
von Kraehenfeder
Marry63: Ja, komisch trifft es wohl ganz gut! :o Ich verspreche, sie wird noch komischer... Aber warten wir es ab. Vielen lieben Dank fĂĽr dein Kommi!
Dr. S: Extra fĂĽr dich habe ich es korrigiert, Sushi-Darling! :D Und sich selbst zu kommentieren ist nicht schlimmer, als mit sich selbst zu reden... Es wird schon wieder, jemand wird kommen, um dir zu helfen! Danke dir ;)
Lina90: Wow? Gleich auf einmal? :D Das ist cool. Schön, dass dir die Story gefällt. :o Herzlichen Dank für dein Kommi!
Hauself: Irgendwer muss es ja versauen, oder? :D Wäre ja langweilig, wenn nicht! Ich werde Draco vor die beschützen! *heldenhaft Arme um ihn schling und die rosige Wange kneif* Sie will dir nichts böses tun, kleiner, unschuldiger Draco... :D Dankeeee für dein Kommi! ;P
Kapitel 13 – Que será, será
Sirius kauerte neben seinem Strauch und streichelte ihn abwesend.
Fuck, Fuck, Fuck.
Wäre Terry zehn Minuten später herein geplatzt, wäre es vielleicht schon zu spät gewesen. War es jetzt wütend deshalb, oder eher dankbar? Beides wahrscheinlich. Na gut, wütend auf jedenfall. Schließlich hatte es niemand – nicht einmal Voldemort – verdient, dass ein unbekleideter Terry Boot durch die Tür spaziert kam.
Harry und Terry… Terry-Harry… Harry-Terry. Nein, das war einfach undenkbar. Sein Patensohn konnte gar keinen Gefallen an einem so intelligenzfreien Menschen finden. Bei Boot musste man ja schon froh sein, wenn er seine eigene Wohnungstür fand.
Oben fiel etwas um. Die Wände waren einfach zu dünn. Terrys Stimme sagte irgendetwas. Mein Gott, der hatte also auch noch Besuch.
Eine höhere Stimme antwortete. Weich, noch jung. So wie… Draco! Sirius sprang auf und stieß seinen Strauch beinahe selbst um, als er zur Tür hechtete.
Reichte es diesem schmierigen, unterbestückten Strichjungen nicht, schon Harry in seinen Fängen zu haben? Musste er sich auch noch den naiven, kleinen Draco schnappen? Wie immer ließ Sirius kurzerhand außer Acht, dass Draco und Harry im selben Schuljahr gewesen waren. War ja auch ganz egal. Harry hatte eine anständige Ausbildung, war abgehärtet. Draco konnte ja nicht wissen wie das Leben war, wenn er von klein auf verhätschelt worden war.
Vor Terry Tür zückte Sirius seinen Zauberstab. Einen kurzen Schlenker später flog die Tür mit einem lauten Knall aus den Angeln, worauf Sirius in den Raum hinein stürmte. Der wackelige Couchtisch war umgekippt, Draco lag breitbeinig auf der Couch, Terry über ihm.
„Ey, Mann, musst du immer so eine Show abziehen? Diese Tür…“
„Geh von ihm runter, du Knallrümpfigerköter! Du ekliger, perverser Flubberwurm! Expelliarmus!“ Man konnte das Gebrüll des Schwarzhaarigen wahrscheinlich noch im nächsten Block hören. Terry flog im hohen Bogen gegen die Wand und rutschte ächzend daran herunter. „Erst Harry und jetzt Draco? Du bist…“
„Wir haben gar nicht…“
„Es ist nicht das, wonach es aussieht…“
„Das ist so abartig! Und du, Draco, bist du so notgeil, dass du deine Jungfräulichkeit unbedingt los werden willst?“
„Jungfräulichkeit?“, echote Terry mit großen Augen.
„Wir sind nur umgefallen“, brüllte Draco.
„Ihr…- oh?“, kam es schwach von Sirius.
„Ich bin an meinem Tisch hängen geblieben und auf die Couch gestolpert, auf der Draco saß. Alles nicht so schlimm, oder?“
„So viel Dummheit kann auch nur in dir stecken! Ich muss dich ja nicht mehr an die Sache mit dem Pudding erinnern, um deine Unfähigkeit zu beweisen, oder?“
„Ich bin immer noch der Meinung, dass Vanillepudding eine große Ähnlichkeit mit Sperma aufweist…“ Verträumt pustete Terry die Luft aus.
Bei diesen Worten drehte sich Sirius langsam zu Terry um, betrachtete die geweiteten Pupillen desselben mit einem Stirnrunzeln.
„Draco“, zischte er plötzlich, wirbelte er herum und pinnte den Kleineren gegen die Sofalehne. „Ich sollte dir die Eier abschneiden dafür, dass du dich schon wieder an Dingen vergangen hast, von denen du die Finger lassen sollst.“
Mit einem schiefen Grinsen fischte Draco nach der Tüten mit den Pillen. „Ich hab’ ihm eine angeboten, weil er mich heute Nacht in seinem Bett schlafen lässt.“
„Als doch!“, knurrte der Schwarzhaarige.
„Nein!“, quietschte Boot, wahrscheinlich in Angst vor einem weiteren Ausbruch seitens seines Nachbars. „Kein Sex! Er darf nur hier schlafen, weil er nicht heim kann.“
Sirius zog die Augenbrauen zusammen. „Du kannst nicht heim?“
„Naja… Nachdem, was heute im Krankenhaus los war…“
„Oh, Draco“, meinte Sirius plötzlich, ehrlich geschockt. Das hatte er ja ganz vergessen. Er hatte Draco praktisch geoutet heute, vor seinen Eltern. Außerdem war sein vermeintlicher Boyfriend das schwarze Schaf der Familie.
„Warum hast du nichts gesagt?“ Einen Moment herrschte Stille, dann beantwortete Sirius seine eigen Frage. „Ach ja. Ich hab’ geschrieen, du hast geheult und ich hab dir das Wort abgeschnitten. Mist. Komm mit, Draco.“ Er zog den Blonden an der Hand von der Couch. Der drehte sich noch mal kurz um und rief ein „Danke, Terry!“, dessen Erwiderung in einem wimmernden „Meine Tür!“ bestand.
Nachdem Sirius Draco in den Gang geschoben hatte, richtete er seinen Zauberstab auf die Tür, murmelte ein halbherziges „Reparo“ und das Holzkonstrukt setzte sich seltsam schief wieder zusammen. Egal. Terry hatte das verdient. Es wäre seine Pflicht gewesen Draco bei Sirius abzuliefern.
„Darf ich jetzt echt bei dir schlafen?“, fragte Draco vorsichtig.
„Bei mir, aber nicht mit mir, nur damit wir uns verstanden haben, ja?“
„Also vorhin…“
„Vorhin war ein Fehler.“
„Aber…“
„Halt die Klappe, Draco. Zumindest solange, bis ich dich auffordere, wieder zu reden. Wir müssen uns gleich mal unterhalten. Aber nicht hier draußen.“
BestĂĽrzt stellte Sirius fest, dass seine WohnungstĂĽr schon wieder offen stand. Irgendwie schien das zur Gewohnheit zu werden.
„Setz dich einen Moment zu Archie.“ Er brauchte irgendetwas zu trinken. Etwas Alkoholisches. Eine Flasche Whiskey in der Hand ließ er sich neben Draco sinken. „Auch?“
Der Blonde schĂĽttelte den Kopf.
„Gut“, erwiderte Sirius, nahm einen tiefen Schluck aus der Flasche und ließ den Kopf gegen die Rückenlehne des Sofas sinken. „Wie geht’s eigentlich deiner Nase?“, fragte er mit geschlossenen Augen.
Er spürte, wie Draco den Arm hob, wahrscheinlich um eben diese zu berühren. „Gut.“
„Freut mich. Also.“
Es herrschte kurze Stille.
„Ja?“, meinte Draco fragend.
„Mphf.“ Das Gespräch begann sich wohl doch nicht von selbst. Merlin hätte ihm ja mal gnädig sein können. So pädagogische Dinge lagen ihm einfach nicht.
„Ich glaube es ist an der Zeit, dass wir uns mal ernsthaft unterhalten, Draco…“, meinte Sirius vorsichtig. „Über dich und mich und was hier passiert.“
Der Blonde wollte schon wieder etwas einwenden, aber Sirius schlug die Augen auf und brachte ihn mit einer Handbewegung zum schweigen.
„Das ist mein Ernst. Es kann nicht so weiter gehen. Du musst einsehen, dass du einfach zu jung dafür bist.“
„Bin ich nicht, Black, das denkst du nur. Manchmal komm ich etwas anders rüber als beabsichtigt…“, meinte Draco leise.
„Schau her, Kleiner. Du hast die Reaktion deiner Mutter gesehen. Deine Eltern würden das nicht zulassen und du kannst mir eins glauben – ich bin nicht der richtige Mann für solche Sachen. Wenn du wirklich der Meinung bist schwul zu sein, dann okay, such dir einen respektablen Partner und mach reinen Tisch mit deiner Familie, aber…“
„Es ist eh zu spät. Mein Vater wird das nicht akzeptieren.“
Die beiden starrten einander einen Moment an, dann seufzte Sirius gedehnt.
„Was willst du damit sagen?“
„Ich werde meinem Vater sagen, dass ich mit dir zusammen sein möchte.“
Sirius sah für einen kurzen Moment Archie erstaunlich ähnlich, als er mit offenem Mund und hängenden Schultern da saß.
„Das halte ich für eine sehr schlechte Idee. Ich weiß nicht, ob es dir aufgefallen ist, aber meine Pläne haben das nicht vorgesehen.“
„Dann muss ich dich halt überzeugen.“
„Ich weiß, dass man’s dir nicht anders beigebracht hat, aber weißt du – das Leben spielt nicht immer wie man will. Nicht alles dreht sich darum, was du möchtest. Manchmal sind auch die anderen Leute am Zug“, kommentierte Sirius sarkastisch.
Dracos Augenbrauen hüpften in alter Malfoy-Manier nach oben. „Das sehe ich anders. Ich bekomme immer was ich will.“
Draco erhob sich und klopfte sich den imaginären Staub von der Kleidung. Okay, man wusste ja nie, welche Dreckspartikel bei Terry unsichtbar in der Luft herum flirrten. Dann schwang er seinen Zauberstab und sein Besen wuchs wieder zur normalen Größe heran. Aha, den hatte er also scheinbar die ganze Zeit dabei gehabt.
„Du willst heim fliegen?“, fragte Sirius skeptisch.
„Was sonst, Black?“
„Warum apparierst du nicht?“
„Ich bin nicht gut darin.“
Seufzend stand Sirius auf. „Klapp deinen Schrottbesen wieder zusammen, ich bring dich bis vor euer Tor.“
Wieder einmal konnte man förmlich sehen, wie sich Dracos Pupillen in Herzchen verwandelten. „Ich wusste es ja immer“, murmelte er vor sich hin und schien gar nicht zu bemerken, dass Sirius seinen Besen beleidigt hatte. Als er fertig war klammerte er sich an Sirius Unterarm.
„Merlin, damned it.“ Sirius schüttelte den Kopf und apparierte.
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