
von Feenflügel
****Vorwort: Wie oft schon hörte ich die Worte: "Du kannst gut schreiben...nur verbesser dich noch ein wenig."??? Ich hab mein Leben lang Zeit dafür, und ich werde diese Zeit nutzen um das zu perfektionieren was ich am allermeisten liebe. Jeder hat etwas wofür er kämpft, wofür kämpfst du? Und wenn du nicht perfekt bist, indem was du tust, dann arbeite daran, es lohnt sich. Vielleicht bin ich nicht immer die schnellste, die beste und die größte, aber ich gebe trotzdem nicht auf!
Widmung: Der Stärke von Träumen und der Kraft des Willens ist dieses Chap gewidmet.
Ps: Ja, ich werde sehr persöhnlich in diesem Chap (und vor allem war ich es, in diesem Vorwort, nehmt es mir bitte nicht übel).****
Die Tage zogen sich zäh wie Kaugummi hin, es konnte doch wohl nicht wahr sein, dass einfach nichts spannendes passierte. Schließlich war das hier Hogwarts, hier geschah immer irgendwas. Nur nicht jetzt. Die Köpfe der Schüler rauchten und die Lehrer gaben wie gewohnt ihren Unterricht, die Geister flogen über die Köpfe hinweg und alles war NORMAL. Das machte mich krank! "Was zum Henker nochmal, ist hier los?", zischte ich beim Mittagessen, als oich es wirklich nicht mehr aushielt. Sammy und Nora zogen die Augenbrauen hoch. "Was meinst du?" , fragten sie im Chor. Bedeutungsvoll wies ich mit der Hand durch die Halle. Geflüster beherrschte ihre Luft, Schüler steckten die Köpfe zusammen und diskutierten über Gott weiß was, doch niemand gab auch nur einen ungewohnten oder überraschenden Ton von sich. "Aaaaach, davon sprichst du!" Sie lächelten. "Ja, DAVON spreche ich!" "Naja, sieht ganz so aus, als müssten wir uns langsam an die Normali-", fing Nora an. "Vergiss es!" Ich klang etwas verbitterter, als gewollt, doch ich konnte mich auch nicht zurück halten. Ein völlig normales Leben zu führen, indem nichts geschah, jeder Tag ablief wie der andere, das wollte ich mir nichtmal vorstellen und leben wollte ich soetwas schon gar nicht. Ich brauchte nicht immer den größten Trara und im Mittelpunkt musste ich auch nicht stehen, aber ich wollte keineswegs sesshaft werden und.. (Es war schon schwer dieses Wort nur zu denken)...Alltäglichkeit erfahren. Hastig schnappte ich mir meine Sachen; Sammy und Nora folgten meinem Beispiel, während sie flüsterten: "Welche andere Wahl haben wir?" "Welche Regel haben wir noch nicht gebrochen?" , gab ich die Gegenfrage. Ich sah wie beide die Stirn in nachdenkliche Falten legten und ein Lachen kämpfte sich aus mir heraus, als ich zwischen den Schülern hindurch zum Ausgang wuselte.
Meine Feder eilte über das Papier und ich war völlig mit meinem Aufsatz beschäftigt, so dass ich nicht bemerkte, dass sich ein kleiner Junge gerade neben mir nieder ließ. "Juli?" Ich zuckte zusammen. "Deren. Gott, hast du mich erschreckt. Was gibt´s ?" "Du siehst traurig aus", flüsterte er verschämt. Damit er sich nicht schlecht fühlte, weil er mich darauf ansprach, nickte ich leicht. "Hmm..." Er sah trotzdem peinlich berührt aus dem Fenster. Meine Augen folgten seinem Blick und was sie sahen gefiel mir ganz und gar nicht. Meine Iris war so dunkel, wie mein Haar. Mein Aussehen hatte sich meinen Gefühlen angepasst, ich fühlte mich in der dunklen Normalität gefangen. "Es muss was passieren, ich muss etwas ändern." "An dir?", fragte er verblüfft. "Ich glaube schon." "Warum?" "Weil ich nicht bin, wie alle anderen." Er starrte mich an, als ob ich ein Marsmensch wäre. Dann fing er lauthals an zu lachen. Meine Augenbrauen zogen sich wie selbstverständlich zusammen. "Was ist daran denn bitte lustig?" "Juli, wen kennst du, der genauso ist wie du? Und ich meine GANZ genauso?" Ich überlegte genau. Eigentlich... "Keinen." "Na siehst du und wenn kennst du, der genauso ist , wie jemand den du noch kennst?" Wieder dachte ich scharf nach. Sammy und Nora ähnelten sich nicht in allen Punkten, mein Bruder ähnelte auch keinem, doch vielleicht meiner Mom, aber dass auch nicht in wirklich allem. Und trotzdem verband sie alle EINE Sache. "Sie sind aber alle normal." "Definier normal." Ich sah ihn erschrocken an. Wie definiert man bitte normal?Was ist schon normal? Und langsam dämmerte mir, was Deren mir da gerade sagen wollte. Aber nur langsam. "Sie...Haben alle die selbe Vorstellung von einer geregelten Zukunft." "Wie stellst du dir deine Zukunft vor?" "Ehhh." Naja, meine Zukunft war mir schlichtweg zu weit entfernt, ich lebte im hier und jetzt. Sollte kommen was da eben kommen wollte. "Juli, du bist nicht wie sie, weil sie nicht sind wie du. Dein Kopf, dein Herz, deine Zukunft....Das gehört alles dir. Und nicht ihnen." "Aber..." "Ich stelle dir jetzt eine Frage unddu antwortest mir ehrlich, okay?" Ein zaghaftes Nicken. Und er, dieser kleine Erstklässler, zu dem ich einen Draht gewonnen hatte, stellte mir genau die Frage, vor der ich immer zurück schrak.
"Wer bist du?" Mir sank das Herz irgendwo in die Magengegend. Doch ich versuchte mit aller Kraft ihm zu antworten. Wer war ich? Ich war nicht wie sie, weil... Ja warum eigentlich? "Ich weiß es nicht." "Doch Juli, du weißt es. Denk nach." E stand einfach auf, lächelte mich an, erwiderte meinen Blick und verschwand. In meinem Kopf flogen die Gedanken durcheinander. Warum war ich so, wie ich war? Weil ich es wollte, weil ich genauso glücklich war. Warum war ich nicht wie sie? Weil ich nunmal nicht so dneken, fühlen und sein konnte, wie jemand anderes, soetwas konnte ich nicht. Wer war ich? Ich... Ich war ich. Und das war es, wofür ich lebte, zu sein was ich bin, mit allem was dazu gehörte. Mit jeder Träne die ich weinte, mit jedem Lachen, dass meine Lippen verließ und mit jedem Gedanken den ich dachte und jedem Wunsch, den ich wünschte und natürlich auch mit jedem Traum, der mich verließ, während ich schlief. Den ich zwar irgendwo mit meinem Geist sah, aber der niemals Realität werden würde. Es ging nicht darum, zu machen , was andere schon tatetn, es ging auch nicht darum, zu wollen, was andere gerne von mir hätten. Es ging darum, dass ich mich so akzeptierte wie ich war, denn nur dann (das spürte ich irgendwie tief in mir drin) konnte ich auch andere so lieben oder hassen, oder was auch immer, wie sie es verdienten. Ich war ich, weil ich tief in mir drin wusste, weshalb dieses Herz in meiner Brust schlug. Und ich war, ein Mensch, der andere gerne lachen sieht und der selber gerne lacht. Der Morgens aufsteht udn ejdesmal wieder auch genau an diesem Morgen aufwacht und nicht an den folgenden Tag dachte. Weil Glück keine Sache der Zukunft ist, sondern des hier und Jetzt.
Benommen von meiner... Lebenserkenntnis verließ ich die Bibliothek. In meinem Alter war es völlig normal, den Sinn des Lebens zu suchen, doch wenn man ihn dann gefunden hat und wusste, der Rest der Welt würde ihn niemals so zu schätzen wissen wie du, dann fühlte man sich irgendwie trotzdem Stark. Ich würde niemals zum Alltagsliebhaber werden, ich würde immer jemand sein, der dem Abenteuer hinterherjagt. Und ich würde dafür, in den Kamp ziehen, wenn es sein musste, auch gegen den Rest der Welt.
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