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Fanfiction

Hogwarts im Krieg - Anita wird rebellisch

von ChantalMoody

Anita wird rebellisch

Nach dem Übungsduell war Anita keineswegs sofort zu Bett gegangen, wie sie vorgegeben hatte. Vielmehr war sie unter ihrem Tarnumhang in den Krankenflügel geschlichen, um Meadow einen Streich zu spielen. Sie ließ hinter einem der Regale, die Meadow abstauben sollte, ein paar von Massouds Taranteln laufen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, denn kaum, dass Meadow die Taranteln erblickte, begann sie lauthals zu schreien.

Professor Snape wollte sich selber davon überzeugen, ob Meadow auch wirklich zu ihrem Strafdienst bei Madame Pomfrey gegangen war, und machte, bevor er sich in seine Räume zurückzog, noch einen abstecher zum Krankenflügel. Kaum war er eingetreten, hörte er auch schon Meadows Geschrei. Als er nachsah, was los war, fand er natürlich sofort die Taranteln und die kreidebleiche Meadow. Ohne großes Federlesen richtete Professor Snape seinen Zauberstab auf die Taranteln und rief „Flamare!“ Die Taranteln verbrannten sofort zu Asche. Professor Snape beseitigte diese mit einem Ratzeputz-Zauber. Dann verließ er mit einem ,,Machen sie weiter, Miss Malfoy! " den Raum. Anita, die immer noch unter ihrem Tarnumhang unsichtbar in der Nähe stand, kochte vor Wut. Das konnte doch nicht angehen, dass Meadow nur ein bisschen zu schreien brauchte, damit der Professor ihr sofort zur Hilfe eilte. Sie verließ wutentbrannt den Krankenflügel, mit dem festen Vorsatz, es Meadow noch so richtig zu zeigen. Und auch Fabienne mit ihren Hetzreden gegen Djaffar würde noch ihr fett wegkriegen! Bücher und Verteidigungskram, das war auch schon was, pah!

Am nächsten Tag trafen Anita und Fabienne im Gemeinschaftsraum aufeinander. Fabienne las ein Buch über praktische Verteidigung, Anita schrieb an ihrer Strafarbeit. Massoud betrat den Raum und gönnte Fabienne keinen Blick. Statt dessen wandte er sich an Anita: „Sie haben gestern ein paar von meinen Tarantelchen im Krankenflügel laufen lassen, um Miss Malfoy zu erschrecken. Die Tierchen sind jetzt verbrannt. Professor Snape hat dafür gesorgt. Das ist nicht das Problem; meine Nachzuchten gedeihen. Das Problem ist, dass Miss Malfoy nur zu wimmern und zu schreien braucht und sofort steht der Professor auf der Matte und hilft ihr!“

Fabienne gab sofort Kontra: „Na ja, Meadow ist eben nicht so mutig, mit diesem Viehzeug zurechtzukommen. Allerdings, ich sage es offen und ehrlich, wenn dieses Viehzeug mir in die Finger gefallen wäre, und nicht dem Professor, dann hätte es auch kein allzu langes Leben gehabt.“ Anita sagte missmutig: „Ja, leider ist das so, und mich verdonnert Snape sofort zu Strafaufsätzen, wenn ich mal nicht nach seinen Vorschriften tanze! Vielleicht sollte ich ihm auch mal ein Schauermärchen vorweinen, um seine Gunst zu gewinnen, aber das lässt schon mein Stolz nicht zu.“ Djaffar ignorierte Fabiennes Bemerkung und bat Anita: „Kommen Sie später in mein Gemach; Sie müssen noch Reisevorbereitungen für nächste Woche treffen. Ich habe den Wildhüter angewiesen einen seiner Thestrale so zu dressieren, dass er Sie am Mittwoch zu mir nach Matmata bringt. Ich fliege schon am Montag.“ Anita antwortete: „Selbstverständlich, Onkel Djaffar; ich muss das hier nur fertig schreiben.“ Massoud verließ daraufhin den Raum, und Anita wandte sich wieder ihrem Aufsatz zu.

Dann fragte sie Fabienne: „Willst auch einen Kaffee, Fabienne?“ Diese antwortete: „Ja, gerne. Ach ja, ich bin zwar nicht so die große Legilimentikerin wie der Herr Professor, aber einen Gedanken von dir konnte ich gestern doch auffangen, du hast einfach zu stark gesendet.“ Anita blickte beiläufig von ihrer Strafarbeit auf. Was hatte Fabienne schon wieder in ihren Gedanken zu schaffen gehabt? Sie behauptete zwar immer, dass sie nicht absichtlich in die Gedanken ihrer Mitschüler eindringen würde, sondern nur zufällig hier und da etwas auffangen würde, aber stimmte das auch wirklich? Anita ließ sich jedoch nichts anmerken und fragte nur: „So, welchen Gedanken denn?“ Fabienne antwortete: „Du hast dich gefragt, wieso ich eigentlich noch Unterricht brauche.“ Anita meinte kurz angebunden: „Allerdings!“ Fabienne erklärte daraufhin: „Ist doch logisch. Weil sie mich ohne abgeschlossene Hogwarts-Ausbildung und ohne die notwendigen UTZ nicht auf der Aurorenschule annehmen würden. Und das ist mein Ziel.“ Anita meinte nur: „Aha.“ Dann rollte sie das Pergament zusammen, stand auf und verließ mit den Worten „Endlich fertig! Jetzt gehe ich zu Onkel Djaffar! Tschüüüsss!!“ den Raum.

Müde und blass betrat kurze Zeit später Meadow den Raum. Sie fragte Fabienne: „Irgend etwas Neues?“ Sie setzte sich in die Ecke und las das Buch über mächtige Flüche. Fabienne antwortete: „Nee, nur dass Massoud noch mal hier war und Anita, und dass sie ziemlich über dich abgelästert haben.“ Meadow meinte daraufhin: „Schon wieder dieser Massoud, das darf nicht wahr sein. Ja, dass Anita mich nicht leiden kann, das hab ich schon mitgekriegt. Drum lästert Sie auch soviel über mich.“

Fabienne dachte an den vergangenen Abend. „Die soll sich mal nicht so anstellen. Kriegt schon Angst, wenn sie bei einem kleinen Übungskampf zusieht.“ Meadow lachte. „Und sie hat sich feige unter dem Tisch versteckt, na so ein Angsthase!“ Fabienne konnte Anitas Einstellung nicht wirklich nachvollziehen. „Mit der Einstellung käme die im Leben draußen nie zurecht. Ich glaube, die bekäme die Krise, wenn sie einmal zusehen würde, wenn ich mit meinem Großvater trainiere.“ Meadow stimmte zu. „Nein Chantal, das glaube ich auch nicht, sie würde wohl schreiend aus dem Zimmer rennen.“

Diese Worte hatte Jessika noch mitbekommen, als sie in den Raum kam. „Huhuu allerseits! Naaa... sollt Ihr denn lästern?“ Meadow erwiderte: „Hallo Jessika! Wir haben nicht damit angefangen!“ Jessika sagte: „Fabienne, ehrlich gesagt, ich mochte die Feuerbälle und die Irrwichter auch nicht, die da gestern auf dich zukamen. Außerdem muss ich mich auch etwas mehr anstrengen und meinen Abwehrzauber verbessern.“ Fabienne konnte dies nicht ganz nachvollziehen. „Ja, Mädels ihr seid alle viel zu ängstlich, so geht das einfach nicht. Irgendwie seid ihr beim Duellieren einfach zu zaghaft, und das ist fatal, wenn ihr es irgendwann mit echten Gegnern zu tun habt.“ Sie dachte an die Gespräche, die sie zu Hause oft genug mitbekommen hatte, und vor allem daran, wie beunruhigt ihre Mutter und ihr Großvater wegen einem bevorstehenden Krieg waren.

Meadow wandte ein: „Der Unterschied ist nur, dass du das Duellieren perfekt beherrschst. Und wir es noch lernen müssen. Ich muss noch lernen, meine Angst vor dem Duellieren in den Griff zu bekommen. Übrigens Fabienne, es gibt eine Neuigkeit.“ Fabienne sah Meadow an. Ihrem Gesichtsausdruck nach war es mit Sicherheit nichts Erfreuliches. Daher fragte sie: „Was denn für eine?“ Meadow erzählte: „Ich soll heute Abend meinen Vater zu dem Todessertreffen begleiten. Aber ich will es einfach nicht. Ich glaube, ich sollte es unserem Professor sagen.“ – „Ja, das solltest du unbedingt dem Herrn Professor sagen“, bestätigte Fabienne. „So, ich muss euch jetzt für 2-3 Stunden verlassen, komme dann wieder hierher. Bis dann!“ Damit ging sie eilig aus dem Raum. Sie hatte einiges in der Bibliothek zu tun. Auch Jessika hatte noch etwas zu erledigen und ging.

Meadow blieb alleine zurück. Plötzlich kam ihr eine Idee. Sie ging in den Zaubertrankraum hinüber. Dort warf sie ein paar Bluffknaller in eine Ecke und eine Handvoll Instant Finsternispulver in die Luft. Undurchdringbare Finsternis breitete sich im Raum aus. Außerdem gab es einen Höllenlärm, als die Knaller losgingen.


Anita schien doch zu dem Schluss gekommen zu sein, dass sie sich nicht richtig verhalten hatte. Jedenfalls betrat sie einige Zeit später kleinlaut den Raum und entschuldigte sich bei Meadow für ihr unsägliches Verhalten am vergangenen Abend mit den Spinnen. „Weißt du, Meadow, ich mag Meister Massoud und seine Tiere sehr gerne und du hast dich ihm gegenüber ganz schrecklich benommen, daher habe ich mir das mit den Spinnen einfallen lassen. War aber nicht wirklich böse gemeint! Und ich mag dich trotzdem ganz gerne.
Was macht Fabienne eigentlich dauernd für ein Geschrei wegen diesen Duellierübungen? Man würde meinen, es gäbe nichts Wichtigeres auf dieser Welt. In meinen Kerker wagen sich keine Feinde, und ich denke auch nicht im geringsten daran, Auror zu werden. Der Weg dorthin ist mir viel zu mühsam!“ Da sie ihre Strafarbeit und ihre Hausaufgaben bereits erledigt hatte, machte sie es sich bequem.

Meadow erwiderte: „Guten Abend, Anita! Na gut, ich nehme deine Entschuldigung an. Aber mache so etwas nie wieder! Und gegenüber Massoud habe ich mich ganz normal verhalten. Ich hasse Schlangen und Spinnen und würde sie nie anfassen.“ Anita sagte: „Keine Sorge; am Montag reist er ab! Dann besuche ich ihn einmal.“ Meadow lästerte: „Hat er jetzt etwa Angst vor mir, dass er sich nicht mehr blicken lässt, dieser Feigling?“ Dies wollte Anita nicht auf ihrem Gast sitzen lassen. „Hmmm... das glaube ich weniger. Wohl eher die Nase voll! Aber wenn du solche Sehnsucht nach ihm hast, kann ich es einrichten, dass er hier erscheint!“

Nun begann Meadow, weiter zu spotten. „Dass ich nicht lache! Er traut sich wohl nicht mehr in meine Nähe. Hat wohl Angst, dass ihn ein Fluch erwischt!“ Dies hätte sie besser nicht gesagt, denn in diesem Moment betrat Massoud den Raum. „Guten Abend, die Damen! Vor wem soll ich Angst haben? Expelliarmus! Einen schönen Zauberstab haben Sie da, Miss Malfoy. Soll ich daraus ein paar Tarantelchen herzaubern?“ Dabei grinste er Meadow breit ins Gesicht. Anita kicherte dabei in ihrer Ecke vor sich hin. Sofort begann Meadow wütend zu schreien: „Geben Sie mir sofort meinen Zauberstab zurück! Anita, lach nicht so blöd!“

Massoud spielte vergnügt mit dem Zauberstab. „Sie sind böse auf mich, Kindchen? Aguamenti! Schlechtes Wetter heute, Miss Malfoy, nicht wahr? Aber ein guter Wasserstrahl kühlt hitziges Temperament.“ Anita verfolgte weiterhin vergnügt die Szenerie. „Das ist ja spannender als das ganze Duellspielchen gestern!“ Jessika betrat den Raum und grüßte. Meadow war pitschnass und schimpfte inzwischen wie ein Rohrspatz: „Ja Meister Massoud ich bin furchtbar wütend auf Sie.Hören Sie mit diesen Scherzen auf! Und geben Sie mir endlich meinen Zauberstab zurück!“ Massoud blieb angesichts von Meadows Geschimpfe jedoch ganz gelassen: „Guten Abend, Miss Jessika. Verzeihen Sie die Unordnung hier, aber Miss Malfoy wollte unbedingt nochmals Bekanntschaft mit dem großen Djaffar machen. Vielleicht sollte ich Ihren Zauberstab dem Herrn Professor übergeben, wenn er kommt. Sie weiß ja doch nicht recht, wie man mit so was umgeht. So nass sehen Sie richtig niedlich aus!“

Meadow schimpfte immer lauter: „Ich will jetzt augenblicklich meinen Zauberstab zurück! Sie haben kein Recht ihn zu behalten. Und warum verspotten Sie mich jetzt?“ Anita war voll in ihrem Element. Sie kicherte und begann dann zu feixen: „Selber schuld – selber schuld – selber schuld!“ Jessika schien eher zu Anita als zu Meadow zu halten, insbesondere, da sie bereits in den Zaubertrankraum hineingesehen hatte. „Ja, ich weiß, sie stellt ständig irgendwas an. Stell doch nicht immer so viel Unsinn an, und bitte schmeiß keine Bluffknaller mehr im Kerker herum! Meister Massoud, ich habe gehört, Sie haben vor nächste Woche Montag abzureisen.“

Massoud erwiderte: „Ich lasse mich nicht gerne von Ihnen beleidigen, Miss Malfoy. Ja, Miss Jessika; meine Schule braucht mich wieder; aber ich komme bestimmt einmal wieder zu Besuch. Er verließ mit Meadows Zauberstab den Raum, nachdem er noch eine Nachricht an Professor Snape hinterlassen hatte:

Verehrter Effendi
Ihre Schülerin wollte mich zum Duell herausfordern. Es ist ihr nicht bewusst dass sie gegen Djaffar keine Chance hat. Es ist gefährlich, wenn so ein Kind mit einem Zauberstab herumspielt, daher habe ich ihn beschlagnahmt. Ich werde ihn ihnen aber ohne weiteres aushändigen, kommen sie bei mir vorbei.

Hochachtungsvoll

Djaffar Halef Abdullah Ben Massoud


Jessika meinte daraufhin zu Meadow: „Na bitte, Meadow, da hast du´s, jetzt ist dein Zauberstab weg. „ Anita knutterte: „Wahrscheinlich wird Snape wieder weich mit ihr und holt ihn von Djaffar zurück.“ Meadow war nun wesentlich kleinlauter. „Ich habe ihn gar nicht zu einem Duell herausgefordert, Jessika! Und Anita, was soll diese dumme Bemerkung?“ Anita sagte jedoch nichts mehr, sondern ging zum Abendessen. Jessika begann Meadow die Leviten zu lesen: „Tja, Meadow, ich glaube, Meister Massoud hat da was falsch verstanden, du hättest ihn vielleicht nicht so anschreien sollen. Du tust mir leid, und irgendwie doch nicht. Massoud ist unfair, und ich mag ihn auch nicht, aber wenn du weiterhin so viel Ärger machst, wird der Professor dich wieder Nachsitzen lassen, oder dich zum Strafdienst bei Filch verdonnern. Tust du das gern?“

Meadow entgegnete: „Nein ich mag keine Strafdienste mehr, aber wegen diesem Mann habe ich nachts Albträume. Wie konnte er mir nur so etwas antun, und darum hasse ich ihn so sehr.“ Jessika erwiderte: „Ja, ich verstehe, was du meinst Naja, du bekommst schon deinen Zauberstab wieder.“ - „Aber wann nur, ich brauch ihn doch“, sagte Meadow verzweifelt. „Ich muss doch heute Abend mit meinem Vater zu dem Todessertreffen, und das auch noch ohne Zauberstab. Und was soll ich meinem Vater sagen?“ Jessika schlug vor: „Sag doch deinen Vater die Wahrheit, dass Djaffar ihn dir abgenommen hat. Wie ich deinen Vater kenne, wird er Massoud sicher herausfordern wollen, und ihm vielleicht einen Unverzeihlichen aufhalsen. Ich hoffe, Djaffar kann genauso schnell abwehren, wie Lucius zielen kann.“

Meadow erwiderte: „Nein Jessika, das kann ich nicht. Er würde mich dann drei Tage in unseren Kerker sperren.“ Fabienne, die gerade aus der Bibliothek zurückkam, mit einem großen Stapel Büchern in den Armen, hatte noch einen Teil der Unterhaltung mitbekommen. Sofort fragte sie: „Was war denn hier schon wieder los? hat dieser Araber schon wieder Ärger gemacht? Und Anita geht dann auch noch hin und verspottet Meadow derartig? Das arme Mädchen hat schon Probleme genug. Und was sollte der Quatsch: Ich würde Geschrei wegen der Duellierübungen machen? Ich möchte mal ihr Gesicht sehen, wenn es wirklich wieder zu einem Krieg kommt, und sie kann sich dann nicht im geringsten verteidigen. Aber egal. Jedem das seine. Vielleicht muss sie es wirklich auf die harte Tour lernen.“

Meadow erwiderte: „Danke, Fabienne! Ich glaube, Anita ist bald genau so schlimm wie dieser Massoud. Sie hat auch nur eine große Klappe in seiner Gegenwart, und sonst ist sie nur ängstlich wie ein Mäuschen.“ Fabienne stimmte zu: „Stimmt, besonders mutig ist sie wirklich nicht, das sah man ja gestern.“ Meadow erzählte: „Massoud glaubt, ich hab ihn herausgefordert, komisch, und das ohne Zauberstab.“ Jessika verabschiedete sich: „O.k. Mädels, ich gehe mal kurz in die große Halle was essen, und lasst euch vom Herrn Massoud nicht ärgern, falls er hier wieder auftauchen sollte; bis gleich!“ Fabienne murrte: „Also, auf den können wir auch gut verzichten.“ Meadow stimmte zu: „Bin ganz deiner Meinung, Fabienne! Bis später Jessika! Mein Vater wird schon wütend daheim auf mich warten.“

Massoud betrat den Raum wieder. Und ganz offensichtlich hatte er wieder an der Tür gelauscht. „Auf mich können Sie verzichten, aber auf Ihren Zauberstab offensichtlich nicht, Miss Malfoy. Unter gewissen Umständen, würde der große Djaffar Ihnen den Zauberstab wieder geben. Aber dann möchte er eine ehrliche Entschuldigung für Ihr unmögliches Betragen hören und das Versprechen entgegen nehmen, dass Sie in Zukunft eine artige Schülerin sein werden. Glauben Sie Miss Moody; Miss Snape ist in der Lage, sich zu verteidigen, wenn es drauf an kommt. Nun; da Sie Ihren Zauberstab offensichtlich nicht mehr benötigen, Miss Malfoy,oder sich nicht entschuldigen wollen, nehme ich ihn halt wieder mit und übergebe ihn Miss Snape,wenn ich sie irgendwo finde. Gute Nacht!“ Damit drehte Massoud sich um und wollte den Raum verlassen. Meadow sank vor Meister Massoud auf die Knie, und bat ihn um Verzeihung. „Meister Massoud, ich möchte mich für mein schlechtes Benehmen bei Ihnen entschuldigen, und ich werde versuchen mich zu bessern.“ Massoud gab sich gnädig und überreichte Meadow ihren Zauberstab. „Nun gut, ich will mal nicht so sein.
Und jetzt gehe ich zurück in meine Gemächer. Und grüßen sie den Professor von mir. Salam!“ Mit diesen Worten verschwand er.

Meadow und Fabienne setzten die angefangene Unterhaltung fort. „Aber du wirst doch wohl nicht hingehen?“, fragte Fabienne. Meadow erwiderte verzweifelt: „Ich habe doch keine andere Wahl. Und unser Professor ist außer Haus! Was soll ich Deiner Meinung nach machen?“ – „Hier bleiben“, riet Fabienne. „Du glaubst doch wohl nicht, dass er hier in Hogwarts irgend etwas ausrichten kann?“ Meadow ließ sich schließlich dazu überreden, in Hogwarts zu bleiben. Hexchen kam herein, begrüßte die beiden und begann, ein Buch über Fluchabwehr zu lesen. Kurz darauf kam Jessika. Zum Entsetzen der anderen Mädchen trug sie eine Schlange. „Ihhh... seit wann darf Djaffar seine Schlangen hier frei laufen lassen? Seht mal, was ich auf dem Gang in den Kerker gefunden habe. Das scheint eine grüne Mamba zu sein, sind die nicht furchtbar giftig ??“ Sie zog ihren Zauberstab, beschwor einen Käfig herbei und sperrte die Schlange hinein.

Sofort begann Meadow zu schreien. „Jessika, nimm diese verdammte Schlange weg! Ich habe panische Angst vor ihr.“ Jessika wollte Meadow ein bisschen foppen und fragte sie: „Meadow, hier, willst du mal streicheln ?? Jetzt beruhige dich doch mal, sie ist im Käfig und kann dir überhaupt nichts tun.“ Meadow flehte Jessika an: „Bitte Jessika entferne diese Schlange.“ Jessika entgegnete: „Das kann ich nicht, das muss dem Professor gemeldet werden, diese Viecher dürfen hier nicht so einfach frei herumlaufen. Gerade waren ein paar Erstklässler zum Kerker unterwegs, was meinst du was für Probleme Professor Snape bekommen hätte, wenn sie jemanden angegriffen hätte. Außerdem ist sie schon eingesperrt, nur keine Panik.“ Hexchen überlegte: „Ich könnte versuchen, sie verschwinden zu lassen, aber ich glaube, dann hackt mir ihr Besitzer den Kopf ab oder so.“ Meadow sagte zitternd: „Jessika dann bringe sie bitte in das Büro unseres Professors. Ich möchte sie hier nicht haben.“ Jessika erwiderte: „Hexchen, es wäre besser, der Professor würde sie seinen Besitzer selbst übergeben. Meadow, ich stelle sie auf Professor Snapes Tisch solange ab.“ Jessika stellte sie ab. Wenige Minuten später kam Professor Snape. Er begrüßte die Mädchen und erfuhr, wie sich Anita und Massoud aufgespielt hatten. Daraufhin verfasste Professor Snape verärgert einen Brief an Anita:

Werte Tochter,
Ich lasse nicht zu dass meine Schülerin mir vorwirft, ich hätte eine Lieblingsschülerin. Das ist definitiv nicht der Fall.
Du denkst, dass Miss Malfoy mich belogen hat, das ist falsch: Ich kann Legilimentik, und ich bemerkte, dass sie die Wahrheit sagt.
Schauergeschichte, häh? Wie wird es dir gehen, wenn du so was erlebt hättest?
Und erkläre Djaffar mal, wie die Spinnen gestorben sind und warum....

Ich lasse mir nicht mehr von dir auf der Nase rumtanzen....Wenn du aus Arabien zurückkommst, wartet eine Woche Strafdienst auf dich....

MFG
Severus Snape

Danach schrieb er an Massoud:

Werter Freund,
wie ich höre, reisen Sie Montag bereits wieder ab.
Ich gebe Ihnen eine Flasche meines besten Whiskeys mit, so dass Sie sich in ihrer Heimat an den positiven Seiten Europas erfreuen können.
Ich würde mich freuen, wenn Sie wiederkommen würden und mich mal besuchen.

Passen Sie gut auf meine Tochter auf.

Hochachtungsvoll Severus Snape

Danach unterhielten sich alle über die sonstigen Geschehnisse des Abends. Jessika kam nun auf die Schlange zu sprechen. „Guten Abend, Sir, dort auf Ihrem Pult befindet sich eine Schlange, die ich vorhin auf dem Gang in den Kerker vorgefunden habe, ich habe mir erlaubt, sie in einen Käfig zu sperren. Sollten Sie nicht lieber mit Meister Massoud ein ernstes Wörtchen reden und ihn darauf hinweisen, dass er seine Viecher besser wegschließen möchte? Ich glaube, Meadow bekommt bald einen Anfall, wenn es so weiter geht.“ Professor Snape versprach, mit Massoud ein ernstes Wort zu reden, denn gefährliche Giftschlangen hatten mit dem besten Willen nichts auf Schulkorridoren zu suchen. Hexchen fragte Meadow, die immer noch mit ängstlichem Gesichtsausdruck zu der Schlange hinsah: „Meadow, würde es dich glücklich machen, wenn ich diese Schlange jetzt dahin bringe, wo sie hingehört? Dann mach ich das gleich.“ Meadow erwiderte: „Ja, würde es Hexchen, bring sie bitte hier raus.“ Daraufhin ging Hexchen zum Tisch von Professor Snape, schnappte sich den Käfig und ging Richtung Tür. Dabei murmelte sie vor sich hin: „Andere Leute halten sich Meerschweinchen oder was richtig Niedliches zum Kuscheln, aber das hier...“ Damit ging sie zu den Gemächern von Massoud und stellte ihm den Käfig vor die Tür, da er auf Klopfen nicht öffnete. Meadow erzählte dem Professor inzwischen: „Ich habe mich bei Meister Massoud entschuldigt. Und ich bin nicht mit meinem Vater zu dem Treffen gegangen.“ Der Professor lobte sie daraufhin.

Die Schülerinnen schrieben weiter an ihren Aufsätzen. Meadow wandte sich an Hexchen. „Hexchen, warst Du heute schon mal im Kerker? Da würde ich nicht hingehen wenn ich du wäre!“ Hexchen, die von Meadows Streich noch nichts wusste, erwiderte: „Hä! Ich versteh bloß Bahnhof, Süße.“ Professor Snape hatte das Getuschel mitbekommen und fragte Meadow: „,,Miss Malfoy! Was haben Sie mit dem Kerker gemacht? Dafür schreiben Sie einen 12 Fuß langen Aufsatz über angemessenes Verhalten!" Meadow tat unschuldig. „Wie, was?
Ich habe doch gar nichts gemacht, und für was soll ich dann eine Strafarbeit schreiben?“ Professor Snape ging daraufhin ins Zaubertrank-Klassenzimmer. Natürlich sah er sofort, was Meadow angestellt hatte, und brachte den Klassenraum sofort wieder in Ordnunng. Dann ging er in den Gemeinschaftsraum zurück und herrschte Meadow an: ,,Miss Malfoy, um 12 gehen Sie zu Madam Pomfrey Strafdienst machen! Ich will Sie nicht jedes Mal dran erinnern.Noch mal vergessen, und Sie werden nicht nur diese und die nächste Woche, sondern die nächsten drei Wochen Strafdienst machen gehen! Und den Aufsatz schreiben Sie natürlich für die Bluffknaller und das Finsternispulver, was Sie in meinem Klassenraum losgelassen haben!“ Hexchen wandte sich an Jessika: „Ich glaube, wir müssen noch mal mit Meadow reden.“

Meadow meinte derweil wieder, eine Diskussion anfangen zu müssen. „Das ist aber nicht fair, Sir! Ich habe doch letzte Nacht wieder nicht geschlafen!“ Professor Snape versuchte es zunächst im Guten: ,,Miss Malfoy, benehmen Sie sich doch endlich mal! ich gebe mir so viel Mühe mit Ihnen. Ihr Verhalten ist nicht fair." Dann wandte er sich an die anderen: ,,Ich möchte diese Sache nicht zu hoch hängen. Sie hat schon viel Schlimmeres abgezogen. Aber Meadow, benehmen Sie sich endlich mal!" Hexchen versuchte, Meadow in Schutz zu nehmen: „Na ja, sehen Sie es mal positiv, Sir, sie stellt jetzt bloß noch kleinere Sachen an und vielleicht bald gar nichts mehr.“ Meadow versuchte, sich zu rechtfertigen: „Ich habe mich aber so geärgert, Herr Professor, und deshalb habe ich es gemacht, Sir!“ Professor Snape antwortete Hexchen: „:,,Naja aber sie sollte gar nichts mehr anstellen. Wir sind hier nicht mehr im Kindergarten." Dann fragte er Meadow: ,,Warum haben Sie sich geärgert, Miss Malfoy?" Meadow erwiderte: „Über Meister Massoud und über meinen Vater, Sir!“ Darauf erwiderte der Professor: „Deswegen können Sie meinen Kerker nicht in ein Chaos verwandeln! Meadow, kennen Ihre Mitschülerinnen Ihr Problem?" Meadow antwortete: „Ja Sir, ich habe es ihnen erzählt! Meine Freundinnen wissen Bescheid, Sir!“ Daraufhin erklärte Professor Snape den anderen Mädchen: ,,Ich kann Ihnen mal erzählen: Ich hasse Lucius Malfoy abgrundtief, und ich wusste die Wahrheit über Meadow schon am ersten Tag.
Ich habe Meadow ein Buch über sehr starke Flüche gegeben und werde sie nun so weit bringen, dass sie ihren Vater schlagen kann. Wollen Sie auch mitmachen? Ich werde Meadow am entscheidenden Tag begleiten und notfalls Lucius töten. Er muss einfach dafür bezahlen, was er unzähligen Menschen angetan hat." Professor Snape sah sehr entschlossen aus.

Hexchen erwiderte: „Ich möchte gern helfen. Aber bedenken Sie seine guten Verbindungen ins Ministerium, Sir.“ „Ich weiß, aber es stört mich nicht. Und wenn ich dafür in Askaban lande und Lucius ist tot, war es das wert“, antwortete Professor Snape. „Genau wegen solchen Menschen sollten Sie in Verteidigung alles geben, denn das kann über Ihr Leben entscheiden. Fabienne hat da recht. Es gibt nichts Wichtigeres. Eine Lektion, die Sie noch lernen müssen. Sie dürfen keine Angst vor einem Duell haben, denn dann haben Sie schon verloren." Meadow war erstaunt. „Wie? Sie wussten die Wahrheit über mich schon am ersten Tag Sir!“ Der Professor erwiderte:,,Gewiss.Ich bin ein sehr guter Legilimentiker, und Menschen, die ihr Herz so auf der Zunge tragen wie Sie machen es mir besonders einfach. Ich wollte die Geschichte von Ihnen hören, denn nur wenn Sie sich mit ihm duellieren, können Sie die Dämonen aus Ihrer Vergangenheit besiegen." Hexchen überlegte: „Dann sollten wir über die Sache sehr gut nachdenken und sie klug planen. Meadow, was sagst du?“ Der Professor erwiderte: ,,Genau deswegen predige ich Ihnen immer, dass Sie Ihre Duellangst verlieren müssen.Denken Sie mal nach: Was kann denn schlimmstenfalls passieren? Sie verlieren Ihr Leben. Aber solange Sie Ihre Würde und Selbstachtung haben, ist es nicht schlimm, zu sterben. Denken Sie daran, was Dumbledore uns gezeigt hat. Also besiegen Sie Ihre Angst! Denn wenn Sie mit Angst in ein Duell gehen, verlieren Sie garantiert."


Jessika war schockiert. „Sir, das ist ja ganz furchtbar! Was tun wir hier gerade? Mordpläne schmieden?“ Professor Snape antwortete: ,,Ist es nicht. Was hat er getan? Mögen Sie ihn etwa? Ja ich sehe es in ihrem Geist, Sie finden ihn hübsch. Ich mache das für die ganze Zaubererschaft." Meadow war immer noch erschüttert, dass der Professor ihr Geheimnis schon lange kannte. „Jetzt bin ich aber geschockt, Herr Professor, ich habe doch versucht mein Geheimnis für mich zu behalten.Und Sie wissen schon lange Bescheid. Das hätte ich nicht gedacht.“ Hexchen wandte sich an Jessika: „Jessika, wir wollen nicht über ihn herfallen wie Brutus und Senatoren damals über Cäsar. Und bitte, Jessika das ist doch nicht dein Ernst.“ Jessika erwiderte: „Naja, hübsch ist für einen Mann wie Lucius vielleicht nicht der richtige Ausdruck, Sir.“ Hexchen zog Jessika zu sich heran und flüsterte in ihr Ohr: „Ich bitte dich! Was um alles in der Welt findest du an ihm? Sag es mir ruhig ins Ohr, ich muss es jetzt einfach wissen.“ Auch Meadow war es ein Rätsel, wie irgend jemand ihren Vater attraktiv finden konnte. „Jessika, mein Vater soll hübsch sein? Ach komm. Vielleicht äußerlich wie du meinst, aber er ist ein grausames Monster. Und es macht ihm Spaß zu töten.“

Professor Snape erwiderte: ,,Ich beurteile Menschen nicht nach ihrem Aussehen. Sie sehen alle auch unscheinbar aus, dabei sind Sie mit allen Wassern gewaschen. Und Lucius ist ein gefühlskalter, sadistischer Mistkerl." Meadow sagte: „Ja Sir, da muss ich Ihnen recht geben.
Er macht ja nicht mal halt vor seiner eigenen Familie.“ Auch Hexchen stimmte zu: „Und das ist noch das Netteste, was man von ihm sagen kann. Jessika, nun sag doch mal...“ Jessika erwiderte zu Hexchen: „Ich glaube, ich sollte jetzt besser meinen Mund halten“, meinte dann zu Meadow: „Du kannst es nicht beurteilen, du bist seine Tochter“, dann fragte sie den Professor: „Ist das Ihr Ernst, Sir?“ Meadow antwortete: „Doch ich kann es beurteilen, aber darüber möchte ich nicht reden.“

Professor Snape erwiderte: ,,Oh ja, Miss Jessika. Aber Sie lernen alle doch relativ schnell. Schauen Sie, Sie sind alle sehr trickreich, wenn es um Streiche geht. Und außerdem strahlen Sie für Ihr alter eine relativ starke magische Aura aus. Sie könnten alle super Duellantinnen werden, wenn Sie sich von dieser verdammten Angst lösen würden. Ich war mit Lucius in der Schule. Es stimmt schon, er war damals schon ein Frauenheld, aber er war schon immer ein grausamer Mistkerl." Meadow antwortete: „Das ist aber nicht so einfach Sir, die Angst zu bekämpfen! Und was meinen Vater angeht, haben Sie recht Sir!“ Jessika meinte: „Da haben Sie recht, Sir, tricksen können wir tatsächlich alle gut.“ Alle lachten, als sie an die vielen Streiche dachten, die sie schon gespielt hatten. Nur Meadow sah bedrückt aus. Hexchen fiel es auf, „Ich glaube, Meadow geht es nicht gut. Gibt es etwas, was du uns sagen möchtest. Oder auch alleine dem Professor, dann gehen wir anderen.“ Professor Snape fragte mitfühlend: „Was hat er Ihnen dann angetan?" Meadow erzählte: „Er hat meine Mutter mit vielen jungen Frauen betrogen.Er ist und bleibt ein widerlicher Dreckskerl.“

Dies hatte Professor Snape sich schon gedacht. Er dachte bei sich: ‚Arme Narzissa.’ Laut sagte er: ,,Ja das habe ich auch von Lucius gedacht. So ist er, widerlich und nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Wobei er Charme hat, wenn er will. Er kann junge Frauen gut belügen." Hexchen fragte mitleidig: „Weiß deine Mutter das?“ Fabienne meinte: „Das ist ja schrecklich!“ Meadow antwortete: „Ja Hexchen, sie weiß es!“ Professor Snape meinte: ,,Im Vergleich zu den vielen Misshandlungen und Morden und sonstigen Verbrechen ist das noch relativ milde. Ich kenne ihn seit der Schulzeit. Auch damals war er grausam und brutal und forderte von allen absoluten Gehorsam. Ich bin mir sicher, das war später bei seiner Familie auch nicht anders. Ich bin mir sicher, er hat auch darauf bestanden, zu Hause mit Sir angesprochen zu werden."

Meadow bejahte: „Ja, er möchte mit Sir angesprochen werden, das stimmt Herr Professor.
Und er bestraft auch die eigene Familie, wenn wir ihm nicht gehorchen.“ Professor Snape erwiderte: ,,Das ist ja übel. Quälen sie sich nicht so damit." Er schob ein Fläschchen Zaubertrank zu Meadow hin. ,,Dieser Trank ermöglicht traumlosen Schlaf. Wenn Sie ihn brauchen, nehmen Sie ihn. Er verhindert Albträume." Dann erinnerte er sich wieder an das Verhalten seiner Tochter. Er schimpfte vor sich hin: ,,Es regt mich auf, wenn meine Tochter denkt, Meadow sei meine Lieblingsschülerin, das stimmt nicht. Sie hat lediglich viel durchgemacht, und ich helfe ihr bei der Verarbeitung." Er schwang seinen Zauberstab und zauberte Bücher herbei. ,,Nehmen Sie jeder ein Buch. In diesem Buch stehen sämtliche Dinge, die beim Duellieren zu beachten sind, drin. Außerdem finden Sie mächtige Flüche und Banne. Lesen Sie es und lernen Sie. Ich werde ein paar dieser Zauber abfragen. Nehmen Sie auch für meine Tochter und die anderen eins mit." Kurz darauf verabschiedete sich der Herr Professor. Auch die Mädchen gingen nach und nach schlafen.

Am nächsten Morgen begegnete Fabienne Anita auf dem Flur. Es stellte sich heraus, dass diese an der Tür gelauscht hatte und einen großen Teil des Gesprächs mitbekommen hatte. Sie regte sich gleich auf: „Was sollte der dumme Spruch ‚Es regt mich auf wenn meine Tochter denkt, Meadow sei meine Lieblingsschülerin, das stimmt nicht. Sie hat lediglich viel durchgemacht,und ich helfe ihr bei der Verarbeitung’? Und was ist mit mir? Ich weiß ja noch nicht mal, wer meine Mutter ist?! Und Meadow war letzte Nacht nicht beim Nachsitzen! Einer von Onkel Djaffars Skorpionen hatte mich gebissen und ich musste in den Krankenflügel. Meadow war nicht dort! Das werde ich meinem Vater erzählen! Aber wahrscheinlich lässt er es sowieso wieder durchgehen. Streng ist er nur mir gegenüber! Und lesen müssen wir auch schon wieder! Wann gibt es endlich Urlaub? Und ihr habt euch wegen der Schlange aufgeregt? Das nächste Mal lasse ich eine schwarze Mamba frei; die beisst nur einmal zu!“

Fabienne war erschrocken über die Tirade, die Anita von sich gab. „In manchen Fällen ist ein Elternteil das Problem, und das ist bei Meadow der Fall“, erklärte sie. „Und du willst schon wieder zu deinem Vater gehen und Meadow verpetzen? Petze! Du bist wohl am Glücklichsten, wenn andere Ärger kriegen. solche Kinder konnte ich schon in der Muggelschule nicht ab.“

Tatsächlich hatte Fabienne, was nicht für alle jungen Hexen und Zauberer selbstverständlich war, sofern sie nicht muggelstämmig waren, vor Hogwarts die Muggelschule besucht. Darauf hatte ihre Mutter bestanden, die selber in Frankreich mehrere Jahre in eine Muggelschule gegangen war. Fabienne schimpfte weiter: „Da bekommst du einmal eine Strafarbeit, und dann auch nur einen Aufsatz, und schon jammerst du rum. Der Herr Professor hatte recht, du hättest dich nicht einmischen dürfen. Schließlich war ich selber schuld, weil ich mich beim Duell habe ablenken lassen, das hätte mir nicht passieren dürfen. Für so einen Fehler hätten mein Großvater oder meine Mutter mit mir den Boden gewischt, und das mit Recht! In einem echten Duell hätte das mein letzter Fehler sein können! Was jetzt das Lesen angeht: Vorher hast du dich beschwert, dass zu wenig Unterricht war, und jetzt wo wir wieder lernen, ist es auch nicht gebacken, da schreist du nach Urlaub. weißt du eigentlich, was du willst? Wir anderen beschweren uns alle nicht. Du warst das also, wer diese Giftschlange losgelassen hat! Du bist ja wohl des Wahnsinns! Wenn das Biest nun einen Schüler gebissen hätte, nicht auszudenken! Das ist doch einfach krank, so was! Und jetzt drohst du auch noch mit einer schwarzen Mamba? Dann hoffe ich mal, dass sie mir zuerst begegnet, das würde sie nicht überleben, denn bei giftigen Tieren würde ich die Unverzeihlichen ohne die geringsten Skrupel benutzen, allein schon wegen der Gefahr für andere Schüler! Und Gefahr für mich selber und andere wäre für mich der Grund schlechthin, Unverzeihliche zu benutzen!“ Sie sah Anita mit einem angewiderten Gesichtsausdruck an. Damit drehte sie sich auf dem Absatz um und ließ Anita stehen.


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Dan ist wirklich gut. Mit ihm zu arbeiten war wunderbar. Armer Junge, er musste so geduldig sein. Ich musste schwafeln und darüber sprechen, dass ich der Meister des Universums bin, dass ich böse bin und dass ich ihn umbringen werde und er musste verschnürt dastehen, sich krümmen und vor Schmerzen stöhnen, während ich einen Monolog führte. Der Monolog des bösen Genies - kein Film ist komplett, wenn er fehlt. Ich liebe es, böse Figuren zu spielen!
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