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Fanfiction

Alkoholiker - Kindergarten

von Sev

Ich bin mit diesem Kapitel nicht zufrieden, habe auch lange zum Schreibengebraucht. Nun, aber dieses Kapitel ist wichtig für den restlichen Verlauf, ich hoffe es ist nicht zu schrecklich

-

Langsam, darauf bedacht ja nicht in eine der Schlammpfützen zu treten, die sich in Laufe des Vormittags gebildet hatten, schlich ein dunkel gekleideter Mann durch die verwinkelten Straßen von Spinner's End.
Es regnete seit Stunden, und nicht einmal der schäbigste Hund, die dreckigste Ratte oder der ärmste Bettler war noch unterwegs. Nur die dunkle Gestalt lief und lief und lief... Es schien, als fände er keine Befriedigung in seinem Tun, musste es aber immer weiter machen, um irgendwann vielleicht doch irgendetwas zu spüren.

Die Haare des Mannes klebten in seinem fahlen Gesicht, das so blass wie ein Stück Papier war. Schweiß mischte sich mit dem eiskalten Regenwasser, ein Wunder, dass es nicht schneite...
Das Jahr war noch jung und schon wieder stand er vor den Scherbenhaufen seines, doch eigentlich so jungen, Lebens. Er war bei seinem Chef gewesen, hatte ihn angebettelt seinen Job wieder zu bekommen, hatte ihm Besserung gelobt, hatte ihn angeschrien, ihn beleidigt, doch nichts hatte gewirkt.
Die nächste Kündigung, nämlich die des Mietvertrages, würde sicher auch bald ins Haus flattern, sie würden die Wohnung nicht länger halten können...Zu Hause saß seine Frau und das Kind, welches er mit ihr gezeugt hatte, und nur durch sein angebliches „Fehlverhalten“ hatte Tobias sie alle vor den Ruin getrieben .

Er konnte nicht mehr, seine Beine schmerzten, sein Körper zitterte schon seit Stunden und Tobias wusste, es war nicht die Kälte, die das Zittern seines Körpers verursachte.
Seine Kleidung war völlig durchnässt, vielleicht sollte er doch in das sichere Haus gehen, immerhin war morgen der Geburtstag seines Sohnes, ein Ereignis, für das Eileen und er sicher anstoßen würden.
Doch noch würde er nicht nach Hause laufen, noch war etwas zu erledigen...


Es dauerte noch eine gute Stunde, als es plötzlich an der Haustür der Snape's klopfte. Severus schlief auf dem Sofa, in den Armen der geflickte Teddybär, den Eileen in den letzten Stunden, in denen Tobias verschwunden war, notdürftig zusammen genäht hatte.

Sie öffnete die Tür. Dort stand er. Tränen liefen ihm über die Wangen, er roch nach Schweiß und Alkohol und, obwohl es schon eine Weile nicht mehr regnete, war die Kleidung durchweicht und schwer von der Nässe.

„Komm rein“, hauchte sie, ängstlich und fasziniert zu gleich. Noch nie hatte sie ihren Mann weinen sehen, nicht einmal an den Tag, als er seine Mutter zu Grabe trug.
Immer war er hart gewesen, hart wie ein Stein. Weinen war für ihn ein Zeichen der Schwäche, unmännlich und kindisch. Seine Gefühlswelt, so Eileen, beschränkte sich vollkommen auf Wut, Hass und Aggressivität, wobei dies ja nicht mal ein richtiges Gefühl war.

Eileen trat zur Seite und gewährte ihrem Mann Einlass. „Ich mach dir erst einmal ein Kaffee. Setz dich.
Oder geh dich lieber erst einmal umziehen, du bist ja total nass!“
Tobias folgte ihre Anweisung ohne jeglichen Kommentar und verschwand imdunklen Flur.

Als er mit trockener Kleidungwieder das Wohnzimmer betrat, stand eine Tasse dampfender Kaffee auf dem Tisch und es roch herrlich nach Rührei.

Tobias setzte sich auf seinen Platz, griff die Tasse und wärmte seine kalten Hände an dem heißen Porzellan. Ein Bärchen, der auf der Tasse abgebildet war lächelte ihm schadenfroh ins Gesicht und unwillkürlich musste Tobias an den Abend denken, als er Severus sein geliebtes Kuscheltier zerrissen hatte.

Seine Frau lief zügig in das Wohnzimmer, in der Hand ein Teller Rührei mit Speck und Bratkartoffeln.
„Hier“, sagte sie knapp, stellte den Teller vor ihren Mann und setzte sich ihmgegenüber.

„Morgen hat Severus Geburtstag.“
„Mhm.“
„Er wird drei.“
„Mhm.“

„Und er kommt morgen in den Kindergarten. Ich hab mit der Erzieherin gesprochen. Hat mich ganz schön viel gefragt. Warum Severus denn genau an seinen Geburtstag in die Kita kommt, und dass es eigentlich nicht üblich ist, ein Kind mitten im Kitajahr einzugewöhnen.“

„Ach, die soll nicht so viel fragen.“ Tobias stopfte sich eine großzügig beladene Gabel in den Mund, schmatze laut und sprach: „Bring du ihn da hin!
Ich komm mit den ganzen Sozialpädagogen nicht klar. Haben alle die Meinung, Kinder müsse man mit Samthandschuhen anfassen und alles mit ihnen ausdiskutieren. Die verstehen das doch eh nicht!
Und dieses ganze Trara bei einem'Aua'. Ohhh, mein Süßer, soll ich pusten? Jaaah, gleich wird’s besser. Du bist ja so ein tapferer kleiner Indianer.“ Wieder stopfte er sich ein Stückchen Ei in den Mund.

Eileen sagte dazu nichts. Was hätte sie darauf auch erwidern sollen? Noch eine Weile beobachtete sie ihren Mann beim Essen, schweigend, und nur das leise Schnarchen von Severus und das Klappern des Bestecks unterbrach die friedliche Stille.

„Ich bring Severus ins Bett, und gehe dann auch schlafen. Gute Nacht!“, flüsterte sie nach einer Weile und erhob sich von ihrem Platz. Es wäre ihr falsch vorgekommen, jetzt laut zu sprechen...
„Lass den Teller liegen, ich räume ihn morgen früh schon weg.“ Tobias nickte nur.

Leise schlich sie zu ihrem Sohn und hob ihn auf ihre Arme. Severus bettete seinen Kopf auf ihre Weiche Brust und schlief weiter. Es war für beide ein Gefühl, welchesvon Wärme und Liebe nicht zu übertreffen war.



Mrs. Martin war eine sehr liebenswerte Frau. Sie hatte langes blondes Haar, eine stämmige Figur und braune Augen, die von Wärme und Herzlichkeit nur so strahlten.

Schon lange arbeitete sie in ihrem Beruf, und es gab ihr nichts Wichtigeres, als die Kinder glücklich zu sehen.
Wie gern nur hätte sie selbst Kinder gehabt, einen kleinen Jungen oder ein süßes Mädchen. Doch all das Beten, das Hoffen und die etlichen Arzttermine hatten nichts geholfen. Igrendjemand da oben wollte nicht, dass sie ein Kind bekam. Und so verliebte sie sich mehr und mehr in ihren Job als Kindergärtnerin.

Mrs Martin war für jedes Kind „Tante Tanja“. Jeder liebte sie, und sie liebte ihre Kinder.
Das heute ein neues Kind dazustoßen würde, freute sie nur um so mehr.

Es war ein kleiner Junge aus dem Spinner'sEnd Viertel. Kein wirklich schönes Leben, weder für Kinder noch für dessen Eltern.

Severus, so war der Name des Jungen, war Drei geworden, merkwürdig, wenn man daran dachte, dass heute auch der erste Tag in dem Kindergarten „Kinderträume“ war.
Severus, so sagte seine Mutter, sei ein besonderes Kind, eines, welches schnell zornig wurde, viel weinte und auch gerne mal zuschlug.
Für einen Dreijährigen ungewöhnlich, und Tanja konnte sich auch nicht vorstellen, dass der Junge irgendwelche Probleme bereiten würde.

Es klopfte an der Tür und eine junge Frau trat in den bunten Gemeinschaftsraum, in dem, obwohl es noch nicht einmal 9 Uhr war, laut geschrien und gelacht wurde. Ein kleines Mädchen, Maria, saß neben Mrs. Martin am Tisch und fedelte kleine Perlen auf eine lange, rote Schnur .

Das Erste, was Tanja an der Frau auffiel,war das blaue Auge der Frau und die abgemagerte Figur...

„Guten Tag“, raunte sie „Eileen Snape. Und das ist mein Sohn, Severus“. Erst jetzt bemerkte sie den kleinen Jungen, mit den dunklen Augen, die sie in den Bann zogen.
Er wirkte ungepflegt, seine schulterlangen Haare hingen ihm fettig vom Kopf herunter, er roch unangenehm nach Urin.

Sie war angeekelt und geschockt zugleich von seinem Anblick. „Hallo Severus. Einen schönen Namen hast du aber!
Ich bin die Tanja“ Trotz ihrem inneren Schweinehund griff sie den kleinen Jungen und hob ihn auf ihren Schoß.

Auch Maria bemerkte den unangenehmen Geruch, sie verzog ihr Gesicht und zog mit der Perlenkette ab.

„Ich hab gehört, du hast Geburtstag? Wie alt bist du den geworden?“

„Oh – wir feiern seinen Geburtstag nicht. Mein Mann und ich sind der Meinung,dass... dass es falsch ist, einen Tag zu feiern.“

„Ich verstehe“, log Tanja „Wollen wir uns vielleicht in den Personalraum setzen, dann können wir in Ruhe reden?“

„Nein, ich muss leider gehen. Ich habe... noch Aufgaben zu erledigen. Ich hole Severus um 15 Uhr ab.“

„Ehm, natürlich. Bis heute Nachmittag“ Tanja beobachtete mit zunehmender Wut, wie Frau Snapeihrem Sohn über das Gesicht streichelte. Ein einfaches „Tschüss“ und schon war sie weg.

Keine Tränen kullerten über seine Wangen, kein Schrei nach seiner Mutter drang aus seiner Kehle.
Es war so, als wäre er es schon gewohnt alleine gelassen zu werden.


Eileen kam, erleichtert, dass sie ihren Sohn in sicheren Händen wusste, nach Hause. So Gefühlskalt sie an diesem Tag auch gewirkt hatte, liebte sie Severus.
Es war ihr furchtbar unangenehm gewesen. Aus Angst hatte Severus sich in die Hose gemacht, er hat gestunken wie ein Vieh.

Leise Schloss sie die Wohnung auf und betrat den dunkeln Flur. Das leichte Schnarchen drag an ihr Ohr, Tobias schlief noch...
Sie schlich sich in das Wohnzimmer und tatsächlich. Tobias lag auf dem Sofa , auf dem Tisch eine Flasche Bier.

Der Tag verging schnell, ohne irgendwelche Zwischenfälle, und so war Eileen um einiges entspannter als sonnst. Tobias hatte heute mehr geschlafen als gemotzt, Severus war weg und sie hatte endlich einmal Zeit für sich. Ohne ein heulendes Kind im Hintergrund ging ihr einfach alles leichter von der Hand.

Und so verging der Tag schnell, und ehe sie sich versah, stand Eileen schon wieder in der Kita und sah entsetzt zu, wie ihr Kind mit einer Puppe spielte.
„SEVERUS“Fassungslos eilte sie auf ihren Sohn zu, entriss ihm das Spielzeug und schlug ihn damit auf den Kopf.
„Damit spielen Mädchen! Du bist doch kein Mädchen“Severus schaute irritiert zu seine Mutter, streckte die Arme aus und ließ sich auf den Arm nehmen. „Wo ist die Frau?“
„Die Tanja? Die ist nett!“
„Sie kann ja nett sein, aber wo ist die denn?“
„Ich mag die viel lieber als Papa.“
„Severus! Sowas sagt man nicht. Du hast Papa sehr lieb.“

„Ahh, Mrs. Snape“, Mrs Martin kam zur Tür hinein, auf dem Arm ein weinendes Kind. „Ich wollte Sie darum bitten, Severus Wechselkleidung mit zu bringen. Ich habe ihm jetzt was von der Kita angezogen, seine schmutzige Wäsche liegt in der Gadrobe.“
„Ich werde dran denken!“
„Ihr Sohn hat eine sehr ausgeprägte Phantasie. Er rief die ganze Zeit 'Cruzius.'“
„Cruzius?, natürlich war Eileen klar,was Severus eigentlich gebrüllt hatte...


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