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Fanfiction

Partners in Crime - Höchst dramatische Entscheidungen

von Kraehenfeder

Guten Morgen, liebe Leute :D
Ich sitze hier gemütlich mit einer Tasse Kaffee am Frühstückstisch und starre den Geschirrspüler an, in der Hoffnung, dass er vielleicht beginnt sich von selbst auszuräumen. Bis jetzt ist das Ergebnis leider negativ... Also gibt es eben ein neues PiC-Chap :D
Dr. S: Lucius ist an allem Schuld. Das ist ganz klar... Ich meine, wer sonst? :D Er ist auch nur ein Opfer seiner eigenen Erziehung. Lucius durfte auch nie Märchen lesen. Irgendwie dünkt mir, dass das hier dein Kapitel ist... Du solltest dein Gedächtnis also unbedingt mal untersuchen lassen, Liebes :D
Hauself: Ja, Weihnachtsmänner haben was für sich, wenn sie wie Draco aussehen :D Schön, dass du Sirius' und Archies absolut tiefgehende und aggressive Streitgespräche lustig findest. Ihre armselige Existenz hat also doch noch einen Sinn... *g* Jetzt zoomen wir also zur Antwort auf deine Fragen. Vielen Dank für das Kommi! :D


Ach ja: Vielleicht lesen wir uns ja alle an Weihnachten oder einem der ersten Feiertage wieder, mit einem kleinen Special (wenn wir es so nennen wollen...), das wir in der Hinterhand haben. :D Spätestens im nächsten Kapitel, also nächstes Wochenende, werde ich ohnehin mit ekliger Eigenwerbung darauf aufmerksam machen.

So, jetzt ist aber gut. Vorsorglich schonmal allen schöne Weihnachten und erholsame Feiertage :D


Kapitel 8 – Höchst dramatische Entscheidungen

Das Arbeitszimmer seines Vaters war abgedunkelt, als Draco hineinschlüpfte. Er grinste zufrieden. Gut, natürlich wollte Sirius doch was von ihm. Wenn er einfach so ins Haus gekommen war, dann hätte er selbst in Lucius‘ Büro gehen können um sein Zeug zu erledigen. Aber Black hatte ihn sehen wollen und er hatte sich wieder so lieb um ihn gekümmert. Draco war jetzt schon wieder ganz warm, wenn er an die sanften Berührungen dachte. Ach, ja…
Anstatt bei irgendwelchen Quittungen und Checks, war Draco in Gedanken schon dabei sein Outfit zusammenstellen. Merlin, das waren auch nur fünfhundert Pfund! Grad mal einhundert Galleonen. Draco hatte für eine Woche mehr zur Verfügung. Aber Black schien wohl minimalistisch veranlagt zu sein. Nur wofür unterschlag Lucius solche Peanuts? Oh, Erdnussbutter wäre lecker… Besonders auf Black. Oh…
„Äh…“ Draco schüttelte den Kopf. Er musste sich konzentrieren. Für Black! Er nickte, als müsste er sich selbst zu stimmen. Je nachdem, wie gut er das machte, würde er Sympathiepunkte sammeln. Dass er damit gegen seinen Vater arbeitete, ignorierte er mit der Ausrede Erdnussbutter… Peanuts. Nach Askaban würde man ihn deswegen nicht stecken. Lucius Malfoy war sein ganzes Leben lang korrupt gewesen und inoffiziell wusste das die gesamte magische Gesellschaft. Black brauchte nur einen Sinn in seinem Leben und Draco würde Blacks Abenteuerlust nutzen um sich in sein Herz zu graben.
Das Ordnungssystem seines Vaters kannte Draco in- und auswendig. Immerhin war er sein ganzes Leben lang daran gewöhnt worden und irgendwann würde er es genauso machen, ob er wollte oder nicht, die Frage stellte sich einfach nicht. Jedenfalls wurde sie ihm nicht gestellt und er wollte gerade auch nicht darüber nachdenken. Dann müsste er auch realisieren, wie verfahren seine Schwärmerei für Harry Potters Paten war.
„So… Checks…“ Zielstrebig ließ Draco sich auf den Lehnstuhl fallen und schob sich zu einem Aktenschrank in der rechten Ecken, neben dem Fenster. Mit dem Zeigefinger fuhr er die Schubladen entlang und öffnete die unterste. Darin befand sich ein magischer Raum für Lucius‘ Dokumente, die sonst sicherlich nicht alle in ein paar wenige Aktenschränken gepasst hätten. Bei so einer Masse dauerte das Suchen aber auch dementsprechend. Da die letzte Wohltätigkeitsveranstaltung aber noch recht frisch war, war es sehr unwahrscheinlich, dass Lucius schon alles sortiert hatte.
Draco wollte gerade abtauchen, da wurde er am Kragen gepackt und auf die Beine gezogen. Seine Augen weiteten sich erschrocken, als sein Vater direkt vor ihm stand, eine Augenbraue hochgezogen und das Kinn leicht gereckt.
„Vater…“, presste Draco hervor und grinste übertrieben. Bloß nichts anmerken lassen.
„Was hast du hier zu suchen?“, wollte Lucius wissen und stieß Draco unsanft gegen die Wand. „Ich hätte nicht gedacht, dass du dich heute nochmal aus deinen Räumen traust.“
Draco räusperte sich. „Ich hab… mein Zeugnis gesucht“, sagte er betont unschuldig.
Allerdings zog das bei Lucius nicht. „Dein Zeugnis?“
„Äh, jaah… Da ist diese freie Stelle im Ministerium und ich wollte mich mal bewerben“, versuchte Draco sich rauszureden. „Den ganzen Tag hier rumzuhängen hat seinen Reiz verloren.“
„Mit dem Zeugnis findest du doch nicht mal was in der Abteilung für Flubberwurm-Aufzucht“, schnaubte Lucius. „Also?“
Draco drängte sich dichter gegen die Wand und musterte die Schuhe seines Vaters. „Sind die neu? Ist das Drachenleder? Lass mich raten: Rumänisches Langhorn?“
„Was wolltest du hier?“ Mit dem aus dem Spazierstock gezogenen Zauberstab hob Lucius Dracos Kinn an und verengte die kalten Augen zu Schlitzen. „Wage es gar nicht erst deinen Geist vor mir zu verschließen, du nichtsnutziger Schmarotzer.“
Oh, oh… Da hatte sein Vater wohl einen schlechten Tag. Draco schluckte, wodurch sich das Ulmenholz in seine Kehle bohrte. Er schaute weg und wich dem stechenden Blick seines Vaters immer wieder aus.
„Du bewertest das vollkommen über, Vater. Du weißt, dass mich der… Umfang deiner… Arbeit nun wirklich nicht interessiert. Was sollte ich davon haben in deinen Sachen herumzuschnüffeln?“
„Du warst schon immer neugieriger, als gut für dich war, Draco und ich möchte durch deine Stupidität nun wirklich nicht in essentielle Schwierigkeiten geraten.“ Lucius umfasste Dracos Kiefer und war merklich unsanfter als Sirius. Aber die Beiden wollte Draco nun wirklich nicht vergleichen. „Jetzt sieh mich an und wehe, du verwendest Okklumentik.“
Pah! Als ob sein Vater, nun wirklich nur ein drittklassiger Legilimentiker, es merken würde, wenn Draco ihm alles vorenthalten würde, außer einer uralten Anfrage, ob er irgendeinen Job im Ministerium haben wollte.
Aber die schallende Ohrfeige, die er kassierte, schien ihm das Gegenteil zu beweisen. Alleine schon, dass sein Vater ganz wie ein Muggel mit der Hand ausholte zeigte seinen Zorn.
„Lüg mich nicht an! Sag mir auf der Stelle, was du hier zu suchen hast oder ich werde ungemütlich“, zischte Lucius.
„Seit wann darf ich denn nicht mehr hier sein?!“, gab Draco wütend zurück und rieb sich die anschwellende Wange.
„Schreist du mich an?“
„Anscheinend!“
„Werde bloß nicht patzig, Draco“, drohte Lucius.
„Was sonst?“ Erwartungsvoll hob Draco die Augenbrauen. Er wusste gar nicht wo dieser Trotz her kam! Was bei Merlin machte er hier? Das war reiner Selbstmord.
„Dann lernst du mich kennen…“, hauchte Lucius und setzte noch einmal ein freundliches Lächeln auf, was ihm einen unheimlichen Ausdruck verlieh. „Wonach hast du gesucht?“
Draco biss sich auf die Innenseite seiner Wange und starrte stur auf die sich schnell hebende Brust seines Vaters. Er würde Black nicht verraten, eher ließ er sich bis zur Bewusstlosigkeit foltern. Das war aber auch schief gegangen, wenn Lucius sich sofort hier reinschleichen musste. Hatte der hier neuerdings irgendeine Sicherung eingebaut?
„Wieso ist dir das denn so wichtig? Irgendwas zu verbergen?“
„Vor einem einfältigen Kind wie dir? Natürlich!“, echauffierte Lucius sich und verletzte Draco so viel mehr, als der darauffolgende Stupor direkt in die Magengegend. Draco biss die Zähne festaufeinander, fühlte seine Augen leicht hervorquellen und hatte das Gefühl, sie würden ihm gleich platzen. Ein brennender Schmerz direkt über seinem Magen und Lucius stand so nah, dass sein Sohn nicht einmal auf den Boden sinken konnte. Das Wimmern unterdrückend hoffte Draco einfach, dass Lucius seinen schlechten Tag nicht noch mit einem Cruciatus für seinen Sohn krönte.
„Du…“ Draco atmete tief durch. „…dramatisierst das Ganze, Vater. Ich geh wieder in meinen Flügel und…“
„Weinst noch ein bisschen?“ Lucius hob die Augenbrauen, während Draco errötete. „Du bist eine Schande, Draco. Eine Schande. Ich sollte mich gleich vergewissern, wo du dich letzte Nacht aufgehalten hast. Bei deiner Verlobten sicher nicht.“ Er piekte Draco mit dem Zauberstab in die Seite. „Deine letzte Chance, Draco.“
„Das klingt, als wollest du mich umbringen, Vater“, sagte Draco, lachte heiser auf und versuchte zur Seite wegzurücken.
Lucius verengte die Augen zu Schlitzen, während er Draco immer im Blickfeld behielt. „Halt dich am Besten aus meinen Geschäften heraus, sonst kann ich für nichts garantieren. Legilimens!“ Der Zauber traf Draco so überraschend, dass er gar keine Barriere erschaffen konnte. Wer übte sich denn auch heutzutage noch in dieser Materie? Er hatte besseres zu tun! Und dementsprechend hilflos musste er mit ansehen, wie sein Vater gerade zielstrebig nach dem suchte, was er finden sollte. Verfolgungswahn gehörte da wohl auch schon zu… Irgendwas stimmte in letzter Zeit eh nicht mit seinem Vater. Lucius war nie wirklich offensichtlich liebevoll zu ihm gewesen, aber momentan bekam sogar Narcissa alles Mögliche ab.
„Sieh mal einer an…“ Lucius ließ von seinem Sohn ab und verzog angewidert die Mundwinkel. „Homoerotische Erfahrungen gesammelt, mein Junge?“
Draco sank knallrot an der Wand herab. Vor Scham wäre er am liebsten im Boden versunken und wäre erst in China wieder rausgekommen. Scheiße! Das hatte er fast vergessen…
„Dann auch noch so naiv auf Black reinzufallen“, sagte Lucius kopfschüttelnd. „Er hat dich nur benutzt um an ein paar unwichtige Belege zu kommen. Ich hoffe du vergisst deine kleine Schwärmerei bald, wenn dir das klar geworden ist.“
Draco wandte den Blick ab. Anscheinend waren Lucius diese Spenden-Peanuts nicht so wichtig, aber warum hatte er dann so einen Aufstand gemacht, als er Draco in seinem Büro erwischt hatte? Steckte da etwas anderes dahinter? War das noch wichtig?
„In dein Zimmer. Und du trittst mir erst wieder unter die Augen, wenn du dir diese Kindereien aus dem Kopf geschlagen hast.“
Lucius kümmerte sich nicht einmal persönlich darum, Draco in sein Zimmer zu bringen und ihn einzusperren. Das übernahm ein dämlicher Hauself, der auch gleich Dracos Zauberstab einkassierte.
Draco ließ sich auf sein Bett fallen, eine Hand auf seinen schmerzenden und nur noch aus einem einzigen blauen Fleck bestehenden Bauch gepresst. Die Wahrscheinlichkeit, dass Lucius das einfach so abtun würde, war gering, aber es wunderte Draco mehr, das er sich hauptsächlich um Black sorgte. Wer konnte schon ahnen, wie es für den ausgehen würde? Immerhin spionierte niemand ungestraft in Lucius Malfoys Angelegenheiten herum.
Es wurde dunkel, aber Draco dachte gar nicht an Schlaf. Voller Energie war er zwar nicht, nachdem er den halben Morgen schluchzend das Gesicht ins Kissen gepresst hatte, aber nun war er viel zu aufgewühlt um zu schlafen. Wenn nicht wegen Herumschnüffelns, dann würde Sirius dafür büßen, dass er Lucius‘ Sohn angegraben hatte. Wahrscheinlich einfach doppelt. Oh, verdammte Hippogreifscheiße! Sie würden ihn umbringen. Dracos erste, einzige, wahre Liebe! Das konnte er nicht zulassen.
Entschlossen entstaubte Draco seinen alten Nimbus 2001, warf sich einen schweren Umhang wegen der hereinbrechenden Kälte über und startete von seinem Balkon aus. Keine Ahnung, wie er nach London kommen sollte, aber dafür hatte er ja so ein Navigationsding, das ihm mit piepsiger Stimme ständig „bitte wenden“ an den Kopf knallte.
Mitternacht war lange vorbei, als Draco in der miesen Gegend landete, die Sirius bewohnte. Im Garten hinter Blacks Haus stieg er ab, schaute nach oben und sah das Licht des pinken Strauches durch Sirius‘ Fenster scheinen. Okay, er wollte ja nur schauen, ob alles in Ordnung war. Aber Sirius würde ihn auslachen… oder wütend werden, weil Draco nichts an Beweisen hatte, aber…
„Scheiß drauf…“, murmelte Draco, kletterte wieder auf seinen Besen und flog vorsichtig vor Sirius‘ Fenster. Es war dunkel in der ausgefallen eingerichteten Wohnung und das Fenster angelehnt, damit die Bonsais ein wenig Luft schnappen konnten. Vorsichtig schwang Draco sich von seinem Besen in die Wohnung und konnte einen Bonsai geradeso eben davon abhalten herunterzufallen. Den Nimbus legte er auf die Couch, spürte die Schnauze des Fisches am Handballen und erschauderte.
„Black?“, fragte er in die Dunkelheit, hörte aber nichts. „Black?“
Er suchte das Ding, mit dem die Muggel ihr Licht anschalteten und erschrak sich, als er das Chaos in der Wohnung entdeckte. Und er hatte sich Sorgen um einen Bonsai gemacht. Archies… Gefäß hatte ein Loch und durch das Gewicht des Besens strömte noch schneller das Wasser heraus. Der gesamte Boden war überflutet, was Draco hektisch nach Klebeband suchen ließ, das er auf der Anrichte im Flur, gleich neben einem neuen Beutel dieser Pillen fand. Black brauchte anscheinend immer sowas im Haus…
Er flickte das Loch behelfsmäßig, wünschte sich seinen Zauberstab jetzt schon so sehr, aber noch mehr, als er Black auf dem Boden liegen sah. Bewusstlos, blutüberströmt und kaum noch atmend.
„Black!“, quietschte er unnötigerweise und fiel neben dem Älteren auf die Knie. Ohne Zauberstab war dessen Leben schwieriger zu retten, als Archies…
„Black, sag was…“ Draco bettete Sirius‘ Kopf in seinem Schoß und strich das blutverkrustete Haar aus dessen Stirn. Eine hässliche Platzwunde an der Schläfe ließ ihn sich fast übergeben. Diverse Flüche hatte Sirius wohl auch abgekriegt und sicher nicht nur von einem Menschen. Draco bezweifelte, das sein Vater überhaupt hier gewesen war. Sowas erledigten andere Leute.
„Oje…“ Schwerfällig zog Draco Sirius unter den Armen durch den nassen Raum in dessen Schlafzimmer, verfluchte den Sand, der an dem nassen Rücken kleben blieb und schleppte Black in sein Bett, bloß nicht die Hängematte.
Sirius stöhnte schmerzerfüllt auf, als Draco den schwarzen Haarschopf auf den glänzenden Seidenkissen bettete. Er deckte Sirius schnell zu und hastete in die Küche, wo er ein Handtuch befeuchtete, das er Sirius kurz darauf auf die Stirn klatschte. Eine Weile ließ er es einfach liegen, bevor er anfing die Wunde abzutupfen. Wer wusste schon, was die ihm noch alles angetan hatten. Eigentlich gehörte Sirius ins St. Mungos, aber wie sollte Draco ihn dorthin bekommen? Auf den Nimbus schnallen? Und wenn Sirius herunterfiel? Nein, das konnte er nicht riskieren. Irgendwie war das ja eh alles seine Schuld…
Schniefend griff Draco Sirius‘ Hand und drückte die Lippen auf die aufgeschürften Fingerknöchel. Für so einen lieben, unschuldigen Mann wie Sirius Black war das alles viel zu gefährlich. Draco würde alleine herausfinden müssen, was seinen Vater dazu trieb wehrlose Ex-Gryffindors so zu zurichten. Sirius hatte ja auch gar nichts damit zu tun. Das war alles einzig und allein Dracos Schuld. Weil er nur Black in seinem Kopf hatte und seinen Vater das hatte sehen lassen…
„Leb wohl, Sirius…“, flüsterte er, küsste Black noch einmal und rauschte mit theatralisch aufbauschendem Umhang davon. Seinen Nimbus vergaß er dabei und ließ Archie immer wieder dagegen stupsen.
Ein Stockwerk über Sirius‘ Wohnung klingelte er bei Terry Boot, der noch wach war und von Draco zuerst für Potter gehalten wurde, so wie die schwarzen Haare in alle Richtungen abstanden.
„Malfoy? Es ist halb zwei… Morgens!“ Er musterte Draco verwirrt.
„Hast du eine Eule und Pergament für mich?“, fragte Draco und weckte wohl derartig aufgelöst einen enormen Beschützerinstinkt. Boot schien ihn direkt in den Arm nehmen zu wollen um das blonde Haar zu streicheln.
„Klar, komm rein“, sagte Terry und ließ Draco in seine mehr als spartanisch eingerichtete Wohnung treten. Ein tiefgelegter Holztisch, ein beiges Sofa und ein auffälliges Bild an der Wand, blaue und grüne Streifen, die durcheinander wirbelten, so schnell, dass einem schlecht davon wurde. Ein paar Insekten waren durch das offene Fenster geflogen und zogen ihre Bahnen unter der Lampe, die keinen Schirm hatte. Einfach eine kahle Glühbirne.
Auf der durchgesessenen Couch machte Draco sich daran eine kurze, aber eindeutige Notiz zu schreiben und schickte Boots zerfledderte Eule – er nannte sie dämlicherweise Owly – kurzerhand zu Potter, der sich um seinen Paten kümmern sollte. Natürlich ohne Absender.
„Um was geht’s denn?“ Terry stellte ihm mit mütterlichem Gesichtsausdruck ein Glas Wasser hin, das aber ziemlich abgestanden aussah. Ein Malfoy trank nur reines Quellwasser aus dem Himalaya, klar?
Draco schüttelte nur den Kopf.
„Haste auch hier in der Nähe zu tun gehabt?“, wollte Terry wissen und Draco legte verwirrt den Kopf schief. „Na ja, deinen Vater hab ich heute hier in der Gegend gesehen. Und das ausgerechnet…“ Er machte eine vielsagende Handbewegung, die Draco aber gar nichts sagte. „…da!“
„Aha.“
„Krass, was?“
„Mhm…“
„Ich meine, Lucius Malfoy!“
„Ach?“
„Haben sich fast geprügelt um ihn… Aber deswegen war er wohl nicht in der Nähe.“ Deprimiert seufzend ließ Terry sich neben Draco fallen, die Couch quietschte widerlich. „Ich meine, so nen Fang machst du einmal im Leben und wenn du nen reichen Kerl bei Stange halten kannst, haste ausgesorgt.“
Mit großen Augen blinzelte Draco und setzte sich wieder ganz steif hin, die Hände im Schoß gefaltet. Oh… Jetzt verstand er. So einer war der Terry. Eine männliche Prostituierte, wie immer das auch hieß. Und Vater war da in der Nähe gewesen? Brauchte Vater homoerotische Eskapaden? Uäh! Sicher nicht… Das musste was anderes sein…
„Hier.“ Draco kramte im seinem Umhang nach seinem Goldbeutel und steckte Terry eine Galleone zu. „Jetzt…“
„Oha! Dafür kriegste aber das volle Programm, Malfoy…“, hauchte Terry erstaunt und musterte die Galleone fast solange wie Draco. Anscheinend war er nicht abgeneigt. „Wenn du das unbedingt nötig hast, dann…“
Abwehrend hob Draco die Hände. „Hast du sie noch alle? Nein. Ich will dich nur um einen Gefallen bitten.“
Terry schien leicht enttäuscht, drehte die Galleone zwischen den Fingern und ließ sie in seiner Hosentasche verschwinden. „Gut, was immer du willst.“


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