the kisses - Du willst es gar nicht wissen ...
von serotina
Leicht schwankend schaffte es Hermione sich endlich auf einen Stuhl zu setzen ohne mit ihm umzukippen. Der Alkoholgehalt in ihrem Blut war anscheinend hartnäckig der Meinung sich mit dem Abbau seiner selbst etwas Zeit zu lassen.
Mit leicht brummendem Schädel schaute Hermione in die fragenden Gesichter ihrer Mitschüler, nur Harry bildete dabei eine Ausnahme, da er abwesend an die Decke starrte und Ron war mal wieder nicht anwesend.
„Was“ fragte Hermione leicht gereizt.
„Wo warst du heute in Kräuterkunde?“ murmelte Neville.
„Das ist eine sehr gute Frage“ meinte Hermione in einem aufgebrachten Ton, den sie sogleich bereute, da sich ihre Kopfschmerzen dadurch nur zur verschlimmern schienen, also fuhr sie etwas ruhiger mit ihrer Erklärung fort. „ auf dem Weg in die Gewächshäuser ist mir kurz übel geworden, dann bin ich einfach zur nächsten Toilette gerannt um kurze Zeit später feststellen zu müssen, dass jemand es fertig gebracht hatte die maulende Mryte ein zweites mal um die Ecke zu bringen, mitsamt des ganzes achten Traktes im zweiten Stock.“
Neugierig beugte sich alle bis auf Harry weiter zu Hermione vor, die gerade erst richtig in Fahrt kam.
„Wer bitte schön ist so blöd, das halbe Schloss in die Luft zu jagen? Anscheinend ein Gryffindor.“ beantwortete sie sich die Frage selbst, als sie die nicht Existenz der Toilette mit dem Verschwinden ihrer Hauspunkte in Verbindung brachte.
Ein zustimmendes Gemurmel ging wie eine La Ola Welle um den Tisch herum.
„Was ist eigentlich mit Harry? fragte Hermione. "Cho", beantwortete sie sich iihre Frage selbst.
Wieder nickten alle im Gleichklang einer auszureichenden Antwort.
Still seufzte Hermione. Was sollten sie bloß mit ihrem zukünftigen Hoffnungsträger anstellen? Wenn das so weiter ging, würde Harry, der ohnehin ein leichtes Ziel für Voldemort abgab, ihm die ganze Angelegenheit um einiges Erleichtern. Er müsste bloß Cho entführen und Harry beim Endkampf vor die Nase setzen.
In seinem Fall würde das wahrscheinlich besser als jeder Lähmfluch wirken.
Wenn ihnen nicht bald eine Lösung einfallen würde, dann wären sie alle geliefert.
Diesmal seufzte Hermione laut auf und verabschiedete sich mit den Worten, "Ich muss noch etwas erledigen", von ihren Freunden.
* * *
Sollte sie nun an der Birne kitzeln? Bevor sie ihren Finger heben konnte, fiel Hermione plötzlich ein, dass sie vor dem gänzlich falschen Porträt stand.
„Nie wieder Alkohol!“ säuselte sie vor sich hin, als sie sich auf den Weg zum Ravenclawgemeinschaftsraum machte.
Diesmal vor dem richtigen Eingang stehend, klopfte sie vehement gegen rosa Tüll bis ein kleines schwarzhaariges Mädchen das Porträt zur Seite schwingen ließ und dabei beinahe Hermione erwischt hätte, die gerade noch so einen Schritt zurückgewichen war, Merlin sei Dank ohne ihr Gleichgewicht dabei zu verlieren.
„Ja?“ fragte das kleine Mädchen, was sie beinahe mit dem vergoldeten Bilderrahmen erschlagen hätte.
„Könntest du bitte Cho bitten hierherzukommen?“
Etwas zögerlich schaute das kleine Mädchen zu Hermione, die ihrerseits einen Blick aufsetzte, den sie sich in den letzten Tagen von ihrem Herzallerliebsten abgeschaut hatte.
Sofort war das Mädchen mit einem Nicken um die andere Ecke verschwunden.
Nach einigen Minuten wartend sehnte sich Hermione nach ihrem Bett oder wenigstens einer Ablage für ihren Kopf, der sich immer noch etwas schwindelig anfühlte, als Cho endlich durch das Porträtloch stieg.
„Hermione?“ begrüßte Cho sie freundlich, denn seit dem Desaster im fünften Schuljahr hatten die beiden kein Wort mehr miteinander gesprochen.
„Ich hoffe ich störe dich nicht.“ meinte Hermione gleich.
„Aber nein, kann ich dir irgendwie helfen?“
„Ja, dass könntest du sogar."
Dramatische Pause.
"Bitte lächeln!“ schon hob Hermione die entliehene Kamera nach oben und knipste wie wild drauf los, ehe sie selbst die Beine in die Hand nahm und zu den Kerkern flüchtete. Denn ihr Plan für den heutigen Abend war noch nicht ganz beendet.
* * *
Etwas verärgert, da ihre Kopfschmerzen sie immer wieder schmerzlich daran erinnerten, warum sie in diesem Zustand war, klopfte Hermione an Severus Tür, die sofort aufschwang und ihr Einlass gewährte.
Severus der gerade dabei war Schüleraufsätze zu benoten schaute fragend auf, als sie seine Gemächer betrat, ein anzügliches Grinsen auf den Lippen, das sich proportional mit der Höhe seiner rechten Augenbraue auf seinem Gesicht ausbreitete.
„Bist du vorbeigekommen um den restlichen Vorrat an Feuerwhiskey zu vernichten?“
„Erst wenn du mir Zugang zu deinem unermesslichen Vorrat an Anti-Katertrank gewährst.“
„Ich interpretiere deine Antwort also als nein.“ lächelnd stand er auf und stand keine Sekunde später vor ihr.
„Wie geht es dir?“ flüsterte er ihr ins Ohr.
„Plagt dich etwa dein schlechtes Gewissen?“ wollte sie von ihm wissen.
„Nein ich bin nur neugierig.“
Beinahe hätte sie ihm auf die Lippe gebissen, nach diesem Kommentar, doch irgendwie konnte sie ihm nicht lange böse sein.
Nun war er wirklich langsam neugierig geworden, was ihr Besuch zu so einer späten Stunde zu bedeuten hatte.
„Warum bist du hier?“
„Muss ich immer einen Grund haben, dich zu besuchen?“ fragte sie ihn mit einem neckenden Unterton.
„So wie ich dich kenne, gehe ich mal von einem Ja aus.“
„Erwischt. Ich wollte dich fragen, ob du weißt, wer für die Zerstörung des zweiten Stocks verantwortlich ist?“
Sein Lächeln verzog sich sofort zu einer unsäglichen Grimasse, als er an diesen Umstand erinnert wurde.
„Das willst du nicht wissen.“
„Severus!“
Er seufzte.
„Ron.“
„Ron?“ plötzlich flatterte ihr ein Bild von seinem äußerst verdriesslichen Gesicht vor die Augen, mit dem er heute sein Frühstück kaum angerührt hatte.
„Wie?“
„Das willst du gar nicht wissen.“
„Irgendwie hab ich gerade ein eher nerviges Deja Vu.“
Er seufzte wieder.
„Deja Vuuu.“ drängelte Hermione etwas nervös, da Severus schon mit seiner ersten Vermutung recht gehabt hatte, da sie wirklich nicht wissen wollte, dass ihr bester Freund für diese Katastrophe verantwortlich war, aber mal ganz ehrlich, schlimmer als diese Info konnte die zweite kaum sein.
„Liebestrank.“
Auch eine know it all besaß Wissenslücken und war somit auch im Stande sich in manchen Situationen ihres Lebens zu irren. Leider.
Severus konnte derweil beobachten, wie ein Liebreizendes Wesen sich in Sekundenschnelle in eine Furie verwandeln konnte und Staubwolken hinterlassend aus seinem Zimmer stürmte.
Sie hatte schon immer geahnt, das Ron in sie verliebt war, Ginnys Äußerung bei ihrem letzten Streit mit ihrem unsäglichen Bruder, hatten ihre Vermutungen nur noch mehr bestätigt. Aber nie, nie in ihrem Leben hätte sie gedacht, dass er so weit gehen würde.
Unruhig irrte sie durchs Schloss. Unsicher was sie jetzt als nächstes tun sollte. Ron zu Rede stellen, würde wahrscheinlich eher in einem Blutbad enden. Das einzige was dafür sprach war, dass sie eh keine Punkte mehr verlieren konnte. Der Nachteil an der ganzen Sache war nur, dass immer noch zuviele Punkte dagegensprachen.
Vor Wut schnaubend machte Hermione sich auf zu Ginny.
* * *
„Er hat was?“ schrie Ginny und hüpfte dabei seltsam auf und ab.
„Liebestrank gebraut, Schloss in die Luft gejagt.“ gab Hermione ihr nach der langen Erklärung noch einmal die Kurzfassung.
„Meine Damen und Herren, willkommen bei der Preisverleihung der Woche, wer oder was ist das schwärzeste Schaf der Familie. Ich frag mich die ganze Zeit warum Mum noch keinen Heuler geschickt hatte, aber wahrscheinlich gab es keinen in der richtigen Lautstärke.“
„Was mach ich jetzt?“ fragte Hermione.
„Du glaubst doch nicht wirklich das er einfach so weiter macht nachdem er das halbe Schloss in die Luft gejagt hat?“ meinte Ginny und sah Hermiones zweifelnden Blick. „Hast Recht dumme Frage.“ setzte Ginny noch schnell hinzu.
„Tja, ich würde ja vorschlagen, dass du dich in diesem Falle an Mad Eye halten solltest.“
„Immer wachsam?“ fragte Hermione mit einem schmunzeln im Gesicht.
„Flachmann.“
„Auch eine Idee.“
„Aber ich glaube wir müssen uns eher um das Schloss Gedanken machen, als um die unrealistische Zukunft, das Ron es wirklich schafft einen Zaubertrank zu brauen.“
* * *
Mit verklebten Finger blätterte Ron eine Seite weiter in seinem neuen Buch „Zaubertrankbrauen für Dummies“. In diesem Exemplar gab es auch einen Liebestrank, der weitaus einfacher war als alle anderen, die er in der einschlägigen Zaubertrankliteratur gefunden hatte.
Erfreut würfelte er die vor sich liegenden faulen Eier und warf sie ihn das grünlich blubbernde Gebräu.
* * *
Mit schnellen Schritten ging McGonagall hinab in die Kerker, da sie unter ihrem Umhang einen etwas schwerfälligen Gegenstand versteckte, ging sie mehr torkelnd als gerade an den noch umherziehenden Schülern vorbei, die wild hinter vorgehaltener Hand sofort zu tuscheln begannen.
Der Gang der zu Severus Gemächern führte, war zum Glück ausgestorben als sie sich vor seiner Tür positionierte und sich zur Gegenüberliegenden Wand umdrehte um den von ihr mitgebrachten Gegenstand an den glatten Steinen zu befestigen.
Nun gab es für Severus Ausflüchte kein entrinnen mehr, nun würde sie anfangen Beweise zu sammeln.
Grinsend ging sie zurück in ihre eigenen, warmen Gemächer.
* * *
Frustriert ließ sich Malfoy auf sein Bett nieder, Ginny hatte das heutige Treffen mit ihm, wegen Familienproblemen abgesagt und er hatte die letzten Minuten damit verbracht sich zu fragen, was das Wiesel nun wieder angestellt hatte.
Nun war es aber sein Mitbewohner-Schrägstrich-bester Freund-Schrägstrich-zukünftiger Psychopath oder seelisches Wrack der seine Aufmerksamkeit auf sich zog.
„Hier siehts aus, als wolltest du in den Krieg ziehen.“ Und dieses mal spielte Draco nicht auf Blaise Sammlung an seltenen Folterinstrumenten an.
„So in der Art.“ murmelte Mister Schönheitsschlaf, als er eine weitere Ampulle Traumlosschlaftrank auf seinen Nachttisch abstellte. Neben einer vollen Packung Schlaftabletten, Ohrenstöpseln, Schlafbrille und einem weiteren Schlaftrank.
Langsam aber sicher machte sich Draco wirkliche Sorgen um seinen besten Freund, aber immer noch nicht genug um wirklich etwas zu unternehmen. Murmelnd verließ er das Zimmer Richtung Bad.
Blaise begann unterdessen seine Utensilien für eine ruhige Nacht einzunehmen. Zuerst stopfte er sich die Ohrenstöpsel tief in seine Ohren und zog sich die Schlafbrille über die Augen. Danach tastete er nach den Schlaftabletten, von denen er gleich eine Hand voll nahm, nur um auf Nummer sicher zu gehen versteht sich. Zum Schluss trank er noch die zwei Tränke und war in binnen von Sekunden eingeschlafen. Leider in einer sehr ungemütlichen Position, da sein Körper im Sitzen einfach zusammengesackt war.
* * *
Als Hermione wieder zurück in den Gemeinschaftsraum kehrte, fiel ihr mit einem Blick gleich zwei frustrierende Sachen ins Auge. Erstens Ron war immer noch verschwunden und gerade mit was weiß ich beschäftigt und zweitens saß Harry immer noch genau dort, wo sie ihn zurückgelassen hatte.
Nun wurde er von vier Drittklässlern beobachtet, die Abwechselnd damit beschäftigt waren, ihn mit Papierkügelchen zu bewerfen. Es war anscheinend wieder einmal Zeit für ihren Snapeblick und auch dieses mal verfehlte er nicht im mindesten seine Wirkung.
Mit Riechsalz der stärksten Sorte, die es momentan in Severus Vorratsraum gab, brachte Hermione ihren besten Freund wieder unter die lebenden. Verwirrt schaute Harry sich im bereits dunkel gewordenen Raum um und freute sich als er Hermione erblickte.
Etwas verwundert entfernte er ein paar Papierkügelchen die auf seinem Gesicht verteilt klebten.
„Frag nicht.“ war Hermiones einziges Kommentar zu seinem Unterfangen und zu ihrer Überraschung, hörte er auf sie. Wenigstens einer in diesem Schloss, der auf diesen Rat etwas gab, dachte sie sich.
"Ich hab eine Überraschung für dich." grinste Hermione ihn nun an.
Auch Harry schien sehr gespannt zu sein, denn er lächelte sie an, als hätte sie gerade verkündet das morgen Weihnachten wäre und der Weihnachtsmann sich gedacht hätte, er bringt ihm zuliebe den dunklen Lord um die Ecke, um all seine verpassten Geschenke der letzten 17 Jahre wieder gut zu machen.
Mit einer ausladenden Bewegung zog Hermione das Foto, dass sie vor ein paar Stunden von Cho gemacht hatte aus ihrer Tasche und reichte es Harry.
„Hier, das sollte deinen Desensibilisierungsprozess in Gang bringen.“
Wenige Momente später ließ sie einen verdutzten Harry zurück, um endlich ihren lang ersehnten Schlaf zu finden. Harry starrte immer noch zwischen dem Bild und der Tür, durch welche Hermione verschwunden war, hin und her, bis er schlussendlich beim Bild kleben blieb und die halbe Nacht damit beschäftigt war es anzustarren. Die andere Hälfte der Nacht verbrachte er in seinem altbekannten Trancezustand, debil vor sich hinlächelnd.
Ron der sich frühmorgens in den Gemeinschaftsraum stahl fand seinen Freund immer noch am Tisch sitzend vor und trug ihn kurzer Hand zu Bett.
Wobei er mit dem Kopf gegen das schwarze Brett schlug, da Ron mit dem Zauberstab zu so früher Stunde nicht mehr in der Lage richtig zu lenken.
Der dort angebrachte Flyer „Harry Potters Selbsthilfegruppe: Zusammen ist man weniger allein.“ flatterte leicht im Wind und gab einen Einblick auf die leere Mitgliedsliste frei.
* * *
Auch Minerva schloss erst in den frühen Morgenstunden ihre Augen, die ganze Nacht hatte sie vor ihrem kleinen Handspiegel verbracht und dabei Severus Tür beobachtet, die sich in der ganzen Zeit nicht einen Millimeter bewegt hatte.
* * *
Blaise schlief immer noch tief und fest.
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Vielen vielen Dank an meine Beta füreinegerechtereWelt *knuddel* *keks rüberschieb* und vielen Dank für die Kommis, ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen.
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Jane_Higgins: ja du hast recht^^, und auch Ron als depp zu bezeichnen, auch da kann ich dir nur zustimmen^^und er wird sogar noch viel viel schlimmer, mal sehen wo er endet ... und vorallem mit wem? *fies grins*
Minerva ist noch ganz Handzahm, obwohl ihre neueste Aktion noch interessant werden könnte.
NicoleSnape: und außerdem fand ich es mal an der Zeit, dass in der Geschichte der Alkohol nicht so lobgepriesen davon kommt ... *hust* aber bald müsste Hermiones Kater abgeklungen sein, so in zwei drei Kapitel *das war nen Scherz* *hoffentlich* ich bin ja immer äußerst dagegen, dass meine Figuren in den Geschichten leiden *hust* außer vielleicht Harry, Ron, hmm Blaise hab ich irgendwie auch übel mitgespielt ... *ups*
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bis zum nächsten mal
eure seri
.. .
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Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Als ich das Buch las, sah ich es sofort vor mir. Für mich war klar, wie der Film aussehen würde.
Alfonso Cuarón über den dritten Harry-Potter-Film