
von Einsamer Kämpfer
@xlamp:
Sorry, war wirklich keine Absicht dich so zu verärgern. Als kleine Entschädigung gibt es heute sogar zwei Kapitel, auch deswegen das ich mich jetzt so lange nicht mehr gemeldet habe. Traue mich ja schon fast nicht mehr hier was zum schreiben.
Du willst mich besuchen? Gerne, ich bin gegen jeden schwarzmagischen Fluch gewappnet *mitgezücktenzauberstabhinterdertürsteh*
@Robino:
Naja, es wir eine Weile dauern bist das passiert und bis dahin bleibt es weiter spannend ;-)
Und nun viel Spass beim lesen
LG
Einsamer Kämpfer
_______________________________________________________
Was nun?
Snape öffnete stöhnend seine Augen. Sein Kopf fühlte sich an als würde eine wild gewordene Herde Zentauren darin herum galoppieren. Außerdem lief irgendetwas ihm heiß übers Gesicht und verklebte ihm die Augen. Er riss sich die Maske runter, um sie über dass Gesicht zu wischen, doch als er seine Hand zurück zog bemerkte er dass sie voller Blut war. Seinem Blut. Er stützte sich mit den Händen am Boden ab und richtete sich mühsam auf.
Sein Blick glitt durch den Raum. Viele Todesser lagen am Boden, doch keiner von ihnen schien tot zu sein was ein regelmäßiges Stöhnen ihrerseits bewies. Doch dann entdeckte er eine Gestalt in komplett schwarz gehüllt vor sich. Ein eiskalter Schrecken durchzog seine Glieder als er feststellte dass es Tom war. Keuchend schwankte er auf Voldemort zu und ließ sich neben ihm zu Boden sinken. Er tastete vorsichtig am Hals nach seinem Puls. Seine zitternden, von Blut verschmierten Finger rutschten aber immer wieder ab und fanden nicht die richtige Stelle. Erst nach einiger Zeit konnte er die Halsschlagader endlich finden. Seine Finger bebten, doch konnte er schwach einen Puls fühlen. Nun begann er vorsichtig den Rücken des Lord abtasten um zu sehen ob er verletzt wurde. Immer wieder musste er sich das Blut aus dem Gesicht wischen das ihm in die Augen lief und die Sicht behinderte. Und tatsächlich wurde er auf Hüfthöhe auf der linken Seite fündig. Er riss den Stoff der Robe, der an dieser Stelle total mit Blut durchtränkt war, auf um die Wunde besser zu sehen. Entsetzt starrte er auf die große Fleischwunde die direkt über dem Hüftknochen von Tom war. Fahrig suchte der Zaubertrankmeister nach seinem Zauberstab, doch er konnte ihn nicht finden.
Panik überwallte ihn. Er brauchte jetzt unbedingt seinen Zauberstab, sonst wäre Tom verloren. Tom! Vielleicht hatte er ja seinen Zauberstab noch. Hektisch fing er die Kleidung des Lords abzusuchen, wurde aber erst in seiner linken Hand fündig. Die Finger des Lords waren regelrecht verkrampft und es kostete ihn einige Mühe den Zauberstab aus den starren Fingern zu lösen ohne ihn dabei zu verletzen oder gar einen Finger zu brechen.
Mit einem kleinen Schlenker mit Toms Zauberstab hatte er seine Tasche mit den ganzen Tränken und Salben zu sich gerufen, wie auch seinen eigenen Zauberstab den er dann zusammen mit dem von Tom in seiner Robe verstaute so dass er ihn nicht noch einmal verlor.
Dann nahm er eine kleine Phiole mit klarer Flüssigkeit aus seiner Tasche heraus die Phönixtränen enthielt. Vorsichtig ließ er ein paar Tropfen davon in die offene Wunde träufeln. Es zischte leise und kleine Dampfwölkchen stiegen von der Wunde auf bevor sie sich in sekundenschnelle zu schließen begann. Zum Schluss konnte man nur noch makellose Haut erkennen noch zuvor eine schwärendes Loch klaffte.
Nagini war während der ganzen Zeit unruhig neben Tom auf- und abgeschlängelt und hatte misstrauisch Severus beobachtet wie er ihn verarztete. Hätte sie nicht genau gewusst dass der Tränkemeister dem Lord treu ergeben wäre, hätte sie ihn bestimmt mehr als nur gebissen.
Severus seufzte leise, während er den Lord versorgte ist Nagini die ganze Zeit mehr als nur einmal näher gekommen als es ihm lieb war. Dem Tränkemeister war diese Schlange nicht geheuer. Sie verfolgte jeden seiner Handgriffe misstrauisch mit ihren Knopfaugen und atmete erleichtert auf als er fertig war.
Irgendjemand legte ihm eine Hand auf die Schulter und der Todesser zuckte erschrocken zusammen. Über sich konnte er das schmerzverzerrte Gesicht von Lucius erkennen. Auch er hatte sich die Maske runter gerissen. Krampfhaft hielt sich dieser den linken Oberarm wo zwischen seinen Fingern stoßweise Blut hervor quoll. „Bei Salazar Severus, was ist denn passiert? Woher kamen auf einmal die ganzen Ordensmitglieder her?“ Stöhnend ließ er sich neben Severus zu Boden sinken. „Ich weiß es nicht Lucius. Aber ich tippe das wir einen Verräter unter uns haben, keiner aus uns wusste sonst über das Treffen Bescheid.“ Lucius nickte. „Stimmt, er muss dem Orden Bescheid gegeben haben dass heute Abend ein Treffen stattfinden sollte. Aber wieso?“ „Um Joseline zu retten“, erwiderte Snape. „Wieso denn dass?“ „Weil sie bestimmt gedacht hatten das sie in Gefahr ist, aber nicht nur dass.“ Severus machte eine kleine Pause, mied aber dabei in das Gesicht von Lucius zu blicken. „Deinen Sohn haben sie auch.“ „WAS?“ Lucius Gesicht wurde kalkweiß. „Ja, ich habe gesehen wir er sich im letzten Moment noch in die Robe von Joseline verkrallt hatte bevor er zusammen mit ihr verschwunden ist. „Bei Merlin“, flüsterte Lucius und sackte in sich zusammen, „Sie werden ihn nach Askaban schicken. Das verkraftet Narzissa nie.“
Severus wusste das es nicht nur Narzissa schwer treffen würde. Lucius gab sich zwar nach außen immer kühl, distanziert und arrogant aber wenn es um seinen Sohn ging ließ er alle Masken fallen und waren dann auch niemand anders als jemand der um das Leben sein Kindes bangte. „Lucius, wir werden ihn wieder holen, wie Joseline. Hast du gehört? Wir werden sie retten.“ Lucius nickte resignierend. „Wo befindet sich Narzissa denn zurzeit?“ „Sie hilft mit Rookwood zusammen die anderen zu versorgen. Bei Salazar, wie soll ich es ihr nur sagen?“ Verzweifelt blickte er Severus an. „Ist eigentlich einer von unseren Leuten umgekommen?“ „Nein, soweit ich sehen konnte nicht. Es gibt zwar einige Verletzte aber es dürfte nichts niemanden etwas Schwerwiegendes passiert sein. Auf der anderen Seite gibt es einige Opfer zu beklagen“ und Lucius deutete auf einige reglose Gestalten die am Boden lagen.
Erst jetzt fiel sein Blick auf die Gestalt vor ihm und stellte mit Schrecken fest das es der Lord war. „Er ist doch nicht tot Severus?“ Lucius beugte sich vor um nach zusehen ob der Lord noch atmete doch Severus hielt ihn auf. „Nein er ist nicht tot.“ Der Blondhaarige seufzte erleichtert auf. „Wenigstens eine gute Nachricht.“
„Er wurde zwar schwer verletzt aber ich konnte ihn noch rechtzeitig heilen bevor der Blutverlust ihm schaden konnte. Du weißt ja dass unser Lord nicht sterben kann, aber es gibt Dinge die ihn erheblich schwächen können. Der Blutverlust war doch leider so groß dass er in nächster Zeit massive Probleme haben wird, wenn er keine Bluttransfusion bekommt. Wir dürfen nicht vergessen das er ja schon Joseline was von seinem Blut abgegeben hatte. Ich kann ihm zwar was zum stabilisieren geben aber auf Dauer ist das keine Lösung. In diesem Zustand ist er eine zu leichte Zielscheibe für die anderen.“
Dann fiel Severus’ Blick auf Lucius’ Arm wo immer noch Blut zwischen seinen Fingern hervor quoll und schon den ganzen Ärmel durchtränkt hatte. „Was ist denn dir passiert?“ Lucius Blick verdüsterte sich. „Kingsley Shacklebolt hatte deinen Lieblingsfluch auf mich losgelassen. Ich konnte gerade noch ausweichen sodass er mich nur streifte.“ „Er ist nicht mein Lieblingsfluch Lucius. Ich habe den Sectumsempra nur erfunden.” „Also trägst du eine gewisse Schuld daran.“ „Willst du jetzt dass ich dir helfe oder nicht?“
Lucius murmelte noch so was Ähnliches wie „Verfluchter Mistkerl“ hielt aber folgsam Severus seinen Arm hin. Etwas grober als nötig schob er den Ärmel des Umhangs zurück, was von Lucius mit einem schmerzlichen Zischen kommentiert wurde, und besann sich die Wunde am Oberarm. Ein tiefer Schnitt zog sich quer über den Bizeps seines Freundes. Er holte noch eine die kleine Phiole mit den Phönixtränen hervor und träufelte zwei winzige Tropfen davon auf die klaffende Wunde. Wie schon beim Lord vorhin zischte es bevor sich die Wunde nahtlos verschloss. Lucius fuhr sich prüfend übend den nur verheilten Oberarm. „Also eines muss man dir lassen Hexenmeister, du verstehst dein Handwerk.“ „Aus deinem Mund hört es sich ja fast wie ein Kompliment an.“
„Was ist denn mit dir überhaupt passiert? Du blutest ja wie ein Schwein.“ Erst jetzt merkte Severus das ihm immer noch Blut über das Gesicht lief. Er hatte es nicht mal bemerkt wie er es immer wieder mit einer Hand zur Seite gewischt hatte. Das Blut muss er dadurch in seinem gesamten Gesicht verteilt haben und nun dementsprechend ausschauen. „Lass mich mal sehen.“ Lucius trat näher an Severus heran der ihn misstrauisch beobachtete. „Was soll das werden wenn es fertig ist?“ „Na ich will mich an dich ranschmeißen Severus, was dachtest du denn? Wusstest du nicht das ich dich schon immer unheimlich anziehend fand?“ Die Stimme des Malfoy Oberhauptes troff vor Sarkasmus. Severus blickte seinen Freund mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Wusste gar nicht wie witzig du sein kannst.“
Etwas gröber als es sein musste versuchte Lucius unter dem ganzen Blut die Ursache für den unermüdlichen Blutfluss zu finden. Severus sog scharf die Luft ein als er die Wunde fand. Es war eine schon fast faustgroße Platzwunde, direkt hinter seinem Haaransatz aus der immer noch unermüdlich Blut hervor sickerte (AN: Wenn einer jemals einer Platzwunde am Kopf gehabt hatte, weiß das man da wie ein Sch…. blutet, habe schon selber mehr als nur einmal diese Erfahrung gemacht *autsch*) . Er richtete seinen Zauberstab auf die Wunde und flüsterte leise „episkey“ und die Wunde verschloss sich augenblicklich und der Blutfluss versiegte sofort.
Mit fast schon ungläubigem Blick fasste sich Snape an den Kopf. Die Wunde war wirklich nicht mehr da. „Jetzt kuck nicht so als hättest du ein fliegendes Haus gesehen. Wenn du ein Kind hast musst du solche kleine Heilzauber beherrschen, sonst ist das Geschrei groß.“
Nagini kroch indes langsam zu Toms Gesicht und stupste vorsichtig ihn mit ihrer Nase an, doch der Lord rührte sich nicht. „„Tom, bitte wach auf.““ Sie stupste ihn noch einmal an und hätte am liebsten einen Freudenschrei ausgestoßen als endlich eine Regung von ihren Herren kam.
Severus stürzte sich zum Lord als er sah dass sich dieser leicht regte, hielt aber respektvollen Abstand zu Nagini. „To…. Meister, wie geht es ihnen?“ Lucius besann sich im letzten Moment darauf den Lord zu duzen da ja auch noch die anderen Todesser anwesend waren und es bestimmt einige unangenehme Fragen aufwerfen würde wenn er den Lord auf einmal bei seinem ursprünglichen Namen nannte, vor allem da nur sehr wenige wussten wie er wirklich hieß.
Mühsam schlug Tom die Augen auf und sah am Anfang nur verschwommen das besorgte Gesicht von seinem Tränkemeisters und Naginis schwarze Knopfaugen. „Können sie sich aufrichten Mylord?“ Tom blinzelte und versuchte damit die Schatten vor seinen Augen zu vertreiben. Nun kehrten auch seine anderen Sinne langsam zurück und er konnte spüren dass er auf kaltem, harten Boden lag. Mühsam stemmte er sich hoch und wurde augenblicklich von einer heftigen Schwindelattacke erfasst die ihn fast wieder zu Boden zwang. Nur langsam konnte er sich in eine sitzende Position aufrichten wobei ihn Severus half das er nicht wieder umstürzte.
Nagini legte erleichterte ihren Kopf in Toms Schoss. „„Man Tom, mach dass nicht noch mal, ich hatte eine höllische Angst um dich.““
„Was ist passiert Severus?“ Der Lord versuchte immer noch den Schwindel zu bekämpfen während er nebenbei Nagini vorsichtig über den Kopf strich. „Der Orden hat uns überfallen, Mylord. Es muss einer aus unseren Kreisen gewesen sein die gesagt haben wo wir zu finden waren. Aber wir konnten ihren Angriff erfolgreich abwehren, dafür waren wir eindeutig in der Überzahl.“
„Wo ist Joseline? Geht es ihr gut?“ Tom war es in diesem Moment total egal wer sie angegriffen hatte, solange seiner Tochter nichts passiert war.
Stumm wechselten Severus und Lucius betretene Blicke. Sie hatten keine Ahnung wie Tom auf die Entführung seiner Tochter reagieren würde. Der Lord merkte das Severus mit der Antwort zögerte und blickte ihn besorgt an. „Ihr ist doch nichts passiert, oder?“ Dieser rang nach Worten, wusste nicht was er sagen sollte. „Verflucht Severus, wo ist meine Tochter?“ „Sie….sie…..sie haben sie mitgenommen. Sie ist jetzt in ihrer Gewalt.“
„Nein, dass darf nicht sein!“ Er sprang auf und wurde dabei sofort von einer heftigen Schwindelattacke getroffen das er schwankte und nur es Severus zu verdanken war das er nicht wieder zu Boden stürzte.
Nagini fiel währenddessen von dem Schoss ihres Herrn hinunter als dieser plötzlich aufsprang. Sie hatte das Gespräch mit seinen Untergebenen nicht mitverfolgt und war deswegen sichtlich erbost über diese rüpelhafte Behandlung. „„Hei, was soll dass?““ Doch Tom schien sie nicht zu hören.
„Lass mich los Severus, ich werde diese Typen eigenhändig umbringen, das schwör ich. Ich werde jeden einzelnen von ihnen so lange quälen bis sie um Gnade winseln werden.“
Doch Severus dachte nicht daran Tom wieder los zulassen, da er sonst bestimmt wieder zusammen gesackt wäre. „Aber nicht jetzt, du bist zu geschwächt als das du jetzt so einen Rachfeldzug starten könntest.“ „Aber sie ist doch meine Tochter Severus“, schluchzte der Lord. Er hörte auf sich gegen den Griff seines Freundes zu wehren und sackte hilflos an seiner Brust zusammen.
„Ich will sie nicht verlieren, ich habe sie doch erst gefunden. Bei Salazar, sie werden sie töten wenn sie herausfinden was sie in sich trägt oder wer sich wirklich ist. Das würde ich nicht ertragen.“ „Wir werden sie retten, hörst du Tom?“ Severus war es inzwischen herzlich egal was die anderen von ihm dachten wenn sie hörten wie er den Lord bei seinem Vornamen ansprach. „Wie sollten sie dahinter kommen wer sie ist? Niemand außer uns weiß wer sie in Wirklichkeit ist. Zudem ist sie doch eine Kämpfernatur, genau wie du. Sie wird nicht so schnell klein beigeben.“
Der Lord blickte seinen Freund hoffend an. „Außerdem ist Draco noch bei ihr, zusammen werden sie es schon schaffen.“ „Draco?“ Sein Blick fiel auf Lucius, dieser nickte nur stumm. „Oh nein, hoffentlich schicken sie ihn nicht nach Askaban.“ „Das wird schon nicht passieren Tom und nun trink dass“, er hielt dem Lord ein kleines Fläschchen mit orangener Flüssigkeit hin. „Es wird dir für einige Zeit helfen nicht gleich zusammen zuklappen.“ Tom nahm dem Trank dankbar entgegen und trank auf einem Zug die Phiole leer.
Die Wirkung des Trankes setzte augenblicklich ein. „Ich glaube du kannst mich jetzt loslassen Severus?“ „Wirklich?“ „Aber ja doch.“ Langsam trat der Tränkemeister von seinem Lord zurück, aber immer darauf einzuschreiten falls wieder Tom doch noch zusammen sacken sollte. „Aber übertreib es nicht, der Trank wirkt nur knapp 2 Stunden.“
„Zuerst sollten wir heraus finden wer dieser miese Verräter ist, danach können wir schauen wie wir weiter verfahren okay Tom? Und außerdem wollte ich dir den hier zurück geben.“ Mit diesen Worten hatte der Tränkemeister den Zauberstab seines Freundes aus der Robe gezogen und ihm hingehalten. Dieser nahm ihn dankend an sich und drehte sich zu seiner Gefolgschaft um die nun mehr oder weniger wieder auf den Beinen waren.
Einige von ihnen saßen immer noch zusammen gekrümmt auf dem Boden oder hielten sich mit Schmerz verzerrtem Gesicht ein Körperteil und hatten dem Gespräch zwischen Lucius, Severus und dem Lord nicht weiter beachtet.
„Einer von euch“, Tom schritt drohend durch die Menge „hatte dem Orden verraten dass wir uns heute hier treffen. Und glaubt mir, ich werde herausfinden wer es war." Er blieb von einem Todesser stehen der sich den linken Knöchel hielt. „Steh auf Amycus!”, befahl der Lord barsch. Zitternd kam Amycus Carrow auf die Beine, immer sichtlich darauf bedacht sein linkes Bein nicht zu belasten. Tom starrte Amycus eine Weile starr an. Carrow begann immer mehr zu zittern bis er zusammenbrach und als zitterndes Bündel am Boden liegen blieb. „Wie schwach du bist“, stieß Tom hervor und ohne noch weiter auf den Zitternden zu achten schritt er an den nächsten Todesser heran. „Mal sehen ob du auch so schwach bist wie dein Bruder Alecto.“ Wie schon zuvor starrte der Lord der Frau unbarmherzig in die Augen. Auch sie fing zu zittern an, brach aber nicht wie ihr Bruder vorher zusammen. Nach einer Weile ließ auch der Lord von ihr ab.
Diese Prozedur wiederholten sie ungefähr ein dutzend Mal bevor er bei Yaxley ankam. Der hünenhafte Todesser schien den dunklen Lord schon fast panisch anzustarren und ein wissendes Lächeln breitete sich auf dem Gesicht von Tom aus. „Hast du mir was zu sagen Yaxley?“, fragte er ruhig. „Oder soll ich erst in deinem Geist die Wahrheit sehen?“
Der Todesser brach nun schluchzend vor seinen Füssen zusammen. „Vergebt mir Mylord. Sie haben mich im Ministerium überwältigt.“ „Wer?“ „Zwei vom Orden, Kingsley und Moody. Sie griffen mich aus einem Hinterhalt an. Als ich wieder zu mir kam, flößten sie mir augenblicklich Veritaserum ein. Ich konnte nichts dagegen tun. Vergib mir Meister.“
Tom betrachtete emotionslos den wimmernden Yaxley vor sich, doch in seinem Innern tobte ein Orkan. Nagini neben ihm zischte böse.
„„Lass mich 5 Minuten mit dem Verräterschwein allein. Nur 5 Minuten, das reicht.““
„„Vielleicht, warte aber noch bis er alles gesagt hatte, danach kannst du dich immer noch auf ihn stürzen.““
Nagini nickte leicht während sie immer noch Yaxley vor sich mit vor Rache glitzernden Augen fixierte.
Der Lord dreht sich wieder dem Todesser zu. „Was haben sie mit ihr vor?“ „Am Anfang sollte es eigentlich nur darum gehen sie von hier weg zubringen. In Sicherheit vor ihnen. Aber Moody ließ mit seinen Worten durchblicken das er ganz Hintergründe vermutete.“ „Welche?“, fragte Tom nun doch leicht beunruhigt. „Er glaubt dass sie ein Seelenstück von ihnen in sich trägt.“
„WAS?“
Der Todesser zuckte zusammen wie unter einem Peitschenhieb und wich kriechend vor dem Lord zurück. „Er denkt dass dies der wahre Grund für ihre Entführung war. Um sie in Sicherheit zu bringen damit Dumbledore nicht mehr an sie ran kommen konnte.“
Tom hob rasend vor Zorn seinen Zauberstab. „Crucio.“ Yaxley schrie auf und krümmte sich vor Schmerz. Mit Genugtuung beobachtete der Lord einige Sekunden lang den Todesser der sich zu seinen Füssen vor Schmerzen wand. Doch auf einmal schlich sich ein unbekannter Gedanke sich in seinen Kopf ein. ‚Joseline hätte es nicht gewollt das er nun wegen ihr leidet, egal wie schlimm die Sache war die er angestellt hatte, keiner hatte es verdient so bestraft zu werden.’
Augenblicklich nahm er den Fluch wieder von seinem Untergebenen. Yaxley lag nun zitternd zu seinen Füßen und rang nach Atem. Tom beugte sich zu ihm hinunter. „Warum hast du mich nicht von ihrem Vorhaben unterrichtet Yaxley? Wir hätten uns dagegen wappnen können!“ „Sie haben mich unter den Imperius Fluch gesetzt Meister. Ich konnte ihn erst vor wenigen Minuten bekämpfen, doch da hatten sie uns bereits angegriffen.“
Der Lord blickte überrascht zu Severus. Auch dieser schien von dieser Neuigkeit überrascht zu sein. „Der Orden setzt die Unverzeihlichen ein?“ Yaxley nickte. „Okay, du darfst dich wieder aufrichten.“ Der Todesser kam mühsam wieder auf die Beine und Tom konnte so etwas wie leichtes Staunen in seinem Gesicht erkennen. Zweifellos hatte er angenommen dass ihn der Lord weiter bestrafen würde.
Doch Tom schenkte Yaxley keine Beachtung mehr. Sein Gesicht war von Sorge gezeichnet als er auf Severus zuschritt. „Severus, wenn der Orden mich schon sehr fürchtet dass er die Unverzeihlichen einsetzt, müssen wir uns beeilen. Sie darf keine Sekunde länger in deren Händen sein.“ Severus nickte. Er wusste wenn der Orden nicht mal davor zurück schreckte den Imperius Fluch anzuwenden, werden sie bestimmt nicht davon halt machen ihn auch bei Joseline einzusetzen und er will gar nicht daran denken was dann da dabei alles ans Tageslicht kommen würde.
Auch Lucius wurde aschfahl und schwankte leicht als das von Yaxley hörte. Er sah mit entsetztem Gesicht zu Severus. „Bei allem was mir heilig ist, wenn sie so skrupellos sind werden sie nicht davor scheuen ihn oder den Cruciatus bei Draco einzusetzen.“ Tränen der Verzweiflung rannen ihn übers Gesicht. „Er ist ein Todesser und es wird ihnen Spaß machen ihn zu quälen.“
Eine Bewegung an seiner Seite ließ ihn inne halten. Er drehte sich um und blickte in das besorgte Gesicht seiner Frau. Auch sie hatte die Maske abgenommen, die blonden Haare die sonst wie ein blonder Wasserfall über ihren Rücken fiel, hingen ihr nun wirr in das Gesicht.
„Wer sollte Draco denn so was antun?“ Sie blickte suchend im Saal herum doch sie konnte ihren Sohn nirgends entdecken. „Wo ist er überhaupt?“
Lucius nahm die Hand seiner geliebten Frau und sah ihr traurig in die Augen. Narzissa ahnte dass irgendetwas Schreckliches passiert war, was Schreckliches mit Draco und sah ihren Mann mit aus Angst geweiteten Augen an. „Lucius, wo ist Draco?“ Lucius hob seine linke Hand und fuhr sacht über ihre Wange. „Du musst jetzt stark sein Zissy! Draco ist . . . Draco ist nicht mehr hier. Der Orden hat ihn.“ „Nein, dass darf nicht wahr sein.“ Sie schüttelte ihren Kopf. Konnte es nicht glauben. Tränen glitzerten in ihren sturmgrauen Augen als sie sich in die Robe ihres Mannes verkrallte. „Oh bitte, Merlin. Lass ihm nichts zustoßen. Ich würde es nicht ertragen wenn ich ihn verlieren würde.“ Lucius legte schützend seine Hände um ihre Taille und zog sie fest an sich. „Ich schwör dir, wir werden ihn bald wieder sehen. Hörst du?“ Seine Hände zitterten leicht als er ihr sacht über die Haare strich. Sie hob ihren Blick, sah ihren Mann hoffnungsvoll in die tränennassen Augen. „Wir werden bald wieder vereint sein, wir drei. Dafür werde ich sorgen.“ Narzissa schmiegte sich wieder an die Brust von Lucius. Dieser indessen suchte den Blick seines Meisters. Bittend blickte er Tom an. „Tom, hilf mir meinen Sohn zu finden. Ich werde dir dabei zur Seite stehen, selbst wenn ich dafür durch die Hölle muss. Ich werde alles tun um das Leben von Draco und deiner Tochter zu retten, das schwöre ich bei allem was mir heilig ist.“
Tom blickte Lucius, einen seiner untergebensten Diener mit dankbarem Blick an. Er war sich sicher, wenn es darauf ankommen wird, würde Lucius sein Leben für ihn geben.
Ein lautes Stöhnen ließ sie alle innehalten. Die [i]Wand[/í] die sich am Anfang dem Lord in den Weg gestellt hatte fing an sich zu rühren. Severus streifte Tom mit einem erstaunten Blick. „Wieso hast du ihn nur betäubt?“ Tom zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung, vielleicht weil ich ihn nicht als Gefahr sah?“ „Der Orden greift dich in deinem eigenen Haus an und du sahst ihn nicht als Gefahr? Also ich denke es ist der bleibende Eindruck der deine Tochter bei dir hinterlässt, Tom.“ Das Gesicht des Lords wurde düster als er wieder auf Joseline aufmerksam gemacht wurde. „Dieser kleine Fehler kann sehr schnell beiseite geräumt werden.“
Doch bevor der Lord seinen Zauberstab auf die am Boden liegende Gestalt richten konnte, hielt ihn Severus davon ab. „Warte mal, vielleicht kann er uns ja noch ganz nützlich sein. Lass uns erstmal sehen wer es ist.“ Wut und Hilflosigkeit spiegelten sich in den Augen des Lord als auf die zusammen gekrümmte Gestalt zuschritt.
Die Gestalt ist inzwischen wieder einigermaßen zu sich gekommen, denn sie versuchte sich mühsam auf den Händen aufzurichten um zu sehen wo sie sich befand. Angesichts der zahlreichen Todesser incl. des dunklen Lords in seiner unmittelbaren Nähe, trug diese Erkenntnis bestimmt nicht gerade zur Beruhigung bei. „Bei allen durch geknallten Hippogreifen", entfuhr es ihm, als er die ganzen Todesser um sich herum erblickte. „Das gibt's doch nicht.“
„Ach sie mal an, einer von den Blutsverrätern, vielleicht kannst du uns doch mal nützlich sein.“ Tom hob seinen Zauberstab an und ignorierte den mahnenden Blick den ihm Severus zu warf. „Den Teufel werd ich tun Voldemort.“ Die Stimme des Ordensmitgliedes klang fest und nicht gerade so als würde Voldemort direkt vor ihm stehen. Dem schlimmsten Feind seines Ordens.
„Vorsicht Freundchen, spiel keine Spielchen mit mir, das haben schon andere zutiefst bereut. Die meisten können davon bedauerlicher Weise nicht mehr berichten.“ Kalt musterte Tom die vor ihm sitzende Gestalt aus rot glühenden Augen.
Dieser ist dadurch doch ein wenig eingeschüchtert worden, denn er wich vor dem Lord zurück, dieser beobachtete diese Reaktion mit sadistischer Genugtuung. „Wenn du dir unnötige Schmerzen ersparen willst, sagst du mir am besten gleich wofür diese ganze Kamikaze Aktion hier gut war?“
Angst flackerte in den Augen des Rothaarigen auf. „Ich werde auf keinem Fall den Orden an sie verraten!“ Brutal packte Tom den Rothaarigen an den Haaren und riss ihn hoch. Ein leichtes Wimmern kam über die Lippen des Ordenmitgliedes als ihm vor Schmerz die Tränen in die Augen schossen. Die Stimme des Lords klang kalt und ohne Gnade als wieder das Wort an den Überlebenden richtete. „Ach nein? Das will ich erstmal sehen.“
Die Augen seines Gegenübers waren schreckensgeweitet als er rücksichtslos in den Geist des anderen eindrang der von Schmerz aufstöhnte. Doch dass was er in dessen Geist sah, war fast mehr als er ertragen konnte.
_______________________________________________________
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel