Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Gestrandet - VIII

von Aereth

A/N: Also schön, ich habe mich bequatschen lassen, deswegen gibt es das nächste Kapitel schon heute.

Quitschkugel: Ja die letzten beiden Kapitel waren jetzt schon richtige Brocken, aber keine sorge das nächste ist kürzer^^


VIII


Der nächste Morgen brach mit strahlendem Sonnenschein herein. Severus öffnete die Augen und betrachtet die noch schlafende Hermine neben sich. Er versenkte eine Hand in ihren wilden Locken und küsste sie. Langsam machte Hermine die Augen auf und lächelte ihn an. „So könnte ich jeden Morgen geweckt werden“, sagte sie lächelnd. Statt etwas zu erwidern küsste er sie wieder, diesmal jedoch fordernder, während seine Hände sich bereits einen Weg unter ihr Hemd bahnten. Er küsste sie innig und zog sie über sich, doch statt sich auf seinen Schoß zu setzen platzierte sich Hermine zwischen seine Beine.

Sie küsste seinen Bauch, verteilte sanfte Küsse um seinen Bauchnabel herum und entlockte ihm einen wohligen Seufzer. Ihr Mund wanderte immer tiefer, bis seine Männlichkeit in voller Größe dicht neben ihrem Gesicht aufragte. Ihr warmer Atem streifte seinen Penis und lies ihn für einen Moment die Luft anhalten, bis Hermine seinen Schaft fest in die Hand nahm und seine Spitze zwischen ihre Lippen. Sie leckte mit der Zunge den salzigen Tropfen ab, der sich oben gebildet hatte und nahm ihn tiefer in den Mund auf. Severus entfuhr ein leises Stöhnen und er vergrub eine Hand erneut in ihrem Haar.

Sie saugte ein wenig daran und leckte dann wieder über seine Spitze, während sie ihn dabei immer kräftig mit der Hand massierte. Sein Griff in ihrem Haar wurde fester und sein Atem unregelmäßiger. Es war ein überwältigendes Gefühl, den gefürchteten Professor Snape im wahrsten Sinne des Wortes, so in der Hand zu haben, dachte sich Hermine und grinste in sich hinein. Es dauerte nicht lange, bis auch seine zweite Hand sich in ihrem Haar vergrub und er schließlich mit einem kehligen Laut kam.

Severus zog sie zu sich hoch und küsste sie, dann drückte er sie in das Kissen runter und schob ihr Hemd nach oben. Er entblößte ihre Brüste, die sich an der frischen Morgenluft sofort aufstellten. Genüsslich nahm er eine Brustwarze in den Mund und biss vorsichtig zu, als es plötzlich an der Tür klopfte. „Kommen sie, wachen sie auf, Frühstück ist fertig“, hörten sie McCoys raue Stimme hinter der Tür.

Bedauernd ließ Severus von Hermine ab. „Wir machen später weiter“, sagte er und küsste sie, dann stand er auf und zog sich an. Hermine seufzte und stand nun ebenfalls auf um sich anzuziehen. „Was hattest du für heute vor?“, fragte sie ihn schließlich. „Ich wollte mich ein wenig in der Umgebung umsehen. Möchtest du mit?“, wollte er wissen. Hermine nickte zufrieden und sie gingen gemeinsam in die Küche.

Conner, Brian, Neville und Mary saßen bereits am Tisch. „Guten Morgen“, begrüßte Hermine die vier und sie setzten sich dazu. Während des ganzen Frühstücks warf ihr Neville merkwürdige Blicke zu. „Haben sie schon etwas Bestimmtes vor?“, erkundigte sich McCoy und Hermine ergriff sofort die Gelegenheit mit Neville zu reden, während sie Mary beim Abräumen halfen. „Was ist los?“, wollte Hermine wissen. Neville starrte sie einen Moment lag an, nicht wissend wie er es sagen sollte, bis er einen genervten Blick von Hermine erntete. „Du warst die ganze Nacht mit ihm, in einem Zimmer“, sagte er schließlich und machte eine leichte Kopfbewegung zu Severus. Hermine verdrehte sie Augen. „Keine Sorge, Professor Snape hat mich wie ein Gentleman behandelt“, sagte sie und war froh, dass es wenigstens keine komplette Lüge war. Etwas entspannter jedoch noch immer misstrauisch, sah Neville wieder zu seinem gefürchteten Professor.

Severus war aufgestanden und ging zu Hermine. „Bist du soweit?“, fragte er, wobei Neville ihnen beiden einen fragenden Blick zu warf. „Wir sehen uns nur ein wenig in der Gegend um“, erklärte sie ihm, „aber keine Sorge, bis zum Abendessen sind wir wieder zurück“, lächelte sie ihn freundlich an.

Severus hatte sich von Conner ein langes breites Schwert geben lassen und er und Hermine gingen los. „Wofür brauchst du denn das?“, fragte sie und zeigte auf das Schwert, das er am Gürtel befestigt hatte. „Nur für alle Fälle,“ versicherte ihr Severus. Sie waren an dem Fluss angekommen, der nah am Dorf vorbeifloss und folgten seinem Lauf stromaufwärts. Als sie sich ein Stück vom Dorf entfernt hatten, legte ihr Severus den Arm um die Hüfte und zog sie näher an sich heran.

Es war ein Unterschied wie Tag und Nacht, stellte Hermine abermals fest. Wenn sie unter Leuten waren, war er kühl und streng, fast schon ein wenig abweisend. Vor allem, wenn Harry und die anderen in der Nähe waren, aber wenn er wusste, dass sie alleine waren, konnte er so zärtlich sein. „Wie wird das sein, wenn wir jemals zurückkehren?“, fragte Hermine. „Was meinst du?“, wollte Severus wissen. „Ich meine das mit uns“, sagte sie.

Severus schwieg. „Nun ja, ich werde wahrscheinlich zurück nach Hogwarts gehen und du wirst mit Sicherheit studieren“, sagte er schließlich. „Heißt es dann, es wird vorbei sein, das hier?“, fragte sie mit zittriger Stimme und traute sich nicht zu ihm aufzuschauen. Severus blieb stehen und nahm ihr Gesicht in beide Hände, womit er sie zwang, ihm in die Augen zu sehen. Ihre Augen glitzerten verdächtig feucht und er seufzte. „Du brauchst dir keine Sorgen machen“, sagte er leise, „Ich habe nicht vor, dich jemals wieder herzugeben.“ Er strich ihr über die Wange, wischte ihr eine verirrte Träne weg und küsste sanft ihre Lippen. Augenblicklich schlang ihm Hermine ihre Arme um den Hals und drückte sich fester an ihn. Mit einem Lächeln legte er ihr wieder den Arm um die Hüfte und schob sie vorwärts, um anzudeuten, dass sie jetzt weitergehen sollten.

„Glaubst du wir finden diesen Ort? Vielleicht war es doch nur ein Hirngespinst der Alten“, sagte Hermine nach einer Weile, „Und wenn, was hoffst du eigentlich zu finden?“

„In erster Linie, etwas woraus man einen neuen Zauberstab machen kann“, antwortete er ihr. „Du kannst Zauberstäbe bauen?“, fragte Hermine überrascht. „Nein“, Severus schüttelte den Kopf, „ich kenne bloß die grobe Theorie, aber ich hoffe, dass es wenigstens für die einfacheren Zauber reichen wird.“

Sie waren schon eine ganze Weile dem Fluss gefolgt und hatten sich unterhalten, als Hermine plötzlich stehen blieb. „Was ist das?“, fragte sie und lauschte still. Auch Severus blieb jetzt ruhig neben ihr stehen. Es war ein Rauschen zu hören, das mit jedem Schritt immer stärker geworden war. „Ich bin mir nicht sicher, vielleicht ein Wasserfall oder ähnliches“, sagte Severus. Sie gingen weiter und das erst leise Rauschen war nun ganz laut und deutlich als Wasserfall zu erkennen, vor dem sie nach einer Weile standen. Er war etwa zwanzig Meter hoch, schätzte Hermine. Das Wasser strahlte in einem klaren Blau in der Sonne, bis es tosend auf den Fluss auftraf.

„Das ist wunderschön“, sag Hermine und betrachtete verträumt das Naturschauspiel, als Severus sie wieder aus ihren Gedanken riss. „Das ist es“, sagte er und ging einige Schritte auf das Wasser zu. Hermine schaute ihn verwirrt an. „Ein nie stillstehender Vorhang“, sagte Severus schließlich und zeigte auf den Wasserfall. Sie gingen ganz dicht, bis zu dem Felsen von dem das Wasser hinunter stürzte, heran. Zwischen der Felswand und dem Wasser war ein kleiner Spalt, durch den sie hindurchgingen. In der Mitte der Felswand war ein kleiner Höhleneingang, in den sie hinein stiegen. Die Höhle war gerade mal 3 Quadratmeter groß und Hermine tastete neugierig die Wände ab, bis sie schließlich etwas entdeckte. Durch die Rückwand konnte sie ihre Hand durchstecken. Severus stellte sich dicht hinter sie und sie gingen gemeinsam durch.

Auf der anderen Seite kamen sie in einem dichten Wald raus. Hinter ihnen war eine steile Felswand. Hermine drehte sich um und streckte die Hand durch den Felsen, an der Stelle, an der sie durchgekommen waren, um sicherzugehen, dass der Durchgang auch von der anderen Seit geöffnet war. Das Licht war schummrig, da die Sonnenstrahlen nur vereinzelt durch die dichte Baumkrone hindurch kamen. Die großen Wurzeln der alten Bäume wucherten aus dem Boden heraus und machten ihn uneben. Severus ging zu einem der Bäume und beugte sich herunter. Dicht am Stamm wuchs ein kleiner weißer Pilz. „Sichelkappen“, bemerkte er und richtete sich wieder auf.

„Wird nicht leicht sein, eine Zauberstabfaser zu finden“, sagte Severus, während sie über die hohen Wurzeln stiegen. Eine zeitlang gingen sie bloß geradeaus, ohne überhaupt zu wissen, wo sie hinwollten, oder wo sie ankommen würden, als Hermine über eine der größeren Wurzeln stolperte und auf den Boden fiel. Severus hatte ein dumpfes Aufklatschen gehört und drehte sich um, um nach Hermine zu sehen, als sie einen lauten Schrei ausstieß, der die Vögel im sie herum von den Bäumen aufschreckte. Die kräftigen Wurzeln schlangen sich um ihren Körper und drückten sie immer tiefer in die Erde hinein. Die Wurzeln schlangen sich nun auch um Severus Füße und schlängelten sich seine Beine hinauf.

Eilig tastete er nach dem Schwert und schlug mit aller Kraft die er aufbringen konnte, auf die Wurzeln am Boden ein, mit wenigen Schlägen hatte er seine Füße befreit und schlug nun auf die Wurzeln um Hermine herum. Sie gab nur noch einen erstickte Schrei von sich, bis Severus die dicke Ranke, die ihren Kopf herunter drückte abgetrennt hatte und sie von ihrem Mund schob. Hermine rang erstickt nach Luft, während Severus nun auch ihre Arme und Beine befreit hatte. Er hob sie hoch und trug sie eine ganze Weile auf dem Arm, bis der Boden endlich ebener wurde und kaum noch eine Wurzel zu sehen war.

Er legte sie auf den Boden und setzte sich neben sie. „Geht es dir gut?“, fragte er, Hermine nickte zur Bestätigung. Sie hatte die Augen geschlossen und öffnete sie nun endlich. Direkt über ihnen kreiste ein riesiger Vogel und sie zeigte stumm zum Himmel. Die Sonne, die an dieser Stelle durch das Blätterdach drang, lies sie nur einen hellen Umriss des Vogels erkennen. Instinktiv ergriff sie Severus Hand, doch nach einigen Kreisen, die das Tier über ihnen gedreht hatte, zog es wieder davon. Ganz langsam glitt etwas vom Himmel auf sie herab. Zwei feuerrote, lange Federn mit goldenen Spitzen landeten auf Hermines Bauch.

Severus nahm eine von ihnen in die Hand und drehte sie in seinen Fingern. „Das sind zwei Phönixfedern“, sagte er überrascht. „Dann haben wir ja unsere ersten zwei Zauberstäbe“, bemerkte Hermine mit freudigem Gesicht. Wieder schauten sie hoch zum Himmel, doch der Phönix war bereits fort. „Komm, lass uns weiter gehen“, sagte Severus und stand auf. Hermine richtete sich auf, während Severus die zwei Federn in die Ledertasche steckte, die ihm Mary mit etwas zu Essen gepackte hatte.

Der Wald in dem sie sich befanden, erinnerte Hermine an den Verbotenen Wald in Hogwarts. Überall wuchsen magische Pflanzen und Pilze und hier und da war auch mal ein ungewöhnliches Geschöpf zu sehen. Severus sammelte vereinzelte Äste auf, die am Boden lagen und steckte die, welche er für einen Zauberstab für geeignet hielt, in die Tasche.

Eine ganze Weile waren sie jetzt schon durch den ungewöhnlichen Wald spaziert bis sie endlich an eine helle, kleine Lichtung kamen. Severus sah sich einen Moment um, doch alles um sie herum war friedlich, worauf er die Tasche ablegte und eine dünne Decke heraus zog, die er vor ihnen auf dem Boden ausbreitete. „Lass uns eine kleine Pause machen und etwas essen“, schlug er vor und Hermine lies sich dankend auf die Decke in das weiche Gras sinken. Sie hatten Wein, ein paar Brote und etwas Obst.

Hermine hatte sich satt gegessen und nippte nun an ihrem Wein. Severus nahm ihr das Glas aus der Hand und stellte es zur Seite, dann zog er sie näher an sich heran und küsste sie. „Wir haben da noch etwas nachzuholen“, sagte er und grinste vergnügt. „Aber“, wollte Hermine gerade zum Protest ansetzten, als er das kleine Schwämmchen und das Fässchen mit dem Essig aus der Tasche zog.

Sie kniff ihre Augen zusammen und sah ihn an. „Du hast also geplant, mich bei unserem kleinen Ausflug zu verführen“, sagte Hermine gespielt entrüstet. „Vielleicht“, antwortete er ihr und verschloss ihren Mund mit seinen Lippen bevor sie noch etwas sagen konnte. Er drückte sie mit seinem Gewicht auf den Boden und knöpfte mit einer Hand ihr Hemd auf, während er sich mit der anderen neben ihr abstützte. Ein frischer Wind wehte einen blumigen Duft zu ihnen und lies ihre Brüste fest und ihre Brustwarzen klein werden und sich aufrichten.

Vorsichtig nahm er eine in den Mund, während er mit der Hand die anderen Brust knetete. Er küsste ihren Bauch und wanderte dabei immer tiefer, wobei er mit den Händen ihren Rock hochschob. Seine Hände glitten unter sie und hoben ihren Hintern etwas an, bevor er sich runterbeugte und die weiche Haut der Innenseite ihrer Schenkel küsste, was Hermine ein wohliges Seufzen entlockte. Er küsste ihre empfindlichste Stelle und leckte genüsslich durch ihren Falten, dann steckte er vorsichtig einen Finger tief in sie hinein und beobachtete gebannt wie sich langsam die Spannung in ihrem Körper aufbaute. Den Finger zog er wieder raus und umfasste kräftig ihre Hüften, wobei seine Zunge wieder die eigentliche Arbeit übernahm. Ihre Hände krallten sich fest in die Decke und ihr Körper bäumte sich auf, als sie einem lauten Stöhnen kam.

Hermine hatte noch immer die Augen geschlossen, als sie plötzlich etwas Nasses in ihrem Gesicht spürte. „Severus“, sagte sie mit zittriger Stimme. Severus kniete noch immer zwischen ihren Beinen und küsste sanft die Innenseite ihrer Schenkel, doch der ängstliche Ton mit dem sie seinen Namen sprach ließ ihn aufblicken. „Hab kein Angst“, sagte er ganz sanft und ergriff dabei ihre Hand. Vorsichtig öffnete Hermine ihre Augen; das Erste was wie sah, war ein silbernes glitzerndes Fell, dann fiel ihr Blick auf das gewundene Horn, das aus der Stirn wuchs. „Ein Einhorn“, flüsterte sie.

Das Tier leckte noch einmal ihr Gesicht ab, dann drehte es sich zu ihren Gläsern und schlabberte den süßen Wein mit seiner Zunge heraus. Langsam richtet sich Hermine wieder auf. Sie starrte mit gebannter Ehrfurcht auf das schöne Tier und strich ihm zaghaft über das seidige Fell. „Du musst ihm den Schweif kämmen“, flüsterte Severus kaum hörbar. Hermine wirkte im ersten Moment verwirrt, doch dann nahm sie den silberne Schweif in die eine Hand und durchkämmte ihn mit der anderen. Bei jedem Mal fielen kleine silberne Härchen auf die Decke herunter. Sie sammelten das feine silberne Haar auf und steckten es vorsichtig in die Tasche. Das Einhorn ging einige Schritte auf den Wald zu, bevor es sich wieder zu ihnen herumdrehte. „Ich glaube wir sollen ihm folgen“, flüsterte Hermine und knöpfte sich eilig die Knöpfe wieder zu. Severus nickte und packte ihre Sachen zusammen. Sie gingen auf das Einhorn zu, das kurz bevor sie bei ihm angekommen waren, weiter ging.

Es hatte sie tief in den Wald geführt, an eine Stelle, an die kaum noch Sonnenlicht drang, bis sie schließlich zu einer weiteren Lichtung kamen. Sie war viel größer als die, an der sie Pause gemacht hatten. Das schöne Tier war wieder dorthin verschwunden, wo sie hergekommen waren und Hermine und Severus gingen in die Mitte der Lichtung, wo ein großer, runenverzierter Steinbogen stand, zu dem zwei breite steinerne Stufen führten. Den Bogen stützten links und rechts, zwei Zaubererstatuen und links daneben war ein riesiger in Stein gemeißelter, schlafender Drache.

„Wer durch dieses Tor geht, kehrt als freier Mann nach Hause“, las Hermine die Runenaufschrift auf dem Bogen laut vor. „Vielleicht ist das die Chance von dieser Insel hier wegzukommen“, sagte Hermine aufgeregt und ging auf das Tor zu. „Warte“, sagte Severus, er ergriff ihren Arm und zwang sie so stehen zu bleiben, „Ich habe kein gutes Gefühl bei der Sache und wir wissen auch gar nicht, wohin dieses Tor führt.“ „Dann müssen wir es eben herausfinden“, sagte Hermine, „Es führt bestimmt zum Festland und von dort wird es um einiges leichter, nach Hause zurückzukehren.“

Severus’ Gesichtsausdruck verriet ihr deutlich, dass er ganz und gar nichts davon hielt, es einfach so auszuprobieren, doch er hielt sie nicht auf, als sie weiter auf das Tor zuging. Sie setzte einen Fuß auf die erste Stufe, als der steinerne Drache neben ihnen plötzlich seine gelben Augen öffnete. Die äußere Steinkruste fiel von ihm herab, als die er seine Flügel ausbreitete und den Kopf laut brüllend in die Luft hob. Die gelben Augen fixierten Hermine, die immer noch auf der ersten Stufe stand. Dunkler Qualm stieg aus seinen Nasenlöchern auf, bevor er mit einem lauten Brüllen Feuer spie. Severus hatte Hermine gerade so noch, an ihrem Hemd packen und zurückziehen können, wobei sie beide rückwärts auf den Boden fielen. Die Luft roch verbrannt und ein stickiger Schwefelgeruch breitete sich aus.

Sie standen wieder auf und gingen nun langsam rückwärts auf den Wald zu. Einen Moment starrte sie der Drache bloß an, doch als sie sich weiter von ihm entfernt hatten, stieg er wie ein Blitz in die Luft. „Renn“, rief Severus und sie rannten beide in das Dickicht der Bäume. Der Drache kreiste immer noch über ihnen und stieß wütende Schreie aus, bis plötzlich nicht weit von ihnen ein Feuerstrahl aus der Luft geschossen kam und die nahestehenden Bäume in Flammen aufgehen ließ. Hermine stand wie angewurzelt da. Severus packte ihren Arm und zog sie hinter sich, als er losrannte. Überall um sie herum schlug Feuer ein. Tiere rannten ängstlich umher und Vögel schossen mit schrillen Schreien in die Luft. Der immer dichter werdende Rauch nahm ihnen die Sicht und der beißenden Schwefelgestank trieb in Hermine leichte Übelkeit hoch. Sie konnte kaum noch atmen, doch Severus’ Griff lag noch immer fest um ihren Arm und zwang sie in einem erbarmungslosen Tempo, hinter ihm her zu rennen. Sie sahen nur noch Rauch und wussten nicht, wo sie hinliefen, während hinter ihnen brennen Baumstämme umkippten.

Einige Meter vor ihnen endete der Wald und Hermine konnte die steile Felswand, in der der Durchgang verborgen war, erkennen. Sie hörten den Drachen mit peitschendem Flügelschlag über sie fliegen und sahen ihn direkt von der Felswand landen. „Das schaffen wir nie an ihm vorbeizukommen“, sagte Hermine verzweifelt. Severus lockerte seinen Griff um ihren Arm. „Wenn ich ‚jetzt’ sagte, rennst du“, sagte er. Hermine sah ihn ungläubig an, doch sie hatte keine Zeit, es infrage zustellen, da Severus einen Moment später „Jetzt!“, rief. Sie liefen gemeinsam auf die Felswand zu.

Der Drache breitete die Flügel aus und baute sich in voller Größe vor ihnen auf. Severus blieb kurz vor dem Felsen stehen, während Hermine weiterlief. Er zog das lange Schwert aus Gürtel und schleuderte es mit aller Kraft dem Drachen entgegen. Es blieb in seinem Hals stecken, doch im Vergleich zu der enormen Größe des Tieres, war es nichts weiter, als ein Piekser mit einem Zahnstocher. Wütend schrie das riesige Tier, mit hoch erhobenem Kopf, auf. Severus nutzte die Gelegenheit und rannte zu Hermine an die Felswand, die vergeblich versuchte den unsichtbaren Durchgang zu finden. Der Drache senkte wieder den Kopf und fixierte die beiden mit seinen gelben Augen. Brüllend riss er das Maul auf und stürzte schnappen auf sie zu. Hermine und Severus standen mit dem Rücken an die Wand gepresst, sie rückten immer weiter weg vom Drachen nach links. Die mächtige Schnauze sauste auf sie herab, als sie plötzlich rückwärts durch die Wand hindurch fielen. Die langen Schnauze, die zähneklaffend versuchte sie zu erwischen, blieb in dem kleinen Durchgang stecken. Erneut kamen schweflige Rauchschwaden aus den Nase. Hermine und Severus beeilten sich, wieder auf die Beine zu kommen, als der Drache schon sein Maul öffnete. Die Beiden sprangen durch das fließende Wasser des Wasserfalls und landeten in dem tiefen Fluss, während ein sengender Feuerstrahl gefolgt von einem zerreißenden Brüllen direkt über ihr Köpfe hinwegfegte.

Klatschnass und mit noch immer vor Schreck geweiteten Augen stand Hermine im Wasser und hielt sich krampfhaft an Severus fest. Beruhigend strich er ihr über den Rücken und tatsächlich löste sich ihr Griff langsam von seinem Hemd. Sie schwammen zum Ufer und legten sich erschöpft auf das saftige Gras. Einen Moment lagen sie bloß keuchend da, bis Severus als Erster aufstand und nun auch Hermine, auf die immer noch zittrigen Beine, half. „Lass uns zurück gehen“, sagte er, „die Sonne geht bald unter und schließlich wollten wir zum Abendessen zurück sein.“

„Dieser Steinbogen“, sagte Hermine nach einer Weile, „Glaubst du, er könnte uns zurückbringen?“ Severus nickte. „Ich denke schon, aber solange wir nichts Wirkungsvolles gegen den Drachen, der ihn bewacht, haben, wird uns das nichts nützen“, sagte er. „Aber wir haben doch jetzt alles um neue Zauberstäbe zu machen“, erwiderte Hermine. Einen Moment herrschte Stille. „Du darfst dir nicht zu viel erhoffen“, sagte Severus schließlich, „Ich bin kein Fachmann auf diesem Gebiet. Die Kunst der Zauberstabherstellung kenne ich nur in groben Zügen. Ich bin froh, wenn wir die einfachen Zauber damit hinbekommen, wenn es denn überhaupt funktioniert.“ Hermine senkte missmutig den Kopf. „Aber falls...“, setzte sie zu einem erneutem Versuch an. „Falls wir es irgendwie schaffen sollten, an dem Drachen vorbeizukommen“, unterbrach er sie, „müssen wir das Tor immer noch mit dem richtigen Zauber aktivieren.“ „Was sollen wir dann tun?“, fragte Hermine nun kleinlaut. Severus seufzte und schien zu überlegen. „Ich denke, wir werden das Angebot annehmen, und im Dorf bleiben“, sagte er schließlich, „dann sind wir näher an dem Tor und können an dem Problem arbeiten.“

Bei dem Gedanken, dass es vielleicht doch noch Hoffnung gab, löste sich der Knoten in ihrem Magen und Hermine wirkte bereits viel entspannter, als sie endlich von Weitem das Dorf sahen. Sie waren durch die warme Luft bereits wieder trocken als sie ankamen, und klopften nun an Eingangstür der McCoys. Conner öffnete ihnen die Tür und ließ sie rein. Er war allein. „Der Bursche hilft Mary, Wasser vom Fluss zu holen“, sagte er als er Hermines suchenden Blick bemerkte. „Wie hat euch den kleine Ausflug gefallen?“, wollte er schließlich wissen. „Gut. Wir haben uns auch entschieden, hier zubleiben“, kam Severus direkt zur Sache.

„Das ist wunderbar“, rief McCoy begeistert, „Kommt ich zeige euch gleich die Hütte des alten Macdougall.“ Er öffnete die Tür und trat aus dem Haus. Severus und Hermine sahen sich etwas überrascht an, doch sie folgten ihm schließlich.

Das Haus war ein Stück weg vom Dorf. Es war das Einzige auf der anderen Seite des Flusses. „Macdougall war kein Menschenfreund und lebte vorzugsweise allein“, erklärte ihnen McCoy. Eine kleine Holzbrücke führte über den Fluss direkt zum Haus. Es war als Einziges umzäunt und hatte einen viel größeren Garten als die Häuser, die im Dorf so nahtlos aneinander gereiht waren. Den Garten hatte seit Jahren keiner mehr gepflegt, das Gras wuchs wild und überall wucherte Unkraut. Zwei Stufen führten zur Eingangstür, durch die sie hindurchgingen. Sie kamen in ein großes geräumiges Zimmer mit vielen Regalen, einem Tisch und einigen Sitzbänken. Eine Tür auf der gegenüberliegenden Seite führte zu einer eben so großen Küche, die ähnlich wie bei den McCoys, nach rechts durch einen breiten Durchgang, zu einem weiteren, angrenzte.

Sie stiegen die Holztreppe hinauf, die zu einem schmalen langen Flur führte. Hermine zählte acht Zimmer, vier auf jeder Seite. Sie öffnete eine der Türen und stand in einem einfachen Schlafzimmer. Die Nächsten waren fast alle leer oder dienten als Abstellkammern, wie sie überrascht feststellten. „Und was sagt ihr?“, wollte McCoy neugierig wissen. „Wir nehmen es“, antwortete ihm Severus und stieg die Treppe wieder herunter.

Fortsetzung folgt…


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Es gibt einen Grund dafür, warum alle großen Fantasy- und Science-Fiction-Filme im Gedächtnis der Leute geblieben sind. Sie haben eine große Tiefe und nicht nur eine oberflächliche Handlung. Und deswegen werden wir in 50 oder 100 Jahren auch immer noch die Harry-Potter-Bücher lesen und hoffentlich die Filme anschauen.
Michael Goldenberg