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Fanfiction

Horcruxe, Abenteuer und Gefühle... - Der Morgen danach

von Dracodormiens

2.Der Morgen danach

Als Harry erwachte, schien die Sonne durch die Fenster des Krankenflügels, und sie schien schon ziemlich hoch zu stehen. Er richtete sich auf und zog die Vorhänge zur Seite. Bis auf zwei waren alle Betten leer. Von der gegenüberliegenden Seite des Raumes lächelte Hermine ihm über ihrem leeren Frühstückstablett zu. „Guten Morgen, Harry!“ „Morgen, Hermine. Puh, ich bin noch gar nicht richtig wach. Ist mit den anderen alles okay? Ist noch jemand verletzt?“ fragte er besorgt. „Es ist alles in Ordnung, Harry. Obwohl ja beinahe etwas Entsetzliches passiert wäre...“ Ihr Blick verdüsterte sich etwas. Sie schob ihr Tablett zur Seite, kletterte aus dem Bett und setzte sich neben Harry auf die Matratze. „Glaubst du, wir können ihm vertrauen?“ flüsterte sie ganz leise, mit einem Blick auf ein Bett an der anderen Wand, dessen Vorhänge nach wie vor zugezogen waren.

Harry dachte nach. Vertraute er Malfoy? Er war dabei gewesen, er hatte miterlebt, wie Draco nicht in der Lage gewesen war, seine Aufgabe zu erfüllen. Er konnte nicht töten. Harry hatte auch erlebt, wie verzweifelt Draco das Schuljahr über gewesen war. Er hatte ihn schließlich in Myrtles Toilette erwischt. Bei dem Gedanken an den Sectumsempra zog sich sein Magen zusammen. Beinahe hätte er Draco damit getötet, zum Glück war Snape ja noch rechtzeitig erschienen. „Ich weiß es nicht, Hermine. Er konnte Dumbledore nicht töten. Aber er hätte beinahe Katie und Ron umgebracht. Ich weiß, welche Angst er um seine Familie hatte, aber... Vielleicht sollten wir erstmal einfach abwarten.“ Hermine nickte langsam. „Weißt du was, Harry? Ich würde ihm gern vertrauen. So eine Drohung gegen die Familie muss schrecklich sein. Letzte Nacht hatte ich den Eindruck, er bereut wirklich, was er getan hat. Irgendwie tut er mir tatsächlich leid.“ Von Dracos Bett war ein Rascheln zu hören. „He, Malfoy, bist du wach?“ flüsterte Harry.

Draco überlegte, ob er schon bereit war, sich den Fragen zu stellen. Aber irgendwann musste es ja sowieso sein. Und aus den Gesprächsfetzen, die er gerade mitgehört hatte, zu schließen, schienen die beiden Gryffindors ihm ja recht wohlwollend gegenüberzustehen. Also zog er die Vorhänge seines Bettes zurück und sagte: „Guten Morgen.“

Hermine stand auf und wanderte wieder zu ihrem eigenen Bett, wobei sie Draco unauffällig musterte. Er hatte zwar keine dunklen Ringe mehr unter den Augen, sah aber immer noch ziemlich erschöpft aus. Hermine drehte sich auf die Seite und sah ihn nachdenklich an. „Bist du fit genug für ein paar Fragen?“ fragte sie. Draco nickte wortlos. Harry richtete sich im Bett auf und stopfte sich Kissen in den Rücken. „Komm doch rüber, Harry, dann müssen wir nicht so laut reden.“ meinte Hermine. Harry stand gehorsam auf und setzte sich neben Hermine aufs Bett.
„Also?“ fragte Draco müde. Hermine und Harry tauschten einen Blick. „Warum?!“ fragten sie dann wie aus einem Mund.
Draco schwieg eine Weile. Dann begann er zu sprechen, ohne die beiden anzusehen.

„Der Dunkle Lord wollte nie, dass ich Erfolg habe bei dieser Aufgabe. Er wollte, dass ich scheitere. Er wollte zwar, dass Dumbledore stirbt, aber er hat nie damit gerechnet, dass ich es schaffe. Er wollte meine Eltern bestrafen. Lucius hat Fehler gemacht, war nicht treu und gehorsam genug, hat die Prophezeiung nicht retten können. Er wollte meinen Vater treffen, dadurch, dass ich versage. Er wollte meine Mutter treffen, sie wollte nicht, dass ich zum Mörder werde. Und mir hat er gedroht, meine Eltern müssten sterben, wenn ich es nicht tue. Ich dachte, ich hätte keine Wahl. Ihr meint jetzt sicher, ich hätte sofort zu Dumbledore gehen, ihm alles erzählen sollen. Ich habe tatsächlich darüber nachgedacht. Aber die Angst um meine Familie war stärker. Ich habe nicht daran geglaubt, dass Dumbledore sie schützen könnte. Seht euch an, was mit Karkaroff geschehen ist. Aber gestern abend habe ich gemerkt, dass ich nicht töten kann. Es ging nicht, egal wieviel Angst ich um meine Eltern hatte. Dumbledore hat mir versprochen, sie zu schützen. Und gestern habe ich ihm geglaubt.“

„Du sagst, du konntest nicht töten?“ meinte Hermine zögernd nach einer Pause. „Aber das Halsband und der Met...“
„Sprich ruhig aus, was ihr denkt. Ich bin ein Feigling, der nur aus dem Hinterhalt töten kann, aber nicht, wenn er jemandem tatsächlich Auge in Auge gegenübersteht? Ja, ich bin feige. Ja, ich wäre beinahe zum Mörder geworden. Aber glaubt mir, ich bin jetzt froh, dass es nicht so ist.“

„Gut, bis jetzt wissen wir nur, dass du deine Familie schützen willst und dass du Angst vor Voldemort hast. Aber was ist mit seinen Zielen, mit seinen Überzeugungen? Dieser Reinblüterquatsch, seine Machtübernahme, und all das? Er wollte deine Familie quälen, aber was ist mit all den anderen, die gequält und getötet wurden?“ bohrte Harry unerbittlich nach.

„Vom ersten Tag in Hogwarts an war Granger in allem besser als ich, wie könnte ich ernsthaft immer noch glauben, Schl - Muggelgeborene wären schlechtere oder wertlosere Zauberer? Ich bin so erzogen worden. Seit Generationen werden die Malfoys so erzogen. Es hat lange gedauert, bis ich begonnen habe, das zu hinterfragen, aber als ich einmal angefangen hatte, darüber nachzudenken... Aber was das betrifft, ist Lucius ebenso engstirnig wie der Dunkle Lord. Und wir waren schon sehr tief in die Todesserkreise verstrickt. Ich hatte nicht den Mut, mich dagegenzustellen. Aus Angst vor Voldemort, aber auch aus Loyalität gegenüber meinem Vater. Und ich habe oft genug mitbekommen, was mit seinen Gegnern passiert. Mehr als einmal habe ich mich heimlich übergeben, wenn ich einen Cruciatus mitangesehen hatte...“

„Willst du dich und deine Familie nur schützen lassen oder wirst du uns aktiv helfen?“

„Der Dunkle Lord darf nicht an die Macht gelangen. Ich helfe euch.“

Harry und Hermine waren mehr als erstaunt, wie freimütig und ehrlich Malfoy ihre Fragen beantwortete. „Zuzugeben, dass man feige war, ist ziemlich mutig.“, stellte Harry schließlich fest. Er stand auf und streckte Draco die Hand entgegen. „Was mich betrifft - willkommen im Club. Ich glaube, wir können dir vertrauen.“ Draco ergriff seine Hand zögernd. Hermine tat es Harry nach. „Es könnte allerdings etwas schwieriger werden, Ron zu überzeugen.“ seufzte sie. „Er war immerhin dein direktes Opfer.“
„Ich mache mir da nichts vor, er wird nicht der einzige sein, der schwierig zu überzeugen sein wird. Warum sollte man mir auch trauen? Nach allem, was ich getan habe... Aber da ich sicher sowieso von der Schule fliege, ist das auch egal. Die anderen werden meine Anwesenheit ja nicht mehr sehr lange ertragen müssen.“
„Oh, Mr Malfoy, Sie werden nicht von der Schule verwiesen.“ lächelte Dumbledore. Unbemerkt von den dreien war er hereingekommen.

„Nicht?“ fragte Draco erstaunt und ein bisschen hoffnungsvoll.

„Ich habe schon eine ganze Weile zugehört. Ich bitte um Entschuldigung; ich wollte nur hören, ob Sie schon wach sind, und dann fand ich Ihre Unterhaltung so faszinierend, dass ich nicht widerstehen konnte. Nein, Mr Malfoy, Hogwarts ist mit Abstand der sicherste Ort in England, und mit Sicherheit werden wir niemanden, der Lord Voldemort den Rücken gekehrt hat, seiner Willkür ausliefern. Ihre Mutter befindet sich zur Zeit noch im Hauptquartier des Phönixordens, ich soll Ihnen ausrichten, dass sie sehr stolz auf Sie ist. Im Laufe des Nachmittags wird sie hier eintreffen und für unbestimmte Zeit mein persönlicher Gast sein.“

„Danke, Sir.“ flüsterte Draco. Hermine sah die Erleichterung in seinen Augen. Sie drückte spontan einmal seine Hand, dann ließ sie sie erschrocken schnell wieder los.

Dumbledore klatschte zweimal in die Hände. „Und nun wieder jeder in sein Bett, wenn ich bitten darf. Mr Potter, sie dürfen nach dem Mittagessen gehen, aber Mr Malfoy und Miss Granger werden sich noch einen Tag länger hier erholen. Ich sehe heute abend noch einmal nach Ihnen.“ Er lächelte die drei strahlend an und eilte mit wehendem Mantel aus dem Raum.
Wenig später wieselte Madam Pomfrey heran und stellte Tabletts vor allen dreien ab. Nach dem Essen zog Harry sich an und verabschiedete sich. „Ich werde mal sehen, ob ich Ron überzeugen kann.“ versprach er.

Harry begab sich sofort in den Gemeinschaftsraum. Er musste unbedingt mit Ron sprechen und ihm alles erklären. Doch im Gemeinschaftsraum war er nicht. Harry stieg die Treppe zum Schlafsaal hinauf. Ron lag mit hinter dem Kopf verschränkten Armen auf seinem Bett. Finster sah er Harry an. „Erfahre ich jetzt auch endlich, was passiert ist? Ginny behauptet, Malfoy wäre übergelaufen, das ist ja wohl ein schlechter Scherz! Der doch nicht!“ Harry setzte sich auf sein eigenes Bett und sah Ron an. „Doch, das stimmt. Malfoy hat die Todesser in die Schule gelassen und wollte Dumbledore umbringen. Das -“

Ron unterbrach ihn wütend. „Na, ein toller Verbündeter! Wie sollen wir ihm jemals vertrauen?! Meine Güte, er hätte mich und Katie beinahe umgebracht!“ Harry seufzte. „Ich hab mir gedacht, dass du so reagierst. Ich kann es dir nicht mal verdenken. Aber kann ich bitte fertig erzählen, ohne dass du mir ins Wort fällst?“ Ron nickte nur grimmig. Harry fuhr fort: „Also, ich war jedenfalls mit auf dem Astronomieturm, aber unter meinem Tarnumhang. Ich habe alles genau mitbekommen. Dumbledore hat Draco angeboten, die Seiten zu wechseln, und versprochen, ihn und seine Familie zu schützen. Voldemort hatte Draco nämlich angedroht, seine Familie umzubringen, wenn er nicht Dumbledore tötet. Du weißt doch noch, was ich gesehen habe, bevor das mit dem Sectumsempra passiert ist? Draco stand das ganze Jahr unter enormem Druck und hatte wahnsinnige Angst um seine Familie. Auf dem Turm, als er Dumbledore gegenüberstand, hat er jedenfalls festgestellt, dass er ihn nicht töten kann. Und dann hat er sich dazu entschlossen, Dumbledores Angebot anzunehmen, und mit uns zusammen gekämpft. Hermine, Draco und ich waren über Nacht in der Krankenstation, er hat uns heute morgen alles erzählt und erklärt. Das mit dem Met und dem Halsband tut ihm wirklich leid, und er ist sehr froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Und Hermine und ich haben uns entschlossen, ihm zu vertrauen.“ schloss Harry.

„Und jetzt gehört er einfach so zu uns?“ fragte Ron ungläubig. „Geht er ganz normal weiter zur Schule?“ Harry zuckte die Schultern. „Das weiß ich nicht. Dumbledore wollte heute abend nochmal mit Draco und Hermine darüber sprechen.“ „Moment mal“, sagte Ron langsam. „Soll das heißen, Hermine ist immer noch im Krankenflügel - mit ihm?!?! Harry, wie kannst du sie mit ihm alleine lassen?!“ Er sprang auf und wollte aus der Tür stürzen. Harry konnte ihn gerade noch am Ärmel festhalten. „Ron, nicht. Sie sind doch nicht alleine, Madam Pomfrey ist schließlich da. Und ich vertraue ihm. Und was noch wichtiger ist, Dumbledore vertraut ihm auch. Lass sie in Ruhe. Sie brauchen beide Ruhe. Du kannst dir nicht vorstellen, wie fertig Draco aussah.“ „Harry, hast du jetzt ernsthaft Mitleid mit Malfoy?!“ fauchte Ron. „Er hat mich beinahe umgebracht!“ Harry nickte nachdenklich. „Ja, das ist nicht leicht zu verzeihen, ich weiß.“ „Für euch anscheinend schon.“ meinte Ron bitter. „Ist ja nichts passiert, er ist jetzt auf unserer Seite, und es war schließlich nur Ron.“
Entsetzt sah Harry seinen Freund an. „Ron, das -“ Doch Ron war schon aus dem Raum gestürmt. Harry stürzte hinterher, doch er erreichte ihn nicht mehr. Er sah nur noch, dass Ron wenigstens nicht in Richtung Krankenflügel lief. Er schüttelte den Kopf. Es hatte keinen Sinn, hinterher zu laufen, Ron musste sich erst einmal beruhigen. Stattdessen machte Harry sich auf die Suche nach Ginny.


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