
von Kraehenfeder
Sorry, sorry, sorry. Ich bin auf dem Sprung. Aus dem Urlaub zurück und jetzt gleich schon wieder für einanhalb Wochen weg! Deshalb schnell ein neues Kapitel.
Kapitel 28 - Traum oder Wirklichkeit?
Kapitel 28 – Traum oder Wirklichkeit?
An Schlaf war kaum zu denken. Zumindest fühlte Draco sich im Delirium gefangen und wälzte sich immer wieder in Sirius‘ Decken hin und her, nach Luft schnappend und sich schon fast den Tod wünschend. Seine Glieder schmerzten, in seinen Schläfen pochte das Blut und der sich langsam heranschleichende Husten setzte dem Ganzen noch eins oben drauf.
„Draco, Draco, hey…“ Sirius‘ Hände umfassten Dracos mit kaltem Schweiß überzogenes Gesicht. „Ich hab noch einen Schlaftrank gefunden. Denen gegen Erkältung trau ich nicht… Die sind uralt. Hier…“
Draco spürte wie ihm ein kaltes Glas an die Lippen geführt wurde. Wie in Trance schluckte er, merkte kaum, wie ihm etwas den Mundwinkel herunterlief. Seit gestern Abend war seine leichte Verschnupfung zu einer schönen Grippe herangewachsen und Draco hatte schon den dritten Schlafanzug durchgeschwitzt.
„Mir ist so heiß…“, murmelte er und knöpfte sich das schwarze Satinhemd auf, bevor er die Seiten wegzog.
„Nein, nein, nein…“ Sirius zog sie ihm schnell wieder zu und wickelte den Jungen in seine Decke. „Sonst steck ich dich wieder in den Bärchen-Pyjama. Der ist weniger sexy…“
„Se…xy?“ Draco hob die Augenbrauen, während Sirius ihm mit einem feuchten Lappen die Stirn abwischte. „Du findest…“ Weiter kam er nicht mehr, dann dämmerte er ins Traumland und war mehr als froh darüber. Schlaf hatte er sich so sehr, wie noch nie zu vor in seinem Leben, gewünscht. Das einzige, was er sich noch mehr wünschte, war Sirius neben ihm, aber auf eine andere Weise, als die letzte Nacht…
Die Augen aufschlagend schnappte Draco nach Luft und blinzelte. Seine Augen fühlten sich geschwollen an und er hätte liebend gerne ein paar Eiswürfel um sie auf seine Lider zu pressen.
„Draco?“
„Hm… Si…Sirius?“ Draco drehte sich auf die Seite und kniff sofort die Augen zusammen, als Sirius‘ große Hand ihm die verschwitzten Haare aus der Stirn strich.
„Geht’s dir besser?“, fragte Sirius sanft.
Draco zuckte mit den Schultern. „Mir ’s so warm…“
„Dann mach dich ein bisschen frei. Ich hab was zum… Einschmieren.“ Sirius klang nicht sehr begeistert. „Hoffen wir, dass es noch gut ist.“
„Was?“ Draco war zu schwach um zu protestieren, als Sirius ihn auf seinen Schoß zog und die Hand in eine Dose mit weißer Salbe steckte.
„Ich kann mich nicht mehr an das Rezept für einen Aufpäppeltrank erinnern und will dich so ungern alleine lassen. Probieren wir es aus…“ Eine Hand rieb Dracos Brust mit der kühlenden Salbe ein, die andere legte sich auf seinen unteren Rücken.
„Du sorgst dich?“ Draco lächelte ein mattes Lächeln.
Sirius‘ Augen weiteten sich. „Natürlich. Schau dich Würmchen doch mal an…“ Draco spürte jeden Millimeter, als Sirius‘ Hand nach oben fuhr und in seinen Haaren verschwand, mit der anderen bemühte Sirius sich immer noch Draco Linderung zu verschaffen. „Du brauchst mich doch.“
Verlegen die Augen verdrehend krallte Draco sich an Sirius‘ Hemd fest. „Sei froh, dass ich eh schon so rot bin…“
„Ich mag dich rot… Das sieht niedlich aus…“
„Im Moment bin ich gar nicht niedlich…“ Draco kuschelte sich an Sirius‘ Schulter. „Ich… bin ganz verschwitzt.“
„Dann sind wir Quitt. Jetzt schlaf noch ein wenig…“
„Bleibst du bei mir?“, fragte Draco, während Sirius ihn wieder ordentlich zudeckte. „Bitte?“
„Dafür musst du nicht bitte sagen.“ Sirius strich ihm noch einmal die Haare aus der Stirn und hielt die schwitzige Hand fest in seiner, bis Draco wieder eingeschlafen war. Ein paar Mal wurde er wohl wach, aber Sirius war dann tatsächlich immer da.
„Hey?“ Aller guten Dinge sind drei, dachte sich Draco, als Sirius ihn dieses Mal ansprach. „Mach mal den Mund auf.“
Draco wollte eigentlich etwas erwidern, aber da hatte er schon das Thermometer im Mund und ließ seinen Kopf auf Sirius‘ Schoß ziehen.
„Wie geht es uns heute Morgen?“, fragte Sirius.
„Kann ich dich auch fragen“, gab Draco zurück. „Was macht der Entzug?“
„Ich bin hier die Krankenschwester und ich stelle die Fragen. Also?“
Draco hob die Augenbrauen und setzte sich auf. Er musterte Sirius, der irgendwie besonders ausgelassen wirkte und Draco richtig anstrahlte. Also ging es ihm wohl gut…
„Wo ist dann bitte deine Uniform?“, fragte Draco, das Thermometer im Mundwinkel.
Sirius tippte sich gegen die Stirn. „In deinen Träumen, Junge. Jetzt komm her.“ Mit spitzen Fingern entzog Sirius Draco wieder das Thermometer und seufzte. „Geht schon wieder. Leg dich…“
„Ich hab genug vom Rumliegen…“, maulte Draco. „Mein Rücken ist schon ganz wund.“
Skeptisch hob Sirius eine Augenbraue und schüttelte den Kopf. „Zeig mal her.“ Er knöpfte den einfachen, hellgrünen Wollpyjama auf und streifte Draco in einer geschickten Bewegung das Hemd von den Schultern. „Dreh dich um…“
Unsicher musterte Draco den Älteren, drehte sich dann aber auf den Bauch und spürte schon bald Sirius‘ Gewicht auf sich. Angespannt schluckte Draco, während Sirius‘ Hände langsam über seinen Rücken fuhren. Ob… eine Erkältung irgendwie anziehend wirkte?
„Sirius?“ Draco keuchte leicht. Weil er schlecht zu Atem kam und der Druck von Sirius‘ Händen so angenehm war… „Ich… hab ein Déjà -Vu…“
Sirius schwieg einen Moment und gab dann ein verstehendes „Oh!“ von sich. „Sorry… Scheiße… tut mir Leid, Draco. Ich…“
„Nein.“ Draco versuchte über die Schulter zu schauen. „Geh nicht weg…“, bat er. „Wenn du dich da nicht dran erinnerst, dann… ist es nicht so schlimm…“
„Draco…“ Er spürte, wie Sirius herunterrutschte, sich längs auf ihn legte, sich aber bemühte ihn nicht zu erdrücken. „Ich werde das nie, nie wieder tun. Das weißt du doch.“
„Normal sag ich dir das doch.“ Draco genoss es, wie Sirius über seine Arme fuhr. Die weichen Fingerspitzen verursachten eine Gänsehaut, die Draco so noch nie gespürt hatte.
„Vielleicht hab ich’s endlich kapiert…“, raunte Sirius.
Draco wusste nicht, ob er zurückzucken oder sich Sirius‘ Hand entgegen drücken sollte, als die langsam und nahezu elektrisierend über seine Wirbelsäule strich. „Wie meinst du das?“, krächzte Draco. Er schaute über die Schulter, als Sirius sich aufsetzte. Mit großen Augen stellte der Blonde fest, dass Sirius sich in einer fließenden Bewegung das Hemd über den Kopf zog und es achtlos hinter sich warf, bevor er Draco mit einem Blick musterte, der gut einem Tiger bereit zum Sprung gehören könnte.
„Die Sache mit Harry…“
„Nein!“, fuhr Draco dazwischen. „Da war doch nichts. Ich würde niemals…“
Sanft legte Sirius ihm einen Finger auf die Lippen und schüttelte den Kopf. „Ich weiß, aber… es gibt noch andere Männer auf der Welt und ich…“ Sirius räusperte sich. „Will nur sichergehen, dass du weißt, zu wem du gehörst.“
Für einen schier endlosen Moment glaubte Draco die Nachbarn hätten ihre Musikanlange wieder voll aufgedreht, aber das war dann doch nur sein Herz, das seine ganze Brust zum Beben brachte.
„Sirius?“
Bevor Draco noch etwas hinzufügen konnte hatte Sirius ihn herumgedreht und sich im wahrsten Sinne des Wortes auf ihn gestürzt. Er begrub den Kleineren einfach unter sich und suchte die zitternden Lippen, aber Draco drehte den Kopf zur Seite.
„Ich bin krank“, keuchte er, presste die Hände gegen Sirius‘ Brust und winkelte die Beine an. Sirius rutschte prompt weiter nach oben und brachte den Jüngeren so zum Stöhnen. Draco widerstand der Versuchung, die Beine um Sirius zu schlingen und ihn so dichter an seinen Unterleib zu pressen, nur schwer.
Eine Hand neben Dracos Gesicht abstützend lehnte Sirius sich weit herunter, sein Atem ließ Draco fast die Kopfschmerzen vergessen. „Du siehst verdammt heiß aus, wenn du Viren ausschwitzt“, sagte er heiser und befeuchtete sich die Lippen. Bevor er sie allerdings gegen Dracos, im Moment eh immer leicht geöffnete, Lippen drückte, zog er die schmalen Hände von seiner Brust.
„Nicht mehr?“, brachte Draco keuchend hervor. Sirius schmunzelte, bevor er Draco so heftig küsste, dass der glaubte jede einzelne Feder seines Kissens zu spüren, als er richtig reingepresst wurde. Dracos Hände fuhren wie von selbst wieder auf Sirius‘ Rücken, weshalb der diesmal gröber die schmalen Handgelenke umklammerte und neben Dracos Gesicht presste. Draco stöhnte auf, scharrte mit den Fersen über die Decken und hob die Hüfte, presste sich dicht gegen Sirius, der prompt einen Arm unter Dracos Rücken durchschob. Er brauchte einen Moment um zu realisieren, dass seine Hand wieder frei war, legte sie dann aber sofort in Sirius‘ Nacken. Die schwarzen Haare waren so unglaublich weich. Draco hätte sich ewig mit ihnen beschäftigen können, aber das würde er Sirius nie sagen. Obwohl man sein Gedicht eigentlich nicht an Peinlichkeit übertreffen konnte.
Als Draco mit einem kräftigen Ruck gegen Sirius‘ Unterleib stieß drückte der ihn mit ungewohnter Sanftheit wieder auf die Matratze zurück, löste sich von Dracos Lippen und wanderte zu dem blassen Hals. Draco keuchte auf, als Sirius die Zähne ganz in der Nähe seiner Halsschlagader in die Haut grub.
„Sirius… Träum ich… nur?“ Draco spürte das Lächeln an seiner Schulter und biss sich auf die Lippe, als Sirius über sein Schlüsselbein leckte. Das hatte er sich so oft ausgemalt, dass es schon schwer werden würde, seiner perfekten Phantasie gerecht zu werden. Übertreffen sicher nicht…
„Nein“, murmelte Sirius schließlich. Die Daumen im Bund von Dracos Hose verhakend schaute er in die hellgrauen Augen und lächelte ein ganz untypisches Lächeln. Draco wurde nur kurz warm, dann siedendheiß, obwohl Sirius ihn von seiner Hose befreite. „Hey, nicht so stürmisch!“, gluckste Sirius, als Draco sofort die Beine um ihn schlang.
„Scheiße, ich hab lang genug gewartet!“, gab Draco zurück, nutzte seine letzten Kraftreserven und rollte Sirius herum. Hingebungsvoll küsste er Sirius‘ Bauch, robbte tiefer und zog ihm die Hose bis zu den Kniekehlen. Sirius strampelte sie ab, bevor er Draco wieder herum rollte und den Kopf schüttelte.
„Ganz langsam“, sagte Sirius, lächelte und zog Draco mit einer Hand hoch. Er hob Dracos Finger an seine Lippen und küsste sie einzeln, bevor er Dracos Hand aus dessen Blickfeld führte. Angespannt kniete Draco vor Sirius, fixierte die grauen Augen und zuckte zurück, als er eine kalte Substanz an seinen Fingern fühlte. Sirius schmunzelte bei dieser Reaktion, hielt Dracos Hand weiter fest und tauchte sie tiefer in das kalte Zeug.
„Lieber zu viel, als zu wenig“, murmelte er. „Ich will dir nie wieder wehtun.“
Jetzt verstand Draco, wo er da seine Hand drin hatte und brachte nicht mehr als ein komisches Gegluckse heraus. Wahrscheinlich zitterte sein gesamter Arm, als er nach Sirius‘ Erregung tastete, den Blickkontakt einfach nicht lösen wollte. Vorsichtig begann er die kalte Masse zu verteilen, massierte Sirius dabei so gut er konnte und entlockte dem Älteren ein dunkles Stöhnen. Ihm selbst entfuhr eines, als Sirius einen Arm um seinen unteren Rücken schlang und ihn dicht an sich presste. Sirius‘ Finger war ebenfalls ungewohnt glitschig, als er damit Dracos Eingang umspielte. Der Blonde keuchte, verspannte sich unter dieser Berührung und hoffte sehnlichst, dass das Sirius nicht dazu veranlasste aufzuhören, wo sie doch noch nicht einmal angefangen hatten.
Draco spürte die zunehmende Härte in seiner Hand und suchte Sirius‘ Lippen. Gerade als er die andere Zunge rau gegen seine stoßen fühlte, schob Sirius langsam einen Finger in ihn. Erschrocken klappten Dracos Kiefer zusammen und er biss prompt in Sirius‘ Zunge. Blut schmeckend und keuchend lehnte Draco sich zurück.
„Oh… ups…“, presste er hervor, aber Sirius schüttelte den Kopf.
„Alles gut?“, fragte er stattdessen und zog Draco wieder dichter, drang dabei bis zum Anschlag vor. Draco kniff die Augen zusammen und nickte mechanisch. Das Brennen war bei Weitem nicht so schlimm wie bei seinem ersten Mal, aber er vergaß trotzdem Sirius‘ Erregung vollkommen, spürte sie nicht einmal gegen seinen Bauch drücken.
Sirius‘ warme Lippen fanden wieder Dracos, lenkten ihn mit einem intensiven Kuss so sehr ab, dass er kaum merkte, wie erst ein zweiter und schließlich ein dritter Finger in ihn eindrangen. Das Gefühl war unbeschreiblich. Sirius erreichte bereits mit der Kuppe seines Mittelfingers Dracos Prostata, strich behutsam darüber und brachte den Jüngeren so fast zum Schreien. Den Kopf in den Nacken werfend weckte Dracos Stöhnen wahrscheinlich das Kind der Nachbarn, aber das war das letzte, woran er jetzt dachte.
Schweiß trat ihm auf die Stirn und er war kurz davor zu kommen, als Sirius seine Finger in einem Ruck herauszog. Vorsichtig presste er Draco wieder auf den Rücken und grub die Finger tief in die blassen Waden, als er Dracos Beine anwinkelte, bis an seine Brust drückte.
Sirius machte nur ein fragendes Geräusch und Draco nur große Augen. Er spürte die harte Spitze von Sirius‘ Erregung gegen seinen Eingang drängen, fühlte überdeutlich wie er erneut geweitet wurde und verfolgte jeden Millimeter des Weges, den das warme Fleisch in ihm zurücklegte. Seine Hände verkrallten sich automatisch in der Decke, als Sirius innehielt und ihn ausgiebig musterte. Liebevoll strich Sirius ihm über die gerötete Wange und fing Dracos Keuchen mit dem Mund auf. Der Kuss war sanft und nahezu unschuldig, weshalb das doch sicher nicht Sirius sein konnte…
Was immer Draco sich jetzt ausgemalt hätte, es wurde von Sirius weggewischt, als er langsam vorstieß und sich ganz in den Jüngeren schob. Draco stöhnte ergeben auf, krallte sich jetzt lieber an Sirius‘ Seiten fest und grub die Finger tief in die weiche Haut. Sirius‘ Keuchen wurde mit jedem schneller werdendem Stoß schwerer, mischte sich mit den Lauten, die Draco von sich gab und füllte schon bald den ganzen Raum aus.
Langsam aber sicher glaubte Draco an der Flut von Gefühlen ertrinken, wünschte sich nichts sehnlicher, als dass Sirius ihm endlich Erlösung bringen würde und nahm so kaum wahr, was er Sirius immer wieder zu flüsterte: „Härter…“
„Nein“, war Sirius heisere Antwort, die Draco ebenfalls nur dumpf hörte.
Er wimmerte auf, als er kam, nicht weil es wehtat, sondern weil er den Verlust des Gefühls betrauerte und das, obwohl er noch immer die Nachwellen durch seinen Körper ziehen fühlte. Während seine Atmung sich schon wieder verlangsamte kam Sirius in ihm, wodurch Draco unkontrolliert zuckte. Ihm fehlten jegliche Worte um das zu beschreiben. Er hatte es sich immer perfekt vorgestellt, aber das zu übertreffen… Für ihn war das unmöglich.
Bis er merkte, wie Sirius seine Beine anhob und auf seine Schultern legte.
„Was…“ Dracos Frage blieb ihm im Halse stecken, als Sirius die Lippen gegen seinen Eingang presste und wild zu saugen begann. Er konnte nicht anders als mit großen Augen den Kopf in den Nacken zu legen und abzuwarten, bis Sirius getan hatte, was immer er da eben… machte.
Nur kurze Zeit später setzte Sirius sich auf, lehnte sich über Draco und küsste ihn fast genauso wild. Draco konnte nicht anders als sich willenlos dem bitteren Geschmack hinzugeben.
„Draco?“, keuchte Sirius schließlich, legte sich längs auf Draco und umfasste sein Gesicht mit beiden Händen.
Müde blinzelte Draco, bevor er zufrieden lächelte.
„Ich liebe dich.“
So baff wie er war, konnte er nicht einmal beteuern, wie sehr er Sirius‘ Gefühle erwiderte. Draco seufzte auf und hustete Sirius dann genau ins Gesicht.
„Sorry…“, krächzte er und drehte den Kopf weg. „Sorry…“
Sirius gluckste und rollte sich hinter Draco, umklammerte ihn fest. „Werd schnell wieder gesund“, murmelte er und drängte sich von hinten an den Blonden.
Draco nickte lächelnd, fasste nach Sirius‘ Händen die auf seiner Brust verknotet waren und schloss die Augen.
Er wurde von einem schrecklichen Husten geweckt und drehte sich herum. Wieder trug er einen von Sirius‘ Schlafanzügen, rot mit schwarzen Streifen. Warum hatte der eigentlich so viele, wenn er die nie trug?
„Chéri?“, krächzte er und richtete sich schwerfällig auf. Er fühlte sich total erschlagen. „Wo willst du hin?“
Sirius hustete kurz und drehte sich zu Draco um, während er sich den Mantel zuknöpfte. „Jemand hier hat mich angesteckt“, sagte er vorwurfsvoll. „Weshalb ich mir jetzt nen Trank kaufen geh.“
„Oh…“ Und Draco hatte gedacht Sirius wolle ihn nicht alleine lassen. „Ja… Bringst du mir einen mit?“
„Mhm…“ Sirius war schon halb aus der Tür raus.
„Sirius? Kannst du mir vorher noch einen Tee…“
„Nein, nicht jetzt. Ich muss los.“ Sirius zog die Tür hinter sich zu und ließ Draco in einem dunklen Zimmer zurück. Tränen stiegen in die grauen Augen und Draco zog die Beine an. Hatte er das nur geträumt? Im Fieberwahn passierte das schon mal, oder? Das war auch so gar nicht Sirius gewesen…
Draco schluchzte auf. Er konnte das nicht mehr. Diese Abweisung ertrug er nicht länger und jetzt im Vergleich zu seinem Traum erst recht nicht… Dicken Tränen kullerten über seine geröteten Wangen, landeten auf dem Kissen, als er sich herumwarf und bitterlich weinte. Sirius musste ihm wohl schon im Treppenhaus hören…
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