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Fanfiction

Jemand sagte mir, dass Sie mich lieben - Frühstücksei und Feuerwhiskey

von Aletheia

„Verdammt Mine, du gehst jetzt sofort in den Krankenflügel! Was muss denn noch passieren, bevor du dir etwas Ruhe gönnst?“
Harry tobte regelrecht, als Hermine leichenblass zur nächsten Unterrichtsstunde erschien.
„So bleich wie du bist, machst du sogar dem Frettchen Konkurrenz.“ mischte sich nun auch Ron ein, wenngleich er seine Stimme senkte, als er merkte, dass die anderen Schüler bereits neugierig zu ihnen sahen.
Doch Hermine schüttelte nur mit zusammen gekniffenen Lippen den Kopf und setzte sich ohne ein Wort zu sagen auf ihren Platz. Für weitere Argumente von Harry und Ron war sie nicht zugänglich und ignorierte sie vollkommen, sodass die beiden es irgendwann aufgaben ihr ins Gewissen reden zu wollen.

„Miss Granger? Können Sie etwas zu diesem Thema beitragen?“
Professor McGonagall sah auffordernd zu ihrer besten Schülerin, die still auf ihrem Platz saß und sich noch kein einziges Mal in dieser Stunde gemeldet hatte. Das war ungewöhnlich.
Erst jetzt bemerkte die Angesprochene, dass sie gemeint war und blickte zu ihrer Lehrerin hoch.
„Ich, ähm, Professor…“ stotterte Hermine hilflos und war den Tränen nahe.
Sie passte doch sonst immer so gut im Unterricht auf, doch heute wanderten ihre Gedanken immer wieder zum Nachsitzen am heutigen Abend und der Ohrfeige, die sie ihrem Professor gestern verpasst hatte.
„Miss Granger! Sie sehen ja schrecklich aus! Sie sollten unbedingt auf die Krankenstation gehen und sich auskurieren. Und zwar sofort!“
McGonagall schien wirklich besorgt zu sein und duldete nicht den kleinsten Protest, als Harry die Sachen seiner besten Freundin zusammen packte und sie in den Krankenflügel brachte.
„Harry, ich will nicht. Mir geht es gut, ich bin nur etwas überarbeitet.“ versuchte Hermine ihn zu überzeugen, als sie bereits die Tür zu Madam Pomfreys Reich sahen.
„Gerade deswegen brauchst du jetzt etwas Ruhe. Bitte Mine.“
Harry sah sie flehend an und sie nickte stumm, wusste, dass er nicht eher aufgeben würde, bevor er sie nicht in sicheren Händen wusste.
Niedergeschlagen ließ sie zu, dass Harry Madam Pomfrey erklärte, warum sie hier waren und was ihr fehlte.
Er schenkte ihr noch einen letzten aufmunternden Blick, dann wandte er sich um und verschwand aus dem Krankenflügel.

Nur wenige Minuten später befand sich Hermine bereits in einem der Betten und hatte einen Aufpäppelungstrank genommen, wie Madame Pomfrey ihre eigene Mischung liebevoll nannte. Sie merkte, wie die Wirkung einsetzte und ihr langsam die Augen zufielen.
„Madam Pomfrey?“ fragte sie schwach und diese eilte sofort zum Bett ihrer Patientin.
„Miss Granger?“
„Würden Sie mich nachher wecken? Ich muss noch zum Nachsitzen.“
Ihren Lippen entkam nur noch ein Murmeln, ehe sie ganz ins Reich der Träume entschwand. Dass Madam Pomfrey sie mitleidig ansah, bemerkte sie schon gar nicht mehr.

Severus lief unruhig in seinem Büro auf und ab und war kurz vorm Explodieren.
Was bildete sich diese kleine Göre eigentlich ein? Es war bereits fünf Minuten nach sieben, und noch immer war sie nicht bei ihm erschienen. Die „Einladung“ war doch deutlich genug gewesen!
Severus‘ Faust knallte auf den Tisch und er starrte grimmig die Tür nieder.
Wenn sie nicht innerhalb der nächsten Minute bei ihm angetanzt kam, würde sie etwas erleben, was sie ihr Leben lang nicht wieder vergessen würde!
Doch die Minute verging, ohne dass Granger zum Nachsitzen erschien.
Jetzt reichte es! Das würde sie büßen!
Schwungvoll stieß er die Tür auf, knallte sie hinter sich zu und machte sich dann mit stürmendem Schritt auf den Weg zum Gryffindorturm.
Ein erschrecktes Keuchen ging durch den Gemeinschaftsraum der Löwen, als sich Severus bedrohlich im Eingang aufbaute. Das fing doch schon gut an.
„Wo ist Granger?“ zischte er dann und sein eiskalter Blick traf Potter.
„Im Krankenflügel, Sir. Es ging ihr nicht so gut.“
Deswegen kam sie also nicht. Granger war nicht der Typ, der sich verspätete, geschweige denn nicht zum Nachsitzen erschien. Selbst wenn sie sich gestern einen kleinen Fauxpas erlaubt hatte, war sie noch immer eine Gryffindor, die nicht davor zurück schreckte sich mit ihm anzulegen. Der hochgelobte Gryffindormut.
Was für ein Schwachsinn!
„Richten Sie ihr aus, dass ich sie in meinem Büro erwarte, sobald sie den Krankenflügel wieder verlässt.“
Sie würde trotzdem nicht um ihren Besuch bei ihm herum kommen.
„Natürlich Professor Snape.“
Mit einem knappen Nicken und einem letzten finsteren Blick wandte er sich wieder ab und ließ einen erstarrten und totenstillen Gemeinschaftsraum zurück.

Es war die erste Nacht seit langem, die Hermine durchgeschlafen hatte. Ausgiebig streckte sie sich, ehe sie langsam die Augen öffnete und sich verwirrt umblickte.
Wo war sie? Wieso war sie nicht im Mädchenschlafsaal?
Eine hohe Decke, große Fenster, grüne Stellwände – die Krankenstation?
Die Erinnerung durchzuckte sie wie ein Blitz und sie sah panisch auf ihre Armbanduhr.
Nein! Das konnte nicht sein! Das DURFTE nicht sein! Sie hatte tatsächlich das Nachsitzen mit Snape verschlafen!
Panisch schwang sich Hermine aus dem Bett und stand auf. Schwindel überkam sie und ließ sie sich wieder aufs Bett setzen.
„Miss Granger, Sie brauchen Ruhe!“ hörte die junge Hexe auch schon die tadelnde Stimme von Madam Pomfrey, welche ihr einen missbilligenden Blick zuwarf.
„Also Marsch wieder ins Bett.“
Jeder in Hogwarts wusste, dass man sich den Befehlen der Medihexe besser nicht widersetzte. Auch Hermine bildete da keine Ausnahme. Wenn sie sich jetzt sträubte, würde sie nur noch länger im Krankenflügel festsitzen. Ergeben ließ sie sich also wieder in die weichen Kissen zurück sinken und war schon Minuten später wieder eingeschlafen.

Es war nun der zweite Abend in Folge, dass Granger nicht kam.
Schon den ganzen Tag war sie nicht zum Essen erschienen, nicht mal seinen Unterricht hatte sie besucht. Es bedurfte nur weniger belangloser Worte und er erfuhr durch Minerva, dass ihre Lieblingslöwin noch immer auf der Krankenstation verweilte.
Da hatte es Granger ja ganz schön erwischt, wenn sie dafür den Unterricht links liegen ließ.
Kopfschüttelnd wandte sich Severus von seinem Schreibtisch ab und betrat seine Privaträume durch die Verbindungstür zu seinem Büro. Wie weit war er schon gesunken, dass er sich um jemanden wie Granger Gedanken machte?
Granger, die nichts weiter war als eine neunmalkluge, besserwisserische, unattraktive und gryffindorsche Göre, noch dazu beste Freundin von Ich-habe-überlebt-und-werde-euch-alle-retten-Potter und dem nichtsnutzigen Wiesel.
Nun gut, dass sie unattraktiv sei, war gelogen. Gedanklich strich Severus diesen Punkt auf seiner Liste, eher er erneut mit dem Kopf schüttelte.
Verdammt nochmal! Seit wann interessierte es ihn, ob eine Schülerin attraktiv war oder nicht? Sie war immer noch seine Schülerin, eine Schutzbefohlene, wenngleich er diesen Punkt manchmal nur zu gern vergessen würde, um ihr einen Fluch auf den Hals zu hetzen, damit sie ihr vorlautes Mundwerk hielt.
Oder um Potter endlich los zu sein, noch bevor der Dunkle Lord ihn erwischte, fügte er gedanklich leiser hinzu, verwarf dies allerdings schnell wieder, als er merkte, wie köstliche Erregung in ihm aufstieg.
Potter jeden Tag sehen zu müssen, wie er auf den Fluren von Hogwarts herum stolzierte, ließ Severus überkochen. Nur ein einziger Satz bildete sich wieder und wieder in seinem Kopf heraus: Genau wie sein Vater.
Ihm in die Augen sehen zu müssen, war eine Qual.
IHRE Augen zu sehen, konnte er kaum ertragen. Noch dazu in einem Gesicht, das seinem ärgsten Widersacher auf das Haar glich.
Als Severus sich bewusst wurde, in welche Richtung seine Gedanken wieder abgedriftet waren, versuchte er das Bild von Lily aus seinem Kopf zu verdrängen. Zu schmerzhaft waren die Erinnerungen an sie, an sie, die er verloren hatte.
Mit einem Schlenker seines Zauberstabes erschien ein Glas Feuerwhiskey, was er in einem Zug leerte. Für heute hatte er genug Gedanken an Dinge verschwendet, die besser vergessen blieben.
Einige Feuerwhiskey später hatte er Lily erfolgreich beiseitegeschoben. Stattdessen tauchte Grangers Gesicht vor seinem inneren Auge auf, was ihn nur noch mehr des scharfen Getränks in seine Kehle kippen ließ.

Als Hermine an diesem Morgen wach wurde, wusste sie, wo sie sich befand. Hatte sie die Nacht zuvor durchschlafen können, so waren die Schlafstörungen in dieser Nacht wieder zurückgekehrt.
Vorsichtig setzte sie sich auf und sah sich um.
Madam Pomfrey war nirgends zu entdecken, doch das war lediglich eine Frage der Zeit, bis sie nach ihren Patienten sehen würde. Beziehungsweise ihrer Patientin, denn Hermine war die Einzige, die sich zurzeit im Krankenflügel aufhielt.
Ihr Blick fiel auf das Tablett neben ihrem Bett, welches mit allerhand Sachen vom Frühstück bedeckt war. Eigentlich hatte sie gar keinen Appetit, doch sie gab dem Drängen und Knurren ihres Magens nach und machte sich über das Frühstück her.
„Ah, Miss Granger. Wie ich sehe, geht es Ihnen besser?“
Hermine blickte auf und musste bei Madam Pomfreys forschem Blick lächeln.
„Ja, vielen Dank. Ich fühle mich gut und denke, ich bin bereit den Krankenflügel zu verlassen.“ deutete Hermine bereits ihren Wunsch an und hoffte, dass er ihr erfüllt wurde.
„Ich möchte Sie gern noch abschließend untersuchen, danach dürfen Sie gehen.“
Hermine erwiderte das knappe Nicken, ehe sie die Schale des gegessenen Frühstückseis auf das Tablett legte und sich dann für die abschließende Untersuchung bereit machte.

Eine halbe Stunde später war die junge Gryffindor auf den Weg in den Gemeinschaftsraum.
Bereits die zweite Unterrichtsstunde hatte begonnen, sodass ein Zuspätkommen ihr eher Punkte kosten, als Wissenszuwachs einbringen würde. Ihr blieb also noch ausreichend Zeit um schnell zu duschen und ihre Sachen für den Nachmittagsunterricht zusammen zu suchen.
Als sie in Gedanken ihren Stundenplan durchging, stockte sie und blieb plötzlich auf den Treppen stehen. Ihr erster Unterricht an diesem Tag war, wie sollte es auch anders sein, Zaubertränke! Sie hatte tatsächlich den Unterricht von Snape verpasst!
Er würde wissen, dass sie heute entlassen worden war, doch es würde ihn nicht interessieren, dass sie erst nach seinem Unterricht den Krankenflügel verlassen durfte. Warum kam es eigentlich immer noch schlimmer, als es eh schon war?
Mit Grausen dachte sie daran, dass sie das Nachsitzen verpasst hatte. Was auch immer er sich für den eigentlichen Nachsitztermin ausgedacht hatte, jetzt würde es noch schlimmer kommen.
Bevor Hermines Magen erneut rebellieren konnte, verdrängte sie diesen Gedanken vorerst und beschleunigte ihre Schritte. Eine heiße Dusche war genau das, was sie jetzt brauchte. Danach würde sie sich besser fühlen. Das hoffte sie zumindest.

Severus hatte schon des Öfteren abends ein oder zwei Gläser Feuerwhiskey zu viel getrunken, allerdings hatten diese bisher nie derartige Kopfschmerzen verursacht, wie er sie heute hatte. Seine Laune war noch miserabler, als den Tag zuvor.
Sie besserte sich auch nicht, als er daran dachte, dass er in der ersten Stunde die siebte Klasse Gryffindors und Slytherins hatte. Wann hörten diese Kinder endlich auf sich mit Lächerlichkeiten das Leben schwer zu machen und wurden erwachsen?
Vermutlich viel zu früh, gab sich Severus selbst die Antwort. Der Krieg würde sie noch alle eher erwachsen werden lassen, als sie es wollten. Doch darüber wollte er jetzt nicht nachdenken. Dazu brummte ihm zu sehr der Kopf, was ihn dazu veranlasste, das Frühstück ausfallen zu lassen.
Dass er noch finsterer dreinblickte als normal, bemerkten auch seine Schüler, die sich tief duckten, als er in den Klassenraum gestürmt kam.
„Sie werden heute Veritaserum brauen. Das Rezept dafür finden Sie in Ihrem Buch. Anfangen.“ bellte er seine Anweisungen und blickte über die angstvollen Gesichter der ältesten Schüler der Schule, wenngleich Severus jedes Mal wieder dachte, dass diese furchtsamen Gesichter ebenso den Erstklässlern gehören könnten. In all den Jahren hatte sich zumindest auf diesem Gebiet nichts geändert.
Ebenso wenig wie die sieben Schuljahre nichts an der Dummheit oder Inkompetenz der jungen Hexen und Zauberer geändert hatte. Aus diesem Grund wusste er, dass er am Ende der Stunde wieder alle angefangenen Tränke wegkippen konnte, weil es nicht annähernd einer geschafft hatte, den Anweisungen im Buch zu folgen.
Was daran so schwer sein sollte, war ihm ein Rätsel.
Sein Blick huschte zu Grangers Platz. Er war leer. Sie war also immer noch auf der Krankenstation. Ob sie ahnte, was ihr blühte, dass sie so lange wegblieb? Normalerweise versuchte sie doch so wenig wie möglich zu fehlen.
Sich weiter mit ihr beschäftigen, konnte er nicht, denn Longbottoms Kesselinhalt fing an gefährlich zu brodeln.
„Longbottom!“
Severus‘ Stimme dröhnte durch den Raum, bevor er schnellen Schrittes vor dem Kessel stand und dessen Inhalt verschwinden ließ.
„Ich hoffe Sie sind sich darüber im Klaren, dass Sie fast die ganze Schule in die Luft gejagt hätten!“
Er war unerbittlich, was Schlamperei in seinem Unterricht anging.
„Sir, Professor…“ begann Longbottom hilflos, wurde von Severus aber rasch unterbrochen.
„Sie werden heute Abend um sieben Uhr genug Zeit haben um diesen Trank erneut zu brauen. Dann hoffentlich ohne, dass Sie alles in die Luft jagen! Und nun verschwinden Sie!“
Es bereitete dem Zaubertrankmeister Genugtuung zu sehen, wie Longbottom noch mehr in sich zusammen sackte.
„Natürlich, Professor Snape.“ murmelte der Gryffindor und beeilte sich aus dem Raum zu kommen, ehe er noch mehr Strafarbeiten aufgebrummt bekam.
„Ich habe Ihnen nicht gesagt, dass Sie aufhören sollen!“ zischte Severus und ließ seinen missgelaunten Blick über seine Schüler wandern, die sofort wieder eifrig an ihrem eigenen Zaubertrank arbeiteten.
Das würde Granger nur noch viel mehr bereuen, dass sie ihm Longbottom ohne ihre Hilfe aussetzte. Wenn sie da war, bestand zumindest nie die Gefahr, dass komplett alles schief lief. Aber ohne ihre geflüsterten Ratschläge, von denen sie dachte, er würde es nicht merken, war Longbottom eine einzige Katastrophe.
Es wurde Zeit, dass Granger zu spüren bekam, mit wem sie sich angelegt hatte.


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