
@maggie321:
Hallo maggie321 *wink*, freut mich das du nun zum Kreis meiner Leser gehörst.
Ja, ich wollte mit dieser Geschichte zeigen das auch die "gute" Seite nicht vor drastischen Mitteln zurück schreckt um ihre Ziele durchzusetzen. aber im Gegensatz zu manchen anderen ist auch die andere Seite nicht gerade zimperlich ist. Wünsch dir weiterhin auch viel Spass beim lesen ;-).
@xclamp:
Ich würde dir ja gerne all deine Fragen beantworten aber damit würde ich verraten was in nächsten Kapiteln vorkommt, aber keine Sorge. Auf all deine Fragen wirst du eine Antwort bekommen ;-)
Und nun viel Spass mit dem neuen Kap
LG
Einsamer Kämpfer
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Tote kehren nicht zurück!
Lucius lag immer noch reglos, nur wenige Meter von mir entfernt, auf dem Boden. Severus stürzte sich auf das Oberhaupt der Malfoys und drehte ihn auf den Rücken. Lucius’ Kopf rollte haltlos zur Seite. Fahrig griff der Tränkemeister an den Hals seines Freundes, versuchte einen Puls zu finden, und es war, als würde man ihn mit Eiswasser überschütten. Er konnte nichts ertasten. Nocheinmal fühlte er schreckensbleich an der Kehle von Lucius, doch wieder war nicht das geringste Lebenszeichen zu erkennen. „Nein, nein, das darf nicht sein.“ Mit verzweifeltem Blick schaute Severus mich an. „Er ist . . . . . . er ist . . .“ Der Tränkemeister brach mitten im Satz ab und ließ hilflos sein Hände sinken. „Bei Merlin, Lucius, warum hast du das getan?“
Ich rappelte mich auf, stürzte mich auf meinen Retter und kniete mich neben ihm auf den Boden. „Nein, das darf nicht sein.“ Ich wollte ihn am Kopf berühren, doch ich zuckte nur wenige Zentimeter davor zurück. Mein ganzer Körper bebte, als ich haltlos zum schluchzen anfing und mir die Hände vors Gesicht schlug. Doch dies hielt meine Tränen nicht auf. Ungehindert liefen sie über meine die Finger und meine Wangen hinab. Der Mann, der nun neben mir lag, hatte mein Leben gerettet und seines dafür geopfert.
„Lucius? NEEEEEEEEEEEEEEEEIN.“ Eine Frau mit ebenso weißblonden Haaren wie Lucius stürzte sich mit wehenden Roben auf den am Boden liegenden Mann zu. Es musste sich dabei zweifellos um Narzissa, der Frau von Lucius handeln. „Bitte . . . .nicht du!“ Ihre sturmgrauen Augen schwammen in Tränen, als sie mit zitternden Finger über das Gesicht ihres Mannes fuhr, das aussah, als würde er nur friedlich schlafen. Doch aus diesem Schlaf würde er nie wieder erwachen. Schluchzend brach sie über ihn zusammen. „Warum nur? Warum verlässt du mich?“
Bei diesem Anblick brach mir das Herz. Ich war Schuld an dem allen hier, ich ganz allein. Wäre ich nicht gewesen, wäre dass alles nicht passiert. Draco hätte nicht seinen Vater und Narzissa nicht ihren Mann verloren. Doch jetzt war es zu spät, er war wegen mir gestorben und es gab nichts was man dagegen tun könnte.
Vorsichtig legte mir jemand seine Hand auf die Schulter und ich blickte mit schmerzerfülltem Blick hoch. In den Augen von meinem Vater konnte ich sehen, dass auch er schwer getroffen war über den Tod einer seiner treuesten Anhänger. „Er hatte geschworen, dich und Draco zu retten und notfalls sein eigenes Leben dafür zu opfern, doch ich wollte nie dass er stirbt.“ Langsam sackte mein Vater neben mir zu Boden. Ein dicker fetter Kloß hatte sich in meinem Hals gebildet, als ich die Worte von Tom hörte, während mir immer noch die Tränen die Wangen hinab rannen.
Doch eines blieb mir noch, was ich zu erledigen hatte. Ich war es Lucius und seiner Familie schuldig. „Ich danke dir Lucius, ohne dich würde ich nicht mehr leben.“ Ich nahm als letzten Gruß seine Hand in die meine, doch kaum hatten meine Finger die seinen berührt, fingen sie hell zu leuchten an.
Erschrocken riss ich meine Hand zurück und das helle Leuchten erstarb. Für einen winzigen Augenblick hatte es sich so angefühlt, als würde ich etwas von meiner Lebensenergie an Lucius abgeben. Ungläubig starrte ich auf meine Hände, doch diese sahen nun aus wie immer.
Auch Severus und Tom hatten dieses seltsame Leuchten gesehen und starrten mich ungläubig an. „Wie hast du das gemacht?“ Fragte Severus flüsternd. Wahrheitsgemäß schüttelte ich den Kopf. „Ich weiß es nicht“, den Blick immer noch auf meine Finger geheftet. „Hat es weh getan?“, fragte Tom. Wieder schüttelte ich den Kopf. „Es hatte sich irgendwie angefühlt, als würde ich Lucius einen Teil meiner Kraft geben.“
Severus blinzelte kurz, so als hätte er sich verhört. In dessen Stirn fing es nun heftig zu arbeiten an. „Leg ihm die Hand auf die Stirn.“, sagte er dann auf einmal. Ich blickte ihn verständnislos an. „Was soll ich?“
„Leg ihm deine Hand auf die Stirn, vielleicht kannst du ihn ja retten.“ Ich verstand immer noch nicht, was Severus von mir wollte, legte aber gehorsam meine Hand auf die Stirn von Lucius. Wieder fing sie so unheimlich zu leuchten an. Ich wollte sie wegziehen, doch blitzschnell hatte der Tränkemeister seine Hand auf die meine gepresst und verhinderte, dass ich von dort wegnahm.
Ich wollte ihn schon anfahren, was dieses ganze sinnlose Getue sein sollte, als meine Hand immer stärker zu leuchten anfing und auch von Lucius Körper immer mehr Besitz ergriff, bis er regelrecht von hellem Licht erfüllt zu sein schien. Narzissa starrte nun ungläubig auf ihren Mann, der mehr und mehr wie eine helle Lichterscheinung wirkte.
Das ganze dauerte einige Minuten, bis das helle Leuchten immer weniger wurde und schließlich verblasste und dann geschah dass, womit bestimmt niemand gerechnet hätte, Lucius machte einen tiefen Atemzug und schlug die Augen auf.
Verwirrt blickte er auf die entsetzten Gesichter der Umherstehenden. „Warum starrt ihr mich alle so an, als hättet ihr einen Geist gesehen?“, fragte er leicht verwirrt, als er sich mit einer Leichtigkeit aufsetzte, die ihm niemand zugetraut hätte. Vor allem nicht, nach der Gewissheit, dass er eigentlich tot sein müsste. Sein Blick fiel nun auf mich. „Schön, dass es dir gut geht.“
Auch ich war zutiefst erschrocken, als Lucius wieder die Augen aufschlug und war deswegen zu keiner Antwort fähig, als er mich ansprach. ‚Sowas kann doch einfach nicht möglich sein. Tote kehren nicht einfach wieder zurück unter die Lebenden so wie es ihnen lieb ist.’
„Was ist, hatte es euch die Sprache verschlagen?“, fragte Lucius nun leicht ungehalten. Er fühlte sich merkwürdig, weil ihn jeder so anstarrte, als wäre er das 8. Weltwunder und immer noch keiner etwas sagte.
„Du . . . . .du . . . . du warst . . .“, begann Severus, brach jedoch mitten im Satz ab, seinen Blick immer noch starr auf das nun wieder lebendige Malfoy Oberhaupt gerichtet. „Ich war WAS?“, kam es postwendend wieder von Lucius. „Das ist eindeutig zuviel für mich, ich brauche jetzt sofort einen Whisky. Sonst drehe ich noch durch.“, murmelte der Tränkemeister leise vor sich hin.
„DU WARST TOT.“, rief Narzissa hysterisch, als sie endlich wieder ihre Sprache gefunden hatte. „GESTORBEN, ÜBER DEN JORDAN GEGANGEN, DAS HELLE LICHT GESEHEN, ÜBER DIE SCHIPPE GESPRUNGEN, ABGEKRATZT. DEN LÖFFEL ABGEGEBEN, DIE RADISCHEN VON UNTEN GESEHEN, EINFACH TOT EBEN.“
„Hör sofort auf mit diesem Blödsinn, das ist nicht witzig.“, knurrte Lucius gereizt, er hatte langsam dieses Getue der anderen satt und erhob sich.
Die anderen Todesser im Raum prallten entsetzt zurück, als der bis jetzt tot geglaubte Malfoy sich wieder erhob. Manchen wurde es einfach zu viel und sie wurden schlichtweg ohnmächtig. Jetzt, nun sichtlich verärgert, drehte sich Lucius um. „Könnt ihr endlich mit diesem Mist aufhören? Es reicht mir langsam.“
Auch Tom hatte sich erhoben, immer noch mit von Unglauben gezeichnetem Gesicht. „Das ist kein Mist Lucius. Du warst tot.“
„Das kann nicht sein“, murmelte er nun doch leicht verunsichert. „Tote kehren nicht zurück!“ „Du hast meiner Tochter das Leben gerettet und bist dabei selbst von Moody getötet worden.“, flüsterte Tom heiser.
„Vielleicht warst du ja nicht ganz tot, sondern lagst nur in eine Art Koma und deine Lebensfunktionen waren auf ein Minimum reduziert.“, warf ich zaghaft ein. Es war das erste Mal, das ich seit Lucius Erwachen sprach. „Niemand hat die Kraft Tote zurück zu holen.“
„Bis jetzt!“, sprach wieder Severus. Der Tränkemeister hielt in seiner Linken eine Flasche, die eine bernsteinfarbene Flüssigkeit enthielt, und in seiner Rechten ein Glas aus geschliffenem Kristall, in dem sich gut eine Handbreit der Flüssigkeit aus der Flasche befand. Seinem Geruch nach musste es etwas sehr Hochprozentiges sein, bestimmt Feuerwhisky. Nach der Flasche zu urteilen, musste Severus schon mindestens 2 Gläser getrunken haben.
„Vielleicht steckt in dir viel mehr, als wir ahnen.“, philosophierte er weiter. „Mehr als wir bis jetzt annahmen.“ Ich sackte stöhnend in mich zusammen. „Es reicht, ES REICHT. Ich kann nicht mehr. Was kommt denn noch alles? Das ich die Weltmeere spalten konnte? Oder das ich vielleicht mit Dracula persönlich verwandt bin und mich deswegen in eine Fledermaus verwandeln kann?“
Tom schmunzelte leicht Angesichts meines Ausbruches. Er war der einzige im Raum, der sich einigermaßen schnell wieder im Griff hatte. Jedenfalls ließ er sich nach aussen nichts anmerken. „Es gibt keinen Dracula, Vampire hingegen schon. Aber meines Wissens sind wir mit keinen von ihnen verwandt. Und das du die Meere teilen kannst, ist eher unwahrscheinlich, obwohl bei dir mich nichts mehr überraschen würde“ Ich verdrehte die Augen. „Da ist sowas von beruhigend, danke.“
Auch für Lucius wurde es langsam zuviel. Sein Blick fiel auf die Flasche mit Feuerwhisky in Severus’ Hand. „Kann ich was davon abhaben?“ Der Tränkemeister wollte ihm das Glas reichen, doch Lucius schnappte sich die Flasche, ersparte sich ein Glas zu nehmen und setzte die Flasche an den Mund.
„Du bist erst seit kurzem wieder am Leben und du hast keinen anderen Gedanken, als dich jetzt zu betrinken?“ Narzissa stürzte sich auf ihren Mann und riss ihm die Flasche aus der Hand. Eine Weile sah Lucius aus, als würde er sich auf Narzissa stürzen, um ihr die Flasche wieder zu entreißen, doch dann sackte er in sich zusammen und seufzte resignierend, während er immer noch sehnsüchtig auf die Flasche schielte. Ihm war anscheinend die Erinnerung gekommen, wie seine Frau den Lord mit einem Schlag ausgeknockt hatte und es stand außer Frage das sie das auch beim ihm machen würde.
Tom nahm die Flasche aus der Hand von Narzissa. Im ersten Moment sah sie aus, als würde sie protestieren wollen, doch dann besann sie sich mit dem Gedanken daran, dass Tom niemand anderes als der dunkle Lord war. Und mit ihm wollte sie sich lieber nicht anlegen, vor allem nicht nach der Sache mit dem blauen Auge.
Tom nahm einen tiefen Schluck aus der Flasche und ein zufriedener Ausdruck breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Das war jetzt nötig.“ Ich schielte leicht auf die Flasche. ‚Hmm, so ein kleiner Schluck kann bestimmt nicht schaden.’ „Darf ich auch mal?“ Tom beäugte mich misstrauisch. „Du bist aber noch nicht volljährig!“ „Doch seit heute, danke.“ Ich nahm, ohne auf ein weiteres Wort meines Vaters zu achten, die Flasche und trank daraus einen kräftigen Schluck.
Augenblicklich breitete sich eine wohlige Wärme in meinem Inneren aus und ich beruhigte mich wieder ein wenig. Die Erkenntnis, dass ich nun auch noch Tote wieder zu Leben erwecken konnte, die mir noch vor wenigen Momenten noch fast wahnsinnig gemacht hatte, kam mir jetzt wie etwas ganz banales vor, das ich schon fast beiläufig zur Kenntnis nahm.
„Übrigens, herzlichen Glückwunsch.“, griente Severus. „Der Tag hatte ja echt gut angefangen.“ „Danke“, grummelte ich. „Wer wünscht sich nicht an seinem Geburtstag entführt und dann bei der Übergabe fast von einem Schwert erdolcht zu werden.“
„Was ist passiert?“, fragte Lucius geschockt. „Ach, das konntest du gar nicht mehr wissen“, sagte ich im beiläufigen Plauderton, als würde ich übers Wetter reden und nicht über meinen Beinah-Tod. „Da warst du ja bereits tot.“ „Danke, hätte ich fast vergessen“, grummelte Lucius.
„Entschuldige, war keine Absicht. Also nachdem du auf mir gelandet warst, tauchte auf einmal Harry Potter auf. Dieser zerrte dich von mir runter und wollte mich dann mit dem Schwert von Gryffindor durchbohren. Doch bevor er es schaffte, wurde er von einem Schockzauber getroffen. Leider ließ er das Schwert fallen und nagelte mich sprichwörtlich am Boden fest. Doch kaum, das wir es herausgezogen hatten, war alles wie von selbst geheilt.“ Lucius starrte mich mit offenem Mund an, das waren eindeutig zu viele Informationen für einen Augenblick.
Mitleidig reichte ich ihm die Flasche mit Feuerwhisky, aus der er auch einen kräftigen Schluck nahm. „Bei Salazar, das Schwert.“, rief Tom und zerrte mich am Ärmel ein paar Meter von der feuchtfröhlichen Truppe weg. Ich stolperte etwas haltlos hinter ihm her. ‚Mist, Alkohol auf nüchternen Magen hatte mir noch nie gut getan.’
Abrupt blieb Tom stehen und deutete auf den Boden. Ich folgte meinem Blick und hielt scharf den Atem an, als ich das Schwert erblickte. Der Alkohol war wie weg gewischt. „Ist das das Schwert von Gryffindor?“ Mein Vater nickte, als ich mich zögernd neben dem Schwert niederließ.
„Warum sieht das jetzt so anders aus?“ Ich drehte mich fragend zu Tom um, doch der zuckte nur mit den Schultern. „Da bin auch ich überfragt.“
Ich drehte mich wieder zu dem Schwert, das harmlos vor mir lag. Es schimmerte in einem grünen, schon fast überirdischen Leuchten, und hatte sich seit dem letzten Male sehr verändert. Ich wusste nicht was mich leitete, als ich selbstsicher nach dem Knauf griff. Ein warmes, prickelndes Gefühl ging von dem Griff aus und erfüllte meinen ganzen Arm. Mir war, als hätte ich das letzte fehlende Stück meines Herzens gefunden, als ich meine Finger und den schwarzen Knauf schloss.
Mit spielender Leichtigkeit hob ich das Schwert hoch und begutachtete mit faszinierendem Blick die komplizierten Zeichen. Obwohl ich solche Zeichen noch nie gesehen hatte, überhaupt nicht wissen konnte was sie bedeuteten, konnte ich lesen was dort stand.
Nur in der Hand der Auserwählten wird sich das Schwert von Merlin würdig erweisen, gerecht über die Welt zu herrschen.
Ich drehte mich wieder zu meinem Vater um der mich fragend anschaute. „Tom, ich glaube wir haben Exalibur gefunden.“
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