
von ChantalMoody
Kapitel 18 - Eine Diskussion und Meadows Geständnis
Jessika, Fabienne, Anita und Hexchen blieben im Klassenraum zurück und flüsterten immer noch über Meadows Benehmen. Sie konnten sich alle vier keinen Reim darauf machen. Bisher waren sie doch immer gut mit ihr ausgekommen, aber seit das Schuljahr begonnen hatte, war sie nicht nur aufsässig dem Lehrkörper gegenüber, sie hörte auch gar nicht mehr auf ihre Freundinnen. Dennoch einigten sie sich, noch einmal einen Versuch zu machen, mit Meadow zu reden. Besonders Hexchen befürwortete dies.
Professor Snape zauberte Butterbier und Sandwiches für alle herbei, und die Schüler bedienten sich. Dann kam Professor Snape auf den Punkt: „Ich möchte Ihre Meinung hören: Was würden Sie an meiner Stelle mit Miss Malfoy machen?“ Dies war genau das, worüber die vier Mädchen sich schon Gedanken machten. Jessika antwortete: „Ich habe keine Ahnung, was ich mit Miss Malfoy tun würde, vielleicht meint sie es gar nicht so. Dass sie heute im Unterricht eingeschlafen ist, vielleicht war sie einfach nur sehr müde.“ Fabienne erklärte: „Über Meadow haben wir vorhin geredet. Wir wissen auch nicht so recht, wie wir mit ihr zurechtkommen sollen. Sie hört überhaupt nicht auf uns. Dabei sind wir vorher so gut mit ihr ausgekommen.“
Professor Snape fragte weiter: ,,Ich habe eine Idee wegen Miss Malfoy: Denken Sie, ihr Verhalten würde sich ändern, wenn ich mal ein ernstes Wörtchen mit ihrem Vater über sie reden würde?" Hexchen erwiderte: „Oh, ich glaube, der rastet aus.“ Fabienne überlegte: „Wenn ihr Vater nicht überhaupt das Problem darstellt. Ich habe da Geschichten über ihn gehört...“Sie unterbrach sich.
Professor Snape sah Fabienne an und erwiderte: „,,Miss Fabienne, diese Geschichten sind bedauerlicherweise meistens wahr. Er ist ein grausamer Tyrann. Ich habe ihn von der Seite schon kennen lernen dürfen. Ich kann ihn in die Schranken weisen, Miss Malfoy nicht. Aber Miss Malfoy muss an ihre eigene Zukunft denken.“ Dieser Meinung war auch Fabienne. Sie dachte an vieles, was sie von ihrer Mutter und ganz besonders von ihrem Großvater über Lucius Malfoy gehört hatte. Genau genommen waren sie nicht besonders begeistert von Fabiennes Freundschaft mit Meadow Malfoy. „Stimmt. es wäre wirklich nicht gut, wenn sie denselben Weg gehen würde wie ihr Vater. Ich habe gehört, er ist ein paar Mal nur mit viel Glück um Askaban herumgekommen.“ Dies war noch sehr vorsichtig ausgedrückt über das, was sie zu Hause wirklich gehört hatte. Professor Snape sprach jedoch genau das aus, was sie selber nicht erwähnt hatte: „Nein, Miss Fabienne, nicht mit Glück. Er hat hochrangige Ministeriumsbeamte bestochen."
Dies war genau die Geschichte, die sie von ihrer Mutter gehört hatte. Angeblich war Lucius Malfoy häufig im Ministerium zu sehen, wo er sich dann immer mit Cornelius Fudge, dem Zaubereiminister, unterhielt, und den aufmerksamen Augen von Chantal Moody war es nicht entgangen, dass bei dem einen oder anderen dieser Besuche auch Gold den Besitzer gewechselt hatte. Sie sagte also: „Davon habe ich auch schon gehört. Dieser Malfoy scheint zu meinen, mit Geld kann man alles kaufen.“ Professor Snape bestätigte: ,,Die Ministeriumsleute und den Zaubergamot kann man gut mit Geld kaufen. Lucius Malfoy ist ein grausamer und herzloser Mann. Aber wenn nichts anderes bei Miss Malfoy hilft, werde ich mit Lucius sprechen."
Über die Käuflichkeit des Zaubergamots hatte Fabienne auch bereits Geschichten gehört. Dies war besonders ein Reizthema für Fabiennes Großvater, Alastor Moody. Oft genug hatte sie mitbekommen, wenn er sich darüber aufgeregt hatte, wie viele dieser als Todesser angeklagten Leute aufgrund der Imperius-Einrede freigekommen waren, und er hatte häufig den Verdacht geäußert, dass in Wirklichkeit eine Menge Geld geflossen war. Auf diese Weise hatte er sich im Zaubereiministerium ziemlich unbeliebt gemacht. Nichts hasste ihr Großvater so sehr wie diese auf diese Art und Weise freigekommenen Todesser. Allerdings war das Gerücht über die Bestechlichkeit des Zaubergamots etwas, worüber nicht offen gesprochen wurde. Daher war sie überrascht darüber, dass Professor Snape diesbezüglich kein Blatt vor den Mund nahm. Sie erzählte daraufhin: „Stimmt. Diese Sippschaft im Ministerium ist bei uns zu Hause das reinste Reizthema. Scheinen auch alles ziemliche Ignoranten zu sein.“
Jessika sagte nur: „Hmm... ich kann mich zu Meadows Vater nicht äußern, Sir.“ Sie schlug ihr Zaubertrankbuch auf und las darin. Professor Snape erwiderte: „Miss Jessika, seien Sie froh, dass Sie ihn nicht kennen. Haben Sie noch einen anderen Vorschlag, wie man das Problem lösen könnte?" Jessika erwiderte: „Nein, nicht wirklich, Sir... aber vielleicht sollten Sie wirklich mit ihren gutaussehenden Vater reden und Miss Malfoy´s Probleme erwähnen.“ Hexchen sah Fabienne verständnisvoll an. Schließlich kannte sie durch ihre Großtante Fabiennes Großvater und ihre Mutter ziemlich gut. Und auch Augusta Longbottom war kein Mensch, der mit seiner Meinung hinter dem Berg hielt. Dann wandte sie sich an Jessika. „Jessika, gefällt ihr Vater dir? Na ja, mein Fall wäre er nicht, aber jeder hat einen anderen Geschmack.“ Fabienne erwiderte: „Also, mein Geschmack wäre er auch nicht. Er behandelt jeden wie den letzten Dreck.“ Sie dachte daran, wie arrogant Lucius Malfoy sich jedes Mal aufführte, wenn die Schüler sich auf Gleis 9 ¾ trafen, um nach Hogwarts zu fahren. Hexchen meinte: „Nee, dann lieber ohne Mann, als mit so einem. Ist sowieso besser.“ Fabienne stimmte zu: „Da gebe ich dir nur recht. Ich möchte lieber nicht wissen, wie der seine Frau behandelt.“
Professor Snape hatte sich die Diskussion über Lucius Malfoy angehört und äußerte sich: ,,Ja, das mit dem Aussehen mag sein. Aber bedenken Sie, dass er ein arroganter sadistischer Tyrann ist. Wie er seine Kinder behandelt, kann ich mir denken, dann wird er es mit seiner Frau auch nicht anders machen.“ Jessika verteidigte sich: „Ich habe doch nur gesagt, dass er gut aussieht, ich will ihn ja nicht heiraten.“ Fabienne wunderte sich nur noch. Was hatte Jessika nur für einen Männergeschmack? Sie hatte noch nicht vergessen, mit was für einem finsteren Typen Jessika auf dem Ball erschienen war, und jetzt fand sie diesen arroganten Lucius Malfoy gutaussehend. Sie erklärte: „Ich nähme ihn nicht mal, wenn er der letzte Mann auf Erden wäre. Aber ich würde mich sowieso niemals von einem Mann abhängig machen.“ Dies war etwas, was ihre Mutter ihr vorgelebt hatte und womit sie ihr voll und ganz zustimmte.
Hexchen fragte Jessika neugierig: „Wo bist du dem denn begegnet, Jessika? Ich geh dem ja immer unauffällig aus dem Weg.“ Jessika erwiderte: „Hexchen, bei mir ist es ganz was anderes, wenn ich den sehe, laufe ich ihn absichtlich über den Weg.“ Hexchen verschluckte sich vor Schreck fast an ihrem Butterbier. „Gut, dass ich sitze, Jessika, sonst würde es mich nämlich umhauen.“ Professor Snape hörte dem Gespräch der Mädchen untereinander zu und schrieb inzwischen eine Nachricht an Meadow:
Sehr geehrte Miss Malfoy,
ich werde Ihr Verhalten nicht länger tolerieren. Wenn Sie sich nicht benehmen, werde ich beim nächsten Verstoß mit Ihrem Vater ein ernstes Wort über Sie reden. Bin gespannt, was Lucius darüber sagt, wenn er es weiß. Hausaufgaben erwarte ich von ihnen trotzdem.
Ich verbleibe hier mit freundlichen Grüßen,
Severus Snape
Dann wandte er sich an die Mädchen: „Ich gehe nun schlafen. Gute Nacht, meine Damen. Gute Einstellung übrigens, Miss Fabienne.“ Genau wie bei Chantal, fügte er in Gedanken hinzu. Sie hatte sich in ihrer Schulzeit ähnlich geäußert.
Die Mädchen gingen auch nach und nach zu Bett.
Am nächsten Nachmittag trafen der Professor und Meadow im Gemeinschaftsraum aufeinander. Professor Snape saß an einem Tisch und trank ein Glas Whiskey. Meadow betrat den Raum und begrüßte den Professor: „Guten Tag, Herr Professor, ich soll Ihnen diesen Kuchen von Madame Pomfrey überbringen.“ Sie stellte einen Kuchen vor den Professor hin. Professor Snape antwortete: ,,Danke, Miss Malfoy, sagen Sie auch Madam Pomfrey besten Dank. Wenn Sie den Kuchen manipuliert haben sollten, dann haben Sie ein großes Problem." Meadow erwiderte: „Das werde ich ihr ausrichten, Sir! Nein, ich habe den Kuchen nicht vergiftet, Sir!“
Professor Snape gegann dann sein Gespräch mit Meadow: „Miss Malfoy, Sie haben meine Nachricht erhalten?" Meadow sah seltsamerweise ängstlich aus, als sie erwiderte: „Ja ich habe sie gelesen Sir! Ist das Ihr Ernst, Sir?“ Professor Snape antwortete: „Ja Miss Malfoy, ich meine es todernst.“ Meadow rief: „Das dürfen Sie nicht tun Sir! Wissen Sie, was dann passiert, Sir?“ Professor Snape fragte ruhig: „,,Was passiert dann, Miss Malfoy?" Er wartete gespannt auf die Antwort. Würde Meadow ihm endlich eine Erklärung für ihr Verhalten seit Beginn des Schuljahres geben? Nach dem, was er am Tag vorher von Meadows besten Freundinnen gehört hatte, standen auch sie vor einem Rätsel. Meadow jedoch war nicht bereit zu reden. Sie sagte nur: „Das kann ich Ihnen nicht sagen, Sir!“
Professor Snape versuchte es weiterhin in aller Ruhe, Meadow zum Sprechen zu bringen. ,,Miss Malfoy, ich habe Ihnen gesagt, Sie können mir alles anvertrauen. Also sagen Sie es mir, dann kann ich Ihnen helfen.“ Meadow jedoch antwortete lediglich: „Nein das darf ich nicht Sir, es wurde mir verboten!“ Professor Snape horchte auf. Ganz offensichtlich hatte Meadow tatsächlich große Probleme, genau wie nicht nur er selbst, sondern auch ihre Freundinnen bereits vermutet hatten. Professor Snape versuchte es weiterhin. „Miss Malfoy, Sie können mir alles erzählen. Ich werde alles tun, um Ihnen zu helfen. Wer hat es Ihnen verboten?" Meadow blieb jedoch hartnäckig. Offensichtlich hatte sie Angst zu reden. „Danke, aber Sie können mir nicht helfen Sir.“
Professor Snape sah Meadow in die Augen. „Miss Malfoy, sagen Sie es mir jetzt! Ich werde Ihnen dann helfen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich helfen kann. Los, Sie fühlen sich danach besser.“ Meadow senkte den Kopf. „Nein, lassen Sie mich Sir, mir kann keiner helfen!“ Fabienne sah Meadow an. Das hörte sich gar nicht gut an! Meadow musste wirklich in großen Schwierigkeiten sein. Professor Snape hob Meadows Kopf an, um wieder direkten Augenkontakt herzustellen. „Doch, Miss Malfoy, ich kann und will Ihnen helfen. Wenn Sie das beruhigt, ich würde sogar den Unbrechbaren Schwur darauf ablegen. Vertrauen Sie mir, ich bin auf Ihrer Seite.“
Aber immer noch war Meadow nicht bereit zu reden. „Nein ,Sie brauchen den unbrechbaren Schwur nicht zu leisten Sir! Ich darf Ihnen nichts sagen.“ Weiterhin blieb Professor Snape ruhig. ,,Miss Malfoy damit könnten Sie all ihre Probleme lösen. Sie würden sich befreit fühlen. Und ich würde all meine Kraft aufwenden, um Ihnen zu helfen.“ Meadow versuchte es nun mit der Flucht. „Nein, ich muss jetzt zu Madame Pomfrey Sir!“ Professor Snape versiegelte die Tür, um Meadow am Entlaufen zu hindern. ,,Miss Malfoy, sagen Sie mir, was los ist. Ich werde Ihnen helfen. Vertrauen Sie mir bitte. Ich will nur das Beste für sie." Meadow fand zu ihrem patzigen Ton zurück, den sie sich in der letzten Zeit angewöhnt hatte und mit dem sie auch ihren Freundinnen auf die Nerven gegangen war. „Nein, ich werde jetzt nichts mehr sagen, und gehe jetzt zu Madame Pomfrey, Sir.“
Professor Snape versuchte es noch einmal im Guten: „Miss Malfoy, das glaube ich nicht. Sehen Sie, ich darf ihnen nichts mehr sagen lässt auf einen Zwang schließen! Miss Malfoy, ich würde für jeden meiner Schüler mit meinem Leben einstehen, das heißt auch für Sie! Ich helfe ihnen garantiert!" Meadow ließ jedoch nicht mit sich reden. „Mich zwingt garantiert keiner Sir! Könnte ich jetzt bitte gehen?“ Professor Snape versuchte eine andere Taktik, um Meadow zum Sprechen zu bringen. „Hm, Miss Malfoy, da Sie mir ja nichts sagen wollen gibt es für mich keinen Grund, nicht mit Ihrem Vater zu sprechen! Das werde ich nun bei nächster Gelegenheit machen. Ich werde ihm morgen eine Eule schicken." Er öffnete die Tür wieder. ,,Wenn Sie wollen, dürfen Sie jetzt gehen." Meadow war entsetzt. „Ich bitte Sie, das nicht zu tun, Sir!“ Professor Snape erwiderte: ,,Miss Malfoy, genau das werde ich tun, es sei denn, Sie haben einen gravierenden Grund, warum ich es nicht tun soll." Noch immer wollte Meadow nicht mit der Sprache heraus. Sie sagte lediglich: „Sie dürfen meinem Vater keine Nachricht schicken, Sir!“ Man sah Meadow an, dass sie Angst hatte. Professor Snape sagte jedoch lediglich: :,,Sie werden sehen, was ich kann und darf." Verzweifelt rief Meadow: „Nein, das wäre mein Untergang, Sir! Ich habe Ihnen schon zu viel erzählt Sir.“ Professor Snape ließ nicht locker. :,,Wenn sie mir nicht erzählen, warum das Ihr Untergang wäre, schreibe ich morgen gleich als Erstes Ihrem Vater! Und das ist mein letztes Wort! " Schließlich platzte Meadow mit der Wahrheit heraus: „Na gut, Sir! Mein Vater möchte, dass ich mich den Todessern anschließen soll. Aber ich möchte es nicht, doch er zwingt mich dazu bei den Treffen dabei zu sein.“ Nachdem Meadow angefangen hatte zu reden, wollte Professor Snape auch die ganze Geschichte hören. So fragte er weiter: ,,Und wie zwingt er Sie? Und tut er noch was anderes?" Meadow weinte fast, als sie herausbrachte: „Er droht mir damit, meine Mutter umzubringen, wenn ich nicht tue was er sagt.“
Professor Snape sah Narzissa vor sich, denn er kannte sie gut. Er begann zu schreien: „,,Ich hab es gewusst! DIESER FEIGE SADISTISCHE DRECKSACK!" In ruhigerem Ton redete er dann mit Meadow: ,,Ich werde Ihnen helfen. Ich bilde Sie zur perfekten Duellantin aus, damit Sie und ich ihren Vater töten können. Es muss sein, und außerdem will ich diesen sadistischen Drecksack leiden sehen." Meadow sah aus, als wäre sie froh, dass sie endlich mit der Wahrheit herausgerückt war. „Danke, Herr Professor. Und nun wissen Sie ja Bescheid, Sir. Ich hasse ihn auch, aber nicht Sie, Sir.“ Professor Snape beschwor einige Bücher herauf. Dann fuhr er fort: ,,Und Sie fühlen sich erleichtert, nicht wahr? Nun, hier haben Sie ein paar Bücher mit mächtigen Flüchen aus meiner Privatsammlung. Üben Sie diese Flüche ein. Keine Sorge, ich widme mich nun verstärkt Ihrer Ausbildung, und solange tun Sie, was er sagt. Wenn Sie stark genug sind, töten wir ihn gemeinsam. Eine Frage habe ich noch: Warum haben Sie wirklich den Unverzeihlichen angewendet?" Meadow sah wirklich sehr erleichtert aus, als sie sagte: „Ja Sir, es geht mir besser jetzt! Danke für die Bücher! Ich habe meinen Vater in Ihnen gesehen, als ich mich mit Ihnen duellieren sollte. Da stieg auf einmal Hass in mir auf, und dann habe ich einen unverzeihlichen Fluch benutzt.“
Dies wunderte den Professor überhaupt nicht, denn er hatte bereits etwas derartiges vermutet. Daher erwiderte er: „Habe ich mir schon fast gedacht. Aber ich bin nicht Ihr Vater, Meadow. Ich hatte und werde nie Spaß am Töten haben. Doch vielleicht, wenn wir Lucius töten und möglichst viele seiner sogenannten Freunde noch dazu. Meadow, vielen Dank, dass Sie mir das gesagt haben. Sie sind ein tolles Mädchen und gar nicht wie die anderen Malfoys."
In diesem Moment dachte der Professor an die Mädchen, mit denen er am Vorabend gesprochen hatte. Er hatte erkannt, dass sie nicht wussten, wie sie mit Meadow zurechtkommen sollten, aber ganz offensichtlich wollten sie ihre Freundin nicht einfach aufgeben. Daher fragte er: ,,Eine Frage noch: Sollen Ihre Freundinnen es erfahren?"
Meadow hatte sich darüber bereits Gedanken gemacht, denn ihr war durchaus bewusst, dass sie ihre Freundinnen nicht besonders nett behandelt hatte. Sie antwortete daher: „Ja, Herr Professor, die denken sonst nur noch, dass ich gerne Strafen kassiere. Danke, Herr Professor, dass Sie mir zugehört haben.“ Professor Snape hielt dies auch für das Beste. Daher meinte er: ,,Gut Meadow, erzählen Sie es ihnen. Ich habe Ihnen nicht nur zugehört, ich werde Ihnen auch helfen. Versprechen Sie mir, sich besser zu benehmen. Und ganz wichtig: Üben Sie die Flüche aus den Büchern, die werden Ihnen gegen ihren Herrn Vater helfen. Der eine Teil davon ist weiße Magie, der andere schwarze. Von weißer Magie versteht er gar nichts, das weiß ich aus der Schulzeit. Ich werde nun zu Bett gehen. Machen Sie sich keine Sorgen ich bin für Sie da. Gute Nacht, Miss Malfoy!"
Meadow fiel noch etwas ein: „Vielen Dank, Herr Professor, und ich wünsche Ihnen eine angenehme Nachtruhe. Ich werde mich besser benehmen Sir, das verspreche ich Ihnen. Und was ist mit meinen Strafen, Sir?“ Der Professor erwiderte: „Die drei Tage bei Djaffar machen Sie noch,. den Rest vergessen wir. Und, Meadow, das Wichtigste überhaupt ist, lernen Sie diese Flüche! Ich erwarte Fortschrittsberichte von Ihnen. Und ich werde Ihren Zaubertranktest von heute nicht werten. Berichten Sie ihren Freundinnen von unserem Gespräch!“ Mit diesen Worten verliueß Professor Snape den Gemeinschaftsraum. Meadow blieb nachdenklich, aber sehr erleichtert zurück.
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