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Fanfiction

The Day After - 7

von einstein90

Vielen lieben Dank für die Kommentare. Dass bestärkt mich zu schreiben. Vielen lieben Dank.

Nun wieder ein neues Kapitel nach langer Pause.
Viel Spaß beim lesen.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Der Tag war angebrochen. Die Sonne hat den Schoß des Horizontes bereits seit einigen Stunden hinter sich gelassen. Die Vögel zwitscherten durch das offene Fenster und begrüßten den ersten Augenaufschlag Harry's. Erst etwas verwirrt blickte er in die braune Locken, doch dann kam die Ernüchterung, dass es kein Traum war. Hermine und er lagen nebeneinander nackt auf dem Bett. Naja fast. Er in seinen Shorts und sie nur noch mit einem BH und Slip bekleidet. Seine Hand ruhte noch immer auf ihrem zarten Bauch. Er schloss noch einmal die Augen und sog ihren Duft tief in sich auf. Frischer Frühlingsduft. Flatternde Schmetterlinge. Lebendige Natur.
Er war sich dessen nicht absolut sicher, aber er glaubte, dass er innerlich an Stärke gewann. Vorsichtig stand er auf und ging ins Bad um sich ein wenig frisch zu machen.

Er liebte sie. Länger als er es sich eingestand. In Gedanken spielte er die Szene durch. Den Moment, wo er ihr gestand, was er für sie empfand. Doch dann erst wurde ihm klar, dass er nicht wusste, wie es um ihre Gefühle bestellt war. Und sofort verblasste das Bild vor seinen Augen. Er konnte ihre Freundschaft nicht riskieren, solange er sich nicht sicher war. Schnell trocknete er sich das noch nasse Gesicht ab und schlüpfte in frische Kleidung. Dann kehrte er zu Hermine zurück, die noch immer auf dem Bett schlummerte. Sollte er sie wecken? Doch bevor er zu einer Entscheidung fähig war, streifte sein Blick den Schreibtisch. Dunkel erinnerte er sich an dieses Geräusch, als sie im Begriff waren einzuschlafen. Konnte es möglich sein?
Er schlich zum Tisch und schob die schimmernde Truhe in dessen Mitte und betrachtete sie. Er war sich unsicher, ob er es versuchen sollte. Am Ende siegte die Neugier. Er berührte das Schloss. Das L und das J – die Insignien seiner Eltern – entwirrten sich elegant wie zwei tanzende Schlangen. Von Geisterhand geführt schwang der Deckel langsam auf. Harry zeigte keine Regung. Er sah nur hinein. Viel war nicht darin. Ein sorgsam gefaltetes Pergament. Und ein kleiner Beutel, dessen Inhalt sich ihm nicht erschloss. Er nahm das Blatt, entfaltete es und begann zu lesen. Mit jeder Zeile hellte sich sein Blick auf. Ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht und er kam nicht ohnehin eine einzelne Träne zu unterdrücken. Auch wenn er nur selten mit der Handschrift seiner Mutter konfrontiert wurde, aber das hier war ganz unverkennbar ihre. Schön, geschwungen und feminin. Er endete mit ihrem Abschiedsgruß.
Er schaute von dem Pergament auf und blickte zu Hermine. Seine Lächeln wurde liebevoller. Aus Dank. Er nahm das kleine Bündel und steckte es in eine Tasche, dann las er sich noch einmal den letzten Brief seiner Mutter durch. Und wieder blieb er an der Grußformel am Ende hängen. Wann wurde dieser Brief geschrieben? Haben sie damals schon gewusst, dass sie sterben würden? Und wussten sie, dass er, ihr Sohn, überleben würde? So musste es gewesen sein, denn nichts anderes könnte die Truhe und ihr Inhalt bdeuten.
Nachdenklich legte er das Kinn auf die Faust. Wie gerne hätte er sie persönlich kennen gelernt. Er war gerade wieder dabei in Trauer zu versinken, als ihn ein Gähnen davon abhielt.
Schnell verdrängte er sie aus seinem Gesicht und setzte ein Lächeln auf. Das Pergament faltete er schnell zusammen und steckte es zu dem Beutel in die Tasche.
Hermine rekelte sich. Streckte alle Glieder von sich und warf einen Blick aus dem Fenster. Ein leuchtend blauer Himmel ohne eine einzige Wolke. Ein schöner Morgen.
Sie ließ den Blick durch ihr Zimmer streifen. Bis er bei ihm hängen blieb. Und erst dann schaute sie an sich herunter und bekam mit, dass sie fast völlig entblößt vor ihm lag. Sofort begannen ihre Wangen zu glühen. Die Wärme, die von ihnen ausging, ließ die Kraft der Sonne als Schatten erscheinen.

Hastig suchte sie nach dem Handtuch in ihrer unmittelbaren Umgebung. Harry beobachtete sie verwirrt, zugleich aber auch amüsiert. Es war ihr sichtlich peinlich. Aber warum? War sie denn nicht bei vollem Bewusstsein, als sie sich in der Nacht ihrer Kleidung entledigt hatte? „Guten Morgen.“ erfreute sich Harry an ihrem Anblick. Doch sie warf ihm einen Blick zu, der ihn hätte töten können. Das Lächeln von seinen Lippen wich einem überraschten Gesichtsausdruck. Doch ehe er reagieren konnte, war sie bereits mit einem Handtuch umwickelt und mit einer handvoll Klamotten aus dem Zimmer gestürzt.
Harry grübelte die Zeit über, die Hermine im Bad verbrachte. Abgesehen von einem lauten Türknall war es neben an still geworden. Warum reagierte sie so peinlich berührt? Krampfhaft versuchte er daraus Schlussfolgerungen zu ziehen, wie es um ihre Gefühle ihm gegenüber bestellt ist. Doch irgendwie konnte er keine Erkenntnisse gewinnen.
Er seufzte merklich und wandte sich dann wieder dem Schreibtisch zu. Außer dem Brief und dem Beutel war nichts weiter in der Schatulle enthalten. Er klappte sie zu und führte das L und das J wieder zusammen, woraufhin sie sich wieder mit der gleichen Eleganz vereinten, wie sie sich zuvor voneinander gelöst hatten.
Weitere Minuten vergingen, bis die Tür zu ihrem Zimmer auf ging.
„Wie spät haben wir es?“ fragte sie in ernstem Ton, ohne ihn auch nur anzusehen. Harry schaute auf seine Armbanduhr, die er zum letzten Geburtstag von ihr geschenkt bekommen hatte.
Ein blaues Ziffernblatt mit silbern schimmernden Zeigern. Elegant geschwungene Zahlen von ein bis zwölf. Alles eingefasst in ein glänzendes Gehäuse aus poliertem und aufwendig verziertem Chrom.
„Fünf vor elf.“ gab Harry trocken zurück. Und sofort weiteten sich ihre Augen und ihr Mund öffnete sich bedrohlich.
„Fünf vor elf? Man Harry. Warum hast du mich nicht eher geweckt. Wir müssen sofort zum Flughafen! Der Flug geht in einer Stunde. Super!“
Sie schien der Hysterie nahe zu sein. Das letzte mal, dass sie ihm gegenüber so laut gewesen war, das war beim Schulball des Trimagischen Turniers. Seitdem war es doch eher ruhig. Harry selbst stach ihre Reaktion im Herzen. Sie gab ihm die Schuld. Es verschlug ihm die Sprache. Sie, die eifrig die Sachen der letzten Nacht zusammen packte und in ihre Tasche stopfte, wirkte angespannt. Dann funkelte sie ihn böse an, weil er immer noch auf dem Stuhl saß und sie nur beobachtete. „Pack dein Zeug zusammen!“ befahl sie. Harry gehorchte. Sie warf ihre Handtasche unsanft auf einen Stuhl und ging dazu über ihr Bett zu machen. Er beobachtete sie vorsichtig. Bereute sie die letzte Nacht? Und ließ sie ihn das spüren, weil er es nicht verhindert hat? Durfte er als Freund nicht so weit gehen? Hegte sie wirklich nicht mehr als Freundschaft für ihn? Diese Gedanken machten seine Situation nicht wirklich erträglicher.
Trotz aller Eile war das Bett nach ihrem Wüten perfekt. So als wenn niemand darin geschlafen hätte. Schnell stopfte er seine Sachen in ihre kleine magische Handtasche. Sie war derweil schon ins untere Stockwerk gestürmt. Anscheinend zog sie sich gerade ihre Schuhe an. „Wo bleibst du? Mach hin!“ schrie sie die Treppe hinauf. Mit der Absicht sie nicht weiter zu erzürnen, folgte er ihrer Anweisung und ging eiligst die Treppe hinunter. Sie riss ihm die Tasche aus der Hand, als er in seine Schuhe schlüpfen wollte. Dann wartete sie ungeduldig an der offenen Haustür. Harry trat an ihr vorbei, ohne die Schnürsenkel zu zumachen. Sie zog die Tür heftiger zu, als nötig und die Schlüssel klirrten unter dem Tempo der Drehung. Sie ging zu ihm, berührte ihn am Arm und ohne Vorwarnung disapparierten sie.

Unsanft schlug Harry auf dem Boden auf, während Hermine doch eher elegant wieder die Füße auf den Boden setzte. Der letzte Trip mit ihr zu ihrem Elternhaus war da weitaus angenehmer. Harry hatte alle Mühe nicht nach vorn über zu kippen. Für Orientierung war keine Zeit. Schon packte sie ihn am Arm und zerrte ihn mit sich. Am Ende fand er sich an einer belebten Straße wieder. Viele Autos schlängelten sich langsam über den Asphalt. Immer im Rhythmus der Ampelphasen.
„Taxi!“ rief sie mit erhobener Hand. Sofort scherte ein schwarzes Auto aus der Schlange und hielt direkt vor ihnen. Beide stiegen sie ein und gaben dem Fahrer vor zum Flughafen zu fahren. Dieser nickte stumm und fädelte sich wieder in die Blechmassen ein.

Unterwegs sprachen sie kein Wort. Hermine tippelte ungeduldig mit den Füßen und erkundigte sich alle paar Minuten nach der Uhrzeit. Auf die Bitte, doch etwas schneller zu fahren, rügte der Fahrer sie mit ernstem Blick. So aufgedreht hatte Harry seine beste Freundin nie erlebt. Ob es wirklich an der Zeit lag? Oder wollte sie die Erinnerungen an den Morgen mit Eile, Stress und Wut vergessen machen? Harry verkniff sich den Gedanken sie darauf ansprechen zu wollen. Da wäre ihm eine von Snapes Strafaufgaben lieber gewesen.
Hermines Anspannung lockerte sich ein wenig, als sie den Flughafen rechtzeitig erreichten. 20 Minuten vor dem geplanten Check-in. Und dennoch gab ihr dieses Zeitpolster keinen Grund ihren Schritt zu verlangsamen. Eiligst rannte sie auf den Schalter zu, der ihr am nächsten war. Ein älteres Ehepaar war gerade dabei ihr Gepäck auf zugeben. Hermine schaute ihnen immer wieder ungeduldig über die Schulter um zu sehen, wann sie fertig wären.

Die nächsten zehn Minuten verbrachten die Beiden damit durch die Kontrollen zu kommen. Hermine nicht minder von einer Biene gestochen, während Harry sich selbst zur Ruhe anhalten konnte. Sie warteten geschlagene fünf Minuten vor dem Gate. Hermine entspannte sich nun sichtlich. Ihre Züge wurden wieder feiner und für einen kurzen Blick glaubte er ein vergnügliches Lächeln auf ihren Lippen erkannt zu haben. Doch sobald sie seine Augen auf sich ruhen spürte, wurde ihre Miene wieder ernst.
Fünf Minuten, die ihm noch einmal Gelegenheit gaben über Hermine und ihre Beziehung zu grübeln.
Sie selbst warf ihm ab und zu ein paar Blicke zu. Sie war ebenfalls in Gedanken versunken. Doch das bekam er nicht mit.
'Ich habe mich verliebt. Das steht außer Frage. Aber sie erwidert diese Gefühle nicht.' stellte er innerlich die Tatsachen klar. Es bereitete ihm ein beklemmendes Gefühl.

Ding. Dong.
„Sehr geehrte Damen und Herren. Wir bitten sie nun Flug 274 von London nach Sydney zu betreten.“ so die Stimme einer Frau, die ohrenbetäubend aus den Lautsprechern brach und sich in den weiten des Flughafens verlor. Hermine erhob sich langsamer von ihrem Platz als sie sich zuvor hinein geworfen hat. Beide reihten sie sich in die Schlange ein und warteten ab, bis sie an der Reihe waren.
Sie sahen sich einer jungen Blondine gegenüber, die nicht sehr viel älter als Hermine und Harry zu sein schien. Lächelnd nahm sie von jedem Gast das Ticket entgegen und kontrollierte es.
Die Haare ordentlich nach hinten gebürstet und in einem Zopf vereint. Die weichen Linien ihres Gesichtes schmeichelten ihren blauen Augen. Ihre weiblichen Rundungen wurden von ihrer engen weißen Bluse und dem engen roten Rock stark hervor gehoben. Die Knöpfe waren soweit offen, dass der Ansatz ihres Dekolletés zu erkennen war. Männerherzen mussten zu Hauf bei ihrem Anblick höher schlagen. Auch Harry musterte sie einen Augenblick. Sie war durchaus attraktiv. Doch am meisten stockte ihm der Atem, als sie seinen Blick erwiderte. Ihre Eis-blauen Augen fesselten ihn. Ein verführerisches Lächeln legte sich um ihre roten Lippen. Und doch währte dieser Moment nicht länger, als nur ein paar Millisekunden. Hermine riss ihn mit sich und warf ihr dabei noch einen ernsten Blick hinter her. Ebenfalls nicht länger als ein Wimpernschlag. Harry bekam das nicht wirklich mit. Er war durcheinander. Als hätte ein Tornado in seinem Geist gewütet. Und das wurde nicht gemindert, als Hermine sich bei ihm einhakte und mit ihm den Zubringer entlang schlenderte.
Von einer ebenfalls freundlichen Stewardess wurden sie zu ihrem Platz geführt. Doch diese war bei weitem älter als die Dame am Schalter. Graue Strähnen durchzogen ihr Haar.
Harry setzte sich ans Fenster. Hermine direkt daneben. Erst jetzt, als sie Platz nahmen. Erst jetzt ließ sie ihn wieder los. Als wenn sie Angst hätte ihn irgendwo zu verlieren. Harry registrierte das natürlich, aber irgendwie wollte es in seinem geistigen Chaos derzeit keinen Sinn ergeben.


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