
von Feenflügel
***Vorwort: Vielen dank, an jeden der dies liest, ich öffne euch nur zu gern ein weiteres mal das Tor zur Fantasie. Viel spaß.****
Hermine war beinahe jede Sekunde der vorranschreitenden Tage versucht, Ronald an die Gurgel zu springen, ihm eine schallende Ohrfeige zu verpassen und das nur weil er höflich war und sie anlächelte. Dieser miese Kerl wagte es doch tatsächlich sie zwischendurch anzugrinsen! Wenn ihre Haare nicht sowieso schon eine Neigung dazu hätten, sich aufzuplustern, hätten sie es durch den elektrisierenden Zorn in ihr wohl getan. Es war so als hätte sich ein Feuer wütend züngelnd in ihrem Kopf breit gemacht und war von dort aus, mit dem Blut in ihren Adern gewandert, es brannte von ihren Zehenspitzen bis zu den Haarwurzeln. Das Feuer der Wut. Sie vergrub ihre Nase nur in den `Märchen von Beedle dem Barden´um dieses sommersprossige, schöne....Hermine aus! ...Nur um dieses Gesicht nicht sehen zu müssen. Hinzu kam dieses blöde, nervende Klopfen mit seinem Zauberstab auf das Radio.
Tock.
Tock.
Tock.
Wenn er doch nur mal damit aufhören würde, dann könnte sie sich auch besser auf das Buch konzentrieren.
Tock.
Tock.
Tock.
Herrgottnochmal, wonach suchte dieser Trottel den eigentlich? Hermine klappte unnötig laut das Buch zu und pfefferte es in die Ecke.
So ging es tagelang, Harry versuchte hin und wieder etwas Konversation zu machen, doch eher mit mäßigem Erfolg. Ronald und er verschwanden dann hin und wieder um Holz oder etwas essbares zu suchen, in der Zeit hatte Hermine eine bessere Gelegenheit sich um das ihr vererbte Buch zu kümmern. Sie forschte darin mehr, als dass sie es wirklich las, doch sie hielt es für unwahrscheinlich das ein Mann wie Albus Dumbledore ihr grundlos ein Kinderbuch hinterließ, nur damit sie es las. Es musste einen tiefsinnigeren Grund dafür geben. Jede vergilbte Seite davon nahm sie haargenau unter die Lupe.
"Hermine? Wir gehen Beeren in den Sträuchern suchen, okay?" Sie blickte auf, in Harrys fragendes Gesicht und nickte einfach nur, senkte dann wieder ihren Blick auf eine besonders mitgenommene Seite. Sie hatte überall kleine Knicke und Rillen, so als ob mal ein Tropfen von Elfenwein oder so verschüttet worden war, die Knicke konnten von Fingern stammen, die sich an dieser Seite festgeklammert hatten. Aber diese Makel waren es nicht, die ihren Blick auf dieser Seite ruhen ließen. Es war ein kleines Zeichen in der Ecke. Ein Art dreieckiges Auge, dieses Zeichen hatte sie irgendwo schonmal gesehen. Ja natürlich, es war auf diesem Grabstein in Godric´s Hollow gewesen und Xenophilius Lovegood hatte es auf Bills und Fleurs Hochzeit getragen. Was dieses "Auge" wohl zu bedeuten hatte? War es wirklich Grindelwalds Zeichen? Das hatte Viktor doch behauptet. Okay, sie mussten unbedingt rausfinden was es bedeutete, sie stießen viel zu oft darauf, als das es noch ein Zufall sein könnte.
Hermine klemmte sich das Buch unter den Arm und sprang auf um Harry zu suchen. Sie zog den Reißverschluss vom Zelteingang auf und kletterte umständlich heraus. Ihr Blick wurde von zwei nicht weit entfernten Gestalten auf sich gezogen, die vor einem Gebüsch standen in dem sich etwas seltsam regte. Je näher sie kam umso klarer wurde ihr, was da vor sich ging. Harry und Ronald starrten auf eine Spinne die in ihrem Netz zitterte und ihre Größe mehr schlecht als Recht veränderte. "Du brauchst einfach nur ein bisschen Übung", flüsterte Hermine schuldbewusst. Harry stand da, mit dem fremden Stab in der Hand und schien der Verursacher des Spinnenproblems zu sein. Sie wollte so sehr, dass es stimmte was sie da sagte, es tat ihr so leid, dass Harrys Phönixstab zerbrochen war. Jedoch hatte sie jetzt ein dringenderes Thema anzusprechen, das Dreieckige Auge. "Harry, ich möchte das wir Xenophilius Lovegood besuchen."
Das war der Beginn einer langen Diskussion, Harry hielt es für unnötig Xenophilius Lovegood einen Besuch abzustatten. "Einmal Godrics Hollow reicht mir...." "Aber wir stoßen immer wieder auf dieses Zeichen, es muss irgendetwas zu bedeuten haben." Letztenendes Stimmten sie ab, Ronald war auf Hermines Seite und aus reinem Protest hätte sie gerne ihre Hand unten gelassen, doch es war einfach wichtiger alles nötige herausfinden. Trotzdem war sie sauer auf ihn und legte sich schnell ins Bett, als klar war dass sie am nächsten Tag aufbrechen würden.
"Du warst nur dafür, weil du bei ihr punkten wolltest", murmelte Harry. Hermine schlug die Augen auf. Wie bitte? "Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt und dass hier ist ein bisschen von beidem, also..." BITTE? Was sollte das denn heißen, dass hier sei ein bisschen von beidem? Wo war denn hier die Liebe? Moment, sollte das etwas heißen, dass...? Nein, das war nicht möglich, sie musste sich verhört haben.
In den frühen Morgenstunden räumten sie alle Sachen zusammen und apparierten dann auf einen Hügel in die Nähe des Dorfes Ottery St. Catchpole. Sie schauten hinunter ins Dorf und noch ein wenig darüber hinaus, dort wo hinter den Bäumen der Fuchsbau sein musste. "Es ist ein seltsames Gefühl...", fing Ron an. Den Rest des Satzes hörte Hermine nicht, in ihren Ohren rauschte das Blut viel zu laut. Wütend zischte sie: "Es ist ja nicht lange her das du dort warst oder?" Er war wirklich schockiert. "Ich war nicht dort." Ehm. Hermine hatte es kurzzeitig die Sprache verschlagen. "Ich war bei Bill und Fleur..." Gut, ehm, das hatte sie jetzt wirklich nicht erwartet. Aber woran dachte sie da, sie waren doch nicht hier um herum zu stehen. Also zogen sie los, weiter in die hügelige Landschaft hinein. Es dauerte eine Weile, bis sie das richtige, ja nennen wir es Haus, gefunden hatten.
Als der Moment kam, dass ihnen Mr Lovegood die Tür öffnete, bekam Hermine bei der ganzen Sache doch ein ungutes Gefühl. So hektisch wie er war, machte er Hermine Angst. Es ist wichtig was du wissen willst, es ist wichtig, sagte sich Hermine immer und immer wieder. Zuerst wollte Mr Lovegood sie gar nicht erst hinein lassen, doch dann gab er nach. Sie sollten warten, Luna käme sicher gleich, vertröstete er die drei. In der zwischenzeit sahen sie sich etwas genauer um. Eine seltsame und gefährliche (Hermine beäugte misstrauisch ein Horn) Einrichtung. Lovegood stieß zu ihnen und Hermine beschloss, ihn endlich aufzuklären, warum sie hier waren. Und Lovegood gab ihr, auf die Frage wegen des Zeichens, eine seltsame Antwort. "Sie meinen das Zeichen der Heiligtümer des Todes?" "Der was?" Und er erklärte ihnen, es würde mit einem Märchen zusammen hängen, Hermine las es vor, aus dem Buch, die Märchen von Beedle dem Barden.. Dieses Märchen handelte von drei Brüdern und ihrer Begegnung mit dem Tod. Sie hatten eine Art Handel mit dem Tod vereinbart, in dem sich jeder der drei etwas wünschte. Einen Stab, den Elderstab wünschte sich der erste, der zweite wünschte sich einen Stein mit dem man die Toten ins Leben zurück holen konnte und der dritte wünschte sich einen Tarnumhang. Einen Tarnumhang der tatsächlich vollkommene Tarnung versprach und dieses Versprechen auch hielt.
Je länger sie blieben, redeten und auf Luna warteten, desto ungeduldiger wurde Mr Lovegood. Was war los mit ihm? Nun, diese heikle Frage beantwortete sich, als er ging und die drei sich noch etwas genauer umschauten und eine Klitterer- Druckmaschine fanden. "Unerwünschter Nummer eins" , hieß es auf dem Titelblatt. Oh gott, bitte nicht. Doch, sie waren in eine Falle geraten. Lovegood hatte sie aus einem verstädnlichen Grund in die Falle gelockt, Luna war entführt worden. Der Schock saß tief. Vor ihrem geistigen Auge sah Hermine Luna in einem dunklen Raum liegen, in Ketten und laut vor Schmerz stöhnend. Sie musste hart schlucken und sah, an ihren ensetzten Gesichtern, dass auch Harry und Ron (AN: Jap, ab hier heißt er nicjht mehr Ronald ^^) mehr als schockiert waren. Dennoch, als Todesser kamen musste ihr Gehirn schnell einen Fluchtplan ausarbeiten. Mr Lovegood wollte sie zum bleiben bewegen, doch es gelang ihm nicht, dann schoss er Schockzauber auf sie ab. Und einer davon traf das Erumpenthorn, es explodierte.
Die Todesser sollten Harry sehen, soviel war klar, denn sie schrieen Lovegood an und sie wollte nicht, dass sie ihn töteten weil sie ihm nicht glauben wollten, dass Harry tatsächlich hier war. Dann stach ihr dieses explodierende Erumpenthorn ins Auge.
Schnell schwatzte sie Ron den Tarnumhang auf, dann packte sie Harry und ihn am arm, apparierte vor die Todesser und disapparierte dann.
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel