
Dafür das ich so eine Schreiblaune habe, setze ich heute gleich mein nächstes Kapitel online. Und nu zu euren Reviews ;-).
@Lissa Snape:
Die Antwort auf all deine Fragen werden in diesem Kapitel geklärt, aber dafür auch gleich neue aufgeworfen. Wäre ja sonst langweilig ;-).
Und Lucius wird in diesem Kapitel Verstärkung bekommen, aber wer wird net verraten, das musst du schon selber raus finden ;-).
Ja, die Rituale sind echt geil, schade das sie bei uns nicht funktionieren *seufz*
PS: Die Leser sind schon zahlreich da, bloß schreiben sie nix *grmpf*
@xclamp:
Kein Problem, hauptsache du bist wieder da *freu*
Das mit Bella wird nun heute entgültig geklärt, aber doch etwas anders wie du es jetzt vielleicht erwartest hast, aber es ist echt lesenswert.
Dumbledore und die anderen werden auch noch Früh genug auftauchen, keine Sorge. Die habe ich nicht vergessen ;-)
Und nun viel Spass beim lesen
LG
Einsamer Kämpfer
_______________________________________________________
Probleme, das erste Treffen und Bellatrix
Und es wird die Auserwählte sein, die Tochter eines Engels und eines mächtigen Zauberers, die den Frieden über die Erde bringt. Die Auserwählte wird an ihrem 18. Jahrestag zur 11. Stunde der Nacht, gekleidet sein in weißen Gewändern und in der Mitte eines siebenzackigen Sternes stehen. Es werden sieben weiße Magier sein, die das Gute ins sich tragen, die die Engel des Herbstes, des Novembers, des Skorpions, des Freitags, der 6. Nachtstunde, des Mondes und der Nacht anrufen werden.
Die sieben weißen Magier werden nun die Engel um ihr Wohlwollen erbitten zusammen mit ihnen das Ritual weiter zu führen. Denn nur wenn sie ihnen die Gunst schenken, werdet die Magier zusammen mit den Engeln imstande sein die 7 byzantinischen Erzengel die auch die Kraft der 4 Elemente in sich tragen anzurufen.
Denn nur diese Erzengel werden dazu imstande sein der Auserwählten die Kräfte der 4 Elemente geben. Doch nur wenn die Auserwählte reinen Wissens und ihre Seele unbefleckt sind, wird sie imstande sein diese schwere Bürde zu tragen. Denn wer die Kraft aller Elemente in sich trägt, besitzt die Macht über die Welt zu herrschen. Wenn sie dies aber nicht reines Herzens tut wird sie den Zorn des Himmels zu spüren bekommen.
Zudem wird für das Ritual ein rein weißmagischer Gegenstand in der Form des Schwertes von Excalibur, auch Caliburn genannt, gebraucht, das die Auserwählte während der ganzen Zeremonie mit sich zu führen hat. Ohne dieses Schwert wäre dieses ganze Ritual vollkommen wirkungslos und die Auserwählte würde einen qualvollen Tod sterben.
Ich las den Text immer wieder, wollte nicht glauben was da stand. Zwischen den Zeilen waren auch immer wieder die Bannsprüche zu lesen die für dass Ritual nötig waren um die Engel an rufen.
„Was passiert wenn wir nicht ihre Gunst erwerben?“, fragte Severus nachdenklich. „Darüber will ich erst gar nicht nachdenken“, murmelte ich halblaut vor mich hin. Als ich dies las kamen mir nämlich sofort die Sintflut und die 7 Plagen von Ägypten in den Sinn.
„Woher sollen wir ein Schwert herbekommen von dem ich nicht einmal wusste dass es überhaupt existiert“, erwiderte Tom zweifelnd. Er war sichtlich schwer getroffen von dem Gelesenen.
„Und ständig der Spruch die Auserwählte. Man, wir sind hier schließlich nicht in der Matrix.“ Tom blickte mich verwirrt an. „Was ist die Matrix?“ „Vergiss es. Kennst du sowieso nicht.“
„Aber am besten gefällt mir der Spruch „Aber nur wenn sie reines Herzen und ihre Seele unbefleckt ist.“ Lucius grinste mich anzüglich an. „Was damit wohl gemeint ist.“ Zorn wallte in mir auf. „Frag nicht so blöd, giftete ich ihn an. „Du weißt haargenau was damit gemeint ist.“ „Und bist du es noch, eine Jungfrau ?“
Ich spürte wie das Blut mir in den Kopf schoss und mein Gesicht sich damit bis unter die Haarspitzen knallrot färbte. Doch bevor ich darauf was erwidern konnte, machte es leise „Plopp“ und Draco Malfoy stand in kompletter Todesseruniform in der Bibliothek. Nur die silberne Maske hielt er noch in seiner Linken. „Ach da seit ihr ja endlich. Die anderen warten schon.“ Sein Blick glitt über unsere gemütliche Sofarunde. „Was wird dass wenn’s fertig ist? Gruppenkuscheln? Ist das wirklich der passende Augenblick dafür? Darf ich trotzdem mitmachen?“ Ein breites Grinsen ist auf seinem Gesicht erschienen.
„Draco, halt dein vorlautes Mundwerk, fuhr Malfoy seinen Sohn an. „Wir haben hier wichtige Dinge zu klären.“ „Ach und was?“ Die Neugierde in seiner Stimme war unüberhörbar. Er trat näher zu uns ran und quetschte sich auf die Lehne des Sofas. „Was lest ihr denn da überhaupt?“ Er beugte sich soweit herüber das er fast auf dem Schoss seines Vaters saß. Dieser war mehr als ungehalten über das Verhalten seines Sohnes. „Das geht dich gar nichts an und nun verschwinde endlich in den Versammlungsraum und warte dort bis wir auch kommen.“ Doch der Lord gebot ihm Einhalt. „Lass ihn Lucius. Vielleicht kann er noch ganz nützlich sein.“ Draco grinste seinen Vater triumphierend an und quetschte sich nun auch auf das Sofa nachdem Lucius mürrisch ein Stückchen auf die Seite gerutscht war. Ich saß jetzt regelrecht eingequetscht auf dem Sofa und Severus damit fast auf dem Schoss. Nach seiner Mine zu urteilen schien dieser über die Begebenheit auch nicht gerade glücklich zu sein, ob dass der Enge oder meiner Nähe zuzuschreiben war, war nicht zu erkennen.
Seine Augen wurden groß als er den Text las. „Wow, diese Person möchte ich gerne kennen lernen, vor allem die Sache mit dem „aber nur wenn sie reines Herzen und ihre Seele unbefleckt ist“ interessiert mich unbändig.“ Ein diebisches Grinsen schlich sich auf sein Gesicht, ich verdrehte nur die Augen. Wie Vater – so Sohn. „Wisst ihr schon wer es ist?“ „Oh ja“, erwiderte Lucius immer noch sichtlich genervt. „Sie sitzt hier auf dem Sofa.“ Dracos Blick fiel auf mich und etwas Angst schlich sich in seine Züge. „Du?“ Ich grinste ihn hinterhältig an. „Und falls es so wäre, entschuldigst du dich dann bei mir weil du mich in der Schule gegen die Wand geschmettert hast?“ Die Augen von Tom leuchteten rot auf und sein Blick fiel auf Draco der nun alles daran Tat sein Heil in der Flucht zu suchen.
„Was hast du gemacht?“ „Ich…… .ich…..“ stotterte er und wich immer weiter zurück. „Was ist los Draco“, fauchte Tom ungehalten. „Wo ist jetzt dein so vorlautes Mundwerk?“ Draco war inzwischen vor Angst fast bis zur Tür zurück gewichen. Er zitterte sichtlich vor Tom und brauchte einige Anläufe bis er wieder die Sprache finden konnte. „Ich wusste nicht wer sie war“, versuchte er sich halbherzig zu verteidigen. „Aber sie hat mich auch provoziert.“ Tom war schon dran sich auf Draco zu stürzen, doch ich hielt ihn zurück. „Ich glaub wir haben jetzt wichtiges zu erledigen als diese Lappalie und außerdem“, ich warf Draco einen diebischen Blick zu, „tut es ihm jetzt bestimmt außerordentlich leid und wird sich dafür entschuldigen. Nicht war Draco?“ Toms Augen blickten immer noch wütend auf Draco, doch wundersamer weiße habe ich es doch geschafft dass er sich nicht auf den Blonden stürzte. Draco nickte eifrig. „Ja, ja, genau. Es tut mir leid das ich die angegriffen habe Park . . . ähm Joseline.“ Als Tom sich wieder einigermaßen beruhigt abwandte warf mir Draco einen *Das wirst du noch bereuen* Blick zu, denn ich kokett mit dem Blick *Das will ich doch erstmal sehen* erwiderte.
„Außerdem kannst du nicht jeden bestrafen der mich mal angefasst hatte“, bemerkte ich. „Das wäre nämlich eine ziemlich lange Liste.“ Tom murmelte irgendetwas Unverständliches in seinen nicht vorhandenen Bart hinein was entfernt Ähnlichkeit mit „ich darf wohl meine Tochter beschützen“ anhörte. Draco kam nur zögerlich wieder näher und setzte sich auf die äußerste Kante des Sofas sodass er beinahe wieder hinunter fiel.
„Es gibt dann aber immer noch ein Problem“, murmelte Tom nachdenklich. „Wo bekommen wir sieben weiße Magier her? Ich glaub kaum das wir uns dazu zählen dürfen.“ Betretenes Schweigen breitete sich aus. Auch ich habe über diesen Punkt schon nachgedacht aber leider bis jetzt keine passend Lösung gefunden „Vielleicht reicht es ja auch wenn diese Zauberer einige gute Dinge im Leben vollbracht haben.“ Mutmaßte ich in das Schweigen hinein. „Ich weiß das ein paar gute Taten nicht das Schlechte ungeschehen macht aber es zeigt das in jemanden doch noch was Gutes steckt.“
„Das könnte schwierig werden“, meinte Lucius. Ich wandte mich Stirn runzelnd an ihn. „Sag bloß du hast noch nie was Gutes vollbracht.“ „Wenn du das Demütigen von Muggeln dazu zählt habe ich sehr viele gute Taten vollbracht.“ Er grinste mich herablassend an, auf einmal erhellte sich sein Gesicht. „Ich hab dich hier her gebracht!“ Ich funkelte ihn böse an. „Ich glaub kaum dass man meine Entführung als gute Tat bezeichnen kann.“ Schlagartig verdüsterte sich das Gesicht von Lucius und funkelte mich jetzt genauso an wie sein Sohn vorher. Mein Blick fiel auf die anderen. „Und was ist mit euch?“ Ich blickte einem nach den anderen an. „Nu ja“, begann Severus. „Ich habe dich gerettet. Außerdem habe ich zwischendurch mal so getan als würde ich Potters das Leben retten", fügte er noch verächtlich dazu. „Und ich habe dir mein Blut gegeben,“ erwiderte Tom ohne Zögern. „Das kann man glaub als gute Tat durchgehen lassen.“ „Ich auch“, bemerkte Draco eifrig und nicht ganz sein Ansehen bei seinem Lord zu verlieren. Ich verdrehte die Augen. „Mal abgesehen davon dass ihr mir das Leben gerettet habt, worüber ich euch natürlich überaus dankbar bin, habt ihr nie etwas Gutes vollbracht?“ Schon fast synchron schüttelten alle vier den Kopf. Ich schlug mir stöhnend die Hände vors Gesicht. ‚Das durfte nicht wahr sein. Wäre ja sonst auch zu einfach gewesen.’
„Wir sollten es vielleicht später klären", warf Severus ein. „Ich glaube wir sollten jetzt zum Treffen gehen, die anderen werden bestimmt langsam ungeduldig.“ „So lange ich nicht da bin, läuft dort garantiert nichts. Also nur keine Hetze Severus.“ Bemerkte der Lord ungehalten. „Ihr könnt ja schon mal vor gehen, ich muss noch ein paar Dinge klären“ und blickte mich damit streng an. Während ich noch ernsthaft überlegte was Tom von mir wollte machten sich Severus und die beiden Malfoys daran die Bibliothek zu verlassen. Doch kaum waren sie durch die Tür verschwunden drehte sich Tom zu mir zu. „Was gibt’s?“
„Wir werden gleich gemeinsam den Saal betreten“, begann Tom ohne Umschweife „und ich werde dich dann auch gleich ihnen vorstellen. Wie gesagt werde ich ihnen auch klar machen was passiert wenn sich jemand dir unerlaubt nähert.“ „Du weißt was ich dazu meine“, begehrte ich auf. ‚Ich hasste es wenn mir jemand mir so auf die Pelle rückte um mich zu beschützen, ich bin doch schließlich kein Kind mehr.’ „Außerdem kann ich gut auf mich selber aufpassen.“
„Das hat man ja bei deinem letzten Ausflug deutlich gesehen“, erwiderte der Lord nun sichtlich gereizt. Mir brannte ein entsprechender Kommentar auf den Lippen doch der Lord ließ mich nicht mal zu Wort kommen.
„Und damit kommen wir zum nächsten Punkt. Es gibt einige Regeln zu beachten bei den Treffen. Meine Untergebenen treten mir mit dem nötigen Respekt entgegen. Deswegen möchte ich dich bitten, dein Temperament mir gegenüber etwas zu zügeln.“ Ich war inzwischen von Toms Bemerkungen so was von geladen, das ich ihn nur noch sprachlos anstarren und spüren konnte wie mir das Blut in den Kopf stieg.
Tom hielt in seiner Rede kurz inne und starrte mich sprachlos an. „Severus hatte recht“, bemerkte er. Ich blinzelte. „Was meinst du?“ „Deine Augen, sie leuchten blutrot auf wenn du wütend bist. Wie bei mir.“ Ich blickte ihn noch einen Moment verwirrt an, musste erst realisieren was er so eben gesagt hatte. Natürlich erinnerte ich mich daran wie die Augen von Tom aufleuchteten wenn der Zorn in ihm aufwallte und dass ich nun anscheinend auch über diese Eigenschaft verfügte beunruhigte mich ein wenig. Damit konnte jeder, der davon erfuhr oder mich wütend machte, feststellen wer mein wirklicher Vater war, denn ich glaubte da diese Fähigkeit bestimmt nicht allzu weit verbreitet unter Zauberern war. „Zieh deine Kapuze über, braucht ja nicht jeder gleich sehen wer du bist.“ Ich grummelte nur vor mich hin und zog mir aber dann gehorsam die Kapuze über den Kopf.
Tom wies mir an ihm in den Versammlungsraum zu folgen der im Westflügel lag. Ich atmete noch einmal tief durch, bevor ich den Raum betrat. Doch kaum war ich drinnen, hätte ich am liebsten kehrt gemacht. In dem Raum der nun vor mir lag, standen nicht weniger als 30 in schwarzen Umhängen und mit weißen Masken verkleidete Gestalten. Allesamt Todesser, die nun augenblicklich verstummten als wir beide den Raum betraten.
„Willkommen meine Freunde. Es freut mich dass ihr so zahlreich erschienen seid. Es ist mir heute eine große Ehre euch jemanden vorstellen.“ Tom drehte sich zu mir um und gebart mir neben ihm zu treten. Mir wurde es immer mulmiger zu Mute denn ich konnte nun förmlich spüren wie alle Blicke nun auf mir lagen. „Darf ich euch Joseline Gerdis vorstellen?“ Er zog mir die Kapuze vom Kopf, sodass man mich nun genau erkennen konnte. „Sie ist meine Tochter.“
Ein erschrockenes Aufkeuchen durchzog die Reihen als das Licht der zahlreichen Kerzen die in dem Raum schwebten auf mein Gesicht fiel. Zweifellos musste die frappierende Ähnlichkeit zwischen mir und Tom sie maßlos verwirren. Wenn man es nicht genau wüsste, könnte man meinen dass auf einmal zwei Lords vor ihnen stünden und das schüchterte sie natürlich ein. Ein Lord allein machte ihnen Angst genug.
Ich hingegen mied es einen von ihnen anzublicken und studierte deswegen eifrig die Deckenkonstruktion.
„Ich kann mir vorstellen dass diese Offenbarung für einige von euch einige Fragen aufwirft, aber bevor wir dazu kommen, lasst euch gewarnt sein. Wer auch nur daran denkt ihr etwas zuleide zu tun, wird grausam bestraft. Und damit ihr wisst wie ernst es mir mit dieser Sache ist, werde ich es euch demonstrieren.“ Er wandte sich zu einem kleinen vermummten Gestalt, der gleich links neben von ihm stand. „Wurmschwanz, hol Bellatrix hier her.“ Wurmschwanz verbeugte sich vor seinem Herrn „Sehr wohl Meister“ und machte sich daran seinem Befehl Folge zu leisten. Bis jetzt habe ich mich noch nicht zu Wort gemeldet, doch als ich die letzten Worte von Tom hörte, konnte ich mich einfach nicht mehr zurück halten. „Was soll dass werden? Ich habe gesagt ihr darf nichts passieren.“ Ich hatte leise gesprochen doch wusste ich dass mich Tom sehr wohl verstanden hat. Er drehte sich wieder langsam zu mir herum und sah mich mit ernsten, ja schon fast mit kaltem Blick an. Ich wich einen Schritt vor ihm zurück. Seine Stimme war nun genauso leise wie die meine. „Ich habe es dir nicht versprochen, aber ich denke trotzdem, wenn du es siehst, wirst du damit einverstanden sein.“ Ohne weitere Worte zu verlieren drehte er sich wieder zu seinem Gefolgsleuten um und ich fragte mich verwirrt was er mit der Aussage „ich wäre damit einverstanden“ wohl gemeint hatte doch meine Gedanken daran wurden unterbrochen als wieder Wurmschwanz in der Türe erschien. Doch er war nicht mehr alleine, mit seinem Zauberstab zielte er auf eine Frau die er vor sich her trieb. Bellatrix.
Mein Magen verkrampfte sich unwillkürlich als ich sie erblickte und erinnerte mich wieder schmerzhaft an unser letztes Zusammentreffen. Sie selber schien in der Tat etwas verängstigt zu sein, doch als sie mich erblickte zeichnete sich erst Erschrecken und dann jäh diebische Vorfreude auf ihrem eingefallenen und von unzähligen Schnitten gezeichneten Gesicht ab.
„Hei dem Baby geht es ja wieder besser, na wieder Lust auf eine Runde mit mir zu spielen?“ Doch der Lord maß sie mit eiskaltem Blick. „Schweig.“ Bellatrix verstummte sofort und maß ihren Master mit leicht verunsichertem Blick. Diese gebot ihr sich in die Mitte zu stellen, dessen Befehl sie nur zögernd nachkam.
„Unsere geliebte Bellatrix hatte den strikten Befehl von mir missachtet im Ministerium zu bleiben, zudem maßte sie sich an hier auf dem Manor zu erscheinen und als wäre das nicht schon genug hatte sie auch beinahe meine Tochter umgebracht.“ Der Lord hatte diese Wörter mit kalter Wut ausgestoßen und die Reihen der Todesser packte entsetztes Schweigen. Sie konnten sich nur zu gut ausmalen was nun passieren würde. Auch Bellatrix hatte nun das Entsetzen gepackt. „Eure . . . . eure Tochter Herr?“, flüsterte sie panisch. „Bitte . . . . bitte . . . . . verschont mich. Ich . . . . . ich wusste nicht, das . . . . dass sie eure Tochter ist.“ Doch Tom unterbrach sie unwirsch. „Zu spät Bellatrix, ich habe dir schon so zu oft verziehen. Und. Jetzt. Ist. SCHLUSS!“ Mit drohenden Schritten näherte er sich ihr. Sie wich vor ihm zurück bis sie rückwärts zu Boden stolperte. „Bitte . . . . . bitte . . . . bestraft mich nicht, ich . . . . . ich gelobe mich zu bessern. Ich werde sie nie wieder anrühren!“ Der Lord packte sie hart an der linken Hand und beugte sich zu ihr hinunter. „In der Tat, das wirst du auch nicht. Denn du hattest deine Chance, Bellatrix. Glaub mir, als ich erfahren habe was du meiner Tochter angetan hast, wollte ich dich am liebsten an einem sehr langsamen und schmerzhaften Tod sterben lassen. Aber weißt du was sie wollte? Sie wollte dass ich dich verschone. Kannst du dass glauben? Du hattest sie fast umgebracht aber sie hätte es nicht übers Herz gebracht das du wegen ihr leiden solltest.“
Kalt musterte er ihr Gesicht. „Wie ich sehe hast du doch versucht im Kerker Magie anzuwenden. Ich hätte gedacht dass DU etwas schlauer bist und die Wirkung nur allzu gut kennen solltest.“ Er zog ein kleines Fläschchen mit dunkelblauer Flüssigkeit aus dem Umhang und drehte es versonnen zwischen seinen Fingern. „Unsere drei Trankexperten haben mal wieder etwas Neues erfunden.“ Unwillkürlich traten einige Todesser in seiner Umgebung zurück, mit den Gedanken an das letzte Experiment jener erwähnter Experten. „Sie haben es komischweiße geschafft etwas herzustellen ohne sich dabei selber umzubringen.“ Zögerliches Gelächter kam aus den Reihen, nur drei von ihnen starrten betreten zu Boden, man brauchte kein Hellseher sein zu wissen wer es war. „Ich hatte bis jetzt keine Zeit diesen Trank auszuprobieren. Vielleicht, ist jetzt der richtige Zeitpunkt um es zu tun.“ Sein Blick fiel auf seine Untergebene und in sein Gesicht stahl sich ein sadistisches Lächeln, sie hingegen wurde weiß wie eine Wand.
Ich beobachtete die ganze Szenerie mit gemischten Gefühlen, ich war neugierig was der Trank wohl verursachen wird, doch andererseits behagte es mir nicht dabei zuzusehen wie jemand wie ein Versuchskaninchen behandelt wurde. In diesem Augenblick wusste ich jedoch nicht dass Tom den Trank vorhin schon an einen der Hauselfen (AN: Hermine wird mich jetzt bestimmt für diese Tat geißeln) ausprobiert hatte und er ab nun im Besitz eines dottergelben aber sonst quietschlebendigen Dieners war.
Er zog mit den Zähnen den Korken aus der Flasche und spuckte ihn achtlos zur Seite. Bellatrix zerrte an den schraubstockähnlichen Griff ihres Meisters, doch es gab kein Entrinnen für sie. Langsam näherte er sich mit der Phiole ihren Lippen. Im ersten Moment weigerte sich Bellatrix verhemmt ihr Lippen um den Trank zu sich zu nehmen, doch als Tom ihr androhte sie mit dem Imperius Fluch zu belegen öffnete sie ergeben ihre Lippen und schluckte gehorsam den Inhalt der Phiole hinunter.
Es war nun totenstill in der riesigen Halle. Mit angehaltenem Atem beobachteten sämtliche Anhänger des Lords was nun mit der einst treuesten Anhängerin des Lords geschehen wird. In den ersten Sekunden passierte nichts. Doch dann fing sie zu zittern an, erst leicht, dann immer stärker bis ihr ganzer Körper förmlich bebte. Ein schmerzerfülltes Stöhnen kam von ihren Lippen.
Zuerst waren es die Haare die sich veränderten. Die langen schwarzen Locken färbten sich dunkelrot wie wild loderndes Feuer. Danach wurde ihre sonst blasse, ungesund wirkende Hautfarbe immer dunkler bis sie komplett schwarz war, was ein starker Kontrast zu ihrem Haarpracht war.
Mit unverhohlener Neugier starrte Tom seine nun schwarzhäutige Untergebene an. „Erstaunlich, bei Menschen reagiert der Trank anscheinend anders als bei Elfen.“
Mit diesen Worten wurde mir nun klar woher Tom wusste wie der Trank doch wirkte und eine heiß glühende Wut breitete sich in mir aus. ‚Er kann doch nicht einfach seine Diener als Versuchkaninchen benutzen ohne zu wissen was mit ihnen passiert.’ Doch ich widerstand dem Impuls Tom dafür jetzt zur Rechenschaft zu ziehen, nach dem Treffen werde ich dafür noch Zeit genug haben.
Bellatrix starrte nun mit panikgleichen Mine auf ihre nun vollkommen geschwärzte Haut, war aber ansonsten froh das ihr sonst nichts schreckliches passiert war
„Zudem kam mir eine hervorragende Idee“, fuhr Tom weiter fort. „Das schlimmste was dir wohl je widerfahren kann, ist das du nicht mehr in meine Gunst stehen wirst.“ Er machte eine Pause und sah dabei in ihr schreckgeweitetes Gesicht, war aber immer noch unfähig etwas zu sagen. „Ich werde dir das Mal aberkennen, du wirst ab sofort nicht mehr unter meinen Schutz stehen.“ „Mylord, . . . . nein . . . bitte . . . . . “ schluchzte Bellatrix hemmungslos.
Eine der der vermummten Todesser brach aus den Reichen aus und stürzte vor dem Lord auf die Knie „Bitte Herr, verschont das Leben meiner Frau.“ Doch der Lord maß ihn nur mit kaltem Blick. „Spar dir die Betteleien Rodolphus, oder willst du vielleicht mit ihr geh’n?“ „Nein . . . . ich“ zitterte der Mann von Bellatrix. Unfähig auch nur noch ein weiteres Wort hervor zu bringen.
Ich fühlte mich bei diesem Anblick irgendwie schuldig. Wäre ich nicht Bellatrix über den Weg gelaufen, würde dass alles hier nicht geschehen, aber einerseits trägt sie auch die volle Verantwortung dafür. Sie hatte einige Befehle einfach nicht missachtet und obwohl ich es mir nicht so recht eingestehen wollte, musste sie jetzt wohl oder übel die Konsequenzen davon tragen.
„Dann begib dich wieder auf dein Platz zurück oder du bist der Nächste.“ Noch einmal war Bellatrix einen flehentlichen Blick auf ihren Mann bevor dieser wieder stolpernd in die Reihen zurück ging. „Und nun wieder zu dir. Du bist es nicht mehr würdig das Mal von mir zu tragen, nicht mehr würdig in meine Reihen zu stehen. Nicht mehr würdig meinen Schutz zu genießen.“ Er schob grob ihren linken Ärmel hoch wo darunter dass dunkle Mal zum Vorschein kam. Mit seiner Rechten zog Tom seinen Zauberstab und drückte es auf Handgelenk der zitternden Todesserin.
**„Ego impero signo pullo, remove huic magi perpetuus per omnem vitam.“
Wie auch die anderen verfolgte ich fasziniert wie das dunkle Mal förmlich von Toms Zauberstab aufgesogen wurde bis nur noch die makellose Haut übrig war, so als hätte es das Zeichen dort nie gegeben. Entsetzt blickte Bellatrix auf ihr Handgelenk, wo bis vor wenigen Sekunden das Mal prangte. „Jeder der hier Anwesenden, hat ab jetzt das Recht dich zu töten, solltest du jemals wieder einem von uns über den Weg laufen. Du bist jetzt in unseren Augen nicht mehr wert als ein Muggel“, Bellatrix zuckte zusammen wie unter einem Peitschenhieb. „Und nun, verschwinde . Bevor ich dir die Dementoren auf den Hals hetze.“ Die nun Extodesserin blickte noch einmal flehentlich zu Lord empor, so als erwarte sich doch noch einmal Gnade von ihrem Meister doch dieser hatte den Blick schon längst von ihr abgewandt.
„Wenn du noch länger wartest, geliebte Bellatrix, sehe ich mich vielleicht doch dazu geneigt den Cruciatus Fluch ein wenig bei dir an zuwenden.“ Der Lord sah sie nicht mal an als er zu ihr sprach, Bellatrix starrte noch einen entsetzt seinen Rücken an, bis sie sich mit einem leisen Ploppen diasapparierte.
_____________________________________
Auch wenn dass jetzt so aussieht als wäre ich furchtbar gläubig, ist dies nicht der Fall. Ich bin mir zwar sehr bewusst das es Kräfte gibt die unser Wissen weit übersteigen, aber ich will nicht glauben dass ein weißbärtiger, gutmütiger Mann im Himmel über alles wacht. Mich erinnert das alles nämlich irgendwie an einen übermächtigen Dumbledore. Fehlen nur noch die Bonbons *rofl*.
Aber ich kritisiere damit nicht diejenige die an ihn glauben. Jeder sollte seinen eigenen Glauben haben, solange er niemand anderen seinen eigenen Glauben aufzwingt. Denn das wäre nicht richtig.
_____________________________________
**Ego impero signo pullo, remove huic magi perpetuus per omnem vitam.
Das heißt ungefähr:
Ich befehle dem dunklen Mal: Entferne dich für immer aus diesem Magier heraus.
Verzeiht meine miserablen Lateinkenntnisse, aber ich hatte es nie in der Schule und die Übersetzung hat mir jemand anderes gemacht und weiß deswegen nicht ob sie so passt.
_______________________________________________________
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel