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Fanfiction

Schwarzer und roter Holunder - Lilys Tagebuch Sommer 1975 - Kapitel 4 Robin und Marian

von Sisilia D.S.

Vielen Lieben Dank an euch für die Reviews. Und schon geht es weiter mit Kapitel 4, wo wir doch glatt schon Halbzeit in der Geschichte haben.
Aber im nächsten Chap, wird dann so langsam richtig durchgestartet ;)

Liebe Grüße

Eure Sisilia



Kapitel 4 Robin und Marian




Donnerstag 17 Juli

Was für ein Abend, was für eine Nacht. Wie kann ein Junge nur so aufregende Finger haben, wie so einen vielseitig nutzbaren Mund. Er hat mit meinem Körper gespielt, wie ein Musiker mit seinem Instrument und ich habe das Gefühl, er hat eine ganze Symphonie erfunden. Ich hab noch nie so gefühlt. Es fühlte sich so richtig, so gut an, auch wenn meine Eltern mich steinigen würden, wenn sie davon erfahren.
Im Moment kann ich gar nicht sagen, ob ich bereit wäre weiter zu gehen. Ich hätte heute Mittag auch nicht gedacht, dass ich bereit bin, so weit zu gehen, wie ich es gegangen bin.
Es war so toll von ihm, dass er mir die Entscheidung überlassen hat.
Und wie ich es ihm auch schon sagte … ich bereue keine einzige Sekunde.
(Wieder folgten Bilder von kleinen Herzen, in denen die Buchstaben L und S hineingezeichnet worden waren)

Habe fast zwei Stunden im Bad zugebracht. Tunie ist schon misstrauisch geworden, was ich darin so lange mache. Soll sie, ich frag sie doch auch nicht, was sie macht, wenn sie sich stundenlang in ihr Zimmer einsperrt. Ich lasse sie in Ruhe, soll sie mich auch in Ruhe lassen.

Noch 3 Stunden … ich glaube das überlebe nicht!



Flashback

Als Severus letzte Nacht mit ein paar kleinen Umwegen nach Hause gelaufen war, führte ihn sein Weg auch am Kino vorbei. Nachdem Lily ihm letzte Nacht soviel von Filmen vorgeschwärmt hatte, kam ihm eine Idee. Genau diese unterbreitete er ihr, kaum nachdem sie die Gartenmauer hinter sich gelassen hatten.
„Hast du vielleicht Lust auf Kino? Es gibt heute eine Spätvorstellung um zehn.“
„Sev, wie willst du denn da reinkommen? Ich meine, außer dass es Eintritt kostet, werden sie uns um die Zeit dort sicher nicht mehr reinlassen.
„Oh, das lass mal meine Sorge sein. Möchtest du dir den Film ansehen? Muss eine Art Robin Hood Film sein.“
„Sev ich … weiß nicht. Es klingt nicht gerade legal, was du vorhast.“
„Vertraust du mir Lily?“, versuchte er es nochmal und schließlich nickte sie.
Sie war sichtlich nervös und zitterte leicht, als sie beide den Hinterhof des Kinos überquerten, um zu einer einfachen Metalltüre zu gelangen.
„Und wenn sie abgeschlossen ist?“, flüsterte sie Severus zu, der nur in seine Hosentasche griff, ein paar Dinge hervorzog und schließlich einen Schlüssel in der Hand hatte.
„Aber woher …?“, begann sie, doch er legte einen Finger an ihre Lippen und brachte sie zum Schweigen.
„Geheimnis“, antwortete er ihr nur und ermahnte sie jetzt leise zu sein, bis sie den Kinosaal erreicht hatten.
Es war schon kurz nach zehn, und die Leute saßen schon auf ihren Plätzen, als sich zwei Gestalten durch dunkle Gänge schoben. Doch es war ruhig, kein Mensch kam ihnen entgegen. Sogar die Verkaufstheke, wo es Popkorn und Getränke gab, war schon geschlossen.
Severus aber drückte Lily sanft gegen die Wand, deutete ihr an, dass sie hier warten sollte und verschwand, um keine Minute später mit einer großen Tüte Popkorn und zwei Getränken wieder aufzutauchen.
„Aber Sev, du kannst doch nicht, das ist doch …“
„Shhh … die werfen die nicht verkauften Tüten von heute eh weg, also was soll's. Los, komm! Sonst verpassen wir noch den Anfang des Films.“
Ohne weiteren Protest folgte Lily ihm, auch wenn sie sich fest vorgenommen hatte, ihm nach dem Film nochmal die Meinung zu sagen.
Schnell fanden sie einen Platz, weiter hinten in einer Ecke, wo außer ihnen keiner saß. Es war vielleicht Viertel voll, was kein Wunder war, es war unter der Woche, wo viele Arbeiten mussten, da ging kaum jemand um die Zeit ins Kino.
Sev ließ sich in den Sessel fallen und streckte die Beine aus. Er war erst einmal hier gewesen, was er nicht zugeben würde, er schämte sich, dass er so gut wie keinen Film kannte. Fürs Kino war kein Geld da und für ein TV-Gerät schon gar nicht. Er konnte froh sein, wenn er genug zum Essen bekam. Um so mehr genoss er es, gerade mit Lily das hier teilen zu dürfen.
Gut gelaunt reichte er ihr die Popkorntüte und lächelte, was sie schließlich zaghaft erwiderte.
Sie waren genau richtig gekommen, denn in dem Moment war die Werbung zu Ende und der Film begann.
?Robin und Marian', lautete der Titel und schien schon vielversprechend zu beginnen.

Robin Hood, der inzwischen in die Jahre gekommen war, jedoch bis zu diesem Tage ein treuer und zuverlässiger Kämpfer seines Königs gewesen war, bekam von diesem den Auftrag in Frankreich ein Schloss für seinen Gebieter einzunehmen.
Nachdem Robin aber festgestellt hatte, dass der Herr dieses Schlosses ein alter Greis war, der ohne Wachen mit seiner Frau und seinen Kindern dort lebte, weigerte er sich und der König befahl schließlich den Tod seines treuen Gefolgsmannes. Doch Robin konnte fliehen.
Nachdem dann aber König Richard kurz später gestorben war, kehrte Robin und mit seinen Freunden, die ihn begleitet hatten zurück.
Zurück in England fand Robin heraus, dass Lady Marian sich in ein Kloster begeben hatte, um Nonne zu werden. Als er sie aber aufsuchte, erfuhr er, dass dies nicht ihr eigener Entschluss, sondern der Befehl vom Sheriff von Nottingham gewesen war. So befreite er sie und nahm sie mit sich, was dem Scherif gar nicht gefiel und die beiden trafen schließlich zu einem letzten Kampf auf einander.
Robin gelang es zwar, seinen Gegner am Ende zu töten, doch er wurde dabei selber schwer verletzt.
Sie schafften ihn zurück ins Kloster, wo Marian ihn pflegte und ihm einen Trank gegen seine Schmerzen bereitete. Doch was sie nicht wussten, war, dass der Trank vergiftet worden war. Er half Robin zwar gegen die Schmerzen, doch konnte er sehr bald seine Beine nicht mehr bewegen. Der Trank würde ihn über kurz oder lang gänzlich lähmen, bis sein Atem aussetzten würde.
Doch nicht nur er hatte von dem Trank getrunken, sondern Marian auch und während sie beide wussten, dass ihre letzte Stunde nahte, gestand sie ihm ihre Liebe.
„Ich liebe dich Robin. Ich liebe dich mehr ihr alle wisst. Ich liebe dich mehr als Kinder, mehr als die Felder, die ich mit meinen Händen bearbeitet habe. Ich liebe dich mehr als die Morgengebete oder Frieden oder Nahrung zum Essen. Ich liebe dich mehr als das Sonnenlicht, mehr als Fleisch oder Freude oder einen weiteren Tag. Ich liebe dich mehr als … Gott.“
Daraufhin schoss Robin einen Pfeil aus dem Fenster und bat seinen besten Freund John Little, dass man ihn und Marian dort begraben sollte, wo der Pfeil aufgetroffen war.

Severus hatte keine Ahnung gehabt, dass dieser Film eher ein Drama, als ein Liebesabenteuer war und so lag am Ende des Films Lily in seinen Armen und schluchzte leise. Er reichte ihr sein Taschentuch, wobei er froh war, dass es hier drin dunkel war. Das Taschentuch war zwar sauber, aber wie fast alle seine Sachen leicht angegraut.
„Danke … geht schon wieder. Das war so schön … so schön traurig“, schniefte sie und wischte sich die Tränen von den Wangen. „Sie konnten im Leben nie zusammen kommen, erst der Tod hat sie am Ende vereint.“
„Ja … sieht wohl so aus“, antwortet Sev, der nicht so recht wusste, was er tun oder sagen sollte.
„Weißt du … weißt du, was ich jetzt gern tun würde?“ Sie putzte sich die Nase und sah wieder zu ihm auf, während der Abspann noch lief.
„Was denn?“
„Einfach etwas spazieren gehen. Vielleicht am Fluss, die Nacht genießen. Wollen wir?“
Es schien ihr sehr wichtig zu sein, so nickte er und drückte sich jetzt auf die Beine. Sie mussten wieder hinten raus verschwinden, ohne dass der Betreiber des Kinos sie sehen würde, was sie auch schafften.
Leise glitt die Metalltüre in ihr Schloss und nachdem sie auch sicher den Hof überquert hatten, legte Severus vorsichtig seinen Arm um ihre Schulter. Da sie es zuließ, zog er sie etwas später sogar an sich heran, während sie am Fluss, der in diesem Monat sehr wenig Wasser mit sich führte, entlang gingen.
„Glaubst du … denkst du … wir werden mehr Glück haben, als Robin und Marian?“
„Lily das war nur ein Film. Du solltest vielleicht …“
„Dennoch war er verdammt traurig. Trifft dich die Geschichte gar nicht?“
„Doch … natürlich“, protestierte er und sah, wie sie erleichtert nickte und schließlich sogar lächelte.
„Du würdest nicht zulassen, dass man mich in ein Kloster sperrt, nicht wahr?“
“Nein, würde ich nicht, aber warum fragst du so was?”, wollte er nun wissen, woraufhin sie ihn in die Seite knuffte.
„Du bist unromantisch.“ Mit diesen Worten ergriff sie seine Hand und zog ihn weiter Richtung Wasser.
Direkt am Ufer, bei einem großen Stein, blieb sie stehen und setzte sich, ihn einfach mit sich ziehend.
„Träumst du nicht manchmal auch, einfach in ein Boot einzusteigen und damit auf das große weite Meer zu fahren. Alles hinter sich lassen und ein ganz anderes Leben zu beginnen?“
„Du ahnst gar nicht, wie oft ich das schon gedacht habe. Doch für mich war es kein Boot, sondern ein Zug. Der Zug. Der Hogwartsexpress. Er holt mich aus diesem Leben, hier raus und wird der Start in ein neues viel besseres Leben für mich sein.”
„Nicht mal mehr 2 Jahre, dann sind wir volljährig. Hast du schon Pläne?“, fragte Lily jetzt und lehnte sich an ihn, aber so, dass sie, wenn sie den Kopf zurücknahm, in sein Gesicht sehen konnte.
Pläne? Natürlich hatte er Pläne. Er wollte mit ihr leben. Mit ihr glücklich werden, sie jeden Tag im Arm halten dürfen, ihr Gesicht ansehen und sich neue Dinge ausdenken, um ihr ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Doch das alles zu sagen, wagte er nicht. Es war zu früh dafür, auch wenn er diese Wünsche schon seit dem Moment in sich trug, als er sie das erste Mal auf der Schaukel gesehen hatte.
„Einen Beruf, einer der gut bezahlt wird. Vielleicht in einer Apotheke oder so. Dann spare ich für ein Haus, vielleicht für so eines, wo wir die letzten Abende waren.“ Sein Blick ging aufs Wasser, auf dessen Oberfläche sich die wenigen Lichter spiegelten, die es hier in der Straße überhaupt gab. Ansonsten war das Wasser tiefschwarz, fast bedrohlich wirkte es, wie es so leise vor ihnen vorbeifloss. Es hätte sicherlich keinen von beiden gewundert, wäre ein dunkles schleimbesetztes Monster aus dem Wasser gestiegen und hätte versucht, sie in die dunklen Tiefen zu ziehen.
„Lily ich … fürchte ich werde morgen nicht kommen können. Vielleicht sogar die ganze Woche nicht. Mein Vater hat ab morgen Frühschicht. Er hat mir jetzt schon eine lange Liste mit Aufgaben gegeben, die ich zu erledigen habe. Und wenn er nachts zuhause ist, komme ich nicht weg. Er kommt mehrmals kontrollieren, ob ich auch da bin.“
„Dann sehen wir uns gar nicht?“ Ihr Blick war nun sichtlich betrübt.
„Ich werde versuchen tagsüber zu verschwinden, ich kann es aber nicht versprechen.“
„Okay.“
Sie saßen noch einige Zeit am Fluss, bis es dann doch unangenehm frisch wurde und Severus sie wieder nach Hause begleitete. An dem Abend standen sie noch lange an der Mauer zum Garten und küssten sich. Keiner von beiden wollte den Abend beenden, und so zögerten sie den Abschied hinaus, bis Severus dann schließlich doch die vor kälte leicht zitternde Lily in ihr Zimmer schickte.

Flashback Ende



Freitag 18 Juli


Hab den ganzen Tag gewartet, aber Severus ist nicht aufgetaucht.
Ich hoffe es geht ihm gut.

Tunie geht mir auf den Geist. Sie wird heute Abend ausgehen, mit ihrem Schatzi-dutzi. Soll sie, dann hab ich wenigstens meine Ruhe.

Samstag 19 Juli

Immer noch kein Lebenszeichen.
War mit dem Fahrrad mal kurz in Spinners End. Doch ich habe weder ihn, noch seine Mum gesehen.
Ob er mich auch ein bisschen vermisst?

Tunie war heute richtig nett zu mir. Sie hat mir sogar erlaubt, wenn ich wollte, dass ich ihre neue Bluse ausleihen könnte. Ich wette sie ist nur so nett, weil sie was will. Warum fragt sie nicht einfach? Ich lass sie zappeln, soll sie ruhig ein paar Tage nett zu mir sein.


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Das, was Harry so liebenswert macht, sind, glaube ich, seine charakterlichen Stärken, die wir selbst gerne hätten, und es sind auch seine Schwächen, die wir nur allzu gut verstehen.
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