nicht von alldem sondern nickte nur und der Tränkemeister nahm neben mir auf dem Boden Platz. Nervös strich sich Snape die Haare aus dem Gesicht, so als suche er das richtige Wort um anzufangen. Wenn diese Situation nicht so verfahren wäre hätte ich deswegen lauthals aufgelacht, Snape und nervös, doch jetzt brachte es nur ein Stirnrunzeln von mir ein. „Es stimmt, als wir dich fanden haben wir gedacht du wärst tot. Glaub mir, ich habe Tom noch nie so verzweifelt und hilflos gesehen als er dich erblickte. Hätten wir dich auch nur ein paar Minuten später gefunden, hätten selbst wir dir nicht mehr helfen können.“ Ein komisches Gefühl breitete sich in mir aus. ‚Der Lord soll wegen mir verzweifelt gewesen sein? Vielleicht sollte ich doch endlich diese Sache glauben das er mein Vater sei.’ Kaum habe ich mich mit dem Gedanken ein klein wenig angefreundet als mir schon die nächste Frage auf den Lippen brannte. „Wie habt ihr mich gefunden?“ Traute dabei aber immer noch keinem ins Gesicht zu blicken.
„Du hast nach mir gerufen“, murmelte der Lord kaum wahrnehmbar. „Ich habe dich ganz deutlich gehört.“ Ruckartig hob ich nun endlich meinen Kopf und blickte in die braun/grünen Augen des Lords. Genau die gleiche, ungewöhnliche Färbung wie bei den Meinen. Warum fiel mir das erst jetzt auf? „Das kann nicht sein“, flüsterte ich. „Meine Luftröhre war voller Blut.“ Nach und nach sickerten wieder die Erinnerungen an die Geschehnisse hervor und die damit verbundenen erlittene Höllenqualen. Unwillkürlich fing ich am ganzen Körper zu zittern an. Der Schrecken an die Erlebnisse war zu groß als man das es einfach leichtfertig abtun konnte. Der Lord sank langsam in die Knie sodass er nun auf der gleichen Augenhöhe war wie ich. Auch er zitterte leicht als er mir die Hand auf die rechte Schulter legte.
Die Berührung war weder kalt noch unangenehm, so wie ich eigentlich erwartet hatte, sondern warm und einfühlsam und mein Zittern hörte langsam auf, doch die Erinnerung an den Schrecken war immer noch da und verweilte hartnäckig im meinen Geist. „Ich denke es besteht zwischen uns eine Verbindung auf der wir auf mentale Weise zueinander in Kontakt stehen. Du hast nach mir, deinem Vater gerufen und ich bin deinem Ruf gefolgt.“ Ich schloss die Augen, das war jetzt eindeutig mehr als man ertragen konnte. „Außerdem trägst du ein Teil von mir tief in dir drinnen, die diese Verbindung noch verstärkt als sie ohnehin schon war.“
„Wie kamst du überhaupt dahin?“ Tom hatte sich nun rechts von mir hingesetzt und blickte mich nun fragend an.
Wieder senkte ich meinen Kopf zu Boden. „Ich wollte von hier weg“, murmelte ich leise. „Doch da bin ich leider Bellatrix über den Weg gelaufen und sie dachte sie hätte ein neues Spielzeug gefunden. Zum warm werden gab es drei Mal den Cruciatus. Als ich dann aber deswegen bei nahe ohnmächtig wurde. Natürlich ließ sie das nicht zu und schüttete eine Ladung eiskaltes Wasser über mich, damit ich auch ja alles vom Sectumsempra mitbekam.“
Wie um noch mal zu beweisen wie schmerzhaft es war, flammte er in meiner rechten Schulter erneut auf. Ich zuckte zusammen, blickte nach rechts um die Ursache zu suchen als ich die Hand des Lords erblickte die sich fest in meine Schulter gekrallt hatte. Sein Gesicht war wutverzerrt und die Augen loderten wieder flammenrot auf. Unwillkürlich wich ich ein Stück von ihm zurück, durch diese Bewegung bemerkte er erst wo seine Hand war und augenblicklich seine Hand zurück zog. Der Hass in seinem Gesicht blieb während seine Augen entschuldigend mich anblickten.
„Ich kann immer noch nicht fassen dass sie sich über meinen direkten Befehl hinweg gesetzt hatte und wieder zurück aufs Schloss kam. Das wird sie noch bitter bereuen.“ Wieder hatte seine Stimme das gefährliche Zischeln einer Schlange angenommen. „Ich habe sie schon vorhin in den Kerker eingesperrt, bis du entscheidest was mit ihr passiert.“ „Wann hast du dass gemacht?“ „Gleich nachdem ich Joseline versorgt habe“, entgegnete Severus knapp. „Rookwood, Nott und Dolohow haben mir dabei geholfen.“
„Was passiert mit ihr?“ Ich habe das Gespräch zwischen Severus und Tom mit angehört und mir war nicht gerade wohl zumute das jemand meinetwegen bestraft wird, mochte er noch so schreckliche Sachen getan haben. „Sie wird angemessen für ihre Taten bestraft“, erwiderte Tom scharf. „Niemand darf sich ungesühnt an dir vergreifen.“
„Aber ich will nicht dass jemand wegen mir leidet oder sogar stirbt“, erwiderte ich. „Es wäre so als hätte ich sie selber getan.“ „Ihr hätte es nichts ausgemacht wenn du dabei gestorben wärst.“ Die Stimme von Tom hat noch eine Spur von Schärfe zugenommen. „Im Gegenteil, sie hätte es als Höhepunkt des Tages angesehen wenn du jetzt tot wärst.“
„Aber ich bin nicht wie sie, im Gegensatz zu ihr habe ich so etwas wie ein Gewissen", fuhr ich nun im selben Ton den Lord an. „Und ich werde nicht zulassen das ihr meinetwegen was angetan wird.“ „Und seit wann hast du hier was zu befehlen? Das ist immer noch mein Haus und da passiert was ich sage! Also geht es dich überhaupt nichts an.“ Tom war inzwischen aufgestanden und funkelte mich nun mit seinen roten Augen von oben herab an. Doch da ich jetzt weiß wer er genau ist habe ich meine größte Angst gegenüber ihm verloren. Ich stand ebenfalls auf sodass wir wieder auf gleicher Augenhöhe waren.
„Wenn aber jemand meinetwegen was zustößt geht mich das sehr wohl etwas an", fauchte ich nun ungehalten zurück und blitzte Tom mit wütenden Augen an. „Und wer behauptet dass?“ „Ich behaupte dass und sage ihr darf nichts passieren.“ „Habe ich dir schon gesagt dass sie dich umbringen wollte?“ „Ja dass hast du, laut und deutlich. Aber anscheinend hast du was an den Ohren als ich sagte, ich werde es nicht zulassen.“
-------------------------
Severus ist unwillkürlich von den beiden zurück gewichen. Von den beiden Streitenden ging eine Kälte aus die schlimmer war als der Kälte Fluch. Er war nun bei den beiden Malfoys angekommen die auch unbehaglich den Lord und seine Tochter anstarrten. Auch sie spürten die Kälte. Auf dem Spiegel haben sich schon Eisblumen gebildet, doch die beiden Kontrahenten selber schienen dies nicht zu spüren.
-------------------------
„Sei vorsichtig, treib das Spielchen nicht zu weit mit mir, sonst wirst du es noch bereuen.“ Glutrote Augen bohrten sich in braun/grüne. „Und wie willst du es überhaupt verhindern?“ Zum ersten Mal wusste ich nicht was ich auf diese Frage antworten sollte. Tom bemerkte mein Zögern und ein höhnischer Ausdruck erschien auf seinem Gesicht. „Ach, hat die Frau noch nicht daran gedacht? Vielleicht solltest du beim nächsten Mal erst darüber nachdenken bevor du redest.“ Diese letzten Worte die mit so viel Verachtung ausgesprochen wurden war der berühmte Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte. „Mache dich nicht über mich Lustig, sonst wirst du dass noch bereuen.“ Genau in diesem Augenblick zerbarst der große Spiegel neben mir mit einen ohrenbetäubenden Knall.
Ich fuhr zusammen, auch Tom ließ dass Klirren herumfahren und blickte wie ich auf den Scherbenhaufen der einst mal der Spiegel war. Erst jetzt spürte ich eine unnatürliche Kälte um mich herum die aber, kaum dass ich sie bemerkt hatte, wieder verschwand, wie die Erinnerung eines Traumes die langsam verblasste.
„Beim Barte des Merlin, was ist gerade hier passiert und wer war dass mit dem Spiegel?“ Lucius blickte Severus verstört an doch dieser wirkte in diesem Moment genauso hilflos wie er. „Ich weiß es nicht, ich habe die Kälte gespürt und sah den Spiegel zerbersten, doch habe ich keine Ahnung woher es kam.“ Ihre Blicke hingen immer noch wie gebannt auf uns.
Der Lord blickte immer noch verwirrt zwischen dem Spiegel und mir hin und her, als suchte er anscheinend eine Erklärung für diese Geschehnisse. „Bist du das gewesen?“ Ich hoffte, ja betete dafür dass er diese Frage jetzt bejagte, doch ein Blick in seine Augen sagte mir dass ich mich nicht weiter dieser Illusion hingeben sollte.
Er schüttelte stumm den Kopf. „Ich kann dass nicht gewesen sein, Joseline. Ich beherrsche nicht die Elemente. Soviel Macht besitze ich nicht. Das warst du ganz alleine. Genau wie das mit dem Spiegel.“
Als allen Anwesenden nun klar wurden dass nur ich hinter diesen Vorfällen stecken konnte, konnte ich leicht die Angst in ihren Augen sehen. Sie hatten Angst. Angst vor mir. Diese Situation habe ich mir nicht mal in meinen kühnsten Träumen vorgestellt. Hätte mir vor einer Woche jemand gesagt dass ich im Reich von Harry Potter lande und dass selbst der dunkle Lord vor mir Angst haben könnte, hätte ich bestimmt an seinem Geisteszustand gezweifelt. Doch jetzt?
In mir wohnten Kräfte inne die selbst den dunklen Lord erschrecken und nur Gott weiß zu was ich noch imstande bin, denn ein ungutes Gefühl in mir sagte, das ich in dieser Sache erst den Gipfel des Eisbergs zu sehen bekam.
Severus trat nun langsam an Tom heran. „Als ihr beide gerade so da gestanden seid, hätte man für einen Augenblick nicht unterscheiden können wer von euch beiden wer ist.“ Tom blickte für einen Moment verwirrt drein. „Wie meinst denn du dass?“ „Kurz bevor der Spiegel explodiert ist, glühten ihre Augen in dem gleichen rot wie deine auf. Es war beängstigend und faszinierend zu gleich es zu sehen. Nur dass sie längere Haare hat als du, konnte man euch noch unterscheiden. Ist dir dass nicht aufgefallen?“ Tom seufzte. „Nein, aber dies wird auch eine der netten Eigenschaften sein die sie von mir geerbt hat. Anscheinend hat sie von mir nur die schlechten Eigenschaften geerbt. Wie z.B. dass Temperament.“ Severus verzog das Gesicht zu einem spöttischen Grinsen. „Und dass Aussehen. Aber wenigsten hat sie etwas von dir.“ Tom knurrte leise, verbiss sich aber einen Kommentar.
Unangenehme Stille breitete sich nun in dem Raum aus, keiner wagte es mir auch nur an zublicken. Immer wenn ich den Blick der anderen suchte, wichen sich mir aus. „Wie habt ihr mich überhaupt so schnell auf die Beine gekriegt?“ Halbherzig versucht, die drückende Atmosphäre zu verscheuchen.
Die anderen wirkten sichtlich froh über den Themen Wechsel. „Als erstes habe ich deine Wunden versorgt damit du nicht noch mehr Blut verlierst.“ Begann Severus. „Danach habe ich dir eine Bluttransfusion gegeben ohne die du wahrscheinlich nicht überlebt hättest.“ Unwillkürlich schauerte es mir bei dem Gedanken dem Tod nur so knapp entronnen zu sein. „Von wem bekam ich dass Blut?“ „Von deinem Vater, Joseline", fuhr Severus weiter fort. „Doch nicht nur von ihm, auch Draco hat seinen Beitrag dazu geleistet, mehr oder weniger freiwillig.“
Ich blickte überrascht zu Draco, der ihn nur grimmig erwiderte. ‚Das hätte ich jetzt nicht erwartet.’ „Brauchst nicht so überrascht zu schauen Parker, Onkel Sev hat mich mehr oder weniger dazu gezwungen.“ Irgendwie war ich erleichtert das zu hören. Ich habe nämlich innerlich schon ein Urteil über Draco gefällt und da passte Hilfsbereitschaft gleich überhaupt nicht rein.
„Gut ich habe schon Angst gehabt du könntest doch so etwas wie Menschlichkeit besitzen“ und grinste dabei Draco frech an. Er maß mich mit kühlem Blick doch seine blassen Wangen wurden dabei leicht rosa. „Freundlichkeit gehört nicht gerade zu meinen Tugenden.“ „Das muss bei euch ja in der Verwandtschaft liegen.“ Severus schlug tröstend die Hand auf die Schulter des Lord. „Und wieder was sie von dir hat Tom.“ Tom kuckte in diesem Moment noch grimmiger rein als er ohnehin schon tat, wusste anscheinend genau was der Tränkemeister meinte. Ich merkte dass sie Atmosphäre sich nun etwas verbessert hatte.
Mal abgesehen von Tom und Draco, der zwanghaft versuchte böse drein zu kucken was aber hochgradig scheiterte, hatten alle jetzt ein Grinsen auf den Lippen.
Stöhnend rieb ich mir die Hände übers Gesicht. ‚Herrje, dass konnte doch alles nicht wahr sein! Warum musste dass alles nur mir passieren? Wenn ich daran dachte, dass bis vor 5 Tagen mein einziges Problem war, einen neuen Job zu finden war es geradezu lächerlich zu der Aufgabe die mich jetzt erwartete. Ich muss mich jetzt irgendwie abreagieren, sonst werde ich noch wahnsinnig.’
Ein irrer Schrei entwich meiner Kehle. ‚Oh ja, das hat gut getan’, ich kicherte leise. Erst jetzt fiel mir ein dass ich ja nicht alleine im Raum war ‚Ups, stimmt da war noch jemand.’ Ich schlug mir die Hand ins Gesicht um mein Kichern zu unterdrücken. Ich musste wirklich wie eine Verrückte auf die anderen wirken. Ich blinzelte zwischen meinen Fingern hindurch. Während Severus und die beiden Malfoys mich jetzt verstört anblickten warf mir der Lord, Korrektur mein Vater, eindeutig besorgte Blicke zu.
„Geht es dir gut?“ „Doch…..klar …..“ presste ich mühsam hervor. „Bis vor 5 Tagen ….. war mein …. mein größtes Problem … wie ich die nächste Miete zahlen soll……. Und jetzt????? Jetzt hängt das Schicksal der Welt von mir ab.“ Ich bekam einen neuen Lachkrampf. „Sonst geht’s mir echt klasse.“ Der Lord/mein Vater streifte Severus mit einem Blick der wohl bedeutete dass er langsam an meinem Geisteszustand zweifelte.
„Die ist genauso irre wie der Vater“, raunte Draco unmerklich seinem Vater zu. „Das stimmt“, erwiderte dieser. „Dass, habe ich gehört.“ Schnarrte ich sie quer durch den Raum an. Beide Malfoys zuckten ertappt zusammen. „Verdammt, wie konnte die dass hören?“ ‚Ja, warum nur? Das war wirklich eine gute Frage.’ Ich wusste es selber nicht warum ich ihn hören konnte, er stand ja auf der anderen Seite des Zimmers und hatte nicht gerade laut geredet. Doch ich hatte es so deutlich gehört als hätte er es mir direkt in die Ohren geflüstert. Ich fing wieder zu lachen an, es war irgendwie das einzige Mittel um nicht vollkommen den Verstand zu verlieren. „Hör dir auf darüber Gedanken zu machen Dracilein, das bereitet dir nur Kopfschmerzen.“
Lucius blickte seinen Sohn nun amüsiert an da dieser nun langsam aber sichtlich rot wurde. Vor Wut oder Scham konnte ich nicht erkennen. Vielleicht beides. „Dracilein?“ Draco blickte seinen Vater aus blitzenden Augen an bevor sich ein diabolisches Grinsen in seine Züge schlich. „Und wie ich hörte haste du anscheinend in nächster Zeit deine zwischenmenschlichen Beziehungen [/i nach zu gehen?! Dürfte man da erfahren was passiert ist? Obwohl ja ihr Satz vorhin [i] „Sonst trete ich dir wieder hin wo es weh tut.“ einen kleinen Einblick auf dass Geschehnis gab.“
Lucius schnappte wie ein Fisch am Trockenen. „Woher weißt du dass???????? Nein. Dass geht dich gar nicht an! Und verschwinde endlich wieder in die Schule, bevor ich mich vergesse.“ Ein wissendes Lächeln breitete sich auf Dracos Gesicht aus. „Dann bis später, Vater“ und verschwand möglichst schnell aus dem Zimmer bevor noch sein Vater auf die Idee kam ihm einen Fluch auf den Hals zu hetzen.
Ich verfolgte immer noch grinsend wie Malfoy junior aus dem Raum rauschte und Malfoy senior aussah als stĂĽnde er kurz vor einem Herzinfarkt.
„Könnte ich dann bitte etwas zu anziehen bekommen?“ Ich hatte mich wieder beruhigt und blickte nun wieder meinen Vater (Himmel, ich konnte es immer noch nicht glauben) an. Dieser nickte. „Komm, ich habe in diesem Schrank extra für dich etwas herrichten lassen.“ Ich blickte ihn finster an. „Und wehe du bist auf die Idee gekommen mir etwas wie Röcke oder Kleider reinzuhängen dann sind wir geschiedene Leute.“ Tom zog nur seine linke Augenbraue hoch und öffnete den Schrank mit einem Schnippen. Zum Vorschein kam zu meinem Erstaunen neben einer Garnitur prachtvoller Umhänge (alle in Schwarz versteht sich) auch mindestens zwei Dutzend schwarze Hosen und mindestens eben so viele nicht weniger prachtvolle Oberteile. Oben auf der Ablage lag zudem auch eine Reihe schwarzer Unterwäsche.
Ich drehte mich verblüfft zu Tom herum doch dieser grinste mich nur an. „Woher wusstest du dass….“ „…..Dass du nur schwarz und Hosen trägst? Ich sagte doch bereits, ich kenne dich besser als du denkst.“ „Hast du mich beschatten lassen?“ „So könnte man es auch meinen.“ Ich funkelte Tom wütend an. „Wo du doch alles weißt kannst du mir bestimmt auch sagen wo dass Badezimmer ist.“ Der Lord/Vater kuckte mich immer noch belustigt an und deutete wortlos auf eine kleine Tür die gleich neben dem Schrank lag. ‚Hei, wo kam die denn auf einmal her?’ „Danke, sehr liebenswürdig.“ Ich packte mir aus dem Schrank eine Hose, ein eng anliegendes Oberteil mit passendem Umhang und eine Garnitur Unterwäsche. Plötzlich hatte ich eine Idee und drehte mich nun mit einem diabolischen Grinsen wieder herum.
„Du kannst deinen Umhang wieder zurück haben Lucius.“ Und kaum dass ich diese Worte gesagt hatte trug der eben Genannte wieder seine Robe und ich stand wieder wie Gott mich schuf im Zimmer.
Es war ein Genuss in die Gesichter der Anwesenden zu blicken. Tom hat es sichtlich die Sprache verschlagen, Severus konnte sich ein Grinsen kaum verkneifen und Lucius Blick schwankte sichtlich zwischen Entsetzen und Begehren.
„Ich werde mich dann mal frisch machen.“ Drehte mich beton langsam auf dem Absatz herum und verließ mit erhobenem Haupt das Zimmer in Richtung Bad.
------------------------
Tom starrte immer noch die Türe an durch die ich gerade verschwunden ist so als hätte er gerade einen Geist gesehen. Severus kicherte nun gut hörbar hinter seiner Faust. „Oh ja, es gibt kein Zweifel.“ Der Lord blickte seinen Freund finster an. „In welcher Sache?“ „Na dass sie deine Tochter ist, sie ist genauso Schamlos wie du. Sie hat dir die Sache mit dem beobachten mit barer Münze zurück gezahlt.“ „Aber ich habe mich noch nie vor anderen Leuten ausgezogen.“ Herrschte Tom. „Beim Barte des Merlin. In diesen Genuss will ich auch gar nicht kommen.“ „Verschwinde du bloß wieder in die Bibliothek und suche weiter und du Lucius“ er funkelte Malfoy an der immer noch sehnsüchtig Richtung Bad blickte als warte er darauf dass ich wieder nackt dahinter hervorkam, aber als der Lord ihn ansprach zuckte er ertappt zusammen „kannst ihm dabei helfen.“
Severus rauschte mit wehenden Roben an Lucius vorbei aus dem Raum, ohne ihn dabei zu beachten, und Lucius machte sich eilend daran dem davon eilenden Tränkemeister zu folgen. Er hatte sichtlich keine Lust mit dem vor Zorn bebenden Lord allein gelassen zu werden.
______________________________________________________
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel