
von ChantalMoody
Djaffar Massoud, Teil 2
Kapitel 10 - Djaffar Massoud, Teil 2: Mrs. Norris wird geschrumpft
Frühmorgens kam Anita von ihrem Strafdienst im Krankenflügel zurück. Zufrieden redete sie vor sich hin: „Na, wenigstens durfte ich da ein paar Stunden schlafen. Madame Pomfrey hatte Mitleid mit mir und ließ mich nur ihre Arzneiflaschen polieren.Da hat´s vielleicht interessante Salben und Zaubertränke darunter, kann ich euch sagen... Wollte das Warzenelixier für Filch mitnehmen... hat sie aber mit nem Zauber belegt, den ich nicht zu brechen vermag. Man kann die Flaschen und Töpfe wohl aus dem Regal nehmen um sie zu putzen, aber damit weggehen kann man nicht! Ich sehe mal nach, ob ich in irgend einem Buch was finde, das diesen Zauber aufheben könnte, während ich Djaffar von unserem Schrumpftrank abzulenken versuche. Zwei Hauselfen sind für sein leibliches Wohl verantwortlich.“
Sie sah nochmals nach dem Schrumpftrank, erhitzt ihn, rührte ihn der Anleitung z folge um und nahm ihn vom Feuer. Dann redete sie weiter: „Heute Abend kann ich dann die letzte Zutat (mir wird beim Gedanke an den Gestank jetzt schon schlecht) beifügen. Das muss dann nochmals 24 Stunden ziehen und ab dann müssen wir uns, wenn ich alles richtig gemacht habe, nicht mehr über Katzenhaare und Spionage von dem Viech ärgern!“
Später am Tag kam Fabienne in den Gemeinschaftsraum. Sie fand ein Pergament von Meadow vor: „Aha, Meadow war hier, sie hat ein Pergament hinterlassen, dass sie bei Filch zum Nachsitzen gegangen ist.“ Sie nahm sich ihr Buch für Verteidigung gegen die Dunklen Künste und begann zu lesen. Kurze Zeit später kam Anita. „Aha, Fabienne, auch schon da. Djaffar ist außer Haus. Habe ihm den Feuerwhiskey im Eberkopf empfohlen. Und Snape habe ich auch noch nicht gesehen. Die beste Möglichkeit, sich um die Fertigung des Schrumpftrankes zu kümmern. Halt hier die Stellung, falls jemand kommt, ja?“ Damit begab sich Anita ins Brauzimmer und verriegelte alles hinter sich.
Inzwischen kam auch Meadow. „Hallo Fabienne, hab gerade meinen Strafdienst beendet, musste mit Jessika zusammen Toiletten putzen.“ Fabienne meinte: „Hoffentlich säuft der Araber sich zu mit dem Feuerwhisky, dann lässt er uns vielleicht in Ruhe.“ Meadow erwiderte: „Na na, was sind das für Worte, Fabienne. Sollen wir ein bisschen zaubern?“ Fabienne lachte. Sie war sdchon wieder bereit für Unfug. „Klar doch. Was zaubern wir denn Schönes?“ Inzwischen hatte Meadow jedoch eine andere Idee. „Nein ich habe eine bessere Idee als zu zaubern.“ Sie gibt Fabienne ein paar Bluffknaller gebe. „Fabienne, werfe auf mein Kommando ein paar Bluffknaller in die Ecke. !-2-3-los!“ Beide verließen blitzschnell den Raum, bevor es zur Explosion kam.
So kam es, dass der Gemeinschaftsraum leer war, als Anita zurückkam. Sie hinterließ eine Notiz für ihre Mitschülerinnen: „Unheil fertig gebraut, morgen Abend ist Raubtierfütterung!“ Dann verließ sie den Raum wieder. Diesen Zettel fand am Abend Massoud vor, als er am Abend aus dem Eberkopf zurückkam. Er fragte sich: „Was soll dieser Zettel auf dem Tisch!?
Und was hat Zaubertrankbrauerei zu tun mit Raubtierfütterung?! Oh ich werde das herausfinden!!“ Anita kam im gleichen Moment in den Kerker und sah Massoud. Sie dachte bei sich: „Huch! Ist der schon wieder zurück?“ Laut sagte sie: „Ah, guten Abend, Djaffar! Hatten Sie einen schönen Abend im Eberkopf? Den Zettel? Ach das ist nichts besonderes... nur Hausaufgabe.“ Dann verließ sie mit Massoud zusammen den Raum.
Kurze Zeit später kamen Meadow und Fabienne, beide noch auf Unfug aus. Sie hatten schon gesehen, dass Anita und Massoud gemeinsam in die Richtung von Anitas Wohnung gingen. Fabienne sagte: „Gott sei Dank, die sind schon ins Bett gegangen.“ Darauf meinte Meadow: „Na, dann können wir ja jetzt noch was anstellen. „ Fabienne war sofort Feuer und Flamme. „Was stellen wir denn an?“, fragte sie. „Vielleicht dem Professor die Bücher in den Schrank kleben mit einem Dauerklebefluch“, schlug Meadow vor. „Au ja! Allerdings müssen wir dann damit rechnen, dass er wirklich wütend wird“, meinte Fabienne.
Sie gingen hinüber ins Zaubertrank-Klassenzimmer. „Vielleicht fällt es ihm ja gar nicht auf. Kannst Du die Schranktür öffnen?“, fragte Meadow. Fabienne beschäftigte sich mit der Schranktür. „Hm, ist zwar ein Schutzzauber drauf, aber kein allzu schwieriger. So, hier, die Tür ist offen.“ Meadow hielt ihren Zauberstab an die Bücher und murmelte einen Zauberspruch. „So, die Bücher kleben jetzt im Schrank fest.“ Fabienne sah sich die Sache an. „Gut gemacht, Meadow! Aber ich schätze mal, das gibt jede Menge Nachsitzen, wenn der Herr Professor das sieht!“ - „Ach das merkt er sowieso nicht!“, meinte Meadow leichthin. „
Komm, wir wollen noch einen Trank für Potter brauen.“
Bevor sie sich aber weitere Streiche ausdenken konnten, kam Anita zurück. „Falls ihr nicht wisst, was tun und schon artig mit den Hausaufgaben fertig seid, kann sich ja mal jemand Gedanken darüber machen, wie wir Mrs. Norris am besten den Schrumpftrank ins Fresschen mischen können.Dann hat Filch hinterher nur noch eine Minimieze, die die steilen Stufen in den Kerker nicht mehr bewältigen, daher runter und raufschleichen kann!“ Fabienne antwortete: „Ich weiß was Gutes. Dieses Katzenbiest ist total scharf auf Leberwurst. Ich habe vorhin in der Küche eine gemopst. Wie wäre es, wenn wir die mit dem Trank präparieren und der Miezekatze zu fressen geben?“ Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.
Anita ging nochmals ins Brauzimmer,beschwor Mund- und Nasenschutz herauf , erwärmte den Trank auf exakt 43°C, füllte ihn dann sofort in 8 Fläschchen ab und verkorkte diese. Dann kam sie zurück. „Guten Abend allerseits! Katzen mögen doch Baldrian; jemand von euch soll etwas von der Essenz auftreiben und Mrs. Norris damit anlocken. Unterzwischen präparieren wir die Leberwurst.“ „Baldrian? Habe ich noch gaaanz viel“, erwiderte Nymphadora, die inzwischen hinzugekommen war. „Gut, dann legst du eine Spur von dem Zeugs von Filchs Büro bis hierher. Aber lass dich um alles in der Welt nicht erwischen“, erklärte Anita den weiteren Plan. „Ich bin weder blond, noch blöd, also lass ich mich auch nicht erwischen“, erwiderte Nymphadora und verließ den Raum.
Anita setzte sich vergnügt hin und dachte an die hässlich fauchende Katze. Sie beschwor Handschuhe herauf, schnitt die Leberwurst in kleine Stücke und präparierte diese mit dem Trank. Fabienne sagte kichernd: „Das wird ein Späßchen geben! Ich freue mich schon auf das blöde Gesicht von Filch!“ Anita wurde ungeduldig. „Wo bleibt eigentlich Nympha mit dem Köder?! Muss ich das Katzenvieh selber hier runterholen? Die Schrumpfhäppchen sind fertig!“ In diesem Moment kam Nymphadora zurück. „Bin dahahaa! Alles verteilt!“ Anita begann, Mrs. Norris zu locken: „Komm, miez, miez, miez, hier gibt es unartige Schüler, die du bei deinem Herrchen verpetzen kannst. Komm schön, komm, schau, was wir hier für dich haben...Warum guckt die so misstrauisch?“ Nymphadora meinte: „Vielleicht mag sie uns nicht.“ Anita gab zu: „Ja, von mir hat sie immer einen Tritt bekommen, wenn sie hier herumgeschlichen ist und Filch nicht in der Nähe war.“ „Zeigt ihr doch mal die leckere Leberwurst“, schlug Fabienne vor. Anita reichte der Katze schließlich die Leberwurst. „Schaut, jetzt frisst sie mir aus der Hand!“ Nymphadora staunte: „Och, hat die arme Katze aber Hunger!“ Anita erklärte: „ Es dauert wohl noch ein Weilchen, bis dass der Trank wirkt, vorausgesetzt, ich habe nichts falsch gemacht. Was haben wir für ein Glück, dass weder der Professor noch Djaffar hier sind!“ Fabienne meinte: „Bestimmt gibt Filch ihr immer zu wenig zu fressen. Bin mal gespannt, wann sie anfängt zu schrumpfen.“
Eine Stunde Später war Mrs. Norris kleiner als eine Babykatze. Anita hob sie mit zwei Fingern behutsam auf und setzte sie hinter den Mülleimer in der grossen Halle. Als sie später Filch traf, sagte sie heuchlerisch zu ihm: „Ah, guten Abend, Mr. Filch! Ihre Katze? Nein die habe ich schon zwei Tage nicht mehr gesehen. Gute Nacht, Mr. Filch! Schlafen sie gut!“ Dann huschte sie schnell in ihre Räume.
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