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Fanfiction

Slytherin Stolz und Gryffindor Vorurteil - Ein ereignissreicher erster Tag

von Weltenwandlerin

„Und wie sieht dein Stundenplan aus?“, fragte Laurie und warf einen Blick hinüber zu Reg. Sie hatten gerade die Pläne ausgeteilt bekommen und sie hatte dabei Gelegenheit gehabt, Professor Slughorn kennenlernen zu dürfen. Er schien ihr auf den ersten Blick ziemlich merkwürdig zu sein.
Regs Stundenplan sah deutlich voller aus als ihrer, denn immerhin war dieses Jahr sein ZAG Jahr.
„Ganz ok, oder? Man, ich wünschte ich hätte die ZAGs auch schon rum“, seufzte Reg. Auch wenn er äußerlich völlig gelassen wirkte, merkte Laurie an seinem Tonfall, dass er sich Gedanken machte.
„Das schaffst du schon. Da bin ich überzeugt. Und außerdem hast du ja jetzt eine Freundin, die älter ist und dir ein paar weise Ratschläge geben kann“, erklärte sie mit einem beruhigenden Grinsen und klopfte ihm auf die Schulter. Reg sah sie dankbar an und das Gefühl, welches sie schon gestern gehabt hatte, verstärkte sich: So sicher er sich auch gab, hatte der Junge eindeutig ein Problem mit seinem Selbstvertrauen. Vielleicht weil er einen so viel attraktiveren und umschwärmteren Bruder hatte, der außerdem aus irgendwelchen Gründen nichts von ihm wissen wollte? Laurie verspürte ein Bedürfnis Reg zu helfen, denn er war immerhin der Erste gewesen, den sie in Hogwarts kennengelernt hatte, was ihn irgendwie zu etwas Besonderem machte. Abgesehen davon war er nett.
So langsam leerte sich die Halle und Laurie sah sich etwas verloren um.
„In welche Richtung muss ich denn?“, fragte sie Reg, welcher sich ebenso wie sie über die Bank schwang und schon in Richtung seiner ersten Klasse laufen wollte.
„Da vorne den Korridor und dann Richtung des Kerkers und… ach weißt du was? Häng dich einfach an Severus, der geht garantiert auch in Zaubertränke. Der mit den langen schwarzen Haaren“, fing Reg an zu erklären und wies schließlich auf einen Jungen, der schon eifrig davoneilte.
Laurie legte einen kleinen Sprint hin und war froh, dass ihre Stiefel gut saßen, bis sie den Jungen am Ende der großen Halle eingeholt hatte.
„Hey!“, rief sie, um ihn zum Anhalten zu bringen. Was erstmal nicht funktionierte. „…Severus?!“, schob sie etwas unsicherer hinterher. „Zeigst du mir den Weg zu Zaubertränke?“
Sie fand niemals heraus, ob er geantwortet hätte, denn in diesem Moment tauchten von der Seite zwei nur zu bekannte Gestalten auf.
„Hey Huntington“, grüßte Sirius mit einem eigenartigen Grinsen auf den Lippen. Seit wann sprach er wieder mit ihr?
„Heee… Schniefelus. Wie unhöflich, nicht zu antworten, wenn eine Dame ruft“, wandte sich James währenddessen oberlehrerhaft an den davonlaufenden Severus. Dieser drehte sich plötzlich blitzschnell um, doch bevor er noch einen weiteren Schritt machen konnte, hatte Sirius seinen Zauberstab erhoben und rief „Petrificus Totalus“. Severus erstarrte und schlug mit einem unerfreulichen Geräusch gegen die Wand.
Laurie wandte sich sprachlos um. Zauberei auf den Gängen?!
James grinste Sirius mit erhobenem Daumen zu und wandte sich dann wieder an Severus:
„Siehst du, ist doch gar nicht zu schwer zu warten, bis sie hinterher kommt.“
„Aber das ist nicht länger nötig. Die Rumtreiber, heldenhafte Retter in der Not sind gekommen. Dürfen wir dir den Weg weisen?“, fragte Sirius und hielt ihr seinen Arm unter die Nase. James grinste dazu und deutete eine Verbeugung an:
„Pünktlich zur Rettung der holden Maid aus der Gefahr akuter Verschleimung“, setzte er hinzu.
„Ihr spinnt doch. Alle Beide!“, erklärte Laurie kühl und zeigte ihm einen Vogel, bevor sie sich abwandte und weiter den Gang entlang lief, an dessen Anfang sie standen.
„Finite Incantatem“, sagte sie mit einem beiläufigen Schlenker ihres Zauberstabes, als sie an Severus vorbeiging.
Dieser rührte sich wieder und stürzte davon den Gang entlang außer Sicht. „Bitte, gern geschehen! Und vielen Dank für's Wegweisen“, fauchte ihm Laurie hinterher und stolzierte dann weiter.
Sie ignorierte die lachenden beiden Jungs hinter sich, wie sie sich weiterhin über Severus amüsierten und stakste stur gerade aus, bis sie erneut einen Ruf hörte: „Hey… Huntington. Du gehst in die falsche Richtung.“
Na toll! Genervt blieb sie stehen und entdeckte, als sie sich umdrehte, dass Sirius und James vor einer Treppe standen, die in Richtung der Kerker herunterführte.
Schwungvoll warf sie den Kopf herum, drehte sich und wanderte zurück, wiederum an den nun unverhohlen grinsenden Rumtreibern vorbei, die ihr den Vortritt ließen.
Endlich hörte sie Stimmgewirr und sah schließlich auch die Tür, welche in einen Kerkerraum führte, in dem schon ein dutzend Feuer brannten und nur darauf warteten, ihre Kessel zu erhitzen.
Severus war der einzige, der schon im Raum war, abgesehen von Professor Slughorn, der seinen prächtigen Bauch auf dem Schreibtisch abgelegt hatte und mit glänzendem Gesicht in den Raum schaute. Sirius und James wandten sich an den Tisch möglichst am anderen Ende des Raumes wie Severus. James konnte es jedoch nicht lassen und flüsterte noch ein: „Snivellus, ein Wunder, dass du überhaupt versteinert wurdest. Hätte gedacht das Fett in deinen Haaren müsste ausreichen das zu verhindern!“ Sirius lachte bellend auf.
Laurie schüttelte den Kopf. So einfallsreich war der Kommentar nun wirklich nicht gewesen. Sie blieb ein wenig abwartend stehen und wurde auch sogleich von Slughorn bemerkt.
„Laurelinda, meine Liebe. Wie schön, Sie im Zaubertränke Unterricht zu haben. Sagen Sie bloß, Sie haben das Talent von ihrem Onkel, dem großen Braumeister Arsène Huntington geerbt?“, begrüßte er sie mit einem begeisterten Wortschwall und geleitete sie zu einem Platz an dem Tisch, an welchem bereits Severus stand.
„Severus Snape, einer meiner besten Zaubertrankstudenten aller Zeiten“, erklärte Slughorn weiter, ohne eine Antwort von ihr abzuwarten. Sie wusste auch nicht recht, was sie sagen sollte. Sicher, sie war nicht schlecht im Zaubertränke erstellen, aber ihre Interessen lagen dann doch eher in anderen Gebieten. Was faszinierend daran sein sollte, ekelhafte Zutaten zu zerstampfen und zuzuschauen ,wie diese ewig vor sich hinblubberten und am Besten noch stinkende Dämpfe ausstießen, bevor sie eine Wirkung zeigten, hatte sie noch nie verstehen können. Sie nickte Snape eher mäßig begeistert zu, denn bisher hatte er sich nicht gerade durch Freundlichkeit ausgezeichnet.
„Und natürlich Miss Evans. Lily ist ebenfalls ein Naturtalent“, fuhr Slughorn fort und diesmal schwang eine Art väterlicher Stolz in seiner Stimme mit. Währenddessen flogen alle Köpfe herum, um zu beobachten, wie Lily Evans den Raum betrat. Potter gaffte sie an und warf ein Krokodilherz auf den Boden, während er sie zu ihrem Tisch herüberwinkte, den sie natürlich ignorierte und sich einen Tisch weiter niederließ.
Gleichzeitig musste Laurie auch bei ihrem Tischnachbar Snape eine merkwürdige Reaktion feststellen. Er versteifte sich und schien fast krampfhaft wegzusehen, bevor er doch einen Blick wagte und eine seltsam traurige Grimasse über sein Gesicht glitt. Offenbar gab es auch hier eine Vorgeschichte. Lauries Neugierde war geweckt. Ihre Reserviertheit gegenüber Hogwarts schien zu schmelzen, je mehr sie dessen merkwürdige Bewohner kennenlernte und so langsam begann sie den Schulwechsel mehr als ein Abenteuer als eine Qual zu betrachten.
Lily zwinkerte ihr fröhlich zu, und Laurie erwiderte ihr Lächeln freundlich.
Dies blieb natürlich, wie sollte es auch anders sein, nicht unbemerkt. Sirius beugte sich sofort interessiert herüber und fragte: „Hey Evans. Woher kennst du Huntington?“
Diese reagierte gar nicht und packte lediglich ihre Bücher aus. Mittlerweile hatte sich der Raum gefüllt und alle Schüler schienen angekommen zu sein.
Slughorn begab sich wieder an seinen Lehrerpult und begann den Unterricht.

Laurie stand mit erhitztem Gesicht vor ihrem Trank und sah sehr zufrieden, wie er auch anfing wolkenförmigen Rauch auszustoßen. Zwar tat dies der Trank von Severus schon geraume 10 Minuten und dieser hing mit seiner Hakennase so weit über den Trank gebeugt, dass sein Gesicht von Wolken umnebelt war. Lilys Trank sah zumindest aus der Ferne auch wunderbar gelungen aus. Ganz im Gegensatz zu dem Trank von James und Sirius. Während der eine einen ständigen Strahl grünlichen Dampf abließ, war über dem anderen Trank absolut gar kein Rauch zu sehen. Stattdessen verströmte er einen ekelhaften Geruch nach Käsefüßen. Doch schien dies die beiden Rumtreiber nicht im Geringsten zu stören. Vielmehr hatte Laurie langsam das Gefühl, dass die beiden Zaubertränke überhaupt nur weiter besuchten, damit James Lily angraben konnte. Denn dies tat er ununterbrochen.
„Lilyherzchen, wo bist du denn heute morgen so schnell hinverschwunden?" brachte er gerade dummdreist hervor, während Lily ihn ansah, als würde sie ihm jederzeit einen Schluck Schlaftrank verpassen und ihn für einige Stunden außer Gefecht setzen wollen. Laurie konnte sie nur zu gut verstehen. Black hingegen lehnte lässig vor seinem Trank und tat einfach gar nichts, um dessen ekelhaften Geruch zu vertreiben . Stattdessen warf er immer wieder selbstbewusste Blicke in die Runde, was wiederum eine Gruppe Hufflepuff Mädchen dazu brachte, so sehr zu kichern, dass eine von ihnen beinahe in ihren Trank gefallen wäre.
Als es Zeit wurde zusammenzupacken, verkorkte Laurie vorsichtig ein Fläschchen und brachte es, zufrieden mit ihrer Leistung für die erste Stunde, nach vorne.
„Wirklich wundervoll, meine Liebe. Man sieht doch gleich in welcher Familie ein guter Zaubertrankmeister ist“, erklärte Slughorn begeistert.
„Dankeschön, Sir. Ich werde meinem Onkel ihr Kompliment ausrichten“, erklärte Laurie mit einem gewinnenden Lächeln. Es konnte ja nie schaden, sich mit den Lehrern gut zu stellen.
„Sind Sie denn in gutem Kontakt mit der gesamten Familie?“, hakte Slughorn nach und Laurie wunderte sich, was diese Frage sollte.
„Aber ja. Die letzten Jahre wohnten wir ja außerhalb Englands, in den Ferien habe ich ihn aber öfters besucht“, erklärte sie und machte sich auf den Weg zurück zu ihrem Kessel.
„Wundervoll, wundervoll“, hörte sie ihn hinter sich seufzen.

Sirius lehnte sich an den Tisch neben Lauries Kessel und sah erwartungsvoll zu, wie sie sich nach dem Ende der Schleimerei wieder umdrehte. Ihre Reaktion enttäuschte ihn nicht, denn sie stöhnte genervt auf und runzelte die Stirn.
Lässig fuhr er sich durchs Haar und legte den Kopf ein wenig weiter in den Nacken, um sie zu mustern.
„Was ist?“, kam auch sogleich ihre wenig höfliche Nachfrage und er schenkte ihr sein breitestes Lächeln. Er wusste nicht einmal genau, warum er eigentlich noch da stand. Irgendwie bereitete es ihm großes Vergnügen, ihr auf die Nerven zu gehen, während es ihn gleichzeitig wurmte, dass sie scheinbar nicht so anfällig für sein Aussehen war, wie der Großteil der anderen Mädchen. Bisher zumindest. Aber eigentlich war das auch ganz gut so, denn letztendlich war und blieb sie eine arrogante Kuh, die wunderbar nach Slytherin passen würde. Wie sollte es auch anders sein?
„Nichts. Wollte nur mal sehen, wie ein Trank von einem Spross einer solch großartigen Familie aussieht“, erklärte er daher mit einem überheblichen Grinsen. Lässig strich er sich das Haar noch einmal aus dem Gesicht.
Sie reagierte gar nicht, sondern ließ lediglich die Temperatur in ihrem Blick noch ein paar Grad weiter sinken. Eisig, dachte er und grinste noch immer. Dann wandte sie sich wortlos ab, um ihren Kessel zu säubern. Einen Moment überlegte er, einfach zu gehen. Dann, aus einer Laune heraus, blieb er weiter stehen und wurde prompt belohnt.
Sie lehnte sich an ihm vorbei, um ein paar fallengelassene Florfliegen aufzuheben. Automatisch glitt sein Blick über ihren Körper und was er sah, gefiel ihm. Vielleicht sollte er seinen Charme doch einmal spielen lassen. Es würde sich lohnen, da war er sich sicher.
„Sag mal… starrst du mir eigentlich die ganze Zeit auf den Hintern?“, fragte in diesem Moment Laurie ungläubig und stemmte wütend die Hände in die Hüften, während sie sich wieder aufrichtete. Oops. Sirius schluckte. Da war er wohl ein wenig auffällig gewesen. Nun, eigentlich war es die ideale Gelegenheit, das mit dem Charme gleich mal auszutesten.
„Aber ja… Ich würde ihn auch anfassen, aber bei deiner Art würde ich fürchten, dass er giftig ist“, erklärte er deshalb frech. Er setzte seinen verführerischsten Blick auf und zwinkerte ihr aus verheißungsvoll glitzernden grauen Augen zu.
„Ah!“, nickte Laurie zu dieser Erklärung, ihr Gesichtsausdruck undurchdringlich. Mit einem geheimnisvollen Lächeln auf den Lippen machte sie einen Schritt in seine Richtung. Sirius hob nur ganz sanft eine Augenbraue, als sie ihn unergründlich ansah. Er musste zugeben, ihr Blick wirkte nicht minder verführerisch. Ihre großen dunkeln Augen waren weit und offen, als sie einen weiteren Schritt auf ihn zukam. Der Tisch hinter ihm verhinderte, dass er zurücktreten konnte. Aber warum bei Merlin sollte er das auch wollen? Selbstgefällig lehnte er sich ein wenig vor und öffnete leicht seine Lippen, als er den Blick über ihren Körper gleiten ließ. Sollte es doch so einfach werden? Beinahe ein wenig enttäuschend, das musste er zugeben.
Sie roch gut. Winterlich kühl nach einer zimtigen Mischung aus Sandelholz, Orangenblüten und dunkler Schokolade. Absurde Gedanken. Er runzelte leicht die Stirn. Offenbar verwirrten die Zaubertränke im Kerker schon seine Gedanken.
Vielleicht, so musste er zugeben, lag es aber auch an Lauries Fingern, die sich um seine Hand schlossen und diese kurz über ihren Hintern führten. Dieser hielt, was er versprach. Er war genauso knackig, wie er ausgesehen hatte.
„Siehst du… nicht giftig!“, hauchte sie in sein Ohr. Ihr sanfter Atem strich über seine empfindliche Haut, bevor sie den Kopf drehte, sodass sie ihm nun direkt ins Gesicht sah. Sein intensiver Blick traf den ihren, seine wolfsgrauen Augen versanken in ihren whiskeyfarbenen und in Erwartung dessen, was folgen würde, beugte er sich mit leicht geöffneten Lippen ein wenig nach vorne.
Millimeter trennten sie nur noch von einander.
„Pass besser auf, Black. Wer zu viel mit dem Feuer spielt, riskiert es, sich zu verbrennen“, flüsterte sie, als sich an ihm vorbeibeugte, nach ihrer Tasche griff und sich mit einem ebenfalls äußerst selbstgefälligen Lächeln umdrehte und aus dem Raum ging.
Sirius sah ihr verblüfft hinterher. Das war überraschend gewesen! Er lächelte anerkennend und auch, wenn sie natürlich nach wie vor ein Biest war, versprachen die nächsten Wochen interessant zu werden.
„Das gleiche gilt für dich, Süße“, meinte er leise, als sie schon längst aus dem Raum verschwunden war und packte dann seine Sachen.

Christine war nicht begeistert. Nachdem sie schon in der Doppelstunde Verteidigung gegen die dunklen Künste die ganze Zeit dem auf und abwippen von Lauries Pferdeschwanz hatte zusehen müssen, marschierte diese jetzt auch noch hinter ihr in Verwandlung. Ihre dämlichen grasgrünen Stiefeletten klackerten bei jedem Schritt und Christine unterdrückte den Drang, eine Bodenwelle zu zaubern. Schlechtgelaunt setzte sie sich in die hinterste Reihe. Neben sie ließ sich Mulciber fallen und zu ihrem Missfallen wurde dessen rechte Seite wiederum von Laurie besetzt.
Er selbst schien dagegen weitaus mehr Gefallen daran zu finden.
„Was für ein Glück, dass der Zufall mir die Freude macht, eine so hübsche Frau neben mich zu tragen“, fing er auch gleich an und Christine beobachtete, wie die Neue die Augen verdrehte.
„Ja, was für eine Überraschung“, erwiderte sie neutral. „Ist Verwandlung nicht Pflichtfach?“
Christine unterdrückte ein Kichern, welches gänzlich unpassend gewesen wäre.
„Du kennst dich hier schon viel zu gut aus, dafür, dass du erst einen Tag hier bist“
„Deshalb weiß ich auch, was für ein Typ Mann du bist“
„Achja? Und trotzdem setzt du dich neben mich?“
„Ich denke, ich nehme das Risiko auf mich“
Entschlossen wandte Christine den Blick von den beiden ab und unterdrückte den Drang zu würgen. Musste diese aufgetakelte Schnepfe eigentlich mit allem flirten, was rumlief? Und warum kam so etwas eigentlich so gut bei den Männern an? Widerwärtig. Schlecht gelaunt knallte sie ihre Bücher auf den Tisch und begann so geräuschvoll in ihrem Verwandlungsbuch zu blättern, dass sie den dummen Kommentar über ihre Laune seitens Mulcibers beinahe ausgeblendet hatte.
Das Eintreten von Professor McGonagall unterbrach das Gespräch neben ihr glücklicherweise und während deren Rede über den Schwierigkeitsgrad der sechsten Klasse, schweiften ihre Gedanken ab.
„Miss Huntington“
Christine sah auf und stellte fest, dass Laurie wohl zum Lehrerpult hatte gehen müssen, um irgendwelche Unterlagen zu unterschreiben. Typisch korrekte McGonagall.
„Ja Professor?“
„Meinen Sie nicht, dass es etwas weniger lautes Schuhwerk auch tun würde?“
Christine sah mit Begeisterung, wie sich die Lippen der Professorin eng zusammenpressten, als sie auf Lauries Füße blickte. Richtig, dachte sie misslaunig.
„Es tut mir Leid, Professor. Die Geräusche sind eher ein zufälliger Nebeneffekt. Ich könnte einen Stillezauber darauf legen?“, fragte Laurie. Während Mulciber grinste, verdrehte Christine die Augen.
„Ich würde es vorziehen, wenn Sie einfach künftig etwas anderes anziehenwürden“
„Ich nicht!“
Jetzt hatte sie die Aufmerksamkeit aller. Wieder einmal. Christine war selbst von sich überrascht, wie sehr die Andere sie aufregte. Normalerweise war sie recht unkompliziert. Aber die Selbstverständlichkeit, mit der Laurie nach Hogwarts spaziert war und irgendwie halb Slytherin an einem Abend eingenommen hatte, machte sie wütend. Besonders die Aufmerksamkeit eines bestimmten Slytherins.
Zufrieden lauschte sie, wie McGonagall Laurie in einer weiteren Diskussion offenbar einen Punkt abgezogen hatte und sie dann auf den Platz zurückschickte.
„Sie ist schon eine Nummer, oder?“, fragte Mulciber an Christine gewandt. Diese schnaubte nur.
„Jaaa. Sicher“, murmelte sie wenig begeistert . In diesem Moment setzte sich Laurie wieder neben Mulciber und dieser drehte Christine den Rücken zu.
Ein wundervoller Morgen.

Laurie war am Ende des Unterrichtstages auch nicht mehr besonders begeistert. Verteidigung gegen die dunklen Künste war nicht halb so aufregend, wie sie gehofft hatte. Der Professor erwies sich als merkwürdige Witzgestalt und der Unterricht als eine abgeschwächte Version dessen, was sie in Durmstrang schon längst alles gelernt hatte. Verwandlung hatte alles noch verschlimmert. Nicht nur, dass sie darin noch nie besonders gut gewesen war, nein, die Professorin schien auch noch eine Giftspritze zu sein, die eine Abneigung gegen sie hegte und außerdem spürte sie die ganze Zeit den feindseligen Blick von Christine auf sich ruhen. Was diese wohl wieder für ein Problem hatte?
Müde setzte sich Laurie auf die Bank in der großen Halle und kippte eine große Menge Kürbissaft in ihr Glas.
Reg kam kurz darauf aus seiner letzten Unterrichtsstunde gehetzt und ließ sich erst einmal eine ganze Weile über die üblichen Reden der Lehrer aus, welche ihre Schüler auf das ZAG Jahr vorbereiten wollten.
Alles in allem schien sein Tag nicht besonders erfolgreich verlaufen sein.
„Ich sag dir was, Reg. Lass uns nach dem Essen noch eine Runde Fliegen gehen. Du kannst mir euer Quidditchfeld zeigen!“, schlug sie vor. Sie hatte keine Lust den ganzen Abend im Gemeinschaftsraum zu hocken, nichts zu tun zu haben – abgesehen von Hausaufgaben und darauf hatte sie wirklich gerade keine Lust - und Gedanken in die falsche Richtung zu verschwenden. Sirius und Christine beispielsweise.
Reg war begeistert und stimmte enthusiastisch sofort zu. Offenbar kam es auch ihm gerade recht, ein wenig Ablenkung zu haben. Dass auch Christine äußerst interessiert zugehört hatte, bekam keiner der beiden mit.


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