
von annakarenina
Dieses Kapitel ist einem besonderen Mädchen in meinem Leben gewidmet: meiner lieben Schwester! (^^) Danke für die Inspiration und die Spinnereien!
Wenn man sich einmal mit der chinesischen Mythologie genauer auseinandersetzt, kommt erstaunliches zu Tage. Legenden, die von Verwünschungen und Zaubern nur so wimmeln...
Der aufmerksame Leser fragt sich jetzt vielleicht, hat die jetzt eine Schraube locker oder will die nur künstliche Spannung aufbauen? Und was hat das, verdammt noch mal mit der Geschichte zu tun? Nun. Wartet es ab... Halten wir uns also nicht länger mit lästigen Details auf! Wir befinden uns wieder in den Länderein von Hogwarts, wo sich ein Lebewesen in einer Krisensituation befindet.
Tapfer wie er war, stürzte sich Izzie sogleich in die Fluten. Der Umstand, dass er eine Eule war, machte die Sache zwar nicht unbedingt leichter, aber zu Mut gehörte auch immer ein wenig Leichtsinn dazu, nicht wahr? Im Sturflug war Izzie dem kleinen Wesen entgegengeflogen und zog das nasse, widerstrebende Bündel Fell aus dem (reißenden) Bach.
Die Dankbarkeit von Seiten der Geretteten hielt sich in Grenzen. Das erste, was Izzie auffiel war, dass er soeben eine Ratte gerettet hatte. Diese Form von Nagetieren stand normalerweise auf seinem Speiseplan, aber gut. Warum nicht mal eine Ausnahme machen. Das ungewöhnliche an der Ratte war, dass sie ein schneeweißes Fell besaß.
„Das“, stellte Platon fest, „ist eine chinesische Wanderratte.“ Erstaunt blickten ihn Izzie und Esmeralda an. War das einer von Platons lichten Momenten? Sie hatten aber kaum Gelegenheit, ihrer Überraschung Ausdruck zu verleihen, da sie von der Ratte mit einem Schwall Schimpfwörter (die ich hier nicht wiederholen möchte) überschüttet wurden.
„Warum,“, jammerte die Ratte, „warum immer ich?“ Wütend funkelte sie die drei an. Verständnislosigkeit war die Folge.
„Nur um das mal klarzustellen, ich habe dir gerade das Leben gerettet, ist dir das eigentlich klar?“
„Ja ja, an sich ist das eine edle Sache, aber...“, die Ratte unterbrach sich, „Wie kommst du eigentlich dazu , mich zu retten? Stehen unsereins nicht auf dem Speiseplan von Eulen? Und warum um Himmels willen starrt ihr mich alle so an? Wenn ihr jetzt auf die Idee kommt, an mir euren Hunger stillen zu müssen, seid ihr an der falschen Adresse. Ich bin überhaupt nicht schmackhaft, kein bisschen! Übrigens, mein Name,“ sie guckte gewichtig in die Runde,“ ist Jolanda. Jolanda die 14. um genau zu sein.“
Die Ratte holte tief Luft und wollte vermutlich fortfahren, aber Izzie kam ihr zuvor.
„Also, erst einmal, von uns hast du keine Gefahr zu befürchten. Wir haben bereits gespeist. Ansonsten freut es uns deine Bekanntschaft zu machen, aber könntest du und bitte mal erklären, warum deine Dankbarkeit so offensichtlich nicht vorhanden ist?“
Jolanda wollte gerade zu einer Erklärung ausholen, als sie von Platon unterbrochen wurde:
„Hey Ratte,“, Jolanda schnaubte, „es war ja nett dich kennen zu lernen und alles, aber wir müssen los, damit wir rechtzeitig wieder zu Hause sind. Also was ist Izzie, können wir los?“ Die weiße Ratte begann wieder zu zetern, aber die Eulen schenkten ihr keine Beachtung mehr. Nach einem letzten Blick auf die schimpfende Ratte, wollte Izzie sich in die Luft erheben. Wie gesagt er wollte. Aber kaum befand er sich gut einen Meter über dem Erdboden, wurde er unerklärlicherweise wieder zurückgerissen.
„Ha,“, schnappte die Ratte, „Hättet ihr mich zu Wort kommen lassen, wäre das nicht passiert!“
Genervt wandte Izzie sich wieder Jolanda zu.
„Da gibt es nämlich einen kleinen Haken, müsst ihr wissen...“. Jetzt sah die Ratte fast ein bisschen beschämt drein.
„Ähm. Nun ja. Wie soll ich sagen... Also, wie euer scharfsinniger Freund vorhin bemerkt hat, bin ich eine chinesische Wanderratte. Und... Es gibt da so eine chinesische Weissagung, die besagt, dass wenn jemand einen Fremden aus einer kritischen, lebensbedrohlichen Situation rettet, sind Retter und Geretteter miteinander verbunden. Ich schätze,“ schloss sie, „das ist soeben passiert.“
Izzie schaute ein wenig verwirrt.
„Was genau heißt das jetzt?“, fragte Platon.
„Nun ja, das heißt das ich und mein junger Eulenfreund durch ein magisches Band verbunden worden sind, dass nicht zulässt, dass wir uns weiter voneinander entfernen.“
„Auch das noch!“, stöhnte Izzie, „Da will man helfen und dann so was.“
Platon grummelte. Esmeralda sah ernsthaft erschrocken aus.
„Was sollen wir denn jetzt bloß mit der Ratte („Hey!“, machte Jolanda) machen?“, fragte Platon und machte ein ratloses Gesicht.
„Ich weiß es nicht! Wie soll ich den jetzt unseren Flug planen, wenn wir auch noch eine Ratte („Pff!“, machte Jolanda) im Gepäck haben?“, verzweifelt schaute Izzie auf die Ratte herab.
„Weißt du was, vielleicht sollten wir sie wirklich fressen!“, sagte Platon.
Jolanda wich zurück.
„Aber, wartet, ähm, die Legende sagt auch, man darf den Geretteten nicht , ähm, fressen. Und die Gerettete wär ja dann wohl ich!“ Nervös strich sie sich mit einer Pfote über die Schnurrbarthaare.
„Am besten, wir nehmen sie erst mal mit. Wir müssen sie allerdings unauffällig in meinen Verschlag bringen, sonst endet sie noch als Eulenfutter...“
„Jaa, und DAS wollen wir natürlich um jeden Preis vermeiden!“, antwortete Platon und verdrehte die Augen.
„HEY! Werde ich denn gar nicht gefragt? Ich möchte außerdem anmerken, dass ich einen empfindlichen Schlaf habe und mindestens 10 Stunden ruhen muss, um frisch und ausgeruht zu sein! Des weiteren müssen wir uns über meine Essgewohnheiten unterhalten! Ich habe einen erlesenen Geschmack, was Futter betrifft!“
Während Jolanda weiter plapperte, drehte Izzie den Kopf und warf Jolanda auf seinen Rücken. Sie quiekte protestierend auf. Izzie kümmerte sich nicht weiter darum und hob ab.
„Ich habe Höhenangst! Sei bloß vorsichtig! Denk an meinen schwachen Magen! PASS AUHUUF!“
Der Flug war lang (für Jolanda) und nervenzerfetzend (für Izzie). Noch nie war er so erleichtert gewesen, wieder die Eulerei zu betreten. Nachdem Jolanda eingeschlafen war und ihr regelmäßiges Schnarchen seinen Verschlag erfüllte, wollte er sich davon machen, um Bella einen Besuch abzustatten. Vielleicht, hoffte er, war das ganze nur ein schlimmer Albtraum. Doch kaum wollte er sich aus seinem Verschlag zwängen, quiekte Jolanda auf. Sie war, von dem unsichtbaren Band gezogen, hinter ihm hergeschleift worden.
„Was soll das? Bist du VERRÜCKT geworden? Ich BRAUCHE meinen Schlaf!“ jaulte Jolanda. Müde ließ sich Izzie auf den Boden plumpsen. Es war also doch kein Albtraum.
„Wo willst du überhaupt hin, zu so später Stunde, he? Antworte! Ich verlange eine Antwort!“
Izzie seufzte tief. Was soll’s, sie würde es eh früher oder später erfahren.
„Ich wollte jemanden besuchen.“
„Aha! Eine heimliche Liebschaft! So so!“, neugierig zwirbelte die Ratte ein Barthaar.
„Nicht direkt.“
„Wie nicht direkt?“
„Ähm.“
„Ja?“
„Sie ist ein Mensch.“
Izzie fiel auf, dass in letzter Zeit überdurchschnittlich viele von seinem Geheimnis erfahren hatten.
Jolandas Reaktion fiel aus, wie Izzie erwartet hatte: Sie fing an, wie ein Wasserfall zu plappern.
Nachdem Jolanda eine halbe Stunde monologiert hatte, unterbrach sie sich schließlich selbst, als sie bemerkte, dass Izzie erschöpft wie er war, eingeschlafen war.
Und von allen unbemerkt, huschte ein dunkler Schatten um die Eulerei von Hogwarts....
@ all: Das Kapitel ist ein wenig kurz ausgefallen, ich weiß, aber ich gelobe Besserung! Ach ja, ich wünsche mir sehnsüchtigst Kommis! *liebguck*
Achtung Ankündigung! Ab dem 14.02. werde ich eine 2 einhalb- monatige Pause einlegen! Das ist leider unumgänglich, da ich dieselbigen 2 einhalb Monate in Australien bin....Also, ich versuche vorher noch so viele Kapitel wie möglich online zu stellen! Ich habe alle Ideen aufgeschrieben, und die FF wird auf jeden Fall fortgesetzt! Es wird spannend, gruselig, es wird geliebt und gekämpft... Aber bis dahin wünsche ich euch noch viel Spaß mit der Geschichte! Alles Liebe, annakarenina
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