
von Kraehenfeder
Es ist fast absurd zu glauben, dass nach so langer Zeit noch jemand diese Story verfolgt - aber da mir erst vor einigen Tagen aufgefallen ist, dass ich sie, obwohl sie durchaus zu Ende geschrieben wurde von Dr. S und mir, nie fertig gepostet habe, hole ich das nun nach: Wer weiß, vielleicht entdeckt sie ja noch jemand neu! Und ein großes Sorry an alle, die sie gelesen haben und nicht mehr fertig lesen konnten.
Kapitel 38 – Schulschwärmereien
Sirius‘ Anblick war einfach erbärmlich. Wie er dort an der Wand hockte, die Haut leichenblass und die Augen tief in ihren Höhlen liegend, glich er schon wieder sehr dem Mann auf den Wanted-Plakaten von vor gut zehn Jahren. Draco überkam ein kleiner Anflug von Mitleid, als er daran dachte, was Sirius in Askaban durchmachen musste. Sein Vater war vollkommen verstört von seinem Kurzaufenthalt zurückgekehrt und hatte sich auch nie ganz erholt. Draco schüttelte die Gedanken an einen ganz anderen Lucius schnell ab und richtete sich wieder auf, das wimmernde Häufchen von Sirius aus seinem Blickfeld streichend fixierte er Diggory.
„Ich weiß, dass du da was machen kannst. Immerhin können selbst Muggel eine…“ Er räusperte sich.
Cedric nickte kurz, rutschte von dem Schrank, auf den er sich gesetzt hatte und musterte Draco einen schier endlosen Moment. „Du hast…“
„Ich muss eigentlich los.“ Abwehrend hob Draco die Hände.
„Aber ich hab dich krankgeschrieben“, sagte Cedric und Draco hatte das so gerne verhindern wollen. Er warf einen Blick zu Sirius, der nicht ganz anwesend wirkte. Hoffentlich hatte er das nicht gehört. Wenn Sirius jetzt mitkriegte, dass Diggory Draco Malfoy untersucht hatte, dann würde das ganz bestimmt nicht gut enden. Einfach weil nichts gut endete, was Sirius anfasste, besonders wenn der so besessen von seinem Draco-Spielzeug war, dass niemand auch nur einen Finger danach ausstrecken durfte.
„Schweigepflicht?“ Draco warf dem Heiler einen eindringlichen Blick zu.
„Krankgeschrieben?“ Sirius richtete sich langsam auf. „Was… Geht’s dir gut, Draco?“
Die Hände zu Fäusten ballend drehte Draco sich zu Sirius. „Außer das ich deinetwegen einen scheiß Tripper durch die Gegend schleppe geht es mir blendend. Ich wüsste auch nicht, warum es mir schlecht gehen sollte. Du etwa, Sirius?“ Damit wollte er ihm indirekt sagen, ja die Klappe zu halten. Er hatte mit Mühe und Not erklären können, wie er sich diese Verletzung an solch empfindlichen Stellen zugezogen hatte. Sex sei eben nur gut, wenn man ordentlich rangenommen würde. Das hatte Diggory sogar leicht rot werden lassen.
„Ich hab dich…“
Draco kniff die Augen zusammen und rang um seine mühsam aufrecht erhaltene Fassung.
„…ver…“
„Sirius“, sagte Draco scharf. Er warf einen Blick zu Diggory und seine Hoffnungen, dass der das nicht zusammensetzen konnte, verpufften gerade, wie eine Kerzenflamme im Wind. „Er halluziniert. Die Drogen. Dagegen sollte man wirklich was tun.“
Diggory nickte langsam. „Setz dich doch bitte.“ Er wartete gar nicht darauf, dass Draco reagierte und schob ihn auf einen Stuhl, bevor er sich Sirius zuwandte. „Sie auch, Mr. Black.“ Sirius schenkte Draco einen längeren Blick und bewegte sich langsam auf ihn zu, setzte sich dann aber lieber auf die andere Seite. Cedric lehnte sich wieder gegen den Schrank und musterte seine Patienten einen längeren Moment.
„Machst du jetzt einen auf Psychiater?“, wollte Draco kühl wissen und verschränkte die Arme vor der Brust. Sein Blick fiel auf Sirius, der ihn starr fixiert hatte. Er erwiderte den Blick so gut er konnte.
„Ich hab einen Teil meiner Ausbildung in der Abteilung gemacht. Aber das ist ein anderes Thema.“ Cedric räusperte sich. „Jemand sagt mir jetzt, was gestern Abend passiert ist und…“
„Warum?“
Cedric lächelte freundlich. „Weil ich die Krankengeschichte genauer…“
Draco winkte ab. „Ist ja schon gut.“ Er warf einen Blick zu Sirius, der sich wohl schon auf Askaban vorbereitete, aber das konnte Draco einfach nicht. „Dean ist mir zu sanft im Bett.“ Er sah Sirius die Hände zu Fäusten ballen und verspürte das Bedürfnis sein Sexleben genauer auszuführen, nur um ihn zu ärgern. „Deswegen hab ich mich mal an Sirius gewandt. Das mit uns ist ewig vorbei.“ Sirius wandte den Blick auf seine Schuhe. „Leider ist Dean aber dazwischen geplatzt und hat Sirius verprügelt. So ein typisches Eifersuchtsdrama.“
„Verdammt, lüg nicht, Draco!“, schrie Sirius plötzlich. Draco starrte ihn geschockt an und presste die Lippen aufeinander. „Du wolltest nicht! Du hast gebettelt, dass ich dich nicht… Und ich habe…“ Mit weit aufgerissenen Augen starrte er auf seine Handflächen, als würde dort frisches Blut kleben. „Ich hab dich vergewaltigt. Schon wieder. Ich… gehöre ins Gefängnis. Ach, ich gehöre geküsst. Von den Dementoren.“
„Halt die Klappe, Sirius“, schnaubte Draco dazwischen. Sirius blickte perplex blinzelnd hoch. „Du willst doch nur einen weiteren Grund um im Selbstmitleid zu versinken. Ich hab genug davon. Es reicht mir. Ich will nicht mehr verletzt werden, nur damit du dich als mieses Schwein sehen kannst. Du bist eines, das musst nicht ständig beweisen.“
Sirius öffnete langsam den Mund, klappte ihn aber wieder zu und erinnerte Draco so an Archie, was wiederum das merkwürdige Gefühl in ihm weckte, zu fragen, wie es dem Kleinen ging.
„Cedric, versteh das jetzt nicht falsch. Sirius wusste nicht, was er tut. Ich werde ihn auch nicht… anzeigen“, sagte Draco langsam und wandte sich von Sirius ab. „Er weiß doch sicher nicht mal, wo er grad ist.“
„Das ist nicht wahr“, presste Sirius hervor. „Ich…“
„Das war ein Scherz“, unterbrach Draco ihn kalt. „Du hast deinen Humor ja schon lange verloren, das ist mir wohl kurz entfallen.“ Draco stand auf und strich sich die Hose glatt, schaute Sirius nicht nochmal an. „Man sieht sich.“
„Nein!“ Sirius sank schon wieder auf die Knie und schaute flehentlich zu Draco hoch. „Lass mich nicht allein.“
Draco wurde rot vor Scham. Was für eine Show musste Sirius hier abziehen? „Sirius… Erniedrige dich nicht schon wieder. Ich…“ Er schaute über die Schulter. „Ich vermisse deinen alten Charme. So bist du für mich nur wie eine lästige Fliege.“
Sirius klappte nach vorne zusammen, stützte sich gerade noch mit den Händen ab und starrte auf den Boden. „Ich… Es tut mir so Leid, Draco.“
„Wie oft hab ich das jetzt schon gehört?“ Draco schüttelte den Kopf. „Ich glaub es dir schon längst nicht mehr. Jetzt, bitte, lass dir was verschreiben, bevor du den nächsten armen Kerl mit einem Tripper infizierst.“
„Ich will keinen anderen!“, rief Sirius, nahm den Blick aber nicht vom Boden. „Ich… Draco.“
„Ich muss los…“ Draco war schon halb im Flur, als er Sirius wieder seinen Namen sagen hörte, flehentlich, verzweifelt, aber Draco schaute nicht zurück.
„Einen Moment noch.“ Diggory fasste ihn am Arm und hielt ihn im Flur fest, die Tür zum Behandlungsraum hinter sich schließend. „Draco, wir sollten darüber reden, was passiert ist. Wenn es wirklich Vergewaltigung…“
Draco wirbelte herum und befreite sich aus dem festen Griff. „Es – war – keine – Vergewaltigung“, presste er hervor, aber an Diggorys Gesichtsausdruck konnte er sehen, dass man ihm das nicht abkaufte. „Ich bin doch keine Frau. Hätte ich gewollt, dann wäre es ein leichtes gewesen ihn wegzudrücken. Du hast doch gesehen in was für einen Zustand er sich befindet.“
„Ich hab auch gesehen, was für Hämatome er bei dir verursacht hat“, sagte Cedric. „Spiel das nicht runter.“
Draco atmete tief durch. „Ich hab kein Problem damit. Kümmer dich einfach darum, dass er gesund wird…“
„So selbstlos?“ Cedric hob die Augenbrauen. „Du hast dich ganz schön verändert.“
„Als ob du mich kennen würdest… Die paar Mal Nachsitzen in der vierten Klasse…“ Draco zeigte einen Ansatz von Lächeln, der verschwand, als er Sirius direkt neben der Tür stehen sah. Ob er sie hören konnte? „Du…“ Draco richtete den Blick wieder auf Cedric. „Erinnerst du dich an die Anstecker für das Trimagische Turnier?“ Anscheinend konnte Sirius sie hören, denn er zuckte kurz, wagte aber nicht sich richtig umzusehen.
„Wie könnte ich das vergessen?“, gluckste Cedric. „Ich glaube, ich hab sogar noch einen. Aber ich mochte sie nicht. Das war nicht sehr… Na ja…“
Draco streckte die Hand aus und tippte gegen die Stelle von Cedrics Brust, wo man diesen Potter-stinkt-Button getragen hätte. „Ich mochte dich.“ Er wusste nicht, was ihn dazu trieb, dass zu sagen. Vielleicht wollte er, dass Sirius das hörte. Dass er aufhörte zu glauben, zwischen ihnen sei etwas Besonderes gewesen. Sozusagen die erste Liebe, die, die Teenager immer für etwas hielten, dass ewig halten würde. „Ich war so schrecklich verliebt in dich, Cedric.“ Er bekam nur aus den Augenwinkeln mit, wie Sirius herumfuhr, sich gleich wieder abwandte, als er Dracos Hand auf Cedrics Brust sah. „Hast du das gewusst?“ Jetzt erst schaute Draco hoch in Cedrics überraschtes Gesicht.
„Oh…“ Wenigstens schien er es Draco abzukaufen. Es gehörte sich sicher nicht, aber… Draco schob das auf das Konto des Slytherins in ihm. Der landete eh in der Höhle… oder wie immer Dean das nannte.
„Ich hab dir immer auf den Arsch gestarrt.“ Er grinste. Das stimmte wirklich. Auch wenn er es verdrängt hatte und es sicher nicht oft gewesen war. Bei den Schulumhängen fiel einem das aber auch schwer. Merlin… Draco dachte an seine rosig scheinende Schulzeit zurück. Vielleicht war er tatsächlich schwer verknallt in irgendeinen Jungen gewesen, hatte das aber nie realisiert, weil ihn niemand gegen Wände gepresst hatte. Wenn Sirius doch einfach…
„Ach?“ Cedric wurde tatsächlich verlegen.
„Mhm… Immer noch sehr ansehnlich.“ Draco winkte ab und trat einen Schritt zurück. „Aber… sowas geht vorbei. Egal wie oft ich mein Kissen wegen dir vollgeheult habe.“ Cedrics Augen weiteten sich. Merlin, das Grau erinnerte Draco so sehr an Sirius‘. Und Sirius rutschte gerade noch ein Stück die Wand herunter. „Du warst meine große Liebe, Cedric.“ Jetzt sank er auf den Boden und verschwand damit aus Dracos Blickfeld, weshalb er wieder Cedric ansah und überrascht zurückwich, als der viel zu nah bei ihm stand.
„Du gehst das falsch an, Draco“, wisperte er.
„Als ob du das richtig einschätzen kannst“, gab Draco leise zurück. „Sirius muss verstehen, dass das Leben weitergeht. Wenn ich über meine ach so große Liebe hinwegkomme, dann kann er auch darüber hinwegkommen etwas härter zu mir gewesen zu sein.“
„Ich will, dass wir darüber reden. Unter vier Augen. Nicht auf dem Flur. Ohne die Aussicht, was Black mir gleich antun wird, wenn ich da wieder reingehe.“
Draco hob eine Augenbraue. „Ganz gelogen habe ich nicht, Diggory“, sagte er und trat jetzt doch zurück, die Hände in die Hosentaschen steckend. „Und ich brauche keinen seelischen Beistand.“
Cedric lehnte sich mit verschränkten Armen zurück. „Vielleicht einen Freund?“
Draco schmunzelte. „Sorg einfach dafür, dass Sirius nicht mehr so abgefuckt aussieht.“
„Draco, das ist nicht so einfach abzutun. Besonders wenn du etwas für ihn empfunden hast.“ Cedric setzte einen richtigen Hundeblick auf. „Es ist schön, dass du ihm helfen willst, aber auch du brauchst…“
„Ich hab einen Freund, der sich wunderbar um mich kümmert“, sagte Draco und lächelte jetzt ehrlich. „Es geht mir gut. Ich komme zurecht. Aber Sirius… Er ist derjenige, der einen Freund braucht.“
Seufzend nickte Cedric. „Ich geh am Wochenende gerne mal in die Drei Besen“, sagte er, zwinkerte und öffnete wieder die Tür. „Vielleicht sieht man sich ja mal.“ Draco drehte sich kopfschüttelnd um und hastete den Korridor entlang. Hinter einer Ecke blieb er stehen und lehnte sich gegen die Wand, atmete tief durch. Es kostete ihn so dermaßen viel Kraft Sirius gegenüber zu treten, gegen diese widersprüchlichen Gefühle anzukämpfen und… Merlin, eigentlich wollte er ihm nur um den Hals fallen und solange halten, bis er nicht mehr wie ein Wrack aussah.
Draco schreckte auf, als er Gerumpel hörte. Gerade drehte er sich um, da warf Sirius sich auch schon um seinen Hals, warf ihn fast um. Nur die Wand stützte sie noch, ließ Draco sich aber gleichzeitig ziemlich eingeengt fühlen.
„Nicht… Draco, bitte… Verlass mich nicht.“ Sirius umfasste Dracos Gesicht und zog ihn näher, traute sich aber nicht ihn zu küssen, obwohl Dracos Lippen schon sehnsüchtig offenstanden. „Ich… Sag mir, dass das nicht wahr ist. Sag mir… bitte… Ich war der Erste, oder?“
„Lass mich los“, hauchte Draco und presste die Hände gegen Sirius‘ Brust. „Lass – mich – sofort – los!“
Sirius‘ Züge verhärteten sich. Er warf sich richtig nach vorne und presste seine Lippen hart gegen Dracos. Der Blonde stöhnte vor Schmerz auf, als sein Kopf mit voller Wucht gegen die Wand knallte. Sirius nutzte die geöffneten Lippen und schob seine Zunge in Dracos Mund. Dumpf protestierend krallte Draco sich an dem Hemd, das Sirius trug, fest, obwohl er eigentlich gegen die breite Brust hatte schlagen wollen.
Auch wenn er sich jeder Berührung von Sirius‘ Zunge entziehen wollte, konnte er nicht verhindern, dass es so durchaus den Anschein nahm, als erwidere er diesen Kuss. Und eigentlich… wollte er tief in seinem Inneren auch. Es fühlte sich so gut an Sirius‘ Körper wieder zu spüren, die großen Hände, die seine blonden Haare durcheinander brachten und das Bein, das sich zwischen seine schob. Draco stöhnte ungewollt auf, hämmerte jetzt doch schwach gegen Sirius‘ Brust und versuchte sich zu befreien.
„Nein… mh… ich… Siri…us…“ Mit jeder Silbe wurde er nur noch intensiver geküsst, als wolle Sirius ihm damit irgendetwas beweisen. „Hil…fe…“ Sirius erstarrte und löste sich keuchend. Draco schluckte als er einen verletzten Blick geschenkt bekam. „Hilfe…“ Er drängte sich nur enger gegen die Wand, weg von Sirius und von den Gefühlen, die der auslöste, aber der kam ihm wieder nach.
„Mach das nicht…“, wisperte Sirius. Sein Oberschenkel zwischen Dracos Beinen brachte den Jüngeren zum Keuchen, dementsprechend schwach war sein nächster Hilferuf. „Wir gehören doch zusammen. Ich mach das nie wieder. Ich… Ich brauche dich, Draco.“
„Verdammt, lass mich!“ Draco wand sich verzweifelt. „Geh weg! Lass mich in Ruhe, du scheiß Stalker!“
Es blitzte. Draco drehte gleichzeitig mit Sirius den Kopf und schaute direkt in eine Kamera, kniff die Augen zusammen, als das nächste Licht ihn blendete. Als er die Lider wieder aufschlug rauschte Cedric gerade um die Ecke, eine Hand auf die blutende Schläfe drückend scheuchte er den Reporter weg, der sich wohl von Harrys Zimmer weggetraut hatte.
Draco nutzte das aus um Sirius wegzuschupsen, presste sich sofort beide Hände gegen die rotgeschwollenen Lippen.
„Black, was sollte das?!“ Cedric konnte auch richtig wütend werden. „Treten Sie zurück oder ich rufe den Sicherheitsdienst.“ Sirius reagierte nicht. „Draco, alles in Ordnung?“
Draco schüttelte verstört den Kopf und ließ die Hände sinken. „Du widerlicher Bastard“, presste er hervor, drehte sich auf den Absätzen um und rannte den Korridor entlang, achtete nicht mehr auf die Rufe, die ihn zurückhalten wollten. Er lief so schnell er konnte, nahm die Treppen bis in die unterste Etage und blieb keuchend im Foyer stehen, schaute sich suchend nach Dean um. Er sah ihn an der Wand neben der Rezeption lehnen und irgendetwas in ein Notizbuch kritzeln.
„Dean?!“ Draco stolperte auf den ehemaligen Gryffindor zu und warf sich um seinen Hals, vergrub das Gesicht in Deans Halsbeuge.
Sofort wurde er fest in den Arm genommen und fühlte sich gleich ein bisschen besser. „Draco, was ist… Hat er dir was getan?!“ Dean wollte sich losmachen und sich wieder prügeln gehen, aber Draco klammerte sich verzweifelt an ihm fest.
„Geh jetzt nicht“, bat er. „Ich wollte nicht… Ich kann einfach nicht denken, wenn er da ist.“
„Pscht…“ Behutsam legte Dean eine Hand auf Dracos Hinterkopf. „Was ist passiert?“
Draco drehte den Kopf leicht, presste die Schläfe gegen Deans Schulter und suchte Blickkontakt. „Ich… dachte er würde verstehen, dass das Leben weitergeht, aber… er hat nur… Ich glaube, er hat Angst mich loszulassen und deswegen… Dean, er hat den Heiler verprügelt und das ist meine Schuld.“
Dean schüttelte schnell den Kopf. „Nein, dafür kannst du nichts, Draco. Black ist unberechenbar.“
„Aber…“ Draco presste das ganze Gesicht gegen Deans Schulter, wischte sich die Lippen an dessen Jacke ab. „Merlin, er… Dean… Ich dachte, ich kann das. Damit umgehen und… ihm doch noch helfen, aber er ist so verdammt… stark.“
„Nicht stärker als ich“, sagte Dean leise. „Ich beschütze dich. Keine Sorge.“
Draco war sich nicht so sicher, ob er beschützt werden wollte…
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