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Fanfiction

Die Magie der Gründer - Kapitel 2

von Shoplifterette

Zwei Tage später hatten Hermine noch immer nicht den Schock überwunden, den die plötzliche Wiederauferstehung von zahlreichen Hexen und Zauberern bei ihr ausgelöst hatte. Kurz nachdem der Zauber der Gründer beendet wurde, hatten sich alle Neuankömmlige gemeinsam mit dem Orden in der großen Halle versammelt. Dort waren sie über die aktuelle Situation aufgeklärt worden.

Während die meisten Magier sich sofort bereit erklärten, die Schule zu beschützen, sah es bei einigen ganz anders aus. Einige Zauberer, unter ihnen auch Tom Riddle, schienen von der Aufgabe wenig begeistert. Dennoch hatten sie keine Wahl – es war Helga Hufflepuff die erklärte, dass jeder Magier, der sich weigerte die Schule zu beschützen, sofort wieder sterben würde. „Der Zauber wirkt nur dann, wenn man sich der Sicherheit der Schule verschreibt“, hatte die pummelige blonde Hexe gesagt. „Wer das tut, bekommt eine zweite Chance auf ein neues Leben. Wer das nicht tut, der gilt als Sicherheitsrisiko – und muss daher sterben.“

An dieser Stelle hatte dann Salazar Slytherin das Wort ergriffen. „Dieser Zauber war meine Idee. Auch wenn es unter euch viele Zauberer gibt, die nicht damit einverstanden sind, wie die Schule derzeit geführt wird, gilt es dennoch, das Schloss zu retten. Denn ich bin mir sicher, dass die Muggelpest, die das Schloß infiltriert hat, bald ein Ende nimmt.“

Hermine war kurz davor gewesen, sich auf den mächtigen Magier zu stürzen und ihn zu erwürgen. Wie konnte er es wagen, so offen gegen Muggelgeborene zu hetzen? Sicher, er war einer der Hogwarts-Gründer, aber das gab ihm noch lange nicht das Recht dazu. Hermine schnaubte laut und zog damit die Aufmerksamkeit des Gründers auf sich. „Misch dich nicht ein, Schlammblut.“, zischte er ihr entgegen. „Ich rieche doch schon von weitem, dass du keine richtige Hexe bist.“

Hermine stemmte ihre Hände in ihre Hüften und starrte ihn an. „Natürlich bin ich eine richtige Hexe. Im Krieg gegen den dunklen Lord habe ich so viele Duelle gegen Reinblut-Fanatiker gewonnen, dass ich sie kaum noch zählen kann. Wie hätte ich das denn schaffen sollen, wenn ich keine richtige Hexe bin?“ Harry und Ron murmelten ihre Zustimmung und warfen Slytherin böse Blicke zu.

Slytherin hob nur verächtlich eine Augenbraue. „Das war pures Glück, mehr nicht. Ein Schlammblut kann niemals mächtiger sein als ein...“

„Genug!“, rief Godric Gryffindor plötzlich forsch. „Wir haben heute wichtigeres zu besprechen, als deine alten Vorurteile, Salazar. Es geht um die Sicherheit von Hogwarts.“

Hermine war etwas überrascht gewesen, dass Tom Riddle sich nicht in die Diskussion eingemischt hatte. Vielmehr stand er mit einem nichtssagenden Blick direkt neben Albus Dumbledore. Hermine musterte die beiden. Dumbledore sah überhaupt nicht so aus, wie sie sich an ihn erinnerte. Sein Haar war nicht weiß, sondern rotbraun. Auch sein Bart war bei weitem nicht so lange, wie sie sich an ihn erinnerte. Sie schätzte diesen Dumbledore auf etwa 50 Jahre. Er strahlte eine unbändige, aber angenehme Macht aus und seine Augen blitzten vergnügt, als er die versammelten Hexen und Zauberer in der großen Halle betrachtete. Riddle hingegen sah noch jünger aus, er wirkte wie Mitte 30 und sah unverschämt gut aus – wenn man einmal von dem kalten, arroganten Gesichtsausdruck absah. Seine Augen funkelten in einem stürmischen grau und seine schmalen Lippen waren zu einem unangenehmen Lächeln verzogen. Er schien leicht amüsiert zu sein, sah ansonsten aber so aus, als wäre ihm die ganze Diskussion ziemlich gleichgültig.

Harry war außer sich gewesen, als er gesehen hatte, dass Tom Riddle wieder unter den Lebenden weilte. Dieser Schock hatte sich aber bald gelegt – nämlich genau dann, als er gemerkt hatte, dass auch seine Eltern auferstanden waren. In den letzten zwei Tagen hatten weder Hermine noch Ron viel von ihrem besten Freund gesehen. Denn obwohl James und Lily noch Teenager waren und sich somit nicht daran erinnern konnten, dass sie jemals einen Sohn gehabt haben, verbrachten die drei viel Zeit miteinander. Hermine hatte Harry noch nie so glücklich gesehen – außer vielleicht an dem Tag, als er Ginny Weasley geheiratet hatte. Und Harrys Eltern schienen wirklich unglaublich nette Leute zu sein. Sie waren herzlich, offen und voller Lebensfreude. Auch Sirius war vollkommen anders, als Hermine ihn kennengelernt hatte. Er war spitzbübisch und flirtete mit so ziemlich jeder Hexe unter 50, die ihm vor die Augen kam. Gemeinsam mit den Weasley-Zwillingen, die ebenfalls wieder vollzählig waren, stellte er das Schloss auf den Kopf und spielte den Lehrern und den Anhängern Slytherins einen Streich nach dem nächsten.

Hermine schüttelte lächelnd ihren Kopf, während sie sich auf dem Weg in die Bücherei befand. Sie hatte nicht geglaubt, dass sie sich noch einmal so gut fühlen könnte. Viele ihrer verstorbenen Kameraden waren wieder unter den Lebenden – sie hatte sie schrecklich vermisst. Obwohl einige von ihnen sie nicht einmal mehr erkannten, weil sie jünger wieder geboren waren, als sie gestorben waren, machte ihr das nichts aus. Im Gegenteil – sie war einfach froh, sie lebendig und unbekümmert zu sehen.

Als sie die Bücherei erreichte, hielt sie kurz inne und holte tief Luft. Sie genoss den vertrauten Geruch von altem Pergament und Kerzenwachs, der die Bücherei immer erfüllte. Hier fühlte sie sich zu Hause. Sie hatte das Lesen schon immer geliebt. Seit sie wieder in Hogwarts lebte und als Lehrerin tätig war, hatte sie fast ihre gesamte Freizeit in der Bibliothek verbracht. Selbst ihre Schüler waren schon amüsiert, wenn sie ihre Zauberkunst-Lehrerin mal wieder zwischen den Regalen entdeckten. Der größte Vorteil ihrer Position als Lehrerin war es aber, dass sie auch Zutritt zur verbotenen Abteilung hatte. Die Bücher, die dort lagerten, waren ihr eine große Hilfe in ihrem Kampf gegen Delacrux und ihre Soldaten gewesen. Kein Wunder also, dass sie auch nun wieder geradewegs auf diese Abteilung zu schritt.

Sie wollte sich ein Buch leihen, dass sich mit einem speziellen Bereich der dunklen Magie befasste – den Illusionen. Manche von ihnen waren so stark, dass sie selbst den stärksten Zauberer oder die mächtigste Hexe in den Wahnsinn treiben konnten. Hermine wollte Verteidigungsmaßnahmen gegen diese studieren und suchte deshalb das Buch „Tödliche Illusionen – Finstere Magie in ihrer Essenz“.

Als sie die verbotene Abteilung betrat, bemerkte sie jedoch, dass sie nicht alleine war. Ein Mann stand zwischen den Regalen und suchte offenkundig nach einem Titel, er hatte ihr jedoch den Rücken zugewandt. Sein volles, schwarzes Haar umspielte seinen Kopf auf beinahe herrische Weise. Als Hermine einen weiteren Schritt trat, bemerkte der Mann sie und drehte sich zu ihr um.

„Kein Wunder“, seufzte Hermine gedanklich. „Welch eine Überraschung, dass ich Tom Riddle in der verbotenen Abteilung finde.“

Tom musterte sie kühl, zog eine Augenbraue hoch und sprach sie dann an. „Was macht denn die Hauslehrerin von Gryffindor in der verbotenen Abteilung? Doch wohl nicht etwa schwarze Magie studieren?“

Hermine erwiderte seinen Blick kalt. „Erstens, Riddle, geht dich das gar nichts an. Und zweitens – wer gegen dunkle Magier kämpft, muss auf alles vorbereitet sein. Dass ich dunkle Magie studiere, macht mich noch lange nicht zu einer schwarzmagischen Hexe.“

Riddle spitzte seine Lippen und legte seinen Kopf zur Seite. „Natürlich. Hätte mich auch gewundert, wenn ein Schlammblut in der Lage gewesen wäre, die Schönheit und die Macht der dunklen Künste zu verstehen. Hexen und Zauberer wie du sind offenkundig noch nicht einmal in der Lage, die einfachsten schwarzmagischen Flüche zu produzieren.“

In Hermines Augen blitzte es zornig. „Es gibt keinen Fluch, keinen einzigen, den ich nicht beherrschen könnte. Nur weil meine Eltern Muggel sind, heißt das noch lange nicht, dass ich eine schlechtere Hexe bin als beispielsweise Bellatrix Black, die ebenfalls wieder von den Toten aufgestanden ist. Ich kann schwarze Magie beherrschen – ich will es nur nicht.“

Der dunkle Magier blickte sie an, griff dann in die Tasche seines Umhangs und zog seinen blassen Zauberstab hervor. „Willst du mir das vielleicht einmal demonstrieren?“

Hermine hob die Augenbrauen. „Ich bin nicht hierher gekommen, um mich mit dir zu duellieren, Lord Voldemort. Ich bin hier, um ein Buch über Illusionen zu studieren. Und nun geh mir aus dem Weg.“ Mit schnellen Schritten ging Hermine durch den Gang und wollte sich an Tom Riddle vorbei drängen.

Doch der ließ das nicht zu und griff sie stattdessen am Handgelenk und wirbelte sie zu sich zurück. „Es gehört sich nicht, ein freundschaftliches Gespräch einfach so abzubrechen“, zischte er kalt in ihr Ohr. Hermine erschauderte, ihre Augen weiteten sich in Furcht. „Und es gehört sich auch nicht, Zauberer, die dir so offenkundig überlegen sind, mit frechen Worten zu bedenken. Denk immer daran – du bist es nicht einmal Wert, mir den Dreck von den Stiefeln zu lecken. Und wenn ich dich noch einmal dabei erwische, wie du den Namen Lord Voldemort so leichtfertig verwendest, dann wird es sehr, sehr unangenehm für dich. Hast du mich verstanden?“

Hermine schluckte, zwang sich aber, ihm direkt in die Augen zu sehen. Er durfte ihr ihre Furcht nicht anmerken. „Lass mich sofort los.“, presste sie wütend hervor. „Denk immer daran, dass du per Magie an die Gründer gebunden bist. Du kannst mir nicht drohen.“

Ein schreckliches Lächeln stahl sich auf Riddles Gesicht. „Ich bin magisch an das Schloß gebunden, ich bin magisch daran gebunden Hogwarts zu beschützen. Ich bin nicht magisch daran gebunden, Schlammblütern, die ihren rechtmäßigen Platz nicht kennen, nicht eine Lektion zu erteilen“, sagte er mit einem zuckersüßen Tonfall, der Hermine erneut einen Schauer über den Rücken laufen ließ.

Die junge Hexe riss sich los, während Tom sie mit seinen kalten, grauen Augen musterte. „Ich werde mir jetzt mein Buch holen“, zischte sie wütend hervor. Ihre Hände zitterten vor Zorn und brannten darauf, ihren Zauberstab zu ziehen. „Und dann werde ich die Bücherei verlassen. Halt dich von mir fern, Riddle. Ich lasse mich von dir nicht einschüchtern.“

Riddle hob verächtlich eine Augebraue. „Oh ja? Das sieht für mich aber ganz anders aus.“, sprach er voller Arroganz. „Welches Buch suchst du überhaupt?“

„Nicht, dass es dich etwas angehen würde, aber ich suche 'Tödliche Illusionen – finstere Magie in ihrer Essenz'.“

Er blickte sie nachdenklich an. „Ein grundlegendes Wer, ja. Aber wenn du schon dabei bist – warum nimmst du nicht auch 'Nigrum Illusio' mit? Dort werden der Todesfeezauber und die Drachen-Illusion etwas detaillierter beschrieben. Auch wenn es dich vielleicht wundern wird – auf einen Gegenzauber wirst du in beiden Büchern vergeblich warten. Sie sind nicht für die Verteidigung, sondern für den Angriff gemeint.“

Hermine legte ihren Kopf schief. „Von dem Buch habe ich noch nie gehört. Aber trotzdem danke für den Tipp – ich werde es mitnehmen. Auch wenn ich nicht weiß, warum du mir grade behilflich sein wolltest.“ Sie pausierte kurz. „Wenn es keinen Gegenzauber gibt, werde ich einen entwickeln müssen.“

Riddle lachte leise auf – ein unangenehmes, kaltes Lachen. „Ein Schlammblut wie du ist dazu niemals in der Lage. Übrigens gibt es schon einige Gegenzauber – ich werde dir nur nicht verraten, wo du sie finden kannst. Das musst du schon selbst herausfinden. Denn eigentlich würde ich es ganz gerne sehen, dass diese dunkle Hexe gewinnt – sie hat die richtigen Ideen im Kopf.“

„Es wundert mich nicht, dass du ihre kranken Pläne für richtig hältst. Aber sie wird nicht gewinnen – es gibt zu viele Leute, die für das Gute kämpfen. Und du ja jetzt auch – wenn auch nicht besonders willig.“

Tom funkelte sie zornig an. „Provoziere mich nicht. Glaube mir, du willst mich nicht zum Feind haben.“

Hermine zuckte nur mit den Schultern. „Ich habe dich doch eh schon zum Feind, allein wegen meines Blutes. Da macht es doch nichts, wenn ich dir noch einen Grund gebe, mich zu hassen.“ Sie warf ihre Haare zurück, schritt an ihm vorbei und ließ ihn einfach im Gang stehen. Während Riddle ihr noch kalt hinterher blickte dachte sie nur: „Das war jetzt nicht die klügste Aktion. Aber trotzdem hat es sich gut angefühlt. Ich lasse mich von Riddle nicht unterkriegen. Nie wieder wird Angst mein Leben regieren.“


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