
von GinnyPotter3
(A/N):Es tut mir wirklich Leid, dass ihr solange auf dieses Kapitel warten musstet. Dieses Kapitel ist noch sehr unspektakulär, wie ich persönlich finde, allerdings dient es zur Vorbereitung auf das „kommende Jahr“ 1979, in dem einiges passieren wird.Ich wünsche euch nun ganz viel Spaß beim Lesen.
Die Tage zogen sich dahin. Auf einem Ordenstreffen folgte das nächste, ohne dass etwas Bedeutendes geschah. Charlys Ausbildung zur Heilerin forderte ebenfalls immer mehr Zeit.
Ehe sie sich versah,war es Dezember geworden und fast das ganze Land war weiß geschmückt.
Wieso die Menschen die meisten Verwünschungen an Weihnachten hatten, war Charly schleierhaft. Wie jedes Jahr musste sie an Weihnachten den Dienst übernehmen und auch dieses Jahr waren einige Besonderheiten dabei: Zuerst kam ein kleines Kind mit Engelsflügeln, dann eine Frau, die immerzu in einem Buch lesen musste und die Augen von dem Buch gar nicht abwenden konnte, eine andere Frau, die immer auf einer Harfe ein Lied vortragen musste und schließlich ein junger Mann mit beißenden Schuhen.
Kaum lag Weihnachten hinter ihr, kam das letzte Ordenstreffen des Jahres auch immer näher.
Der Treffpunkt war wieder Frank und Alice Longbottoms Haus.
Das Wohnzimmer war immer noch weihnachtlich geschmückt. An den Türen hingen Mistelzweige. Ein kleiner Tannenbaum, mit roten und silbernen Lametta und echten Feen verziert, stand in einer Ecke. Auf dem großen, dunklen Holztisch stand ein Blumengesteck, welches mit getrockneten Orangen, Zimtstangen und Nelken dekoriert war. Im Kamin, über dem Stechpalmen und Girlanden hingen, prasselte munter ein Feuer.
Viele Ordensmitglieder unterhielten sich und tauschten, meist lustige, Erzählungen über ihr Weihnachtsfest aus.
Schließlich kam Dumbledore in einem wehenden, kaminroten Umhang herein. Hinter ihm lief Alastor Moody, der die Tür krachend ins Schloss fallen ließ.
Sofort breitete sich eine Stille über die Anwesenden aus.
Dumbledore blickte in die Runde und ließ sich auf dem Stuhl am Ende des Tisches nieder.
„Ich begrüße euch zum letzten Treffen in diesem Jahr. Ich hoffe, dass ihr alle ein schönes Weihnachtsfest gehabt hattet.“
„Du-weißt-schon-wer und seine Todesser waren aber auch erstaunlich ruhig über die Feiertage“, rief Benjy dazwischen.
„Sie haben wohl auch Weihnachten gefeiert“, merkte Fabian an. Einige schmunzelten, doch Dumbledore fuhr fort als sei er nie unterbrochen worden:
„Ich habe erfahren, dass Voldemort -“- einige zuckten an dieser Stelle zusammen oder keuchten auf - „- plant das Ministerium zu übernehmen. Nachdem die Erpressung des Ministers missglückt ist, wird er es heimlich versuchen. Er wird die Zauberer und Hexen, die ihm nicht freiwillig folgen, erpressen und verhexen. Aber er wird es nicht nur mit seinen Todessern allein gegen das Ministerium versuchen. Er wird sich weitere Gefolgsleute suchen. Geschöpfe, die wir zu unterdrücken versuchen, werden ihm bereitwillig folgen.“
„Was können wir dagegen tun?“, fragte Alice.
„Wir müssen die Zauberer und Hexen unseres Landes warnen und ihnen Schutz bieten. Die Haltung des Ministeriums lässt es nicht anders zu. Der Minister sieht in den Todessern wenig Gefahr und glaubt, dass die Auroren sie aufhalten können.“ Moody schnaubte laut auf.
„Jedoch“, sagte Dumbledore und blickte ernst in die Runde, „müssen wir auf der Hut sein und uns genau überlegen, wem wir unser Vertrauen schenken.“
Danach teilte er verschiedene Leute für Wachdienste ein, ermahnte alle zur Vorsicht und verabschiedete sich.
Kaum hatte Dumbledore den Raum verlassen, fingen alle mit ihren Sitznachbarn an zu diskutieren. Erst als Moody mit seiner Faust auf den Tisch hämmerte, ebbten die Gespräche langsam ab.
„Ich habe hier noch einige Pläne über die Gebäude, die ihr beobachten sollt. Seht sie euch in Ruhe an!“
Viele standen auf, um die Pläne besser sehen zu können.
„Ist das nicht das Zaubereiministerium?“, fragte Frank und deutete auf ein Pergament direkt vor ihm, „Wo hast du denn diese Pläne her?“ Moody knurrte nur kurz. „Weitere Fragen?“
Schließlich sammelte er die Pergamente mit einem Schlenker seiner Zauberstabes ein und ließ sie verschwinden.
„Die Versammlung ist beendet!“, fügte Moody hinzu und machte sie auf dem Weg zur Tür.
Die anderen Mitglieder erhoben sich ebenfalls und verabschiedeten sich.
Charly saß mit Amélie und Fabian noch am Tisch und diskutierten über Moody's Pergamente:
„Ich bin der Meinung, dass Moody sie geklaut hat. Er ist ganz schön gerissen, müsst ihr wissen“, sagte Fabian.
„Aber er ist doch ein Auror und einer der Besten, den das Ministerium derzeit hat“, wandte Amélie ein.
„Das ist eine Grund, aber kein Hindernis“, gab Charly zu bedenken, „Wahrscheinlich hat er sich die Pläne nur“- Charly suchte kurz nach einem Wort- „ ausgeliehen.“
Fabian lachte: „So kann man es auch nennen.“
In diesem Moment trat James an sie heran. Alle drei verstummten und blickten ihn an. „Hier, für euch“, meinte James und drückte jedem eine Pergamentrolle in die Hand. „Ähm, danke“, sagte Charly, „und was ist das?“
James grinste: „Eine Einladung zur legendären Silvesterparty der hochwohlgeborenen Herren Rumtreiber.“
Amélie sah James prüfend an. „Womit haben wir das verdient?“
James zog eine Augenbraue hoch. „Wenn du sie nicht haben willst, Scott,...“
Er beugte sich vor um Amélie die Einladung wieder zu entwenden, doch sie zog sie näher an sich.
„Dacht' ich's mir doch!“, grinste James und verschwand wieder.
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