
von GinnyFan94
Harry Potter schlug die Augen auf. Er fühlte sich merkwürdig losgelöst von allem, er fühlte nichts, nicht einmal Schmerz. Harry wusste nicht wo er war und was er hier machte, er wusste eigentlich nichts mehr nur noch seinen eigenen Namen. „Steh auf.“ Eine kalte und zugleich sanfte Stimme sprach, die Worte hallten gespensterhaft an den Wänden wieder. Es war keine Bitte, es war ein Befehl und doch klang es nicht wie einer. Harry richtete sich auf, erst jetzt nahm er seine Umgebung richtig war. Sie war von einem erschreckend hellen weiß, und aus diesem weiß bildeten sich Nebelfiguren, die ihn anstarrten. „Nun Harry Potter, du weißt wer ich bin?“ Suchend blickte Harry sich um, als plötzlich aus dem weiß eine kleine schwarze Gestalt auftauchte und auf ihn zu kam. Es war merkwürdig zwischen all dem weiß etwas schwarzes zu sehen, und doch, das schwarz der Gestalt wirkte heller als jedes weiß. Sie kam immer näher, und jetzt erkannte Harry auch was es war: Eine Katze, ein mittelgroßer Kater. Jetzt stand er genau vor ihm, und Harry konnte seine Augen sehen. Diese Augen waren alt, und hatten schn zu viel gesehn, man konnte in ihnen die Jahrhunderte seit Entstehung der Erde lesen. Und genau in dem Moment wo sich ihre Blicke kreuzteen viel Harry alles wieder ein.Sein ganzes Leben, die Dursleys, Ron, Hermine, Ginny, alle Weasleys, Remus, Toks, Neville einfach alle die ihm wichtig waren. Der Krieg, Voldemort, die Todesser, die Suche, die Horcruxe und noch so viel schlimme Dinge mehr. Jetzt wusste er auch wer all diese verschwommenen Geister um ihn herum waren, er konnte seine Eltern erkennen, Sirius, Dumbeldore, nur zwei Tote fehlte, doch darüber wollte Harry sich jetzt nicht den Kopf zerbrechen, ebenso wenig wie über die Tatsache, das seine Erinnerungen an eienr Stelle einfach abbrachen und er doch wusste dass da noch mehr war . Harry wusste nun wer diese Katze war, ohne auch nur eine Sekunde länger drüber nachzudenken formten seine Lippen des Wesens : „Der Tod.“
„Richtig, Harry Potter. Ich bin der Tod, ich existiere schon länger als die Erde und weiß mehr als alle Menschen auf ihr.“ „Warum bin ich bei dir?“
„Nun, ist das nicht klar? Du bist gestorben Harry Potter. Du wirst dich nicht mehr daran erinnern, denn dieses Wissen ist in deinem neuen Leben nicht von bedeutung.“ „Neues Leben?“
„Du bist mir häufig entkommen Harry Potter, genauso wie der der sich jetzt Lord Voldemort nennt. Du hast es jedesmal mit Mut und Liebe geschafft, diese Gefühle gibt es hier nicht, und deshalb verabscheue ich sie, Und doch hast du mich jedesmal mit gerade diesen Eigenschaften besiegt. Dafür achte ich dich, du wirst wieder leben, Harry Potter, doch als Preis für dein Leben verlange ich Tom Riddle.“
„Aber seine Horcruxe sind schon zerstört, nur Nagini und er fehlen noch.“
„Du weißt nicht was inzwichen passiert ist Harry Potter. In dem Moment, in dem ich dich geholt habe, haben alle vergessen dass es die Schlacht von Hogwarts überhaupt gab, alle waren wieder zu Hause, nur die Toten nicht. Lord Voldemort hat die Hälfte seiner Horcruxe zurückerlangt, und sie reparieren können: Den Becher, das Medaillon,das Diadem und den Ring. Er verfügt über die dunklen Mächte, er kämpft gegen mich, und deshalb brauche ich dich. Du wirst dich auf den Weg machen und ihn besiegen, und nur eine Bedingung habe ich: Diesmal bist du alleine. Deine Freude werden vergessen dass es dich gibt, sie werden vergessen was sie mit dir erlebt haben, was sie mit dir vorhatten. Deine große Liebe wird vergessen dass es dich gibt. Bei ihnen geht das Leben weiter als hätte es dich nie gegeben. Du darfst dich ihnen nicht nähern, und dich ihnen auf keine Weise zu erkennen geben, sonst bricht unser Packt, und ich nehme dich zurück in den Tod und sie mit dir.“
„Nein!“
„Du musst es tun Harry Potter.“
„Warum?“
„Ich verachte die Liebe und seh sie nur als Hinderniss. Mir ist egal was die Leute tun wenn sie auf Erden wandeln, aber wir beide haben einen Packt, und wir spielen mein Spiel, ohne die Liebe die einen nur am Ziel hindert.“ „Das stimmt nicht. Sie gibt einem Kraft und das Wissen wofür man kämpft.“
„Das kannst du auch so haben. Sobald du Tom Riddle besiegt hast kannst du zu deinen Freunden zurückkehren. Aber denk daran in der Zeit in der du gegen Tom Riddle kämpfst wissen sie nicht wer du bist, und ihre Erinnerungen an dich sind getrübt, sie können sich anders binden.“
Harry dachte an Ginny und zum erstenmal seit er hier war empfand er etwas. Wenn sie jemand anderen heiraten würde? Wenn sie mit jemand anderen Kinder kriegen würde, den Gedanken konnte er nicht ertragen, es war als würde sein Herz vor Sehnsucht nach ihr zerreißen, „Nein. Das kann ich nicht, ich werde es nicht.“
Der Tod verzog das Gesicht, als hätte er leichte Schmerzen. „Ich glaube es ist jetzt an der Zeit zu gehen. Du wirst dich am Friedhof in Godrics Hollow wiederfinden. Ich denke es wird jetzt leichter für dich ihn zu besiegen. Aber du musst auch bedenken dass es jetzt andere Orte sind die ihn faszinieren. Glaub mir du hast keine Wahl, du wirst es tun.“
Harry blickte ihn an, doch er erklärte nichts weiter. Die Katze hatte recht, ihm blieb keine Wahl, er musste sich seiner Aufgabe stellen, wie schon so oft.
„Warum waren Fred und Snape nicht hier?“ jetzt sprach er an was ihn die ganze Zeit schon gewundert hatte
„Fred? Achso, der Weasley Zwilling, seine Zeit war noch nicht gekommen, er soll leben. Wie ich schon sagte Voldemort verfügt über die Dunklen Kräfte, ebenso wie seine Todesser Freunde, er lebt, er war nur in ein Koma gefallen. Und was Severus Snape angeht, er ist noch nicht bereit.“ Mit diesen worten löste sich die Katze langsam ins nichts auf. Alles wirbelte um Harry, und ihm wurde schwindelig. Der letzte Gedanke war dass er durchhalten musste, er musste es um Ginny wieder zu sehen, und sie am Leben zu erhalten. Und um die Zaubererwelt zu retten.
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