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Fanfiction

Die Tochter des Kriegers - Les Saintes-Maries-de-la-Mer

von ChantalMoody

Ich beschloss, gleich am nächsten Tag nach Saint-Maries zu gehen, und zwar gegen Mittag. Um diese Zeit konnte ich sicher sein, dass mein Stiefvater noch auf der Arbeit war, und ihm wollte ich auf gar keinen Fall begegnen. Pa fragte noch: „Soll ich dich nicht besser begleiten, Kleines? Ich habe zwar morgen eigentlich auch einen Termin, aber den könnte ich notfalls verschieben.“ „Das ist nicht notwendig, Pa“, antwortete ich. „Ich komme schon zurecht. Und Maman wäre es bestimmt nicht recht, wenn wir plötzlich zu zweit vor ihrer Tür stehen würden.“ „Da könntest du allerdings recht haben“, meinte Pa. „Du hast es vermutlich mitbekommen, bei meinem letzten Besuch bin ich etwas laut geworden, und das könnte deine Mutter mir übelgenommen haben.“ „Ja, das war nicht zu überhören“, sagte ich.

Obwohl ich mich so gelassen gab, schlief ich in der Nacht doch recht unruhig. Pa bemerkte am nächsten Morgen, dass ich doch wesentlich aufgeregter war, als ich zugegeben hätte. Er fragte: „Bist du wirklich sicher, dass du das Richtige tust?“ „Ja“, antwortete ich. „Ich möchte ihr noch einmal gegenüberstehen. Und wenn sie dann noch immer meint, sie will mit mir nichts zu tun haben, dann kann ich das akzeptieren und einen Schlussstrich unter meine Vergangenheit ziehen.“

Ich machte mich besonders sorgfältig zurecht, bevor ich mich auf den Weg machte. Es war ein merkwürdiges Gefühl, als ich aus dem Grenzhaus herauskam und zum ersten Mal nach fünf Jahren wieder durch Saintes-Maries ging. Es schien sich in diesen fünf Jahren dort nichts verändert zu haben. Ich kam an meiner alten Schule vorbei. Natürlich waren auf dem Schulhof weit und breit keine Kinder zu sehen, denn auch die Muggels hatten Ferien. Es war also wieder die Zeit der Feriengäste, denn Saintes-Maries war als Ferienort sehr beliebt, auch wenn es während der Sommerferien bei uns nie so voll war wie Ende Mai bei der Wallfahrt der Gitanes.

Je näher ich meinem ehemaligen Elternhaus kam, desto beklommener wurde mir zumute. Was würde Maman sagen, wenn sie mich nach all den Jahren wiedersehen würde? Würde sie überhaupt mit mir reden wollen? Oder würde sie mir sofort die Türe vor der Nase zuschlagen? Ich war mittlerweile schon fast angekommen.

Als ich jedoch vor dem Haus ankam, in dem ich mit meiner Mutter gelebt hatte, erschrak ich, denn das Haus wirkte unbewohnt. Der Vorgarten war vollkommen verwildert, und alles war total verwahrlost. Trotzdem klingelte ich, aber natürlich öffnete niemand. Schließlich ging ich zum Nachbarhaus und klingelte dort. Vielleicht konnte mir meiner ehemalige Nachbarin, Madame Dubois, weiterhelfen. Sie war eine der wenigen, die zu mir sogar noch freundlich gewesen war, als im Dorf die Gerüchte über mich umgegangen waren, nachdem die Kinder über meinen kleinen Schwebezauber geredet hatten.

Madame Dubois öffnete die Tür und fragte: „Kann ich Ihnen weiterhelfen, Mademoiselle?“ Ganz offensichtlich hatte sie mich nicht wiedererkannt. Das war ja auch kein Wunder, denn sie hatte mich zuletzt als Kind von elf Jahren gesehen, und ich hatte mich seitdem ziemlich verändert. „Ja, vielleicht“, antwortete ich. „Ich wollte zu Madame Leclerc, sie wohnt offensichtlich nicht mehr nebenan. Wissen Sie vielleicht, wo sie jetzt wohnt?“ Madame Dubois´ Gesicht wurde sehr ernst. „Nebenan wohnt schon seit mehreren Jahren niemand mehr. Seit dieser furchtbaren Geschichte nicht mehr, die vor viereinhalb Jahren passiert ist. Aber wer sind Sie denn?“ Sie musterte mich von oben bis unten. Plötzlich fragte sie: „Kann das denn sein? Sind Sie etwa Chantal? Die kleine Chantal Deveraux?“ „Ja“, antwortete ich. „Ich bin Chantal. Aber was ist denn passiert?“ Madame Dubois sah mich mitleidig an. „Wissen Sie gar nichts darüber? Ich kann mich noch erinnern, Sie waren damals, vor fünf Jahren, plötzlich verschwunden. Ihre Mutter erzählte damals herum, dass Sie nun bei Ihrem Vater leben würden. Und seitdem hat man von Ihnen nichts mehr gehört. Außer dem schrecklichen Zeug, dass Ihre Großmutter zu verbreiten begonnen hatte, nachdem Sie schon weg waren. Und das wurde schlimmer, nachdem es nebenan zur Katastrophe gekommen ist. Wir haben es lange kommen gesehen, dass das nicht mehr lange gut gehen würde. Ständig gab es nebenan heftigen, lauten Streit. Wir alle waren uns sicher, dass Ihr Stiefvater Ihre Mutter geschlagen hat. Sie lief oft mit blauen Flecken herum. Aber niemand von uns wagte es, irgend etwas zu unternehmen, weil wir alle Angst hatten. Und eines Tages, es ist etwa ein halbes Jahr her, kam es wieder einmal zu einem Streit, und dieser war richtig schlimm. Und er endete damit, dass Ihr Stiefvater Ihre Mutter die Treppe hinuntergestoßen hat. Sie war offenbar sofort tot. Und nun sitzt er für seine Tat im Gefängnis.“

Ich war entsetzt über das, was ich da hörte. „Mein Gott, das ist ja schrecklich! Und was ist aus den beiden Kleinen geworden?“ „Die Deveraux´, Ihre Großeltern, haben sie zu sich geholt, und die Kinder können einem nur leid tun. Diese Leute machen gar kein Geheimnis daraus, dass sie die beiden nur aufgenommen haben, weil sie es für ihre Pflicht gehalten haben. Und ich bin sicher, sie lassen es die armen Kleinen spüren. Und seitdem ist auch das gehässigeGerede über Sie viel schlimmer geworden. An allem wären nur Sie schuld gewesen. Sie wären eine Hexenbrut gewesen und hätten nur Unglück über die Familie gebracht, und lauter so ein Zeug. Und leider glauben viele nun diesem Gewäsch. Es gibt ja immer noch so viel Aberglauben hier, und Sie standen ja in dem Ruf, ein bisschen seltsam zu sein.“

Ich bedankte mich bei Madame Dubois und wandte mich zum Gehen. Sie rief mir noch nach: „Es war das Beste für Sie, von hier wegzukommen, glauben Sie mir. Und an Ihrer Stelle würde ich die Deveraux´ auch nicht aufsuchen. Es hat keinen Sinn. Und offenbar sind Sie in Ihrem neuen Leben doch recht glücklich geworden, oder nicht?“ „Ja“, antwortete ich. „Sehr glücklich, danke. Und ich werde jetzt um so lieber dorthin zurückgehen.“ Und mit diesen Worten wandte ich mich endgültig ab und ging den Weg zurück, auf dem ich gerade hergekommen war. Ich sah es selber ein, dass es keinen Zweck hatte, meine Großeltern aufzusuchen und zu versuchen, meine Halbbrüder zu sehen. Zu deutlich sah ich diese Szene noch vor mir, wie meine Großmutter sich bei meinem Anblick bekreuzigt hatte. Vielmehr sah ich dieses Kapitel meines Lebens endgültig als abgeschlossen an, und ich wusste, hierher würde ich nie mehr zurückkehren


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Meike Bruhns, Berliner Zeitung