Auf ein Ende folgt immer ein Anfang - Happy Birthday, Rumtreiber.
von Federica
Hallo!
Leider kann ich euch heute nur ein relativ kurzes Kapitel präsentieren, aber ich bin gerade zwischen zwei Urlaubsreisen auf dem Sprung und es ist alles ein bisschen stressig.
Also nicht denken, dass die FF pausiert, ich werde bis Ende Januar im Urlaub sein und nicht dazukommen, weiterzuschreiben!
Bleibt mir treu :)
²Lily_Luna-Lovegood: Also Lily ist auch die gleiche Person geblieben, auch nur ein neues Foto. Ich fand das einfach spritziger für meine Lily :) Ja, Sirius ist mein Held :D Aber das was er und Emma haben fällt noch nicht unter Beziehung, es ist ja im Prinzip eigentlich sogar eher eine Affäre. Aber irgendwann wird sich das ja noch ändern ;)
Liebste Grüße!
²Mrs.Black: Da hast du ganz Recht, Lily macht keine halben Sachen :) LG!
²fanfanfan!!!: Naja, Emma muss sich jetzt einfach dran gewöhnen, das kriegt sie aber hin :)
²Mary Black: Genau, sie ist da zum Glück nicht so zimperlich :D Halt etwas unkompliziert unsere Emma :)
²Sonea: Das wird in diesem Kapitel erklärt, fühl dich gedrückt :-*
²Yana: Eine neue Leserin, das ist klasse :) Hallo :) Freut mich, dass es dir soweit gefällt und das du BN eingestellt hast :) Du hast jetzt auf jeden Fall erst mal drei Wochen Zeit in Ruhe zu lesen :) Ich hoffe es gefällt dir weiterhin! LG!
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Happy Birthday, Rumtreiber.
~*~
You're in the mood for a dance
and when you get the chance,
you are the Dancing Queen,
young and sweet only seventeen.
[Abba – Dancing Queen]
~*~
Emma
Die Tage waren nur an mir vorbeigezogen – das ist das Schreckliche an Ferien, sie sind immer viel zu schnell vorbei.
Heute war aber erst mal Silvester und Sirius‘ 18. Geburtstag, diese beiden Events schrien geradezu nach einer Party.
Zum Glück waren James‘ Eltern seit gestern verreist und würden auch erst am zweiten Januar zurückkommen. Wir hatten also genug Zeit zum Ausnüchtern, Entkatern und Aufräumen.
Allerdings hatten wir alle vorher beim Schutzzauberverstärken helfen müssen, es machte James‘ Eltern Sorgen, dass die Todesser es an Weihnachten geschafft hatten, das Grundstück zu betreten. Sie hatten nun noch den Blutzauber verwendet, dabei hatte ich leider nicht helfen können, denn dann hätte Rabastan Crane hier munter hereinspazieren können. Auf jeden Fall war das Haus nun sicherer als vorher, und sobald wir wieder in Hogwarts sein würden, würde auch noch der Fideliuszauber über das Haus gelegt werden.
Lily hatte schon vorsorglich einen Anti-Kater-Trank gebraut und wir waren ihr alle dankbar dafür.
Wir würden trotzdem keine Riesenparty organisieren, es sollte eine freundschaftliche Atmosphäre bleiben.
Nur die vier Rumtreiber, Frank Longbottom, Alice Grey, Lily und ich – eine traute Runde also.
Langsam drehte ich mich auf meine Seite und betrachtete das entspannte Gesicht von Sirius. Wir hatten bis jetzt jede Nacht in seinem Bett verbracht, Lily schlief allerdings auch nur in James‘ Bett. Immerhin waren wir erwachsen, Sirius jetzt sogar auch in der Muggelwelt.
Ich grinste und strich ihm seine Haare aus dem Gesicht, er blinzelte mich verschlafen an.
Es war wirklich ein Wunder, normalerweise bekam man Sirius nur mit gewalttätigen Methoden wach.
„Alles Gute zum Geburtstag, Rumtreiber“, murmelte ich lächelnd und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen, „Hier, das ist für dich!“
Noch nicht ganz wach drehte er mein kleines Päckchen in seinen Händen.
Schließlich siegte die Neugier und er packte es einfach aus.
Verwundert betrachtete er das schwarze Drachenlederarmband, dann lächelte er und legte es an sein rechtes Handgelenk an.
„Danke! Das ist Drachenleder, oder? Das soll doch vor einigen Flüchen schützen?“
„Ja, das soll es und du bist mein Versuchskaninchen“, ich blickte ihn ernst an und versuchte damit den Todesserblick meines Vaters nach zu machen, er zuckte sogar zurück, was mich wiederum zum Lachen brachte, „Nein, Spaß, ich hoffe einfach es erfüllt seinen Zweck, du bist viel zu leichtsinnig…“
Langsam ließ ich meine Hände auf seiner Brust hinunter wandern und Sirius hielt seinen Atem an.
„Du kämpfst mit unfairen Mitteln…“, murmelte er mit rauer Stimme, mir stellten sich beim Klang dieser Stimme alle Nackenhaare auf.
„Mein Vater ist ein Todesser, was erwartest du?“, ich wanderte mit meinen Lippen an seinem Hals entlang, meine Hände hatten schon lange seine empfindliche Stelle erreicht und Sirius keuchte leise auf.
„Da hast du allerdings Recht, aber auch ich kann gemein sein!“, nun gingen seine Hände auf Wanderschaft und mir fiel es schwer alle Sinne beisammen zu halten. Dieser Kerl brachte mich noch völlig um den Verstand.
„Daran zweifele ich nicht, Sirius Black!“, ich hatte absichtlich einen verächtlichen Ton angeschlagen, doch Sirius verschloss einfach meine Lippen mit einem Kuss, der mich alles vergessen ließ.
„Also nach diesem Frühsport brauche ich eine Dusche, kommst du mit?“, ich grinste Sirius süffisant an und er jagte mich förmlich ins Bad.
Leider braucht man beim Duschen zu zweit immer viel mehr Zeit, als wenn man alleine duscht.
Demnach saßen James und Lily schon am Frühstückstisch, als wir uns auch dazusetzten.
„Guten Morgen“, grüßte ich munter in die Runde und griff nach einem Toast.
„Happy Birthday, Tatzeee!“, mit einem Hechtsprung riss James seinen besten Freund zu Boden und die beiden wälzten sich nun lachend umher. Da fragt man sich wirklich manchmal, ob die zwei irgendwann erwachsen werden.
Lily und ich beachteten dieses Spektakel nicht weiter, da sie nun bei dem „Wer ist stärker-Wettkampf“ waren.
„Hah! Krone, du lässt nach!“, Sirius ließ sich von Lily umarmen und setzte sich dann neben mich und fing an sein Frühstück herunter zu schlingen.
„Sag mal, kaust du auch bevor du runterschluckst?“, ich sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an.
Sirius schüttelte nur kauend den Kopf und ich verdrehte die Augen. Vermutlich würden sie immer so bleiben.
Denn ein Rumtreiber, ist nun mal ein Rumtreiber.
Ich hörte jemanden schlucken, endlich, Sirius war fertig.
„Sag mal, James, wo ist mein Geschenk?“, er setzte seinen Hundeblick kombiniert mit dem Du-bist-doch-mein-bester-Freund-und-meine-Familie-Blick auf.
James seufzte und verdrehte die Augen.
Trotzdem verließ er kurz die Küche und kehrte mit einem großen Paket für Sirius zurück.
„Eigentlich solltest du es ja erst heute Abend kriegen. Es ist von uns allen, also von all deinen Partygästen und meinen Eltern. Jeder hat sich dran beteiligt.“
Sirius nickte eifrig und packte sein Paket aus. Ich musste lachen, als ich das kleine Papp-Motorrad sah. Das hat Lily gut hinbekommen.
Sirius blickte seinem besten Freund ungläubig in die Augen und hielt das Motorrad fest, es war dasselbe Model, welches er während der letzten Tage Probe gefahren ist.
James lachte bloß: „Jep, Tatze, es steht im Gartenschuppen. Es gehört dir!“
Unter Freudengeheul rannte er nach draußen und James setzte ihm nach.
„Ich wusste, dass er sich freut!“, Lily sah zufrieden aus, als wir gemeinsam den Tisch abräumten.
Wir hatten uns die Partyplanung aufgeteilt, die Jungs sorgten für Getränke und Lily und ich würden das Essbare besorgen.
„Okay Lils, dann lass uns mal das Essen vorbereiten, oder?“, da unser Frühstück eigentlich mehr ein Mittagessen gewesen ist, war es schon zwei Uhr und wir würden noch einkaufen müssen.
Schnell schnappten wir uns unsere Jacken und Geld und verschwanden im Dorf.
Nach zwei Stunden kehrten wir wieder zurück, wir hatten die Zeit zu zweit genossen und daher hatten wir uns nicht beeilt.
Allerdings würden um acht Uhr die Gäste eintrudeln, weswegen wir uns nun ziemlich beeilen mussten.
„Also dann, Ems, du schnippelst das Gemüse für den Salat. Ich belege die Pizzen!“, Lily hatte sich eine Schürze umgebunden und vier Bleche vor sich liegen, auf denen sie nun den Teig verteilte.
Ich machte mich, wie aufgetragen, daran die Sachen für den Salat zu schneiden. Gurke, Tomate, Paprika, Eisbergsalat, Mais und Schafskäse.
Zum Glück würden die Jungs die Finger vom Salat lassen, für die gab es ja Pizza.
Mittlerweile hatte ich den Salat soweit fertig und stellte ihn in den Kühlschrank, Lily schob auch das letzte Blech schon mal in den großen Backofen der Potters.
„Ich dusche zuerst!“, Lily hatte sich schon an mir vorbeigedrängelt und war in unserem Bad verschwunden.
Seufzend machte ich mich auf den Weg ins Badezimmer auf dem Flur. Ich verriegelte die Tür und sprang unter die Dusche.
Als ich mich nach dem Abtrocknen anziehen wollte, bemerkte ich, dass ich mir gar keine frischen Klamotten mitgebracht hatte.
Ich schlang mir das Handtuch fest um meinen Körper und lief über den Flur in unser Zimmer. Bei meinem Karma hätte ich eigentlich direkt in Sirius reinlaufen müssen, aber der Schicksalsgott meinte es einmal gut mit mir.
Lily stand schon summend in Unterwäsche vor dem Kleiderschrank, ich verriegelte unsere Zimmertür und schlüpfte in Unterwäsche.
Sirius und James waren viel zu neugierig.
„Was ziehst du an?“, Lily sah mich verzweifelt an.
„Merlin, Lily, heute kommen nur unsere engsten Freunde, mach keinen Aufstand!“, ich schlüpfte in eine schwarze Leggings und zog ein längeren Pullover mit einem großen Rollkragen an.
Schließlich konnte sich auch Miss Evans auf eine Jeans und Pulli Kombination einigen.
Wir hatten das Potter‘sche Wohnzimmer für unsere Zwecke ein wenig gemütlicher eingerichtet. Der Kamin prasselte und wärmte das Zimmer, zwei große Sofas standen sich gegenüber und dazwischen lagen auf jeder Seite riesige Sitzkissen. In der Mitte hatten wir einen Tische aufgebaut, auf dem wir die Getränke und das Essen platzieren würden.
Erstaunlicherweise waren heute einmal alle pünktlich erschienen. Alice, Lily und ich hatten uns ein Sofa gesichert, auf dem anderen lümmelten sich Sirius und James. Frank, Remus und Peter waren auf die Sitzkissen ausgewichen.
Zuerst war der gemütliche Teil des Abends dran, zusammensitzen und sich unterhalten. Dabei schön lecker essen und etwas trinken.
„Wer möchte noch Pizza?“, fragte Lily in die Runde und alle Jungs hoben ihren Arm. Nun zumindest bei der Anzahl der Pizzen hatten wir uns nicht verzählt, sie vertilgten jetzt doch schon tatsächlich das letzte Blech.
„Die sind doch echt unglaublich…“, murmelte ich in meine Butterbierflasche und Alice neben mir lachte hell auf.
„Das sind Männer, meine Süße, und gerade James und Sirius kennen kein Ende beim Essen!“, nun da konnte ich ihr nur Recht geben.
Zum Glück erhoben sich nun alle männlichen Geschöpfe um draußen das Feuerwerk vorzubereiten, ich frage mich zwar wieso sie dazu so lange brauchen, aber vermutlich würde auch die ein oder andere Flasche Feuerwhiskey dabei geleert werden.
„Endlich sind wir ungestört! Dann kann ich euch ja endlich mein Weihnachtsgeschenk von Frank zeigen!“, Alice hielt uns ihre linke Hand unter die Nasen. Ich staunte nicht schlecht, denn an ihrem schmalen Ringfinger hing ein filigraner goldener Ring mit einem kleinen, aber wunderschönen Diamanten. Dieser Ring war perfekt für Alice.
Ich war noch völlig von der Schönheit des Rings verzückt, als Lily schon die Fakten im Kopf hatte.
„OH MERLIN! Ihr habt euch VERLOBT?“, kreischte sie laut und umarmte die glücklich nickende Alice stürmisch.
Jetzt hatte ich es auch endlich verstanden. Alice und Frank würden heiraten. Eigentlich keine große Überraschung, aber es freute mich riesig für die beiden. Ich drückte Alice einmal fest und beglückwünschte sie schwungvoll.
„Wie hat er es denn angestellt?“
„Wie war der Antrag?“, fragten Lily und ich zeitgleich.
Auf Alices Gesicht legte sich ein verträumter Ausdruck.
„Ach, es war so romantisch! Aber ihr kennt ja Frank“, das stimmte wohl, er hatte sie schon an richtig zauberhafte Orte entführt, „Dieses Mal sind wir allein Schlitten gefahren, der Schlitten wurde von zwei Pferden gezogen und es lag so viel Magie in der Luft. Könnte allerdings auch an Weihnachten gelegen haben“, Alice lächelte, „Auf jeden Fall, haben wir dann, als wir auf dem Rückweg schon fast wieder bei seinem Elternhaus waren, bei dem riesengroßen Tannenbaum in seinem Garten angehalten. Er war geschmückt und strahlte durch die vielen Kerzen. Und dann hat er mich einfach so gefragt!“
Ich hatte meinen Mund schon geöffnet und auch Lily schien etwas sagen zu wollen, doch Alice hob nur beschwichtigend die Hand.
„Er ist vor mir auf die Knie gegangen, allerdings im Schlitten. Seit diesem Tag bin ich noch glücklicher als vorher, und ich hätte nicht gedacht, dass das noch möglich ist!“
„Wow, das war wohl wirklich der perfekte Abend! Wann findet die Hochzeit statt?“, ich zwinkerte Alice zu, für Partys war ich schließlich immer zu gebrauchen.
„Naja, ziemlich nah nach der Abschlussfeier in Hogwarts, wir wollen noch vor Ausbildungsantritt verheiratet sein“, sie sammelte nebenbei die leeren Butterbierflaschen ein und brachte sie in die Küche. Lily und ich folgten ihr stumm.
Sie würden wirklich bald heiraten, vermutlich im Juli. Furchtbar wie alle schon so viel geplant haben konnten. Ich wusste nur meinen Berufswunsch, mehr nicht.
„Oh, es ist schon viertel vor zwölf, Mädels, schnappt euch das Goldlackwasser und dann nichts wie raus in den Schnee!“, Lily schlüpfte in ihre Winterjacke und wir taten es ihr gleich.
Ich stapfte andächtig durch den weißen Schnee, das Knirschen meiner Schuhe auf dem Schnee gefiel mir jeden Winter aufs Neue. Der Winter strahlte immer diese gewisse Unschuld aus, die es schon viel zu lange nicht mehr auf der Welt gab.
Der Krieg hatte noch gar nicht richtig begonnen und doch hatten wir schon so viel verloren. Lily ihre Eltern, ich wusste, dass sie noch nicht richtig darüber hinweg war, aber James half ihr und sie konzentrierte sich im Moment einfach auf ihn und die UTZ’s.
Ich hatte meine Mutter verloren, ich hatte die Trauer um meine Mutter tief in mir versteckt. Ich wollte niemanden zeigen, dass ich es noch lange nicht verarbeitet hatte, aber wie denn auch. Ich war nun ganz allein, Merlin sei Dank, hatte ich James‘ Eltern noch.
Ich hörte meine Freunde den Countdown rufen und gesellte mich zu ihnen. James hatte Lily von hinten die Arme um ihre Hüften geschlungen. Franks Arm umschlang Alices Schultern. Remus und Peter beschäftigten sich mit dem Feuerwerk und auf einmal spürte ich, wie mich jemand zur Seite zog.
„3, 2, 1! Frohes neues Jahr!“, schallte es mir von den anderen entgegen, doch ich blickte nur in diese unendlich grauen Augen.
„Frohes neues Jahr, Kleine!“, dann legte er seinen Mund auf meinen und ich hatte fast das Gefühl, mich in diesem Kuss zu verlieren. Er gab mir den nötigen Halt, den ich brauchte, und den nötigen Spaß.
„Dir auch ein frohes neues Jahr, Sirius“, murmelte ich leise und presste kurz meine Lippen an seinen Hals, ehe ich zu den anderen lief und einen nach den anderen in den Arm nach.
Das Jahr 1978 konnte kommen, ich war bereit.
In dem Jahr würde ich die Schule beenden, eine Ausbildung beginnen und einen eigenen Haushalt führen. Ich beschloss einfach, dass es endgültig an der Zeit war, erwachsen zu werden.
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So, auch wenn es kürzer als normal ist, bekomme ich Kommis? *liebschau* :)
LG und bis in drei Wochen!
Federica
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Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Hoch motivierte Angestellte vergessen morgens aus der S-Bahn auszusteigen, weil sie unbedingt das Kapitel zu Ende lesen müssen. Seit die Potter-Bücher auch in den Chef-Etagen aufgetaucht sind, häufen sich im Management die plötzlichen Krankmeldungen.
Meike Bruhns, Berliner Zeitung