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Fanfiction

Prophets quote Destiny - Schritt für Schritt in die Dunkelheit

von serotina

Harry zerwuschelte sich sein Haar und fragte sich was er verpasst hatte, dass seine beste Freundin des Nachts in der verbotenen Abteilung saß und er seelenruhig in seinem Bett lag und schlief und sich am Tag einzig allein Gedanken über Quidditch machte.

Hermione wunderte sich unterdes, wie sie jahrelang dieses eine Buch übersehen konnte und steckte es heimlich in ihre Tasche. Später, wenn sie ihr kleines Flugproblem gelöst hätte, würde sie sich mit den Wundern der Zeit auseinandersetzen.

Ron machte sich langsam Sorgen um Hermione und Ginny glaubte endlich Hermiones Geschichte übers nächtliche Recherchieren in der Bibliothek. Bloß dass Hermione wohlweißlich, die unwichtige Information der Verbotenen Abteilung unter den Teppich gekehrt hatte.

Albus rief noch weit nach Mitternacht Filius Flitwick zu sich ins Büro.

* * *


Schon vor der Morgendämmerung war Hermione auf den Beinen, nun stand sie sicher mit beiden Füßen auf ihrem flauschigen Teppich und gedachte dies in den nächsten Minuten zu ändern. Es wäre doch gelacht, wenn sie es nur schaffen würde zu schweben, wenn jemand den Boden wegzauberte.

Tief ein und ausatmend, starrte sie ihr Spiegelbild an. Zweifelnd zog sich eine Augenbraue in die Höhe.
Gestern hatte sie gelesen, dass Schweben ähnlich war, wie einen Patronus zu beschwören, gerade in der Anfangsphase, konnte es helfen, an eine glückliche Erinnerung zu denken und sich dadurch leicht wie eine Feder zu fühlen.

Zu allem bereit schloss Hermione ihre Augen und dachte an den Moment, wo sie mit elf Jahren den Hogwartsbrief erhalten hatte. Nichts passierte, ihre Füße standen wie angewachsen auf dem Teppich.

Ihr erster Besuch in der Winkelgasse, die vielen Läden, der Besuch im Buchladen. Die Schwere ihres Zauberstabs, der sich gewohnt geschmeidig in ihrer Hand angefühlt hatte. Langsam hatte sie das Gefühl, nicht mehr mit ihrem vollem Gewicht auf dem Teppich zu stehen.

Ihr erster Zauberspruch, mit dem sie Harrys Brille repariert hatte. Nun kitzelten sie die Stofffetzen des Teppich an ihren Zehen. Doch lange konnte sie den Zauber nicht aufrechterhalten und schon war die Magie verflogen.

Doch so schnell würde sie nicht aufgeben. Sie dachte an die Auswahlzeremonie, nichts passierte. Bis ihr die Erinnerung von ihrem ersten Augenkontakt zu Severus in den Sinn kam. Lange hatte sie es vergessen, dieses Gefühl, welches schon damals in ihr geschlummert hatte. Dieses grenzenlose Vertrauen, dass sie dieser ihr damals fremden Person entgegenbrachte. Dieses unvergleichliche Gefühl umspülte Hermiones Herz. Luftschnappend riss Hermione ihre Augen, als sie einen leichten Luftzug, statt ihres Teppichs unter ihren Füßen spürte.

Doch die Erinnerung war zu schwach gewesen und so landete sie kurzerhand wieder auf den Boden.

Dennoch wusste Hermione, dass sie nun auf dem richtigen Weg war. Als die Sonne hinter den Baumwipfeln, des Verbotenen Waldes auftauchte, schloss Hermione wieder ihre Augen und dachte an den Moment, wo das erste Mal ihre Füße von ganz alleine den Boden unter ihren Füßen verloren hatten und Severus sie geküsst hatte.
Und auch jetzt schwebte Hermione wieder ein paar Zentimeter über dem Boden, dass sich sogar Krummbein unter dem Bett verkroch, weil ihm dass alles nicht mehr geheuer war.

* * *


Müde schlich Hermione durch den Gemeinschaftsraum, durch ihr kleines Extratraining hatte sie die Zeit aus den Augen verloren und das Frühstück verpasst. Doch bevor sie den Raum verlassen konnte, warteten da schon Harry, Ginny und Ron auf sie.

„Morgen.“ versuchte Hermione zu lächeln, während sie ein Gähnen unterdrückte.

„Morgen.“ sagten alle drei, wie aus einem Mund.

„Hast du gut geschlafen?“ fragte Ginny herausfordernd und Hermione bedankte sich bei Merlin, dass ihre Menschenkenntnisse besser waren, als ihr Talent zu lügen.

„Ihr wisst es also?“ fragte sie um den heißen Brei herum und hoffte, dass sich einer von den dreien verplappern würde.

„Klar wissen wir es. Wir sind ja schließlich nicht auf den Kopf gefallen. Doch was bitte schön hast du mitten in der Nacht in der Verbotenen Abteilung zu suchen?“ tappte Ron als erster in die Falle.

„Ich habe nach Zaubern für die DA gesucht. Ihr wisst, dass ich die meisten immer in der Verbotenen Abteilung gefunden habe. Egal ob es harmlose Verteidigungszauber oder Angriffszauber waren.“ versuchte Hermione sich zu erklären.

„Aber warum sprichst du das nicht mit uns ab?“ fragte Harry sorgenvoll.

„Es hatte sich einfach so ergeben, eigentlich wollte ich nach dem Essen, nur mal schnell was nachschlagen, doch dann habe ich nach einem bestimmten Spruch gesucht.“

„Und?“ fragte Ron, als Hermione nicht weiter redete.

„Und habe ihn nicht gefunden.“ Damit war für Hermione das Thema erledigt und sie machte sich auf um noch pünktlich zu ihrer ersten Stunde altertümliche Runen zu erscheinen.

* * *


Ein wenig blass um die Nase, saß sie in Zaubertränke. Harry der sein Buch immer noch nicht wiedergefunden hatte, verzweifelte an seinem Trank und Slughorn wunderte sich, was aus seinem Wunderschüler geworden war. Denn Hermione war an diesem Morgen so schwach, dass sie all ihre Konzentration auf ihren Trank verwendete.

Ron hatte nach gerade mal zehn Minuten einen grünen Klumpen in seinem Kessel zusammengerührt, der nach weiteren zehn Minuten ekelhafte Dämpfe ausstieß, die Pansy ein helles Lachen entlockten.

Harry hielt ein paar Minuten länger durch, bis er es schaffte, ein Loch in seinen Kessel zu brennen. Am Ende der Stunde standen Slughorns Haare vor Verzweiflung nach allen Richtungen ab und noch nicht einmal Hermione hatte es geschafft, einen formvollendeten Trank zu brauen.

„Hermione ist alles in Ordnung mit dir?“ fragte Harry sie, als er sie fast stützend zur großen Halle begleitete. „Ja, ich hab bloß zu wenig geschlafen und gegessen. Nach dem Mittagessen, bin ich wieder das blühende Leben, du wirst schon sehen.“

Das blühende Leben brach dann spätestens in Verteidigung gegen die dunklen Künste zusammen. ,Verdammt‘ dachte Severus als er zu Hermione eilte. „Der Unterricht ist beendet, machen sie dass sie hier rauskommen!“ brüllte Severus durch das Klassenzimmer und alle Schüler verließen fluchtartig den Raum.

Nur Potter und Weasley konnten mal wieder nicht auf ihn hören und bewegten sich keinen Zentimeter von Hermione weg.

'Verdammt.'

Als durch einen fehlgeleiteten Zauber, ein Fenster in tausend Scherben zersprang, war ihm ihre Erschöpfung quasi ins Gesicht gesprungen, da hätte er den Unterricht beenden sollen. Dann wären ihm wenigstens diese zwei Wachhunde erspart geblieben.

Die beiden ignorierend hob er sie auf seine Arme und ging zielstrebig aus dem Raum, Richtung Kerker. Potter und Weasley hinter ihm, bestürmten ihn mit Fragen und wollten ihn davon überzeugen, dass der Krankenflügel sich auf der anderen Seite des Schlosses befand.

Erst als er zu seiner Tür gelangt war, drehte Severus sich um. „Ich weiß wo sich der verdammte Krankenflügel befindet.“ und knallte den beiden die Tür vor der Nase zu.

„Er kann sie doch nicht einfach mit in seine Gemächer nehmen.“ sagte Ron entgeistert.

„Anscheinend schon.“ murmelte Harry und deutete vielsagend auf die verschlossene Tür.

„Aber, das geht doch nicht. Sie ist völlig alleine mit ihm und bewusstlos.“ Rons Augen wurden immer größer.

„Er wird schon seine Gründe haben, warum er sie nicht in den Krankenflügel gebracht hat. Vielleicht hat das ja was mit ihrem Training zu tun.“ zählte Harry eins und eins zusammen.

„Aber was ist ...?“ stammelte Ron.

„Was glaubst du eigentlich was er da drin gerade mit ihr anstellt? Hol deine Gedanken gefälligst mal aus der Gosse! Das ist Snape, schleimige Slytherin Fledermaus und Gryffindors Goldlöwin. Meinst du nicht, dass deine Eifersucht ein wenig Fehl am Platze ist.“

„Ich bin nicht eifersüchtig!“ verteidigte sich Ron.

„Ach jetzt auf einmal und was waren dann die ganzen spitzen Bemerkungen, immer wenn Hermione zu ihren Trainingsstunden aufgebrochen war oder die Blicke die du Snape gelegentlich zuwirfst, die allemal feindseliger waren, als zu der Zeit, wo wir alle noch glaubten, dass er auf der falschen Seite steht.“

Ron wurde mit jedem Wort von Harry röter im Gesicht, bis es ihm reichte und er Wut schnaubend davon stürmte.

Seufzend drehte sich Harry, noch einmal zur Tür um. Hoffend das er Recht hatte und Snape Hermione helfen könnte. Doch was bitte schön hatte diesen Zusammenbruch verursacht?

* * *


Als er Hermione in seinem Bett niederlegte, schlug diese auch schon wieder ihre Augen auf. „Langsam glaube ich, dass du es extra darauf anlegst in mein Bett zu gelangen?“ versuchte Severus seine Sorgen zu überspielen.

„Nicht so, Professor Snape, nicht so.“ sagte Hermione, als sie sich aufrappelte und mit wankenden Beinen aus dem Bett stieg und versuchte geradewegs zur Tür zu schreiten.

„Hermione glaubst du wirklich, dass ich dich einfach so ohne Erklärung gehen lassen würde?“

„Einen Versuch war es Wert. Wenigstens komme ich dir nicht mit Erklärungen wie Schlafmangel und unzureichende Ernährung.“ Hermione hatte sich immer noch nicht wieder umgedreht.

„Nach meinem Wissen, habe ich über Nacht auch keine roten Haare bekommen und Potter kann sich noch immer über seinen Individuumstatus erfreuen, der Einzige zu sein, der eine gezackte Narbe mitten auf der Stirn sein Eigen nennt.“ Severus seufzte, „Was hast du getan, Hermione?“

Auch dieses Mal drehte sich Hermione nicht zu Severus um und fast schien es ihm, als wollte sie ihm die Antwort schuldig bleiben. Doch dann sah er mit seinen Augen, wie sich ihre zierliche Gestalt vom Kerkerboden entfernte.

Leicht wie eine Feder schwebte Hermione ein paar Zentimeter über den Erdboden und Severus musste sich und ihr eingestehen, dass er damit nicht gerechnet hätte.

„Du überrascht mich immer wieder, kleine Hexe.“ flüsterte er erstaunt, leise setzte er noch hinzu, „Jetzt wäre wohl der richtige Moment, Malfoy zurückzupfeifen, denn jede Anstrengung seinerseits wäre wohl Verschwendung.“
Hermione lächelte.

Länger als ein paar Minuten konnte sie den Zauber nicht mehr aufrechterhalten und berührte mit ihren Zehenspitzen wieder den Boden. Noch immer wandte sie ihm den Rücken zu.

„Hast du mir am Ende doch nicht zugetraut schweben zu können?“

„Ich hätte dir noch einen Tag gegeben, doch ich hab deine Hartnäckigkeit mal wieder unterschätzt, die sogar soweit geht, dass du dich über meine Verbote und deine Versprechen hinwegsetzt.“

Nun drehte sich Hermione um. „Meinst du jetzt das Lesen in der Verboten Abteilung?“

Severus hob nur ein Augenbraue, „Darüber werden wir später noch reden, ich meinte eher, dass du nur unter meiner Aufsicht ,Zaubern‘ darfst. Nun bist du innerhalb von wenigen Tagen das zweite Mal zusammengebrochen. Wenn deine zwei Wachhunde bislang noch nicht dachten, dass ich mit dir unanständige Sachen anstelle, dann denken sie es mit Sicherheit jetzt.“ sprach Severus und konnte ein Funkeln in seinen Augen nicht verbergen, als er beim Wort unanständig angelangt war.

„Ich gebe zu, dass es nicht zu meinem Plan gehört hatte, deinen Klassenraum zu verunstalten und in Ohnmacht zu fallen. Doch du musst zugeben, dass mein Training alles andere aufhält. Severus, der Dunkle Lord gewinnt immer mehr an Macht. Wir haben einfach keine Zeit dafür, wir müssen die Horkruxe finden und sie zerstören.“

Seufzend strich sich Severus durch die Haare. „Momentan ist es das wichtigste, dass du dich nicht verausgabst und noch vor dem Dunklen Lord ins Gras beißt. Das würde ich dir bis in die Ewigkeit übel nehmen. Weißt du eigentlich wie lange es gedauert hat den Ring zu finden?“ fragte Severus.

„Nein.“

„Zehn Jahre hat Dumbledore mit der Suche verbracht, dann noch einmal drei Jahre um die Spur zum Medaillon zu finden. Welche sich letztendlich als Sackgasse herausgestellt hat. Das Tagebuch wurde sozusagen durch einen unglücklichen Zufall gefunden. Von den anderen Horkruxen fehlt uns nicht nur jede Spur, wir wissen auch noch nicht einmal, nach welchen Gegenständen wir suchen sollen.“

„Aber Dumbledore meinte, dass der Dunkle Lord von jeher eine Sammelleidenschaft hatte und er sich für seine Seele, nur Gefäße, von gewichtiger Bedeutung ausgesucht hat.“

„Ja, Dumbledore meint. Bislang sind das nichts anderes als Vermutungen. Doch auch wenn der Kelch von Hufflepuff und Ravenclaws Diadem Horkruxe wären, so fehlt uns dennoch jeder weitere Anhaltspunkt. Das Diadem ist seit der Gründerzeit selbst verschollen und der Becher wurde wie das Medaillon von der alten Sammlerin gestohlen. Und selbst wenn das alles der Wahrheit entspräche, fehlen uns noch immer zwei Horkruxe. Wir konzentrieren uns jetzt erstmal auf die Dinge, die wir beeinflussen können und das wäre dein Training und nichts anderes.“

Widerwillig nickte Hermione und stand auf.

„Und da wir gerade vom Training sprechen, wäre es vielleicht angebracht, wenn du ab jetzt jede Stunde, ein Minute lang schwebst. Vielleicht können wir so, deine magische Ausdauer am besten trainieren.“ Widerwillig musste er Hermione recht geben, viel Zeit für ihr Training hatten sie eigentlich nicht, doch das würde er ihr nicht auf die Nase binden. Er kannte sie zu gut, um noch naiv zu glauben, dass sie sich nicht überanstrengen würde. Dennoch je schneller Hermione ihre Kräfte unter Kontrolle hatte und diese auch lange genug einsetzen konnte, umso besser.

Hermione machte indessen wieder ein paar Schritte auf Severus zu, versuchend ihre wackligen Kniee unter Kontrolle zu bekommen, die sich nicht nur aufgrund ihrer Überanstrengung, wie von alleine in Wackelpudding verwandelt hatten.

„Dir ist dann aber schon klar, dass ich dann einen ganz bestimmten Professor gar nicht mehr aus dem Kopf bekomme?“ fragte sie ihn mit einem unschuldigen Blick.
Leicht beugte sich Severus vor und flüsterte ihr ins Ohr: „Gerecht ist Gerecht.“ Bevor Hermione mit einem Lächeln seine Gemächer verließ, fiel ihr eine letzte Frage ein und sie drehte sich noch einmal zu Severus um, der interessiert den Blick hob.

„Ist dir auch das veränderte Verhalten von Draco Malfoy aufgefallen? Momentan wandelt er durch Hogwarts, als gehöre das Schloss ihm höchstpersönlich.“

„Das gleiche Verhalten, konnte ich vor nicht allzu langer Zeit bei Malfoy Senior beobachten, der seine Maske wieder mit Stolz tragen darf.“

Hermione ließ sich ihren Schock nicht anmerken, als sie letztendlich seine Gemächer verließ. Malfoy war also wieder zurückgekehrt und befehligte wieder den inneren Kreis der Todesser. Nun lief ihnen wirklich die Zeit davon.

* * *


„Hermione?“ energisch klopfte Ginny gegen Hermiones Tür und hörte auf der anderen Seite einen besorgniserregenden Aufschrei ihrer besten Freundin. Schnell stürmte Ginny ins Zimmer und fand Hermione vor sich auf dem Boden wieder.

„Ist alles in Ordnung?“, helfend streckte Ginny ihre Hand aus und half Hermione beim aufstehen. Dabei bemerkte Ginny zufällig die blauen Flecken an Hermiones Beinen, die diese noch nicht durch einen Zauberspruch verdeckt hatte.

Nun sah sich Hermione schockierten Augen gegenüber, dabei hatte sie vor nicht mal einer Stunde es endlich fertig gebracht Harry und Ron zu beruhigen, indem sie ihnen versicherte, dass Professor Snape, sich mehr als nur anständig verhielt. Sehr zu ihrem Bedauern, was sie den Beiden natürlich nicht mitgeteilt hatte.

Doch irgendwann hatten die Zwei Ruhe gegeben und sich verabschiedet. Denn auch in ihren Vorstellungen, vom strengen Lehrer, der jeden Regelbruch am liebsten mit Schulverweis bestrafen würde, war es schwer vorstellbar, dass er unter Dumbledores Augen, selbst die Regeln brach. Wie Recht sie doch hatten.

Doch das was Ginny nun sah, war alles andere als für ihre Augen bestimmt. Natürlich hatte sich Hermione nicht an Severus Trainingswunsch orientiert und selbst im geschwächten Zustand, die Minutenanzahl verdreifacht. Was einige nicht schmerzfreie Stürze zur Folge hatte, die trotz flauschigem Teppich Spuren hinterlassen hatten.

„Es ist nicht so wie du denkst.“ ,Ganz schlechter Anfang‘, musste Hermione sich eingestehen, als sie sah, dass Ginnys Gedanken noch eine Stufe brutaler wurden.
,Verdammt.‘

„Du sagst mir jetzt sofort was Snape mit dir anstellt und denke gar nicht erst daran ihn zu schützen!“ redete Ginny auf sie ein und zerrte sie aufs Bett.

Sie konnte Ginny schlecht erzählen, dass Severus weit mehr in Rage geraten würde, wenn er ihre blauen Flecken zu Gesicht bekommen würde und das sie selbst es war, die ihrem Körper schadete, konnte sie ihr auch nicht sagen, weil sie es nur schwerlich vor sich selbst zugab. Das Severus sie um den Verstand brachte, auch das sollte sie jetzt besser nicht erwähnen und schon wieder steckte Hermione in der gleichen Misere, wie einige Tage zuvor.

Wie machte Severus das bloß, dass er jeden anlügen konnte und nie in Frage gestellt wurde? Konnte es an seiner unausstehlichen Art liegen, die die meisten, die ihm auch nur auf paar Meter Entfernung zu nahe kamen, zu spüren bekamen?

„Ich muss zugeben, dass das mit dem Schweben, nicht ganz gelogen war. Nur dass er mir das natürlich nichtbeibringt, sondern das Levitieren. Er ist der Meinung, dass eine Hexe mit Höhenangst nur ein Klotz am Bein ist, bei jeder Schlacht.“ gab Hermione in einer zerknirschten Darstellung zu. Sie wurde definitiv besser im Lügen, nur wusste sie nicht, ob dies ein Umstand zum Jubeln war.

„Anscheinend ist er doch nicht so ein guter Lehrer, wie er immer tut.“ sagte Ginny nach einiger Zeit mit einem schiefen Lächeln auf den Lippen.

„Oder ich bin einfach keine gute Schülerin.“ meinte Hermione daraufhin nur.

„Oh Merlin, unsere Welt steht kurz vor dem Untergang, Hermione ist nicht in allem perfekt und sie gibt es auch noch zu!“ scherzte Ginny.

„Hattest du diese Erkenntnis nicht schon, als ich vor ein paar Wochen einen Trank mitsamt Klassenraum verdampft hatte?“

„Anfangs schon, bevor ich wusste, dass das alles nur ein abgekartetes Spiel war.“ lachte Ginny, als sie sah, wie Hermione versuchte schuldbewusst drein zu schauen.

„Es war nötig, Ginny, es sollten so wenige Leute, wie möglich wissen.“ Und wieder musste Hermione lügen, klar durften es ihre Mitschüler nie erfahren und selbst Harry und Ron hatten von der Wahrhaftigkeit ihres Trainings keinen blassen Schimmer. Doch vor Ginny hatte sie es nicht verheimlicht, weil sie die einzige war, die ihr anderes kleines Geheimnis kannte. Severus mal ausgenommen.

„Ich weiß, aber du musst mir eins versprechen, wenn ihr wirklich mal, irgendeinen geheimen Auftrag ausführen müsst, dann sagt mir bitte Bescheid. Ich möchte nicht irgendwann scherzend im Gemeinschaftsraum sitzen, während ihr euer Leben riskiert.“ bat Ginny.

Hermione schluckte, nicht einmal Severus gegenüber war sie so fair gewesen und erst jetzt merkte sie, wie verletzend, es wirklich war. Doch sie wusste nicht, ob sie dieses Versprechen je einhalten konnte und entschied sich wieder einmal für einen schlechten Kompromiss.

„Ginny.“ sagte Hermione und umfasste die warmen Hände ihrer Freundin, „hiermit verspreche ich dir, bei meiner Ehre als Hexe, wenn Harry und Ich unser Leben für die Zauberergesellschaft und zum Trotz gegen Voldemort riskieren, dann sagen wir dir vorher Bescheid.“

Dankbar umarmte Ginny Hermione. „So nun werde ich das gleiche Harry abverlangen. Sicher ist Sicher.“ scherzte Ginny und ließ Hermione wieder alleine.

Krummbein mauzte sie vorwurfsvoll an, als Hermione weiter mit ihren Übungen machte und bei diesem Versuch nicht einmal zehn Sekunden durchhielt, ihre Konzentration aufrecht zu halten.

* * *


Langsam aber sicher gewöhnte sich Hermione an das Gefühl auf Wolken zu gehen, auch wenn die Erinnerung an Severus sehr viel dazu beitrug.

Doch Severus war noch nicht ganz zufrieden, denn auf eine Sache konzentriert, nutzte es Hermione nicht wirklich was, zu schweben. Beide merkten, dass der Trainingseffekt, langsam ausgereizt war. Immerhin schaffte Hermione es mittlerweile eine halbe Stunde zu schweben ohne danach auch nur den Hauch eines Schwächeanfalls zu zeigen. Nur ihr dümmliches Grinsen, konnte man als eine Art Nebeneffekt betrachten und Severus hoffte nur, dass er nicht genauso aussah, wenn er an Hermione dachte.

Um sie durcheinander zu bringen, lief er in immer kleiner werdenden Kreisen um sie herum, ohne sie jedoch zu berühren. Eisern hielt er sich an sein eigenes Verbot und Hermione schien es bisweilen zu akzeptieren. Noch reichten ihr die Blicke, die sie sich während des Schulalltags zuwarfen. Auch hatte sie das Gefühl, dass Severus immer häufiger die Bibliothek aufsuchte, obwohl sie sich kaum vorstellen konnte, dass er irgendwelche Bücher, die er dringend zu brauchen schien, nicht selbst besaß.

Doch bei all ihren Begegnungen berührten sie sich nie.
Auch jetzt nicht, auch wenn seine Stimme schon allein ausreichte, um ihr unter die Haut zu gehen.

„Ich gebe dir jetzt die ultimative Gelegenheit jede Frage zu stellen, die du mir stellen willst und das beste daran, du wirst sogar eine Antwort erhalten.“ grinste Severus diabolisch, er wusste ganz genau, dass ihre Konzentration schon schwerlich ausreichte, ihre Augen offen zu halten ohne ihr Gleichgewicht zu verlieren.

Als sie ihn böse anfunkelte, schwankte sie schon leicht und er setzte noch eine kleine Bedingung hinzu. „Aber die Antwort bekommst du natürlich nur, wenn du dich noch in der Luft befindest.“

Und so stellte Hermione ihm die erste Frage die ihr in den Sinn kam. „Wie schaffst du es ständig so viele Leute zu belügen?“ brachte Hermione mühsam hervor und erntete von Severus ein anerkennendes Nicken.

„Es ist alles eine Frage der Übung.“ antwortete er ihr und erntete nur ein undamenhaftes Schnauben von Hermione. Er hätte wissen müssen, dass ihr diese Antwort nicht ausreichte.

„Wenn du lügen musst um zu überleben, dann kannst du es von ganz allein und irgendwann kannst du dann auch lügen, wenn es nicht hauptsächlich ums nackte Überleben geht.“

Die Erinnerung an Severus wurde schwächer, nur der Klang seiner Stimme, die ihren Geist sanft umschmeichelte, hielt Hermione noch in der Luft. Sie hatte keine Ahnung, ob es ihm in diesem Moment überhaupt bewusst war, doch irgendwie musste sie ihm am Reden halten.

„Was hat Lucius getan um wieder an Ansehen beim Dunklen Lord zu gewinnen?“

„Noch nicht sehr viel, doch der Dunkle Lord erwartet bald von ihm einen Teilsieg über unsere Seite .“

„Meinst du ob er die Suche nach der Prophezeiung aufgegeben hat?“

„Albus meint ja, vor allem weil diese ja im Ministerium zerstört worden ist.“

„Was denkst du?“, Hermione Stimme zitterte mittlerweile vor Anstrengung.

„Lucius war noch nie auf den Kopf gefallen. Der Plan Potter ins Ministerium zu locken, stammte damals von ihm. Deswegen wurde er auch so hart bestraft, nicht weil er den Plan schlecht ausgeführt hatte, sondern vielmehr, weil es sein Plan war, der für den Lord erst einmal alles zunichte gemacht hatte.“

Erstaunt riss Hermione ihre Augen auf und verlor ihr Gleichgewicht und schlug hart auf den Boden auf.
Ohne auf ihre schmerzenden Beine zu achten, hockte Hermione mittlerweile im Schneidersitz auf dem Boden und grübelte. Ihr Kinn lehnte in typischer Weise auf ihrem Handrücken und ihr Blick ging ins Leere, während sie die neuen Informationen versuchte ins Gesamtbild einzufügen.

Sie war immer davon ausgegangen, dass es Voldemorts Plan gewesen war, da er auch vorher schon in Harrys Kopf eingedrungen war. Immer hatte sie gedacht, dass das alles eine Art Vorbereitung gewesen wäre.

„Wann hatte Lucius den Plan ausgearbeitet?“ fragte sie Severus, der sie abwartend beobachtet hatte.

„Du bekommst die Antwort wenn deine Füße den Boden nicht mehr berühren.“

Bevor Hermione fragen konnte ob er gerade scherzte, setzte sie sich einfach auf seinen Sessel und zog ihre Beine angewinkelt auf die grün gepolsterte Sitzfläche. Ein herausfordernder Blick Richtung Severus, ließ seine Mundwinkel an Höhe gewinnen.

„Ich sollte wirklich lernen, in deiner Gegenwart auf meine Wortwahl zu achten.“

Beiden schoss sofort die Erinnerung an ihren ersten Kuss ins Gedächtnis und Hermione konnte im Gegensatz zu Severus nicht verhindern, dass sich ihr Gesicht mit einem Lächeln aufhellte.

Hermione räusperte sich und schenkte Severus all ihre noch vorhandene Aufmerksamkeit und beobachtete, wie er grübelnd durch sein Wohnzimmer schritt.

„Wenn ich mich nicht irre, so kam ihm die Idee, erst ein paar Wochen vor dem Einbruch ins Ministerium, danach dauerte es noch einmal ein paar Tage, bevor er den Dunklen Lord mit einweihte. Doch warum interessiert dich das so?“

Hermione legte ihren Kopf schief, sie hatte selbst keine Ahnung, warum sie diese Information so fesselte.
„Ich dachte einfach immer, dass der Überfall schon seit Beginn unseres fünften Schuljahres vom Dunklen Lord
geplant gewesen war.“

„Eingebrochen war der Dunkle Lord ja schon früher, bloß der Einfall Harry eine Falle zu stellen, der kam von Lucius. Dem Dunklen Lord, war es am Ende egal, wie es passieren sollte. Sein größter Wunsch war damals die Prophezeiung.“

„Und du glaubst, dass er diesen jetzt einfach begraben hat?“ fragte Hermione.

Das war eine Frage auf die er keine Antwort wusste. Die Prophezeiung war ihm wichtig, doch sie wurde zerstört. Gierte er noch nach der Prophezeiung oder trauerte er ihr einfach nur nach? Er wusste es nicht. Doch was er wusste war, dass man den Dunklen Lord nicht unterschätzen durfte, Irrsinn hin oder her. Beim ihm traf es leider zu, dass Genie und Wahnsinn ganz nah beieinander lagen und er wusste nur all zu gut, dass Lucius ihm in der Hinsicht, in nichts nachstand. Abgesehen davon, das bei Lucius noch alle Besen im Besenschrank standen.

Unsicher wie er nun ihre Frage beantworten sollte, wählte er eine elegante Lösung, um vorerst ihr der Antwort schuldig zu bleiben.

„Dürfte ich dir nun eine Frage stellen?“ bat er in seinem tiefsten Bariton, der Hermione alles vergessen lies. Außer dem Umstand, dass sie nach dieser Stimme süchtig war und sie sich nach ihm verzehrte.

Daher nickte sie nur, unfähig ein Wort über ihre Lippen zu bekommen, aus Angst, sich fürchterlich zu blamieren.

„Was für ein Gefühl ist es, seine Angst zu überwinden?“

Im ersten Moment wusste Hermione nicht genau, worauf Severus hinaus wollte. Doch dann dämmerte es ihr und sie musste ihm Recht geben. Ohne es bemerkt zu haben, war sie nicht nur zu einer Spielfigur geworden. Nein, sie hatte auch eigenständig in die fortlaufende Handlung mit eingegriffen, sie war Teil dieses Spiels geworden, befand sich mittendrin und hatte den Großteil ihrer Angst, irgendwo am Eingang vergessen.

„Es ist gruselig.“ flüsterte Hermione.

Severus lachte. „Kluge Antwort.“

* * * * * * * *

Wie hat es euch gefallen?

Vielen lieben Dank an meine tolle Beta eule20 und an meine zwei fleißigen Reviewschreiber. An alle anderen, ich beiße nicht^^.

NicoleSnape: ja Hermione hat es geschafft^^, unsere kleine Streberin und die zweite Frage wird nächste Woche beantwortet^^

tymalous: danke für den Tipp^^und ich hoffe mal, dass bei den nächsten Kapiteln vielleicht mal mehr Rückmeldungen kommen. Freue mich, dass es dir immer noch gefällt^^.

Große Packung Plätzchen für die Reviewschreiber rüberschieb und eine Sahnetorte für eule20^^

das nächste Kapitel trägt den Namen *scroll* *scroll* Anderes Spiel, andere Regeln.

bis dahin wünsch ich euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit^^


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