
@Robino:
Ich weiß, es war eine gemeine Stelle, aber irgendwann muss man aufhören, sonst wäre es zu viel auf einmal ;-)
Natürlich liegt auf Joseline kein Gedächtniszaubers, aber das können diese Typen doch nicht wissen.
@xlamp:
Ich weiß, ich weiß, ich bitte deswegen auch um Entschuldigung, das nächste Kapitel ist ja schon da ;-)
Ne ne, diese Nagini gehört mir *patentaufsiehab* und per Post schicke ich sie erst Recht nicht, das wäre ja Tierquälerei *naginifestindenarmnehmumsiezuberuhigen*
@Lissa Snape:
Kein Problem, lieber zu spät als nie ;-)
Also so schnell stirbt uns der Lord net weg, habe nämlich noch viel mit ihm vor, wie mit Joseline ;-). Also kein Grund zur Sorge.
Danke danke für dein Lob, das ist schon fast zu viel des Guten *ganzverlegenwerd*
und nun viel Spass beim Lesen
LG
Einsamer Kämpfer
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Im Hauptquartier des Phönix Orden
Als ich wieder zu mir kam lag ich auf einem unbekannten Bett in einem unbekannten Zimmer. Wieder rotierte mein Magen und ich biss krampfhaft die Zähne zusammen. Ich werde mich wohl nie an diese Art des Reisens gewöhnen. Außerdem fragte ich mich wovon mir schlecht wurde, denn schließlich hatte ich seit Tagen nichts mehr gegessen. Nachdem ich endlich geschafft hatte meinen Magen wieder an seinen ursprünglichen Platz zu verfrachten erweckte eine schnarrende Stimme meine Aufmerksamkeit. „Na, endlich wach, Parker?“ Ich blickte hoch um denjenigen zu suchen der diese Worte ausgestoßen hatte. Im Schein einer einzelnen Kerze die flackernd auf dem Nachtisch stand erblickte ich einem Stuhl der einige Meter vom Bett entfernt stand. Auf ihm saß jemand den ich nur allzu gut kannte und er war von mehreren Seilen an den Stuhl gefesselt. Draco Malfoy.
„Malfoy, was machst du denn hier? Wo sind wir hier überhaupt?“ Ich blickte mich um. „Und hör endlich auf Parker zu nennen, das ist nicht mein Name.“ Das Zimmer in dem ich lag wurde anscheinend nicht sehr oft bewohnt, denn es lag überall Zentimeter dicke Staubschichten. Auch vom Bett stieg jedes Mal eine kleine Staubwolke auf, wenn ich mich bewegte. „Im Hauptquartier des Phönixordens“, erwiderte Malfoy verächtlich. „Ich wollte dich von dem Versammlungssaal wegbringen, um damit wieder bei Tom mehr Ansehen zu erlangen als ich hörte das du von ein paar unsichtbaren Leuten weg appariert werden sollte. Ich habe mich gerade noch rechtzeitig in deinen Umhang gekrallt bevor du verschwunden bist. Und nun bin ich hier.“ Er nickte genervt auf seine Fesselung. „Und ich nenne dich so wie ich es will.“
Als er den Lord erwähnte kamen wieder die Erinnerungen an die letzten Minuten des Treffens zurück und augenblicklich füllten sich meine Augen mit Tränen. Still rannen sie mir über die Wangen und tropften auf die staubige Decke. Draco beobachtete mich missbilligend. „Was ist los?“ Schnarrte er ungehalten. Ich brauchte einen Moment bis ich wieder die Sprache fand und ich ihm antworten konnte. „Sie haben Tom umgebracht“, flüsterte ich, doch anscheinend hatte Draco mich nicht verstanden. „Was?“ „Sie haben Tom umgebracht!“, schrie ich. Meine Trauer hatte sich in nu in Wut umgeschlagen. „Hast du’s nun endlich gehört?“ Ich brach wieder schluchzend auf dem Bett zusammen, während Draco mich fassungslos anstarrte. „Das glaub ich dir nicht.“ „Glaub doch was du willst“, murmelte ich tonlos vor mich hin. „Ich habe es geseh’n.“ „So leicht ist er nicht zu töten“, beharrte Draco. „So lange seine Seelenteile nicht alle zerstört sind, bringt ihn nicht einmal der Todesfluch um.“ Ich blickte Draco ungläubig an und konnte nicht verhindern dass eine kleine Flamme der Hoffnung in mir aufflackerte. „Wirklich?“ „Ja, er wird zwar maßlos geschwächt aber er lebt noch. Er plant bestimmt schon wie er dich befreien kann.“ Ich klammerte mich an diese kleine Hoffnung wie ein Ertrinkender an einen Rettungsring.
„Warum bin ich eigentlich nicht gefesselt so wie du?“ ‚Hielten sie mich wirklich für keine so akute Bedrohung sodass sie nicht einmal daran dachten mich zu fesseln?’ „Keine Ahnung“, knurrte Draco. „Aber vielleicht kannst du mir ja helfen die Fesseln zu lösen, so lange du nicht anderweitig beschäftigt bist.“ Ich funkelte Draco wütend an. „Vielleicht hätte ich doch zulassen sollen dass Tom über dich her fällt, wäre bestimmt interessant gewesen was er mit dir angestellt hätte.“ Draco wurde sichtlich blässer um die Nase und verschluckte sich an der bissigen Bemerkung die er mir an den Kopf werfen wollte.
Ich starrte ihn ein paar Sekunden wortlos an. „Aber weil ich heute meinen guten Tag habe werde ich dir helfen.“ Draco, wieder Herr seiner Sinne, warf mir einen finsteren Blick zu bevor ich von dem Bett runter krabbelte. Ich wollte auf den Todesser zugehen als ich auf einmal gegen eine unsichtbare Wand rannte und sie mich wieder zurück warf. Ich war so perplex davon dass ich zu Boden stürzte. Draco konnte sich ein schmieriges Grinsen nicht verkneifen. „Na, aufgehalten worden?“ Ich funkelte ihn wieder wütend an. „Du wusstest dass da was ist. Ein Bannkreis, der verhindert das ich dass Bett verlassen kann. Nicht wahr?“ Doch dieser lächelte als würde er von nichts dergleichen wissen. „Nicht wirklich. Als ich hier angekommen war, musste ich mich erstmal wieder zu mir kommen. Diese Gelegenheit haben sie genutzt um mich zu entwaffnen und schließlich zu fesseln. Ich bekam nur nebenher mit wie sie ein paar Bannsprüche gesprochen hatten. Jetzt weiß ich wofür.“ Wieder stieg Wut in mir hoch, doch dieses Mal konnte ich zum ersten Mal spüren wie meine Augen rot zu glühen anfingen. Aber nur kurz, danach nahmen sie wieder ihre ursprüngliche Farbe an. Doch Draco schien sichtlich davon eingeschüchtert worden zu sein was mir nur recht kam, dann musste ich mich wenigstens nicht sein sinnloses und nervtötendes Gerede anhören und ich hatte ab nun ein gutes Mittel gegen ihn in Petto falls er mich wieder damit anfangen würde.
Ich stand auf und tastete mich nun behutsam vorwärts bis ich gegen die unsichtbare Barriere stieß. Es prickelte wie feiner Nieselregen auf meiner Haut, als ich mit meiner Hand darüber fuhr und dabei sämtliche Härchen auf meinen Armen zu Berge stehen ließ. Ich versuchte mich zu erinnern wie es schon dreimal geschafft hatte die Flüche abzuwehren. Ich hatte eigentlich nur gedacht dass ich weg musste und schon konnte ich mich wieder bewegen. Vielleicht hilft es hier ja auch. Ein Versuch wäre es allemal wert. Ich schloss die Augen versuchte mich darauf zu konzentrieren so schnell wie möglich von hier weg zu kommen. In den ersten Sekunden vernahm ich keine Veränderungen, doch dann spürte ich wie der Bannkreis schwächer wurde und schließlich mit einem leisen Knistern in sich zusammen brach.
Ungehindert schritt ich nun auf Draco zu der mich nun wie eine rosane Giraffe anstarrte. „Wie hast du dass gemacht?“ Fassungslosigkeit schwang in seiner Stimme mit. „Ich weiß es nicht“, erwiderte ich wahrheitsgemäß und zuckte mit den Schultern. „Ich habe nur daran gedacht so schnell wie möglich von hier zu verschwinden und schon war er weg.“ Ich bückte mich und begann die unzählige Knoten der Seile zu lösen mit denen Draco gefesselt war. „Doch lass uns dass später klären, erst müssen wir von hier weg.“ Nach einiger Zeit habe ich es endlich geschafft den letzten Knoten zu lösen und die Stricke fielen zu Boden. Draco massierte sie mit schmerzverzerrtem Gesicht die Handgelenke. Die Fesseln waren so straff um ihn gespannt worden, dass sie ihn fast die die Blutzirkulation abgeschnürt hätten und nun erst wieder langsam in Gang kam.
Ich hatte mich gerade wieder aufgerichtet als ich auf einmal laute Schritte vor der Tür vernahm, doch ich konnte den Gedanken an eine Flucht noch nicht mal zu Ende bringen als auch schon die Türe aufsprang und knapp 4 Leute ins Zimmer gestürmt kamen. Ich konnte nur Moody und Lupin unter ihnen erkennen, die anderen beiden, eine Frau mit pinken Haaren und herzförmigen Gesicht bei der ich nur Vermuten konnte wer sie war und ein Mann mit vernarbten Gesicht und flammendroten Haaren, waren mir gänzlich unbekannt. Sie erstarrten als sie uns erblickten. „Wie konnte ihr euch befreien?“ Das Gesicht des Rothaarigen war von Fassungslosigkeit gezeichnet. Auch die anderen waren nicht minder geschockt. „Ich habe doch gesagt mit ihr stimmt was nicht. Das ist das Seelenstück des Lord dass in ihr steckt.“
Ich starrte Moody geschockt an. ‚Woher konnte er dass nur wissen, doch dann viel es mir wie Schuppen von den Augen. Dies war der wahre Grund warum sie mich entführten. Sie wollten den Horkrux in mir vernichten und mich damit zum Tode verurteilen und nicht wie mein erster Gedanke war um mich vor dem bösen Lord zu retten.’
„Das wissen wir nicht mit Sicherheit Moody“, erwiderte die Pinkhaarige. Etwas wie Mitleid huschte über ihr Gesicht. Sie konnte nicht viel älter sein als ich. „Das ist doch sonnenklar Tonks (‚war sie es also doch’)“, fuhr Moody sie an. „Woher sollte sie sonst diese mysteriösen Kräfte her haben? Wieso sonst sollte er sie so beschützen und wieso sonst wäre wohl jetzt einer seiner Todesser hier?!?“ Sein Blick fiel auf Draco der die Gruppe vor sich mit eindeutiger Furcht anstarrte. „Ich wusste dass du einer von ihnen bist, Draco.“ Moody blickte ihn verachtend an und hob gleichzeitig seinen Zauberstab. Ich konnte gerade noch rechtzeitig Draco zur Seite stoßen bevor ihn der Fluch ihn in die Brust traf und stattdessen nur scharf über meinen rechten Arm ratschte und dort eine blutige Furche hinterließ.
„Bei Merlin, Moody“, fuhr ihn Lupin entsetzt an. „Willst du denn den Jungen umbringen?“ „Nein“, knurrte dieser. „Nur etwas gesprächiger machen.“ „Du willst dich doch nicht wirklich auf ihr Niveau hinab begeben Alastor. Dann wärst du auch nicht besser als sie.“
Während ich Draco zur Seite stieß landete ich ungewollt direkt auf ihm. „Man Malfoy, langsam nervt es mich ständig dich zu retten.“ Draco selber war im Moment viel zu geschockt um zu antworten. Es war genau der richtige Zeitpunkt um ihm etwas mitzuteilen was mir im Kopf herum gespukt war, kurz bevor Moody Draco angriff. „Hör zu Malfoy“, wisperte ich ihm leise ins Ohr. „Sie dürfen auf keinem Fall heraus bekommen das ich Toms Tochter bin, verstanden? Sie könnten mich als Druckmittel nehmen um an ihn heran zu kommen. Das darf nicht passieren“ Draco nickte unmerklich. Ich atmete erleichtert auf, denn auch er wusste was zurzeit auf dem Spiel stand.
Kaum das ich ihm dies zugeraunt hatte wurde ich auch schon wieder brüsk von Draco weg geschleift. „Man, der Lord muss dir anscheinend ziemlich den Geist verwirrt wenn du dich schon für Malfoy einsetzt.“ Moody zerrte mich wieder auf das Bett zurück Draco hingegen wurde wieder zum Stuhl zurück geschleift und dort von Tonks und dem Rothaarigen mit ihren Zauberstäben in Schach gehalten. Lupin indessen untersuchte gerade meinen rechten Arm wo mich Moody verletzt hatte. Ich konnte meine Hand leider nicht früh genug von ihm wegziehen und nun entdeckte er die unversehrte Haut die sich schon auf der Wunde gebildet hatte und keuchte erschrocken auf. „Beim Zauberstab vom Merlin, das gibst doch nicht.“
„Was Remus?“ „Ihre Wunde, sie ist nicht mehr da“ und zerrte meinen Arm in seine Richtung. Ich versuchte mich aus seinem Griff zu entwinden, doch Lupin hielt meine Hand fest wie ein Schraubstock. Moody riss meinen rechten Ärmel komplett hinunter. Nur ein paar inzwischen getrocknete Bluttropfen wiesen darauf hin dass ich verletzt gewesen war. „Willst du noch mehr Beweise für meine Theorie Remus?“, fauchte Alastor ungehalten. „Sie trägt ein Seelenstück des dunklen Lords in sich.“
„Woher wollen sie dass wissen?“, fuhr ich den Auror an. Ich wollte wissen wie er auf diese Idee kam, die leider ja der Wahrheit entsprach. „Ach du willst wissen woher ich das weiß?“, fragte Alastor Moody höhnisch. Sein magisches Auge starrte mich durchdringend an. „Ja allerdings“, fauchte ich zurück und versuchte damit ein wenig meine Panik zu überspielen die nun stetig in mir anwuchs.
„Für mich ist es der Grund“, begann Moody ohne Umschweife, „warum derjenige *dessen Name nicht genannt werden darf* dich entführen ließ. Da es beim ersten Mal nicht klappte hatte er beim zweiten Mal einen schweren Gedächtniszauber auferlegen lassen um dich in den Glauben zu versetzen, du seist seine Tochter. Nur so konnte er erreichen dass du nicht ein weiteres Mal von ihm davon läufst. Deswegen siehst du jetzt auch seine Todesser als deine Art Verwandten an“ und warf dabei einen verächtlichen Blick auf Draco. „Zudem gibt es genügend andere Beweise für meine Theorie. Der erste dafür ist, das du Flüche von dir abschütteln kannst. Als zweiter Beweis dienen deine enormen Heilkräfte und ich glaub der unumstößlichste Beweis für meine Theorie ist“, Moody blickte mich triumphierend an, „das du Parsel sprechen kannst.“
Ich blickte den Auror geschockt an, er hatte also alles mit angehört was auf dem Treffen besprochen wurde. Naja, es war ja auch nicht zu überhören gewesen wie ich Nagini auf sie hetzte. Deswegen kam er bestimmt auch zu der Erkenntnis mit dem Gedächtniszauber. „Da es enorme Zeit aufbringt dich von diesem Zauber zu befreien, haben wir einen anderen Weg gefunden die Wahrheit heraus zu kriegen.“
Doch weiter kam er nicht, denn Schritte waren vor der Tür zu hören. Wenig später öffnete sich schon die Türe und Dumbledore trat hinein, hinter ihm konnte ich die Gesichter von Harry, Ron und Hermine erkennen die freudig auf strahlten als sie mich erblickten doch nun leicht verwirrt waren als sie sahen das ich von Lupin und Moody fest gehalten wurde. Sie wollten zu mir stürmen doch sie wurden von Schulleiter aufgehalten. „Professor“, wandte sie Hermine an Dumbledore. „Warum wird Jessy festgehalten? Wieso dürfen wir nicht zu ihr?“
Dumbledore blickte mich traurig an so als war er nicht erfreut mich hier zu sehen. „Es gibt zur Zeit ein paar Indizien dafür dass sie nicht dass ist was sie zu scheinen seit“, erwiderte dieser mit trauriger Stimme. „Was soll dass heißen?“, fragte Harry. „Sie ist nicht dass was wir glauben. Es sprechen einige Dinge dafür dass sie ein Seelenstück des Lords in sich trägt.“
Schreckens bleich starrten die drei den Schulleiter ein. Ron drehte sich auf dem Absatz herum und starrte nun unentwegt mich an als ob er darauf warten würde dass der Horcrux jeden Augenblick aus mir emporsteigen würde. 'So ein Idiot.' Hermine hatte die Hände vors Gesicht geschlagen und weinte leise während Harry nur fassungslos den Kopf schüttelte.
„Wir wollten ihr gerade das Serum geben Albus“, knurrte Moody. Dumbledore nickte langsam. „Welches Serum?“, fragte ich nun mit leichter Panik in der Stimme. Die Absicht der Anwesenden mir einen unbekannten Trank einzuflößen ließ meine Angst nur noch weiter wachsen.
„Veritaserum“, erwiderte Moody böse grinsend. „Um heraus zu finden was du mit dem Lord so alles besprochen hast.“ Ich erstarrte bis ins Mark als ich Moodys Worte hörte. ‚Wenn sie mir das Serum einflößen kommen sie auch bestimmt dahinter wer ich wirklich bin und dann bin ich verloren.’ Moody konnte meine Angst vor dem Serum erkennen und er genoss es sichtlich wie mir der Angstschweiß ausbrach.
„Nein“, flüsterte jemand. Ich blickte hinüber zu Draco. Er war es der dieses Wort ausgestoßen und nun ebenso erbleicht war wie ich. Nun erst bekam das Trio mit dass noch jemand anderes im Raum war außer ich und die Ordensmitglieder.
„DU“, zischte Harry. Er hat sehr wohl die Kleidung erkannt die der Slytherin trug. „Ich wusste dass du ein Verräter bist.“ Er zog seinen Zauberstab und deutete damit auf Draco. „Funrun...“ doch bevor er einen Fluch auf ihn abgeben konnte schrie ich „fass ihn nicht an“ und Harry wurde einige Meter zurück gegen die Wand geschleudert. Hermine schrie auf und rannte zu Harry um ihm wieder hoch zu helfen. „Bei allen Geistern der Welt, was und vor allem wer war dass?“ Alastor blickte erbost mit seinem magischen Auge von einem Anwesenden zum anderen die alle entweder ziemlich geschockt waren oder nur ungläubig auf Harry starrten.
Draco indes warf mir einen wissenden Blick zu und formte stumm mit seinen Lippen dass Wort „Danke“. Ich rang mir ein Lächeln ab und antwortete mit einem tonloses „Bitte“. Doch leider bekam auch Moody diesen stillen Schlagabtausch mit. „Ich wusste es“, fuhr er mich an und ich zuckte erneut zusammen. „Ich wusste dass du es warst und jetzt werden wir auch gleich herausfinden warum.“
„Ich . . . nein . . .“ stammelte ich als Moody mich hart am Kinn packte, rücksichtslos gegen dass Kopfteil des Bettes presste so dass ich vor Schmerz aufstöhnte. Er zog eine kleine Phiole mit glasklarer Flüssigkeit aus seinem Mantel raus. Ich wurde weiß wie die Wand hinter mir als ich diese kleine Flasche als das Veritaserum identifizierte. „Moody hör auf, du tust ihr weh“, wisperte Hermine leise doch Moody hatte sie anscheinend nicht gehört. Die Gryffindor hatte inzwischen Harry wieder aufgeholfen der nun leicht wackelig im Raum stand.
Mit den Zähnen zog Alastor den Korken aus der Flasche und versuchte mir den Trank einzuflößen doch ich presste fest meine Lippen aufeinander sodass es ihm nicht gelang das Serum zu verabreichen. Der Griff um meinen Kiefer wurde fester, fing an zu schmerzen, doch ich unterdrückte den Impuls auf zu schreien. Moody drückte noch fester zu sodass mein Kieferkochen nun bedrohlich zu knacken anfing. „Alastor, hör sofort auf. Du brichst ihr ja noch den Kiefer“, rief Lupin. Er wollte Moody davon abbringen, doch Dumbledore hielt ihn auf. Ein klein wenig lockerte er seinen Griff. Der Schmerz trieb mir inzwischen Tränen in die Augen und ließ alles in meiner Umgebung verschwimmen. Moody zog mich ein bisschen zu sich nur um darauf meinen Kopf fest gegen die Wand zu schmettern. Sterne explodierten vor meinen Augen, ein wahnsinniger Schmerz breitete sich in meinem Kopf aus und ein leichtes Stöhnen entrann meinem Mund. Alastor nutzte diese Gelegenheit mir die Phiole zwischen die Zähne zu rammen. Heiß brannte meine Zunge als das Serum meine Zunge berührte und langsam meinen Hals hinab rann. „Moody, um Himmels Willen. Nicht so viel. 3 Tropfen reichen.“ Doch Alastor ließ sich von Lupins entsetzten Zwischenruf nicht abringen und hörte erst auf als die Flasche restlos leer war. Endlich wurde der Schmerz um meinen Kiefer weniger als ich losgelassen wurde. Haltlos fiel ich auf das Bett zurück und keuchte auf. Das Serum brannte wie verrückt auf meiner Zunge und fing langsam damit an sich in meinem ganzen Körper auszubreiten. Vorsichtig stemmte ich mich auf und befühlte meinen Unterkiefer. Er schmerzte, doch ließ er sich bewegen. Ich blickte auf und schaute in die Gesichter der umher Stehenden die nun gespannt darauf warteten was ich wohl unter dem Einfluss des Serums sagen würde. In dem Gesicht von Tonks konnte ich immer noch Mitleid erkennen. Nur Dracos war nun von großer angst gekennzeichnet.
Moody hielt drohend seinen Zauberstab auf mich gerichtet. Ich atmete nun stoßweise als ich ihn anblickte, vor Angst was er mich nun fragen würde und ich ihm nun unwiderruflich antworten würde.
„Fangen wir mal mit einen paar einfachen Fragen zum aufwärmen an.“ Kalt musterte mich sein magisches Auge.
„Wie ist dein wahrer Name?“ „Joseline Gerdis.“ Es war als würde jemand anderes über meinen Körper befehligen als ich antwortete.
„Wer hat dich nach Hogwarts gebracht?“ Wieder öffneten sich meine Lippen selbstständig. „Harry, Hermine und Ron.“
„In welches Haus wurdest du gesteckt?“ „Nach Slytherin.“
„Warum wolltest du zuerst nicht die Uniform anziehen?“ „Weil ich Röcke hasse."
„So das reicht, jetzt wissen wir dass es funktioniert.“ Erwiderte Moody unwirsch.
„Also, warst du es gewesen der Harry an die Wand geschmettert hatte?“ „Ja“, antwortete ich ihm tonlos.
„Trägst du ein Seelenstück des Lords in dir?“ Ich presste fest die Lippen aufeinander, doch auch dieses Mal öffnete sich mein Mund und ich antwortete leise mit „Ja.“
Stummes Entsetzen breitete sich im Raum aus. Tonks flüsterte ein entsetztes „Nein“, Ron wurde aschfahl, Hermine weinte leise und Harry schloss nur traurig die Augen und schüttelte den Kopf.
Nur Dumbledore sah aus als hätte er nichts anderes erwartet. Dieser war es auch der die Fragen wieder aufnahm.
„Hatte dich deswegen Voldemort“ Ron zuckte bei Nennung des Namens zusammen „aus deiner Wohnung entführen lassen?“
„Nein“, flüsterte ich leise. Ich schlug meine Augen nieder, in der Erwartung der nächsten Frage die nun unweigerlich darauf folgen würde.
„Nein?“, fragte Dumbledore erstaunt. Er tauschte mit Moody einen Blick, auch dieser schien überrascht über diese Antwort zu sein. „Warum dann“, knurrte er. „Warum hatte er dann so ein großes Interesse an dir?“
Mein Herz klopfte hämmernd gegen meine Rippen so als wolle es hinausspringen, als wollte es um alles in der Welt verhindern dass ich die nächsten Worte ausspreche die wie auch schon vorher nun ungehindert über meine Lippen kamen. „Ich bin seine Tochter.“ Meine Stimme war fast lautlos gewesen doch mir kam es so vor als hätte ich die Worte laut heraus geschrien so damit es jeder auf dieser Welt hören konnte.
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