
von lia
Und Hermine erzählte ihm alles, zuerst fiel es ihr schwer, aber mit jedem Wort fühlte sie sich besser. Sie erzählte von dem Tag an dem sie ihre Eltern fand, über die Streitereien bis zu der Nacht in der sie vor alle dem geflohen war.
Und noch mehr. Sie sagte ihm wie sie hier her gelang war, wo und was sie gemacht hatte. Sie schüttete ihm ihr Herz aus. Und als alles raus war, war sie unendlich froh darüber. Ron hörte ihr zu, er machte ihr keine Vorwürfe mehr warum sie gegangen war und was sie falsch gemacht hatte.
Dann tat Ron es ihr nach, er berichtet was in ihrer Abwesenheit so alles passiert war und wie sich das Leben für ihn und alle verändert hatte seit der Krieg beendet und sie weg war.
Als die Geschichten der vergangen Jahre erzählt waren, ging es beiden besser.
Hermine hatte nicht gedacht das es ihr so leicht fallen wĂĽrde das alles zu sagen, sie fĂĽhlte sich befreit und war Ron unendlich dankbar fĂĽr sein auftauchen.
Ihm schien es genauso zu gehen. Und Hermine hatten diese Stunden des erzählen eines gezeigt, nicht nur sie hatte ihre Probleme auch Ron hatte es nicht leicht. Und das bestärkte sie doch ein wenig darin, das sie Recht hatte ihn nicht auch noch mit ihren Problemen zu belasten.
Mrs. Weasley hatte den Tod von Fred nicht leicht verkraftet und hatte sich wochenlang in Fotos von ihm „vergraben“. Neuen Lebensmut hatte ihr erst Victorie gegeben. Bills und Fleurs Tochter. Auch Mr. Weasley hatte lange damit zu kämpfen gehabt das einer seiner Söhne nicht mehr am Leben war.
Hermine und Ron saĂźen einige Zeit schweigend da und hingen ihren Gedanken nach.
„Ron, hast du hunger?“ brach Hermine schließlich die Stille.
„Schon, jetzt wo du es erwähnst.“ Ron grinste sie an.
Auch Hermine musste lächeln das hatte sich nicht geändert.
„Auf was hast du hunger? Im Ort gibt’s einen guten Italiener oder auch ein Chinese. Wir können uns was bestellen. Was meinst du?“
„Italienisch klingt gut. Aber lass uns doch hingehen.“
„Okay, aber ich muss dich warnen. Da werden ne Menge Leute sein die uns anstarren werden. Wie du ja jetzt weißt, sind die Leute von mir hier nicht sehr begeistert.“ Hermine versuchte beiläufig klingen zu lassen, aber Ron erkannte das sie insgeheim vor der Reaktion der Menschen angst hatte. Hermine war doch sonst nicht so und gab nicht viel auf die Meinung anderer.
„Und? Ich bin doch auch noch da, die werden mehr über nicht lästern als über dich. Ich bin schließlich neu hier.“ er lächelte und Hermine konnte nicht anders als ihn zu umarmen. „Danke das du da bist Ron. Und dafür das du mir zugehört hast.“ sie sah ihm in die Augen.
„Ich geh mich dann mal umziehen.“ und schon war sie in Richtung Treppe unterwegs. „Ron wo hast du eigentlich deine Sachen?“
„Was?“ Ron war noch ganz in Gedanken.
„Deine Sachen? Oder hast du nicht mehr mit als du trägst?“
„Oh. Die sind noch am Busbahnhof im Schließfach. Ich muss sie noch holen. Wusste ja nicht das ich jetzt Glück hab und dich finde. “ er hatte vor lauter Freude sie gefunden zu haben ganz vergessen die Sachen abzuholen.
„Busbahnhof? Du bist mit dem Bus hierher gefahren?“ fragte sie erstaunt.
„Ja, ich dachte mir es ist so unauffälliger. Und ich hatte recht, wenn ich die Leute hier sehe.“
„Ein Zimmer wo ich schlafen kann brauch ich auch noch. Kennst du eine Pension in der Nähe.“ fragte er in der Hoffnung das sie keine kannte und er hier bleiben konnte, zu groß war immer noch die Angst das sie wieder verschwinden könnte, wenn er nicht in der Nähe war.
„Ron du kannst hier schlafen. Wir finden schon einen Platz für dich.“ sagte Hermine ziemlich schnell und hoffte das Ron nicht zu sehr merkte das sie ihn unbedingt hier haben will.
„Danke, dann... ähm ich werde dann mal zu Busbahnhof verschwinden und meine Sachen holen.“
„Gut, wir sehen uns gleich.“ damit ging sie die Treppe rauf und begab sich auf die Suche nach etwas zum Anziehen. Hermine machte es sich selbst nicht leicht. Immerhin würde sie zu erstem Mal hier ausgehen und das mit Ron. Okay es war kein wirkliches Date, so wie sie es sich immer gewünscht hatte, aber das war ihr gerade auch egal. Im Moment war sie einfach nur glücklich.
Während Hermine sich seit mittlerweile 20 min. auf der Suche nach dem passenden Outfit befand, war Ron auch schon wieder zurück.
Er hatte seine Tasche neben der EingangstĂĽr abgestellt und schaute sich in dem Wohnzimmer um. Auf dem Kaminsims blieb sein Blick haften. Hermine hatte doch gesagt sie wollte die Vergangenheit hinter sich lassen. Aber ihre Freundschaft zu Harry und ihm nicht. Auf dem Kamin hatte sie ein Bild von ihnen dreien aufgestellt. Offensichtlich kurz nach dem Ende des Krieges aufgenommen. In des Woche in der sie alle zusammen im Fuchsbau waren. Dann war da noch eins von Ginny und Harry, etwa zur selben Zeit aufgenommen. Und eines von ihr und Ron. Er konnte sich noch an den Tag erinnern wo es gemacht wurde. Es war der Tag vor ihrer Abreise nach Australien.
„Ron? Wollen wir?“ Hermine war die Treppe herunter gekommen und sah zu ihm.
„Wieso hast du diese Bilder aufgestellte? Du sagest doch, du wolltest das alles hinter dir lassen?“ fragte er, ohne den Blick vom Kamin zu nehmen.
Hermine trat an ihn heran. „Ich wollte alles vergessen und neu anfangen ja, aber ich musste sie aufstellen. Ihr seit meine besten Freunde, seit ich 11 war. Ich konnte das nicht vergessen. Egal, was ich auch versucht hätte.“
„Also sind wir dir nicht egal?“ Ron hatte oft darüber nachgedacht, das Hermine einfach gegangen war und ihr ihre Freunde egal waren, aber wie er es drehte und wendete, das traute er ihr nicht zu, nicht nach dem was sie zusammen durchgestanden hatten.
„Nein, ihr wart mir nie egal.“
Ron sah sie an und musste lächeln. „Du siehst umwerfend aus.“
Hermine lächelte verlegen. Hatte sie es übertrieben? Sie trug ein lila Sommerkleid, einen Hauch von Make-up und hatte ihre Haare zu einem Zopf gebunden.
„Danke, wir sollten gehen, sonst bekommen wir nichts mehr zu essen.“ Hermine lächelte Ron an, der sie ganz verträumt angesehen hatte.
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