
von Dumbledoria
Wie schon im Vorwort gesagt, ist dies der erste Teil der FF-Reihe, die insgesamt aus 3 Teilen besteht. Falls ihr noch andere Geschichten von Ms_Figg lesen möchtet, könnt ihr das auf ihrer Homepage tun. Den Link findet ihr im Vorwort.
So, nun aber genug der Wort…viel Spaß beim Lesen und den Kommi-Button nicht vergessen zu drücken. *g*
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Eine einsame Hermione ködern
Die achtzehnjährige Hermione Granger saß in der Großen Halle und beobachtete, wie jeder um sie herum lachte, Witze machte und Butterbiere und Kürbissäfte genoss. Harry und Ron tanzten mit den Patil Zwillingen, begrapschten die lächelnden jungen Frauen, während sie versuchten, sie in dunkle Ecken zu bekommen, wo sie ihre lüsternen Hände sicher noch weiter gleiten lassen konnten.
Hermione seufzte. Jeder schien jemanden zu haben. Sogar Neville kuschelte mit einem hübschen, blonden Hufflepuff Mädchen und lächelte dümmlich, eindeutig ergriffen. Pansy hing wie eine Halskette an Draco Malfoy. Goyle und Crabbe hatten zwei ziemlich erschreckend ausschauende Hufflepuff Mädchen in einer Ecke eingeschlossen. Minerva und Albus ließen das Licht phantastisch flackern, und sogar Hagrid hatte eine große, gertenschlanke Brünette in seiner großen, behaarten Umarmung.
Sie seufzte und drehte ihren Kopf. Sie traf auf ein paar dunkle, ernste Augen. Sie gehörten Severus Snape, Zaubertrankmeister. Einfach der unbeliebteste Lehrer in Hogwarts. Er war ein äußerst unfreundlicher Zauberer. Er lächelte nie und war schnell im Punkte abziehen und Nachsitzen verteilen und liebte es die Schüler nieder zu machen. Sein sarkastischer Verstand war legendär. Er war genauso leicht zu erwärmen wie ein Eisberg. Auch er saß alleine, doch das war nicht wirklich überraschend. Er war jederzeit eine schreckliche Gesellschaft. Die Ferien waren am übelsten. Er nahm nur an der Silvesterparty teil, weil Albus es so angeordnet hatte. Andernfalls wäre er allein unten in den Kerkern und würde sich mit Feuerwhiskey betrinken, während er grübelnd ins Feuer starrte.
Nun, er betrank sich immer noch. Er hatte eine große Flasche Feuerwhiskey mitgebracht und fügte es seinem Punsch in großzügigen Mengen hinzu. Er beobachtete mit desinteressierten schwarzen Augen, wie die Schüler über einander herfielen. Er war außer Dienst. Jede Hexe in Hogwarts könnte morgen schwanger sein und es würde ihn nicht interessieren.
Eigentlich war ihm nicht alles egal. Wenn er trank, wurde er spitz. In den Kerkern konnte er sich per Hand Erleichterung verschaffen, doch hier musste er seine Erektion aussitzen. Zu dumm, dass er für die älteren Schülerinnen nicht attraktiv war, wie dieser Idiot Gilderoy Lockhart es war. Dieser Schwachkopf bekam mehr junge Hintern während seiner Zeit in Hogwarts ab, als dass er wusste, was er damit anfangen sollte, auch wenn die Hexen mehr Beschwerden als Lob über das sexuelle Können des VK Lehrers hatten. Wenn er das Objekt ihrer Zuneigung gewesen wäre, würde es überhaupt keine Beschwerden geben.
Der Zaubertrankmeister blickte durch den Raum und sah, dass Hermione Granger ihn ansah. Er verengte seine Augen, doch die Hexe fuhr fort ihn anzusehen. Weil er nichts weiter zu tun hatte, murmelte er: „Legilimens“ und sah die Gedanken der Hexe. Sie bemitleidete sich selbst, da jeder jemanden zu haben schien. Sie war allein in einer Masse von Menschen.
Jaah, nun, manchmal ist es halt so, Miss Granger.
Sie dachte, er wäre genauso einsam wie sie es war. Da lag sie falsch. Er war nicht einsam. Er mochte es alleine zu sein. Er war geil. Wenn es nach ihm ginge, würde er sein neues Jahr bis zu seinen Eiern vergraben in irgendeiner engen, heißen Vagina einleiten. Es kümmerte ihn nicht wirklich wem sie gehörte.
Hermione sah ihn weiterhin an und er starrte mit leicht gerunzelter Stirn zurück. Und immer noch sah sie nicht weg. Er beobachtete sie einen Moment, dann fügte er seinem Glas ein bisschen mehr Feuerwhiskey hinzu.
Sie war achtzehn. Sie war auch eine vom Goldenen Trio. Sie war auch zu einer ziemlich sinnlichen kleinen Gryffindor herangewachsen. Er sah wieder zu ihr hinüber. Sie starrte ihn immer noch an, fühlte sich immer noch allein. Er zögerte einen Moment und bedeutete ihr dann sich zu ihm zu gesellen. Was zum Teufel. Er sah hinüber zu Albus. Der Schulleiter war in eine hitzige Debatte mit Flitwick vertieft. Das Personal trank Wein, war ein bisschen betrunken, was Snape gerade gut passte. Hermione bahnte sich ihren Weg durch die Menge, um zu ihm zu gelangen.
Hermione war überrascht, als Professor Snape sie aufforderte sich zu ihm an seinem Tisch zu gesellen. Er war nie gesellig. Sie war überrascht, aber auch geschmeichelt, dass der Zauberer, der Interaktionen immer vermied, sie zu sich einlud. Vielleicht hatte er den Entschluss getroffen, dieses Jahr freundlicher zu sein. Sie hoffte es sehr. Sie bewunderte den Professor. Er hatte viel für die Zaubererwelt getan, indem er Voldemort ausspioniert hatte, bevor der Dunkle Lord gestorben war. Es war eine Schande, dass er übergangen wurde, als die Medaillen verteilt wurden. Das Ministerium rüffelte ihn. Er hatte Glück, dass er nicht mit dem Rest der Todesser nach Azkaban geschickt wurde. Nur Albus' standhafte Unterstützung bewahrte ihn davor, den Dementoren überreicht zu werden.
Sie ging zu seinem Tisch hinüber und stand unsicher da.
„Frohes neues Jahr, Professor“, sagte sie und lächelte ihn leicht an.
Snapes dunkle Augen huschten über sie. Sie trug ein anliegendes blaues Kleid, deren Vorderseite tief ausgeschnitten war und ihr ziemlich üppiges Dekollete zeigte. Sie war ein zierliches kleines Ding, mit schmaler Taille, hübschen Hüften und einen ziemlich feinen, kleinen runden Hintern. Hübsche Beine hatte sie auch. War wahrscheinlich eine Jungfrau. Sie war so in Bücher vertieft, dass sie keine Zeit für die jungen Zauberer hatte, die versuchten, sie zu umwerben. Sie wussten nicht, wie sie sie ansprechen sollten. Hermione würde sich nur von einem Mann mit Intelligenz angezogen fühlen, da es das war, was sie am meisten schätzte.
„Es wird erst in zwei Stunden Neujahr sein, Miss Granger”, schnurrte der Professor. „Setzen Sie sich, bevor Sie von einem dieser tänzelnden Idioten zertrampelt werden.“
Hermione setzte sich gerade, als Ron und einer der Patil Schwestern herumwirbelten und ein bisschen betrunken schienen. Es schien, als hätte Seamus Finnegan es doch geschafft, den Kürbissaft etwas aufzupeppen.
„Es schien nicht, als würden Sie sich amüsieren, Miss Granger“, sagte Snape an seinem Getränk nippend.
„Nein, Sir. Ich fühle mich bei solchen Sachen fehl am Platz. Als ob ich nicht rein passen würde”, erwiderte sie.
Snape sah sie nachdenklich an.
„Ich wette, Sie würden lieber die Ausgabe von Tränke aktuell vom nächsten Monat lesen“, erklärte er, seine schwarzen Augen auf ihr Gesicht geheftet. Er hatte eine Ausgabe davon in seinen Kerkern.
Hermiones Augen leuchteten auf.
„Es soll eine Fortsetzung des Artikels über den Amortentia Trank in dieser Ausgabe geben. Die erste Hälfte war faszinierend, aber diese Ausgabe wird erst in ein paar Wochen herausgebracht“, sagte sie seufzend.
Snape sah sie an.
„Ich habe zufällig die Ausgabe des nächsten Monats in meinen Räumen. Ich bin ein Freund des Verlegers. Oft schickt er mir vorab die Ausgaben. Ich habe diesen Artikel gelesen. Er ist ziemlich interessant“, erwiderte der Zaubertrankmeister und sah untätig auf seine Nägel, wissend, dass die Hexe Anfälle bekommen würde, weil er das Magazin hatte.
„Oh, ich würde alles geben um diesen Artikel lesen zu können“, platzte es aus Hermione heraus.
Snapes schwarzen Augen fokussierten sich auf sie.
„Wirklich, Miss Granger?“, fragte er.
„Oh ja, Professor“, seufzte sie und blickte sehnsüchtig.
Snape grinste und beäugte die Hexe wieder.
„Nichtsdestoweniger würde ich Sie einladen, es zu lesen, Miss Granger, aber ich befürchte, Ihre Freunde werden Sie vermissen“, sagte Snape seidig, als Harry und Ron damit fortfuhren, mit den Zwillingen herumzutollen. Hermione war das letzte in ihren Köpfen, während sie die kurvenreichen Mädchen hielten.
Hermione sah zu ihren Freunden.
„Sie würden nicht einmal bemerken, dass ich gegangen bin“, erwiderte sie traurig. Sie hatte nicht bemerkt, dass Snape sie bei ihrem Wort genommen hatte, als sie sagte, dass sie alles geben würde, um diesen Artikel zu lesen.
Snape schlug zu.
„Nun, in diesem Fall, Miss Granger, ich war so oder so auf dem Weg in meine Räume, da ich meine obligatorische Erscheinung an diesem lächerlichen Paradigma von Ausschweifung, was sie als Silvesterparty bezeichnen, erfüllt habe. Sie sind willkommen, mich zu begleiten und den Artikel zu lesen. Natürlich müssen Sie es in meinen Gemächern lesen. Ich leihe meine Ausgaben nicht aus“, sagte er aufstehend.
Hermione zögerte, als sie den Zaubertrankmeister ansah. Seine schwarzen Augen waren auf ihr Gesicht gerichtet. Er war Lehrer mit hoher Position in Hogwarts. Auch war er ein Held. Sie hatte nichts von ihm zu fürchten, und er war selten großzügig, was seine Zeit oder seinen Besitz betraf. Sie wäre dumm, sein Angebot nicht zu nutzen.
„In Ordnung, Professor“, sagte sie aufstehend. Sie gingen durch die Seitentür und steuerten den Kerkerbereich an.
Sie gingen stumm nebeneinander, der Tränkemeister schritt leise neben der Hexe her, wobei er ihr dann und wann verstohlene Blicke zuwarf.
Hermione sah zu ihm auf.
„Ich weiß es zu schätzen, Professor. Ich kann es gar nicht erwarten, den Artikel in meine Hände zu bekommen“, sagte sie. „Ich weiß nicht, wie ich Ihnen danken soll.“
„Ich bin sicher, Sie werden einen Weg finden, Miss Granger“, antwortete Snape verblümt, während sie sich seinem Büro näherten.
Snape öffnete die Tür und ließ Hermione eintreten. Bevor er die Tür schloss, sah er nochmals in den Korridor um sicher zu stellen, dass keiner gesehen hat, wie sie eingetreten waren. Danach schloss er die Tür und versiegelte sie sicher. Hermione, die ihn beobachtete, runzelte leicht die Stirn.
„Ich sichere meine Bürotür immer, Miss Granger. Schüler haben die Neigung, zu versuchen hinein zu gelangen und an meine Tränke zu kommen“, sagte er und seine dunklen Augen glitzerten, als Hermione etwas schuldig drein schaute. Sie hatte in ihrem zweiten Jahr Baumschlangenhaut von ihm gestohlen, um den Vielsafttrank brauen zu können. Snape hatte es durchschaut, als er herausfand, dass sie wegen einer vermasselten Verwandlung auf der Krankenstation war. Sie hatte dem Trank statt eines menschlichen Haares ein Katzenhaar hinzugefügt, was katastrophale Folgen hatte.
Sie nickte. Der Professor ging zu einer Wand und drückte einen Ziegel, wodurch die Wand sich öffnete.
„Mein Arbeitszimmer“, sagte er und bedeutete Hermione einzutreten. Die Hexe schritt in ein Zimmer voller Bücher, die vom Boden bis zur Decke reichten.
„Oh mein Gott“, hauchte sie. „Was für eine atemberaubende Bibliothek Sie haben, Professor.“
Snape nahm seine Augen nicht von der jungen Hexe.
„Ja, Ich habe viele seltene und nicht mehr gedruckte Publikationen“, antwortete er, wissend, dass Bücher für Hermione wie Gold für einen Niffler waren. Sie würde sterben, um ihre heißen kleinen Hände auf seine Wälzer zu bekommen.
Er ging zu ihr, legte seine große, bleiche Hand auf ihr Kreuz und führte sie zu einem Stuhl vom dem Kamin. Hermione setzte sich hin und Snape schnippte mit seinen Fingern, entflammte so die Kerzen, die den Raum erhellten.
„Zauberstablose Magie!“, rief Hermione und sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an.
„Ja, Miss Granger. Kein albernes Zauberstabgefuchtel für mich“, erwiderte der Zaubertrankmeister, holte die Zeitschrift von einem kleinen Schreibtisch in der Ecke und brachte es ihr.
„Aber ich habe gesehen, dass Sie einen Zauberstab benutzen”, sagte Hermione das Magazin nehmend.
„Einfach um die Tatsache zu verbergen, dass ich Zauberstablose Magie beherrsche“, antwortete der Professor, ging zum Getränkeschrank, goss sich einen weiteren Drink ein und drehte sich danach wieder um, um sie anzusehen.
„Genießen Sie den Artikel, Miss Granger“, schnurrte er, als er sich einen großen Schluck seines Getränks genehmigte und die junge Hexe beäugte, wobei er sich selbst zugrinste.
Hermione lächelte und blätterte enthusiastisch durch die Seiten, bis sie den Artikel fand, den sie suchte. Sie lehnte sich in den Sessel zurück und begann zu lesen, während Snape sie beobachtete.
Sie sagte, sie würde alles tun um den Artikel zu lesen, oder?
Snape setzte sich in den Sessel neben ihr, starrte ins Feuer und wartete darauf, dass sie zu Ende las.
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Ü/N: Die Anmerkungen der Autorin habe ich auch übersetzt…nur damit ihr wisst, was sie so zu dieser kleinen FF zu sagen hatte. *g*
A/N: Das ist wieder ein böser Snape. Und eine völlig unschuldige, jungfräuliche, naive Hermione, die unglücklicherweise in die Höhle der Schlange geraten ist. Jemand beklagte sich darüber, dass Hermione in meinen Geschichten immer in der Lage war, Snape zu trotzen und er nie die Oberhand hätte. Jedoch sehe ich das nicht so, also entschied ich einen PWP zu schreiben, um zu versuchen, dem gerecht zu werden, was der Reviewer verlangte.
Also, während ich meine Hermione in den meisten Situationen munter und intelligent bevorzuge, ist dies hier eine sanfte, zurückgezogene Hermione, die leichte Beute für Snape ist. Mit anderen Worten sie ist absichtlich wie eine Opfer-Jungrau, die einem Raubtier-Snape ohne Gewissen zum Opfer fällt, dargestellt worden. Ich wollte etwas für Silvester schreiben. Der gute Snape bekam für Weihnachten etwas, der böse Snape beginnt das Neujahr dieses Mal mit einem Knall. Nun, vielleicht mit einigen Knallern. Erwartet keine Tiefe in dieser FF, strengstens PWP. Und kurz. Danke.
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