
von ChantalMoody
Ärger
Am nächsten Tag hatten Meadow, Fabienne und Jessika allerbeste Laune. Nicht nur, dass die Ablenkungsmanöver so gut funktioniert hatten und der Schrumpftrank seiner Vollendung entgegensah, sie kochten schon den nächsten Streich aus. Fabienne hatte sich von dem Pechtrank, der ihr ziemlich gut gelungen war, eine Probe abgefüllt, und sie diskutierten nun darüber, wem sie einen Tag lang Pech bescheren sollten. Und Fabienne freute sich außerdem, dass es nun endlich wieder Unterricht in Verteidigung gegen die Dunklen Künste geben sollte. Sie liebte dieses Fach sehr, abgesehen davon, dass sie auch darin immer die Beste ihres Jahrgangs gewesen war, was angesichts ihrer Abstammung niemanden verwunderte.
Schließlich entschieden sie sich, dass Harry mal einen Tag Pech gut gebrauchen konnte. Jessika erklärte sich dazu bereit, Harry den Trank in den Kürbissaft zu kippen. Danach überlegten sie, was sie noch anstellen konnten. Fabienne verließ die anderen beiden jedoch, da sie müde war und früh zu Bett ging. Die anderen beiden blieben noch im Gemeinschaftsraum. Meadow hatte sich aus der Sammlung des Herrn Professor ein paar Bücher „ausgeliehen“, in denen sie eifrig las. Jessika hätte sich zu gerne wieder einmal den Umhang des Herrn Professor ausgeborgt, aber diesmal hatte er ihn im Schrank eingeschlossen, und Jessika traute sich nicht, ihn zu nehmen.
Meadow erbot sich zwar, den Umhang für Jessika aus dem Schrank zu holen, aber es kam nicht mehr dazu, denn plötzlich kam Professor Snape in den Gemeinschaftsraum. Sofort nahm er sich Meadow vor: ,,MISS MALFOY WOHER HABEN SIE BÜCHER AUS MEINER PRIVATSAMMLUNG?" Meadow antwortete: „Guten Morgen Herr Professor, ich mach doch nichts Schlimmes.“ Auch Jessika, die in einem der Bücher las, meinte nur: „Guten Morgen, Sir... ich lese bloß noch ein wenig.“ Zur Überraschung der mädchen hatte der Herr Professor jedoch sehr schlechte Laune, und er begann gleich loszubrüllen: ,,GEBEN SIE MIR MEINE BÜCHER ZURÜCK! SIE DENKEN WOHL AUCH, ICH BIN EINE WITZFIGUR! ICH LASSE NIEMANDEM MEHR ETWAS DURCHGEHEN!"
Obwohl Meadow doch erkennen musste, dass der Herr Professor in einer Stimmung war, in der mit ihm nicht gut Kirschen essen war, versuchte sie, sich dumm zu stellen, und fragte: „Was für Bücher meinen sie denn, ich weiß von nichts.“ Der Professor antwortete: ,,Die Bücher, die Sie erwähnten. Und wie läuft es mit Ihrem Gegengift?" Meadow antwortete: „Hab das blöde Gegengift noch nicht gebraut. Und was meinen Sie mit Witzfigur?“ Professor Snape sah die Mädchen böse an. ,,Ich habe gehört, wie Sie vorhin über mich redeten. Das war also tatsächlich eine billige Ablenkungsmasche, um irgendwas Verbotenes zu machen, und ich Narr habe mir Sorgen um Sie gemacht. Wenn sie es noch mal versuchen, werden Sie es bereuen." Meadow probierte es weiterhin mit Schwindeleien. „Ach, die Bücher, die hab ich unter Ihrem Tisch gefunden.“
Professor Snape begann wieder zu schreien: ,,DIE BLÖDEN BÜCHER INTRESSIEREN MICH NUR BEDINGT.ICH FRAGE MICH, WIE SIE ES WAGEN KÖNNEN, EIN BILLIGES ABLENKUNGSMANÖVER IN MEINEM UNTERRICHT ZU VERANSTALTEN, UM IRGENDWAS VERBOTENES ZU MACHEN! UND ICH NARR HABE MIR SORGEN ÜBER SIE GEMACHT!"
Meadow tat weiterhin, als wüsste sie nicht, wovon der Professor redete. „Was meinen Sie für ein Ablenkungsmanöver, Sir?“ Professor Snape sah Meadow kalt an. ,,Sie sollten echt einen besseren Ort für Ihre Gespräche wählen als meinen Kerker. Ich kenne den Plan von Ihnen und Ihren Kameradinnen, Mrs. Norris einen Schrumpftrank zu verabreichen, und wie Sie heute auch sagten, ist er fast fertig. Ich hätte niemals gedacht, dass Sie das hinkriegen, aber ich bin überrascht. Wenn Sie Ihren Plan in die Tat umsetzen, werde ich so böse, wie Sie mich noch nie erlebt haben. Und von Ihnen bin ich schwer enttäuscht, ich dachte Sie seinen besser als die anderen Malfoys...:" Meadow fragte zurück: „Haben sie das echt gedacht, wie kommen Sie darauf Sir?“ Professor Snape antwortete: ,,Ich kann eins und eins zusammenzählen. Meine werte Tochter hat so starke Bauchschmerzen dass sie zweimal aufs Klo muss. Daraus schließe ich, dass der Trank im Klo der Maulenden Myrte steht, da dort sowieso niemand reingeht. Und eine Snape konnte den nichtsnutzigen Mr. Filch leicht täuschen. Sie machten den Radau in meinem Unterricht, um von Ihrem eigenen Vorhaben abzulenken . Das war clever, aber nicht gut genug, um mich zu überlisten. Ich habe Ihnen gesagt, Sie können mich nicht linken."
Meadow erkannte den Ernst der Lage noch immer nicht. „Das haben wir doch gar nicht versucht, Sir, wie kämen wir denn dazu, Sie überlisten zu wollen?“ Jessika wollte Meadow zur Hilfe kommen und fragte: „Ich will nun wirklich nicht zu viele Fragen stellen und auch nicht zu neugierig sein... aber, Sir... wäre es denn wirklich so schlimm wenn wir diesen Katzenbiest schrumpfen würden ?“ Professor Snape antwortete: ,,Ja, Miss Jessika, obwohl ich die Katze auch nicht sonderlich leiden kann, ist es gegen die Schulordnung, einen illegalen Trank zu brauen.... Und Miss Malfoy, seien Sie wie ihre Freundin, Miss Jessika, die hat quasi schon gestanden....das gibt Straferleichterung.."
Jessika widersprach: „Moment... bitte, Sir... ich habe doch überhaupt nichts gestanden.Ich habe doch nur wirklich lediglich gefragt... Ich kann Ihnen versichern, ich weiß nichts von einen Schrumpftrank... und ich bin mir sicher, dass Miss Malfoy ebenfalls nichts darüber weiß.“ Meadow sagte: „Ich weiß auch nichts von einem Schrumpftrank.“ Professor guckte sehr böse, als er erwiderte: ,,Mmh sie wissen dass ich legilimentik beherrsche. ich erkenne wenn mich jemand belügt, und sie belügen mich gerade. Von ihnen, Miss Jessika, bin ich enttäuscht. Sie machen bei so was mit. Bei Miss Malfoy war es nicht anders zu erwarten. Geständnisse erleichtern die Strafe. Bedenken Sie das." Meadow war jedoch hartnäckig. „Ich weiß wirklich nichts von einem Schrumpftrank, Sir.“
Professor Snape versuchte es auf andere Weise: ,,Ich werde Sie nicht bestrafen, wenn Sie mich zu diesem Trank bringen und ich ihn beschlagnahme. Ihre anderen Kameradinnen, vor allem meine Tochter, werden sehr hart bestraft, da sie die Drahtzieher waren. Also ich kriege den Trank so oder so. Sie können kooperieren, oder Sie werden die Konsequenzen tragen." Meadow sagte weiterhin: „Wir wissen beide nichts von einem Trank, Sir.“ Jessika versuchte abzulenken: „Sir, ich wollte mich bei Ihnen für das Buch bedanken, welches Sie mir aus Ihrer Privatsamlung geliehen haben... es hat mir sehr viel weiter geholfen... Vielen Dank, Sir!“ Professor Snape ließ sich jedoch nicht ablenken. ,,Also wenn Miss Malfoy es nicht sagt, dann sagen Sie mir wo der Trank ist, Miss Jessika.Miss Malfoy wird dann genauso hart bestraft wie meine Tochter und Miss Moody...." Jessika versuchte es noch einmal mit einem Themenwechsel: „Herr Professor, ich bräuchte da noch ein paar Informationen zu einem anderen Trank... könnte ich da vielleicht unter Umständen, in eins Ihrer Bücher noch einen Blick werfen?“ Professor Snape sah Jessika grimmig an. Dann brüllte er: ,,MISS JESSIKA NACHDEM WAS SIE SICH GELEISTET HABEN SOLL ICH IHNEN AUCH NOCH DABEI HELFEN DIE NÄCHSTE ILLEGALE TAT ZU PLANEN! GANZ SICHER NICHT!" Jessika verteidigte sich: „Ich habe doch nun wirklich nichts gemacht, Herr Professor. Ich war gestern doch die ganze Zeit im Klassenzimmer und habe an meinen Trank gearbeitet.“ Professor Snape schrie: ,,LÜGE! SIE WISSEN ICH BEHERRSCHE LEGILIMENTIK! ICH ERKENNE ES, WENN ICH BELOGEN WERDE!" Schließlich sagte er: ,,Miss Malfoy und Miss Jessika,als Bestrafung ziehe ich Ihnen beiden 80 Punkte ab.
Außerdem werden Sie beide je eine Woche jeden Abend um 18:00 Uhr bei Mr. Filch nachsitzen.Ich erteile Ihnen eine offizielle Verwarnung,noch mal, und Sie werden verwiesen. Ich werde außerdem mit dem Schulleiter reden .Ich bin maßlos enttäuscht von Ihnen. Wenn Sie so was noch mal versuchen, werde ich richtig sauer, verstanden?" Meadow versuchte nun, Jessika zu verteidigen: „Stimmt Jessika hat an ihrem Zaubertrank gearbeitet.“ Dies hätte sie aber besser nicht versucht, denn der Professor erwiderte: ,,Sie brauchen mich nicht mehr zu belügen. Sie kennen ihre Strafe....aber für diese weitere Lüge ziehe ich ihnen noch mal 20 Punkte ab...." Jessika begann zu betteln: „Ich mag Mr Filch nicht... bitte, Sir... können Sie mich nicht anders bestrafen?“ Professor Snape blieb jedoch unerbittlich. ,,Bestrafungen richten sich nicht nach der Laune der Bestraften. Sie werden morgen mit dem Nachsitzen bei Mr. Filch beginnen....wenn Sie sehen, was ich für meine Tochter und Miss Moody für eine Strafe habe, werden Sie sich über ihre Strafe freuen." Meadow übergab dem Professor ihre Strafarbeit. Professor Snape las sie durch und kommentierte sie: ,,Die Qualität dieses Aufsatzes ist beschämend. Ich werde diese Arbeit auch nicht benoten. Seien Sie froh darüber.“ Schließlich wandte er sich an beide Schülerinnen: ,,Also, meine Damen, Sie wissen Bescheid, .morgen um 18 Uhr bei Mr. Filch. Ich werde mich nun in meine Gemächer zurückziehen. Ich bin wirklich sehr enttäuscht von Ihnen....freue mich schon auf morgen wenn ich Töchterchen und Miss Moody sehe.....eine angenehme Nachtruhe wünsche ich ihnen...." Mit diesen Worten verließ Professor Snape den Raum und schlug, wie üblich, die Tür hinter sich zu.
Meadow und Jessika blieben geknickt zurück. Meadow meinte: „Jessika, wie wäre es wenn wir da morgen nicht hingehen, auf diesen Fllch hab ich keine Lust.“ Jessika begann zu weinen. „Meadow, und du hattest auch noch vor, den Umhang des Professors aus dem Schrank zu entwenden... gut daß wir das nicht gemacht haben... ich habe den Professor noch nie so wütend erlebt. Ich hab es kommen sehen.Wir werden nun unsere Strafe beim Filch absitzen müssen. Und nun ziehe ich mich auch zurück... und weine... Nachti!“ mit diesen Worten verließ auch jessika den Raum, und auch Meadow ging kurz darauf.
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