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Fanfiction

Tochter der Unschuld - Nichts ist wie es scheint

von Einsamer Kämpfer

@xclamp:
Jep und spannend gehts weiter mit der Geschichte *smile*. Ich warn dich gleich mal vor, dieses Kap wird genauso spannend enden wie das Letzte aber dafür wird es schneller on gestellt als dieses hier ;-). Irgendwann in den nächsten Tagen.

Und nun viel Spass bei lesen
LG
Einsamer Kämpfer



_________________________________________________________

Nichts ist wie es scheint



Verschwommen nahm ich wahr wie sich um mich wieder die Welt materialisierte. Schemenhaft konnte ich riesigen Raum erkennen in dem nach und nach die anderen Todesser erschienen.

Wieder durchfuhr mich ein stechender Schmerz und ein leichtes Wimmern kam mir über die Lippen. Ich merkte dass ich auf der Seite lag, die Hände immer noch auf dem Rücken gefesselt. Dadurch konnte ich jedoch spüren wo das Schwert wieder hinten an meinem Rücken heraus getreten war.

Irgendjemand löste meine Fesseln und endlich konnte ich wieder meine Finger bewegen. Langsam zog ich meine Arme nach vorne und befühlte zitternd den Knauf der vorne aus meinem Bauch heraus ragte.

Ein rasender Schmerz durchzuckte meine Eingeweide als ich den Knauf berührte und ich ließ ihn wie vom Blitz getroffen wieder los. „Nein Joseline, du darfst dich nicht rühren.“ Snape trat nun in mein Sichtfeld. Sein Gesicht, die Maske hatte er schon wieder abgenommen, war von großer Sorge gezeichnet.

„Bitte“, flüsterte ich leise, mit fast tonloser Stimme. „Zieh es raus.“ Heftig schüttelte der Tränkemeister den Kopf. „Nein, ich kann das nicht.“

Ein schmerzerfüllter Schrei ließ uns beide jedoch inne halten. Tom war vor wenigen Augenblicken erschienen, immer noch rasend vor Zorn. Vor ihm auf den Boden lagen zwei zusammen gekrümmten Gestalten. An ihren Sachen konnte ich erkennen dass es keine Todesser waren, also mussten es zwei vom Orden sein. Auch konnte ich erkennen wie Tom auf einen von ihnen mit seinem Zauberstab zeigte und dass sich dieser nun vor Schmerzen gepeinigt am Boden wand.

An der Stimme, obwohl sie sehr verzerrt klang, konnte ich erkennen wer es war. Ein Stimme die ich leider zu gut kannte, eine Stimme die ich bis vor kurzem als einziger Lichtblick in meiner Gefangenschaft ansah. Lupin. Er musste anscheinend meinem Vater in die Arme gefallen zu sein.

„Ja spüre den Schmerz, gewöhne dich an ihn, denn du wirst ihn noch sehr lange zu spüren bekommen. So lange bis du mich am Ende anflehen wirst dein erbärmliches Leben zu beenden. Doch ich werde nicht Gnade walten lassen. Nein. Du wirst jeden einzelnen Schmerz zu spüren bekommen den ihr meiner Tochter zugefügt habt.“

Tom Stimme war vom blanken Hass verzerrt als er sich an den Werwolf wandte. Kurz senkte er seinen Zauberstab und Remus blieb reglos auf dem kalten Boden liegen. Doch die Verschnaufpause weilte nur kurz, denn dann richtete der Lord seinen Zauberstab auf die andere Gestalt neben ihn „Crucio.“

Diese schrie nun von Schmerzen gepeinigt auf. Auch diese Stimme kannte ich leider nur zu gut. Es war Tonks. Mit sadistischer Genugtuung beobachtete Tom wie sich das junge Ordensmitglied vor seinen Füßen wand.

„Meister?“ Severus war aufgestanden und schritt nun langsam auf den dunklen Lord zu. Dieser brach unwirsch den Folterfluch ab worauf die Aurorin stöhnend auf dem Boden liegen blieb. „Was ist Snape? Willst du vielleicht der nächste sein?“ Der Hass und die Kälte welche in den Worten steckte die Tom Severus zuwarf ließ den Tränkemeister unwillkürlich einige Schritte zurück weichen.

„Bitte Mylord, vielleicht können wir ihr noch helfen, aber dazu brauche ich eure Hilfe.“ Rief Snape bittend. Mit einem Schlag war jegliche Rachgelüste gegen die beiden Gefangenen am Boden aus dem Gesicht des Lords gewichen und machte dem Ausdruck von Hoffnungslosigkeit auf seinem Gesicht Platz. In Zeitlupe ließ er seinen Zauberstab sinken was den Tränkemeister seufzend aufatmen ließ.

„Aber was Severus, was können wir noch tun? Wenn wir das Schwert rausziehen wird sie unweigerlich verbluten. Gegen solche Wunden bis selbst du machtlos. Vor allem wenn sie von solch machtvollen, weißmagischen Waffen zugefügt worden sind.“

„Willst du sie dann etwas hier liegen lassen?“ Mit ungläubigem Blick sah Snape Tom an. „Nein . . . ich . . . ich meine . . . ich will . . . “ Tom brach ab, kam mit langsamen Schritten auf mich zu und ließ sich neben mir zu Boden sinken. Der Schmerz in seinen Augen war bestimmt genauso groß wie der Schmerz der durch meinen Unterleib tobte.

„Bei Merlin, wieso konnte ich dich nicht beschützen?“ Tränen rannen sein Gesicht hinab und klatschten leise auf den Steinfußboden unter mir. Mit letzter Kraft hob ich meine Hand und legte sie auf die bleiche Wange meines Vaters.

„Bitte“, flüsterte ich leise, hoffend darauf dass Tom mich verstand. „Zieh . . . es . . . raus . . .“ ich verstummte als sich der Schmerz erneut durch meinen Körper fraß und schloss wieder für einen Moment gequält die Augen. „Es tut . . . . . so . . . weh.“ Ich öffnete sie wieder und blickte meinen Vater an. Der Schmerz der nun in seinen Augen stand, war zu groß als dass man ihn noch beschreiben konnte.

„Nein, es bringt dich um wenn ich es tun werde.“ Tom strich mir sacht über die Wange so wie ich es gerade eben bei ihm gemacht hatte. „Tu es . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bitte.“

Hilfe suchend wandte sich der Lord an Severus der genau neben ihm kniete. Noch nie hatte ich den Tränkemeister so verzweifelt gesehen wie in diesem Augenblick. „Wir müssen es tun Tom, vielleicht kann ich sie ja retten.“ Er versuchte so etwas wie Zuversicht oder Hoffnung in seinen Worten klingen zu lassen, doch sein Gesicht straften alle seine Worte Lüge.

Ich wusste genau wie er dass sobald das Schwert aus mir draußen war ich unweigerlich sterben würde. Die weißmagische Macht des Schwertes würde verhindern das sich meine Wunden auf Grund des Seelenstücks des dunklen Lords in mir schließen würden.

„Ich liebe dich“, flüsterte Tom leise zu mir. Noch mal ließ er seine Hand sanft über mein Gesicht und über meine Haare streichen. „Ich hoffe du kannst mir irgendwann verzeihen.“

Mit zitternden Händen umschloss er den Knauf des Schwertes mit beiden Händen. Noch einmal war er mir einen flehentlichen Blick zu, bevor er die Klinge aus meinem Körper zog.

Ein hoher, gellender Schrei der jeden in diesem Raum zusammen fahren ließ, entfuhr mir als mein Vater mir mit einem Ruck das Schwert raus zog. Mir war als würde mein kompletter Unterkörper nun in Flammen stehen und das sich dieses Feuer rasend schnell in meinem Körper ausbreitete bis ich mich wie eine menschliche Fackel fühlte.

Der Schmerz, so heftig das er mich fast an den Rand des Wahnsinns trieb, ließ alles um mich in eine Art Nebel verschwinden. Ein Nebel der nur aus Schmerz und Leid zu bestehen schien.

Ich betete zum Himmel dass er mich nun endlich erlösen solle von diesem Leid, doch leider blieb meine Bitte unerhört.

Der Schmerz fokosierte sich in meinem Unterleib, schaltete jegliches andere Gefühl aus. Ich konnte nur noch ihn fühlen. ‚Bitte lasst es endlich vorbei sein’ dachte ich verzweifelt. ‚Ich halte es nicht mehr aus!’ Und wie als hätte man meine Bitte erhört war der Schmerz mit einem Schlag weg, so als wäre er nie da gewesen

‚Das ist das Ende’, dachte ich. ‚Jetzt bist du tot.’

Doch das heftige Klopfen von meinem Herzen in der Brust signalisierte mir sehr deutlich das dies nicht der Fall sein konnte. Doch was ist passiert? Doch die wichtigste Frage überhaupt war, warum lebte ich noch?


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Tom ließ währenddessen mit einem Schmerzensschrei das Schwert fallen so als hätte er sich daran verbrannt. Und als er auf seine Hand blickte konnte er dort tatsächlich winzige Brandblasen erkennen die sich durch die blasse Haut arbeiteten.

Das Schwert, das nun vor ihm auf dem Boden lag, glühte in einem tiefen Rot und alle starrten nun auf diese unheimliche Szenerie. „Bei allen was mir heilig ist“, entfuhr es ihm als er sich die schmerzende Hand an die Brust presste. „Sowas kann es doch nicht geben.“

Immer heller leuchtete das Schwert auf bis sich die meisten geblendet abwandten. Nur Tom blickte wie gebannt auf die grellrote Klinge die sie nun zu verformen begann. Die Klinge wurde breiter, länger und schimmerte in einem schon fast überirdischen Glanz. Auch der Griff veränderte sich, wurde länger, edler. Nach nur wenigen Sekunden war dieses bizarre Phänomen vorbei und das Schwert lag wieder ganz normal auf dem Boden. Doch es sah nun ganz anders aus.

Ein schwarzer filigraner Griff, mit einem ineinander verschlungenem Muster dass von einem grün glitzernden Stein verziert wurde, steckte in einer gold schimmernden Scheide auf der kunstvoll verschiedene Gravuren in das edle Metall eingearbeitet worden sind.

Noch einige Sekunden starrte Tom sprachlos auf das am Boden liegende Schwert bis seine Gedanken wieder bei seiner Tochter waren und er sich nun auf die immer noch am Boden liegende Gestalt stürzte.


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Blinzelnd öffnete ich meine Augen und blickte in das von Unglauben gekennzeichnete Gesicht von Severus der sich immer noch über mich gebeugt hatte. „Bin ich . . . . . . . . . . . tot?“ Ich wusste die Antwort schon, doch ich wollte sie noch von jemand anderem bestätigt haben weil ich sie sonst einfach nicht glauben konnte.

Severus konnte nur stumm mit dem Kopf schütteln, den Mund immer noch vor Staunen geöffnet. Ich tastete vorsichtig an mir hinunter bis ich an meinen Bauchnabel ankam wo bis vor wenigen Sekunden noch das Schwert steckte und mich mit dem Schmerz fast in den Wahnsinn trieb. Doch dort wies nichts mehr darauf hin das ich überhaupt verletzt gewesen war.

„Was hast du getan Severus?“ Mein Vater hatte sich genau neben den Tränkemeister fallen gelassen und streckte nun zögernd sein Finger meinem Bauch entgegen wo noch bis vor Sekunden das Schwert in mir steckte. Doch abgesehen von meiner zerschnittenen Kleidung deutete dort nichts mehr auf diese schreckliche Begebenheit hin. Mit ungläubigem Blick ließ er seine Finger über die unversehrte Haut gleiten und zuckte zurück als hätte er einen Stromschlag bekommen.

„Ich habe gar nichts getan Tom“, erwiderte der Tränkemeister fassungslos. „Ich konnte sie nicht einmal berühren.“ „Wie bitte?“ „Genau in dem Augenblick als du das Schwert heraus zog, hüllte ein heller Nebel sie ein. Ich kam nicht einmal an sie ran.“

Ich richtete mich leicht stöhnend auf. Ein erschrockenes Aufkeuchen ließ mich jedoch aufblicken. Die anderen Anhänger von Tom blickten mich erschrocken an so als könne sie nicht glauben was sie sahen.

„Wie ist das möglich?“ Flüsterte einer von ihnen und trat näher an uns heran. Im Schein Einer Kerze konnte ich das bleiche und immer noch von einem blau/grünen Feilchen verzierte Gesicht von Nott erkennen. Seine Todessermaske lag ungeachtet neben ihm am Boden. „Wieso lebt sie noch?“

Normalerweise hätte der Lord für diese Unverfrorenheit seines Anhängers, ihn kurz mit dem Folterfluch belegt, doch in diesem Augenblick reagierte er nicht einmal auf diese Frage. Es war Severus der wieder die Stille die uns umschlossen hatte mit seiner Stimme durchbrach.

„Ich weiß es nicht“, murmelte er mit resignierender Stimme. „Eigentlich müsste sie tot sein.“

„Wieso können wir uns nicht einfach freuen das ich noch am Leben bin“, erwiderte ich nun leicht ungehalten. Es war merkwürdig dabei zuzuhören wie andere darüber sprachen und sich wunderten warum ich noch am Leben war. „Als ständig darüber zu grübeln warum ich nicht tot bin.“

„Weil es unmöglich ist, so eine Verletzung zu überleben.“ Sprach Tom hitzig. „Da diese zusätzlich von einem so starken weißmagischen Gegenstand zugefügt worden ist einfach . . . . .“ Tom fehlten die Worte um weiter zu sprechen, fuchtelte noch einen Moment mit seinen Händen in der Luft herum um seine Ungläubigkeit zu verdeutlichen bevor er sie resignierend sinken ließ.

„Was ist mit Lucius?“ Fragte ich in die Runde. „Schließlich hatte er mich vor Moody beschützt!“ Ein erschrockener Ausdruck trat auf das Gesicht des Tränkemeisters. „Verflucht, den habe ich total vergessen“ und drehte sich zu der zweiten Gestalt herum die nur unweit von mir bis jetzt ungeachtet am Boden lag. Und er rührte sich nicht.

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