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Fanfiction

Partners in Crime - Voulez-vous coucher avec moi?

von Kraehenfeder

Kapitel 45 – Voulez-vous coucher avec moi?

Sirius starrte zu den Fenstern der Wohnung hoch, von denen er wusste, dass sich dahinter Dracos Leben abspielte.
Er war nicht hier weil er hochgehen wollte. Das hatte er gar nicht vorgehabt, schließlich hatte er ja versprochen, dass er Draco in Ruhe lassen würde. Aber seine Launenhaftigkeit machte ihm Angst. Was gestern auf dem Friedhof geschehen war, hatte ihm zu denken gegeben. Natürlich hatte sich Moony erst einmal darüber ereifert, was für eine kranke Beziehung er und Draco nur gehabt hätten. Außerdem hatte er ihn mit Fragen über das bombadiert, was Draco ihnen erzählt hatte. Sirius presste sich die Handballen gegen die Augen. Vor ein paar Wochen hatte Draco noch vehemment bestritten, dass es eine Vergewaltigung gewesen war – obwohl Sirius wusste, dass es stimmte. Nun schrie er Zeter und Mordio, um ihn bloß zu stellen. Oder welchen Zweck auch immer er damit verfolgte.
Heute morgen hatte er dann in den Spiegel geblickt, seine immer noch verunstalten Haare betrachtet und entschieden, dass er seine Kraft irgendwie nutzen musste. Was auch immer Diggory ihm eingeflösst hatte, er fühlte sich wie neugeboren. Und das, obwohl er schlecht geträumt und unruhig geschlafen hatte.
Also würde er unauffällig in Dracos Nähe bleiben, denn – wie man gerade gesehen hatte – schien Cedric seine Finger überall drin zu haben. Es beruhigte Sirius nicht gerade, dass er in Thomas' Wohnung gestiefelt war. Thomas' Wohnung, die auch Dracos war, rief er sich ins Gedächtnis.
Sirius hauchte seine vor Kälte starren Finger an und beobachtete den Hauseingang. Als Diggory endlich wieder auftauchte, zog er sich etwas tiefer in den Schatten der Ecke zurück, in der er stand. Eine gute Entscheidung, wie sich gleich darauf zeigte, denn Cedric blickte sich suchend um, bis ein schlanker Mann im hochgeschlossenen Mantel und mit einer Mütze auf dem Kopf am Straßenende auftauchte.
Die beiden gingen direkt aufeinander zu und Sirius konnte sein Glück kaum fassen, als sich ihre Schritte nur ein paar Meter von ihm entfernt trafen. Er atmete so flach wie möglich, um besser horchen zu können.
„Hast du's dabei?“ Die Stimme des fremden Kerls kam ihm irgendwie bekannt vor.
„Natürlich.“ Sirius sah Papier im Wind flattern, das Cedric aus seiner Tasche zog. Es musste einfach etwas Krummes an der Sache sein, so oft wie Diggory scheinbar mysteriöse Gespräche mit noch mysteriöseren Leuten führte.
„Wie sieht's mit dem anderen aus?“
„Läuft alles nach Plan. Ich habe ihn fast weich geklopft.“ So wirklich glücklich klang Diggory allerdings auch nicht. Sirius horchte auf.
„Er würde gern wissen, wann er mit seiner Rückkehr rechnen kann.“ Leider schienen die beiden nicht dumm genug zu sein, Namen zu nennen.
„Ich sagte es doch“, meinte Diggory gereizt. „Ich bin dabei. Hab gerade mit ihm geredet. Die Umstände sind günstig, Black präsentiert uns die perfekten Möglichkeiten sie alle dran zu kriegen.“
Sirius hielt den Atem an, als nun eben doch ein Name fiel. Was bei Merlin veranstaltete Diggory denn da?
„Du solltest dich beeilen, wenn du deinen Job behalten willst, Diggory.“ Darauf entgegnete Cedric noch irgendetwas, was Sirius nicht verstand, dann drehte sich der Fremde um und verschwand an der nächsten Häuserecke. Sirius atmete langsam auf und lockerte seinen Fuß ein bisschen, wobei er über ein Steinchen auf dem Boden rutschte, das einen Knirschen von sich gab. Er erstarrte – genau wie Diggory. Der Heiler aus dem St. Mungo drehte sich herum und ließ den Blick über die Häuserwand schweifen. Sein Blick verharrte an der Stelle, an der sich Sirius versteckte. Einen Moment lang hatte er das beunruhigende Gefühl, gesehen worden zu sein und sein Herz pochte schneller in seiner Brust – dann drehte Cedric sich um und ging ebenfalls davon.
Diesmal atmete Sirius wirklich aus und trat vorsichtig aus seiner Ecke heraus. Die beiden hatten ganz eindeutig über ihn gesprochen, und über Draco. Sirius wurde das Gefühl nicht los, dass Lucius Malfoy etwas damit zu tun hatte. Das würde auch perfekt darauf passen, was die beiden gesagt hatten. Er musste mit Draco reden. Unabhängig seiner Vorsätze, hier ging es um mehr, als um ihre Beziehung. Er musste verhindern, dass Draco etwas passierte.
Entschlossen stieg Sirius die Treppen zu der Wohnung hoch. Als er das kleine Schildchen an der Tür entdeckte, auf dem Stand „Dean Thomas“ und gleich daneben ein übermaltes „Seamus Finnigan“, das man in „Draco Malfoy“ umgetrickst hatte, hätte er sich am liebsten gleich wieder umgedreht. Die Tür stand jedoch ein Stück offen, was er ziemlich unvorsichtig fand, also musste er diese Gelegenheit wohl ergreifen. Es war schließlich nicht so sicher, dass Dean ihn reinlassen würde, wenn er ganz höflich klopfte.
Keine fünf Sekunden später bereute er es, die Tür leise aufgeschoben zu haben. Das erste was er erblickte war ein nackter Rücken, dann hörte er leises Keuchen und dann ergab die Szene Sinn: Dean Thomas lag gerade über Draco, seinem Draco, und drückte ihn auf die Couch, mal ganz davon abgesehen, dass sie beide nichts mehr trugen.
Thomas küsste die Lippen, die Sirius so bitterlich würde küssen wollen und trotzdem konnte er sich nicht umdrehen und davon rennen. Irgendetwas – vielleicht der Drang, sich selbst mehr als nötig weh zu tun oder einfach purer Voyeurismus – ließen ihn stehen bleiben.
Dean machte eine ziemlich eindeutige Bewegung mit den Hüften vorwärts und küsste dabei Dracos Schultern, dass konnte Sirius von hier aussehen. Er sah aber nur die Hälfte von Dracos Gesicht, weil der den Kopf abgewandt hatte.
„Alles okay?“, hörte er Thomas leise fragen.
Draco keuchte auf. „Mach weiter und frag nicht.“ Und er klang ganz anders, als er bisher immer geklungen hatte. Er klang... als würde es ihm Spaß machen. Das war doch unmöglich, oder?
„Merlin, Draco...“, stöhnte Thomas leise, was Sirius beinahe dazu veranlasste, sich die Hände auf die Ohren zu schlagen. Warum bemerkten sie ihn denn nicht? Warum kam denn niemand, um dieses Schauspiel zu beenden? Doch Sirius rührte sich nicht.
Draco atmete hörbar aus, als Thomas ein letztes mal heftig mit den Hüften nach vorn gestoßen hatte. Seine schlanken, weißen Beine lagen über Deans breiten Schultern.
„Genau so“, murmelte Draco verzückt, als Dean sich nach vorne beugte und sich in ihm zu bewegen begann. Als Sirius merkte, dass ihn das erregte, wurde er rot wie ein verfluchter Teenager. Er musste hier weg. Unbedingt. Trotzdem rührte er sich nicht.
Dracos Finger krallten sich in Deans Rücken. „Fester...“ Sirius presste die Lippen zusammen. Warum funktionierte das bei den beiden so gut? Warum konnten er und Draco nicht so Sex haben? Eine Stimme in seinem Hinterkopf flüsterte, dass schließlich er derjenige gewesen war, der Draco vergewaltigt hatte. Sirius blendete sie aus.
„Schling deine Beine um meine Hüfte“, meinte Thomas in diesem Moment außer Atem und half Draco dabei, seine Aufforderung auszuführen. Kurz drauf richtete er sich auf, so dass Draco nun auf seinem Schoss saß.
Sirius krallte eine Hand in den Türrahmen. Er konnte jetzt sehen, wie Deans Erregung immer wieder in Draco verschwand. Merlin, die beiden hatten Sex und er sah ihnen zu.
Draco musste jetzt nur noch einmal den Kopf heben und in Richtung der Tür gucken, dann würde er ihn sehen. Doch stattdessen legte er den verschwitzten Kopf an Deans Schultern und umschlang dessen Nacken mit seinen Händen, während er sich unter der Hilfe von Deans Händen immer wieder auf und ab bewegte.
„Ich... Dean, ich kann nicht mehr...“
Dean hob die Hüften an, um Dracos Bewegungen entgegen zu kommen. „Lass los, Draco... Einfach loslassen“, keuchte er.
Sirius konnte selbst von seinem Standort aus sehen, wie Dracos Körper sich verspannte und der Orgasmus über ihn hinwegspülte. „Ich liebe dich“, stieß er wimmernd aus, was Sirius schlagartig erkalten ließ.
Er spürte, wie sich sein Magen in einen Klumpen Eis verwandelte, als die Bedeutung dieser Worte in seinen Geist sickerte. Draco hatte Thomas gesagt, dass er ihn liebte.
Als er heute Nachmittag auf dem Friedhof... er hatte sich wahrscheinlich nur über den armen, alten Sirius lustig machen wollen. Sein Griff um den Türrahmen wurde fester und die Welt vor seinen Augen verschwamm. Er bekam nicht wirklich mit, wie Thomas noch ein paar Mal in Dracos schlanken, schönen Körper stieß und dann mit einem unterdrückten Keuchen kam.
Erst als sein Blick wieder klarer wurde, bemerkte er, dass Draco mit weit aufgerissenen Augen und hochrotem Gesicht in seine Richtung starrte.
Scheiße.
Plötzlich wollte er nicht mehr, dass man ihn entdeckte – aber bewegen schien auch unmöglich. Er stand einfach nur da, erwiderte Dracos Blick und fragte sich, wie er wohl aussehen mochte.
„Draco, was ist denn? Hab' ich dir weh getan?“, fragte Thomas beunruhigt, ehe er Dracos Blick folgte und ebenfalls die Augen aufriss.
Im Gegensatz zu Draco und Sirius blieb er aber nicht lange bewegungslos. Stattdessen setzte er Draco vorsichtig neben sich, dann schnappte er sich seine Jeans, schlüpfte hinein und war schon auf Sirius zugestürmt, ehe der nur hatte blinzeln können.
Als nächstes wurde Sirius mit einer Wucht an die Wand neben der Tür geknallt, die ihm für einen Moment die Luft aus den Lungen presste. Scheiße. Das hatte weh getan.
„Du mieser, kleiner Hurensohn, hast du es schon so nötig?“ Dean drückte seine Brust mit aller Kraft gegen die Hauswand. In seinem Kopf konnte Sirius schon seine Knochen brechen hören.
Trotzdem konnte er nicht anders. „Dir scheint es ja auch Spaß zu machen, ihn auszunutzen, oder? Und mir noch einmal einen Vorwurf machen...“ Seine Stimme klang nicht ganz so, wie er sie haben wollte. Aber eigentlich, jedenfalls im denkenden Teil seines Körpers, hatte er das sowieso nicht sagen wollen.
Er hörte Draco noch ein „Nein!“ quietschen, dann krachte eine Faust gegen seine Wange. An genau die selbe Stelle, die Draco gestern mit seinem weit aus weniger kräftigen Schlag getroffen hatte. Sirius spürte seinen Kopf nach hinten gegen die Wand fallen.
Schlimmer als der Schlag war eigentlich, dass Draco das ganze scheinbar furchtbar peinlich war. Ob er vergessen hatte, dass er und Sirius doch auch schon oft...?
Thomas hatte irgendetwas gesagt und in der Zwischenzeit hatte sich auch Draco seine Hose übergestreift, doch Thomas hielt ihn mit einer Handbewegung davon ab, näher zu kommen.
„Ich sollte dir deine hässliche Fresse zu Matsch zertrümmern, Black, du erbärmlicher Spanner. Hat's dir Spaß gemacht?“
Sirius erwiderte nichts, stattdessen tastete er vorsichtig nach seinen Zähnen und senkte dann den Kopf.
„Du liebst ihn, Draco?“, flüsterte er schließlich leise und sah Draco wie Dean gleichzeitig erbleichen.
„Hau ab, bitte, Sirius. Du gehörst nicht hier her“, antwortete Draco mit dünner Stimme. Das war ziemlich deutlich. Trotzdem wollte Sirius noch nicht aufgeben.
„Sag's mir, Draco. Bitte. Du liebst ihn?“
„Hast du doch gehört, oder, Black?“, meinte Dean gereizt, aber keiner reagierte darauf, weil sich Sirius und Draco über seine Schulter hinweg anstarrten.
„Er liebt dich nicht, Thomas. Sag ihm, dass du ihn nicht liebst, Draco...“ Warum tat er das? Das war doch genau das, was er nicht wollte. Aber zu sehen, wie Draco unter Deans Händen kam...
„Halt den Mund, halt den Mund, halt den Mund!“ Draco war immer lauter geworden und presste sich nun die Hände auf die Ohren.
Das veranlasste Dean dazu Sirius los zulassen, der gar nicht gemerkt hatte, wie schwach seine Beine geworden waren, weshalb er jetzt an der Wand hinab rutschte und zu sah, wie Thomas langsam auf Draco zuging.
Zaghaft streckte Dean die Hand nach dem Blonden aus und Draco ließ geschehen, dass er am Arm gepackt und von Dean in dessen Arme gezogen wurde.
Sirius beobachtete das alles mit schmerzendem Herzen.
Zitternd zog er die Beine an den Körper. Thomas flüsterte Draco irgendwas ins Ohr, aber dieser schüttelte heftig den Kopf und machte sich schließlich los. „Ich habe keine Lust mehr darauf“, schrie Draco plötzlich und schlug mit der Hand gegen die Sofa Lehne. „Ich... Oh, Merlin,... warum muss das so sein? Warum kann ich nicht einfach glücklich sein? Ich will doch nur... Ich will doch nur... Ich will doch nur glücklich sein!“ Die Tränen begannen wie in Sturzbächen über Dracos Wangen zu fließen und er biss sich so heftig auf die Lippe, das Sirius das Blut daraus hervortreten sah.
Dean warf Sirius einen Blick zu, der alle Anklagen der Welt in sich hatte, ehe er sich herum drehte und Draco vorsichtig das Blut von der Lippe wischte.
„Bitte, Draco... du musst dich beruhigen, ja?“
„Ich will mich nicht beruhigen, ich kann mich nicht... ich kann nicht... Ich weiß einfach nicht mehr weiter!“
Draco sah aus, als ob er einfach zusammenknicken würde, wenn er jetzt die Sofalehne losließ. Das hatte Sirius doch nicht gewollt. Er hatte nicht gewollt, dass es soweit kam.
„Ich wollte doch nur...“, würgte Sirius leise hervor. „Ich wollte euch doch nur erzählen...“
„Scheiße bauen und Schwierigkeiten machen, wolltest du, wie immer, Black!“, blaffte Thomas in seine Richtung und brachte Draco damit wieder zum zusammen zucken.
Stolpernd kam Sirius auf die Beine. „Es tut mir leid... Draco, bitte, beruhig dich... Ich gehe, okay? Es ist alles okay.“
„Nein!“ Dean und Sirius starrten Draco gleichermaßen an, der sich an Deans Hand klammerte und blind vor Tränen auf Sirius zutaumelte und nach dessen Unterarm griff. Als er bemerkte, dass er ihn beinahe umgreifen konnte, wenn auch nur beinahe, weiteten sich seine Augen, er blickte hoch und brach gleich darauf wieder in Tränen aus.
„Du sollst nicht gehen... Niemand von euch soll gehen... warum können wir nicht einfach alle glücklich sein?“
Sirius und Dean wechselten einen Blick, vor allem letzterem schien es schwer, sich zu beherrschen. Sirius löste vorsichtig Dracos Finger von seiner Hand.
„Weil wir nicht alle glücklich sein können, Draco. So ist das Leben. Aber erinnerst du dich noch daran, was ich dir gesagt habe, im Krankenhaus? Ich wollte wirklich nicht mehr kommen...“ Sirius' Stimme brach. „Aber ich musste euch etwas wichtiges... und dann... Ich wollte gehen, Draco, wirklich.“
Dracos Hand zitterte und hing noch immer in der Luft, da wo sie zuvor Sirius' Arm festgehalten hatte.
„Bitte, geh nicht... Du sollst auch... auch glücklich werden“, hickste Draco.
Sirius sprach nicht aus, was ihm durch den Kopf ging, weil er nicht zu melodramatisch klingen wollte.
„Ich komme schon klar, Draco“, meinte er so ruhig, wie es ihm möglich war.
„Nein.“ Wie begannen die Tränen über Dracos Wangen zu kullern und Sirius konnte nicht anders, als sie wegzuwischen. „Du bist krank, Sirius...“, murmelte er.
Sirius runzelte die Stirn und schüttelte dann den Kopf, ehe er Dean einen hilflosen Blick zuwarf.
„Beruhige dich doch, Draco. Ich werde jetzt gehen und ihr könnt euch einen gemütlichen Abend auf der Couch machen, Dean holt euch was zu essen und es wird alles wieder gut.“
„Nichts wird gut. Ich weiß nicht, was ich machen soll...“ Dracos Blick irrte auf besorgniserregende Weise zwischen den beiden Männern hin und her.
„Ich will nicht, dass euch was passiert. Ich will euch nicht verlieren.“
Diesmal schaltete sich Dean ein und legte Draco beruhigend einen Arm um die Schultern. „Uns passiert doch nichts, Draco. Bitte, beruhig dich. Uns geht es gut. Nicht wahr, Sirius?“
„Natürlich. Draco, wir sind alle in bester Ordnung. Du verlierst niemanden von uns...“ Sirius wusste gar nicht, woher er die Kraft nahm, das zu sagen. Dass Draco letztendlich bei Dean bleiben würde, war offensichtlich. Irgendwie. Er hatte keine Ahnung, wie er damit leben sollte. Allein die Erkenntnis, die Vorstellung in ein leeres Haus zurück zu kehren, zerriss ihn beinahe. Trotzdem schwieg er und versuchte Draco aufmunternd anzulächeln. Dieser schüttelte jedoch heftig den Kopf.
„Ihr versteht das nicht... Ihr versteht es nicht... Sie sterben alle. Immer, wenn ich jemanden gern gehabt habe, stirbt er... Ich will nicht, dass ihr sterbt. Ich will nicht das ihr sterbt!“ Draco raufte sich die Haare. Langsam begann Sirius sich wirklich Sorgen zu machen.
Dean schien es da ähnlich zu ergehen.
„Draco. Hör mir zu, Draco. Wenn du jetzt nicht augenblicklich wieder ruhig wirst, dann hole ich Cedric, okay?“
Draco starrte ihn nur an, aber die Tränen stoppten nicht. Sirius hingegen machte ein ruckartige Bewegung.
„Nicht Diggory! Ihr lasst euch alle von ihm verarschen, er ist-“
„Jetzt fang du nicht auch noch an rumzuspinnen, Black“, fauchte Dean. „Er ist Arzt. Du wirst nur von Eifersucht zerfressen. Du bist so ein Idiot, der Mann versucht schon seit Tagen dir zu helfen, aber du lässt es ja nicht zu!“
„Diggory ist ein Verräter“, keifte Sirius zurück. „Wenn du mir zu Ende zu hören würdest, dann würde ich dir erzählen können, was...“
„Hört auf! Hört auf! Nicht streiten, bitte, ich will nicht, dass ihr streitet...“ Dann sackte Draco weg. Gleichermaßen erschrocken blickten Dean und Sirius nach unten auf den Boden, wo sich Draco hingekauert hatte und vor und zurück wippte.
Egal, was die beiden auch versuchten, er reagierte gar nicht mehr auf sie, so dass Dean schließlich fluchend aufsprang.
Sirius hörte nicht was er tat, doch er hoffte sehr, dass er nicht wirklich Diggory verständigte. Leider enttäuschte ihn kurz darauf ein lautes Ploppen, ehe er unsanft von Cedric zur Seite gestoßen wurde.
„Draco? Draco, hörst du mich?“ Cedric zwängte Dracos Augenlider auseinander, aber der Blonde zeigte keinerlei Reaktion. Nervös stand Sirius daneben und umklammerte sich selbst mit den Armen, während Cedric mit Draco hantierte.
Schließlich griff Cedric nach einem Fläschen in seiner Tasche und flösste es Draco ein, der sich kein bisschen dagegen wehrte. Er blinzelte stattdessen und hob den Kopf, um sie alle der Reihe nach anzugucken. Sirius spürte Dean neben sich schon erleichtert aufatmen, dann wurden Dracos Pupillen aufeinmal größer, als sie sollten.
„Nein... Daddy, nicht... Hör auf, Daddy. Bitte... Ich wollte nicht,... Daddy!“ Sirius und Dean zuckten zusammen, während Cedric einen Moment lang nur da stand.
„Was hast du ihm gegeben, du Dreckskerl?“, war das Erste, was Sirius ausstieß, als er seine Stimme wieder fand. Cedric aber sagte nichts, beobachtete nur Draco, der auf die Couch zu krabbelte und sich dagegen drückte.
„Mach doch was!“, schrie Dean endlich, was Diggory scheinbar aus seiner Erstarrung löste. Oder was auch immer er da gemacht haben mochte.
„Draco,... Draco...“ Er versuchte den strampelnden und schreinenden Jungen festzuhalten, aber Draco war panisch vor Angst.
„Draco!“, versuchten es schließlich auch Dean und Sirius, erzielten aber nichts, außer noch mehr Angst.
Schließlich befahl Cedric ihnen, Draco festzuhalten. Sirius sträubte sich ein bisschen, erinnerte er sich doch noch zu gut daran, was mit ihm passiert war im Krankenhaus, - andererseits, irgendwas musste Diggory tun und schließlich waren sie hier. Deshalb hielt er Dracos strampelnde Beine fest, redete dem Jungen gut zu und beobachtete unbehaglich, wie Cedric eine Spritze aus der Tasche zog, die er immer bei sich zu tragen schien und sie Draco so vorsichtig wie möglich in die Vene jagte.
Draco schien das gar nicht zu bemerken, er schrie noch immer den Namen seines Vaters, bis er schließlich verstummte und sein Atem ruhiger wurde.
„Was... - Was war das?“, fragte Dean mit zitternder Stimme, nachdem sie alle drei einige Zeit geschwiegen hatte.
„Ich fürchte er hat nicht richtig auf das Mittel reagiert... Vielleicht war es eine Art Allergische Reaktion, oder der Trank war nicht gut. Ich konnte nichts dafür, wirklich!“
Dean nickte nur, aber Sirius starrte brennende Löcher in Cedrics Rücken, als dieser ein paar Fläschen aus seiner Tasche nahm.
„Er wird jetzt erst einmal schlafen, Dean. Ich komme morgen früh wieder vorbei, dann wecken wir ihn gemeinsam auf. Es dürfte ihm dann wieder gut gehen, das war eine Art Nervenzusammenbruch... Danach müssen wir erst einmal mit ihm reden, Medikamente helfen da nicht viel.“ Cedric fuhr sich seufzend durchs Haar.
Dean hob, noch immer nickend, Dracos Körper hoch und verfrachtete ihn in den Raum, der scheinbar ein Schlafzimmer war. Sirius hockte weiterhin am Boden. Er brauchte noch ein paar Sekunden um sich zu sammeln.
Erst als Deans Schritte wiederkamen, erhob er sich.
„Und du, Black. Mit dir muss ich auch reden. Was ist eigentlich... Hast du dich schon wieder geprügelt?“ Cedric wollte näher treten und mit der Hand nach Sirius' Kinn greifen, aber er wich zurück.
„Fass mich nicht an, Diggory“, knurrte er.
„Black, ohne Spaß, wir müssen uns unterhalten. Du brauchst...“
„Ich brauche gar nichts, außer, dass du deine stümperhaften Hände von Draco nimmst und jemanden schickst, der ihm wirklich helfen will“, unterbrach Sirius ihn grob. Dann drehte er sich zu Dean. „Sag mir bitte bescheid wie es ihm geht, ja? Ich will hier nicht wieder... reinplatzen. Schick mir nur eine Eule.“
Dean guckte grimmig, nickte aber. Sirius erwiderte das Nicken und apparierte dann – in seine einsame Wohnung, zu seinem leeren Bett, in das er sich angezogen und ohne einen weiteren Gedanken fallen ließ, und wo er sich mit einem verzweifelten Aufbrüllen das Kissen vor sein Gesicht drückte.


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