
von ChantalMoody
Der Schrumpftrank Teil 2: Die Zubereitung
Am nächsten Tag trafen sich die Mädchen wieder. Auch Nymphadora tauchte wieder auf und brachte ein Häufchen und fünf Schnauzhaare von Mrs. Norris mit. Somit waren alle benötigten Zutaten beisammen. Die Ratte, die Fabienne gefangen hatte, entpuppte sich als ausgesprochen bissiges Exemplar. Die Mädchen begannen, weitere Vorbereitungen zu treffen. Fabienne sagte: „Wir können schon mal die Zutaten hier schnippeln. Die Ratte schlachten wir aber erst zum Schluss, die Milz muss sehr frisch sein.“ Nymphadora entgegnete: „Ich schlachte die Ratte nicht. Die arme Ratte.“ Fabienne erwiderte: „Ist schon okay. Ich mache es. Aber erst zum Schluss. Armes Tier? Ich mag an sich Ratten schon nicht besonders gerne, aber das Mistvieh hier hat mich zweimal gebissen. Und das geht zu weit!“ Nymphadora meinte: „Mein Hund beisst mich auch ~ muss ich ihn jetzt schlachten? Nene, solange ich die Ratte nicht töten muss...“
Während dieser fröhlichen Unterhaltung ging das Vorbereiten der Zutaten gut voran. Die Mädchen tranken dabei Butterbier und aßen Kekse. Das Problem war nun jedoch, dass die Zubereitung des Tranks ungefähr acht Tage in Anspruch nehmen würde. Somit war es nicht möglich, den Trank im Klassenraum oder im Gemeinschaftsraum zu brauen. Die Mädchen kamen überein, sich bis zum nächsten Tag eine Lösung zu überlegen. Anita verstaute also die vorbereiteten Zutaten in ihrem Vorratsschrank, und alle wandten sich wieder anderen Unterhaltungen zu.
In diesem Augenblick kam der Professor in den Raum. Er war immer noch verärgert wegen seinem Umhang und fuhr Jessika an: ,,Leistet mein Umhang ihnen gute Dienste? Es ist mein bester und ich habe ihnen gestern eine Anweisung gegeben mir ihn zurückzubringen!! SIE HABEN SICH ALSO ÜBER MICH HINWEGGESETZT!Umhang her und 50 Punkte Abzug." Fabienne tuschelte zu Jessika: „Sag nicht, wir hätten dich nicht gewarnt! Jetzt ist er richtig wütend!“ Jessika stammelte: „Ohh... Guten Abend, Herr Professor... Verzeihung... aber ich habe Ihren Umhang im Mädchenschlafsaal liegen lassen...“ Professor Snape machte eine komplizierte Zauberstabbewegung. Der Umhang erschien im Gemeinschaftsraum. Professor Snape sah Jessika wütend an. ,,So so, Miss Jessika, was mach ich jetzt bloß mit Ihnen? 50 Punkte Abzug waren nicht genug?" Jessika versuchte, sich zu rechtfertigen: „Aber, Sir... ich habe mir doch Ihren Umhang bloß ausgeliehen!“ Professor Snape fragte: ,,Miss Jessika, können sie mir einen plausiblen Grund nennen, warum Sie so scharf auf meinen Umhang sind?" Eine vernünftige Antwort konnte Jessika dem Professor darauf nicht geben. „Verzeihen Sie, Sir... ich weiß auch nicht was ich mir dabei gedacht habe...“ Anita meinte daraufhin, ihren Senf dazuzugeben. „Sir... wenn Punkteabzug nichts hilft... dann vielleicht Nachsitzen oder Strafarbeit?“ Der Professor ging darauf nicht näher ein. Kurz darauf gingen alle schlafen. In ihren Räumen fand Anita einen Brief vor:
Salam aleikum Snapes Tochter
Habe ich mich mal wieder für eine kleine Reise nach Europa entschieden. Möchte ich Sie und die lieben Kinderchen vom Kerker in der kommenden Woche gerne besuchen kommen. Möchte gerne Ihren Lehrer für Zaubertränke einmal kennen lernen bei einem guten Glas Dattelwein.
Ich werde vor meinem Erscheinen nochmals meinen Geist zu ihnen schicken.
Allah sei mit ihnen
Djaffar Halef Abdullah Ben Massoud
Die Nachricht, dass Massoud demnächst wieder nach Hogwarts kommen würde, verbreitete sich am nächsten Tag unter den Schülern wie ein Lauffeuer. Nur zu gut konnten sich die Schüler an seinen letzten Besuch erinnern. Er war ein Bekannter von Anita, den diese auf einer ihrer Reisen kennen gelernt hatte. Er leitete eine arabische Zauberschule, und er hatte für kurze Zeit Professor Snape vertreten, weil sich dieser im auf einer Reise befunden hatte. In dieser kurzen Zeit hatte er sich mit seinen Unterrichtsmethoden sehr unbeliebt gemacht. Nicht nur, dass die Schülerinnen zur Beschaffung von außergewöhnlichen Zaubertrankzutaten auf lebensgefährliche Reisen begeben mussten und Unmengen ekelhafte „Krabbeltiere“, wie Fabienne sich ausdrückte, auseinandernehmen mussten, zum Schluss war dieser Araber unter Mitnahme der ganzen vorbereiteten Zaubertrankzutaten einfach abgereist und hatte somit die Schüler um den Lohn ihrer Arbeit betrogen. Dies hatten sie ihm nicht verziehen. Darüber hinaus kamen sie auch nicht mit der harten Art und Weise zurecht, wie Massoud Schüler zu bestrafen pflegte.
Fabienne meinte sofort: „Ich weiß nur eines: Ich werde mich hüten, diesem Araber noch mal über den Weg zu laufen. Wenn er unterrichtet, werde ich rechtzeitig genug krank.“ Jessika war auch nicht besonders begeistert, überlegte allerdings sofort, ob hier ein Streich möglich war. „Huhh... hatte ich gestern Glück, dass der Professor wegen seinen Umhang nicht ganz ausgerastet ist... er sah ganz schön wütend aus :huh: ich bin doch noch mal ganz gut davon gekommen. Was muss ich da lesen?? Djaffar kommt?? Vielleicht mag er ja diesmal etwas Tee mit Schrumpftrank... das letzte Mal hat er sich ganz schön angestellt. Naja... immerhin hat er den Dattelwein mit Furunkelgeschmack vorgezogen.“ Meadow meinte: „Hab ich das richtig gehört? Djaffar kommt.wieder? Oh nein, bloß nicht.“ Anita wurde schließlich ungehalten. „Ihr solltet etwas freundlich sein zu meinem Gast... und ganz so töricht wie ihr glaubt, ist er auch nicht; Dattelwein mit Furunkelgeschmack mag er bestimmt ganz gerne... er ist gegen eure kleinen Gemeinheiten in jeder Hinsicht gefeilt.“
Nachdem die Mädchen eine Weile über Massouds bevorstehenden Besuch diskutiert hatten, kamen sie wieder auf den Schrumpftrank zurück. Anita hatte inzwischen einen kleinen Raum entdeckt, der kaum benutzt wurde, und hatte alle benötigten Gerätschaften sowie die gesammelten Zaubertrankzutaten dorthin gebracht und den Raum versiegelt. Somit war also das Ortsproblem gelöst. Nach und nach trafen dann die Mädchen im Gemeinschaftsraum ein. Sobald alle anwesend waren, gingen sie dann zu dem Raum hinüber. Anita setzte sofort den Kessel auf. Dann begann sie, die Raupen klein zu schneiden. Fabienne hackte in der Zeit die Gänseblümchenwurzeln. Meadow schnitt die Schrumpelfeigen. Hexchen verrührte Filchs Ohrenschmalz mit dem Katzenkot zu einer schaumigen Masse. Jessika quetschte die Blutegel aus und löste die Barthaare von Mrs. Norris darin auf. Sobald das Wasser im Kessel angefangen hatte, zu kochen, gab Anita die gehackten Gänseblümchenwurzeln hinzu, nahm dann den Kessel vom Feuer und erklärte, dass die Wurzeln bis zum nächsten Tag ziehen müssten und dass sie in dieser Zeit ab und zu umrühren würde. Erst am nächsten Abend würden weitere Zutaten in den Kessel kommen. Dann bat sie Fabienne, in den Gemeinschaftsraum zu gehen und den Professor abzulenken. Fabienne versprach es. Sie wollte Professor Snape, falls er auftauchen sollte, in eine Unterhaltung verwickeln.
Der Professor war noch nicht im Gemeinschaftsraum. So kamen dann die Mädchen nach und nach alle zurück. Meadow hatte ein paar Bücher dabei, die sie aus dem Zaubertrank-Klassenzimmer „ausgeborgt“ hatte. Hexchen fragte: „Irgendwer Lust auf Feuerwhiskey???“ Fabienne sah Hexchen besorgt an. Hatte sie etwa wieder mit dieser Trinkerei angefangen? Sie antwortete: „Nee, Feuerwhisky ist nicht mein Ding.“ Anita jedoch sagte: „Immer!“, denn auch sie pflegte gerne ein Gläschen zu trinken. Meadow antwortete: „Hexchen nein danke ich mag keinen Feuerwhiskey.“ Schließlich sagte Anita: „Na dann Prost Hexchen! Auf gutes Gelingen der Schrumpflösung!“ Sie unterhielten sich noch eine ganze Weile weiter, unter anderem über den Ball, danach verzogen sich alle nach und nach in ihre Schlafsäle.
Am nächsten Tag fand eine Zaubertrank-Stunde statt, und diese stellte die jungen Schrumpftrank-Brauerinnen vor ein neues Problem: es musste in dem Trank zu genau festgelegten Zeiten gerührt und neue Zutaten beigefügt werden, und einige dieser Zeitpunkte fielen genau in die Zaubertrankstunde. Anita machte sich ein bisschen Sorgen darum, ob es ihr gelingen würde, unauffällig zwischendurch hinauszuschleichen und die notwendigen Arbeiten an dem Trank zu verrichten. Fabienne beruhigte sie jedoch: „Keine Sorge, wir werden den Herrn Professor schon von dir ablenken. Notfalls zicken Meadow und ich uns an, dann konzentriert der Herr Professor sich auf uns. Schlimmstenfalls kriegen wir halt Strafpunkte, Nachsitzen oder Strafarbeiten, und das nehmen wir dafür in Kauf.“
Meadow erklärte sich sofort einverstanden. Auch Jessika hatte noch eine Idee für ein Ablenkungsmanöver: „Notfalls stelle ich etwas an oder plappere wirres Zeug... das lenkt den Professor sicher ab.“ Anita schilderte die weitere Vorgehensweise: „Ja dann gebe ich jetzt maldie Schrumpelfeigen in den Trank und koche das Ganze unter Rühren nochmals auf.
Später muss ich dann alle 20 Min. 5 zerkleinerte Raupen beifügen und exakt dreimal mit und dreimal gegen den Urzeigersinn rühren, dabei muss der Trank sieden, darf aber nicht überkochen... ja und dann noch diese Rattenmilz! Ich sehe schon; viel Arbeit heute.“ Mit diesen Worten ging Anita in den „Brauraum“.
Dann begann die Zaubertrank-Stunde. Professor Snape hatte wohl schon herausgefunden, dass etwas im Busch war, denn er begann die Stunde mit den Worten: „Guten Abend, meine Schüler, man war ja während meiner Abwesenheit sehr umtriebig, dem werde ich ein Ende setzen.Ich weiß schon, was ich zu tun hab. Ich werde rausfinden wer am meinem Schrank war, und dieser wird es sehr bereuen.“ Die Schüler machten alle auf unschuldig, auch die schrumpftrank-Brauerinnen. Fabienne sagte freundlich und höflich: „Guten Abend, Herr Professor!“ Jessika sagte: „Guten Abend, Herr Professor... ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen.“ Anita wiederum konnte sich ein paar Bemerkungen nicht verkneifen: „Ahhh... einen wunderschönen guten Abend Professor Snape! Hatte eure Grantigkeit einen geruhsamen Tag heute? Hier ist alles ruhig geblieben... fast schon langweilig!“ Professor Snape erwiderte: „Ich habe noch keinen beschuldigt. Aber ich werde es herausfinden....Und die Person, die an meinem Schrank war wird teuer dafür bezahlen." Er blickte die Schüler drohend an. ,,Und haben sie während meiner Abwesenheit gelernt?" Jessika antwortete: „Wir waren alle sehr fleißig, Sir... und haben gelernt.“ Anita erwiderte: „Aber selbstverständlich, Herr Professor... wir waren sogar sehr fleißig!“ In diesem Moment zieht Meadow ihren Zauberstab aus dem Umhang hervor und wendet sich in Richtung Fabienne. Sie murmelt „Aguamenti!“, und Fabienne wird pitschnass gespritzt. Hexchen versteckt sich hinter ihrem Zauberkessel und kichert hemmungslos. Leise fragt sie ihre Nachbarin: “Jessika, was geht ab???“ Jessika reicht Fabienne ein Taschentuch und flüstert zu Hexchen: „ Ich glaube, Meadow zickt rum...“ Fabienne wendet sich zu Meadow. „Was fällt dir denn ein? Expelliarmus!“ Meadowes Zauberstab flog in Fabiennes Hand. Anita rief plötzlich: „Oh, verflixt nochmal, da fällt mir ein... ich habe meinen Zauberstab vergessen... muss ihn schnell holen.“ Mit diesen Worten rannte sie aus dem Klassenzimmer.
Professor Snape begann, scheinbar ohne sich um die Eskapaden der Schüler zu kümmern, mit seinem Unterricht. ,,So so, meine Schüler. Heute werden Sie einen Trank brauen, der eigentlich weit über Schülerniveau ist. Ich erwarte kein perfektes Ergebnis (als ob sie das hinkriegen würden), ich erwarte aber absolute Konzentration während dieser Aufgabe. Jegliche Ablenkung wird schwer bestraft. Gut, heute werden sie das Gegenteil von Felix Felicis, den Unglückstrank, oder auch Trank des Peches brauen. Er bewirkt wie der Name schon sagt, dass die Person, die ihn trinkt, für einen ganzen Tag nur Pech hat und dass ihr absolut nichts gelingt. Kann eine wirksame Waffe gegen Gegner sein, oh ja das ist er. Zutaten finden sie im Vorratsschrank, Anweisungen stehen an der Tafel. Legen sie los. Ich möchte keine Unterhaltung hören."
Währenddessen flüsterte Hexchen zu Meadow: „Na Meadow gibts heute Randale??? Da mach ich aber mit....“ Meadow schrie Fabienne an: „Gib mir sofort meinen Zauberstab zurück!“ Gleichzeitig zog sie Fabienne an den Haaren. Diesmal reagierte Professor Snape:,,Miss Malfoy und Miss Moody! ich dulde keinerlei Zauber in meinem Zaubertrankkurs. Jeweils 70 Punkte Abzug dafür. So, ich weiß, was Sie vorhaben. Ablenkungsmanöver, he? Ich bin ein begnadeter Legilimentiker, falls Sie das vergessen haben. Habe die Tür magisch versiegelt. Wer raus muss, soll sich bei mir melden. Ähm, und Miss Malfoy erhält weitere 50 Punkte Abzug für das Haarereißen! " Hexchen nutzte die Pause, um ein Schwätzchen mit Jessika zu halten. Meadow versuchte, sich herauszulügen: "Ach nein Herr Professor ich hab nichts gemacht, Fabienne war ´s." In diesem Moment klopfte es an der Tür. Anita kam zurück und sagte: „Oh, Entschuldigung, Herr Professor; habe ich was verpasst?“ Zu den Mädchen flüsterte sie: „Die erste Ladung Raupen ist drin." Professor Snape bekam Jessikas Geflüster mit. Er rief: ,,Ich habe gesagt keine Unterhaltungen mehr Miss Jessika. 20 punkte Abzug für Sie!" Hexchen nahm Jessika in Schutz: „Ähm das war aber meine Schuld, ich habe sie angesprochen sie war nur höflich.“
Inzwischen hatte Professor Snape sich seine Tochter vorgenommen. Er schrie sie an: ,.TOCHTER! DU WIRST DIESEN RAUM NICHT MEHR OHNE MICH VERLASSEN! HABE DIE TÜR MAGISCH VERSIEGELT! MUHAHA! UND 80 PUNKTE ABZUG! DER NÄCHSTE, DER MEINEN UNTERRICHT STÖRT, BEKOMMT DIE VOLLE HÄRTE ZU SPÜREN!"
Meadow rief daraufhin in den Raum: "Du hast dem Professor die Bücher entwendet, Fabienne, gib es zu!“ Auch weitere Schüler schwätzten herum, bis Professor Snape rief: ,,FANGEN SIE UM GOTTES WILLEN AN MIT DEM ZAUBERTRANK!" Nach und nach gingen die Schüler zum Vorratsschrank und holten sich ihre Zutaten. Dann hob Jessika die Hand: „Herr Professor, wenn wir mit diesen Trank hier fertig sind...können Sie mir dann ein paar Informationen zu einem anderen Trank geben?“ Professor Snape fragte zurück: ,,Miss Jessika, für welchen Zaubertrank wollen Sie Infos?" Jessika antwortete: „Naja... ich dachte da an Weinrautenessenz, Sir.“ In diesem Moment holte Meadow ihren Kessel aus dem Regal. Der Kessel fiel ihr aus der Hand und landete mit einem ohrenbetäubenden Knall auf dem Boden. Professor Snape schrie: ,,MISS MALFOY! PASSEN SIE AUF!"
In diesem Moment rief Anita: „Herr Professor, Sir; ich müsste mal ganz dringend auf die Toilette. Würden sie mich bitte kurz rauslassen? Ich komme sofort zurück!“ Professor Snape war ratlos, denn schließlich konnte er keiner Schülerin verweigern, die Toilette aufzusuchen. Andererseits wollte er aber auch die Klasse nicht unbeaufsichtigt lassen, seine Tochter jedoch ebenso wenig. ,,Hmmh Tochter....Was mache ich nun? Ah ich weiß Mr Filch herkommen." Als Mr. Filch erschien, sagte Professor Snape zu ihm: ,,Mr Filch, Sie werden meine Tochter zum Klo begleiten und vor der Tür warten. Wenn sie rauskommt bringen Sie sie wieder hierher. Tochter! Bevor du gehst, gebe mir deinen Zauberstab während deiner Abwesenheit. "
Mr. Filch und Anita verließen den Klassenraum. Professor Snape beantwortete nun Jessikas Frage: ,,Miss Jessika als meine Topschülerin werde ich ihnen ausnahmsweise helfen. Ich gebe Ihnen ein Buch aus meiner Privatsammlung. Aber ich warne Sie: Wenn Sie dieses Wissen nehmen, um irgendwas Illegales zu machen, werde ich sie sehr, sehr hart bestrafen. Verstanden?“ Jessika versicherte Professor Snape, keinerlei Unfug im Sinn zu haben.
In diesem Moment hob Meadow die Hand: „Herr Professor kann ich bitte gehen ich glaube ich bin krank.“ Professor Snape glaubte Meadow kein Wort. ,,MISS MALFOY! Sie sind eine erbärmlich schlechte Lügnerin." Er kramte in einer Tasche seines Umhangs und gab Meadow ein Fläschchen: ,,Hier, nehmen Sie diesen Zaubertrank und trinken Sie. Dann wird es Ihnen besser gehen." Meadow widersprach: „Wollen sie mich vergiften, Sir? Das Zeug trink ich nicht.“ Hexchen beugte sich tief über ihren Zauberkessel, um ihr Grinsen zu verbergen. Meadow nutzte den kurzen Moment, den der Professor abgelenkt war, und warf in Fabiennes Kessel Kotzpastillen. Daraufhin gab Fabienne Meadow eine Ohrfeige. Professor Snape wurde sehr, sehr wütend. Er begann zu schreien: ,,MISS MAALFOY! SIe haben grade etwas in Miss Fabiennes Kessel geworfen! Holen sie es sofort daraus! 60 Punkte Abzug und Nachsitzen! Und Miss Fabienne, hören Sie auf, in meinem Kerker irgendwen zu schlagen."
Inzwischen war Anita mit Filch auf dem Weg zum Mädchenklo und quatschte auf ihn ein. „Ahh, guten Abend Mr. Filch; wie geht es Ihnen und Ihrer niedlichen Katze? Sie ist schon ein ganz spezielles Tierchen.“ Sie suchte mit Filch im Nacken das Klo auf. „Ähm; hier dürfen Sie nicht rein!“ Sie knallte die Tür zu und schlüpfte eiligst über den Hinterausgang ins Brauzimmer, um den Trank zu pflegen und die zweite Ladung Raupen beizufügen. Dann reduzierte sie das Feuer und verschwand wieder ins Mädchenklo. Sie ging wieder hinaus zu Filch und schwätzte wieder auf ihn ein: „Da bin ich wieder. Jetzt geht´s schon etwas besser... aber ich habe immer noch diese Magenschmerzen! Jaja... weiss ich doch dass das Sie nicht interessiert.“ Danach nahm sie wieder im Klassenzimmer Platz zwinkerte und den Anderen zu.
Hexchen flüsterte derweil wieder mit Jessika. „Jessika????? Ich glaube wir haben heute Narrenfreiheit. Klappt s mit Deinem Trank? Ich glaube, ich habe meinen gerade vermurkst... Ups.“ Jessika flüsterte zurück: „Hexchen ich hoffe, daß mein Trank was wird, habe schon so einieges gebraut... aber dieser hier ist mir irgendwie neu.“ Da Meadow nichts unternahm, um die Kotzpastillen aus Fabiennes Kessel zu holen, ging Professor Snape zu Fabienne hin und rief:,,ACCIO KOTZPASTILLEN!" Sofort flogen die Pastillen aus Fabiennes Kessel. Daraufhin wandte sich der Professor an Meadow und brüllte: ,,UND MISS MALFOY! KONZENTRIEREN SIE SICH AUF DEN UNTERRICHT! GERADE SIE HABEN ES NÖTIG!“ Meadow wagte ein Widerwort: „Nachsitzen bei Ihnen das geht nich,t denn ich hab was vor." Um so wütender wurde Professor Snape. ,,DAS IST MIR SCHEIßEGAL! SIE WERDEN NACHSITZEN, WENN ICH ES IHNEN SAGE! UND WENN SIE MIR NOCHMAL WIDERSPRECHEN, VERLASSEN SIE MEINEN UNTERRICHT !"
Derweil flüsterte Hexchen weiterhin mit Jessika. „Solange er nicht hinguckt merkt er nie, dass ich hier absoluten Obermist baue. Hoffentlich lenken ihn Meadow und Fabienne weiterhin so von mir ab.Geben wir uns übrigens nach dem Unterricht die Kante????“ Meadow hatte offenbar noch immer nicht genug, denn sie ging zu Fabienne rüber und schüttete ihr ein bisschen Zaubertrank übers Haar. Professor Snape schwenkte seinen Zauberstab, um Fabiennes Haare zu trocknen. Dann brüllte er Meadow an: ,,MSS MALFOY! 100 PUNKTE ABZUG! UND JETZT WERDEN SIE AN MEINEM TISCH WEITERBRAUEN UND MEINE ,,BESONDERE AUFMERKSAMKEIT" WIRD IHNEN ZUTEIL,DAMIT SELBST NICHTSKÖNNER WIE SIE EINEN HALBWEGS GUTEN TRANK HINKRIEGEN!" Jessika hatte inzwischen ihren Trank fertig und gab ihn ab. Sie wurde von Professor Snape gelobt: ,,Gut, Miss Jessika! Ich gebe Ihnen für diesen annähernd perfekten Trank ein O. Wenigstens eine Schülerin mit Talent!"
Anita hielt sich plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Bauch und fragte: „Herr Professor, Sir; mir ist so furchtbar schlecht; dürfte ich nochmals zur Toilette?“ Professor Snape wollte jedoch seine Tochter nicht noch einmal hinauslassen. Statt dessen reichte er ihr ein Fläschchen und sagte: ,,Tochter, trink diesen Trank, dann geht es dir besser." Anita jedoch schwankte zur Tür. Sie jammerte: „ Ich muss hier raus!!“ Sie zerrte dabei verzweifelt an der Tür. Professor Snape gab nach: ,,OK OK! Filch wird dich wieder begleiten....." Er öffnete die Tür. „Danke, Herr Professor!“, sagte Anita. Sie entflüchtete aus Filchs Klauen und spurtete zur Toilette Hierbei rief sie Filch noch frech zu: „ Da müssen sie schneller werden!“ Sie entwich wieder durch den Hinterausgang. Im Brauzimmer rührte sie die restlichen Raupen in den Trank und d killte die Ratte mit Rattengift aus dem Vorratsschrank vom Professor. Sie schnitt die Milz heraus und fügte sie dem Trank bei, rührte nochmals um und nahm den Kessel vom Feuer. „So das muss jetzt erst mal einige Zeit ziehen.“ Sie eilte zurück und klopfte an die Tür des Klassenzimmers.
Zwischenzeitlich hatten bereits einige Schüler ihre Trankproben abgegeben. Professor Snape fragte Anita: ,,Tochter wie weit is dein Zaubertrank?" Diese entgegnete: „Wegen meinen Bauchschmerzen und der damit verbundenen Abwesenheit konnte ich mich heute gar nicht auf den Unterricht konzentrieren, Sir. Ich bitte sie um Verzeihung; es geht mir aber schon wieder besser.“ In diesem Moment fällt Meadows Kessel mit dem Zaubertrank um und alles läuft über den Tisch des Professors.Professor Snape rief genervt: ,,Miss Malfoy, sehen Sie, was Sie angerichtet haben!“ Er säuberte seinen Tisch. ,,Miss Malfoy, Sie kriegen für diese stunde ein S .In Zukunft erwarte ich mehr an Leistung, und wenn ich noch mal so ein Verhalten von Ihnen sehe, werden Sie mich richtig kennen lernen!" Er sah meadow drohend an. ,,Geben sie mir alle eine Probe von ihrem zaubertrank ab außer denen, die es schon getan haben. Hausaufgabe 8 Fuß langer Aufsatz über die richtige Herstellung des Zaubertranks. Außer Miss Jessika, die muss diesen Aufsatz nicht schreiben, da sie ein O hat. Von Mrs. Malfoy erwarte ich wegen dieser stunde einen 10 Fuß langen Aufsatz."
Die restlichen Schüler gaben ihre Trankproben ab. Meadow war immer noch trotzig und uneinsichtig. „Wann muß ich den nachsitzen Herr Professor? Zum Nachsitzen hab ich aber keine Lust.“ Zu aller Überraschung lenkte der Professor plötzlich ein: ,,Miss Malfoy Sie werden statt des Nachsitzens eine Chance kriegen, sich zu bewähren. Ich gebe ihnen das Gift und wenn sie es schaffen darauf ein eigenes Gegengift (kein Bezoar) zu mischen werde ich mir noch mal Gedanken machen." Er reichte Meadow ein Fläschchen und sagte: ,,Das machen Sie alleine, verstanden?" Meadow war nach wie vor uneinsichtig und erwiderte: „Ich will aber dieses Gegengift nicht brauen und auch nicht nachsitzen.“ Professor Snape verlor allmählich die Geduld, dennoch blieb er noch ruhig. ,,Miss Malfoy! Sie werden dieses Gegengift bis zum nächsten Mal brauen. Sie können wesentlich mehr leisten, und bis jetzt waren sie mir eigentlich immer als angenehme Schülerin bekannt? Was war denn heute los?" Statt einer vernünftigen Antwort gab Meadow jedoch weitere Widerworte. "Nein das werde ich nicht Herr Professor dieses blöde Gegengift brauen."
Fabienne, die wie immer mit ihrem Zaubertrank zeitig fertig geworden war und danach ein Schläfchen gehalten hatte, wurde wach und verfolgte das Streitgespräch. Vor Erstaunen hielt sie den Atem an. Wie konnte man dem Herrn Professor so frech widersprechen? Sie war ein bisschen besorgt, ob Professor Snape ihr Nickerchen bemerkt hatte. Normalerweise entging ihm nichts, aber an diesem Tag hatte es so viel Unruhe gegeben.
Noch immer blieb der Professor ruhig. ,,Miss Malfoy! Sie haben meine Anweisungen verstanden. Sie werden das Gegengift brauen, sonst kann ich auch nichts mehr für Sie tun. Ich will Ihnen helfen. Irgendwas ist doch? Sagen Sie es mir Miss Malfoy." Er sah Meadow an, aber nicht zornig, sondern besorgt. Meadow blieb jedoch stur. "Mit mir ist nichts, Herr Professor, mir geht es gut. Aber dieses blöde Gegengift brau ich nicht.“ Professor Snape hatte langsam keine Lust mehr auf die Diskussion. Er sagte nur noch, so ruhig wie möglich: ,,Miss Malfoy, Sie werden das Gegengift und den Aufsatz bis zur nächsten Stunde herstellen, das ist mein letztes Wort. Ich werde mich nun in meine Gemächer zurückziehen. Gute Nacht die Damen."
Mit diesen Worten verließ Professor Snape das Klassenzimmer. Die Schüler gingen in den Gemeinschaftsraum. Dort freuten sie sich darüber, wie gut das Brauen des Tranks gelungen war. Nun musste er noch ein paar Tage ziehen, und es waren noch ein paar kleinere Nacharbeiten notwendig. Dann konnten sie ihn an Mrs. Norris ausprobieren.
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