
von ChantalMoody
Djaffar Massoud, Teil 3
Kapitel 11 - Djaffar Massoud, Teil 3: Vor dem Ball
Am nächsten Tag befand sich am Schwarzen Brett in unserem Gemeinschaftsraum eine Notiz von Professor Snape:
An die Schüler,
Ich hatte private Dinge zu erledigen, werde nun regelmäßig wieder vorbeikommen.
Ich möchte meinen Kollegen Massoud hier mal herzlich willkommen heißen.
Ich gebe währenddessen auch VgddK und habe daher das Zaubern ausdrücklich erlaubt.
Massoud wird genauso das Recht haben, Strafen zu verteilen, doch heißt das nicht, dass ich Sie nicht auch bestrafen kann.
Wenn es normal läuft, haben Sie also 2 Strafen.
Massoud kriegt, wenn er hier ist, die volle Befugnis, Strafen zu verteilen.
Jegliche Disziplinverstöße sind bei mir zu melden.
Hoffe auf kollegiale Zusammenarbeit,
Herzlichst Severus Snape
Massoud: Misshandlungen an meinen Schülern werde ich nicht dulden....falls es zu so einem Fall kommt, werde ich sie bestrafen.... da ich dies von Ihnen aber nicht erwarte, denke ich dass wir gut zusammenarbeiten werden.
Anita sah die Notiz als Erste, als sie von ihrem Strafdienst von Madame Pomfrey zurückkam. „Ah, der Herr Professor war auch mal wieder hier! Über Ihre Notiz wird sich mein Gast sicher freuen. Es gehört nun mal zu meinen Pflichten, ihm solches mitzuteilen, auch wenn das für mich hier unten ebenfalls eine Beschränkung der Bewegungsfreiheit bedeutet. Im Moment schläft er noch, ich werde ihm aber eine Nachricht in sein Gemach bringen lassen. An meine Mitschüler: Ich habe heute während meines Nachtdienstes eine Flasche Mega-Power-Trank mitgehen lassen.“
Die nächste, die diese Notiz sah, war Fabienne. Sie motzte: „Aha, der Herr Professor war da! Aber er hat noch nicht gemerkt, was wir alles angestellt haben. Aber dass der Herr Professor diesem fiesen Araber erlaubt hat, uns zu bestrafen, das finde ich gar nicht gut.“ Nur zu gut erinnerte sich Fabienne noch an die fiesen Strafen, die Massoud zu verteilen pflegte. Jessika kam hinzu. „Hallo Ihr Lieben !!! Ohh... wie ich sehe, ist Mrs. Norris kleiner geworden. Fabienne, das finde ich auch nicht gut, die Strafen vom Professor Snape sind mir wesentlich lieber.“ Fabienne antwortete: „Ja, in dieser Größe finde ich Mrs. Norris richtig süß! Allerdings schien Filch anderer Meinung zu sein, ich hörte ihn vorhin auf dem Korridor fluchen. Ist das nicht wundervoll?“ Sie kicherte.
In der Zwischenzeit schimpfte bereits Djaffar Massoud in seinen Gemächern vor sich hin: „Der Professor für Zaubertränke mag vielleicht noch nicht mitbekommen haben, was hier unten geschehen ist, doch die Augen vom großen Djaffar sind überall, auch wenn er sich nicht zu erkennen gibt! Was haben sie mit der armen Katze vom Hausmeister gemacht?! Wie ich erbost feststelle, war meine Gastgeberin an dieser Schandtat am meisten beteiligt, während die anderen bösen Kinder den armen Professor Snape ablenkten! In meiner Heimat würde eine solche Klasse in die Wüste geschickt; hier gibt es leider nur den Misthaufen neben Hagrids Hütte. Aber diese Strafe wäre viel zu milde! Ich werde mir noch was für sie überlegen und möchte bald einmal mit Professor Snape sprechen.“ Massoud schrieb eine Notiz, die er in Professor Snapes Büro schickte:
„Verehrter Herr Professor,
bitte schicken sie mir eine Eule um den Termin unseres Treffens festzulegen.
Mit freundlichen Grüßen
Djaffar Halef Abdulla Ben Massoud
Als Professor Snape die Notiz in seinem Büro fand, schrieb er zurück:
Sehr geehrter Mr. Massoud,
Ich würde mich freuen, Sie um 23:30 Uhr (während des Balls ) empfangen zu können.
Dann können wir eine gemeinsame Vorgehensweise besprechen, während Sie da sind.
In Hoffnung, dass Sie diesen Termin annehmen werden und mit den besten Wünschen,
Severus Snape (Lehrer für Zaubertränke und Verteidigung gegen die Dunklen Künste)
Fabienne betrat den Gemeinschaftsraum und traf dort Professor Snape an. Höflich grüßte sie: „Guten Morgen, Herr Professor!“ Professor Snape grüßte zurück: „Schönen guten Morgen Miss Fabienne. Wie geht es ihnen?“ Leise sagte er: „Ich werde schon darauf achten dass der Araber Sie nicht zu hart bestraft oder Grenzen überschreitet. Noch bin ich Ihr Lehrer...“ Überrascht antwortete Fabienne: „Danke, Herr Professor.“ Professor Snape fragte sie: „Was hat denn Mr Massoud getan, dass Sie ihn dermaßen verachten?" Denn Professor Snape war es nicht entgangen, dass Fabienne, die zwar gerne bei Unfug mit dabei war, aber sich normalerweise Lehrern gegenüber respektvoll benahm, über Massoud nur Schlechtes redete. Fabienne erklärte: „Er hat uns schlicht und einfach um den Lohn unserer Arbeit betrogen! Und das, nachdem wir tagelang für ihn die widerlichsten Arbeiten verrichten mussten!“ Mit Grauen erinnerte sie sich an all diese ekligen Krabbeltiere, die sie alle für Massoud auseinandernehmen mussten. Fabienne war kein ängstliches Mädchen, aber Insekten, Spinnen und dieses ganze Viehzeug hasste sie.
Sie mussten ihr Gespräch jedoch abbrechen, denn Nymphadora betrat den Raum, und mit ihr hatte Professor Snape ein ernstes Wort zu reden, denn sie hatte einige Male Unterrichtsstunden geschwänzt. Er hielt ihr sofort eine Standpauke: ,,Morgen. Warum sind Sie zu meinen letzten Stunden nicht erschienen? Sehe ich aus wie jemand, der sich verarschen lässt? Nun, Sie werden alle Hausaufgaben bis morgen nachreichen, oder wir werden sehen, wer in der nächsten VgddK-Stunde mein Duellpartner sein wird...." Nymphadora entgegnete: „Natürlich, Professor Snape, aber ich habe alles schon nachgearbeitet... Sie können die Hausaufgaben also auch gerne jetzt schon haben.“ - ,,Ok Miss Nymphadora . her damit. Wie ist es Ihnen ergangen?", fragte Professor Snape. "Ganz gut eigentlich, danke der Nachfrage. Und ihnen, Sir?", fragte Nymphadora zurück und reichte Professor Snape ihre nachgearbeiteten Hausaufgaben. ,,Auch ganz gut. Meine Forschungen liefen gut“, antwortete Professor Snape.,,Sind Sie in der Lage, sich zu verteidigen? Keine Angst, ich tue ihnen nichts. Nur für die nächste Stunde Verteidigung gegen die Dunklen Künste."
"Ja, natürlich, ich habe daheim schon oft mit meinen Brüdern geübt", erzählte Nymphadora. ,,Dann ist es ja gut. Die erste Stunde war, gelinde gesagt, eine Katastrophe“, berichtete der Professor. "Natürlich, ich werde in der nächsten Stunde anwesend sein", versprach Nymphadora. „Und ich freue mich schon drauf“, meinte Fabienne. Hexchen, die inzwischen hinzugekommen war, sagte: „Werde da sein, bin schließlich mit Jessika zum Duellieren verabredet. Die ist ideal für mich, deren Schocker tun jedenfalls nicht weh und meine ihr auch nicht. Wir sind die ideale Kombination.“ „Zu einfach dürft ihr es euch aber nicht machen“, wandte Fabienne lachend ein. „Klar, hier in der Schule sieht alles ein bisschen anders aus, aber im richtigen Leben könnt ihr es mit Gegnern zu tun haben, die euch nichts schenken.“
Im gleichen Moment kam Djaffar Massoud in den Raum und sagte: „Sehr geehrter Professor Severus Snape, auch ich werde vermutlich mal auf dem Ball vorbeischauen. Der Schulleiter ist informiert und meine Gastgeberin weiß noch nichts von ihrem Glück, ich kann sie nicht alleine auf den Ball lassen. Und danach können wir uns gerne hier bei einer Flasche Dattelwein aus meiner Heimat unterhalten.“
Fabienne war schockiert. Also noch nicht einmal auf dem Ball hatten sie Ruhe vor Massoud! Sie konnte eigentlich nicht einmal sagen, dass sie sich besonders auf den Ball freute. Sie hatte noch keinen Freund, und es hatte sie auch weder einer der Jungen von Hogwarts aufgefordert, sie auf den Ball zu begleiten, noch hatte sie einen Bekannten außerhalb der Schule, den sie hätte einladen können, sie zu begleiten. Fabienne war zwar hübsch, aber sie gehörte nicht zu den Mädchen, die wie einige ihrer Mitschülerinnen nur Jungen im Kopf hatten. Und sie selbst war von den meisten Jungen in ihrer Klasse nicht besonders begeistert. Die meisten von ihnen hatten schon angekündigt, nicht zum Ball zu gehen, da sie sich ohnehin nicht allzu viel aus Tanzen machten.
Sie dachte an den Weihnachtsball vor zwei Jahren, als in Hogwarts das Trimagische Turnier stattgefunden hatte. Damals waren die Schüler aus Durmstrang und Beauxbatons Gäste in Hogwarts gewesen. Da Fabiennes Mutter gebürtige Französin war, hatte Fabienne schon sehr früh Französisch gelernt, und sie sprach sogar den provenzalischen Dialekt ihrer Mutter. Dies führte dazu, dass sie häufig für die Beauxbatons-Schüler gedolmetscht hatte. Fabienne hatte zwar einige der Mädchen ziemlich eingebildet gefunden, besonders Fleur Delacour, die an allem und jedem etwas auszusetzen hatte, aber mit den meisten der Jungen war sie besser zurecht gekommen als mit den Jungen in Hogwarts. Und so hatte es sich ergeben, dass sie auch von einem der Beauxbatons-Schüler, Pascal, aufgefordert wurde, ihn zum Weihnachtsball zu begleiten. Sie hatte sich wirklich großartig amüsiert, denn im Gegensatz zu den Hogwarts-Schülern tanzten die Schüler von Beauxbatons sehr gerne. Sie und Pascal hatten, nachdem die Gastschüler wieder abgereist waren, noch eine ganze Weile Briefe miteinander gewechselt. Mit der Zeit wurden die Briefe jedoch seltener, bis der Briefwechsel schließlich ganz aufhörte.
Die Schülerinnen begrüßten Massoud höflich. Meadow und Jessika kamen hinzu. Kurz darauf ging Professor Snape in sein Büro zurück und Massoud in seine Gemächer, und die Unterhaltung der Mädchen wandte sich wieder allerlei Dingen zu. Hauptthema war jedoch der Ball. Meadow hatte sich entschieden, nicht hinzugehen, weil sie keine Lust hatte, ständig ihrem Zwillingsbruder und dessen Freundin Pansy Parkinson über den Weg zu laufen.
Außerdem wurde über die nächste Stunde in Verteidigung gegen die Dunklen Künste geredet. Hexchen fragte Fabienne: „Bist du auch dabei bei der nächsten Stunde Verteidigung gegen die Dunklen Künste? Ich auch, obwohl ich hoffnungslos bin. Werde mich ganz nach hinten mit Jessika verstecken, wo gewisse Leute mich nicht sehen können.“ - „Klar bin ich bei der nächsten Stunde dabei“, erwiderte Fabienne. „ Verteidigung gegen die Dunklen Künste ist mein absolutes Lieblingsfach.“ Hexchen fiel ein: „Oh, Meadow, musst du dich nicht mit dem Professor duellieren???? Mama mia, aber er darf dich ja nicht umbringen. Boah, ich kriege das nie hin mit den Duellieren.“ Fabienne erwiderte: „Nee, töten wird er wohl keine Schüler, aber es gibt genug andere schöne Sachen, die man einem Gegner antun kann.“ Jessika sagte: „Huhuu ,Hexchen und Meadow! Hexchen, danke, deiner Duellierpartnerin geht es soweit gut... solange sie nicht gegen Djaffar antreten muss. Wird Djaffar eigentlich in der nächsten Stunde in Verteidigung gegen die Dunklen Künste auch anwesend sein? Meadow, gehst du auch zum Ball?“ Meadow erwiderte: „Nein, Jessika, ich bleibe heute zu Hause!“
Fabienne meinte: „Das würde mir noch fehlen, gegen diesen Araber anzutreten. Wahrscheinlich würde der lauter fiese Krabbeltiere auf die Schülerinnen loslassen.“ Sie war im Duellieren wahrhaftig nicht zimperlich, aber die Vorstellung von einer größeren Menge Krabbeltiere war ihr doch ein Gräuel. Darauf erwiderte Jessika: „ Schade, Meadow. Ja, Fabienne, das wäre ganz furchtbar... ich schätze, sein Stupor ist mächtiger als der unserer.“ Fabienne erwiderte: „Sein Stupor wäre mir noch relativ egal, da halte ich einiges aus, aber ihr wisst, ich hasse Krabbeltiere, das ist mein schwacher Punkt.“ Meadow schüttelte sich. „Ich mag auch keine Krabbeltiere. Igitt!!“ Auch Jessika war ganz und gar nicht begeistert. „Ich hasse alles, was krabbelt... ganz besonders hasse ich übergroße Käfer und Spinnen.“
Fabienne meinte: „Und ich schätze mal, genau damit würde uns dieser Araber piesacken. Schließlich verabscheuen fast alle Mädchen Krabbeltiere. Oft sogar die abgebrühtesten.“ Meadow bestätigte: „Ja da bin ich auch kein Freund davon. So was ekliges!!“ - „Vor Schlangen und großen Spinnen haue ich sogar ab“, gestand Fabienne. Schließlich hatte Jessika eine Idee. „Mädels, ich habe mir da was überlegt; Professor Snape trifft sich doch heute Abend mit diesem Djaffar... sollten wir denen nicht mal nachspionieren, um zu erfahren, was die beiden so alles zu besprechen haben?“ Meadow erwiderte: „Genau das machen wir, ach so, ich gehe ja nicht auf den Ball, dann müsst ihr das machen.“
Anita kam hinzu. Meadow begrüßte sie: „Hallo, Anita! Wir waren wie immer anständig und haben auch nichts angestellt. Ach übrigens, Professor Snape und Meister Massoud waren auch kurz da.“ Anita antwortete: „Jaja... ich bin im Bilde was hier während meiner Abwesenheit alles vorgefallen ist und werde mich jetzt noch ein wenig in meine Gemächer zurückziehen.“ Damit verließ sie den Raum und ging in ihre Wohnung.
Fabienne motzte vor sich hin: „Wie, der Araber jetzt auch noch dabei, wenn wir Verteidigung gegen die Dunklen Künste haben? Das fehlt mir gerade noch in der Sammlung! Und dabei habe ich mich schon so auf die Stunde gefreut!“ Meadow meinte leichthin: „Ach Fabienne, halb so schlimm, mit dem werden wir auch noch fertig.“ Fabienne überlegte: „Notfalls treffe ich ihn versehentlich mit einem Fluch.“ Sie kicherte. Meadow erwiderte: „Ich helfe Dir dabei!“ Nymphadora dagegen meinte: „Also ich komm irgendwie mittlerweile mit ihm klar.“ Fabienne grollte: „Ich kann ihn nicht ab.“ Eine Zeitlang lästerten die Mädchen noch weiter, bis es an der Zeit war, sich für den Ball umzuziehen.
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