Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum
Anzeige

Fanfiction

Horcruxe, Abenteuer und Gefühle... - Abendspaziergänge

von Dracodormiens

In diesem Kapitel passiert nicht viel für die Handlung, aber dafür einiges für die Beziehungen... :-) Aber ich kann versprechen, irgendwann wird es auch noch spannend...

13. Abendspaziergänge

„He, was ist denn mit dir los?!“ fragte Draco seinen Freund verblüfft, der geistesabwesend neben den anderen herlief. „Das ist doch klar“, meinte Luna mit ihrer verträumten Stimme, „er denkt an Sinead.“ Blaise wurde ein bisschen rot. „Ernsthaft?“ fragte Draco belustigt. „Na und?“ Hermine verpasste ihrem Freund einen Rippenstoß. Blaise ließ sich ein paar Schritte hinter die anderen zurückfallen, um den Blicken und Fragen auszuweichen und setzte sich auch im Bus eine Reihe hinter sie.

Als sie wieder am Zelt angekommen waren, ließ Hermine sich ins Gras fallen und studierte stirnrunzelnd einen Plan von Muncaster Castle, den sie mitgenommen hatte. „Blaise? Wo genau ist eigentlich das Archiv, vorne bei der Verwaltung?“ Sie musste zweimal fragen, bevor Blaise reagierte. „Nee, das ist auf dem Dachboden.“ Hermine stöhnte. „Dann müssen wir ja durchs ganze Schloss schleichen, zu zweit unter dem Tarnumhang. Wenn das mal gutgeht...“ „Mein Tarnumhang ist zwar nicht ganz so gut wie Potters, aber dafür ein bisschen größer.“ beruhigte Blaise sie. Sie senkte den Blick wieder auf den Plan und versuchte ihn auswendig zu lernen.
Luna hockte wieder vor dem Kaninchen- nein, vor dem Zark-Bau. Blaise hatte sich gegen einen Baumstamm gelehnt und sah ein wenig geistesabwesend vor sich hin, während Draco abwechselnd seine Freundin und seinen besten Freund beobachtete. Hermine holte sich jetzt noch einige Bücher aus dem Zelt und kaute an ihrer Feder, während sie sich Notizen machte. Draco rollte mit den Augen. Er stand auf, nahm Hermine das Buch aus der Hand und klappte es zu. „Kommst du noch mal mit an den Strand?“ „Apparieren?“ fragte sie zögernd. Er nickte. „Es ist doch schon fast Abend, der Strand ist bestimmt inzwischen recht leer.“ „Ein bisschen später, ja? Ich glaube, um diese Zeit ist es noch zu riskant.“ Draco nickte seufzend und setzte sich wieder ins Gras. Schade, dass er erst kurz vor dem Vorfall auf dem Astronomieturm 17 geworden und zum Apparieren auf Hermine angewiesen war, er hatte den Kurs nicht beendet, sonst hätte er sie jetzt einfach am Arm genommen und wäre mit ihr verschwunden. „Ich komme auch noch mal mit ins Dorf, wenn Luna nichts dagegen hat“, sagte Blaise plötzlich. „Keine Angst, ich lass euch dann alleine“, setzte er hinzu. Hermine schmunzelte in ihr Buch, sagte aber nichts. Auch Draco verkniff sich einen Kommentar. Luna nickte nur. „Kein Problem.“
Eine halbe Stunde später wurde es langsam so dämmerig im Wald, dass Hermine die Buchstaben nicht mehr richtig erkennen konnte. Statt ihren Zauberstab zum Leuchten zu benutzen, klappte sie mit einem Knall das Buch zu und stand auf. Sie reichte Draco die Hand und zog ihn hoch. „Dann lass uns mal los.“ lächelte sie und drehte sich. Im nächsten Moment waren die beiden verschwunden. Blaise folgte ihnen einen Augenblick später.

Am Strand blieb Blaise einen Moment lang unschlüssig stehen, doch dann machte er sich auf den Weg Richtung Pub. Der war ja bis 23 Uhr geöffnet, Sinead stand sicher noch am Tresen. Er würde... Blaise blieb abrupt stehen. „Hermine!“ Er kehrte um und lief den beiden hinterher, die schon ein Stück am Strand entlang geschlendert waren. „Kannst du mir ein bisschen Muggelgeld pumpen?“ fragte er außer Atem. Hermine zog ihren Geldbeutel hervor und fragte schmunzelnd: „Wieviele Guinness?“ Leicht errötend nahm Blaise einige Münzen entgegen. Dann machte er sich zum zweiten Mal auf den Weg zum Pub. Als er die Tür aufstieß, schallte ihm Musik entgegen. In einer Ecke des Raums saßen drei Musiker, mit Akkordeon, Geige und Tin Whistle. Sinead stand am Tresen und zapfte gerade konzentriert zwei Guinness.
Zögernd machte Blaise ein paar Schritte auf den Tresen zu. In diesem Moment sah sie auf und entdeckte ihn. Überrascht lächelte sie ihn an. Er lächelte zurück und zog sich einen freien Barhocker heran. „Hast du ein Guinness für mich?“ fragte er. „Gerne. Sind deine Freunde gar nicht mit?“ fragte sie, während sie zapfte. Er schüttelte den Kopf. „Die Blonde, Luna, wollte... Tiere beobachten. Und die anderen beiden machen einen romantischen Strandspaziergang, da würde ich wohl eher stören.“ grinste er. Sinead lachte.
„Arbeitest du immer hier?“ fragte Blaise. Sie schüttelte den Kopf. „Ich helfe nur jetzt in den Ferien aus. Und verdiene mir ein bisschen Geld dazu. Eigentlich gehe ich noch zur Schule. Ich bin auf einem Internat in Frankreich.“ „Oh, tu parle francais?“ meinte Blaise. „Du auch?“ „Ich bin sogar halber Franzose, mein Vater ist Italiener. Übrigens heiße ich Blaise.“ „Sinead.“ „Ja, das habe ich schon mitbekommen.“ lächelte er.
„Sinead, noch zwei Cider und ein Guinness!“ rief jemand am anderen Ende des Tresens. Entschuldigend lächelte sie Blaise an und servierte dem Gast die Getränke. Durch die Schwingtür, die zur Küche führte, kam jetzt ein schlanker, hochgewachsener Mann mit ebenfalls rotbraunen Haaren. „Sinead, du kannst Schluss machen für heute.“

Blaise trank sein Bier aus. „Was machst du jetzt?“ fragte er. „Ich meine... hast du vielleicht Lust auf einen Spaziergang?“ Sie nickte erfreut. „Ich hol mir nur schnell eine Jacke von oben. Wartest du kurz?“ Wie der Wind verschwand sie durch die Küchentür und kam Augenblicke später mit einer über die Schultern gehängten Jacke zurück. „Wir können!“ Sie hakte sich bei ihm ein, und die beiden verließen den Pub. „Und jetzt?“ fragte sie. „Habt ihr euch schon das ganze Dorf angesehen? Alle drei Straßen?“ setzte sie lachend hinzu. Blaise grinste. „Nee, ich kenne nur das Stück zwischen dem Pub und der Bushaltestelle. Was gibt es denn hier sonst noch?“ „Ich zeig´s dir...“
Die beiden schlenderten die Straße am Hafen entlang. Es roch nach Meer, und die Wellen klatschten an die Kaimauer. „Das ist die Hauptstraße.“ erklärte Sinead. „Die ist gepflastert mit Steinen aus dem Meer. Ravenglass war immer schon ein Fischerort, aber das Dorf hat eine lange Geschichte, bis zurück in die Römerzeit.“ „Kennst du dich in der Geschichte des Ortes gut aus?“ fragte Blaise. „Mein Vater hat sich sehr damit beschäftigt, als wir hierhergezogen sind, er meinte, man muss etwas über den Ort wissen, an dem man lebt. Außerdem ist er Hobbyarchäologe. Da ist bei mir wohl auch einiges hängengeblieben.“
Blaise überlegte, ob er sie nach Rowena Ravenclaw fragen sollte. Schaden konnte es eigentlich nichts... „Sagt dir der Name Rowena Ravenclaw etwas? Die soll hier mal gelebt haben, aber in Muncaster Castle wurde sie bei der Führung nicht erwähnt.“ Sinead rollte die Augen. „Ja, klar, dass die sie verschweigen. Muncaster war immer schon beleidigt, dass Rowena sich irgendwo angeblich ein viel schöneres Schloss gebaut hat. Keiner weiß zwar wo, aber den Einwohnern von Muncaster war schon das Gerücht genug. Die bilden sich wer weiß was auf ihr blödes Castle ein. Da hättest du gleich in Ravenglass nach Informationen suchen sollen, nicht in Muncaster! Warum willst du was über sie wissen?“ „Ach, es geht um eine Geschichtshausaufgabe, eine Art Projekt.“ wich Blaise aus. „Und was meinst du, wo ich in Ravenglass suchen sollte?“ Sinead grinste. „Zum Beispiel in der Heimatgeschichte-Sammlung meines Vaters. Er betreibt neben dem Pub noch zum Spaß ein kleines privates Museum. Habt ihr das Hinweisschild nicht gesehen?“
Blaise schüttelte den Kopf. Nachmittags war er zu hungrig gewesen, um sich genauer umzuschauen, und vorhin zu aufgeregt, aber letzteres würde er ihr bestimmt nicht auf die Nase binden. „Wie sind denn da die Öffnungszeiten?“ wollte er wissen. „Eigentlich Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 15 Uhr, aber wenn du willst, kann ich dich jederzeit reinlassen.“ bot sie an. „Das würdest du machen? Das wäre ja echt klasse. Am liebsten gleich morgen!“ Dann müsste Luna eben alleine zur Eulerei fahren. „Klar, gerne. Wann denn?“ „Ist dir 10 Uhr zu früh? Du hast ja auch Ferien und willst bestimmt ausschlafen...“ schlug er vorsichtig vor. Aber Sinead lachte nur.
„10 Uhr? Da bin ich seit mindestens drei Stunden wach und war schon schwimmen!“ Blaise verzog das Gesicht. „Oje, Frühaufsteherin...“ „Warum oje?“ fragte sie ein bisschen kokett. „Das kann dir doch nur recht sein in diesem Fall.“ Blaise grinste nur und antwortete nicht. Mittlerweile hatten sie das Dorf schon zweimal in jede Richtung durchquert und schlenderten jetzt hinunter zum Strand. Er blieb stehen und zog seine Schuhe aus, um mit den Füßen ins Wasser zu gehen. „Brr, ist das kalt!“ rief er erschrocken und sprang schnell wieder aufs Trockene. „Und da drin schwimmst du morgens?!“ Sinead lachte ihn aus. „Tja, du halber Italiener, so warm wie das Mittelmeer ist es natürlich nicht... Wohnst du übrigens in Frankreich oder in Italien?“ „In Italien, aber nur in den Ferien. Ich bin hier in Großbritannien auf einem Internat. Warum gehst du eigentlich in Frankreich zur Schule?“ „Wegen der Sprachkenntnisse. Das finden meine Eltern total wichtig. He, schau mal, da sitzen deine Freunde.“

Draco und Hermine waren ziemlich weit am Strand entlanggelaufen und hatten dann kehrt.gemacht Hand in Hand bummelten sie am Wasser entlang und hielten ab und zu an, um sich zu küssen. Draco meinte nachdenklich: „Wenn das mein Vater wüsste, dass ich meinem Verrat noch die Krone aufsetze und mit einem Schla- einer Muggelstämmigen zusammen bin... Wenn er nicht in Azkaban wäre, hätte ich jetzt richtig Angst um dich.“ Er drückte sie schnell einmal an sich. „Wenn er dich sowieso aus der Familie verstoßen hat, kann ihm das doch egal sein.“ Draco schüttelte den Kopf. „Ich trage ja immer noch den Namen Malfoy.“ Hermine zuckte die Schultern. „Zum Glück ist er ja noch ein paar Jahre außer Gefecht gesetzt. Wir sollten lieber überlegen, wie wir im nächsten Schuljahr für deine Sicherheit sorgen. Aber Blaise hat recht, du bist ja nicht allein. Mit Parkinson und Co. werden wir schon fertig.“
Draco blieb stehen und drehte sie an den Schultern zu sich herum. „Weißt du eigentlich, dass es das erste Mal in meinem Leben ist, dass ich tatsächlich sagen kann, ich bin nicht allein? Dass es Menschen gibt, denen es nicht egal ist, was mit mir passiert? Wenn ich euch früher beschimpft habe, war ich in Wirklichkeit immer neidisch auf eure Freundschaft.“ gestand er. Hermine lehnte ihr Gesicht an seine Schulter. „Sag mal, das habe ich ja fast vergessen, wie haben denn nun eigentlich Harry und Ron reagiert?“ fragte Draco plötzlich. „Tut mir leid, das wollte ich schon früher fragen, aber es ist so viel passiert in den letzten Tagen.“ Hermine seufzte und setzte sich in den Sand. Rons Reaktion hatte sie versucht zu verdrängen. Sie zog Draco zu sich herunter, und er legte den Arm um ihre Schulter. „Harry hat es ganz gut aufgenommen. Er meinte nur, Hauptsache, ich wäre glücklich, auch wenn er es nicht so ganz fassen konnte, dass ausgerechnet du mich glücklich machst.“ Draco lachte. „Potter ist gar nicht so übel. Und Weasley?“ Hermine starrte aufs Meer. „Ron ist in mich verliebt, für ihn war es ein Schock.“ sagte sie leise. „Hab ich es mir doch gedacht, dass die Butterbierdusche kein Versehen war...“ grinste Draco. „Das war mir auch klar, aber selbst da dachte ich noch, er wollte nur nicht, dass ich mich mit dir einlasse. Dass er eifersüchtig war, ist mir überhaupt nicht in den Sinn gekommen. Ich hab ein ganz schlechtes Gewissen, weil ich es nicht gemerkt habe. Ich hoffe, er kommt schnell drüber weg.“ Draco drückte sie an sich. Hermine legte ihren Kopf an seinen.

„Was war eigentlich mit dir und Pansy, wo wir grad von Eifersucht reden?“ fragte sie plötzlich, nur halb im Scherz. Draco seufzte. Dass Mädchen immer alles so genau wissen mussten. „Wir waren Anfang des Jahres mal zusammen, aber das war nichts Ernstes, zumindest von meiner Seite.“ meinte er. „Und von ihrer?“ „Ich bin mir nicht sicher. Die Initiative ging jedenfalls von ihr aus. Und sie ist ja ganz hübsch, eine der wenigen in Slytherin. Mal abgesehen vielleicht von Daphne Greengrass, aber die Arme steht ja schon seit Jahren auf Blaise. Da dachte ich halt, warum nicht? Pansy war außerdem eine der wenigen, die von meiner Aufgabe im letzten Schuljahr wussten und mit der ich darüber reden konnte. Ich durfte zwar meine Zweifel nicht erwähnen, aber zu der Zeit war diese Beziehung das, was einer Freundschaft am nächsten kam. Aber was war eigentlich mit dir und Krum?“ spielte er den Ball an sie zurück.

„Ach, das ist doch schon ewig her.“ wich Hermine aus. „Nichts da, das will ich jetzt auch wissen.“ Draco stupste ihr den Finger in die Seite, und sie quietschte auf. „Sonst kitzel ich dich.“ drohte er. „Naja, Viktor war der erste, den ich geküsst habe, und es war absolut schrecklich.“ gestand sie. „Wir haben uns nach dem Trimagischen Turnier noch ein paar Monate geschrieben, ich habe ihn in den Sommerferien auch kurz in Bulgarien besucht. Aber inzwischen schreiben wir uns nur noch selten.“ „Der erste Kuss von Krum? Wer kam dann?“ wollte Draco neugierig wissen. Hermine grinste. „Das errätst du nie.“ „Ron? Harry? Longbottom? Finnegan? Thomas?“ Jedesmal schüttelte Hermine den Kopf. „Das waren schon alle Gryffindors aus unserem Jahr! Also Ravenclaw? Oder ein älterer?“ Hermine grinste nur. „Etwa dieser unsympathische Keeper, der seine eigenen Mannschaftskameraden ausknockt? Warst du nicht mit dem auf ´ner Slug-Party, hat Blaise erzählt?“ Hermine verzog das Gesicht. „McLaggen? Das war vielleicht ein Eigentor! Ich wollte ja nur Ron ärgern, aber der Typ war so was von ätzend... Den hab ich sicher nicht geküsst!“ Langsam gingen Draco die möglichen Kandidaten aus. „Die Zwillinge?“ „Gleich beide? Was denkst du von mir?“ fragte Hermine gespielt empört. Dann lachte sie. „Ich hab doch gesagt, du kommst nicht drauf.“ „Boot? Corner? Finch-Fletchley?“ „Ich bin beeindruckt, ich hätte nicht erwartet, dass du alle überhaupt alle Namen aus unserem Jahrgang weißt...“ grinste Hermine. „Von den Mädchen weiß ich alle aus der ganzen Schule.“ behauptete Draco. „Jedenfalls von den hübschen.“ Sie stieß ihn in die Seite. „Gibst du auf?“ „Lee Jordan?“ „Nein, auch falsch! Ok, ich sag´s dir. Zabini!“ „Waaaas?!“ Draco ließ sie los und richtete sich auf. Stirnrunzelnd starrte er sie an. „Wann?“ Hermine ließ sich lachend in den Sand zurückfallen. „Auf Slughorns Weihnachtsparty. Mistelzweig.“ „Das hat er mir nie erzählt!“

„Und das wundert dich?“ grinste Hermine. „Damals hattest du offiziell schließlich noch eine etwas andere Einstellung zu Schlammblütern. Und wenn ich mich richtig erinnere, hattest du am Abend bei meinen Eltern das erste Mal Gelegenheit, nach deinem Sinneswandel allein mit ihm zu reden, und da hast du ihm ja schon gesagt, dass du...“ Sie wusste plötzlich nicht, wie sie es formulieren sollte. Aber Draco vollendete ihren Satz. „...dass ich mich in dich verliebt habe. Hast recht, da wäre ich bestimmt nicht begeistert von dieser Information gewesen.“ Er ließ sich wieder neben sie in den Sand sinken und legte eine Hand auf ihren Bauch. Sanft bewegten sich seine Finger ein Stückchen unter ihr T-Shirt. Sie schloss die Augen und genoss seine Berührungen. Er knabberte an ihrem Ohrläppchen, dann glitten seine Lippen ihren Hals hinunter und ihre Wange wieder hinauf. Er küsste ihre Nasenspitze, was sie zum Lächeln brachte, und sie legte die Hand in seinen Nacken und zog seinen Mund endlich auf ihren. Ihre andere Hand wanderte seinen Rücken auf und ab, bewegte sich dann zögernd unter den Rand seines Hemdes und streichelte seine Haut. Draco seufzte leise auf. Er spürte, dass ihre Zärtlichkeiten ihn nicht kaltließen, und sie bemerkte es auch. Sie fragte sich, wie weit sie schon gehen wollte. Doch Draco nahm ihr die Entscheidung ab. Er bemerkte ihre plötzliche Unsicherheit und zog sich ein Stück zurück. „Pause!“ grinste er schwer atmend. Er wollte nichts überstürzen. Von ihrer bisherigen Erfahrung mit Männern, beziehungsweise dem Fehlen dieser, hatte er schließlich gerade gehört. Lächelnd kuschelte sie sich in seinen Arm und sah zu den Sternen hoch. „Danke, dass du so rücksichtsvoll bist.“ flüsterte sie ganz leise. Er drückte sie einmal kurz fester an sich.

Die beiden lagen mit geschlossenen Augen im Sand und wären beinahe eingeschlafen, als plötzlich eine Schuhspitze Draco in die Seite piekte. „Dray, nicht einpennen!“ Draco und Hermine öffneten die Augen und sahen einen grinsenden Blaise vor sich. Neben ihm stand Sinead. Hermine rappelte sich langsam hoch. „Hallo!“ Sinead streckte ihr die Hand entgegen und half ihr aufzustehen. „Ich heiße Sinead.“ stellte sie sich noch einmal vor. „Ich bin Hermine, und der da unten heißt... Drake.“ Der Name Draco war doch etwas zu ungewöhnlich, dachte sie. Draco wischte sich den Sand von der Hose und stand ebenfalls auf. „Hallo.“ Er musterte Blaise ein wenig abschätzend und dachte daran, dass er Hermine geküsst hatte. Dann gestand er sich aber ein, dass es ihn vor einem halben Jahr, als es passiert war, noch nicht wirklich gestört hätte, und beschloss, die Sache zu vergessen. „Wollen wir langsam mal zum Zelt zurück?“ fragte Blaise mit einer Spur von Bedauern in der Stimme. „Vielleicht sollten wir Luna nicht so lange allein lassen.“ Hermine schlug erschrocken die Hand vor den Mund.
„Luna! Oh Gott, die haben wir ja völlig vergessen!“ rief sie aus. „Wie kommt ihr denn jetzt zurück?“ fragte Sinead. „Der letzte Bus ist doch längst weg.“ „Äh... zu Fuß.“ meinte Blaise. „So weit ist es ja nicht...“ „Zeltet ihr nicht im Wald Richtung Muncaster? Das sind doch mindestens drei Meilen!“ meinte Sinead entgeistert. „Soll ich euch die Fahrräder von meinen Brüdern leihen?“ „Du kennst uns doch gar nicht, woher willst du wissen, dass wir nicht damit durchbrennen?“ lächelte Hermine, während sie verzweifelt überlegte, wie sie dieses Angebot höflich ablehnen konnte. Blaise und Draco konnten mit Sicherheit nicht radfahren. Sinead grinste. „Ich glaube, ich habe eine ganz gute Menschenkenntnis, das lernt man im Pub. Ich vertrau euch da. Außerdem bin ich morgen früh schließlich mit Blaise verabredet.“ Draco grinste seinen Freund vielsagend an. Blaise wurde ein bißchen rot. „Wegen unserem Geschichtsprojekt.“ nuschelte er. Hermine zog ihren Freund ein bißchen zur Seite und flüsterte ihm etwas ins Ohr. „Kannst du radfahren? Wenn nicht, der wortlose Zauberspruch dazu lautet Aequilibrius. Du wendest ihn unauffällig selber an und ich auf Blaise, ok?“ Draco nickte. Erleichtert wendete Hermine sich wieder Sinead zu. „Zum Laufen ist es vielleicht wirklich ein bisschen weit. Wir nehmen dein Angebot mit den Rädern also an. Das ist nett von dir!“ Blaise sah ein wenig erschrocken aus, ihm wurde erst jetzt klar, was das bedeutete, aber Hermine warf ihm einen beruhigenden Blick zu. Zusammen machten die vier sich auf den Weg zum Pub.

Aus einem Schuppen auf dem Hof zerrte Sinead drei Fahrräder hervor. Hermine steuerte direkt darauf zu, um Draco und Blaise zu zeigen, was sie tun sollten. Um Zeit zu gewinnen, band Draco sich die Schnürsenkel zu und beobachtete seine Freundin dabei aus dem Augenwinkel. Sie war schon aufgestiegen und drehte eine kleine Runde durch den Hof, um den beiden Jungs das einmal vorzuführen. Ihren Zauberstab hatte sie im Ärmel versteckt. Nun richtete sie ihn hinter Sineads Rücken auf Blaise und dachte: Aequilibrius! Draco schob das Fahrrad auf die Straße. Dort schwang er unsicher ein Bein über den Sattel, aber dann dachte er sich: Schwieriger als Fliegen kann das auch nicht sein! Aequilibrius! Und er sauste die Straße hinab. Blaise winkte Sinead noch einmal zu und sauste hinterher. Hermine folgte den beiden. Hinter der nächsten Kurve hatte sie sie eingeholt, da sie auf sie warteten. „Das ist ja gerade nochmal gutgegangen!“ lachte Blaise erleichtert. „Was hast du für einen Zauber benutzt?“ „Aequilibrius, den Gleichgewichtszauber!“ erwiderte Hermine, ebenso erleichtert. „Und jetzt apparieren wir mit den Rädern endlich zum Zelt! Luna macht sich bestimmt schon Sorgen!“


Darf ich übrigens mal Werbung machen? Hab noch zwei andere Geschichten hier, eine Draco/Hermine und eine Draco/Pansy, beides One-Shots. Die könnten beide auch noch ein paar Kommentare vertragen! :-)


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Twitter
HPXperts-Shop
Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Wenn Kinder an der Hand der Mutter gehen, aber etwas hinter ihr, dann heulen sie, wenn sie mich sehen, weil ich Petunia Dursley spiele. Und die Mutter hat keine Ahnung, warum das Kind weint. (lacht)
Fiona Shaw