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Fanfiction

Tochter der Unschuld - Der Orden des Phönix

von Einsamer Kämpfer

Ging leider nicht schneller, da ich die letzte Zeit verdammt viel arbeiten musste, aber jetzt habe ich eine Woche Urlaub und habe deswegen endlich mal wieder Zeit zu schreiben *freu*




Der Orden des Phönix



****Flashback****


„Wie wir heute aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, wird heute Abend so gegen 11 Uhr ein sehr wichtiges Treffen aller Todesser im Haus vom Dunklen Lord stattfinden.“ Der komplette Orden des Phönix’ saßen allesamt am großen Esstisch am Grimmauldplatz 12 und lauschten gespannt dem Bericht von Moody. Als er geendet hatte, herrschte für einige Momente verblüfftes Schweigen.

„Woher weißt du denn dass so genau Mad Eye?“ Tonks war über diesen genauen Bericht von Moody mehr als nur überrascht. „Ich bin heute im Ministerium Yaxley über den Weg gelaufen und wie wir wissen ist er dem Lord immer noch treu ergeben. Als er für einen Moment alleine war, habe ich ihn zusammen mit Kingsley“ er nickte dem schwarzen Auror zu „ihn überwältigt. Als er wieder zu sich kam haben wir ihm augenblicklich Veritaserum eingeflößt und ihm eine Befragung unterzogen.“

„Was hatte er denn noch alles gesagt?“ Fragte Bill Weasley den Auror. Er war neugierig was die beiden noch so von dem Todesser erfahren haben. „Noch einiges. Der *dessen Name nicht genannt werden darf* plant wenigstens in nächster Zeit kein neuen Angriff auf Muggelgeborene.“ Erleichterndes Aufatmen war zu hören. „Aber er hat auch gesagt dass heute Abend komplett alle Anhänger des dunklen Lords bei diesem Treffen anwesend sein müssen weil es da angeblich um einen sehr wichtigen Auftrag gehen soll. Aber um was es bei diesem Auftrag geht, konnte er nicht sagen. Er wusste anscheinend wirklich nicht um was da gehen soll.“

„Was ist mit Joseline, konnte er sagen was mit ihr passiert ist?“ In Remus’ Gesicht zeigten sich große Sorgenfalten. Er machte sich immer noch Vorwürfe dass er vor 4 Tagen nicht Snape davon abgehalten hatte sie zu entführen und gab sich jetzt selbst die Schuld dass sie nun in den Fängen des dunklen Lords war. Moody wandte sich dem Werwolf zu. „Leider konnte er zu ihr nicht sagen. Er schien rein gar nichts über sie zu wissen.“ Nachdenklich trommelte Alastor mit seinen Fingern auf den Tisch. „Ich habe dazu meine ganz eigene Theorie.“

„Welche denn Mad Eye?“ Es war das erste Mal das Dumbledore das Wort erhob seit Moody mit seinem Bericht begonnen hatte. Er saß am Kopfende und hatte seine Hände akribisch vor sich auf den Tisch gelegt. Das magische Auge Moodys fixierte nun den Schulleiter. „Ich meine dass sie unglaublich wichtig für den Lord ist, sonst hätte er sich nicht solche Mühe gemacht sie einigermaßen unbeschadet in seine Gewalt zu bringen. Dafür spricht auch das nur ein ganz kleiner Kreis seiner Todesser über sie Bescheid wusste.“

„Aber warum sollte sie so unendlich wichtig für ihn sein? Warum sollte er so ein großes Risiko eingehen, sie aus Hogwarts entführen zu lassen? Der Plan hätte mehr als nur einmal schief gehen können“, fauchte McGonagall gereizt. Sie war immer noch ziemlich wütend darüber das man sie in diese Geschehnisse nicht rechtzeitig eingeweiht hatte

„Ich vermute das sie ein Horcrux von *dessen Name nicht genannt werden darf* ist und deswegen ein Seelenstück von IHM in sich trägt.“ Schloss Moody seine Mutmaßungen und blickte ausnahmslos in sprachlose Gesichter. Nur Dumbledore nickte nachdenklich.

„Auch ich habe an so was schon gedacht und er ist wirklich eine der logischsten Erklärungen.“ „Wie kommst du darauf Albus?“ Erwiderte Bill auf Dumbledores Erklärung hin. Er saß direkt neben dem Schulleiter und war gespannt wie er zu diesem Entschluss kam. „Ich habe mitbekommen wie sich der Hut verhalten hatte als er sie nach Slytherin schickte. Er hatte etwas in ihr erkannt was sonst keiner sah und schon da gingen meine Vermutungen in diese Richtung hin.“

„Wenn das so ist, müssen wir entsprechende Vorkehrungen treffen wenn wir sie wieder vom *dessen Name nicht genannt werden darf* zurück holen wollen“, warf Kingsley ein. Auch er hatte eingesehen dass diese ganzen Vermutungen von Dumbledore als einziges der Wahrheit so ziemlich nahe kommen müssten.

„In der Tat.“ Moody nahm wieder das Wort auf und drehte sich wieder zu Dumbledore. „Kannst du dafür sorgen dass du dass Schwert von Gryffindor heute Abend hier her bringen kannst? Es eine der wirksamsten Waffen gegen Horcruxe.“

„Jetzt aber langsam, ja?“ Remus konnte nicht glauben in welche Richtung dieses Treffen ausartete. „Ihr redet hier immerhin davon einen Menschen zu töten, nur weil sie etwas in sich trägt von dem sie selber bestimmt nicht einmal Bescheid weiß und wir nicht die geringsten Beweise dafür haben das diese Theorie hintermauert.“

„Welche Beweise brauchst du denn noch dafür Remus?“ Fuhr Moody den Werwolf gereizt an. „Das es dir der Lord selber sagt?“ „Es kann aber nicht angehen das wir das Leben von jemand Unschuldigen so leichtfertig beenden nur um uns in dieser Sache voran zu bringen!“ Uns in dieser Sache voran bringen?“ Wütend funkelte Mad Eye das Ordensmitglied an. „Es geht ihr darum den dunklen Lord zu besiegen und nicht um eine harmloses Spiel. Jeder muss in diesem Krieg Opfer bringen Remus.“ „Ich weiß besser als du das wir uns im Krieg befinden Alastor, doch es ist die falsche Richtung die wir einschlagen.“

„Hat überhaupt irgendjemand daran gedacht wie sich das Mädchen wohl fühlen muss wenn sie davon erfährt was ihr mit ihr vor hat?“ Mischte sich Tonks in den Streit der beiden Ordensmitglieder ein. „Jetzt nicht du auch noch Tonks“, Mad Eye verdrehte genervt sein gesundes Auge. „Natürlich wird sie nicht darüber erfreut sein, dass sie bald sterben muss, aber sie wird es bestimmt schlussendlich einsehen wenn sie merkt wie sehr uns ihr Tod in dieser Sache weiter hilft. Ich würde jedenfalls so denken.“

„Ja du“, fauchte Remus Moody an. „Du bist schließlich in dieser Welt aufgewachsen und hast schon eindeutig länger gelebt als sie. Sie ist ja fast noch ein Kind. Ein Kind das bis vor ein paar Tagen gar nicht wusste dass es „unsere Welt“ überhaupt nicht gibt und nun für sie sterben soll? Sei nicht so engstirnig Alastor.“

„Und wieso überhaupt entführt er sie erst jetzt? Wenn sie wirklich ein Seelenstück des Lords in sich tragen soll, hätte der *dessen Namen nicht genannt werden darf* sie bestimmt besser geschützt als sie ganz ohne Bewachung zu lassen.“ Tonks war gespannt darauf was wohl Moody zu die Tatsache zu sagen hatte, aber nicht er war es der diese Frage beantwortete, sondern Dumbledore.

„Vielleicht hatte er gedacht sie sei in der „normalen Welt“ vollkommen sicher und man würde sie da nicht entdecken, wir hätten wahrscheinlich nie von ihr gehört, hätte nicht Voldemort“ nicht wenige zuckten zusammen als er den dunklen Lord beim Namen nannte „sie aus der Muggle Welt geholt.“ Mutmaßte er wieder.

Auch Lupin musste zugeben das Albus ein sehr gutes Argument damit brachte. Kein Zauberer würde daran denken dass ein anscheinend vollkommen normaler Mensch in der normalen Welt ein Horcrux des dunklen Lords sein konnte.

„Wir sollten nun besprechen wie wir vorgehen soll“, fuhr Moody weiter mit seinem Plan fort als hätte es den kleinen Schlagabtausch mit Lupin nicht gegeben. „Yaxley hat uns zudem die genauen Koordinaten des Treffens mitgeteilt, wie auch das Passwort das nur für das heutige Treffen gilt und uns den ungehinderten Zutritt dorthin zu verschaffen. So sollte es für uns kein Problem sein dort aufzutauchen.“

„Wird es nicht auffallen wenn auf einmal unsere komplette Truppe dort auftaucht?“ Remus sah höhnisch in das vernarbte Gesicht von Moody. Er war mit diesem Auftrag immer noch nicht einverstanden. „Selbst wenn wir uns alle als Todesser verkleiden, sie werden merken das wir nicht zu ihnen gehören.“ „Natürlich werden wir dort nicht sichtbar auftauchen. Wir werden uns davor gegenseitig den Desillusionierungszauber auf sprechen.“ Misstrauisch musterte sein magisches Auge das schon frühzeitig ergraute Ordensmitglied.

„Man konnte fast meinen dass du gar nicht willst dass wir sie von dort wegholen Lupin.“ Remus sprang auf und funkelte den Auror mit gelb funkelnden Augen gefährlich an. „Wie kannst du so etwas nur sagen? Natürlich will ich dass sie aus den Fängen dieses Monsters gerettet wird, mehr als jeder andere. Schließlich trage ich nicht unerheblich Schuld an ihrer jetzigen Situation.“

„Remus bitte“, Tonks legte flehentlich ihre Hand auf seine Schulter. Unwirsch wollte er die Hand von seiner Schulter wischen als er erkannte wer nun hinter ihn stand. Er sackte hilflos in sich zusammen. „Du bist nicht Schuld an ihrer jetzigen Situation. Du hättest die Entführung nicht verhindern können. Du konntest nicht wissen das Snape, dieser Verräter sie mitten aus seinem Unterricht entführt.“

„Ich bringe Snape um, sollte er mir jemals wieder über den Weg laufen. Ich habe diesem Hexenmeister von Anfang an nicht vertraut.“ Remus gelb glitzernden Augen waren auf den Schulleiter geheftet. „Wie konntest du ihm nur vertrauen, Albus? Diesem Verräter, diesem Todesser!? Wie konntest du nur denken das er dem Lord nicht mehr so treu ergeben ist wie er früher einst war?“

„Es bringt nichts sich jetzt die Schuld an dieser Sache zu geben..“ Albus Stimme klang wie gewohnt gutmütig. „Ich muss zugeben, dass ich mich in Snape geirrt habe. Ich wusste nicht wie ich es übersehen konnte, das er als Spion von Voldemort agierte und nicht umgekehrt. Aber wie schon gesagt, es bringt jetzt nicht die Schuld sich gegenseitig zuzuschieben. Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Wie schon Tonks schon sagte, Remus. Du hättest nichts dagegen ausrichten können.“ Remus ließ sich wieder auf den Stuhl zurück fallen. Auch Tonks hatte wieder neben ihm Platz genommen, hielt aber immer noch seine linke Hand um zu zeigen dass er nicht er alleine war. Er lächelte sie dafür dankbar an.

„Nun lasst uns endlich klären wie wir voran gehen, sonst werden wir hier nicht fertig.“ Fuhr Mad Eye mühsam um seine Fassung ringend fort. „Wir werden einige Minuten nach elf den Versammlungsort betreten. Um diese Zeit ist das Treffen schon voll im Gange und man wird nicht bemerken wenn wir ihn betreten. Kingsley, Dädalus und Bill“ er wandte sich an die drei Ordensmitglieder. „Ihr seit dafür verantwortlich Miss Gerdis unbeschadet hier her zu bekommen“ „ ja, aber nur um sie dann hier umzubringen“, fauchte Remus ungehalten, doch Moody ignorierte den erbosten Werwolf gekonnt. „Sobald sie außer Reichweite des Lords ist werden ihr sie packen und sie hier her apparieren. Ich, Tonks, Elphias, Emmeline, Hestia, Charly und Lupin“ dieser blickte immer noch wütend drein, sagte aber nichts, „wir werden dafür sorgen das die anderen Todesser und vor allem der Lord so lange abgelenkt werden bis die anderen drei mit Joseline verschwunden sind . . . .“

****Flashback Ende****


Langsam verblasste die Erinnerung und Tom zog sich aus dem Kopf des Ordensmitglieds zurück. Er ließ die Haare seines Opfers los und dieser sackte wimmernd vor Schmerz in sich zusammen. Tom ist mit ihm nicht gerade sanft umgesprungen. Doch dass interessierte ihn nicht mehr.

Der Lord war viel zu schockiert über dass was er gerade erfahren hatte dass er heftig zusammen zuckte als ihm jemand die Hand auf die Schulter legte. Es war Snape. Dieser blickte sorgenvoll seinen Lord an. „Was hast du erfahren?“

„Sie wissen es“, wisperte Tom leise sodass nur Snape ihn hören konnte. „Sie wissen von dem Horcrux in ihr, Severus. Bei Merlin, sie wollen sie mit dem Schwert von Gryffindor durchbohren.“ „Wie bitte“, japste Snape und taumelte einige Schritte zurück. Er konnte nicht glauben das der Orden jemanden umbrachte, nur um Tom endlich zu bezwingen.

„Wie können sie nur?“ Tom sah Severus verzweifelt an. „Wie können sie nur jemanden ermorden der rein gar nichts mit diesem Krieg zu tun hat?“ Snape schluckte den dicken Kloß in seinem Hals hinunter der sich in seiner Kehle gebildet hatte. „Wir müssen herausfinden wann sie es tun wollen, wir müssen alles tun um sie daran zu hindern.“ Tom wusste dass sie es noch nicht getan hätten, dass sie noch am Leben war, denn wenn sie es getan hätten hätte er dies bestimmt gespürt. Doch sie durften keine Zeit verlieren.

„Aber wie denn Severus?“ Hilfe suchend blickte der dunkle Lord seinen treuesten Freund an. „Es gäbe da eine Möglichkeit Tom. Du musst unauffällig in den Geist von Potter eindringen. Wie ich vermute wir Dumbledore nicht davon absehen seinen Goldjungen und dessen Freunde in die Geschehnisse einzuweihen. Bestimmt sind sie schon im Hauptquartier. Aber er darf davon nichts erfahren sonst ist Joseline so gut wie tot.“

Tom nickte. Der Tränkemeister hat Recht. Es war die einzige Möglichkeit heraus zu finden was der Orden als nächstes plante. Er schloss seine Augen. Konzentrierte sich. Seine Gedanken gingen auf der Suche nach dem von Harry Potter. Er brauchte dazu nicht lange. Schon konnte er die wirren Gedanken des Gryffindors spüren. Langsam, hoffend darauf das der *Junge der leider immer noch lebte* es nicht mitbekam drang er in dessen Kopf ein.

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