
von GinnyPotter3
Es war Herbst geworden. Über die vielen bunten Blätter, die auf dem Boden verstreut waren, lief eine junge Frau. Sie war Anfang 20, hatte braune, schulterlange Haare und blaue Augen.
Endlich schien sie sich einem Ziel zu nähern, denn sie verlangsamte ihr Tempo.Vor einem großen Haus blieb sie stehen und klopfte an die Eingangstür.
„Passwort?“
„Phönixfeder.“
„Zeige dich!“ Ein Zauberstab wurde auf die junge Frau gerichtet.
„Mein Name ist Charlize Helena Vance, genannt Charly, 20 Jahre alt und Heilerin. Mein Patronus ist ein Adler und -.“
„Charly!“, rief eine neue Stimme. „Endlich!“
Emmeline Vance drängelte sich vorbei und umarmte ihre Schwester.
„Schon gut, Alice. Du kannst den Zauberstab senken. Sie ist es.“
„Woher willst du das wissen?“ Alices Zauberstab zeigte immer noch drohend auf Charly.
„Ein Todesser hätte nicht ihren zweiten Vornamen benutzt.“
Damit schien das Gespräch für Emmeline beendet. Sie wandte sich wieder an Charly: „Lass' uns gehen! Du bist gerade noch rechtzeitig gekommen. Wir wollten gerade anfangen!“
Alice senkte nun doch ihren Zauberstab und die drei Frauen begaben sich in das Wohnzimmer des Hauses.
Dort angekommen, sahen sie viele Menschen an einem langem, großem Tisch sitzen.Es herrschte eine unangenehme Stille, obwohl der Raum eigentlich mit seinem hellen Farben und großen Fenstern sehr freundlich und einladend wirkte.
Ein Mann, der recht alt schien und seinen langen, weißen Bart fast in den Gürtel stecken konnte, sah auf: „Charlize! Schön, dass du da bist. Setz' dich doch bitte.“
Charly kam dieser Aufforderung nach und nahm zwischen Alice und Emmeline Platz.
„Es freut mich sehr, dass ihr heute alle so zahlreich erschienen seid. Besonders, wenn man die Ereignisse der letzten Woche betrachtet. Ich möchte euch nun bitten aufzustehen und eine Schweigeminute für die Verstorbenen, Susan Edwards und Brian Macmillan, einzulegen.“
Seine Augen hinter den halbmondförmigen Brillengläsern spiegelte die Trauer wieder, die jeder Anwesende fühlte. Susan Edwards und Brian Macmillan waren sehr beliebt und angesehen in der Zauberergemeinschaft gewesen.
„Setzt euch bitte wieder. Ich habe heute den Orden des Phönix einberufen, um die nächsten Schritte zu besprechen. Voldemort (an dieser Stelle erschauderte etwa die Hälfte der Anwesenden) wird, denke ich, in nächster Zeit einige wichtige Information aus den Reihen des Zaubereiministeriums bekommen.-“
„Und um welche Informationen handelt es sich dabei?“, fragte ein gelangweilt aussehender junger Mann mit schwarzen Haaren, die ihm elegant ins Gesicht fielen.
„Sei doch nicht immer so ungeduldig!“, antwortet Charly.
„Fahren Sie fort, Professor!“
„Wir müssen wachsam bleiben und die Informationen des Ordens geheim halten.“
Wieder unterbrach Dumbledore sich; diesmal, weil eine Phönixfeder mitten auf dem Tisch auftauchte.
Ein Murmeln ging durch die Reihen.
„Eine Warnung“, flüsterte Emmeline ihrer Schwester zu.
Plötzlich erschien noch ein Patronus, der wie ein Luchs aussah:
„Brauchen dringend Verstärkung, Muggle werden angegriffen.“
„Sag mal, Charly, war das nicht Amélies Patronus?“
Charly nickte: „Sie hat heute doch eigentlich auch kommen wollen. Kommt!“
Hastig sprangen alle auf. Charly vorneweg.
„Sie ist in der Davison Road, East Bridgeford.“
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