
von Looney&Soey

Eine Tochter
Dasselbe, was Snape in dem Moment fĂĽhlte, empfand auch Luca.
Sie hatte mit dem Verlobten ihrer Mutter an dessen Polterabend geschlafen, und diese Nacht war nicht gerade eine ihrer Schlechtesten.
“Luca, das ist Severus”, machte Jenna munter weiter, die offenbar vor lauter Freude, nichts über den plötzlichen Ausdruck in den Gesichter von Luca und Severus mitbekommen hatte.
Luca hielt Severus die Hand hin, und zwang sich zu einem, etwas maskenhaften Lächeln, welches aber immerhin so viel bewirkte, dass Severus wieder in der Realität landete, und auch seinerseits die Hand Lucas annahm.
“Schön, dann kennt ihr euch jetzt auch. Ähm, Safiya, könntest du mir kurz in der Küche mit dem Frühstück helfen, die beiden sollen sich hier noch ein wenig kennen lernen”, bat Jenna den Dumbledore-Abklatsch, mit einem fröhlichen Lachen im Gesicht.
Als die beiden also verschwunden waren, trat eine erdrĂĽckende Stille in den Gang. Keiner der beiden wollte etwas, oder besser konnte etwas sagen.
Als Luca bemerkte, dass sie immer noch Snapes Hand hielt, versuchte sie langsam, aber bedacht zu sprechen, während sie sie wegzog.
“Ich denke, wir sollten meiner Mutter nichts davon sagen…”, sie suchte Snapes Blick, doch dieser war steif auf einen imaginären Punkt irgendwo über ihrer linken Schulter gerichtet.
“Snape, hallo?”, Luca fuchtelte mit ihrer Hand vor seinem Gesicht herum.
“Äh, ja, wir sollten ihr natürlich nichts davon sagen, da hast du recht”, stimmte Snape ihr zu, der mitlererweile nicht mehr die Wand, sondern endlich sein Gegenüber anschaute.
“Freust du dich eigentlich schon auf morgen?”, fragte Luca vorsichtig.
“Wie freuen? Natürlich freue ich mich, ich werde heiraten”, fuhr Snape sie an, “außerdem, was soll diese blöde Frage?” Es war eine Lüge, und er wusste das auch, deswegen maulte er sie auch an.
“Ok, ok, war ja nur ne Frage”, versucht Luca ihn wieder zu beruhigen, “immerhin weiß ich ja jetzt, wie glücklich sich meine Mutter schätzen kann, bei deinem, ähm, Stil in gewissen Bereichen…”, mit einem anzüglichen Grinsen im Gesicht, schwebte Luca , bevor er noch irgendetwas antworten konnte, an ihm vorbei, zu den anderen in die Küche.
“Hier seid ihr”, Severus drehte sich um. Ed war hinter ihn getreten, “ich dachte Luca und Safiya würden erst am Nachmittag kommen?”
“Nein, offenbar nicht Nachmittag sondern halb sieben am Morgen”, antwortete Severus in süßlichem Tonfall.
Woher kannte Ed Luca, und wieso, hatte er ihm nicht schon in der Bar gesagt, wer sie war, er hatte sie doch auch gesehen?
Severus ärgerte sich über den alten Mann.
“Nun, wo sind sie jetzt?”, fragte Ed unbeirrt weiter.
“In der Küche”, murrte Snape. Wieso hatte der Alte ihm Luca nicht schon in der Bar vorgestellt? Diese Frage beschäftigte Severus noch einige Zeit, dann ging er auch in die Küche frühstücken.
Während der Gespräche am Tisch, bekam Snape immer wieder mit, wie Luca verstohlene Blicke in seine Richtung warf. Er unterband dies, indem er sich hinter der Zeitung verschanzte. Was wollte sie von ihm?
“Sagt mal, was haltet ihr davon, wenn wir heute alle gemeinsam einen Ausflug nach Messina machen?”, fragte Jenna begeistert in die Runde.
“Oh ja, das ist eine gute Idee, dann kann ich ja italienische Mode einkaufen gehen”, begeisterte sich Safiya sofort für Jennas Idee.
“Ja, ich komme auch mit, ich muss noch einige Briefe zur Post bringen. Die letzte Eule ist schon seit fast zwei Monaten nicht mehr aufgetaucht”, befürwortete auch Ed Jennas Vorschlag.
“Gut, dann macht ihr mal schön, ich bleibe hier, und genieße noch ein wenig die Ruhe vor dem Sturm”, kam Snapes Stimme hinter einer Wand aus Zeitungen hervor.
“Sehr schön, dann würde ich sagen, treffen wir uns alle in zehn Minuten draußen am alten Olivenbaum, und apparieren dann nach Messina”, meinte Jenna freudig darüber, dass alle mit ihrem Vorschlag einverstanden waren.
Zehn Minuten später trafen sich dann alle wie abgesprochen, an der alten Olive, dann waren sie auch schon verschwunden. Dies stellte Snape mit leichter Beruhigung fest, als er einen Blick zum Fenster hinaus warf. Er packte seine Zeitung, und machte sich auf den Weg nach oben, um sie bei einem gemütlichen Bad fertig zu lesen.
Oben angekommen, öffnete er die Badezimmertüre, und musste vor lauter Schreck wieder einen Schritt zurücktreten.
Vor ihm, so wie Gott sie geschaffen hatte, stieg gerade Luca aus der Wanne, und blickt ihm in die Augen.
tbc
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