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Fanfiction

Auf ein Ende folgt immer ein Anfang - Freundschaft und andere Gefühle

von Federica

Hallo :)
da bin ich wieder mit einem Chap!

²Zaubererexpertin xD: Soo, da ist das Chap, sogar extra lang habe ich es geschrieben :) Ich hoffe es gefällt dir und du lässt mir wieder einen Kommi da :)

__________________________________________________

Freundschaft und andere Gefühle

~*~
It’s all your fault,
you called me beautiful.
You turned me out and now I can’t turn back.
I hold my breath,
because you were perfect.

[Pink - It's all your fault]
~*~


Emma
Ich spürte wieder dieses warme Kribbeln in meinem Körper, diese grauen Augen würden mich nochmal vollständig um den Verstand bringen.
Ich zog mein gesundes Bein an und richtete mich auf. Wenn dann will ich auch ein Gespräch auf Augenhöhe.
„Setz dich doch“, er ließ sich zögernd auf meinem Bett nieder, während ich ein Stück zur Seite rückte.
Wir sahen uns weiterhin schweigend an, Sirius hatte viele Kratzer im Gesicht und an den Armen. Den einen hatte er verbunden und trug ihn in einer Schlinge. Seine Seite schien ihm auch zu schmerzen. Oh man, wegen meiner Blödheit hatte er jetzt Schmerzen.
„Es tut mir leid, dass du so viel abbekommen hast.“
„Ach, das ist doch nichts, ich meine wären wir nur einen Moment später gekommen, wärst du wahrscheinlich tot..“, seine grauen Augen musterten mich besorgt.
Ich lächelte schief: „Ich bin aber noch sehr lebendig. Danke für deine Hilfe“, ich drückte seine Hand, die auf seinem Oberschenkel lag.
Er erwiderte den Druck und hielt meine Hand fest. Wie soll man sich denn konzentrieren, wenn der ganze Körper kribbelt und sich in meinem Kopf alles dreht, nur weil er in der Nähe ist.
Dieser Kerl macht mich wahnsinnig, das muss schnellstens aufhören!
Vorsichtig entzog ich ihm meine Hand, und fing an über meine Bettdecke zu streichen.
„Sirius, der Kuss, wir können das nicht bringen.“
„Ich weiß, es tut mir leid.“
„Dir braucht doch nichts leidtun. Ich hab doch mitgemacht!“, unwillkürlich musste ich ihm zu zwinkern. Die Situation war aber auch merkwürdig. Ich wette Sirius Black hat sich noch nie für einen Kuss entschuldigt.
Wir grinsten uns an und mussten lachen. Vielleicht war es ja wirklich am besten mit Humor durch diese Situationen zu gehen.
„Schade, dass wir nicht wenigstens ein bisschen Spaß haben können. Ich fand den Kuss eigentlich ziemlich gut!“, er hatte wieder sein unverschämtes Grinsen im Gesicht.
„Sirius, ich glaube du spinnst ein wenig. Hinter meinem Namen wird kein Haken stehen!“
„Also bitte, als wenn ich eine Liste führen würde.“
Er sah fast ein wenig beleidigt aus, aber ich wusste es besser.
„Ich hab die Liste schon gesehen. Allerdings steht mein Name nicht drauf, also bin ich doch nicht so begehrenswert?“, ich schob meine Unterlippe vor und spielte jetzt die Beleidigte.
„Dein Name steht nicht drauf, weil James mich dann umbringen würde“, er sagte das ganz trocken, aber er hatte ja recht. James hatte es eigentlich jedem meiner bisherigen Freunde schwer gemacht. Aber wenn das der einzige Grund ist, wäre ich ziemlich gekränkt. Mit hochgezogener Augenbraue musterte ich ihn.
„Du stehst außerdem nicht drauf, weil wir gute Freunde sind und ich dich nicht abschleppen kann, wie die anderen Mädchen.“ Aha, immerhin scheint ihm bewusst zu sein, wie er mit Mädchen umspringt.
„Schon gut Sirius, ich habe auch nicht das Verlangen auf dieser Liste zu stehen. Ich hoffe nur, du kommst irgendwann mal in den Genuss der wahren Liebe…“, ich lächelte ihn an. Ich hoffte es wirklich für ihn, es würde ihn mit Sicherheit verändern. Er würde erwachsen werden und für diese Person Verantwortung übernehmen.
„Und wegen wahrer Liebe, wir müssen Lily endlich die Augen öffnen. Ich bin mir so sicher, dass James ihr ganz und gar nicht egal ist. Ich meine, sie hat bloß Angst, dass er sie dann gleich fallen lässt. Auch wenn ich ihr immer wieder sage, dass James sie wirklich liebt“, im Themawechseln war ich übrigens schon immer gut. Ich wollte ja nicht, dass Sirius noch denkt, dass er meine wahre Liebe ist oder sowas.
„Was hältst du von einer Wette Hudson?“
„Okay, ich sage sie schaffen es noch dieses Jahr, also bis zum 31. Dezember. Du?“
„Erst beim Abschlussball, da wird man sentimental. Dann ist alles leichter zu sagen.“
„Gut, dein Wetteinsatz! Wenn ich richtig liege, musst du mit mir beim Abschlussball Karaoke singen!“, ich grinste zufrieden, denn gerade als Sirius etwas erwidern wollte, stürmte meine beste Freundin in den Krankenflügel.
„So, Black, deine Zeit ist um. Jetzt bin ich dran!“, sie sah ihn finster an und schenkte mir ihr schönstes Lächeln. Ich konnte nur den Kopf schütteln.
Ich grinste Sirius an und er verließ, lässig schlendernd, den Raum. Einen knackigen Hintern hat er auch, Hilfe, wo soll das enden?
Lily nahm seinen Platz ein und sah mich besorgt an.
„Süße, es geht mir gut, er hat mir nichts getan!“
„Diese bescheuerten Idioten! Da werden sie einfach mal Animagi und meinen, dass es nicht mehr gefährlich ist mit einem Werwolf über die Ländereien zu stolzieren!“ Ihr Gesicht wurde ganz rot, sie war sauer, eindeutig sauer.
„Jetzt mach aber mal halblang!“
„Nicht nur, dass sie immer gegen alle Schulregeln verstoßen, jetzt auch noch gegen die Regeln des Zaubereiministeriums! Sie sind nicht registrierte Animagi! Es hat schon seinen Grund, dass es diese Regel gibt!“
Sie redete sich immer weiter in Rage und ich beschloss erst mal ihren Ausbruch abzuwarten, dann würde ich ihr schon die wahren Gründe der Rumtreiber nennen.
Sie sah mich erwartungsvoll an: „Emma?“
Dann war sie also fertig, sehr gut.
„Lily, Remus ist ein Werwolf, das ist für ihn schlimm genug. Er muss jeden Tag mit dem Gefühl leben ein Monster zu sein, obwohl er so ein liebevoller Mensch ist. Er verbietet sich selbst so viele Dinge, weil er immer Angst hat alle zu verletzen. Die Vollmondnächte sind die schlimmsten seines Lebens, und er musste sie immer alleine durchstehen. Jetzt hat er diese wunderbaren Freunde gefunden, die es nicht nur akzeptieren, dass er ein Werwolf ist, sondern sogar über eine Lösung nachgedacht haben, wie sie es ihm leichter machen können. Sie haben die Bücher in der Bibliothek gewälzt“, Lily starrte mich ungläubig an, „Ja, James und Sirius waren freiwillig viele Stunden in der Bibliothek. Sie haben schließlich herausgefunden, dass Bisse eines Werwolfes für Tiere keinen nachhaltigen Schaden haben. Also beschlossen sie sich zu Animagi auszubilden. Ich bin immer noch beeindruckt, dass sie es geschafft haben und dass sie es für ihren Freund getan haben. Sirius ist ein Hund, James ein Hirsch und Peter eine Ratte. Lily, du musst endlich einmal die Rumtreiber verstehen. Sie sind Freunde fürs Leben, ich bewundere diese Freundschaft. Es ist eine Freundschaft, die für immer halten wird. Und vielleicht solltest du endlich mal anfangen, James und Sirius in einem anderen Licht zu sehen. Sie sind die loyalsten Menschen, die ich kennengelernt habe. Bereit füreinander alles zu geben. Aber du siehst immer nur die Oberfläche. Gut, Sirius hat immer nur seinen Spaß mit den Mädchen, aber jeder weiß doch, dass er keine richtigen Beziehungen führt. Die Mädchen sind also selbst schuld! Und James hat schon seitdem er dich nach einem Date fragt, kein anderes Mädchen auch nur angesehen. In seiner Welt existiert nur ein Mädchen und das bist du. Vielleicht gibst du ihm endlich mal eine Chance, und auch Sirius ist kein schlechter Mensch. Remus und ich sind ja nicht grundlos mit ihnen befreundet!“
Jetzt hatte ich mich total in Rage geredet und meine beste Freundin sah mich ziemlich bedröppelt an. Wahrscheinlich dachte sie jetzt, dass ich sie für oberflächlich halte. Nun, Lily ist sicher nicht oberflächlich, nur wenn es um die Rumtreiber geht, läuft irgendwas in ihrem klugen Köpfen schief.
„Gib dir einen Ruck Lil, hör James mal zu. Er ist sehr viel ernsthafter und vernünftiger, als er hier immer vorgibt. Er weiß was nach Hogwarts draußen wartet. Und er ist bereit gegen ihn zu kämpfen!“
Sie wurde immer kleiner auf meinem Bett.
„Tut mir leid, vielleicht war ich ja wirklich immer ein bisschen sehr hart und stur, aber ausgehen kann ich mit James trotzdem nicht. Auch wenn ich ihn nicht mehr hasse, lieben werde ich ihn nie.“
„Sag niemals nie meine Süße, und kannst du mir James nochmal vorbeischicken? Ich würd gern mal wieder in Ruhe mit ihm reden, aber erst später, ich will nochmal schlafen.“
Lily verstand und drückte mir noch einen Kuss auf die Wange, bevor sie verschwand. Heute war es echt anstrengend, erst das Gespräch mit Sirius und jetzt mit Lily, ich hoffe ja, dass ich ihr mal die Augen etwas geöffnet habe.
Meine Augen werde ich jetzt jedenfalls erst mal schließen…

Lily
Völlig durcheinander verließ ich den Krankenflügel. Emma hatte mir mit ihrer charmanten Art mal wieder unmissverständlich klar gemacht, dass ich bei den Rumtreibern mal unter die Oberfläche blicken sollte.
Leichter gesagt als getan. Eine Lily Evans freundet sich nun mal nicht mit den Rumtreibern an, aber wenn sie ehrlich sein sollte, war das schon fast passiert. Emma hatte einfach eine enge Beziehung zu James, Sirius und Remus. Über kurz oder lang musste es ja passieren, dass ich auch in diesen Strudel gerate.
Seufzend ging ich in den Gemeinschaftsraum, auch wenn mir die Worte von Emma noch durch den Kopf hallten. Ich musste diese Sachen wenn schon von James selbst hören.
Erneut seufzend bewegte ich mich auf den Stammplatz der Rumtreiber zu, normalerweise ging ich nur unter Emmas Zwang dorthin. Ich meine Emma Hudson wollte man lieber auf seiner Seite wissen.
Zögernd stand ich beim Kamin. Sirius und Remus spielten Zaubererschach, Remus war am gewinnen, wie immer eigentlich.
James beobachtete seinen besten Freund amüsiert, er durchschaute nicht einmal annähernd Remus Strategie.
Kopfschüttelnd öffnete ich nun endlich meinen Mund: „James, wir müssen noch die Pläne für die Rundgänge fertig machen. Hast du grad Zeit?“
Er blickte mich erstaunt an, ja ich war sauer auf ihn und Sirius. Aber sie hatten Emma auch das Leben gerettet. Erklären muss er es mir trotzdem noch!
Langsam erhob sich der hochwohlgeborene Mister Potter endlich und folgte mir zu unserem Arbeitszimmer.
Kaum hatte ich die Tür hinter mir geschlossen, blickte ich auch schon wieder in diese unglaublich warmen haselnussbraunen Augen. Er schien nervös zu sein, denn seine Hand durchwuschelte mal wieder sein schwarzes Haar.
Ich unterdrückte meinen Drang mit den Augen zu rollen und sah James stattdessen lieber scharf an. Er kannte diesen Blick, es würde ein Wutausbruch folgen, oder zumindest Geschrei.
Der großgewachsene Potter zog unwillkürlich ein wenig den Kopf ein.
Ich musste grinsen, ich schaffe es doch immer wieder.
„JAMES POTTER, WAS, bei Merlins alter Unterhose, habt ihr euch nur dabei gedacht?! Wisst ihr nicht, wie gefährlich das alles ist? Ihr habt gegen tausend Gesetze verstoßen und um ein Haar wäre Emma jetzt tot oder ein Werwolf…“, meine Stimme wurde zum Ende immer leiser.
„Bis gestern hatten wir immer alles im Griff, nie ist uns ein Schüler begegnet. Ich habe einfach geglaubt, dass ihr schon im Schloss seid. Emma wusste ja Bescheid, aber sie hat wohl den Vollmond vergessen. Und das mit den Gesetzen schert uns herzlich wenig Lily. Uns liegt Remus am Herzen, wir tun das alles für ihn!“
Er sah mich eindringlich ein, ich musste an Emmas Worte denken.
“Sie sind Freunde fürs Leben, ich bewundere diese Freundschaft. Es ist eine Freundschaft, die für immer halten wird. Und vielleicht solltest du endlich mal anfangen, James und Sirius in einem anderen Licht zu sehen. Sie sind die loyalsten Menschen, die ich kennengelernt habe. Bereit füreinander alles zu geben. Aber du siehst immer nur die Oberfläche.“
Ich musste schlucken.
„Natürlich ist es gefährlich was wir machen, aber wir haben noch nie die Kontrolle verloren. Als ich Emma da liegen sah, hatte ich das Gefühl als reißt mir jemand das Herz aus der Brust. Sie ist meine für mich meine kleine Schwester, nicht nur du machst dir Sorgen um sie. Sirius und Remus auch. Wir alle haben sie gern. Sie gehört schon immer zu uns. Eins kann ich dir versprechen Lily Evans, ich werde immer – wirklich immer – für meine Freunde da sein und sie beschützen. So etwas wie gestern Abend wird sich nicht wiederholen, den Rest des Jahres bleiben wir in der Hütte.“
Ich musterte ihn, müde sah er aus. Angespannt, besorgt und vor allem nachdenklich.
„Einen kurzen Moment habe ich gedacht, wir würden sie verlieren“, der junge Schulsprecher ließ sich auf das Sofa fallen.
Ich schluckte meinen Stolz runter und setzte mich zu ihm.
„Aber wir haben sie nicht verloren“, vorsichtig drückte ich kurz seine Hand, „Sie möchte dich gerne noch sehen, James. Geh zu ihr, ich mache die Pläne alleine fertig.“
Dankbar blickten die haselnussbraunen Augen in meine smaragdgrünen und schon war er in Richtung Krankenflügel verschwunden.
Dann werde ich mich wohl mal an die Arbeit machen.
Nur leider konnte ich mich gar nicht so richtig konzentrieren. Immer wieder musste ich an diese haselnussbraunen Augen denken, die auf einmal keine Arroganz mehr enthielten, sondern nur Wärme und einem das Gefühl von Geborgenheit vermittelten.
Er hat mich auch noch nicht einmal für ein Date überreden wollen…
Vielleicht sollte sich auch ein James Potter verändern können. Außerhalb von Hogwarts begann der Krieg, in dem sie alle wahrscheinlich nach ihrem letzten Schuljahr einen Platz einnehmen würden.
James und Sirius würden Auroren werden, an vorderster Front kämpfen. Ein ungutes Gefühl breitete sich in meinem Magen aus. Ich mache mir keine Sorgen, ich will ihn nur nicht wieder zusammenflicken müssen!
Emma und ich wollten beide Heilerin werden, uns würde man genau so brauchen, wie die Auroren.
Wieder sah ich diese Augen vor mir, diesmal allerdings panisch vor Angst, als er Emma unter Remus liegen sah und mich bemerkte. Richtig angeschrien hatte er mich, weglaufen sollte ich, damit mir nichts passiert. Zu Poppy hat er mich geschickt und war kurze Zeit später mit der bewusstlosen Emma aufgetaucht. Völlig verzweifelt und voller Schuldgefühle hatte er gewirkt.
James Potter tat nun mal alles für seine Freunde, und auch ich bin ihm wichtig. Nur was für Gefühle hege ich für ihn? Hass war da schon lange nicht mehr, aber Liebe?

Emma
Langsam öffnete ich wieder die Augen, ich fühlte das jemand neben mir saß und mir immer wieder über die Haare strich.
„Hey Jamesie“, ich lächelte ihn an und er erwiderte das Lächeln, wenn es auch seine Augen noch nicht erreichte.
„Jetzt guck mich bitte nicht so an, als wenn ich gestern gestorben wäre. Mir geht es doch schon wieder ganz gut. Ich meine ich muss hier zwar wahrscheinlich bis kurz vorm Halloweenball bleiben, aber das ist doch alles kein Problem!“
Er seufzte und fuhr sich mit seinen Händen über das Gesicht.
„James, du bist nicht schuld. Niemand ist schuld, wir waren einfach zur falschen Zeit am falschen Ort“, bestimmt sah ich ihm in die Augen und zerwuschelte sein Haar.
Jetzt hatte er wieder ein Grinsen im Gesicht, es geht doch.
„Lily hatte trotzdem Recht, es war doch recht leichtsinnig von uns immer einfach durch den Wald zu spazieren, die restlichen Vollmondnächte verbringen wir in der Hütte.“
„Das kannst du Remus nicht antun, er wird ausrasten! Er braucht die Freiheit, und es wird einfach nicht nochmal vorkommen. Ein bisschen Vorsicht ist immer gut, aber ihr seid doch fähige Zauberer und gute Animagi, ihr haltet ihn immer in Schach.“, ich zwinkerte ihm zu, „Ich hab mit Lily geredet, ich glaube so langsam fängt sie an bei dir unter die Oberfläche zu gucken. Dabei ist es natürlich auch hilfreich, dass du sie nicht mehr dauernd wegen einem Date nervst und dein arrogantes Getue abgelegt hast“, er wollte mich gerade unterbrechen, doch ich hob nur meine Hand und er ließ es bleiben, „Ich weiß, dass du nur unsicher in ihrer Nähe warst. Aber du liebst sie, und wenn sie mal besonders verwirrt ist, solltest du es ihr einfach ganz ernsthaft sagen. Sie hat nur Angst verletzt zu werden, wenn sie sich auf dich einlässt. Ich weiß, dass du ihr nie etwas antun würdest. Du liebst sie schon solange und ich bin mir sicher, dass deine Geduld dieses Jahr belohnt wird. Ich hoffe noch in diesem Jahr, das habe ich nämlich mit Sirius gewettet.“
James lachte, ja, er hatte schon verrückte Freunde, aber ich bin mir sicher, er wollte uns gegen nichts in der Welt eintauschen.
„So so, du hast also mit Tatze gewettet? Was hat er gesagt?“
„Abschlussball, aber da seid ihr schon lange zusammen!“
„Wetteinsatz?“
„Karaoke singen beim Abschlussball…“
James lachte wieder, sein Freund und singen, das würde er ja zu gerne sehen.
„Und wie steht es bei dir mit der Liebe, Schwesterherz?“
Ich wurde unwillkürlich rot, er hatte jawohl nichts von Sirius und mir mitbekommen, oder? Aber eigentlich war James nicht dumm.
Seufzend sah ich ihm in die haselnussbraunen Augen: „Ach, da gibt’s eigentlich nichts. Ich warte mal ab, vielleicht erwischt es mich ja noch so wie dich!“
„Dann hoffe ich aber, dass er die Liebe erwidert.“
„Ja, das wäre um einiges einfacher!“, grinsend drückte ich James Hand. Er litt unter der Situation mit Lily, aber es hatte sich ja schon gebessert und er musste nur weiter Geduld haben. Ich wusste, dass er nicht aufgeben würde.
„Willst du sie eigentlich wegen dem Halloweenball fragen?“, ich sah ihn fragend an.
„Ich glaube nicht, ich wollte eigentlich dich fragen. Immerhin ist es der vorletzte Ball hier in Hogwarts, zum Abschlussball würde ich allerdings gerne mit Lily gehen“, er grinste sein berühmtes Pottergrinsen. Lily war es verhasst, doch ich liebte es.
„Oh ja, das ist eine gute Idee. Bei mir wird Lily nicht ausrasten, und wieder sagen, dass du eh nur ein Casanova bist und ich habe eh keine Lust auf irgendjemanden aus meinem Jahrgang. Zum Abschlussball geht ihr eh zusammen, da seid ihr ja schon ein Paar. Vergiss nicht, ich gewinne meine Wetten!“, grinsend strich ich mir meine Haare aus dem Gesicht, schade, dass ich sie nicht mehr einfach zusammen binden konnte, zumindest nicht ohne Spangen. Naja, man kann nicht alles haben. Dann hörte ich seinen Magen knurren und schon sah er mich verlegen an.
„Du Em, ich geh mal zum Abendessen. Ich habe Hunger!“
„Den hast du immer, genau wie Sirius! Na los, geh schon!“
Er gab mir noch einen Kuss auf die Wange und verschwand in Richtung Großer Halle.
Zufrieden ließ ich mich in mein Kissen sinken und wartete auf mein Abendessen.

Die Zeit verging langsam.
Zumindest für mich, die immer noch im Krankenflügel vergammelte. Zwei ganze Wochen lag ich jetzt schon hier und musste noch eine Woche aushalten.
Lily versorgte mich zwar immer schön mit den Hausaufgaben, und ich hatte auch keine Angst beim Stoff nicht mitzukommen. Die Rumtreiber besuchten mich auch täglich und James wollte wohl am meisten, dass ich schnell wieder raus kam. Schließlich mussten wir trainieren.
Sirius und ich gingen ein bisschen auf Abstand, er besuchte mich zwar auch immer brav, aber viel reden oder uns zu nahe kommen taten wir nicht.
Leider konnte ich das Kribbeln, wenn ich in seine grauen Augen sah, immer noch nicht abstellen. Furchtbar war das.
Seufzend wandte ich meinen Kopf zum Fenster.
Viel zu viel Zeit zum Nachdenken hatte ich hier.
Immer wieder tauchten die Drohungen der Slytherins in meinem Kopf auf und ich war mir sicher, dass mein Vater einen Weg finden würde.
Furcht durchflutete meinen Körper, als ich an ihn dachte, Rabastan Crane. Er war im Moment die rechte Hand Voldemorts und hatte schon viele Anschläge auf seinem Konto. Die ganze Zaubererwelt fürchtete ihn, und nur Lily und James wussten, dass er mein Vater ist. Hatten Mum und ich doch nach der Trennung wieder ihren Mädchennamen angenommen. Zum Glück war es vor Hogwarts gewesen.

Endlich Freitag! Ich durfte aus dem Krankenflügel raus.
Natürlich war mein Wirbelwind schon zur Tür hereingestürmt und hatte die Rumtreiber im Schlepptau. Das große Empfangskomitee.

Lily
Endlich konnte ich meine beste Freundin aus dem Krankenflügel befreien. Etwas blass sah sie aus, hatte sie doch nun seit drei Wochen keine frische Luft mehr geschnappt.
Ihre erste Frage ging auch gleich an James, wann er denn wieder Training angesetzt hätte.
Als wenn der Halloweenball heute Abend nicht wichtiger ist.
Die Rumtreiber begleiteten uns zum Gemeinschaftsraum. Mittlerweile hatte ich mich wirklich an die Jungs gewöhnt. Zwischen James und mir entstand eine Freundschaft und damit war ich erstaunlicherweise einverstanden. Ich habe wohl erkannt, dass er sich geändert hat.
Sogar Sirius kam mir schon vernünftiger vor. Vielleicht werde ich doch krank?
„Bis später Jungs!“, damit verabschiedeten wir uns nach oben. Hübsch machen war nun angesagt.
Nun ja, Emma musste sich nicht viel Mühe geben, gut sie brauchte heute vielleicht auch mal Make-Up, wegen ihrer blassen Haut. Trotzdem konnte eine Naturschönheit einfach nichts entstellen.
„Ich bin duschen!“, damit verschwand Emma im Bad und im nächsten Moment hörte ich nur das das Wasser rauschen und konnte ihr bei einem ihrer Badezimmerkonzerte lauschen.
Emma sang gerne und viel, sie konnte es ja auch. Leider gab es in Hogwarts keinen Chor, dementsprechend nahm sie mit der Dusche vorlieb.
Ich begann schon mal damit unsere Schminksachen hervor zu holen, heute Abend würden wir umwerfend aussehen. Mein Date wollte ich nicht enttäuschen, er galt schließlich nach James und Sirius als heißester Typ Hogwarts.
Leise Emmas Lied mitsummend legte ich unsere Kleider raus. Lächelnd begutachtete ich das graue, kurze Kleid, dass bald meine beste Freundin schmücken würde. Ihr würden heute alle zu Füßen liegen.
Wir hatten uns beide für kurze Kleider entschieden.
„Nun starr unsere Kleider nicht so verliebt an, ab unter die Dusche mit dir“, Emma grinste mich an und suchte nun nach ihren mörderischen High-Heels, die sie passend zum Kleid gekauft hatte.
Als ich fertig geduscht aus dem Bad kam, war Miss Hudson schon fertig angezogen. Das Kleid saß wie angegossen, wie für sie persönlich geschneidert.
„Wow, Emma, ich hatte vergessen, dass es dir so gut steht!“
Sie lachte: „Ich auch! Ich liebe dieses Kleid einfach, zum Glück kommt ja irgendwann noch mal eine Party.“
Emma ließ mich noch kurz in mein Kleid schlüpfen, dann bearbeitete sie meine langen, roten Locken.
[Emmas Outfit: http://www.polyvore.com/cgi/set?id=25012018&.locale=de, Lilys Outfit ist das andere Set]
Bewundernd betrachtete ich mich im Spiegel, sie hatte ganze Arbeit geleistet. Die Haare waren halb hochgesteckt und meine Locken, die oft so widerspenstig waren, lagen genau so, wie ich es mir immer wünschte.
Emma hatten ihren Bob nur etwas glatt geföhnt.
Beide legten wir nun den einzigen Schmuck an, Ohrringe. Jeweils Erbstücke. Bei Emma lag das Erbe allerdings noch nicht sehr lange zurück und sie blickte traurig in den Spiegel, als sie sich die Ohrringe ihrer Mutter ansteckte.
„Du, Emma, wieso hat mich James eigentlich nicht gefragt, ob ich mit ihm zum Ball gehe?“, ich tuschte mir gerade die Wimpern und Emma hielt beim Lidschatten auftragen inne.
„Lily, hast du die Frage gerade ernst gemeint?“, sie beendete ihren Lidschatten und betrachtete ihre Augen. Ich frage mich immer wieder wo sie das Schminken gelernt hat, obwohl sie sich im Alltag fast nie richtig schminkt.
Nun blickte ich in ihre eisblauen Augen, die mich skeptisch musterten.
„Er wollte sich einfach keine weitere Abfuhr einfangen. Du magst es vielleicht nicht glauben, aber auch ein James Potter besitzt Gefühle und Grenzen. Er will seit der 5. Klasse mit dir ausgehen. Am Anfang, habe ich es auch noch nicht ernst genommen. Aber ich kenne James, und in der 6. Klasse hat er mir gesagt, was er für dich empfindet. Lily, dieser Junge liebt dich, von ganzem Herzen, nur leider ist er langsam müde um noch weiter zu kämpfen. Er wartet auf deinen ersten Schritt. Du bist nur leider der sturste Mensch den ich kenne!“, ich zog meine Augenbrauen hoch, „Okay, neben, Sirius, James und mir!“ Dann brachen wir beide in lautes Lachen aus, unsere Schlafsaalmitbewohner lugten neugierig aus dem Badezimmer hervor.
Ich sollte wirklich nicht mehr mit Emma über James reden, da ist sie eindeutig parteiisch!

Emma
Dank Lily waren wir natürlich viel zu früh fertig, sie hatte sich aber schon mit dem ach so tollen Jeremy O`Malley verabredet.
So saß ich nun im Gemeinschaftsraum und wartete auf James. Mein Kleid hatte ich mit einem Antiknitterspruch verzaubert, wirklich sagenhaft diese Magie!
Plötzlich hörte ich Schritte auf der Treppe herunter poltern, das konnten ja nur Sirius und James sein.
Erwartungsvoll drehte ich mich zu dem Geräusch um und erblickte einen Sirius, der mich stumm anstarrte und einen James, der mich mit brüderlichem Stolz musterte.
Keck drehte ich mich einmal um meine Achse und machte einen Knicks. Hah, Sirius Augen wurden immer größer, tja, ich bin mit Sicherheit attraktiver als sein blödes Date aus der 6. Klasse.
„Na, nimmst du mich so mit?“, grinsend sah ich James in die Augen.
„Dich könnte noch nicht mal ein Kartoffelsack entstellen!“, er beugte sich zu mir runter und drückte mir einen Kuss auf die Wange. „Du siehst umwerfend aus und ich glaube Tatze braucht gleich ein Lätzchen!“, flüsterte er mir grinsend ins Ohr.
„Danke für das Kompliment Mister Potter, das kann ich nur zurückgeben. Gut schaust du aus! Lass uns gehen! Ich habe Hunger“, sie grinste von einem Ohr zum anderen, und wahrscheinlich fragten sich gerade alle ob ich und der schwarzhaarige junge Mann an meiner Seite wirklich nicht verwandt waren.
„Oh, ich muss auch los, zu Stephanie!“, mit diesen Worten stolperte Sirius Black sogar noch vor uns aus dem Gemeinschaftsraum.
Da lief er hin zu seinem Date, eine dumme 6. Klässlerin aus Hufflepuff, die hatte er wirklich nur wegen ihrer Brüste gefragt.
„Em, alles okay?“, oh ich hatte wohl meine Augen verdreht.
„Ach ich habe mir nur gerade das Bild vorgestellt, wie Sirius alles Essen verschlingt und wir nichts mehr bekommen!“
„Blödsinn, das schafft selbst Tatze nicht!“, lachend bot er mir seinen Arm an und ich hakte mich bei ihm ein. Es war wirklich schön so ungezwungen zu einem Ball zu gehen.
Wie immer war ich von der Dekoration der Halle begeistert, ich drückte begeistert den Arm von James.
Ich liebe Halloween, es ist eindeutig mein Fest. Auch wenn ich aus dem Alter des Verkleidens raus bin, ich liebe das Leuchten der Kürbisse, die magische Atmosphäre, die überall herrscht.
„Gefällt dir die Deko? Wir haben es einfach mal traditionell gehalten!“
„Ich finde es klasse!“
James zog mich hinter sich her, während ich die Halle nach Lily absuchte. Sie saß mit ihrem Date - ich hoffte sie würde ihn nicht küssen, denn dann muss ich wahrscheinlich kotzen – bei seinen Freunden aus Ravenclaw.
Ich hatte trotzdem Pech. Denn Sirius und sein strohdummes Date saßen natürlich auch bei uns. Genau wie Remus, Peter, Frank und Alice. Wenigstens ein freundliches Gesicht.
Gott sei Dank konnte ich mich zwischen Alice und James setzen.
„Du siehst klasse aus“, flüsterte mir meine Bettnachbarin zu, ich erwiderte das Kompliment nur zu gerne. Sah Alice doch heute in ihrem lachsfarbenem, bodenlangen Kleid einfach bezaubernd aus. Frank bestätigte dies auch immer wieder mit seinen bewundernden Blicken.
Die beiden waren für mich einfach das perfekte Paar, wobei ich auch immer der Meinung bin, dass es eigentlich Lily und James sind. Wenn sie sich endlich mal finden würden.
Ich blickte mich in der Halle um und stellte dann fest, dass ich Sirius und seiner Flamme genau gegenüber saß, also doch keine tolle Platzwahl von James.
Eine viel zu hohe Mädchenstimme wandte sich an mich: „Emma, dein Kleid ist ja mal der Hammer, wo hast du das denn gekauft?“
Ich hob meine linke Augenbraue: „Weißt du Liebes, Stil muss man haben, den kann man nicht kaufen.“
Ich weiß, das war gemein, aber sie hatte mir schon meine Frisur nachgemacht, das reicht.
Sirius musste sich auch ein Kichern verkneifen, währenddessen James damit beschäftigt war Lily anzustarren.
„Jamesie?“, flötete ich und holte ihn aus seinen Tagträumen, „Hör auf so zu starren, das kann sie nicht leiden. Lass uns lieber essen!“
Dumbledore hatte nur einen guten Appetit gewünscht und das Essen war erschienen.
Hungrig machten wir uns über das Festmahl her, leider schaffte ich es nicht, alle Sachen zu probieren. Sirius und James aßen meine Portionen aber bestimmt mit.
Ungeduldig wippte ich mit meinem Fuß hin und her, ich wollte endlich tanzen. Zum Glück konnte James hervorragend tanzen.
„Darf ich bitten?“, er hatte wohl meinen Bewegungsdrang bemerkt. Strahlend ging ich mit ihm auf die Tanzfläche.
Wir hatten gerade unseren zweiten Tanz beendet, als Jared, aus unserer Quidditchmannschaft neben uns auftauchte und mich um einen Tanz bat. Ich bin ja als sozial bekannt, also sagte ich natürlich nicht nein.
Ich konnte ja nicht damit rechnen, dass es nun den ganzen Abend so weitergehen würde.
Nachdem ich nun schon mit fast allen Singlemännern unseres Jahrgangs, die Slytherins ausgenommen, getanzt hatte, fehlten nur noch zwei. Der Ravenclaw, den ich noch in Erinnerung hatte und Sirius. Während ich mit dem besagten Ravenclaw die ersten Takte tanzte, blitzte ein Bild vor meinen Augen auf. Es war der Ravenclaw aus dem Tropfenden Kessel und der konnte leider gar nicht tanzen.
Hilfesuchend blickte ich erst zu James, der war nur leider mal wieder damit beschäftigt, sich bei Remus auszuheulen. Lily hing die ganze Zeit an ihrem Date. Sie konnte schön mit einem tanzen, während ich herum gereicht wurde wie Gratisware.
Meine Augen wanderten zu Sirius, der ziemlich gelangweilt schien und amüsiert über meine Situation. Nach meinem flehendem Blick kam er jedoch auf mich zu und rettete mich.
„Entschuldige bitte, aber ich glaube die Lady schuldet mir noch einen Tanz“, der Ravenclaw verschwand völlig eingeschüchtert und Sirius zog mich an sich. Hoffentlich war der Schmusewalzer gleich vorbei.
„Du bist heute übrigens das attraktivste Mädchen hier, nicht, dass du es eh immer bist. Aber dieses Kleid…“, seine Stimme klang ganz heiser und verursachte mir Gänsehaut.
„Werde ich deswegen von einem Typen zum nächsten gereicht?“
„Jeder möchte halt mit dir tanzen, sei stolz. Die Hälfte der Jungs war nur für deinen Tanz auf der Tanzfläche“, er grinste sein unverschämtes Rumtreibergrinsen, „Und wer hat es in dein Herz geschafft?“
„Also jeder wollte morgen mit mir nach Hogsmeade, aber ich hab abgelehnt. Ich hab einfach keine Lust auf Dates, und aus unserem Jahrgang sind nicht gerade viele passende Kandidaten dabei. Eigentlich nur zwei, und einer davon ist tabu!“, lachend ließ ich mich von Sirius drehen und das Lied verstummte.
Ich blickte hoch und versank nahezu in diesen grauen Augen. Wieder war da diese Spannung und das Kribbeln.
Merlin sei Dank, erklang nun aber ein fetziger Song und Sirius und ich legten eine Show aufs Parkett, kannten wir beide doch ziemlich viele Figuren.
Laut lachend vertrieben wir alle mit unseren wilden Tanzeinlagen, die Schüler bildeten einen Kreis um uns und fingen an im Takt zu klatschen.
Am Ende verneigten wir uns artig und machten atemlos Platz.
„Ich brauche was zu trinken, am besten Feuerwhiskey!“
„Da sag ich nicht nein. Los, wir müssen in die Küche“, Sirius nahm mich bei der Hand und immer noch lachend verließen wir die Halle. Es schien so wie vor unserem Gefühlschaos. Herrlich normal.
So schnell es mit meinen viel zu hohen High-Heels ging folgte ich ihm zur Küche, natürlich bekamen wir was wir wollten.
Wir nahmen beide einen großen Schluck und grinsten uns an.
Dann schwang Sirius seinen Zauberstab und unsere Flaschen verwandelten sich in Butterbierflaschen, nur der Inhalt blieb der selbe.
„Gehen wir zurück zur Halle? James meinte nach Mitternacht spielt eine coole Band!“, ich lehnte mich an die Wand gegenüber des Obstportraits und nahm noch einen Schluck. Ein angenehmes Kribbeln breitete sich in meinem Körper aus, diesmal lag es nicht an Sirius.
„Denen haben wir es gezeigt, was?“, seine grauen Augen blitzten. Er hatte wohl Recht, ich konnte klasse mit James tanzen. Aber Sirius und ich, wir harmonierten einfach perfekt. Mit ihm hatte ich noch nie Probleme gehabt. Wahrscheinlich hatten wir einfach ähnliche Instinkte beim Tanzen.
„Da hast du Recht, lass uns zurück. Ich will tanzen und endlich zur richtigen Musik“, übermütig packte ich ihn am Arm und schleifte ihn zur Halle.
James hatte nicht zu viel versprochen, die Band auf der Bühne war wirklich phänomenal.
Sirius würdigte sein Date keines Blickes und tanzte mit mir. James fand zum Glück nichts dabei, aber ich bemerkte den Ausdruck in den grauen Augen meines Tanzpartners.
Leider hatte ich so langsam keine Kontrolle mehr über mein Handeln, der Alkohol hatte mich etwas übermütig werden lassen.
Wir tanzten gerade zu einem langsameren Lied, da war sie wieder da, diese Spannung, die mich alles um mich herum vergessen lässt.
„Lass uns wo anders hingehen“, murmelte er mir mit heiserer Stimme zu, mein ganzer Körper kribbelte, als ich seinen Atem an meinem Hals spürte.
Abermals verließen wir die große Halle, diesmal allerdings wie in einem Bann.
Wir waren im ersten Geheimgang angekommen, da lagen seine Lippen schon auf meinen. Ich verlor nun noch die Beherrschung über meinen Verstand. Diese Küsse konnten einen süchtig machen.
Es wurde immer leidenschaftlicher und ich spürte seine Hände nun fast überall.
Dann entzog ich mich der Umarmung und meinte leise: „Nicht hier Sirius!“, ich schnappte mir seine Hand und führte ihn, durch viele Geheimgänge, zum Raum der Wünsche.
Er sah mich erstaunt an, doch ich lief dreimal an der Wand vorbei und wünschte mir einen Raum, wo es passieren konnte.
Die Tür erschien und wir gingen hinein.
Sofa, Bett und ein Bad. Alles so, wie ich es mir gewünscht hatte.
Entschlossen drehte ich mich zu ihm um und küsste ihn mit noch mehr Leidenschaft, als im Geheimgang. Sirius schien kurz mit sich zu hadern, doch dann erwiderte er es einfach.
Wir ließen es beide geschehen.

Der nächste Morgen, ich spürte wie mein Kopf pochte. Feuerwhiskey, ich wollte doch die Finger von dem Zeug lassen!
Dann erst bemerkte ich, dass ich nicht in meinem Schlafsaal lag und die Person neben mir, so wie unsere Klamotten auf dem Boden.
Plötzlich durchfuhr mich die Erinnerung wie ein Blitz.
OH MEIN GOTT, ich habe mit SIRIUS BLACK GESCHLAFEN!
Wie konnte das nur passieren? Leise unterdrückte ich ein gequältes Stöhnen, dann drehte ich meinen Kopf und blickte in das schönste, entspannteste Gesicht, dass man morgens sehen wollte.
Sirius Black schlief wie ein Baby, und hatte einen Arm um meine Hüfte gelegt.
Vorsichtig entwand ich mich dieser Berührung und verließ das Bett.
Das konnte doch nicht wirklich passiert sein! Völlig panisch schlüpfte ich in mein Ballkleid und schnappte mir noch die Jacke von Sirius.
Ich musste dringend frische Luft schnappen!
Lautlos verschwand ich aus dem Raum der Wünsche und lief auf meinen, durch einen Muffliato verzauberten, High-Heels durchs leere Schloss.
Endlich hatte ich den Astronomieturm erreicht und ließ mich in einer Ecke nieder.
Ich schlang die Jacke enger um mich und konnte sein Parfüm riechen. Verzweifelt schloss ich die Augen, nur leider konnte auch das nicht verhindern, dass ich jede seiner Berührungen auf mir spürte und es einfach viel zu gut gewesen war.
Seufzend musste ich mir sogar eingestehen, dass es noch nie so gut gewesen war. Es hat einfach alles gepasst, wie beim Tanzen.
Nein, nein, das darf nicht sein. Es ist doch passiert.
Leise schlichen sich ein paar Tränen auf mein Gesicht, entschlossen wischte ich sie weg. Es war nichts gravierendes vorgefallen, sie mussten jetzt einfach so weitermachen wie vorher.
Ziemlich durchgefroren erhob ich mich wieder und beschloss in den Schlafsaal zu gehen, ein paar Stunden würde ich noch schlafen können.
Im Gemeinschaftsraum angekommen, entschied ich mich erst dazu, Sirius Jacke auf sein Bett zu legen, die Rumtreiber und Frank würden tief und fest schlafen.
James sah ich zuerst, wie er da in seinem Bett lag. Eingerollt wie ein Baby und doch hatte er die halbe Decke auf den Boden geschmissen.
Lächelnd deckte ich ihn wieder zu und wuschelte durch seine Haare.
Dann zog ich das Jackett aus und legte es auf das verwaiste Bett neben James.
Ich wollte gerade gehen, als ich die wachsamen Augen des Werwolfes auf mir spürte.
Er blickte mich fragend an, doch ich schüttelte nur den Kopf und ging zur Tür.
Die unglücklicherweise von Sirius geöffnet wurde.
Wer ist eigentlich für all die furchtbaren Zufälle verantwortlich?
„Emma…“, er sah mich an, doch ich konnte jetzt nicht in seine Augen sehen.
Ich war ja wieder mal davon gelaufen.
„Später“, schon war ich an ihm vorbei durch die Tür geschlüpft und lief zu meinem Schlafsaal.
Völlig durcheinander ließ ich mich auf mein Bett fallen, ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass schon neun Uhr morgens war. Schlafen würde ich jetzt wohl doch nicht mehr.
Schnell duschte ich mich und wechselte mein Kleid mit einer Jeans und einem warmen Pullover.
Meine Haare hatte ich zu einem kleinen Dutt zusammengefasst, viele Haarspangen hielt mein Haar. Darauf wartend, dass Lily aufwacht, lag ich auf meinem Bett und blätterte in einem Muggelmagazin.
Erstaunlicherweise schwieg sich Lily über meinen Verbleib in der letzten Nacht aus. Vielleicht schwebte sie aber auch einfach zu sehr auf Wolke sieben. Sie schwärmte die ganze Zeit von Jeremy und ich überlegte, ob ich wohl doch mal das Klo aufsuchen sollte um mich zu übergeben.
Ich folgte ihr schweigend zum Frühstück, wo sie mich am Gryffindortisch allein ließ und zu ihrem Freund lief. Sie nennt ihn schon Freund, ich kriege nochmal die Krise!
Ungestört trank ich meinen Kaffee und bekam sogar ein Toast herunter, bei mir im Magen herrschten die eigenartigsten Gefühle. Das konnte nicht alles vom Alkohol kommen.
„Morgen, Emma“, Remus und James ließen sich mir gegenüber nieder und begannen gleich mit ihrem Frühstück, danach würden wir dann auch endlich nach Hogsmeade aufbrechen.
Remus musterte mich skeptisch.
„Morgen!“, ich lächelte mein schönstes Guten-Morgen-Lächeln und schnappte mir den Tagesprophet einer 4. Klässlerin. Allerdings gab es keine neuen Angriffe zu vermelden. Etwas Gutes an diesem Tag!
So wie immer steuerten wir als erstes Zonko’s an, danach den Honigtopf. Mit prall gefüllten Taschen betraten wir schließlich die drei Besen, wir gingen zu unserem Stammplatz.
Rosmerta brachte uns schon unser Butterbier, als ich ihn mit ihr sah.
Angeekelt verzog ich das Gesicht, das konnte man nun wirklich nicht der Öffentlichkeit zumuten.
„Boah, ich glaube mir wird gleich schlecht!“, immer noch mit einem verzogenen Gesicht blickten nun auch Remus und James in die Richtung und mussten lachen.
Ja, diese Show von Sirius war wirklich nicht sehr appetitlich.
„Nun ja, Tatze, so wie man ihn kennt“, James schüttelte grinsend den Kopf und Remus musterte mich mit einem wissenden Blick. Er hatte also aus der Begegnung heute Morgen die richtigen Schlüsse gezogen.
„Oh, ich hab ganz vergessen, dass ich noch was mit Lily erledigen wollte!“, schwungvoll stand ich auf und schmiss dabei meinen Stuhl um. Alle anwesenden Hogwartsschüler starrten mich nun an, sogar ein gewisser Mister Black blickte in meine Richtung.
Ihm einen giftigen Blick zuwerfend verließ ich die Kneipe wieder. Warum waren Kneipen auch immer nur so winzig?
Ich lief durchs Dorf und verschwand in einer einsamen Gasse, nach Luft holend lehnte ich mich an eine Häuserwand.
„Emma?“, oh man, hat man denn auch nirgendwo seine Ruhe vor diesem Kerl?
„Sirius, was machst du hier? Schon fertig mit Speichel austauschen?“, dieser Typ machte mich rasend.
Er zog eine Augenbraue hoch und musterte mich mit seinen grauen Augen.
Ich seufzte.
„Du warst heute Morgen einfach weg, da dachte ich, wir tun so, als hätte es diese Nacht nicht gegeben.“
„Ach so, jetzt kannst du ja doch eine Kerbe in deinen Bettpfosten machen. Du hast mich ja ins Bett gekriegt! Zufrieden?“, er zuckte zurück, ich hatte aus Reflex meinen Zauberstab erhoben und richtete ihn auf Sirius. Meine Augen sprühten mittlerweile wohl Funken, so wütend funkelte ich ihn an.
„Emma! Ich war doch nicht mit einer Mission unterwegs dich ins Bett zu kriegen!“, er sah schockiert aus.
Tiefeinatmend ließ ich meinen Zauberstab wieder sinken. Er hatte ja irgendwie schon wieder Recht, zu so etwas gehören immer zwei. Wenn ich mich richtig erinnere, habe sogar ich uns zum Raum der Wünsche geführt. Ach, das war doch alles zum Verrücktwerden!
„Ach, Sirius…“, ich blickte hoch und bemerkte wie nah wir uns schon wieder waren.
Wie hypnotisiert starrte ich in diese Augen und begann mich zu verlieren. Ihm schien es nicht anders zu gehen.
Erneut spürte ich seine Lippen auf den meinen, kleine Stromschläge fuhren durch meinen Körper, als er mich an die Hauswand drückte.
Wir waren viel zu vertieft um die Gefahr zu bemerken.
„Du und der ältere Blackspross also?“, ich erstarrte als ich diese Stimme hörte.
Auch Sirius bemerkte nun die schwarzgekleideten Personen um uns. Er wollte mich hinter sich schieben, als er den Anführer erkannte und zusammenzuckte. Na klar, jeder hatte Angst vor Rabastan Crane, war er doch nahezu so schlimm wie Voldemort persönlich.
Nun würde ich es nicht weiter verheimlichen können.
Ich trat hinter Sirius hervor und sprach mit tonloser Stimme: „Hey Dad.“
Sirius sah mich ungläubig an, aber im Prinzip konnte man die Verwandtschaft nicht leugnen. Die eisblauen Augen hatte ich von ihm und die meiste Gesichtsmimik. Nur hatte er dunkelbraune Haare.
Wahrscheinlich würden solche Momente zwischen uns nicht mehr vorkommen, nachdem er meinen funkelnden Blick auch im Gesicht meines Vaters gesehen hatte.
Ich spannte meinen Körper an und zog unauffällig meinen Zauberstab.
„Also Liebling, du hast dir ja wenigstens einen Reinblüter ausgesucht, dazu aus einer sehr einflussreichen Familie, die auch auf der richtigen Seite steht. Nur leider wohnt dein lieber Freund bei den Potters.“ Diese eiskalte Stimme meines Vaters ließ mir immer wieder einen Schauer über den Rücken laufen.
„Genau wie ich Dad, seitdem du Mum umgebracht hast!“, ich spuckte ihm diese Worte verachtend ins Gesicht. Mehr als Hass empfand ich nicht für meinen sogenannten Vater.
„Nun ja, das war ein bedauerlicher Unfall Liebes!“, meine Contenance schwankte.
„Unfall? Du hast das kaltblütig geplant!“, sie war dahin. Ich schwank meinen Zauberstab und hetzte ihm einen ungesagten Fluch auf den Hals.
Leider kannte mein Vater mich doch zu gut, und ab da tobte der Kampf.
Zwei gegen acht würde trotzdem nicht reichen, auch wenn Sirius und ich zu den besten im Duellieren gehörten.
Die Flüche schossen nur so durch die kleine Gasse, überall waren Rauchschwaden zu erkennen.
Zum Glück hatten auch andere Besucher des Ortes diesen Hinterhalt bemerkt und griffen auch an. Es half nur leider auch nicht, als Sirius auf einmal geschockt am Boden lag und ich zu ihm eilte.
„Sirius!“, ich rüttelte an dem muskulösen Körper, er rührte sich nicht.
Dann spürte ich die Hand meines Vaters an meiner Schulter, ein letzter Blick zum Ende der Gasse, bevor er mit uns disapparierte.
Dort standen meine besten Freunde und mussten schockiert mit ansehen, wie mein Vater Sirius und mich entführte.

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So, da ist es :)
Ich hoffe ihr hinterlasst mir Kommis, das motiviert immer so zum Weiterschreiben :)
Liebe Grüße,
Frieda


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