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Fanfiction

Auf ein Ende folgt immer ein Anfang - Licht und Schatten

von Federica

Hallo :)

Eigentlich wollte ich das Chap ja zum Nikolaus noch fertig bekommen, aber ihr werdet es wohl erst irgendwann morgen lesen können.
Trotzdem hoffe ich, ihr hattet einen schönen Nikolaus? ;)

²xLilyEvansx: Oh ja, die arme Lily ;) und deine anderen Fragen werden alle in diesem Chap beantwortet. Ich hoffe es gefällt dir ;) LG!

²Zaubererexpertin xD: Hihi, ja an der Szene feile ich schon die ganze Zeit in meinem Kopf, aber es wird noch ein bisschen dauern, denke ich. Weiß ich noch nicht so genau :D Ja, Emma hat nicht viel Angst, sie ist ja auch eine Gryffindor ;) LG!

²Prongs8: Juhu, ein neuer Leser :) Freut mich, und hier kommt ja auch schon mein neues Chap, allerdings muss Lily noch ein wenig im Schatten bleiben. Sie ist halt kompliziert ;) LG!

________________________________________________

Licht und Schatten

~*~
You leave me speechless when you talk to me.
You leave me breathless the way you look at me.
You manage to disarm me, my soul is shining through.
I can't help but surrender my everything to you.

[The Veronicas - Speechless]
~*~


Emma
Draußen konnte ich noch den klaren Sternenhimmel erkennen. Der Halbmond strahlte sein Licht auf die Erde.
Mir liefen lautlos Tränen über mein Gesicht.
Es war vorbei, für diesen Moment. Doch ich wusste genau, dass er nicht aufgeben würde.
Ich bekam es einfach nicht aus dem Kopf, den kalten Blick meines Vaters, die Schmerzen und Sirius.
Er hatte mir zur Seite gestanden und wir fühlten uns zueinander hingezogen, aber verliebt war ich nicht. Immerhin ist er Sirius Black, trotzdem, so eine Freundschaft mit Extras finde ich ganz reizvoll. In seiner Nähe kann ich mich einfach fallen lassen, dann gibt es keinen Voldemort und keinen Rabastan Crane. Mit ihm ist alles so einfach. Außerdem ist man ja nur einmal jung.
Meine Matratze knarrte als sich jemand zu mir legte.
Sirius zog mich fest an sich, ich hatte gar nicht bemerkt, wie kalt mir war und wie sehr ich gezittert hatte.
„Emma, ich bin da. Es wird alles wieder gut. Wir sind in Sicherheit“, flüsterte er mir zu. Ich entspannte mich und er hielt mich, half mir mit diesen grauenhaften Erinnerungen.
„Er wird nicht aufgeben. Die Slytherins aus unserem Jahrgang werden sich ihm bestimmt anschließen…“
„Glaub mir, wir lassen dich nicht mehr alleine. Es wird dir nichts passieren! Hast du noch Schmerzen?“
Ich verneinte, meine Wunden waren alle verheilt, nur der seelische Schmerz breitete sich immer weiter in mir aus.
So langsam verstand ich, wieso der Cruciatusfluch so gefürchtet war. Ich hatte ihn ja schon vorher erlebt, aber Snape konnte noch nicht so viel Hass in sich tragen, wie mein Vater oder Voldemort. Die Schmerzen konnte man nicht miteinander vergleichen.
Lächelnd musste ich feststellen, dass Sirius eingeschlafen war. Ich wischte mir meine Tränen weg und drehte mich zu ihm um. Er sah einfach so friedlich aus, wenn er schlief.
Immer noch erschöpft schloss auch ich wieder meine Augen.

„Na na, das hier ist ein Krankenflügel. Ich möchte doch darum bitten, dass Sie in Zukunft in ihrem Bett bleiben Mister Black!“, eine leicht aufgebrachte Madam Pomfrey stand vor meinem Bett. Sirius sah mich schuldbewusst an, als wenn ich deswegen sauer wäre.
„Alles klar. Können wir dann gehen?“, er sah sie ganz ungeduldig an.
„Zuerst werde ich Miss Hudson noch einmal untersuchen. Dann sehen wir weiter.“
Seufzend machte ich mich bereit für die Untersuchung. Zum Glück durften wir wirklich gehen. Allerdings sollten wir heute noch nicht in den Unterricht, das machte mir allerdings nicht wirklich etwas aus und Sirius natürlich sowieso nicht.
Mit seinem Rumtreibergrinsen im Gesicht verließ er den Krankenflügel, ich beeilte mich hinter ihm herzukommen.
Er drehte sich zu mir um, doch da ich leider nichts bemerkt hatte, rannte ich in ihn rein. Es war so, als wenn man gegen einen Schrank läuft.
Bevor ich nach hinten zurückstolpern konnte, hielt er mich fest.
„Warum immer so stürmisch Kleine?“
Ich streckte ihm als Antwort die Zunge raus. Ich weiß, dass ist nicht sehr erwachsen, aber Sirius ist ja nun wirklich das Gegenteil davon.
Er lachte laut auf und legte mir dann seinen Arm um die Schultern, gemeinsam liefen wir nun zum Gemeinschaftsraum.
Dort lief ich gleich zu meiner heißgeliebten Fensterbank und starrte aus dem Fenster, ich konnte James, Remus, Peter und Lily entdecken, die gerade auf dem Weg zu Kräuterkunde waren.
Das Gespräch mit Dumbledore hatte Sirius heute schon über sich ergehen lassen, James Vater, als Leiter der Aurorenabteilung, war auch dabei gewesen.
Ich hatte auch wirklich keine Lust, dass alles noch einmal über mich ergehen zu lassen.
Sirius würde es James erzählen und er konnte es ja Lily sagen. Obwohl vor einem Gespräch mit meiner besten Freundin konnte ich mich sicher nicht drücken.
„Was machen wir zwei Hübschen jetzt?“, ich brauchte mich gar nicht zu ihm umdrehen, ich wusste auch so, dass er ein überdimensionales Grinsen im Gesicht hatte.
Auch ich zog meine Mundwinkel nach oben, Sirius war einfach eine Frohnatur, er schaffte es immer, mich aufzubauen.
Nachdenklich sah ich ihn an: „Wie wäre es mit Zaubererschach?“
Sirius lachte laut, nun ja, der Vorschlag war mies. Wir spielten beide mehr als schlecht.
„Lass uns doch einfach hier rumhängen, dann gibt’s eh Mittagessen“, so langsam wurde es kalt am Fenster und ich ging zum Sofa vorm Kamin. Ich lehnte mich an Sirius an, er schlang wieder einen Arm um mich und wir saßen einfach ruhig da und blickten in die lodernden Flammen.
„Was ist das mit uns?“, verdammt wieso konnte ich meine Klappe auch nie halten. Was sollte Sirius darauf auch antworten? Es kommt jetzt sicher nicht, Emma, ich bin in dich verliebt, ich bin bereit für eine ernste Beziehung. Blah blah. Meine Zunge war nur leider manchmal schneller als mein Verstand. Zum Glück passierte es mir nicht allzu oft.
Sirius kratzte sich am Kopf, ich seufzte.
„Vergiss die Frage wieder, manchmal denke ich nicht nach, bevor ich rede“, beschwichtigend lächelte ich ihn an. Ich hatte meine Entscheidung eh schon gefällt, ich würde einfach abwarten was passiert. Und falls sich etwas lockeres entwickelt, würde ich nicht den Spielverderber spielen. Das Leben ist zu kurz um es nicht zu genießen.
„Ähm, okay. Ich habe auch leider keine Antwort parat.“ Oh man, Sirius Black ohne einen Spruch? Seltsam.
Mit einem Blick auf meine Uhr stellte ich fest, dass es Zeit fürs Mittagessen wurde. Wir würden zwar die ersten in der Halle sein, aber ich hatte keine Lust erst herein zu platzen, wenn ganz Hogwarts schon am Essen war.
Ich zog Sirius vom Sofa hoch und wir liefen zur Halle.
Erleichtert stellte ich fest, dass kaum jemand in der Halle war. Merlin, wer weiß was die jetzt alles wussten. Aber eigentlich auch egal.
Schweigend ließ ich mich gegenüber von Sirius nieder und begann zu essen. Richtig viel Hunger verspürte ich zwar nicht, aber so ganz ohne zu essen, sähe ich doch ziemlich bescheuert aus.
Allerdings rührte ich nur die ganze Zeit lustlos in meiner Suppe rum.
„Keinen Appetit?“, die grauen Augen musterten mich besorgt.
„Nein, aber das wird schon wieder!“, ich lächelte ihn schwach an. Ich hatte diese ganze Aktion natürlich noch lange nicht verarbeitet, aber ich bin ja kein kleines Mädchen mehr.
„Emma!“, huch, da klang aber jemand erleichtert. Ich drehte meinen Kopf und sah in die grünen Augen meiner besten Freundin.
„Lily!“, erwiderte ich in der gleichen Tonlage und sie sah mich dafür strafend an, ich grinste bloß, und hatte das Gefühl, dass dieses Grinsen dem berühmten Rumtreibergrinsen in nichts nach stand. Merlin, James hatte doch einen schlechten Einfluss, und Sirius sowieso.
„Ich muss dringend mit dir reden, absolut superdringend!“, sie sah mich ja nahezu verzweifelt an, was war denn mit ihr passiert? Ich ließ meinen Blick über die restlichen Rumtreiber wandern. James aß seelenruhig, genauso wie Sirius. Peter war mal wieder nicht da. Wo steckte der eigentlich dauernd? Und Remus, ja, der grinste mich wissend an. Ganz langsam begann bei mir ein Lichtlein aufzuleuchten. Ich riss meine Augen auf und starrte von meiner besten Freundin zu meinem besten Freund. Sollte sie es endlich gemerkt haben?
Tatsächlich, Lily Evans bedachte James Potter mit Blicken, die es normalerweise nur andersherum gab.
Wunder geschahen also doch und mein Grinsen wurde breiter, ich vergaß sogar den seelischen Schmerz. Sie hatte es sich endlich eingestanden, dass sie in ihn verliebt ist. Merlin sei Dank!
Doch dann traf mich eine ganze andere Erkenntnis. Oh Merlin, Lilys Eltern. Er hat sie umgebracht. Wegen mir!
Mir wurde auf einmal ganz kalt. Ich war schuld am Tod der Eltern meiner besten Freundin.
Schnell stand ich auf, hier hielt ich es keine Minute mehr aus.
Meine Freunde blickten mich erstaunt an.
„Ich komm gleich wieder!“, sagte ich schnell und verließ fast schon fluchtartig die Halle.
Undeutlich vernahm ich noch, wie James seinen besten Freund zum Hierbleiben überredete. Auf Sirius Gesellschaft konnte ich gerade gut verzichten, bei ihm konnte ich nicht klar denken.
Direkt hinter dem erstbesten Wandvorhang war ich nun verschwunden und die Tränen rannen mir über mein Gesicht. Es war doch einfach alles so grausam und unfair. Lily hatte keine Eltern mehr, Remus und ich jeweils nur noch unsere Väter, auf die wir beide aber gut verzichten konnten.
Und James Eltern hatten statt dem einen Sohn, nun drei und eine Tochter. Ich wusste, dass Harry und Rosalie darüber überglücklich waren. Gut, die Umstände machten sie sicherlich nicht glücklich, aber dass ihre Familie größer geworden ist bestimmt.
Trotzdem, Lily hatte schon vorher den Verlust ihrer Schwester ertragen müssen, obwohl diese nicht einmal tot war.
Wahllos lief ich durch das Schloss, zum Glück waren gerade alle beim Mittagessen.
Unentschlossen stand ich vor dem Mädchenklo, darin wollte ich eigentlich nicht weinend gefunden werden.
Gerade wollte ich die Klinke herunterdrücken, als ich eine unsichere Stimme vernahm.
„Emma?“
Ich drehte mich um und blickte, mal wieder, in graue Augen. Nur dieses Mal waren es die Augen des anderen Black.
„Regulus?!“, ich starrte ihn ungläubig an, „Was willst du? Mich zurück zu meinem Vater bringen?“
Er schüttelte bloß den Kopf.
„Es tut mir leid, aber ich –“
Ich wusste genau, welche Leier jetzt kommen würde und unterbrach ihn einfach: „Quatsch Reg, jeder hat eine Wahl. Sieh dir nur deinen Bruder an, der ist jawohl das beste Vorbild! Auch wenn du Angst vor deinen Slytherins hast, er würde dich beschützen. Du bist sein einziger Bruder, er hängt an dir, auch wenn er es nicht zeigen kann! Du glaubst gar nicht wie erleichtert er wäre, wenn du auf unserer, der richtigen, Seite stehen würdest. Es gibt immer eine Wahl, man kann immer eine feige und einfache Entscheidung treffen, oder den mutigen, schweren Weg wählen.“
Er sah mich hitzig an: „So einfach ist das also? Schön. Für dich vielleicht Emma, für meinen rebellischen Bruder auch, er war schon immer mutiger als ich. Für Potter natürlich, ihm wurde das angeboren und sogar eine Evans hat mehr Mumm als ich. Aber ich, ich schaffe es nicht mich gegen meine Familie zu stellen. Ihr werdet doch alle untergehen. Du und Sirius ihr habt noch die Chance!“
Ich blitzte ihn an: „Glaubst du das wirklich? Regulus Black, ich kann es nicht fassen, dass du so denkst. Es ist gottverdammt einfach nur FALSCH Menschen zu töten und zu quälen. Es macht keinen Sinn! Muggelstämmige sind doch nicht anders als wir!“, ein Blick in seine Augen verriet mir alles und es brach mir das Herz, „Du hast dich schon lange entschieden?“
Er nickte stumm, ich lehnte mich gegen die Wand. Sirius würde ausrasten, sein einziger Bruder, an Voldemort verloren.
Da waren sie wieder, meine Tränen, die mir unaufhörlich über mein Gesicht liefen.
Als ich Schritte am Ende des Ganges hörte, flüchtete ich schnell auf die Mädchentoilette, da würde mir nur Lily Gemeinschaft leisten.

Lily
Zu dem Zeitpunkt, als Emma die Halle verlassen hat.

„Ich muss ihr nach!“, rief Sirius ganz erschrocken und war auch schon aufgesprungen. Ich war mir jedoch ziemlich sicher, dass Emma gerade nicht unbedingt Sirius an ihrer Seite haben wollte.
„Jetzt warte doch erst mal Tatze, vielleicht will sie einfach mal kurz für sich sein. Mal sehen, wo sie sich aufhält…“, er hatte auf seinem Schoß ein Pergament ausgebreitet, auf dem sich langsam die Umrisse von Hogwarts sichtbar machten, mit allen Personen! Merlin, wie haben sie denn das geschafft?!
„Ahaaa, da ist sie ja. Steht vor dem Mädchenklo im 4. Stock.“
Zufrieden lächelte ich, damit hatte ich als einziges Mädchen jawohl gewonnen.
„Perfekt, also gehe ich ihr nach!“, flink stand ich auf und wandte mich schon in Richtung Tür.
„Moooment. Was macht Regulus da?! Wir kommen mit!“
„Regulus?!“, Sirius war wieder aufgesprungen und schon auf dem Weg zur Tür, ich beeilte mich hinter ihm herzukommen, genau wie James und Remus.
Er wird ihr jawohl nichts antun?!
„Keine Panik Lils, gegen Regulus kommt sie locker an. Wir sind ja auch gleich da!“, sanft zog er mich zu einem Geheimgang. Die sollte ich mir wirklich alle mal merken.
Endlich waren wir in dem Korridor, ich sah Emma noch in der Toilette verschwinden und Regulus bedrückt davorstehen.
„Regulus!“, Sirius baute sich vor seinem kleinen Bruder auf, Remus und James an seiner Seite.
Ich verschwand jedoch lieber auch auf der Toilette, als diese Auseinandersetzung live mitzubekommen.
Da sah ich sie. Emma saß schluchzend und in sich zusammengesunken unter dem Fenster.
Leise ging ich zu ihr und ließ mich neben ihr auf dem Boden nieder.
Während ich sie fest in meine Arme zog, hörte man draußen die Gebrüder Black streiten. Der Gute gegen den Bösen. Ich war mir ziemlich sicher, dass es Sirius nicht egal war, was sein kleiner Bruder trieb, auch wenn er immer diesen gleichgültigen Gesichtsausdruck auflegte, wenn die Gespräche zu Regulus führten.
„Süße, was ist los? Ist es wegen der Entführung? Willst du reden?“, sie sah mich an und ich erschrak über die Verzweiflung und Panik, die sich in ihren blauen Augen widerspiegelte.
Merlin, das war ernster als ich dachte.
Emma schluckte kurz und schloss die Augen, danach blickte sie mich wieder völlig neutral an. Wie ich dieses Pokerface doch hasste.
„Ich ..- also, ich“, sie schluckte noch einmal und sah mir in meine smaragdgrünen Augen, die vermutliche gerade nur Sorge und Verwirrung ausdrückten, „Ich bin schuld am Tod deiner Eltern Lil. Es tut mir so leid!“
Ihr rannen die Tränen über das Gesicht, doch ich war wie benommen. Wie konnte sie bitteschön Schuld am Tod meiner Eltern sein? Das war doch völlig unmöglich.
„Hat das dein Vater gesagt, oder der tolle Voldemort?“, ich sah sie möglichst strafend an.
Sie nickte zitternd.
Ich seufzte: „Emma, Süße, der einzige, der Schuld am Tod meiner Eltern trägt ist ihr Mörder und Auftraggeber. Aber ganz sicher nicht du!“
Ich spürte wie das Zittern nachließ und es weniger Tränen auf ihrem Gesicht wurden.
„Regulus hat sich für die dunkle Seite entschieden…“, murmelte sie leise.
Vermutlich hörte man deswegen auch von draußen kein lautes Geschrei mehr. Sirius muss fertig sein, wenn ich ihn doch ein kleines bisschen richtig eingeschätzt habe.
„Daran können wir aber auch nichts ändern meine Liebe. Jeder hat die freie Wahl. Ich finde es immer wieder unglaublich, dass welche den anderen Weg einschlagen, aber man muss es akzeptieren. Gerade bei Regulus, er steht leider zu sehr unter dem Einfluss von Bellatrix“, gedankenverloren strich ich Emma über ihre Haare. Ihr Schluchzen hatte aufgehört.
„Lily, wie geht’s dir? Ich war nicht da um dich zu trösten…“, ich lächelte sie an und drückte ihr einen Kuss auf die Wange.
„Glaub mir Emma, ich bin viel glücklicher, dass du jetzt überhaupt hier neben mir sitzt. Meine Eltern..“, ja, ich spürte den Schmerz und die Leere immer noch. Für einen kurzen Moment vergaß ich alles um mich herum, immer dann, wenn ich in diese warmen, haselnussbraunen Augen blickte, die für mich viel mehr Zuhause bedeuteten, als es mein wirkliches Zuhause in letzter Zeit gewesen war.
„Natürlich tut es noch weh, aber weißt du, James hat mir sehr geholfen…“, ich grinste sie keck an, das würde sie mit Sicherheit wieder aufmuntern. Die Tatsache, dass Lily Evans sich endlich eingestanden hat, dass sie in James Potter verliebt ist.
„Oh ja, James ist ein guter Tröster. Hast du es jetzt endlich bemerkt? Also, dass er der Richtige ist?“
„Nun ja, sagen wir mal so. Ich habe zumindest verstanden, dass ich bis über beide Ohren in ihn verliebt bin.“
Ein lautes Quietschen und ich wurde fast erdrückt.
Emma und ich rollten über den Toilettenboden. Wann war der wohl das Letzte mal sauber gemacht worden?
Sie strahlte mich an, auch wenn ich mir sicher war, dass das Glitzern in ihren Augen fehlte.
„Klasse Lils, wann fragst du ihn nach einem Date?“
„Ähm, ich weiß nicht. Nächsten Monat?“, unsicher sah ich sie an. Ich hatte immerhin drei Jahre immerzu ‚nein‘ gesagt, da konnte ich trotz der Tatsachen nicht sofort einen Schritt auf ihn zu machen.
„Oh Merlin, Lily, du hast schon drei Jahre verschwendet!“
Mh, da hat sie ja sogar Recht, aber trotzdem, ein bisschen muss er noch schmoren und mein Stolz schrumpfen!
Emma schüttelte immer noch lachend ihren Kopf, dann stand sie plötzlich auf und zog mich hoch.
„Na komm, wir müssen in die Bibliothek, ich will den Stoff von gestern nachholen und die Hausaufgaben machen sich ja leider auch nicht von alleine.“
„Rabastan Crane, wer ist das und was hast du mit meiner Emma gemacht?“, fragte ich zum Himmel. Emma lachte bloß. Ich folgte ihr also einfach zur Bibliothek, wo wir auch bis zur Sperrstunde an den Aufgaben saßen. Das Abendessen hatten wir einfach mal ausfallen lassen.
„Hilfe, ich kann nicht mehr Lily. Lass uns den Rest im Gemeinschaftsraum fertig machen. Meinen Verteidugungsaufsatz bekomme ich schon hin, auch ohne die Bücher.“
Ohne einen Kommentar half ich ihr die Bücher wegzuräumen. Selbst mir reichte jetzt doch langsam die dunkle Bibliothek.
Emma führte mich auch durch etliche Geheimgänge zum Gemeinschaftsraum. Vielleicht sollte ich mir auch so eine Karte zulegen wie James.
Im Gemeinschaftsraum bemerkte ich, dass die Rumtreiber nicht, wie gewohnt, auf den Sesseln vor dem Kamin saßen. Dort tummelten sich Alice und Frank und andere Siebtklässler.
Emma ging zielstrebig zu ihrer Fensterbank und begann erneut an ihrem Aufsatz für Verteidigung gegen die dunklen Künste zu arbeiten.
Seufzend zog ich meinen unfertigen Kräuterkundeaufsatz zu mir und beschloss diesen noch vorm Schlafen zu beenden.
Als ich das nächste Mal auf die Uhr blickte war es bereits halb zwölf.
Emma saß gedankenverloren auf der Fensterbank und blickte auf die Ländereien hinab. Ihren Aufsatz hatte sie wohl schon länger fertig.
Der Gemeinschaftsraum war auch schon leer.
Oh man, ab ins Bett Lily!
„Los Ems, gehen wir schlafen!“, gemeinsam schlenderten wir zu unserem Schlafsaal.
Nur kurze Zeit später lag ich schlafend in meinem Bett.

Emma
Lily war schnell eingeschlafen.
Ich wälzte mich bloß von einer Seite auf die andere, wenigstens hatte ich mein Bett mit einem Muffliatozauber belegt, so bekam niemand etwas mit von meiner Unruhe.
Es war mit Sicherheit schon nach ein Uhr nachts, ich hatte sogar Recht. Es war schon fast halb zwei. Seufzend erhob ich mich und schlüpfte lautlos aus unserem Schlafsaal. Ich wusste, dass ich dort keinen Schlaf finden würde.
Eigentlich gab es nur einen Ort an dem ich die nötige Ruhe finden würde. Seine Arme…
Aber wie erbärmlich ist das denn? Ich kann doch jetzt nicht da hochlaufen und mich in sein Bett legen.
Wir sind ja nicht mal ansatzweise zusammen.
Ich lief im Gemeinschaftsraum auf und ab, bis ich mich dann entschloss, doch zu ihm hoch zu gehen. Seine Nähe tat zu gut, außerdem lag er ja vielleicht wegen Regulus eh noch wach.
Ich lauschte an der Tür, die zum Schlafsaal der Rumtreiber führte. Es war kein Laut zu hören.
Leise drückte ich die Klinke herunter und huschte in den dunklen Raum. Peter schlief, tief und fest. Remus lag ebenfalls regelmäßig atmend in seinem Bett. James schlief auch, aber in was für einer Position. Ich frage mich, wie er jemals mit Lily in einem Bett schlafen will, wenn er den ganzen Platz braucht.
„Emma?“, aha, Sirius schlief also noch nicht.
Ich wandte mich zu ihm um und augenblicklich war mir das alles wieder so peinlich: „Ich – also, ähm“, betreten guckte ich auf meine nackten Füße.
„Komm schon her“, er rückte ein Stück zur Seite und hob seine Decke hoch, damit ich drunter schlüpfen konnte. Erleichtert tat ich dies auch.
Sirius zog mich in eine feste, unglaublich beruhigende Umarmung.
„Ich konnte nicht schlafen…“, murmelte ich gegen seine nackte Brust. Wieso hatten Typen eigentlich immer die Angewohnheit nur in Boxershorts zu schlafen? Ich meine wir hatten November!
„Ist schon gut!“, er strich mich langsam über meinen Rücken.
„Du hast mit Regulus gesprochen?“, fragte ich ihn zaghaft.
Er seufzte leise und begann mit bitterer Stimme zu sprechen: „Ja, und er hat sich entschieden. Emma, er hat sich tatsächlich für die Todesser entschieden! Ich kann es einfach nicht fassen. Ich habe ihm doch gezeigt, dass es auch anders gehen kann. Auch für uns.“
Es tat ihm weh, es tat ihm einfach so weh. Ich hasste Regulus dafür, er wusste bestimmt, dass es auch anders möglich gewesen wäre.
Entschlossen hob ich meinen Kopf und blickte in Sirius traurige Augen. So sollten diese grauen Augen nicht aussehen. Ich wollte das Funkeln zurück, den Optimismus.
Es gab kein Zögern meinerseits, als er immer näher an mein Gesicht kam und seine Lippen schließlich die meinen berührten.
Ich erwiderte den Kuss mehr als bereitwillig. Es war der einzige Trost, den ich ihm jetzt spenden konnte.
Trotzdem irritierte mich dieser Kuss, er war nicht mehr leidenschaftlich, sondern zärtlich und fast schon richtig liebevoll.
Sirius beendete ihn schließlich und zog mich wieder in die feste Umarmung. Vermutlich war er auch verwirrt. Ich unterdrückte ein Seufzen und schloss meine Augen.
In seiner Nähe vergaß ich alle dunklen Bilder. Es war so leicht und doch so kompliziert.
_________________________________________________

Soooo :) Feedback bitte, ob positiv oder negativ :)
LG!
Federica


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