
Das ist kein Spielzeug’ und ich brauche es dringend! Also gib’ es mir sofort!“
„Unter einer Bedingung: Du hörst damit auf. Mit diesem rumschneiden.“
Ich schüttelte heftig den Kopf.
„Draco, du verstehst nicht, es ist das einzige, das mich beruhigt! Gib mir die Schere oder ich rede nie wieder mit dir!“ Wieder verfärbte sich der Himmel schwarz und es wurde kalt. Synchron liefen Draco und ich ans Fenster und sahen hinaus.
Doch ich liess nicht locker: „Also gib’ sie mir, oder wir reden nie mehr miteinander.“
„Du bluffst.“ Draco blickte mir tief in die Augen und sagte noch einmal: „Du bluffst, ganz klar.“ Ich schwieg.
Draco behielt die Schere in der Hand und verliess mein Zimmer.
„Wie du willst!“, brummte ich sauer und zog mir einen Pullover über, denn es war wieder kalt.
Ich wollte in die Küche gehen und etwas zu trinken holen, als ich Stimmengewirr hörte.
„Lucius, hör’ Fudge zu. Ich glaube langsam, es stimmt, was er sagt.“
Lucius schwieg. Eine unbekannte Stimme räusperte sich und sagte: „Also, alle Dementoren sind in Askaban. In letzter Zeit wurde in diesem Haus oder in dessen Nähe kein Zauber ausgeführt, also muss unsere Vermutung stimmen. Ihr neuer Zuwachs ist kein Muggel.“
„Also, dann ist sie eine Hexe?“ In Narzissa’s Stimme war ein Hauch Hoffnung zu hören.
„Nein. Weder noch. Schon mal was von Superman gehört?“ Ich blickte vorsichtig um die Ecke und sah ein Kopfnicken der beiden Malfoys.
„Man könnte Miss Black mit ihm vergleichen, nur dass sie nicht von einem anderen Planeten kommt und sie nicht unsterblich ist, sie aber auch keine Schwächen hat.“
Stille.
„Heisst das, sie hat das Wetter bestimmt? Und die Kälte?“, meldete sich Lucius zu Wort.
Ich fiel beinahe die Treppe runter, so stark musste ich mich drehen, um Fudge zu sehen.
Fudge nickte langsam.
„Wenn sie mich entschuldigen würden, ich hab noch eine Bellatrix Lestrange zu fangen.“ Fudge stand auf und ich wurde wütend. Er war also ihr Jäger. Plötzlich fing ein Teil des Mantels von Fudge Feuer. Narzissa sprang auf und rief: „Aquamenti!“ Der Mantel war wieder gefahrlos.
Doch Fudge kümmerte sich nicht um seinen Mantel, er drehte sich um. Langsam näherte er sich der Treppe. Dann erblickte er mich.
„Du bist Laura Black?“, er lächelte.
Ich nickte scheu.
Fudge drehte sich zu Lucius um und fragte: „Was dagegen, wenn ich sie mir kurz ausleihe und ins Ministerium mitnehme, Lucius?“
Er schüttelte den Kopf.
„Aber ich hab was dagegen! Sie machen doch nicht etwa Tests mir ihr?“ Narzissa war aus dem Häuschen.
„Wir versichern Ihnen, sie kommt wieder heil zurück.“ Fudge nahm mich am Arm und zog mich sanft mit ihm nach draussen.
„Lucius! Mach was!“
„Nein, Cissy, dafür ist es schon zu spät.“
Während ich mir meinen Mantel anzog und die Schuhe wechselte, kam Draco die Treppe runter und fragte: „Wo geht sie hin?“
„Geh nach oben, Sohn.“ Narzissa gab ihm einen Stupser, damit er wieder die Treppe nach oben lief, doch er rührte sich nicht.
„Ich will wissen, wo sie sie hinbringen!“
„Schrei nicht im Haus herum, Draco!“, rief Lucius und als seine Nerven blank lagen, zog er ihn am Ohr nach oben.
Ich verliess mit Fudge das Anwesen.
„Also, Laura. Bereit für die kleine Reise?“ Ich nickte kaum merklich. Ein Ford Anglia fuhr vor und wir stiegen ein.
„Zum Ministerium.“, ordnete Fudge an. Der Wagen fuhr los.
„Ich bin Cornelius Fudge, der Minister des Ministeriums für Zauberei.“
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